vom 15. SDctober d. I»., zu ernennen; — den Oberförster der Oberförsteret Jugenheim a. d. B., Oberforstmeister August Joseph zu Jugenheim, in die Oberförsteret Gießen zu versetzen.
* ♦ Höherer Schulamt. Durch Entschließung Großherzog« licheu Ministeriums des Innern wurden die Lehramts« aeeesfisten Carl Zimmer in Bingen, Dr. Max Zimmermann in Ober-Ingelheim, Bruno Aschenbrenner in Mainz, Eduard Decker in Lauterbach, Dr. Philipp Männchen in Bingen, Georg L ul eh in Wimpfen, Dr. Fritz Meyer in Gau-Odernheim, Jacob Reuter in Alzey, Georg Bock in Bingen, Friedrich Wenzel in Roßdorf, August Hirsch in Nidda, Jacob Curschmann in Büdingen, Carl Völzing in Büdingen, Theodor Koch in Granberg und Markus Simon in Alsfeld zu Lehramtsaffefforen ernannt.
* * Ernannt wurden Joseph Köhler in Offenbach zum Gehilfen bei dem KreiSamt Offenbach, Heinrich Decher in Friedberg zum Gehilfen bei dem KreiSamt Alzey.
* * Gießener Volksbad. Gegebener Anregung zufolge wird nunmehr au Sonntagen die Schwimmhalle Vormittags von 8 bis 1 Uhr nur für Männer geöffnet. Damit ist den jungen Leuten, welche in Geschäften thätig find, Gelegenheit gegeben, das Schwimmbad auch Sonntags besuchen zu können.
* * Adreffeulose Postkarten. Wie uns mitgetheilt wird, werben durch die Postbrieskasten Postkarten ohueAdress^e in kaum glaublicher Zahl aufgeliesert. Derartige Postkarten werden seitens der Postverwaltung, sofern auch der Absender nicht zu ersehen ist, nach Ablauf von drei Monaten als uu- aubringlich vernichtet. Dem Vernehmen nach ist die Zahl der also zur Vernichtung gelangenden Postkarten, die in den Augen des Publikums natürlich als durch die Schuld der Post verloren gegangen angesehen werden, eine sehr große. ES dürfte sich daher die von vorsichtigen Briefschreibern längst angeweadete Methode: bei Briefen, und insbesondere bei Postkarten, zuerst die Adresse und dann erst den Text zu schreiben, zur allgemeinen Angewöhnung dringend empfehlen.
• • ZeituugSbestelluug durch die Post. Biele Leute glauben noch immer, daß die Briefträger nur am Anfang eines Vierteljahres ZeitungSbestellungen eutgegeuuehmen. Dies ist ober ein großer Jrrthum. Wer an die rechtzeitige Erneuerung feiner Zeitungsbestellung nicht erinnert ist, wer sie vergeffen hat oder wer sich erst nach Anfang des Vierteljahres zum Bezüge der Zeitung entschließt, der kann seine Bestellung auch dann noch ohne jede^Weitläufigkeit und ohne Mehrkosten bei dem Briefträger oder der Postanstalt machen. Nur wer die bereits erschienenen Nummern nachgeliefert haben will, hat dafür 10 Pfg. mehr zu zahlen. Ebenso können nach Ablauf deS ersten Monats auch Bestellungen auf zwei Monate oder später auf einen Monat im Laufe des Vierteljahres gemacht werden. Da man immer im Publikum nicht genügend Senntuiß davon hat, daß auch nach .Beginn des Vierteljahres — also jetzt nach dem 1. October — die Briefträger noch zur Annahme von ZeitungSbestellungen stets bereit find, so wollen wir durch diese Zeilen ganz besonders darauf hingewiesen haben.
• * Reform der Perfonenlarife. In verschiedenen Blättern wurde vor Kurzem mitgetheilt, daß die Reform der Eisen- bahn-Personentarife nunmehr in daS letzte Stadium der gemeinsamen Berathnngen eingetreten sei, und daß im Monat December im ReichSeiseubahnamt eine Generalcouferenz deutscher Eisenbahnverwaltungen stattfinden werde, in der über die Durchführung der Reform endgiltiger Beschluß gefaßt werden solle. Die „Zeitung des Vereins deutscher Eisenbahnverwaltungen kann dem gegenüber feststellen, daß die Angelegenheit von den betheiligteu Regierungen zwar unausgesetzt betrieben wird, aber noch nicht so weit gediehen ist, daß die Anberaumung einer Schlußconfereuz zur Fassung endgiltiger Beschlüffe in Frage kommen könnte.
