Ausgabe 
7.9.1898 Zweites Blatt
 
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Das und Feldbej Autzwege neuen Scho wirb mit bi Zuwiderhan! strafe von 1

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Lothringen mitsammt dem deutschen linken Rheinufer erlangen zu können. Auf diese Abficht hat Frankreich bi- zur Stunde nicht verzichtet, und e» ist sehr zu besorgen, daß seiu Ver­treter auf der FriedeuSconferenz die Vorfrage stellen werbe, ob über Elsaß Lothringen und den Frankfurter Frieden der- handelt werden könne oder nicht. Rußland würde die de- freundete Macht hierbei kaum im Stich laffeu können, Deutsch­land aber von seinen Verbündeten verlangen müsien, daß ne die bestehenden Verträge in-gesawmt, den von Frankfurt so gut wie jeden anderen, für jeder Kritik entrückt erklären. ES find also zwei Fälle möglich- entweder wird der franzöfische Anspruch, er trete in Gestalt eines Antrages oder e ner Ver­wahrung vor die Couferenz, angenommen und gebilligt, dann können Deutschland und seine Verbündeten sich au den Berathuugeu nicht weiter betheiligen, oder er wird abgelehnt, beziehungsweise nicht zugelafieu dann wird Frankreich ueunenSwerthe Abrüstungen bei sich nicht vornehmen uu damit auch Deutschland die Möglichkeit, seine Wehrkraft zu schwächen, abschneiden. Schon auS der Erörterung der zu erwartenden frauzöfischen Erklärungen aber kann eine uu» mittelbare FriedeuSgefahr erwachsen.

Wir würden uuS keineswegs wundern, wenn Deutsch- land seinerseits als Grundlage der Confereuz festgestellt zu sehen wünschte, daß alle Theiluehmer die Verbindlichkeit der bestehenden Verträge anerkennen- denn woher soll man Ber» trauen schöpfen, daß beispielsweise Frankreich den zu fassenden Beschlüssen der FrtedenSconferevz für seinen Theil gewifienhaft Nachkommen werde, wenn eS einen älteren Vertrag fürun* gerecht" undunbillig", mithin unverbindlich erklärt!

Die edel», wenscheufreuudlicheu und friedfertigen Ab­sichten des Kaiser» Nicolau- II. in allen Ehren- von der von ihm angeregten und ohne Frage zu Stande kommenden Friedens, und AbrüstungS-Confereuz versprechen wir uns kein seinen Absichten entsprechendes Ergebniß und find nicht ganz ohne Sorge, daß sogar ein seinen Absichten entgegengesetztes Resultat herauSkommeu könnte, und daS nur aus dem Grunde, weil sein Verbündeter, Frankreich, fich ermuthigt fühlen wird, vor versammeltem Europa die elsaß-lothringische Frage in irgend einer Form zu stellen. Diese Frage ist aber für Deutschland ebenso wenig erörterungSfähig, wie für Jtalteu die römische, für Rußland die polnische.

Wir versprechen uuS im günstigsten Falle von den Con- ferenzen eine neue Bekundung der Großmächte, daß fie den Frieden erhalten wifieu wollen. Vielleicht ist auch mit dieser Erklärung Dänemark bis auf Weiteres geholfen.

Nach einerGlobe"-Meldung hat auf ergangene Anfrage von Washington der Botschafter der Bereinigten Staaten in Petersburg telegraphirt, daß er das Rescript deS Czaren, welches zu einer FriedenSconferenz etuladet, empfangen habe. Die Zweifel, ob die ruffische Regierung wünscht, daß sich auch die Bereinigten Staaten an der Couferenz betheiligen sollen, find auf diese Weise zerstört worden. Wie aber die Vorschläge deS Czaren von der Regierung der Bereinigten Staaten ausgenommen werden, darüber kann kein Beamter deS Staatsdepartements AuSkrmft geben. ES geht das Ge­rücht, daß Staatssecretär Day gerade, ehe er zurücktrat, den amerikanischen Gesandten in P.ktng angewiesen hat, der chine­sischen Regierung energische Vorstellungen zu machen, damit fie nicht irgend einer Macht Concrsfioueu ertheile, welche dieser ein Monopol tu irgend einem chinefischen Hafen gäbe. Obgleich diese Remoustrattouen thatsächlich für die Politik Englands eintratev, geschahen fie dennoch, ohne daß irgend welche Mtttheilung darüber zwischen dem amerikanischen Staats­departement und dem britischen Auswärtigen Amte er- folgt war.

