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Die Slawen hausten in alter Zeit in den westlichen Theilen des heutigen europäischen Rußlands. Während der großen Völkerwanderung drangen eine große Anzahl slawischer Lölkerftämme in Gebiete des heutigen Deutschlands und Oesterreichs ein, im 5. Jahrhundert nahmen sie Böhmen und Mähren, im 6. Jahrhundert Länder nördlich der Donau ein, von hier aus schoben sie sich weiter nach Misien, Thrazien und Macedonien vor. Um dieselbe Zeit etwa eroberten die
zur Ergäuzuugswahl des Vorstandes der israelitischen Religiousgemeiude zu Gießen.
Es wird zur Kenntniß der Interessenten gebracht, daß in Gemäßheit der Bestimmungen der Wahlordnung für die Wahl des Vorstandes der israelitischen Religionsgemeinde zu Gießen, vom 4. August 1871, in diesem Wfc das Mitglied Herr Nathan Rosenthal aus dem Vorstande ausscheidet, und daß. die hiernach erforderlich gewordene Ergänzungswahl
Freitag den 14. Januar 1898
ut dem Saale des alten Rathhauses dahier stattfinden soll.
Sämmtliche nach § 2 der Wahlordnung Stimmberechtigten werden in dieser Wahl mit dem Bemerken eingeladen, daß die Abstimmung Vor- lnittags von 9—13 Uhr und Nachmittags von 3—4 Uhr itattfindet.
Katholische Gemeinde.
Samstag den 8. Januar.
Nachmittags um 4 Ubr und Abends um 8 Uhr Gelegenheit zur hl Beichte.
Sonntag den 9. Januar:
' ftcfl der Erscheinung de- Herr«, vormittag- von 61/» Uhr an Gelegenheit zur hl. Beichte;
. um 7 Uhr erste hl- Mesie; vor und in derselben Aus, thetlung der heil Communion;
„ um 8 Uhr: zweite heil Messe;
„ um 91/« Uhr Hochamt mit Predigt.
Nachmittags um 5*/i Uhr: Christenlehre, darauf Festandacht mit Segen.
und Musikalien.
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Arten Musik-Instrumente.
Romanen gehören die Italiener, Friauler, Ladiner und Rumänen. Die Italiener bewohnen die südlichen Thetle Tirols, Triest und Dalmatien, die Friauler Görz und Gradiska, die Ladiner Südtirol. Die Rumänen finden wir außer in der Bukowina in Siebenbürgen und im östlichen Ungarn. Die Juden (P/8 Millionen), verteilen sich n allen österreichischen Staaten, am zahlreichsten sind sie in Ungarn und Galizien vertreten, in Ungarn allein 707,400. Außerdem beherbergt Oesterreich noch in geringer Menge Armenier (In Galizien, Siebenbürgen u. s. w.), Z-geuner (in Ungarn), Albanesen (in Dalmatien) u. s. w. Auf den Character, die Geschichte und den Culturstandpunkt aller dieser Völkerschaften näher einzugehen, gestattet uns der knapp zugemesiene Raum nicht. Das Gesagte dürfte indeß schon hinreichend sein, dem Leser von der ethnographischen und sprachlichen Zerfahrenheit des österreichischen Ländercomplexes einen Begriff zu geben und ihm die Schwierigkeiten klar zu machen, welche sich nicht nur der Cultivirung, sondern allein schon der politischen Zusammen- faffung all der Völkerschaften entgegenstellen.
Neueste Nachrichten.
Depeschen deS Bureau „Herold".
Berlin, 7. Januar. Dr. Richard Wrede, Herausgeber der „Kritik", wird strckbrtefl ch verfolgt. Derselbe',war zu 6 Monaten Festungshast verurtheilt, welche er am 2. November tu Wetchselmünde antrat. Am 31. December wurde er auf seinen Antrag auf vier Stunden beurlaubt und bet dieser Gelegenheit entfloh er.
Berltu, 7. Januar. Mit der Reorganisation der Berliner Crtmt nalp oltzet soll, wie offictös gemeldet wird, im nächsten Jahre der Anfang gemacht werden.