* • lieber die Personalreform im inneren Postdienste wird Folgende» bekannt: Die Annahme von Postgehilfeu erfolgt künftig nur in beschränktem Maße. Die Bewerber, welche im Besitz deS einjährig«freiwilligeu ZeugniffeS fein müssen, legen nach vier Jahren die Secretärprüfnng ab und werden zunächst als Asfiftenten diätarisch beschäftigt, später etat-mäßig angefiellt. Von dem ursprünglichen Plan, Unterbeawteustellen mit einem Gehalt bis zu 1800 Mk. zu schaffen, ist man neuerdings zurückgekommen, weil dadurch viele Berufungen der Unkerbeamten anderer BerwaltnugSzweige zu erwarten wären und eine Schädigung des Ansehens der Subaltern» beamten befürchtet wird, dagegen soll in vermehrtem Maße die Heranziehung weiblicher Kräfte erfolgen. Die vom Reichspostamte beantragte anderweitige Festsetzung der Gehaltsstufen für die Assistenten auf 1500, 1800, 2000 Mk. re. hat die Finanzverwaltung für da» nächste Etatsjahr abgelehnt, dem ReichSpostamte aber anheimgestellt, die Forderung für da» Etatsjahr 1900 zu wiederholen, da bann auf Berücksichtigung zu rechnen sei.
* * Da» verbot der Verwendung künstlicher Süßstoffe, insbesondere der Saccharins, ist mit dem 1. ds. Mts. in Krast getreten. Da» neue Gesetz verbietet nicht nur, künstliche Süßstoffe bet der gewerbsmäßigen Herstellung von Bier, Wein oder weinähnlicheu Getränken, von Fruchtsäften, Con« serveu, Llqueuren, sowie von Zucker- und Stärkesyrup zu verwenden, sondern untersagt auch, NahrnngS« und Genußmittel oben gedachter Art, denen künstliche Süßstoffe zugesetzt find, zu verkaufen ober feil zu halten. Während der Der- trieb künstlich versüßter Maaren bisher theils völlig erlaubt war, theilS als eine Uebertretuug des NahrnugSmittelgesetzeS angesehen wurde, wird er von jetzt ab durchweg mit erheblichen Strafen belegt.
Riefeukarten. Ja neuerer Zeit werden Karten in großem Format mit dem Ausdruck „Riesenkarte" in den Handel gebracht und von dem Publikum vielfach als Druck- fachen frankirt zur Post gegeben. Daraus entstehen Weiterungen und Kosten für die Absender. Zur Verhütung der«
J selben wird von der Postbehörde darauf aufmerksam gemacht, daß „Riesenkarten" zur Beförderung durch die Post als Drucksachen nur unter Steif- oder Kreuzband oder unter offenem Umschläge, mithin in einer den Vorschriften der Postordnung entsprechenden Verpackung, zulässig find.
*♦ Wetterbericht. Der Luftdruck hat heute allenthalben abgenommen und beschränkt sich der Kern des barometrischen MarimnmS auf ein kleines Gebiet an der Westküste Scandi- navienS. Gleichzeitig scheint von Westen her niederer Druck weiter nach dem Kontinent Vordringen zu wollen. Auch im äußersten Osten hat eine Depression wieder mehr am Raum gewonnen. In Central-Europa dauert die Herrschaft des hohen Druckes vorerst noch an und ist das Wetter vielfach nebelig. Die Hochstationeu verzeichnen jedoch noch andauernd wolkenlosen Himmel. — Voraussichtliche Witterung: Vorerst noch wenig Aeudernng, später Zunahme der Trübung von Westen her.