Tschou gewonnen ist, bedeutet einen Fortschritt in unseren Beziehungen zu China, wie er auf keine andere Werse auch nur annähernd hätte erreicht werden können.

Dies gilt nicht allein für die Handelsbeziehungen, sondern auch in politischer Hinsicht, so ist zum Beispiel der gesammte Dockbetrieb an der chinesischen Küste in den Händen der Hongkong und Whampoa Dock rc., welche bei ihrer Begründung von der englischen Regierung einen Zuschuß von einer halben Million und ein Darlehen von 400000 Mark unter der Bedingung erhielt, daß bei Ausbefferungen die englischen Kriegsschiffe vor denen aller anderen Nationen den Vorzug erhalten. Das wäre ja noch nicht das Schlimmste, aber wenn ein Conflict zwischen England und Deutschland aus- bräche, so würden, da Hongkong eine englische Colonie ist bereits 1842 von China abgetreten deutsche Schiffe an der ganzen chinesischen Küste keine Gelegenheit zur Vornahme etwa nöthig werdender Reparaturen haben. Daß ein Repa­raturdock in Kiau-Tschou eingerichtet werde, erscheint um so wünschenswerther, als die Gesellschaft in Hongkong, gewtsser- maßen im Besitz des Monopols, sehr theuer arbeitet, und Die englischen Behörden den deutschen Schiffen, welche von Hong­kong aus Paffagiere befördern wollen, soviel Schwierigkeiten in den Weg legen, so peinlich genau in Bezug auf die Aus­befferungen verfahren, daß die sonst guten Gewinn bringende Beförderung chinesischer Auswanderer für die Deutschen Nicht mehr rentirt und sich fast ganz den englischen Schiffen, bei denen nur das Allernothwendigste verlangt wnd, zuwendet. Freilich sind Concurrenz-Dockgesellschaften in der Bildung begriffen, allein ob fie leistungsfähig werden, bleibt abzu- TOQagm Hafen von Hongkong, der zwischen der Insel und dem Festlande gelegenen Wafferfläche, pflegen säst alle euro­päischen Kriegsschiffe, welche in Ostafien stationirt sind, ihr Winterquartier abzuhalten. Gegen den zur Zett unseres Hochsommers auftretenden Taifun, den in den ostasiatischen Gewässern heimischen Wirbelsturm, bietet er allerdings keinen genügenden Schutz, und derselbe hat hier schon furchtbare Verheerungen angerichtet. Auch ich bin ihm einmal nur mit knapper Roth und nachdem ich mein gutes Schiff schon bei- nahe aufgegeben hatte, noch entgangen. Von Hongkong gehen Flußdampfer den Perlfluß, der ungefähr Hongkong gegenüber seine breite, buchtartige Mündung hat, hinauf nach Kanton, einer der bedeutendsten chinesischen Handelsstädte. Sie macht einen eigenthümlichen Eindruck. Am Ufer liegen unzählige Dschunken und Sampans, größere und kleinere chinesische Fahrzeuge, erstere zum Handelsverkehr, letztere meist als Wohnungen dienend. Fast der zehnte Theil der etwa lVo Million betragenden Einwohner von Kanton wohnt auf solchen Sampons im Fluß. Viele Sampons tragen Thee- schenken, in denen man mit der weiblichen Bedienung intime Bekanntschaft machen kann. Doch ist dieselbe nicht ohne Gefahr; mancher Seemann oder sonstige Reisende, der un­vorsichtig genug war, eine wohlgesüllte Börse sehen zu lassen, ist hier ermordet und sein Leichnam, mit einem Stein be­schwert, in den Fluß versenkt worden.

