Ausgabe 
10.7.1898 Erstes Blatt
 
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besondere Zugverspatungeu und zwar selbst bei den großen, dem durchgehenden Verkehre vornehmlich dienenden Zügen, nicht selten lediglich durch die Der- und Entladung von Fahr­rädern herbeigeführt. AuS den Kreisen der Radfahrer wird geklagt, daß die Räder bet dem Ein« und Ausladen oft be­schädigt werden. Zur Beseitigung aller dieser Unzuträglich- ketten ist nach derJenaer Ztg." tu Außficht genommen, für dte Abfertigung und Verladung unverpackter einsitziger Zwei­räder es find das etwa 90 pCt. aller auf den Eisen­bahnen gefahrenen Räder im Btunenverkehre der preußi- fcheu StaatSbahneu andere Vorschriften zu erlasieu. Hiernach erfolgt dte Abfertigung nicht mehr an den GepäckabferttgungS- stelleu, sondern in einfacher Weise an den Gepäckwagen der Züge durch den Packmetster. Die Radfahrer haben ihre Räder an die Packwagen zu bringen und bet Ankunft daselbst abzuholeu. Auf Uaterwegsstationen betm Wechsel des Pack­wagens hat der Radfahrer gleichfalls fein Rad aus dem einen tu deu anderen Gepäckwagen zu bringen. Für die Beförde­rung der Räder ist eine Fahrradkarte an deu Fahrkarten­schaltern zu lösen, die im ganzen Gebiet der preußischen Staatsbahnen für jede Entfernung 50 Pfg. kostet. Diese ist dem Packmetster abzugeben, der dagegen eine Marke aus- händigt und eine gleiche Marke am Fahrrad befestigt. Gegen Rückgabe der Marke wird das Fahrrad auSgeltefert. Die Beförderung unverpackter einsitziger Zweiräder in Schnell« zügen findet grundsätzlich nicht mehr statt. Die neuen Be­stimmungen, die von den Eisenbahnen demnächst veröffentlicht werden, sollen am 1. September d. I. in Kraft trete«.

An Amerika verstorbene Heffeu. In Union Hill, N. I.: Daniel Berme», 74Jahre alt, au» Bechenheim bet Alzey. In NewAork: Philipp Kleber auS Darmstadt. In Gillmauo, Jll.: Etse Kraft, geb. Köhler, auS Londorf, SretS Gießen. In Philadelphia, Pa.: Samuel Traut- mauu, 68 Jahre alt, aus Worms. In Beau Treek, O.: Barbara Stork, geb. Miller, 73 Jahre alt, auS Arheilgen. Ja Kendalvtlle, Jud.: Elisabeths Pullmaun, geb. Draser, 73 Jahre alt, aus Großztmmeru. In Sau FrauztSco, Cal.: Hermann Riedel, 58 Jahre alt, au» Fauerbach v. d. H.