□ Ans dem westlichen Vogelsberg, 6. October. Gute Geschäfte machen in diesem so segensreichen Jahrgang die Genossenschaften und Besitzer von Dreschmaschinen. Der schlechten Jahrgänge waren eS aber auch genug gewesen; denn häufig mußten die Mitglieder der Maschinengesellschaften in den eigenen Sackei greifen, um die sich ergebenden Differenzen zu decken. In diesem Herbst dagegen dürfte fich ein erklecklicher Verdienst ergeben. Wohin man auch in ein Dorf kommt, darinnen brummt die Dreschmaschine, ja oft deren zwei. Dabei hat daS Dreschen häufig schon im August begonnen, und sein Ende ist noch nicht abzusehen. Die Bediensteten für Dreschmaschinen waren sehr gesucht, besonders in der Wetterau. Ganze Schaaren solcher Leute find deßhalb auS unseren Gegenden zu den Dampfdreschmaschinen geeilt und finden alle einen beachtenSwerthen Lohn. Insonderheit werden unter den Arbeitern die Heizer gesucht, die bekanntlich ihre Befähigung durch ein Examen beweisen müssen, dafür aber auch einen höheren Verdienst als die übrigen Arbeiter erhalten. Wo die Dreschmaschinen so stark arbeiten, da füllen fich naturgemäß die Speicher mit reichen Getreidevorräthen. Und daß nicht bloS der Landwirth, sondern auch alle anderen Beruf»« zweige den Bortheil einer guten Ernte genießen, zeigen klar die Mehl- und Brotpreise. Letztere standen zur Zeit ihrer höchsten Stufe im verflossenen Winter und Frühling auf 50 Pfg. für den vierpsundigen Laib gewöhnliche» Brot, jetzt kostet dasselbe nur 42 Pfg. ES braucht wohl nicht betont zu werden, daß eine Preisdifferenz von 8 Pfg. pro Laib für den kleinen und kleinsten Gewerbetreibenden, der auf den Brotkauf angewiesen ist, von Bedeutung fich erweist. Auch daS Weizenmehl ist per Doppelcentner um 2 Mk. gefallen und dürfte, nach Aussage der Mehlhändler, im Spätherbst noch bemerken»« werth billiger werden.
4- Nidda, 6. October. Am Sonntag Abend gerieten in dem eine halbe Stunde von hier gelegenen Chauffee- wirthshau» zwei Burschen, angeblich wegen eine» Mädchen», in Wortstreit. Als nun der Eine — WilhelmBingel — auf dem Nachhauseweg begriffen war, überfiel ihn sein Gegner — Müllergehülfe Brann — und schlug ihn mit einem dicken Stock zusammen, so daß Bingel noch schwer verwundet und bewußtlos barnieberliegt. Der Vorfall ist felbstverstäudlich bei der Staatsanwaltschaft zur Anzeige gebracht.
B. Büdingen, 6. October. Die hiefige landwirth- fchaftliche Winterschule hat au» der Staatskasse den namhaften Zuschuß von 1900 Mk. erhalten. — In der zu Ende gehenden ersten Octoberwoche ist die Nachfrage nach Obst, da- durch die herrliche, sonnige Herstwitterung be- beptenb an Güte gewonnen, lebhafter geworden. DaS Schütel- oder Kelterobst erreicht gar nicht den hohen Preis, den viele Leute fich auSgedacht oder gewünscht hatten. Man zahlt 13—15 Mk. für den Doppelcentner Aepfel. Zwetschen werden mit 6 Mk. per Doppelcentner bezahlt. Große Preise legt man für Tafeläpfel an. Goldreinetten finden zu 30 Mk. gern Abnehmer. Zimmtreiuetteu, weiße Wintermadäpfel und ähnliche Sortimente erzielen 50—60Mk. — Da» Zwetschen- houigkochen ist in vollem Gang. Da der Most an» Birnen fehlt, pressen die Hausfrauen Runkel« oder Zuckerrüben ans. — Die Kartoffelernte ist fast überall beendigt, die Kartoffelpreise finken, der Weizen hat etwas angezogen. Das leidige Verbrennen des Kartoffelstrohes wird zur großen Belästigung vieler Leute weiter betrieben; die Unvernünftigen vernichten dadurch ein sehr werthvolleS ißiefenbungmittel, daS manchen Centner trefflichen Heue» erzeugen könnte.
