dem Brauche gemäß seinen Rücktritt in Gegenwart aller Collegeu hätte geben sollen- ebenso beklagte Briffon die an- grtff-weise Form des Rücktrittsgesuche-. In dem Antwortschreiben begnügte fich Briffon mit einfacher Keuutnißnahme de- Rücktritt-, ohne den mindesten Ausdruck des Bedauerns hinzu-ufügeu.
— Bon DrehfuS-freundltcher Seite wird die Frage besprochen, ob Angesicht- der nahe bevorstehenden Wiederaufnahme die angeblich überaus strenge und wett über da- Gesetz hinaus verschärfte Haft, welcher Dreyfu- auf der Teufelsinsel unterzogen sei, nicht schon jetzt eine Milderung erfahren solle. Die Nahrung de- verschickten sei, so wird behauptet, ungenügend. Mau habe ihm die Freiheit der Bewegung geraubt, auf welche die Verschickten ein gesetzliche» Recht haben, und habe eine runde Mauer um die Hütte auf- führeu laffeu, damit dem Gefangenen der Ausblick aus da- Meer genommen werde. Man verbiete den Wächtern, mit ihm zu sprechen. Der Frau würden immer noch bloß Abschriften der Briefe ihres Mannes ausgefolgt. Seit Troutllot das Colontalamt inne hatte, fei der Frau Dreyfu- nur die ein- zige Gunst zugewendet worden, daß mau ihr die Ur.Umschläge der Briefe ihres Gatten gegeben habe. — Jndeß gab der Colonialmtnister Troutllot einem Berichterstatter die Versicherung, daß, sobald die Justiz die Wiederaufnahme anordne, die Rückkehr Dreyfu»' unverzüglich stattfindeu könne. Der Minister sagte auch, die Mauer, mit der man da- Gefäugniß DreyfuS' umgeben habe, sei nicht sehr hoch, der Gefangene könne fich darauf setzen, und durch den die Mauer krönenden Bretterzaun habe Dreyfu- immer noch einen Au-blick auf die See. Darnach scheinen die Berichte über seine allerdings immerhin sehr strenge Haft doch theilweise stark übertrieben.
Amsterdam, 5. September. Der Einzug der Königt n Wilhelmine. Seit frühen Morgenstunden wogt eine zahlreiche Menge durch die retchgeschmücktrn und beflaggten Straßen, namentlich in denen, durch welche der königliche Festzug gehen wird. Der gestern Abend herrschende starke Nebel hat etwas nachgelassen. Die Eisenbahuzüge au» der Provinz, deren Zahl verdreifacht ist, bringen fortwährend neue Schaareu herbei. Die Tribünen auf den Straßen, welche der Zug pasfirt, find bereit- gefüllt. ES herrscht großes Gedränge. Seit i/,12 Uhr beginnt die Polizei, welche durch Garnisonen aus der Provinz verstärkt ist, Raum zu schaffen. Alle Häuser find reich geschmückt, hauptsächlich durch natürliche Blumen. Nachmittag- 2x/4 Uhr traf die Königin Wilhelmine in Begleitung der Königin Mutter ein, begrüßt von 101 Salutschüssen und dem Geläute aller Glocken. Im Fürstenzimmer de- Bahnhofes, woselbst fich die Spitzen der Civtl- und Militärbehörden zum Empfang versammelt hatten, hielt der Bürgermeister von Amsterdam eine Ansprache, in der er die Königin hier in der Hauptstadt de- Königreichewillkommen hieß, in der Stadt, welche durch die Berfassaug auch für die königliche Gtde-leistung bestimmt sei. Obgleich der Königin eine schwere Aufgabe harre, so sei sie durch die Königin-Mutter al- Regentin so ausgezeichnet zur Erfüllung derselben vorbereitet worden, daß da- ganze Volk voll- von Vertrauen in die Aufrechterhaltung seiner Rechte sei. Der Bürgermeister schloß seine Rede mit dem Rufe: „Es lebe die Königin!" Nach ihm begrüßte der