Darmstadt, 8. Jult. Au 200 Leidtragende aus den ersten Kreisen der Stadt waren zur heutigen Beerdigung des in kräftigem ManneSalter verstorbenen Geh. RegieruugS- rath Hechler auf dem Darmstädter Friedhöfe erschienen. Man bemerkte darunter den StaatSminister und viele andere hohe Beamte, den Präfidenteo und den zweiten Schriftführer der zweiten Kammer, sowie mehrere Kammermitglieder, deu Bürgermeister, und verschiedene Oberheffen (H. war in Butz­bach geboren) u. s. w. Der Geistliche der JohanneSgemeiude, Herr Pfarrer Dingeldey (vordem in Gteßen) wies auf den jähen Hingang des im öffentlichen Lebeu fo verdienten und mit den besten Tugenden de» Bürgers und des Familien­vaters geschmückten Mannes hin, der ein arbeitS« und erfolg­reiches Leben hinter fich habe- er knüpfte daran die Mahnung, jederzeit bereit zu sein, vor dem höchsten Richter zu erscheinen, dennleben wir, so lebeu wir dem Herrn, sterben wir, so sterben wir dem Herrn, darum wir leben oder sterben, so sind wir des Herrn". Einen prachtvollen Lorbeerkraoz widmete der erste Präsident der zweiten Kammer, Herr Geh. RegteruugSrath Haas-Offenbach dem Dahingeschiedenen für seine treue, aufopfernde Mitarbeit für dte Sache und daS Wohl des Volke»; durch seltene Gaben sei Hechler ein Mann gewesen, der geliebt und geschätzt von seinen Freunden und Parteigenoffen dastand, der aber auch dem politischen Gegner Hochachtung abzwaug. Die Verdienste HechlerS um die nationalltberale Sache pries Herr Landlagsabgeordneter Schm eell-Darmstadt und wie» darauf hin, daß ein Mensch mit solchen Geistes- und Charactereigeuschafteu wie Hechler bei seinem Hinscheiden wirklich eine schwer auSzufülleude Lücke hinterlasse. Mit letztem Lebewohl! legte er einen Kranz in den deutschen Farben auf da» Grab, um welche» herum zahlreiche prächtige Blumenspenden lagerten. Hechler» Verdienste um dte Volksschule beleuchtete etu Mitglied de» Arhetlger Lehrervereins In einer Ansprache, ebenfalls unter Niederleguug eines Kranzes. Damit war die Trauer­feier für einen Mann zu Ende, deffen makellose- Leben und reiches Wirken bei seinen Mitmenschen unvergeffen bleiben wird.

Darmstadt, 6. Juli. Ueber die Ernennung des Pro- viuzialdirectorS von Rheinhessen, Geheimrath Rothe, zum hessischen Staatsminister äußern sich die Zeitungen ver­schiedenster Parteifärbung in sympathischer Weise. So schreibt da»Mainzer Tageblatt":Eine so herzliche Freude wir über dte Ernennung des Herrn Gehetmrath Rothe zum StaatSmtutster unseres Großherzogthum» empfinden, so fest wir überzeugt find, daß diese Ernennung unserem Heimath- lande zum Segen gereichen wird, so groß ist unser Bedauern über den Verlust, der unserer Provinz und unserem Kreise durch das Scheiden des Herrn Gehetmrath Rothe erwächst. Herr Gehetmrath Rothe verwaltete fett November 1891 das verantwortungsvolle Amt des ProvtnzialdtrectorS der Provinz Rheiuheffen und des KreiSratheS des Kreises Mainz. Ju unvermeidlicher rastloser Thätigkeit war er für das Wohl der Provinz und de» Kreises besorgt, und voll aufrichtiger Dankbarkeit wird die Bevölkerung seiner höchst ersprießlichen Wirksamkeit gedenken. Doch nicht nur als Beamter erfreute fich Herr Gehetmrath Rothe der höchsten Achtung und uu- etngeschränktesten Anerkennung der Bewohnerschaft- auch seine vorzüglichen persönlichen Eigenschaften sicherten ihm die Sympathie aller BevölkerungSkretse. Möge eS ihm vergönnt sein, lauge Jahre noch dte Staatsgeschäfte de» Großherzog- thum» zu leiten zum Heil und Segen unseres Hrflen- landeS!" Diesem Wunsche werden fich alle Heffrn mit aufrichtigem Herzen anschließeu.