Die Stadt ist von Wällen umschlossen und von zwei Hauptstraßen durchkreuzt, die indessen auch nur höchstens 5 Meter breit, stellenweise noch enger und von Menschen überfüllt sind. SHe Lasten werden an langen Bambusstangen auf den Schultern getragen, Personen auf Tragstühlen. In den Wohnhäusern sind nach der Straße zu fast ausschlreßttch Läden und Werkstätten, zwischen denen sich Tempel, deren Kanton über hundert besitzt, und Verwaltungsgebäude erheben. Die Straßen sind entsetzlich schmutzig und übelriechend, zur Abwehr der Sonnenstrahlen häufig mit Strohmatten über­spannt, von denen lange, grellbemalte Firmenschilder an den Hauswänden herunterhängen. Die Tempel sind meist ein­facher Construction; die Pagoden theilweise aus Marmor, machen einen gefälligeren, wenn auch fremdartigen Eindruck. Sie find stets ziemlich stark besucht, und man muß sich sehr in Acht nehmen, nicht an die zahlreich in und vor ihnen umherwandelnden und bettelnden Aussätzigen zu streifen, von

Veranda deS KurhotelS, gerade als die Gäste von der Table dhöte kamen. Auch hier schenkten uns die Damen wieder Rosen und Edelweiß, und ter Umstand, daß zwei von ihnen sür unS sammelten, füllte unsereKlondike", wie wir scherz­haft unsere Reisekasse nannten, ganz hervorragend. Wunder­bar war eS, als sich unser Andryczeck später als Kriegs­kamerad deS Kurarztes entpuppte, und dieses Eretgniß mußte feucht-fröhlich begangen werden.

Hebet Großbreitenbach kommend, hatten wir von «atz- Hütte bis Schwarzburg den Genuß, das obere Schwarzathal in sechsstündigem Marsche kennen zu lernen. Von dort ging! im unteren Schwarzathal nach Blankenburg. Trotz unserer Betheuerungen, daß wirwirklich Kainer Ungeziefer haben, verweigerte mau uuS überall ein Nachtlager, so daß wir noch Nachts 11 Uhr nach Saalfeld fahren mußten. Hier fanden wir das billigste Nachtquartier der Reise. Infolge unseres erbärmlichen Aussehens verlangte der biedere Wirth sür Bier am Abend, Nachtlager, Kaffee und Weißbrod 40 Pfg. vom

denen man leicht eine Ansteckung davon tragen kann. Die Europäer wohnen isolirt auf der kleinen Insel Schamm, welche die Chinesen nur mit besonderer Erlaubmß betreten und nicht bewohnen dürfen.

Ich habe der Stadt Kanton eine etwas eingehendere Schllderung zu Theil werden lassen, well dar, was ich von ihr sagen konnte, mit geringen Unterschieden von fast allen größeren chinesischen Städten gilt. Im Großen und Ganzen geben sie dasselbe Bild. Ueberall eine dichtgedrängte, in unglaublicher Genügsamkeit lebende Volksmasse, aus der einige wenige Wohlhabende hervorragen, während ein eigent­licher Mittelstand fast gar nicht existirt. Wer es zu einigem Besitz gebracht hat, wandert häufig aus, um den Brand- schatzungen der habsüchtigen Beamten zu entgehen, zu deren Entschuldigung höchstens dienen mag, daß fie oft nach Pettng bedeutend mehr Erträgnisse ihres Bezirks abzuliefern genöthigt werden, als derselbe unter einer den Gesetzen entsprechenden Verwaltung aufbringen könnte. Da fie nun für Rechnung der Regierung doch einmal erpressen müssen, thun sie es für ihre eigene Rechnung gleich mit. Auch die Dichtigkeit der Bevölkerung ist eine Ursache der starken Auswanderung, welche für Amerika bereits zu einer solchen Gefahr geworden ist, daß die Vereinigten Staaten sich bekanntlich auf dem Wege der Gesetzgebung gegen sie zu schützen suchen mußten. Es ist nicht ausgeschlossen, daß in späterer Zeit auch Europa von der Gefahr chinesischer Masseneinwanderung sich bedroht sehen wird. ,rn

Demnächst Näheres über Kiau-Tschou selbst.