Berlin, 7. Januar. Der bayerische Hofschauspieler Max Hofpaur hat daS Goethetheater vom 1. December
KSmgl. Obttfiirstmi Kroftorf. Freitag d. 14. Januar 1898, Vormitt. IO Uhr, im Freund'schen Gasthause zu Krofdorf.
Schutzb. Krofdorf: Distrikte 1 u. 2 (Wettenberg u. Forst): Nadelholz — 8 rm Scheite, 9 rm Knüppel, 305 rm Reiser; Distrtct 10 a (Diebs- faul): Buche — 102 rm Scheite, 16 rm Knüppel, 11 rm Stockholz, 250 rm Reiser; Distrikte 17, 20, 28a, b (Buchwald): Eiche — 28 rm Scheite, 29 rm Knüppel, 225 rm Reiser; Buche — 10 rm Scheite, 6 rm Knüppel, 20 rm Stockholz, 80 rm Reiser; Distrtct 24 c (Kühbett): Eiche = 6 rm Scheite, 3 rm Knüppel, 207 rm Reiser.
Der Königliche Obersörster.
Zitherlehrer
Adolf Arnold
Giessen,
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Gießen, den 7. Januar 1898.
Der von Großh. Kreisamt Gießen ernannte Uahl-Commissär.
Hach. 368
10569000 ; 435000 5472000 3719000 3486000 1271000
3256000
1910000 0799000 '696000
2000 96000
Sprachen, und wer etwa, wie man dies vielfach findet, der Anficht huldigt, daß Oesterreich ein ausschließlich katholisches Land sei, der ist gewaltig im Jrrthum, denn es gibt daselbst Angehörige aller möglichen Religionen. Das römisch-katholische Bekenntniß überwiegt allerdings mit seinen 27 750000 Anhängern, ihm schließt sich das griechisch-katholische mit 4 482 OOO Bekennern an. Die evangelische Kirche zählt ins- gesammt 3865000 Anhänger, wovon 1519000 auf die Augsburger, 2 345000 auf die helvetische Confession entfallen. Das griechisch - orientalische Bekenntniß ist mit 3177 000 Jüngern vertreten, das Judenthum zählt 1868000 Seelen. Dann gibt es noch etwa 8000 Altkatholiken, 5000 Armenier, 6200 Unitarier, 4000 Confessionslose und Angehörige anderer Religionen oder Religionsschaften in kleinerer Anzahl.
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Hermann Hess.
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Wenden wir uns nun der Betrachtung der einzelnen Völker- und Sprachenstämme zu, so finden wir, wie wir oben gesehen haben, germanische Stämme seit der römischen Zeit mindestens im vorübergehenden Besitz eines Theils der heutigen österreichischen Länder. Karl der Große besetzte das von ihm errichtete Avarenreich mit bayerischen Colonisten, die sich mehr und mehr südlich und nördlich der Donau ausbreiteten. Auch Böhmen mar zunächst mit deutschen Männern besetzt, die zuerst im 5. Jahrhundert von den nach Süden drängenden slavischen Stämmen verdrängt wurden. Auf den deutschen Elementen beruhte die Gründung und Entwickelung des österreichischen Staats. Unter den Deutschen beobachten wir auch die höchste Entwicklung des Schulwesens, während sich für die übrigen österreichischen Länder zum Theil niederschmetternde Verhältnisse in dieser Hinsicht ergeben. 1880 konnten von der männlichen Bevölkerung 32>/z pCt., von der weiblichen im Alter von über 6 Jahren 36 pCt. weder lesen noch schreiben. In Galizien betrug die Zahl der Analphabeten unter der männlichen Bevölkerung 74, unter der weiblichen 79 pCt., in Dalmatien sogar 82 und 92% pCt. In der österreichischen Reichshälfte bilden die Deutschen die Mehrzahl (in Oesterreich, Salzburg und Vorarlberg 99 pCt., in Steiermark. Kärnten, Tyrol 68, 72 und 55 pCt.) In Böhmen repräsentiren sie ein reichliches, in Mähren ein knappes Drittel, in Schlesien sogar die Hälfte der Bevölkerung; Ungarn zählt ihrer etwa 13 pCt der Bevölkerung.
ab auf fünf Jahre gepachtet und wird daffelbe zu einer Opernbühne umwaudelu.