X Maiuz, 8. Juli. Unter großem Andrang deS Publikums hat heute im SchwurgertchiSsaale hier ein schon seit Langem anhängiger Wucherprozeß seinen Anfang ge­nommen, der um deßwilleu tu Mainz größeres Jntereffe

erregt, weil unter den Angeklagten fich zwei sehr begüterte Personen befinden, dte fich bis jetzt der allgemeinen Achtung erfreuten. Angeklagte find: der peufiontrte Oberlehrer Werner von Laubenheim, der jetzige Rentier und frühere Bäckermeister Weimar aus Bretzenheim und die Mackler und Agenten Stufe und Prag von WormS. Dte betdeu ersteren find dte Geldverleiher und die beiden letzteren haben die Vermittler gespielt. Als der Bewucherte erscheint der frühere Inhaber der bekannten Wirth'schen Hofbuchdruckerei hier, I. B. Wirth, deffen Nothlage und Leichtsinn nach der Anklage seit dem Jahre 1890 von den Beklagten ge­werbsmäßig auSgebeutet worden ist. AuS dem Verkauf seiner Druckerei hat Wirth von dem Jahre 1887 an bis zum Jahre 1957 von dem Käufer eine JahreSrente von Mk. 2000 zu beziehen. Bei deu Angeklagten Werner und Weimar wurde diese Reute häufig iu derart verpfändet, daß Wirth unter Nachläffen auf Schuldscheine Geld erhielt. Nach der Anklage sollen diese Nachlässe, welche Wirth gewähren mußte um Geld zu erhalten, sehr bedeutend gewesen sein, ebenso sollen die Mitangeklagten Stufe und Prag für Ver­mittelung und Provisionen jeweilige Beträge voa Mk. 200 bi» Mk. 1000 erhalten haben, sodaß Wirth von seiner Reute nur wenig übrig blieb. Eine lange Kette Zeugen find ge­laden und geht die Verhandlung vor morgen nicht zu Ende.

A«r der Zett für die Zelt.

Vor 47 Jahren, am 10. Juli 1851, starb in Petit-Brie bei Paris der Erfinder der Photographie, Daguerre, der durch seine erfolgreichen Versuche die lichtempfindlichen Eigen­schaften gewiffer Stoffe zur Herstellung von Lichtbildern benutzte, ein Verfahren, welches seitdem zu hoher Blüthe und weitester Anwendung gelangt ist. Daguerre veröffentlichte 1839 sein Geheimniß für eine lebenslängliche Jahresrente von 6000 Francs. Er wurde am 18. November 1789 zu Cormeilles geboren.

Vor 39 Jahren, am 11. Juli 1859, kam der Frieden von Villafranca zu Stande, in welchem das schöne lombardische Land, um deffen Besitz so viel deutsches Blut vergossen worden ist, dem französischen Kaiser übergeben wurde, der es dann dem König von Sardinien zuwandte, wogegen dieser einige Zeit nachher Savoyen, das Stammland seines Hauses, nebst dem Stadtgebiet von Nizza an Frankreich überließ.

Vermischtes.

Zu der Vergebung von 500 bayerische« Guterwagen an belgische Fabrikanten wird von zuständiger Seite mit- getheilt, daß es fich in dem fraglichen Fall nicht lediglich um 500 Eisenbahnwagen, sondern um 3100 handle. 2600 wurden nämlich bayerischen Fabriken übertragen, während die Liefe­rung der letzten 500 Stück bei ihnen absolut nicht mehr untergebracht werde« konnte d. h. für die Zeit, bi- zu welcher die bayerischen Bahnen im Besitz der Wagen fein müffeu, um den in Ausficht stehenden großen Verkehr be­wältigen zu können. Unter Anderem sollten einer renommirte« Fabrik 800 Wagen Übertragen werden. Aber die Fabrik erklärte, nur 300 bis zu der bestimmten Zeit liefern z« können und ließ fich nur aus Entgegenkommen zur Ueber- nähme von weiteren 350 Stück herbei. Sie erklärte aber, daß fie den Rest erst im Jahre 1899, eventuell noch später, fertig stellen könnte. Die Generaldttection fragte sodann iu Gotha au uud erhielt einen ablehnenden Bescheid, hierauf in Görlitz. Bon dort kam eine Zusage, aber erst für Sommer 1899. Bon den anderen in Betracht kommenden nord­deutschen Fabriken wußte die Generaldirection ohnehin, daß sie so mit Arbeit überhäuft find, daß keine Ausficht bestand, die 500 Güterwagen innerhalb der Zeit geliefert zu erhalten, binnen welcher fie nöthig find. Sie unterließ deshalb weitere Umfragen. Seit Jahren bat die Generaldttection alle Auf­träge nur der heimischen Industrie zugewendet und hat es auch dieseSmal wieder gethan, so weit es geschehen konnte. Nur die Noth veranlaßte fie, dte 500 Wagen, die fie bei den heimischen Fabriken nicht mehr uuterzubringen vermochte, nach Belgien zu vergeben. Im Uebrigen soll nochmal» hervor- gehoben werden, daß da» Staats- und Eisenbahnnintereffe hierbei völlig gewahrt erscheint, insofern die Generaldttection anerkennenSwerth gute Arbeit geliefert erhält und dabei jeder Wagen um rd. 500 Mk. billiger ist al» bei dm Einheimischen Fabriken.