Gouverneur der Provinz Nord'Holland, der ehemalige Minister Ban Tienhovev, die Königin im Namen der Provinz, die seit mehr al- drei Jahrhunderten mit dem Hause Oranten verbunden sei. Die Königin, welche ganz in weißer Seide gekleidet und mit einem prächtigen Perlencollter geschmückt war, dankte den Behörden für den Empfang in kurzen Worten, indem sie ihre Freude darüber aussprach, daß dieser Tag gekommen sei. Al-daun verließen die Majestäten da- Bahnhofgebäude, um tu feier» Uchem Zug in die Stadt einzufahrm. Der Nebel, der den ganzen Vormittag geherrscht, hatte fich verzogen- der Himmel ist jedoch bedeckt. Vom Bahnhof fuhr die Königin Wilhelmine tu Begleitung der Königin-Mutter, während da- Wetter sich aufhellte und Sonnenglanz die Straßen überfluthete, tu acht- spänniger Staat-caroffe zum Dam im Herzen der Stadt. In dem feierlichen Zug umgaben die junge Königin die Spitzen aller Behörden und eine Ehrenwache osttndischer Fürsten folgte dem Wagen. Auf dem ganzen Wege brachten unzählige Menschenwassen der Königin begeisterte Huldigungen dar. Die Straßen entlang bildete die Bürgergarde und die Garnison Spalter. Abordnungen aller Waffengattungen des Heere» und der Flotte mit Mufikeapellen und Fahnen, sowie eine von Bürgern gestellte Ehrenwache nahmen am Zuge Theil. Bon den indischen Fürsten sind namentlich zu nennen: Der Sultan von Siak auf Sumatra, Bruder de» Sussukunan d. i. Kaiser von Surakarta auf Java, und die Söhne de» Sultan- von Kutrl auf Borneo, — sämmtlich beritten- sie boten in ihren glänzenden Uniformen von europäischem Schnitt doch mit heimischem Kopfputz einen fremdartig.prächtigen Au- blick. — Am Dam angekommen, bewegte fich der Zug um da- dortige Denkmal an den Aufstand von 1830 herum. Dann nahmen die Truppen gegenüber dem König-schloß Auf« stellung. Hierauf zeigte fich die Königin Wilhelmine auf dem Schloßbalkon, mit ihrem Taschentuch die Truppen grüßend. Sie wurde mit begeisterten Zurufen empfangen, welche fich erneuerten, al- die Königin-Mutter an ihre Seite trat und ihr die Tochter die Menschenmaffeu auf den Straßen, au den Fenstern und auf den Dächern zeigte. Nachdem sodann die Truppen vorbeidefilirt waren, wurde die militärische Absperrung de- Dawplatze- aufgehoben, und zahllose Schaareu von Bürgern und Bauern aller Gaue des Königreich»- in allen Lande»trachteu überflmheteu den Platz und brachten den beiden Königinnen stürmische Jubelrufe dar, wofür diese freundlichst dankten. M. N. N.
Amsterdam, 6. September. Heute Vormittag um 11 Uhr hat tu der neuen Kirche unter großem Pomp die Königin Wilhelmine den Eid auf die Verfassung geleistet. Da» Innere der Kirche war prachtvoll decorirt. Eine zahlreiche Menschenmenge wartete vor dem Gotte-hause der Ankunft der jungen Königin, welche fich mit großem Gefolge zu Fuß von ihrem Palat- dorthin begab. Brausender Jubel
ertönte bei ihrem Erscheinen, aber auch der-Königin«Mutter wurden herzliche Ovationen dargebracht. Die Königin verla- vor den Vertretern der Geueralstaaten die Thronrede mit fester Stimme. Sie erhob fich al-daun von ihrem Thron- fessel und leistete den Eid, die Freiheit und die Rechte ihrer Unterthaueu zu achten, mit erhobener Rechten. Hierauf vollzogen die Vertreter der Geueralstaaten einzeln den Eid der Treue. Damit war die Feier beendet.
