Ausgabe 
7.8.1898 Erstes Blatt
 
Einzelbild herunterladen

Desertier. Siu verhafteter Landstreicher entpuppte fich als Deserteur de- 55. Infanterie-Regiment» (Detmold). Unter den Civtlkleideru trug er noch die Militärkleider. Der Verhaftete wurde seinem Regiment wieder zugesührt.

Sterbekasse der Bundes Deutscher Skstwirlhe. Es giebt bekanntlich eine große Anzahl von Instituten, deren Aufgabe er ist, deu Angehörigen der Mitglieder einen an- sehnlichen, sofort greifbaren Geldbetrag dann zu gewähren, wenn der Ernährer in ein besseres Jenseits abgerufen wird. Eines der bedeutendsten derselben ist wohl die 1892 begrün­dete Tterbekafse des Bunde» Deutscher Gastwirthe (Juristische Person), Sitz in Darmstadt, welche in deu 5 Jahren ihre» BesteheuS ca. 9 000 Mitglieder mit über 9 Millionen Mark BerficherungS-Eapital ausgenommen und mehr als 800000 M!. au die Wittweu und Waisen ihrer Mitglieder ausbezahlt hat. Während diese Riesensumme für die Leistungs­fähigkeit der Kasse spricht, beweist deren Sicherheit, der mehr als 350 000 Mk. betragende Reservefoud. Diese Kaffe be­ruht auf wiffenschaftlicher (verficherungStechuischer) Grund­lage- fie verließ schon im Jahre 1893 da» bekanntlich sehr unsichere und daher auch von vielen Regierungen verbotene Umlagesystem, da» schon so viele Kassen zu Grunde gerichtet und die Hoffnungen von Tausenden von Hinterbliebenen zu Nichte gemacht hat. Mit Auszahlung der Sterberenten von je Mk. 1000 bezw. Mk. 1214 an so viele Familien wurde ficherlich viel Gutes gethan und der edle Zweck der Kaffe tu reichem Maße erfüllt. Die Mitgliedschaft erscheint daher ficherlich al» ein großer Schutz und Segen für jede Familie, weshalb es wohl im eigensten Jntereffe aller der Kaffe noch nicht angehörenden Herren Gastwirthe liegen dürfte, derselben zum Schutz und Segen ihrer Angehörigen alsbald einzutreten. Die Aufnahme Bedingungen find einfach und die Beiträge niedrig, wodurch der Eintritt sehr erleichtert wird. Bei den in fast allen Städten vorhandenen Ort»- rechuern, wie auch bei der Direction, find sowohl Statuten als auch nähere Auskunft zu erhalten.

Falls Wetterprognose für deu August. In dem ersten Drittel de» Monats August trete« nach Falb bei im All­gemeinen normaler Temperatur zahlreiche Gewitter auf, die im zweiten in Landregen übergehen. Da» dritte Drittel ist anfangs kalt und später auffallend warm, während die Land­regen wieder durch Gewitter abgelöst werden. Im Ganzen find die Niederschläge de» Monat» anhaltend und ziemlich er­giebig. Kritische Tage hat der August drei und zwar zwei erster Ordnung am 2. und 31. und einen zweiter Ordnung. Der 31. ist der stärkste kritische Tag de» ganzen Jahres und bringt um den 27. oder 28. zahlreiche Gewitter mit fich. Diese Prognose ist zum Verzweifelnniederschlagend".

* Holländische Gulden. Im allgemeinen Jntereffe sei darauf htugewiesen, daß mau augenscheinlich wieder versucht, Nordwest-Deutschland, und auch besonder» die Rheinlaude, mit holländischen Gulden zu überschwemmen und da» Publikum sehr empfindlich zu schädigen. Da der holländische Silbergulden nur einen Werth von Mk. 1.70 hat und für ein Zweimarkstück au»gegebeu und vielfach angenommen wird, so ist der Schaden auf der einen Seite empfindlich. ES ist daher Borficht geboten.