Budapest, 7. Januar. Ja, Torontaler Comitat ist die HungerSuoth auSgebrochen. Ja vielen Ortschaften find bereits Fälle von Hungertyphus vorgekommen.
Pari!, 7. Januar. „Petit Journal" zufolge wird der Vertheidiger Esterhazys beantragen, daß bei der bevorstehenden Verhandlung rheilwetse die O.ffeutlichkeit auS- geschloffen werden soll, da unter den Acten fich mehrere Schriftstücke befinden, deren Veröffentlichung schwere Folgen haben dürfte. Mathias Drryfu» befindet sich unter steter polizeilicher Controle. Es wurden Maßregeln getroffen, die eine Flucht desselben unmöglich machen, für den Fall, daß Esterhazy fretgesprochen werden sollte.
Parts, 7. Januar. In Sachen Esterhazy soll das Kriegsgericht bevollmächtigt werden, fich sofort nach dem Urtheilsspruch als Ehrengericht zu constituireu, so daß Esterhazy, wenn er vom LaudeSverrath freigesprochen wird, sofort wegen Beleidigung seiner Vorgesetzten, begangen durch seine Briefe, welche er an Frau Boulauger gerichtet hat, ver- urthc lt werden kann.
Pari», 7. Januar. Leon DreyfuS ist gestern aus Mülhausen f. E. hier angekommen und sofort von dem Untersuchungsrichter vernommen worden.
Marseille, 7. Januar. An der Küste von Beaudöru ist ein großer unbekannter Dampfer gesunken. Ein zur Rettung auSgesandteS Schiff sank ebenfalls.
Paris, 7. Januar. In RegterungSkretsen zeigt man fich über das zwischen Deutschland und China getroffene Uebereinkommeu vollkommen befriedigt. Man erwartet nur baldige höfliche Anzeige und die Versicherung, daß Deutschland wettergehende Absichten in Oftafien nicht hegt. Minder optimistisch beurtheilr man an maßgebender Stelle die Ab- fichten Englands.
Madrid, 7. Januar. Hier geht daS Gerücht von dem Ausbruch einer neuen Ministerkrist» infolge der Antwort deS General-ProcuratorS auf den Protest deS Generals Weyler. Vielleicht tritt nur der Justtzminifter zurück. Auf heute Abend ist ein Mtnisterrath zusammen berufen.
Wien, 7. Januar. In Linz fand gestern ein deutscher BolkStag statt, dem 22 ReichsrathSmitglieder und LandtagSabpeordnete beiwohnten, sowie Tausende Deutscher aus Ober-Oesterreich und Salzburg. Der BolkStag nahm drei Resolutionen an, worin die Haltung dec Deutsch-Cleri» calen scharf verurtheilt wird.
London, 7. Januar. We verlautet, will Rußland in Folge der Uederlaffung von Ktao-Tschau an Deutschland von China ein gleiches Recht in Bezug auf Port Arthur und die Halbinsel Liao-Ton g fordern. England und Japan wollen dies aber verhindern und den Besitzstand Chinas aufrecht erhalten.
Charleroi, 7. Januar. Die allgemeine Vereinigung der Grubeuarbeiter hat gestern beschloffen, einen Congreß der Grubengewerkschaft für nächsten Sonntag einzuberufen. Die örtlichen Gewerkschaften werden jede für fich zu entscheiden haben, ob wegen der Ausgabe deS neuen Reglement» der Ausstand erklärt werden soll. Man glaubt an eine weitere Ausdehnung des StrikeS.
Konstantinopel, 7. Januar. Der Großvezir hat tu den letzten Tagen mehrfach den Wunsch geäußert, zurück- zutreten.
Athen, 7. Januar. DaS Herzleiden des Kronprinzen soll sich verschlimmert hob:n weshalb die Reise nach Neapel und der Riviera bereit» in den nächsten Tagen angetreten wird.