— Die englische Cavallerte hat 30 Meilen hinter Orn- durman die Verfolgung der geschlagenen Khalifen aufgegebeu, da die Pferde, welche 48 Stunden unter dem Sattel und davon 15 Stund en au Kämpfen betheiligt waren, vollständig erschöpft waren. General Kitchener hat jedoch arabische Kameelreiter-Streifwacheu eingerichtet, welche die Verfolgung fortsetzeu sollen. Der Khaltf hat fich nach Kordofan gewandt. — In Khartum wurde eine Gedenkfeier für General Gordou veranstaltet. Dem Gottesdienst, zu welchem Abordnungen aller Regimenter erschienen, wohnte auch der deutsche Militärattache bet. — Abtheilungen, welche da- Schlachtfeld absuchteu, melden, daß 4000 Derwische tobt aufgefuudeu wurden. — Au- Kairo wird gemeldet, daß der Sirdar und die Generale dort zurückerwartet werden, um mit Lord Cromer ein weitere- Vorrücken gegen Süden zu beratheu, welche- wahrscheinlich noch vor Jahre-schluß unternommen werden soll. Man erwartet vorher genaue Nachrichten über die verschiedenen franzöfischen Züge im Sudan. — Die englischen Verluste bei Omdurman beziffern fich auf 23 Gefallene, Subalternosfiziere und Mannschaften, von denen 19 auf da- 21. Lauzenretter-Regiment entfallen- 99 Mann find verwundet, unter ihnen 12 Offiziere. Die ägyptischen Truppen hatten 21 Mann Todte und 230 Verwundete. Jnsgesawmt beträgt also der Verlust auf englisch-agyptischer Seite 373 Manu.
M.P.C. Rußland. Die Gesellschaft der freiwilligen Flotte hat zwei große Oceandampfer bestellt, welche den TYP de- soeben in England erbauten Dampfer- „Moskau" erhalten sollen. Ferner soll von der Regierung der Bau von zwei Dampfern beabfichtigt sein, welche für den Tran-- port zwischen Wladiwostok und den beiden Häfen Port Arthur und Ta-Lien-Wau dienen.
Localer unfc ^provinzielles.
Gießen, 7. September 1898.
*♦ Bon der Universität. Seine Königliche Hoheit der Großherzog haben Allergnädigst geruht, am 3. September dem Privatdocenten Dr. Robert Haußn er in Gießen den Charaeter al» außerordentlicher Professor zu verleihen.
Auszeichnung. Seine Königliche Hoheit der Groß- Herzog haben Allergnädigst geruht, zum 5. September der Ladnerin Eleonore Gärtner zu Mainz aus Anlaß ihre» 40jährigen DienstjabiläumS die Silberne Medaille de» Ludewig»-Orden- zu verleihen.
*• Belobende Anerkennung Seitens des Großherzoglichen Ministerium- der Justiz für ihre Geschäftsführung im Jahre 1896 wurde zu Theil den Herren Standesbeamten der Standesämter Lauter und Lumda.
** Handlungsgehilfen - Versammlung. Gestern Abend 9</i Uhr fand auf Veranlassung de» „Deutsch-nationalen Handlungsgehilfen Verbände- Hamburg" im Hotel „zum Löwen" eine öffentliche Versammlung für Hand» lung-gehilfeu aller Geschäftszweige statt. Herr Hauer au- Marburg eröffnete die Versammlung mit einem mit Begeisterung aufgenommenen Hoch auf Seine Majestät den Kaiser und Seine Königliche Hoheit den Großherzog und ertheilte nach einer Begrüßung der Versammlung int Namen de» D. H. V. Herrn A. Zimmermann au» Marburg da- Wort. Redner behandelte in anderrhalbstündigem Vortrage da- Thema „Die Lage der Handlungsgehilfen und die Kaufmännischen vereine" und richtete fich besonder» gegen da- Lehrling-wesen, die Frauenarbeit und die Concnrreuz- klauselu. Mehrere Herren schloffen fich in ihren Au-sührungen in den Hauptpunkten dem Herrn Vorredner an. Nachdem Herr Zimmermann der Versammlung die Gründung einer Ortsgruppe von 23 Mitgliedern mitgetheilt hatte, wurde die Versammlung mit einem Hoch auf da- Wachsen, Blühen und Gedeihen de» Deutschen Reiche- geschlossen.