Bingen, 5. October. In der am Markt hierfelbst belegenen Colonial- und Matertalwaarenhandlung von Cämmerer & Specht entstand heute Morgen 7y2 Uhr durch Entzünden von Benzin ein unbedeutender Kellerbrand. Durch hermetische» Verschließen der KellerthÜr und sämmtlicher Zuglöcher glaubte man die Flammen erstickt und alle Gefahr beseitigt zu haben. Gegen 11 Uhr begaben fich der Sohn de» Hauses nebst dem Commis an die Brandstätte, um fich von der Sachlage zu Überzeugen, waren aber so unvorfichtig, eine brennende Lampe mitzunehmen. Kaum hatten fie den Keller betreten, als sich die daselbst noch vorhandenen Gase an der Lampe entzündeten und zu einer heftigen Explosion führten. Ein gewaltiger Druck schleuderte die beiden jungen Leute nach rückwärts und ihre Kleider fingen Feuer. Am ganzen Körper brennend liefen fie auf die Straße, wo man Decken Über fie warf und die Flammen erstickte; Beide erlitten schwere Brandwunden, der Commis schwebt sogar in Lebensgefahr. DaS auf» Neue entfachte Feuer fand an den großen Mengen von den in dem Keller lagernden Spirituosen, Deien usw. reiche Nahrung. Bon Zeit zu Zeit erfolgten weitere Explofiouen bi» um 4 Uhr Nachmittag», al» e» der Feuerwehr gelang, durch enorme Einführung von Wassermaffen be» Brandes Herr zu werden.
Kostheim, 4. üciober. Unsere Gemeinde ist zur Zeit von einer schrecklichen Feldmäuseplage heimgesucht. Die Mäuse, die zu Huuderttausenden bat ganze Feld unter» I miniren, machen fich jetzt auch in den Weinbergen unangenehm |
; bemerkbar. Nachdem schon einige Abende einzelne Feld« nutz- Weinbergbefitzer bei Lateruenscheiu den Mäusefang betrieben und viel Gift gestreut haben, ist nunmehr auch die Gemeinde helfend eingeschritten. Sie hat nicht allein eine Prämie auf den Fang der Mäuse ausgesetzt, sondern auch Gift in größerer Menge auf Gemeindekosten an die Interessenten auStheileu lassen. Seit den 60er Jahren war die Mänseplage hier nicht mehr so fürchterlich, wie fie e- Heuer ist.
Guntersblum, 4. October. Bevor noch der ßefeterml« bestimmt ist, wurden bereit» Verkäufe von Trauben auf dem hiesigen und Gimbsheimer Sand abgeschlossen. Die Preise waren zuerst 14 Mark per Aiche zu 56 Liter und erhöhten fich, nachdem die Coucurrenz aufgetreten, auf 15 Mark.
Vermischtes.
* Marburg, 5. October. Dem hiesigen Stadtbau- m ei st er, dem Bademeister und dessen früheren Gehülfen ist au» Anlaß des bekannten Unglücksfalles in der neuen städtischen Badeanstalt Hierselbst die Anklageschrift auf fahrlässige Tödtnng zugestellt worden.
* vom Xaunnl, 5. October. Feldbergthurm. Der „Rhein. Kurier" schreibt: Während alle deutschen Mittelgebirge bereit» mit einem Thurm gekrönt find, fehlt ein solcher bis jetzt auf dem höchsten Gipfel des Taunus. Nicht weniger al» drei Wirthe haben fich da oben augefiedett, aber von keinem der Häuser ist e» möglich, nach allen Richtungen hin Umschau zu halten, vielmehr muß der Feldbergbesteiger, wenn er erhitzt oben angenommen ist, auf dem zugigen Plateau einen Rundgang machen, um die zu seinen Füßen liegende Landschaft nach allen Seiten hin beschauen zu können. Ja immer breiteren Schichten der Bevölkerung wurde daher von Jahr zu Jahr der Wunsch laut, der TaunuSclub al» der hierzu berufenste Verein möge der Au»arbeitung eines Felb- bergthurm-ProjectS näher treten. Dem Vorstände gelang es, einen der bedeutendsten Frankfurter Archittcten, Herrn HSnle, zur Ausarbeitung zweier Entwürfe zu gewinnen. Man entschied fich für den Entwurf mit dem viereckigen Thurm. Dieser fteinere Thurm ist al» burgartiger Ban gedacht, bei dem auch architectouische Motive Anwendung finden, wie fie bei mancher TaunuSburg Vorkommen. Der Thurm ist von einem