Ausgabe 
8.1.1898 Erstes Blatt
 
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(Fortsetzung folgt.)

19,118,000

Zur CrgS

am der der mit

Deutsche Magyaren Romanen

10569000

7435000

5472000

3719000

3488000

1271000

i 3256000

1910000

2799000

696000

2000

96000

125000

uns die Deutschen als

Deutsche Magyaren Czechen und Mähren Polen Ruthenen Slowenen

Kroaten Serben Slowaken Rumänen Italiener und Ladiner Armenier

Zigeuner und Bulgaren Andere Nationalitäten

Nach dieser Tabelle zeigen sich

der zahlreichste und mit Recht einflußreichste Volksstamm, und das Verhältniß verbesiert sich noch wesentlich zu ihren Gunsten, wenn man an jede einzelne der hier aufgeführten Völkerschaften den culturellen Maßstab anlegt. Selbst die Magyaren mit ihren 7'/, Millionen stehen noch erheblich gegen die Deutschen zurück, was die Namensbrüder der letzteren im Norden angesichts der anmaßenden Haltung des ungarischen Volkes einigermaßen verwundern dürfte. Ungarn im Ganzen besitzt wohl eine Kopfzahl von 15 133 000, davon gehören jedoch nur die Hälfte, 7 356 000, zu der magyarischen Raste. Die andere Hälfte besteht aus Deutschen (1988 000), Slowaken (1 896 000), Rumänen (2 589 000), Ruthenen (379 700), Kroaten (183 600), Serben (495 100), Wenden (70 900) und Angehörigen verschiedener Völker (172 000).

Der bunten Völkernatur entspricht natürlich auch die Sprachen» und Religionskarte. Soviel einzelne Völker, soviel

Gasglühlichtlaternen erklärt.

Die Zahl der LeuchtgaSabuehmer betrug 1. April 1897 781 mit 10020 Flammen, die Zahl HetzgaSabnehmer 196 mit 856 Flammen, die Anzahl Gasmesser 1022, die Zahl der ^GaSkraftmaschineu 36

Dem von Herrn Dtrector Bergen erstatteten Bericht Über die Berwaltungsergebnisse des städtischen GaS- und Wasserwerkes Gießen für 1896/97 entnehmen wir Folgendes:

1. Gaswerk.

Der Gesamrnt-GaSverb rauch des BetriebSjahreS vom 1. April 1896 bi« dahin 1897 betrug 995164 Cbm. gegen 921215 Cbm. im vorhergehenden Jahre, somit Zunahme 73949 Cbm.

Kohlend erbrauch im Betriebsjahre zur Gaserzeugung 3390000 Kgr., zum Schmieden (Bchmtedekohlen) 3500 Kgr., zusammen 3393 500 «gr. 100 Kgr. Sohlen ergaben im «etriebsjahre 29.44 Cbm. GaS, 67.09 Kgr. CokeS, 5.64 Kgr. Theer, 7.60 Kgr. Ammoniakwafler. 100 Kgr. vergaster Kohlen erforderten zur Unterfeuerung der Retorten 21.50 Kgr. LokeS. Auf 100 Cbm. Gaserzeugung waren erforderlich zur Unterfeuerung 73.04 Kgr. CokeS.

Der Gesammt-Gasverbrauch vertheilt sich auf die einzelnen BerbrauchSgruppen wie folgt: Privatbeleuchtung 545 556, Kraft», Hetz- und KochgaS 162 696, Straßen- beleuchtung 192720, GaS» und Wasserwerk 33116, Ver­dichtung und Verlust 61 076, zusammen 995164 Cbm. Die Gesammtzunahme gegen das Vorjahr beträgt 73 949 Cbm. --- 8.03 pCt. gegen 10 09pCt. im Vorjahre.

Die Zunahme für die Privatbeleuchtung allein beträgt 5.59pCt., deSgl. für GaSkraftmaschineu 17.84pCt., desgl. für Koch- und Heizgas 45.24pCt. Die Zunahme au Koch- und Heizgas mit 45 24pCt. war hiernach besonders erfreulich. Der Gasverbrauch der Straßenbeleuchtung hat fich um 6094 Cbm. verringert, trotzdem durchschnittlich 13 Laternen mehr als im Vorjahre brannten, welche Crsparntß fich durch die weitere Umänderung von 125 gewöhnlichen Laternen in

bereit stellten, sodaß eS den Fuhrleuten unmöglich war, Alles in einem Tage zu überwältigen. Um die regelmäßige Abfuhr zu fördern, ist es geboten, daß die Kehrichtkasteu an jedem der drei Fahrtage in der Woche zur Abholung bereitgestellt werden. ___________

R. Reichelsheim i. W., 6. Januar. In unserem Städtchen hat fich ein Instrumental verein gebildet, an dem sich bereit« 22 active Mitglieder betheiltgen, worunter acht be­gabte junge Leute find.