Wetterbericht. Hoher Druck ist mit Macht von Westen hereiugerückt und hat ueuerding» vom ganzen Continent Be- fitz ergriffen. Sein Maximum zieht sich al» ein breiter Rücken von Frankreich und der Schweiz über einen großen Theil von Deutschland bis nach Mähren und Ober-Oester- reich. Der niedere Druck beschränkt fich auf deu Norden Europa». Nachdem auf unserem Gebiete gestern vielfach Gewitter, stellenweise mit starkem Regen stattgefundeu haben, war am Morgen die Witterung im Westen trüb, doch scheint fich da» barometrische Maximum bald mehr Geltung zu ver­schaffen. Voraussichtliche Witterung: Heiter und warm, im Süden Gewitter nicht au-geschloffen.

Ars» der Zett für die Zeit.

Vor 263 Jahren, am 7. August 1635, starb zu Trier Friedrich von Spee, ein Jesuit, der seinen edlen Geist durch unermüdetes Wohlthun gegen Leidende jedes Glaubens bewies und besonders die Hexenproceffe kühn bekämpfte. Seine geistlichen Lieder gab er heraus unter dem TitelTrutz Nachtigallen". In denselben herrscht bei einem Reichthum sinnlicher Bilder und Anschauungen eine inbrünstige Liebe zum Helland. Er wurde 1592 in Kaiserswerth geboren.

Vor 59 Jahren, am 8. August 1839, wurde zu Warm­brunn in Schlesien der Zoologe Otto Fl in sch geboren. Seine Forschungsreisen in Polynesien und Neu-Guinea gaben dazu Anlaß, daß auf der Inselwelt der Südsee umfangreiche Schutzgebiete des deutschen Reiches entstanden sind, das somit eine bebeutenbe Stellung in Polynesien einnimmt.

vormischtes.

* Die Zukunft der Chemie. Den Verhandlungen de» Congreffe» für angewandte Chemie widmet die Wiener MontagSrevue" folgende» lehrreiche Nachwort:Die Zu­kunft der Medicin liegt in der Chemie", sagte der große Kliniker Heinrich v. Bamberger und folgte den Fortschritten der letzteren Wiffenschaft mit derselben Sorgfalt, die er seinem eigenen Fache zuwandte. Der Satz ist seither richtung- gebend geworden. An allen medieinischen Facultäteu wird die «edicinische Chemie eifrig gepflegt, di? jüngeren Mediciner gehen in großen Schaaren in die Laboratorien und nicht wenige erwerben neben dem Doctorat der Medicin auch da» Doctordiplom der Chemie. Noch find die Erfolge nicht epochal, insbesondere bemerkt da» Laieupnblikum nicht» Auf- fällige» au» der neuen Richtung, allein wenn man weiß, daß die Aerzte von ehedem kaum deu chemischen Charakter der von ihnen verabreichten Medicamevte und noch weniger die Art ihrer beabfichtigteu Wirkung genauer kannten, wird mau den ungeheuren Fortschritt ermeffen können, welchen die moderne Methode der Forschung darstellt. Die Fieberhitze muß die