(Fortsetzung folgt.)

Deutschlands neueste Kolonie von Capitän Hans Hensen.

(Nachdruck verboten.) (Fortsetzung.)

Zu einer Machtentfaltung bedarf es unbedingt eines Stützpunktes, und daß für Deutschland ein solcher in Krau-

Wtr verabschiedeten uni und fuhren nach Friedrichroda. Am nächsten Morgen hatten wir bet Bezahlung unserer Rechnung im Gasthof die köstliche Scene, daß uns der Kellner den Betrag auf 2Mk. abrundete, die Überschießenden 35 Psg. mit den Worten zuschtebend:Lassen Sie man, ich bin früher auch Artist gewesen, ich weiß, wie sauer Ihr Brod ist." So erbärmlich sahen wir also aus.

Nach diesem Intermezzo zogen wir hinauf zu den Billen, uw unsersaures Brod" zu verdienen. Nirgends ließ man un« spielen, weil dieHerrschaften nicht zu Hause" seien, und kurz entschlossen setzten wir uni in den Chausseegraben, den Hut auf den Damm, und fingen au. Da belebten fich die Vorgärten und die Herrschaften waren plötzlich heim- gekehrt.

Im Laufe deS Tages hatten wir gute Einnahmen und wir kauften unserem ersten Geiger Smetana eine neue Galahose" für 2 Mk. 25 Pfg. bei einemKleiderpascha , da seine alte noch immer die Spuren seines temperamentvollen Spieles anfwiel.

Mit kleine« Zwischenstationen fuhren wir nach Ilmenau. Bon dort ging! hinauf zum Gabelbacher WirthShauS, dem Kickelhahn und dem GoethehäuSchen. Hier mußten wir Rast machen. Den ganzen Tag schon währte dal schöne Wetter, kein Lüftchen regte fich. So wirklichUeber allen Wipfeln ist Ruh". Die ganze Poefie und Innigkeit dieses Gedichtes Überkam uni hier an seinem herrlichen Entstehunglorte. Durch diese Gedanken und Betrachtungen waren wir theil! bewußt, theil! unbewußt in eine poetische Stimmung ge rathen. Sine Nachwirkung zeigte fich in dem tiefgehenden und etgteifenbenAve verum*, dal wir Abends in Kammer­berg-Manebach einem auS den verschiedensten Characteren zusammengesetzten Publikum in der Kutscherstube des Kruges vortrugen. Sine solche Wirkung habe ich noch nicht erlebt, ist auch nur bet Mozart möglich.

Am nächsten Tage spielten wir in Elgerlburg auf der

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Arrslaisd.

Rom, 5. September. Im Vatikan haben die Borgäugl in Frankreich große Bestürzung bemtgetufert. JNanJ: erstaunt, daß der Papst fich der Sache nicht selbst: «V nommeu habe. In der Dreysul-Sache steht mau eine Niedei läge der franzöfischen Sammlung-Politik.

Pari-, 5. September. Die gesammte Garnison ist sür heute in den Kasernen confignirt.

Paris, 5. September. El ist nunmehr sicher, daß dis Ernennung etnel Nachfolgeri für Cavaignac noch heute folgen wird. Man glaubt, daß General Znrlinden b« Portefeuille bei Kriege! übernehmen wird.

Parts, 5. September. Frau Dreyful find an! all« Kreisen, auch von Oifizierlfrauen, schriftliche und telegrapM Sympathie Kundgebungen zugegangen._________

Deutsche- Reich.

Berlin, 5. September. Staatssecretär v. Bülow hat fich in seine Sommerfrische zurückbegeben. Reichskanzler Fürst Hohenlohe hatte vor seiner Abreise nach Süd- deutschland eine längere Unterredung mit dem Ftnanzmtntfier Dr. M'quel. _ _ .

Berlin, 5. September. Der General der Infanterie, v. Winterfeld, General-Adjutant del Kaisers und früherer Commaudeur del Gardecorpl, erlitt in Schreiberhau i. Schi, einen Schlaganfall. .