Universität- - Nachrichten.

Zum Rector der Universität Bonn für das Studienjahr vom 18. October 1898 bis 1899 ist der Geheime Medicinalrath Professor Dr. Köster (Ordinarius für pathologische Anatomie) ge­wählt worden.

Bet der Universität Leipzig ist der bisherige Prioatdocent der Augenheilkunde, Dr. Otto Schwartz, zum außerordentlichen Professor befördert worden.

Leipzig, 8. Juli. Der bekannte Gynäkologe Proseffor Dr. Henning feierte heute fein 50jährige8 Doctor-Jubiläum in seltener geistiger und körperlicher Frische.

Anszng ans den Standesaintsregiftern

der Stadt Gieße«.

Aufgebote.

Juni: 24. Dr. David Sander, Großh. Provinzial-Rabbiner dahier, mit Johanna JochSberger zu München. 26. Johannes Luetkens, Cultur-Jngenieur zu Riga, mit Marie von Scheel von Riga. Juli: 4. Heinrich Altstadt, Fabrikant zu Schlitz, mit Friederike Otto Hierselbst. 6. Heinrich Prinz, Kutscher dahier, mit Marie Bittorf hierselbft. 7. Philipp Lemp, PosthilfSbote dahier, mit Elisabeth Möller hierselbst. 7. Georg Alexander Balzer, Rechtsanwalt zu Lorsch, mit Auguste Louise Katharine Julie Marie FreseniuS hier­selbst. 9. Theodor Ludwig August Schepp-lmann, Bauunternehmer dahier, mit Minna Emilie Elisabeth Ebert hierselbst.

Ehefchlietzuugru.

Juli: 2. Konrad Schneider, Lohnarbeiter zu Nidda, mit Katharine Prophet hierselbst. 2 Ernst Hermann Heinrich Schnabel, Schlosier dahier, mit Elisabeth Ida Auguste Griebel hierselbst. 2. Ernst Otto Franz Hosch, Spmgler und Installateur dahier, mit

Mathilde Auguste Simon hierselbst. 2. JustuS Sauer, Taglöhner dahier, mit Katharine Dietrich hierselbst.

Geborene.

Juni: 27. Dem Postschaffner Otto Rühl eine Tochter. 28. Dem Portier Heinrich Dörr ein Sohn, Ernst Wilhelm. 29. Dem Tag- löhner Friedrich Dietrich ein Sohn, Heinrich. 30. Dem Wagen­wärter Heinrich Volk ein Sohn, Heinrich Nikolaus. Juli: 1. Dem Stations-Assistenten Wilhelm Barchfeld eine Tochter, Anna Wilhel­mine Bertha. 1. Dem Kaufmann Wilhelm Möhl ein Sohn, Karl Adolf. 2. Dem Schutzmann Johannes Schädel ein Sohn. 2. Dem Küfer und Wirth Peter Minke eine Tochter. 3. Dem Realgymnafial- lehrer Dr. Richard Trapp ein Sohn. 3. Dem Postschaffner Heinrich Bourcarde ein Sohn, Heinrich Ludwig. 3. Dem Vicefeldwebel Friedrich Werner eine Tochter, Frida Emma. 3. Dem Metzger- meister Konrad Beppler ein Sohn, Albert Wilhelm. 4. Dem Küfer Georg Schmidt ein Sohn. 5. Dem Bahnwärter Heinrich Hetz eine Tochter. 6. Dem Photograph Christian Martin Heinrich Zimmer eine Tochter, Johanna Auguste Emma.