Folge eine» Oxydation»- oder DerbrennungSproceffe», also eines chemischen Vorganges im menschlichen Organismus, sein. Die Eiterbildung ist gewiß die Folge einer chemischen Der- äoderung gewiffer Körpertheile. Die oft tödtlichen Neu- btldungeu im Leibe hängen gewiß mit chemischen Umgestaltungen zusammen. Alle diese Vorgänge sind noch ungelöste Räthsel. Bamberger» berühmter Schüler und Nachfolger, Neuffer, wendet sein besondere» Studium dem Blut und seinen Modi- ficationen durch Krankheiten zu. E» mag sich dabei vor­wiegend um physiologische Erscheinungen handeln, aber ficher­lich stehen die chemischen Proceffe im Vordergründe und be­dingen wahrscheinlich auch die ersteren. Die organische Chemie, oder wie fie jetzt heißt, die Chemie der Kohlenhydrate, weil in allenorganischen" Körpern Kohlenstoff und Wafferftoff enthalten find, bildet auch jetzt noch ein mit vielen Siegeln verschloffeneS Buch, obwohl seit den Deutschen Liebig und Wöhler und den Franzosen Duma», Pasteur und Berthelot von manchen Geheimniffen der Schleier emporgehoben und die Natur erfolgreich in den Werkstätten der Chemie nach­geahmt wurde. Im Großen und Ganzen kann jedoch die moderne organische Chemie mit ihren unzähligen Derivaten, endlosen Namen und Formeln nur ein Uebergang»stadium zur genaueren Erkeuntniß der organischen Vorgänge und, wie die Chemiker hoffen, zur synthetischen Herstellung organischer Producte in großem Umfang bilden. In vereinzelten Fällen ist die» schon gelungen, Harnstoff, Essigsäure, Kampfer, Indigo und manche» Andere wird bereit» in deu Laboratorien erzeugt, aber e» ist doch im Ganzen sehr wenig. Man denke fich nun, wa» e» zu bedeuten hätte, wenn es möglich wäre, den Roh­zucker oder da» Stärkemehl, die für die menschliche Er­nährung wichtigsten organischen Körper, künstlich herzuftellen. Auf solche Dinge de» practischen Leben» und auf die Lösung der großen Probleme der Medicin ist da» Auge der modernen Chemie gerichtet. Daraus läßt fich aber auch ermeffen, weß- halb fie al» die große Wiffenschaft der Gegenwart und Zu­kunft bezeichnet wird. Al» Dubois-Reymond einmal die allerdings rifit auf ganz kurze Zeit wiederbelebende Kraft des electrische» Strome» au einem Leichnam in einer popu­lären Vorlesung demoustrirte, rief eine in der ersten Bank fitzende alte Dame auS:Ach Gott, warum muß man denn gerade jetzt sterben, wo das ewige Leben so nahe ist I" Nun, so weit find die Dinge noch nicht, allein welche Bedeutung insbesondere der modernen Chemie innewohnt, zeigt am deut­lichsten die starke Hinaufrückung der durchschnittlichen mensch­lichen Lebensgrenze in der civilifirten Welt. Die Hygiene, die Vorsorge für die menschliche Gesundheit durch vorbauende Mittel, ist im Wesentlichen nichts Andere» al» eine Zusammen­setzung einer Reihe von chemischen Lehren über die Dinge, welche dem menschlichen OrgauiSmu» schaden oder nützen. Wenn die Existenzbedingungen de» Menschen nach ihren Anweisungen eingerichtet werden, ergibt fich die Verlängerung de» mensch­lichen Dasein» al» selbstverständliche Consequenz. Die Gold­macher wurden im Mittelalter als Ketzer verbrannt, obwohl fie daS kostbare Porzellan entdeckten. Auch jetzt noch find die Chemiker der Kirche ein Dorn im Auge, denn für fie mußte es wohl ein Gräuel sein, wenn ein berühmter österreichischer Chemiker, der verstorbene Gottlieb in Graz, seine Vorlesungen mit den Worten einleitete:Meine Herren, ich weiß nicht, mit welchen Gefinnungen und Ueberzeugungen Sie in diesen Saal gekommen find, aber hier bitte ich Sie, nur zu glauben, was Ihnen mit der Kreide auf der Tafel, mit dem Messer in der Hand oder in der Eprouvette bewiesen werden kann." DaS war wohl auchketzerisch" gesprochen und man kann sagen, daß in diesem Sinn alle Chemiker wirkliche Ketzer find. Ader verbrannt werden sie doch nicht mehr, sondern ängstlich horcht da» ganze menschliche Geschlecht auf jede neue Ver­kündigung aus ihren übelduftenden Geheimkammern und er­wartet davon die Lösung eines Räthsel», die Berbefferung feiner Dasein»verhältniffe, die Erhaltung und Stärkung seiner Gesundheit, die Verlängerung seines Lebens. Und an den Wohlthaten der Wiffenschaft nehmen Alle Theil, auch Die­jenigen, die fich unter der Kutte über fie ärgern, denn die Wiffenschaft ist nicht kirchlich und nicht atheistisch, wie fie eben so wenig national, conservativ, liberal, radical oder socialdemokratisch genannt werden darf. Sie ist die Wahr­heit, die Alle bezwingt und Alle beglückt.

* Trinkgeld für Strauß. Aus Erfurt schreibt man: Eine köstliche Episode, die den Vorzug hat, wahr zu sein, ereignete fich gestern hier gelegentlich des vom Wiener Hof- ballmufikdirector Eduard Strauß gegebenen Concert». Ein Kreis von Gästen wollte gern den Donauwalzer hören und beschloß deshalb eine gemeinsame bezügliche Bitte an den Mufikdirector. Sie riefen einen jungen Kellner, gaben diesem als Trinkgeld 25 Pfennig und sandten ihn mit einem Zettel, auf dem das Gewünschte geschrieben stand, auf» Orchester. Der Kellner übergab aber nicht blo» den Zettel, sondern auch die 25 Pfennig an Eduard Strauß. Dieser lachte herzlich, als er dasHonorar" besah, dann gab er die 25 Pfennig dem Kellner zurück, diesen, der blutroth im Ge- ficht wurde, über seinen Jrrthum aufklärend. Hierauf wandte er fich zu der Capelle, und bald erklangen unter jubelndem Beifall die Accorde derschönen blauen Donau".