Mainz, 5. Januar. Bor einiger Zeit fand die Der- st ei g er un g eine« CarouffelplatzeS auf dem Meßplotzr statt, der (bei nur zwei erschienenen Concurreutev) um den Preis von 1500 Mk. an einen Carouffelbcfitzer für die Dauer der nächsten Frühjahrsmesse überging. Mittlerweile stellte es fich heraus, daß der eine der damals erschienenen Agenten von seinem Prinzipal den Auftrag erhalten hatte, den Platz für daS Caroussel zu steigern und bis zu einem Betrag von 3000 Mk. für die Dauer der Frühjahrsmesse zu bieten. Die beiden Agenten hatten fich aber mit einander verbunden und gegen eine Abfindungssumme von 500 Mk. bot der andere Agent nicht auf den umstrittenen Platz, so daß der andere Agent denselben für den Preis von 1500 Mk. erhielt, für welchen er beauftragt war, bis zu 3000 Mk. zu bieten. In dieser Manipulation, die zur Kenntniß der Stadt Mainz ge­kommen ist, erblickt dieselbe einen BerrugSfall, und die Staats­anwaltschaft hat gegen die beiden Agenten, welche den Vor­fall bestreiten, eine Untersuchung einaeleiiet.

91>/z Pferdekräften. Eine Leuchtgasflamme verbrauchte im Jahresdurchschnitt 54 Cbm. GaS. Die 36 GaSkraftmaschineu vertheilen fich auf die einzelnen Gewerbe wie folgt: Bäckerei 1, Brauerei 1, Cigarrenktstenfabrik 1, Bau- und Möbelschreinerei 4, Wasserpumpeubetrteb 4, Druckereien 4, SelterSwasserfabrik 1, Messerschmiede und Schleifereien 2, Physikalisches Institut 1, Instrumentenmacher 2, Lampenfabrtk 1, Hutfabrik 1, Metzgerei und Wurstfabrtkeu 5, Wäscherei 1, Farbfabrik 1, Kassen- schraukfabrtk 1, Glaserei 1, zur Erzeugung elektrischen LichtS 1, Gaswerk, GaSsauger 2, Cokesbrecher 1. Der Gasverbrauch einer Pserdekraft obiger 36 Motoren betrug im Jahresdurch­schnitt 877 Cbm.

Die Anzahl der öffentlichen GaSlarernen betrug wh 1. April 1897 558, hiervon find 184 RichtungSlatrrnen. Diese 558 Straßenlaternen fitzen fich zusammen aus 364 ge­wöhnlichen Abeudlaternen, 49 gewöhnlichen RichtungSlaterneu, 10 Abendlaterneu und 135 RtchtuugSlateruen mit IuerS Glühlichteiurichtung. Jeder der 11 Lateruenwärter hatte durchschnittlich 51 Laternen zu bedienen. Die Anzahl der öffentlichen Petroleumlampen betrug am 1. April 1897 14 Stück.

Die Kosten der Straßenbeleuchtung betrugen: für Gasbeleuchtung 25662.38 Mk., für Petroleuwlaterueu (einschließlich Herstellung und Bedienung) 523.22 Mk., in Summa 26185.60 Mk. Eine gewöhnliche Richtungslaterue brauchte in 3670 Brennstunden A 160 Liter 587 Cb«. GaS A 12.856 Pfg. 75.46 Mk. im Jahre,- eine Richtung-- latente mit Glühlicht (ohne Zündfl.) in 3670 Brennstunden A 110 Liter, dazu das immer brennende Zündflämmchen in 8760 Brennstunden A 10 Liter: 491 Cbm. GaS A 12.856 Pfg. ---- 63.12 Mk., hierzu für Glühlicht-Eksatztheile durchschnitt- ltch für eine Laterne im Jahre 4 Glühkörper, 2 Chliuder und 1 Magnesia-Träger mit Aufsetzen 7 Mk., zusammen 70.12 Mk. im Jahre- eine gewöhnliche Abendlaterne brauchte to 1777 Brennstunden A 160 Liter 284 Cbm. GaS A 12.856 Cbm. 36.51 Mk. tm Jahre- eine Abendlaterue mit Glühltcht (ohne Zündfl.) in 1777 Brennstunden A 110 Liter, dazu daS immer brennende Zündflämmchen in 8760 Breun- stunden a 10 Liter: 283 Cbm. GaS A 12.856 Pfg. ----- 36.38 Mk., hierzu für Glühlicht-Ersatztheile durchschnittlich für eine Laterne tm Jahre 4 Glühkörper, 2 Cylinder und 1 Magnesia Träger mit Aufsetzen 7 Mk., zusammen 43.38 Mk. im Jahre.