Gestorbene.

Juni: 30. LouiS Defler, 60 Jahre alt, Priester autz Lelow in Rußland. Juli: I.Anna Wilhelmine Bertha Barchfeld, 15«/. Stunden alt, Tochter von Stations-Assistent Wilhelm Barchfeld dahier. 2. Emanuel Meyer, 56 Jahre alt, Kaufmann dahier. 2. Mathilde Hofmann, geb. Gräf, 38 Jahre alt, Ehefrau von Bürgermeister Victor Hofmann zu Homberg, Kreis Westerburg. 2 Emma Gerhardt, 2 Jahre alt, Tochter von Wirth Wilhelm Gerhardt dahier. 3. Louise Katharine Winn, geb. Eise, 72 Jahre alt, Wittwe von Maurermeister Johannes Winn dahier. 3. Hermann Zoll, 56 Jahre alt, Vieh­händler dahier. 4. Meter Homberger, 77 Jahre alt, Fabrikant und Stadtverordneter dahier. 5. Christine MöbuS, geb. Butti, 73 Jahre alt, Ehefrau von Amtsgerichtsdieuer i. P. EgidiuS MobuS dahier. 5. Meier Prinz, 60 Jahre alt, Fuhrhalter auS Preußisch Stargard. 6. Karoline Luise Schraner, 17 Jahre alt, Tochter des verstorbenen KüferS Heinrich Schraner dahier. 6. Julius Schuh, 27 Jahre alt, Student der Zahnheilkunde dabter. 7. Johann Jacob Hamm, alt 47 Jahre, Landwirth von Rueckenau.

A«»;ug an» den Kircbenbäcbertt

der Stadt Gießerr.

Evangelische Gemeiude.

Getraut».

Mattbäusgemeinde.

Den 2. Juli. Ernst Otto Franz Hosch, Spengler und In-- stallateur zu Gießen, und Mathilde Auguste Simon, Tochter des verstorbenen Oeconom Friedrich Simon zu Gießen.

JohanneSgemeiude.

Den 2. Juli. Konrad Schneider, Bahnarbeiter zu Nidda, und Katharine Prophet, Tochter des verstorbenen TaglöhnerS Balthasar Prophet zu Gießen.

Denselben. Ernst Hermann Heinrich Schnabel, Schlosier, und Elisabeth Ida Auguste Griebel, Tochter deS verstorbenen Schuhmacher­meisters Carl Griebel zu Gießen.

Getaufte.

Matthäusgemeinde.

Den 3. Juli. Dem Lademeister Dietrich Vogel eine Tochter., Lina Elisabeth, geboren den 17. Juni.

MarkuSgemeinde.

Den 3. Juli. Dem Bremser Valentin Nuppel eine Tochter» Minna, geboren den 12. Mai.

Denselben. Dem Rotlenarbeiter Ludwig Mehl eine Tochter,. Anna, geboren den 27. Mai.

Denselben. Dem Bahnmeifter-Diätar Johann Georg Adolf Eichmann eine Tochter, Leonore Marie Helene, geboren den 14 Juni.

Denselben. Dem Locomotivheizer Ludwig Haas eine Tochter, Helene Margarethe Elisabeth, geboren den 5 Juni

Den 7. Juli. Dem Kaufmann Karl Orbig eine jTochter, Johanna Adele, geboren den 5. Mai.

LukaSgemeinde.

