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X 0,60—1,50, Enten pr. Stück X 9,00—2,40, Gänse pr. Pftmtz X 0,00—0,00, Ochsensteisch pr. Pfd. 66-74 4, Kuh- und Rtndfleis« pr. Pfd. 62—66 4, Schweinefleisch pr. Pfd. 64 bis 72 4, Schweine- ffeisch, «Wim, pr. Pfd. 76 4, Kalbfleisch pr. Psd. 60-00 J, Hammelfleisch pr. Pfd. 60—70 4, Kartoffeln pr. 100 Kilo 9,00 btt 11,00 X, Weißkraut pr. Stück 0—00 4. Zwiebeln pr. fcmtmi 9,00—10,00 X, Milch vr. Liter 16 4, Kirschen pr. Pfd. 15—26 4-
Dauer der Marktzeit von 7 Uhr Morgens bis 1 Uhr Nachmittags. Während der ersten 3 Stunden der Marktzeit darf tm Umherziehen nicht feilgeboten werden.
Temperatur der Lahn und Luft nach Reaumur gemessen am 9. Juli, zwischen 11 und 12 Uhr Mittags: Wasser 13°, Luft 12°.
Rübsamen'sche Badeanstalt.
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Neueste Nachrichten.
Depeschen der Bureau „Herold".
Berlin, 9. Juli. Dem „Berl. Tgbl." wird aus Brüssel gemeldet: Nach einer Mitthetlung der belgischen Regierung wird die internationale Zucker-Lonferenz bestimmt tm October wieder zusammeutreten. Deutschland, Oesterreich, England, Belgien, Holland, Spanien und Schweden gaben schriftlich ihre unbedingte Zustimmung zur Abschaffung der Zucker-Prämien. Rußland und Frankreich ist bis zum Do tobet Zett gelassen worden, um der Couferenz ihre Ver- m ttlung-vorschläge zu unterbreiten.
Leipzig, 9. Juli. Die Verhandlungen wegen des Karlsbader Juwelen-Diebstahl» wurden gestern von der htestgen Strafkammer zu Ende geführt. Das Urthetl lautete gegen Krause auf 8 Jahre Zuchthaus und 10 Jahre Ehrverlust, gegen dessen Ehefrau auf 10 Monate Gefängniß.
Wien, 9. Juli. Das „Fremdeublatt" demeutirr die Blättermeldung, wonach die Regierung beschloffen hätte, falls die Verhandlungen über die Regelung der Sprachenfrage
zu keinem Resultate führen sollten, den Reichsrath in diesem Jahre nicht mehr einzuberufeu.
Bozen, 9. Juli. Der Tourist Ebhardt aus Köthen in Anhalt stürzte vom Schlern-Gipfel ab und wurde schwer verletzt aufgefuuden.
Rom, 9 Juli. In vatikanischen Kreisen versichert man, der Papst werde keinen Schritt zu FrtedenSverhaudlungrn thun, bis Spanien selbst den Papst um seine Vermittelung ersucht.
Brüffel, 9. Juli. Der Bankier Bonquiau in Lodelinsart ist verhaftet worden. Er hat mehrere tausend belgische Stadtloose nachgemacht.
Kopenhagen, 9. Juli. Die deutsche in Papenburg be- heimathete Brigg Anna, welche mit Kohlenladung von Papenburg nach Stockholm unterwegs war, scheiterte bei Bjerre- huse. Drei Mann der Besatzung ertranken.
Paris, 9. Juli. Der Martneminister Lockrey wird in derDeputtuteukammer 160Millionen neueMarine-Eredite verlangen.
Pari«, 9. Juli. Der größte Theil der bei dem Untergänge der „Bourgogne" mit dem Leben davongekommenen Passagiere verließ gestern Halifax auf dem Wege nach New-York, um sich dort auf einem anderen Dampfer einzuschiffen. 162 Ueberlebende trafen bereits in Boston ein. In Paris und Havre werden Veranstaltungen zu Gunsten der Hinterbliebenen des untergegangenen Schiffs-Personals vorbereitet. In New York finden morgen Trauergottesdienste in den deutschen Gotteshäusern, in der russischen Botschafts- Kapelle und in den französischen Kirchen statt.
London, 9. Juli. Der Vertreter de- Insurgenten- führerS Aguinaldo meldet, er habe ein Telegramm von Aguinaldo erhalten, worin e- heißt, die Insurgenten haben Besitz von allen Provinzen der Insel Luzon genommen. Manila sei noch nicht in ihren Händen. Eine provisorische
Regierung sei eingesetzt. Mehrere Tausend Spanier, darunter hochgestellte Beamte, feien gefangen genommen.
Loudon, 9. Juli. Rach New Yorker Depeschen berichtete der ausgewechselte Lieutenant Hodson, die spanische Besatzung in Santiago zähle nur 4500 Mann. Die Einfahrt in den Hafen sei leicht und ungefährlich. Trotzdcm erwartet man bet dem Angriff, den Admiral Sampsou heute Mittag auf Santiago beginnen will, den heftigsten Widerstand. Den Waffenstillstand, der heute Mittag abläuft, haben beide Thrtle dazu benutzt, ihre Pofitionen zu verstärken. Da- spanische Geschwader unter dem Admiral Samara befindet sich auf dem Rückwege nach Spanien.