Tägliche GaSabgabe (in 24 Stunden) stärkste am 12. December 1896 mit 5081 Cbm., geringste am 25. Mai 1896 (2. Pfiagstfeiertag) mit 990 Cbm., durchschnittliche 2726 Cbm. gegen 2516 Cbm. im Vorjahre. Die größte stündliche Gasabgabe fand am 13. December 1896 zwischen 5 und 6 Uhr AbendS statt mit 569 Cbm.

Die Lichtstärke des Leuchtgases soll nach Stadt- verordnetenbeschluß vom 13. Mat 1890 bei einem stündlichen Gasverbrauch von 150 Liter 13 bis 15 sog. deutsche VereinS- Parafinkerzeu betragen.

Neuherstellungen im Gaswerk. In dem abge- laufenen Betriebsjahre kam der für die gesteigerten Anforder­ungen des Gaswerks so dringend benöthigte Bau eines neuen Gasbehälters zur Ausführung. 125 Straßen­laternen wurden für AuerS Glühlichtbeleuchtung umgeändert, sodaß am Ende des Berichtsjahres 145 Glühltchtlaternen vorhanden waren. Soweit bis jetzt hinsichtlich der Straßen­beleuchtung eine eigene Erfahrung vorliegt, bewährt fich das Glühltcht im Allgemeinen gut und wird eine weitere ange­messene Ausdehnung dieser Beleuchtung allerdings mit vorsichtiger Beachtung mehrfach angestrebter neuer Brenner-, einrichtungen tm Auge behalten.

DaS städtische GaSrohrnetz erfuhr auch im Be- triebSjahre 1896/97 wieder eine namhafte Ausdehnung bezw. Verstärkung und Erneuerung. Die Getammtlänge aller Haupt-

Hierzu kommen noch _ _

Zigeuner und andere Nationalitäten. Die slavischen Elemente bilden hiernach nur die knappe Hälfte der Bevölkerung, haben also schon aus diesem Grunde keinen Anspruch auf die Verwandlung des Landes in einen ausschließlich slavi- schen Staat. Allerdings ist ihre Zahl beinahe doppelt so groß wie die der Deutschen, trotzdem bedeuten sie von dem culturellen Uebergewicht der letzteren ganz abgesehen auch als Nationalität betrachtet, bei weitem nicht so viel wie diese, da sie fich unter einander wieder aus den hete- rogensten, nach Cultur, Sprache und Interessen total ver­schiedenen Volksstämmen zusammensetzen. Wenn wir nämlich die oben angeführten vier Hauptstämme in die einzelnen ihnen zugehörigen Völkerstämme zerlegen, so gestaltet sich das Bild, das wir erhalten, wie folgt:

Es röirj Wuissus das M "Meidet, um

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Saale

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SS?« gefaxt 386t Msburgel' L D°s 3177000 31*; Seelen. $a' 5000 Arinen« Angehörige a kleinerer W

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: breiteten. M . besetzt, die ' drängenden st den deutschen Wickelung der beobachten wv während sich Theil nieder! geben. 188

1 32*/j B, v 36 pCt. wedi Zahl der 2m 74, unter der 92% M. J Deutschen die arlberg 99 M 55 pCt.) In Mähren ein ki der Bevölkern! Bevölkerung.

Die Slai Men der h groben Völkern LölkerftäMe Desterreichr ei' Mähren, im t von hier aus und Macedoni Kroaten und l der eroberten ( aren und Run zechllen in Rc dir Czechen, Mi letzteren die SI bilden 46 pH Czechen bewohn und Schlesiens, die Polen We und der Bukow rnark, Kärnten mtien, Kroatin Hausen ebensallt

Die Magy und dar W Deutschland nc Raße an, fonbi uralaltaischen Bekenner der : Are Urheimatk in Pannoi

Oesterreichs Völkerstämme.

Geographisch-ethnographische Skizze.

Von Alexander Bauer.