Den 3. Juli. Dem Hauptsteueramtspractikant Carl Karl eint Tochter, Elise Emilie Hedwig Paula, geboren den 21. Mai.

Denselben. Dem Fabrikarbeiter Heinrich Herzberger ein Sohn, Carl Heinrich Ludwig, geboren den 14. Juni.

JohanueSgemetnde.

Den 3. Juli. Dem Taglöhner Georg Schmidt eine Tochter, Margarethe Karoline, geboren den 10. April.

Denselben. Dem Kasiendiener an der Gewerbebank Carl Währum ein Sohn, Otto Wilhelm Ludwig, geboren den 5. Juni.

Beerdigte.

MarkuSgemeinde.

Den 6. Juli. Hermann Zoll, Viehhändler, verheirathet, 56 Jahre alt, starb den 3. Juli.

Den 7. Juli. Karoline Luise Schraner, Tochter deS verstorbenen KüferS Heinrich Schraner, 18 Jahre alt, starb den 6. Juli.

LukaSgemeinde.

Den 5. Juli. Luise Winn, geb. Eise, Wittwe des Maurer­meisters Johannes Winn zu Lich, 72 Jahre alt, starb den 3. Juli.

Brodpreife

vom 10. Jult bis 24. Juli 1898.

Der hiesige« Bäcker.

1 Kg. (2 Pfd.) Tafelbrod......29 Pfg.

2 Kg. (4 Pfd.) Tafelbrod......58

1 Kg. (2 Pfd.) Weißbrot)......27 ,

1 ,, (2 ) bei Heinrich Plank . . 26

2 Kg. (4 Pfd.) Weißbrot)......54 ,

2 (4 ) bei Heinrich Plank . 52

1 Kg. (2 Pfd.) Schwarzbrot)......25

1 (2 ) bei Heinrich Plank 24

2 Kg. (4 Pfd.) Schwarzbrot).....50

2 (4 ) bei Heinrich Plank . 48

Der auswärtige« Bäcker.

1 Kg. (2 Pfd.) Weißbrot) bei L. Stetnmüller, Gr.-Lindm 24 Pfg,. L. Schmidt) Gr.-Linden 25 ,

W. Weitzel von Lang-Gön8 25

2 Kg. (4 Pfd.) Weißbrot) bei Joh. Kd. Velte v. Kirchgöns 46 L. Steinmüller, Gr.-Lindm 48 ,

L. Schmidt (Großen-Linden) 50

W. Weitzel von Lang-Göns 50

Wtlh. Fabel von Wteseck 52 ,,

2 Kg. (4 Pfd.) Schwarzbrot) bei Joh. Kd. Veite v. Kirch-GönS 42

ß. Steinmüller, Gr.-Linden 45

W.Stetnmüller, Lang-Göns 45

W. Weitzel von Lang-GönS 46

L. Schmidt, Großen-Linden 46

3 Kg. (6 Pfd.) Schwarzbrot) bei Wilh. Fabel von Wteseck 70

Der Brodverrä«fer.

Bei den hiesigen Brodverkäufern bestehen dieselben Preise wie bei dm hiefigm Bäckern.

Gieße«, de« 9. Juli 1898.

Großherzogliches Polizeiamt Gieße«, v. Bechtold.

verkehr, Land» r»nd volkrwirtbschaft.

tetm# 9. Juli. Marktbericht. Auf dem heutige» Wochenmarkt kostetm: Butter pr. Pfd.* 0,901,20, Hühnereier pt. St. 0-0 4, 2 St. 1113 A, Enteneier 1 St. 70 A. Gänse­eier pr. St. 1200 A, Käse 1 St. 58 A. Käsematte pr. St. 3 A, Erbsen pr. Liter 20 A. Linsen pr. Liter 32 A. Tauben pr. Paa?> X 0,70 bis 1,00, Hühner pr. Stück 0,90 bi» 1,30, Hahnen pr. Stütk

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