Loudon, 7. Januar. In Börsenkreisen clrculiite gestern ein bisher unbestätigtes Gerücht, wonach die englische Regierung die Garantie für eine 3procentige chinesische Anleihe von 16 Millionen Pfund zum Emisfionspretse von 110 übernommen habe.
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Sonntag, den 9. Januar (t. Sonntag nach Epiphanias).
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An der AohanneSfftrM-.
Vormittags 9</i Uhr: Geh. Kirchenraih Prof. D. Köstlin.
©ormitta0S um 11 Uhr: Kinderktrche für die LucaS, gemeinde. Pfarrer Drngeldey.
Nachmittags 5 Uhr: Pfarrer Schlosser.
Montag, den 10. Januar, Abends 8 vhr, vtbelstnnde im Confirmandeniaal der JohanneSkirche Epheserbries. Cap 3. DeS Paulus Amt eines Heidenapostels Pfarrer Dr. Naumann.
_ 2n de- HrtedhofScapelle.
Vormittags 9*/a Uhr: Pfarrer Dr. Grein. *
Collecte für die Heidenmisflon.
3m «onstrmandenfaal, Neustadt 6L
Vormittags 11 Uhr: Kinderkirche für die MarcuSgemeinde. Pfarrer Dr. Grein.
Abends 8 Uhr: Confirmandenvereinigung der MatthäuS- gemeinde in der Herberge zur Heimatb-
Donnerstag den 13. Januar, Abends 8 Uhr: Vtdel stunde. Pfarrer Dr Grein.
Zur gleichen Zeit: Confirmandenoereinigung der Matthäus, gemeinde im Schwesternhaus.
Sonntag, den 16. Januar, findet Beichte und heil. Abendmahl für die Lucas- und Jobannesgemeinde im Abendgottesdienst in der JohanneSkirche statt. Anmeldungen vorher bei den Pfarrern erbeten.
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__ _ ^oalen und Sorben Dalmatien und Illyrien. Einen Theil
<. der eroberten Gebiete nahmen ihnen indeß später die Magy-
\ aren und Rumänen wieder ab. Die österreichischen Slawen
2 rerfallen in Nord- und Südslawen, zu den ersteren gehören , - - r die Czechen, Mähren, Polen, Ruthenen und Slowaken, zu den
letzteren die Slawen, Serben, Kroaten und Slawonier. Sie na^MeU bilden 46 pCt. der Gesammtbevölkerung Oesterreichs. Die Czechen bewohnen Mähren sowie die mittleren Theile Böhmens und Schlesiens, die Slowaken den nordwestlichen Theil Ungarns, die Polen Weftgalizien, Oberschlesien und Theile Ungarns und der Bukowina. Die Slowenen finden wir in Südsteier
3.4K'.w. urark, Kärnten und Krain, die Serben und Kroaten in Dal-
. ^dktttLllsmd armenierr vratien, Kroatien, Ungarn und im Küstenland. Die Bulgaren Hausen ebenfalls im südlichen Ungarn.
: ' ' «iS Die Magyaren böwohnen hauptsächlich das mittlere Ungarn
utlb ba6 östliche Siebenbürgen. Sie gehören nicht, wie in ' 'r- c. Deutschland noch oftmals angenommen wird, der slawischen
bmiW ooppw i Süasse an, sondern bilden einen Völkerstamm für sich, der zur
bedeuten su uralaltaischen Völkergruppe gehört. Etwa 55 pCt. sind
' " “E g mA ^^enner der katholischen, 34 pCt. der evangelischen Kirche.
" «hfte, ’^re Urheimath lag am Ural, im 9. Jahrhundert wanderten
. : 2os oen fte in Pannoien ein und setzten sich dort fest. Zu den
Musikalien, Bücher, Zeitschriften etc. etc. 16
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rom Jahre 1890) in m yoei Aeichthälften ‘ Meithmien) und rvstleitham«) Ersterer Een Länder Oesterreich, s^nen, GSrz M Mähren, Schlesien, Galizien, Sauber der ungarischen '■•i®'. Cwrüen, Slawonien, durch eine Realunion dsitza aber jebt idrt befon* tadtng. Tie ungarische : 21,000 Cuabrattiometer), närker beröllerl (24 ML. n Ungarn) Zw Desent-
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