(Nachdruck verboten.)

Locale- unb provinzielles.

Gietzen, den 7. Januar 1898..

ZustizrathStitel. Nach einer Mittheilung desN. I M. A." wird in der nächsten Jahresversammlung der I hessischen Anwaltskammer ein Antrag zur Brrathung kommen, I der tm Anschluß au eine Resolution der württembergischen Anwälte empfiehlt, die Annahme deS JustizrathStitelS ab zu- I lehnen. Man hält es, nach dem angegebenen Blatt in Au- waltSkceisen für unvereinbar mit der Würde und Unabhängig- I feit des Anwaltstandes, daß dessen Mitgliedern durchweg in späteren Lebensjahren ein solcher Titel verliehen werden darf, I während andere Beamteucategorien, die weder gesellschaftlich, I noch der Vorbildung nach auf einer höheren Stufe steheu, I eine derartige Auszeichnung meist ungleich früher zu Theil wird- I

Theatervereiu. Wenn wir, als behaglich genießende I Zuschauer im Theater fitzen, dann ahnen wir nicht die Sorgen, I die die Veranstalter dieser Aussührungeu vor derselben hatten. I Ob die Unternehmer zünftige Directoren find, oder nur ehren- I amtlich damit betraut wurden, fie alle trifft daS gleiche Ber- I hüngniß. So mühelos vorbereitet, wie die Vorstellung des I Theater'BereivS am 12. Januar, war noch keine, einstimmig I war Gabriel Borgmann gewählt, einstimmig, als Interpret I der Titelrolle, Herr Bauer aus Frankfurt bestimmt worden und umgehend dessen Zusage gegeben. Da kommt, wie ein I Blitz auS heiterem Himmel, fast in letzter Minute die Absage, I selbstverständlich wohl motivirt, man ist in Frankfurt sehr I höflich. Groß war der Schreck, doch nur kurz, der Funke I fliegt, die ReichShaupiftadt hat Erbarmen und eine ihrer I ersten Kunststätten, daS Deutsche Theater sendet unS seinen ersten Helden, Herrn Hermann Nissen. Unmöglich I ist es, von allen den Ehren zu berichten, die dem gottbe- | gnadeten Künstler zu Theil wurden, freuen wir uns, einen I solchen bedeutenden Künstler für Gießen gewonnen zu haben und hoffen wir, daß unS dieser seltene Genuß ungetrübt bleiben möge.

Concert bei Kroubauer'scheu QuartettVereiuS am 9. Januar im Clubsaal. Wir kommen heute noch einmal auf das Programm zurück und constatiren hierbei mit Genug- thuung, daß außer der mitwirkenden Künstlerin, über die selbstredend ein Männer-Quartett nicht verfügen kann, Alle S von Mitgliedern ausgeführt wird. Auch Herr Paul Polster, der stets fleißige Helfer am Clavier, gehört als langjähriger Freund dem Quartett an, wenn er auch, wie ein humoristischer Herr sagt, nur A la suite desselben gestellt ist. Von den acht Chören, die der Verein fingen wird, ge- hören nur drei dem Volkstone an, die übrigen find Kunst­lieder, darunter einige, die vom Dirigenten und den Sängern ernste Arbeit verlangen, dann aber auch zu den daukbarsteu Aufgaben gezählt werden. Kleine Cabinetstückchen find die Compofitionen von Lizt und Schumann, die vom Solochor ausgeführt werden, auch diese Herren haben fich recht Lohnendes ausgewählt.

♦♦ GetreidepreilNotiruugeu. In einer gemeinsamen Sitzung des hessischen LandwirthschaftSrathS und der Vertreter der LandwirthschaftSkammer für den Regierungsbezirk Wies­baden wurde beschlossen, vom 1. Januar ab mit den Noti- : Hingen der Getreidepreise auch die Bi eh preise deS ! Schlachtviehhofes zu Frankfurt a. M. und die Getreidepreise deS Mannheimer Fruchtmarktes zu veröffentlichen. Ferner wurde die Bekanntgabe der Frankfurter Heu- und Stroh- preise, sowie der Futter- und Düngermittelpreise für wünschens- werth erklärt. Trotzdem soll das Abonnement für den Bezug der PreiSnotiruugen nicht erhöht werden. Bis jetzt find 270 Landwirthe, Gemeinden, Confumvereine und sonstige land- wirthschaftliche Korporationen im Großherzogthum Hessen an dem Bezug der Preisnotirungen der Frankfurter Fruchtbörse betheiligt.