** Wetterprognose für den Monat September. In diesem Monat treten nach Rudolf Falb drei verschiedene Witterung-« Perioden ein. Im ersten Drittel steht die Temperatur niedriger al- gewöhnlich- im zweiten Drittel steigt dieselbe, überschreitet jedoch die normale Wärme nicht- erst im letzten Drittel des Monat» geht die Tage-wärme über den Normal» stand hinan», sinkt aber Ende de» Monat- wieder ganz merk« lich. Niederschläge find im ersten und letzten Drittel am meisten zu erwarten, dagegen zeichnet fich da» zweite Drittel durch große Trockenheit au». Außerdem find im letzten Drittel zahlreiche Gewitter zu erwarten, dagegen sollen Schneefälle im Hochgebirge nur in den beiden ersten Monats» dritteln Vorkommen. Im Besonderen wäre also folgende» Wetter zu verzeichnen: Anfangs des Monats Gewitter und unbedeutende Niederschläge, bi» zum 4. geht die Temperatur, die bi» dahin normal war, zurück. Danach verschwinden die Gewitter, dagegen nimmt der Regen zu und erreicht am 7. oder 8. die größte Ausdehnung. Die Temperatur hält fich allgemein unter dem normalen Staude. Um dieselbe Zeit sind im Gebirge Schneefälle wahrscheinlich. In der Zeit vom 10. bi» 20. herrscht Trockenheit, trotzdem geht die Temperatur noch mehr zurück. Nur um den 16., welcher al» kritischer Termin -weiter Ordnung bezeichnet wird, sollen schwache Niederschläge eintreten. Im letzten Drittel, also um die Tag- und Nachtgleiche, steigt die Temperatur Über den normalen Stand hinaus- e» tritt zum Theil Landregen ein, -um Theil find die Niederschläge von Gewittern begleitet- überhaupt wird die Häufigkeit der Gewitter auffallend. Am zahlreichsten sollen fie um den 27. auftreten, um welche Zeit auch die Niederschlage ihre größte Ausdehnung erreichen. Der 30. ist ein kritischer Termin erster Ordnung, indeffen dürfte der Höhepunkt de» kritischen Wetters schon etwa drei
Tage früher zu erwarten sein, so daß au dem Tage selbst wieder schöne» Wetter eintreten dürfte. In den letzten Tagen geht in Folge de» kritischen TermineS die Temperatur stark lerunter. (?!)
Wetterbericht. Der Kern de» barometrischen Maximum» verliert allmählich an Jnteufität, jedoch hält die Herrschaft de» hohen Drucke» und damit auch die bestehende Wetterlage an. Die Temperaturen find weiter gestiegen. Morgen» treten meisten» Nebel auf. — Voraussichtliche Witterung: Heiter und warm.
Au» Oberheffen, 6. September. Seiten» de» Vogelsberger Höhenclubs und des OrtScomitö» zu Ulrichstein ist auf Anregung de» Zweigverein» zu Ulrichstein hin die Anlage eine» National- und St ege».Denkmal» auf de» Schloßberg zu Ulrichstetn geplant. Nachdem da» Modell, sowie die Pläne und der Voranschlag über da» Denkmal sertiggestellt worden find, wird in Kürze da» au» Vertretern aller Zweigvereine zusammengesetzte Eomitä tu Ulrichstein zusammentreten, um die weiter erforderlichen Schritte zu beratheu. E» ist beabsichtigt, eine Eingabe an Großh. Ministerium zu richten, worin um Überlassung de» fiskalischen Platze» auf dem Schloßberge, sowie der erforder- lichen Steine gebeten wird. Sodann ist ein Aufruf zur Sammlung der erforderlichen Geldmittel und eine Lotterie zum Besten de» Unternehmen» geplant.
ch. Langsdorf, 5. September. Am vorigen Samstag hielt Herr Dr. v. Peter, LandwirthschaftSlehrer in Friedberg, im „Deutschen Hau»" dahier einen Vortrag über Saatgut. Trotzdem die Leute die ganze Woche hindurch äußerst angestrengt gearbeitet hatten, war die Betheiligung gut. In recht verständlicher und anschaulicher Weise behandelte der Vortragende den Werth einer ßutm Saat, die physikalischen- phyfiologischrn und chemischen Eigenschaften de» Samens und schließlich die Züchtung de» Saatgute». Redner erntete reichen Dank für seine Au»führungen. Solche land- wirthschaftlichen Vorträge würden auf noch günstigeren Boden fallen und in viel reicherem Maße fördernd und segensreich wirken, wenn sich die Landwirthe dazu verstanden, ihre Jungen in eine landwirthschaftliche Winterschule zu schicken. Hier werden die Wege gebahnt, das Versiändniß für den späteren Beruf geöffnet und die jungen Leute überzeugt von der Wahrheit der Worte: „Lasset un» tüchtiger werden, gleich wird'» besser sein!"