* Auf der Homburger Kurterraffe. DerTaunusbote" schreibt:Die hohe Saison steht in Homburg vor der Thür, und wer fich davon überzeugen will, der braucht nur Abend» die Kurterraffe zu besuchen. Don versammeln fich nach dem Diner auf der zweiten Terraffe die Töchter und Söhne Altengland», um noch ein wenig zu promeuiren, zu flirten oder zu Politifiren. Dort hat mau auch Gelegenheit, die Toiletten der Damen zu bewundern, die auf dem Gebiete der Mode oft tonangebend find. Da sahen wir eine große schlanke Gestalt in einer kleidsamen Robe von meergrünem Tüll, deren Taille durch ein violett mit weißen Spitzen be­setzte» Cape den Blicken verborgen war- den Kopf bedeckte ein schwarzer Hut mit zwei großen Federn, deren Kiele mit Brillanten dicht besetzt waren. Ueberhaupt bilden große Federn kostbarster Art deu Hauptschmuck der Damenhüte, selbst wenn schon eine andere Garnitur wie B. von Rosen,

den Rand füllt. Sehr vornehm und kostbar find die schwarzes Roben mit Silber besetzt, die man öfter sieht. Einen farben­prächtigen Anblick bot ein hellgrüne» Kleid au» moiree antique, daS, wie alle der neuesten Mode nach, außerordent­lich enge Aermel aufwies. Sehr Vortheilhaft erschien diese Aermelmode an dem weißen Crepe-Kleide einer jungen Dame, deren voller Arm in den unterbrochenen Ringen des Aermel- besatzes zur Geltung kam. Silbergrauer Merveilleux mit weißem Spitzenbesatz der Taille ist als Kleidungsstoff ebenso geschmackvoll als Chinoi-seide mit mattem Blumenmuster und cochenillefarbene Seide mit eingepreßten schwarzen Blumen. Zu allen diesen kostbaren Kleidern wahre Kunst­werke von Spitzencapes und Hüte mit dem schönsten Federn- schmuck. Dies Alles, wo e» irgend anzubringen ist, geziert durch die werthvollsten Edelsteine in mannigfaltigster Fassung und zusammengehalten von Brillantnadelu in jeder Größe. Wahrlich, wer Toilettenreichthum bewundern will, der kann wohl lange reifen, bi» ihm dazu solche Gelegenheit geboten wird, wie zur hohen Saison in Bad Homburg."

Sport. 1000 Mark als Preisbewerbung hat derDeutsche Sport" in Berlin soeben für die bevorstehen­den großen internationalen Rennen in Baden-Baden aus- geschrieben, und zwar für Angabe der ersten drei Pferde in der Großen Handicap-Steeple-Chase, der Hauptnummer der großen sportlichen Veranstaltung am letzten Tage. Zur Theil- nahme an dieser Preisbewerbung, für welche die Einsendungen bis zum 15. August zu erfolgen haben, ist jeder Abonnent desDeutschen Sport" berechtigt, auch die für August-Sep­tember neu hinzutretenden. Die neue Preisbewerbung ist bereits die siebente, welche das genannte Blatt in diesem Jahre ausschreibt, und dürfte es noch nachträglich interesfiren, daß die letzte anläßlich des Deutschen Derbys in Höhe von 3000 Mark ausgesetzte, von einem Hamburger gewonnen wurde.