Athen, 9. Juli. Da- Blatt Akropolis meldet, daß die Regierung große Bestellungen auf Kanonen und Gewehre in Deutschland gemacht hat.
Madrid, 9. Juli. In gut unterrichteten Kreisen scheint man den Gerüchten über angeblich eiugeleitere Friedens- Verhandlungen keinen Glauben zu schenken. Spanten ist entschlossen, den Kampf auf Cuba ununterbrochen fort, zusetzeu und den Amerikanern den endgtltigen Sieg so thevrr wie möglich zu machen. Man rechnet dabei ganz besonder- mit dem gelben Fieber als BundeSgenoffen.
Madrid, 9. Juli. Die Lage bleibt unverändert, die Bevölkerung will von Friedensverhandlungen nichts wiffen. Es würden sicher Unruhen ausbrechen, wenn die Regierung Friedensverhandlungen anknüpfen würde.
Madrid, 9. Juli. Der gestrige Ministerrath beschäftigte sich mit Maßregeln, um einer eventuellen Beschießung der spanischen Häfen durch da- Watson» Geschwader vorzubeugen.
New-Port, 9. Juli. Einer Nachricht au- ISantiago zufolge Haven die Ctvilbehörden die Stadt verlaffen und sind in da» amerikanische Lager geflüchtet.
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StMischer Arbeitsnachweis Gießen Garteuftratze 2.
Angebot der Arbeitnehmer r 1 Maschinen- oder Fahrradschloffer, 1 Buchbinder, 1 Installateur, 3 Taglöhner für leichtere Arbeit, 1 Krankenpfleger, 3 Fuhrknechte, 2 Hausburschen, 1 Büglerin, 1 Dienstmädchen, 1 Taglöhnerin, 1 Comptorist für Buchhaltung bezw. Beischreiben von Büchern und Correspondenz.
Nachfrage der Arbeitgeber» 1 Drechsler, 1 Eisendreher, 3 Krankenwärter, mehrere Krankenpflegerinnen, 1 Barbier, 2—3 jüng. Gerber, 1 Anstreicher, 2 Dachdecker, 1 Messerschmied, 1 Tapezier, 2 Bauscklosser, 1 tücht. Schmied, 4 Schuhmacher, 1 Bau- und 2 Möbelschreiner, 6 Hausburschen, 7—8 Taglöhner, 1 Fuhrknecht, 1 Handlanger. 11 Dienstmädchen für Kücke und Hausarbeit, 3 Lauf, mädcken, 1 Mädchen zur Aushülfe für Kücke und Hausarbeit.
Bekanntmachung.
Der letzte öffentliche Impftermin findet
Mittwoch den 13. Juli, Vormittags von 9—10 Mr,
im alten Rathhause dahier statt.
Außer den impfpflichtigen Kindern vom Jahrgang 1897 können auch Kinder, welche im laufenden Jahre geboren, mindestens ein Vierteljahr alt und gesund sind, der Impfung unterzogen werden. Kränkliche Impflinge, welche für dieses Jahr zurückgestellt werden sollen, können gleichsalls im Termin dem Jmpfarzte vorgestellt werden.
Gießen, den 9. Juli 1898.
Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen.
____ I. V.: Wolff.__6958
Bekanntmachung.
Das Wasser im Stadtbach wird wegen Vornahme von Reparaturen und Reinigung desselben von Montag den 11.1. Mts. Vormittags ab bis auf Weiteres abgestellt.
Gießen, den 9. Juli 1898.
Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen.
I. V.: Wolff, Beigeordneter.6963
MliimtinchiliM
Landwirthschaftliches Versuchsfeld.
Die Crescenz von 5 Morgen obigen Versuchsfeldes und zwar je ein Morgen Pferdebohnen, Roggen, Weizen, Hafer und Erbsen, soll an den Meistbietenden entweder in einzelnen Morgen oder insgesammt auf dem Halm versteigert werden.
Schriftliche Angebote werden bis zum 14. Juli l. I, Mittags 12 Uhr, bei dem unterzeichneten Rentamt angenommen, woselbst auch die näheren Bedingungen zu erfahren find.
Gießen, am 9. Juli 1898.
Großh. Univ.-Rentamt
Weimer. 6938
Perst'kigrrumu'il,
Pitnstng den 12. Juli d. I.,
Nachmittags 2 Uhr,
versteigere ick) Neustadt 55 dahier gegen Barzahlung:
s. 1 goldene Damenuhr,
b. 1 Partie Schuhwaaren, mehrere Oel- gemälde, 1 vollständiges Bett, einen Kleiderschrank, 1 Steppmaschine, zwei Sophas, 1 Spiegel in Goldrahmen, 1 Consol. 1 Waschkommode, 1 Nachttisch, 1 Regulator und andere Sachen.
Versteigerung zu a. bestimmt, zu b. teilweise.
6966 Born, Gerichtsvollzieher.
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Ä. Schlachthaus.
Freibank. 6731
Heute unb Montag: Ochsenßeisch 50 Pfg. Zchmineßeisch 50 Pfg.
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