Bottrage für Landwirthe. Der hessische Land- wtrthschäftSrath hat beschlossen, in Zukunft alljährlich abwechselnd in den Provinzialhauptstädten (zum ersten Male vom 31. Januar bis 5. Februar in Darmstadt) VortragS- curse für practische Landwirthe abhalten zu lassen. Die Curse haben den Zweck, praktischen Landwirthen und sonstigen In­teressenten Gelegenheit zu bieten, fich über die neuesten Fort­schritte auf dem Gebiete der Landwirthschaft und einschlägiger Fächer von sachverständiger Seite Kenntniß zu verschossen und in DiScusfioneu eine gegenseitige Aussprache über eigene Erfahrung und Klärung gegenseitiger streitigen Fragen in Gegenwart und Mitbetheiligung von Sachverständigen zu ermöglichen.

Sine Anzahl junger Lehrer auS dem Großherzogthum Hessen hat fich, auf eine Aufforderung des ColonialamteS hin, zum Dienste in die afrikanischen Colonien gemeldet, und wurde auch ein Theil der Bewerber angenommen. Diese Lehrer müssen aber erst einen zweijährigen CursuS an dem orientalischen Seminar in Berlin durchmachen, um die nöthigen Sprachkennlniffe zu erlangen.

Die jetzige milde Witterung dürfte, wenn fie noch langer anhält, unseren jungen Qbstbäumen zum Ver­derben gereichen. Infolge der hohen Tageswärme ist die Saftströmung bereits gestiegen, wa» sich, namentlich bei Fliederbäumen, schon deutlich bemerkbar macht. Den Schaden bringen dann die stets folgenden kalten Frostnächte.

Kehrichtabfuhr. In letzter Zett wurden vielfach B e - sch werd en laut, daß die Kehrichtkasten unregelmäßig durch die städtischen Fuhrleute abgeholt würden. Der Grund der verzögerten Abholung war der, daß einestheilS fich vor und nach den Feiertagen größere Quantums Asche und Haus­abfälle angesammelt hatten und anderntheilS, daß viele Be­wohner die Aschenkasten nicht an jedem Fahrtage, sondern \ nur SamStagS bezw. die Woche nur einmal zur Abholung

10.569,000

7,435,000

3,496,000.

einige Hunderttausend Armenier,

(Schluß.)

Das jetzige Reich umfaßt im Ganzen 622,328 Quadrat­kilometer mit (nach der Volkszählung vom Jahre 1890) 41,359,000 Einwohnern. DaS Reich ist in zwei Reichshälften getheilt: das österreichische Staatsgebiet (Cisleithanien) und das ungarische Staatsgebiet (Transleithanien) Ersteres umfaßt die im Reichsrath vertretenen Länder Oesterreich, Salzburg, Steiermark. Kärnten, Krain, Istrien, Görz und Gradiska, Triest, Tyrol, Böhmen, Mähren, Schlesien, Galizien, Bukowina, Dalmatien; letzteres die Länder der ungarischen Krone, Ungarn, Siebenbürgen, Fiume, Kroatien, Slawonien, Grenzgebiet. Beide Reichshälften sind durch eine Realunion verbunden, sind gleichberechtigt, besitzen aber jede ihre beson­dere Verfassung, Gesetzgebung und Verwaltung. Die ungarische Hälfte ist der räumlich größere (322,000 Quadratkilometer), der österreichische Theil ist aber stärker bevölkert (24 Mill, gegen 17 Millionen Einwohner in Ungarn) Im Wesent- lichen setzt sich die Bevölkerung der Gesammtmonarchie au» vier großen Volksstämmen zusammen: dem germanischen, slavischen, magyarischen und romanischen. Das geschieht nun zwar auch in anderen Staaten, in Oesterreich besitzt jedoch nicht einer dieser Völkerfiämme ein besonderes Uebergewicht, sondern alle vier sind in gewaltiger Anzahl vertreten. Ver- theilen wir die 41 Millionen Einwohner lediglich nach diesem Gesichtspunkt, so erhalten wir folgende Ziffern:

Slaven 19,118,000

3 NssrHiillunasberickrt. 1 röhren betrug am 1. April 1897 rund 33100 Meter, die

2lus dem städtischen LZerwaitUNgsoe aj Gesammtlänge aller Haus- und Laternenznlettnngen rund (Fortsetzung.) I 5797 Meter, daS Gesammt-GaSrohrnetz rund 38887 Meter

oder 5.185 deutsche Meilen.