W. Reichelsheim t. b. W., 5. September. Gestern Abend bemerkten wir hier ein bedeutende» Feuer und erfuhren später, daß einem Landwirth in Gettenau zwei Haufen Stroh und ein Haufen Frucht von etwa 60 Fuder Weizen (ä 60 Gebund) in Flammen aufgegangen waren. Dem Vernehmen nach war nicht» versichert. Im vorliegenden Falle wird ja wohl, da der Betroffene ein gut fituirter Landwirth ist, der Schaden leicht verschmerzt werden können. Wenn man aber sieht, wie in diesem reich gesegneten Jahre so viele Frucht- und Strohhaufen im Feld unversichert fitzen, so muß man fich wirklich wundem, wie die Leute, um eine kleine Versicherungsprämie zu sparen, so viel auf da» Spiel setzen. ES kann nicht dringend genug geratheu werden, daß jeder Landwirth seine Fruchthaufen im Feld besonder» versichert, auch wenn er einen Versicherungsvertrag für seine gewöhnlich unter Dach fich befindenden Borräthe abgeschlossen hat, da jede FeuerverficherungSgesellschaft nur für den Feuerschaden auskommt, der an den in der Police genannten Oertlichkeiten pasfirt.
X. Darmstadt, 6. September. Da» Comitä znr Errichtung eine» BiSmarck - Denkmal» in Darmstadt hat fich heute confthukt. Demselben gehören Personen aller Gesellschaft»- und BerufSkreise an. Durch freiwillige Sammler sollen straßenweise Sammlungen von Zeichnungen von Beträgen vorgenommen werden- auch der kleinste Betrag soll willkommen sein und Ratenzahlungen bi» zu 1 Jahr acceptirt werden. Ein würdiges Denkmal für den Ehrenbürger der Stadt wird ans 70« bi» 80,000 Mk zu stehen kommen.
△ Bom Rhein, 6. September. L iut Bekanntmachung der Proviuztaldirectton von Rheinhessen ist von der Mitte diese- Monats an der ganze Schiffs- und Floßverkehr im Rhein bet Worm» auf die linke Stromseite beschränkt, um die Moutkung-arbeiten auf der rechten Sette der eben im Bau begriffenen Straßenbrücke vornehmen zu können. Der linkSseittg fietgelafiene Durchlaß hat eine Breite von 72 Meter. Der in dieser Stromöffuung bereit» hergestellte eiserne Ueberbau ist derart angeordnet, daß bei dem höchsten schiffbaren Wafferftaude von 5,25 Meter am Wormser Pegel die lichte Höhe in einer Breite von 42 Meter noch mln- desteu» 9,10 Meter und die lichte Höhe in der M'tte der Oeffnnng bet demselben Wasserstand 10,75 Meter beträgt-
Ans der Kett für die Kett.
Vor 94 Jahren, am 8. September 1804, wurde in Ludwigsburg der Dichter Eduard Möricke geboren, der in neuerer Zeit endlich die verdiente Anerkennung gesunde«. Seine ansprechenden Lieder, Idyllen und Novellen sind der Ausdruck einer gemüthvollen Schwabennatur. Der Dichter bewegte sich im Gegensatz zu dem nüchternen Schwab, gleich Uhland und Körner, in einer mehr romantischen Richtung. Er starb am 4. Juni 1875 zu Stuttgart.
Verwischtes.
* Kempten, 5. September, lieber ein Manöver- Unglück wird dem „Kempt. Tag- und Anzeigblatt" au» Nesselwang berichtet. Bei herrlichstem Wetter sand gestern (2. September) zwischen Oy, Mittelberg und Wertach ein Manöver statt. Nachmittags bezogen die Truppen ihre Biwav platze an der neuen Straße oberhalb Nesselwang. Truppe« aller Waffengattungen lagerten dortselbst und es bot sich eui malerisches Manöverbild. Viel Volk hatte sich eingefunde« und verkehrte mit den Soldaten; da» besondere Interesse erregten die Geschütze. Gegen 5 Uhr wurden diese in des
iich lot und r die Meisten ? Personen ^hr Mdetestnd^ Arrioundungen Wi ver rM am Unterleib? ki G« d HaseMirtM ein junger -ö lebensgefährlich denken, wie । jammerten um Leibe brannter junge 2W * übrigen nach 4 berichtet der-,/ stchnock die M 6in Artillerist zvsehen, ob bv scheint er nun bas Geschütz en
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