Zwinger umgeben, durch dessen Heber» bauung eine gewölbte Halle von bedeutender Größe geschaffen werden kann. Diese wird, wohnlich eingerichtet, ein passende» UuterkuuftSlokal für Versammlungen werden, lieber der Halle befindet fich nach dem vorliegenden Plane eine Terrasse in einer Höhe von acht Metern über dem Feldbergplateau, die für etwa 120 Personen Platz gewährt und schon einen ganz hübschen Rundblick bieten wird. Durch den fünf Meter breiten Thurm gelangt man auf breiten Stelutreppen zu einem in der Höhe von 24 Meter liegenden geschloffenen Thurmzimmer mit Ausblick nach allen Himmelsgegenden. Darüber liegt, 27 Meter hoch, die oberste Plattform, die noch Raum für 30 bl» 40 Personen bietet. Der Thur« wird auf die Homburg und Frankfurt zugekehrte Seite be» Feldbergs zu stehen kommen, well hier wegen des rasch abfallenden TerralnS ein Vorbauen anderer Gebäude auSge- schloffen ist. Wa« die Genehmigung des Bauwerkes betrifft, so hatte ein Frankfurter Blatt in einem aus Lronberg batirten Artikel auSgeführt, die Kaiserin Friedrich habe fich mißbilligend über da- Project des FeldbergthnrmeS geäußert und wolle ihre Genehmigung versagen. Diese Mittheilung beruht auf Unkenutniß der Thatsachen. Da die Kaiserin ihren Wittwenfitz im Taunu» aufgeschlagen hat, so ist anzunehmen, daß diejenigen behördlichen Organe, welchen die Genehmigung zur Ausführung eines FeldbergthnrmeS zusteht, fich mehr -oder weniger in ihren Entschließungen nach den Wünschen der Kaiserin richten, und deshalb hat es der Vorstand de» TaunuS- clubS für gut befunden, der Kaiserin Friedrich zuerst den Plan de» Thurmes vorzulegen. Die Kaiserin hat bet dieser Gelegenheit Wünsche in Bezug auf den architectonischen Ausbau be» Thurme» geäußert, bte — soweit thuulich — berücksichtigt werben. ES steht zu hoffen, baß die eiuzuholeudea behörblichen Genehmigungen nicht auSbleiben werden und mit dem Bau im nächsten Jahre begonnen werden kann. Die Kosten des monumentalen Thurme» werden fich auf 30,000 Mk. belaufen. Außer einem Legat von 5000 Mk. stehen dem TaunuSclub bereit» ansehnliche Mittel zur Verfügung und es wird jedenfalls gelingen, die ganze Bausnmme aufzubringen.
* Herten (Westfalen), 6. October. Durch den Genuß von Ptlzen ist hier eine ganze Familie gestorben.
• Bremen, Anfang October. Der Norddeutsche Lloyd wird mit dem am 2. November b. I. von Bremerhaven nach Ki aut schon abgehenden ReichSpostdampfer „Prinz Heinrich" Weih nach tspackete für die Besatzungen der deutschen Kriegsschiffe in Ostafien und für die Besatzungstruppen in Kiautschou zu ermäßigten Frachtsätzen befördern lassen. Die Annahme der Packete erfolgt in der Zeit vom 20. bi» 27. October einschließlich in Bremen beim Norddeutschen Lloyd, Papenstraße 8, in Bremerhaven bei der Agentur de» Norddeutschen Lloyd, in Kiel bei den Herren Sartori und Berger und in Wilhelmshaven bei Herrn Beruh. Dirks. Mittelst einer Begleitadresse dürfen bis drei Packete befördert werden. Die Fracht betragt für jedes Packet bis zum Gewicht von 5 Kgr. 2 Mark, für jedes weitere Kilogramm ober den überfchießenden Theil eines Kilogramm» 40 Pfg. Die Fracht ist bei Auflieferung zu zahlen. Die Packete dürfen in irgend einer Ausdehnung 1 Meter nicht Überschreiten. Gute Verpackung ist nöthig und für Gegenstände, die dem Verderb ausgesetzt find, empfiehlt fich die Verpackung in verlötheteu Blechgesäßen mit Holzumhüllung. Nachnahmen und Werthangaben find nicht zulässig. Der Norddeutsche Lloyd haftet im Falle eine» Verlustes höchstens bis zu« Betrage von 20 Mark für jede» einzelne Packet. Vordrucke zu Begleitabreffen werden vom 10. October atz bei den obengenannten Annahmestellen ausgegeben. Die