Berlin, 5. September. Der Zustand der Königin von Dänemark hat fich laut einer Meldung beiLocal- Anzeigers" verschlimmert. Die Prtnzesfin von Wales und die Herzogin von Cumberlanb find den ganzen Tag a« Krankenlager und wachen während der Nachtstunden ab-

5. September. DerRelchSanzetger" bestätigt, daß am 2. September der Hafen von Kian-Tschau zu« Freihafen erklärt wurde. .

Berlin, 5. September. DieBoss. Zig. meldet aus Pari!, daß das Wiederaufnahme-Verfahren tu der DreyfuS-Sache vom Ministerium einstimmig be­schlossen worden sei.

Berlin, 5. September. In der Nähe von BeeUtz wurde gestern ein schwere! Verbrechen an einem Rsd- «ah,er aus Berlin verübt. Eia Strolch feuerte aus einer Chaussee mehrere Schüsse auf den Radfahrer ad, bestieg sodann dessen Rad und ließ den schwer Verletzten

5. 8-Pt.mb-r. Die »otfetin

batte heute Morgen bei ihrem Spazierritt einen Unfall. Die Kaiserin stürzte vom Pferde, wobei fie sich die eine Hand verstauchte. In einem die Stille pasfirenden Wagen fuhr die Kaiserin nach dem Schlosse zurück

I floht, 5. September. DieKöln. Zig." schreibt zu den neuesten Pariser Ereignissen: Wenn die sogenannten GeneralstabSblälter den Glauben zu erwecken versuchen, datz Frankreich durch die Veröffentlichung der gesummten Driysus- Schriftstücke die Gefahr etnel Krieges mit Deutschland heraus- schwöre, so macht dies auf Deutschland nicht dm alle, mindesten Eindruck. Man wiffe, nm welche Schriftstücke ti r fich handle und daß namentlich angebliche Briefe deS Dentschv - Kaisers in Betracht kommen, welche dieser an DreyfuS ge« ! schrieben haben soll. Deutschland sehe der Beröffentlichunz \ dl-ser Fälschungen mit außerordentlichem Gleichrnuth

! Ein deutscher Kaiser führe keinen Schriftwechsel mit für Deutschland arbeitenden Spionen.

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CocaUs und Provinzielles.

Vietze», 6. September 1898.

Auswanderung. In 1897 haben weuiger «up Wanderungen aus dem Großherzogthum Heffm nach Üb» iteifdjeu Sänbetn st-ttgksunden, als (el SW

Rabl betrug nur 466, gegen z. B. 4173 in 18 Zahl der Auswanderer in den letzten 20 Jahren belief f aUf Ä^o« Schulgeld iu den Volksschule». Jm Großherz^ i thnm Hessen wird heute noch in 3 30 DolkSschu ' Schulgeld W- Die »elften B°lk.|chule°

gelb hat bie Provinz Starkenburg. Bon 219 Boi»,« wirb in 145 noch Schulgelb entrichtet, in Oberhessm »

Mann.

Mübe der an fich schönen unb poefievollen Wauberuug, folgten wir jetzt ber Einlabung unseres Freundes X. nach Planen im Voigtlanb. Bei unserer Ankunft regnete es in Strömen und wir waren gezwungen, vom Bahnhofe bie electrische Bahn zu benutzen. Wie erstaunten wir, wenigstens äußerlich, als unS beim Verlassen beS Wagens ein Polizei­hauptmann, ein Wachtmeister unb drei Eriminalbeamte auf- forberte, einerfreundlichen" Einladung zum Wachtlocale Folge zu leisten. Ein kurzes Verhör, in deffen Verlauf man uns laut Depesche beschuldigte, 180 Mk. in Cöthen entwendet zu haben. Jetzt war eS Zeit, unser Jncognito fallen zu lassen, und die Vertreter der heiligen Hermandad waren - daran, wirklich erstaunte Gesichter zu machen, denn unter ; thnm Hessen dieser Maske vermutheteu sie nichtBerliner auf Reisen .

N. Hess. Volksbl.