* Berlin, 4. August. Wie gut aufgelegt und verhält- nißmäßig kräftig fich noch vor kurzer Zeit Fürst Bi»rnarck häufig fühlte, beweist eine Episode, die dieHamb. Nachr." erzählen: Vor etwa 14 Tagen äußerte Nacht», kurz vor An­bruch de» Morgen», der aus wohlthatigem Schlummer so­eben erwachte Fürst den Wunsch, eine Pfeife zu rauchen. Dem Kammerdiener, der davon freudig Überrascht wurde, entfuhren, als er von feinem Lager aufsprang, die kräftigen Worte:Na, nu schlag aber Gott den Deibel bot!" Der Fürst, der die Berliner Redensart nur halb verstanden hatte, fragte den an seinem Lager stehenden Arzt: Was sagte Pinnow da eben?" Und als ihm der Ausruf des Diener» wiederholt wurde, schüttelte Fürst Bismarck fich wiederholt vor Lachen über die urwüchsige Bemerkung, die sein Begehr nach der geliebten Pfeife hervorgerufen hatte, und schmauchte daun mit großem Behagen nicht einen, sondern zwei der ziemlich großen Meerschaumköpfe leer.

* Kerusprüche Fürst BiSmarckS.DaS bin ich nicht ge­wöhnt, ich schlage wieder, wo ich geschlagen werde. Sie können mich bis zu einem gewissen Grade ermüden und auf­reiben, aber so lange meine Kräfte au-reichen, fechte ich.- (1881.)Ich bin im Innersten meine» Herzens bei allem Erfolg vor Gott und Menschen stets dernüthig geblieben und habe mir denselben nicht zugeschrieben." (1885.)Die Könige von Preußen find niemals Könige der Reichen vor­zugsweise gewesen." (1865.)Nie bin ich Parteimann gewesen, ich bin immer der Mann deS Staate» und de» König» geblieben." (1886.)Ich gebe zu bedenken, daß ein Appell an die Furcht in deu'schen Herzen niemals ein Echo findet." (1868.)Ich betrachte auch einen sieg­reichen Krieg an fich immer als ein liebel, welches die StaaS- kauft den Völkern zu erschweren bemüht sein muß." (1879.) Wenn man versprechen kann, so kann man auch gewählt werden." (1865.)Für mich hat immer nur ein einziger Polarstern, nach dem ich steuere, bestanden: salus publica." (1881.)Doktrinär bin ich in meinem Leben noch nie gewesen- alle Systeme, durch welche die Parteien fich ge­trennt und gebunden fühlen, kommen für mich in zweiter Linie, in erster Linie kommt die Nation, ihre Stellung nach außen, ihre Selbständigkeit, unsere Organisation in der Weise, daß wir al» große Nation in der Welt frei athmen können." (1881.)So lange ich lebe, wird e» einen Royalisten und einen sicheren Diener be» Kaiser» geben." (1881.) Eine Regierung muß nicht schwanken- hat sie ihren Weg gewählt, so muß fie, ohne nach recht» ober links zu sehen^ vorwärts gehen- kommt fie inS Schwanken, so wird fie schwach und darunter leidet da» ganze Staatsgebäude" (1868.) Der Staat, dem seine Ehre und Unabhängigkeit lieb ist, muß fich bewußt sein, daß sein Friede und seine Sicherheit auf seinem Degen beruht." (1869.)Der Großgrund­besitzer, der auf dem Lande wohnt, ist noch nicht der schlimmste> der schlimmste ist der Großgrundbesitzer, der in der Stadt wohnt, sei in Paris, Rom ober Berlin, und der von feinen Gütern und Verwaltungen nur Geld verlangt." (1885.) Unsere deutsche Zukunft ist wesentlich auf unserer Ver­fassung und auf dem parlamentarischen Leben bafirt." (1894.) Ich lerne vom Leben, ich lerne so lange ich lebe, ich lerne noch heute." (1885.)Der liebe Gott hat e» weise eingerichtet, den Deutschen die Vorliebe für Meinungs­verschiedenheiten zu verleihen, denn sonst würden, bei Einig­keit in allen Dingen, solche Kerle, wie die deutsche Nation, die ganze Welt aus den Angeln heben!" (1881.)

* Bismarck» letzter Walzer. Madame Carette, die einstige Vorleserin der Kaiserin Eugenie, erzählt in ihren Memoiren: Auf einem großen Balle, der in den Tuilerien während des 1867er AuSftellungSbesuche» de» König» von Preußen diesem zu Ehren gegeben wurde, kam mir während des CotillonS die Idee, dem Grafen von Bismarck, der au» einer Ecke den Tänzen zusah, ein Riesenbouquet an­zubieten, waS die Bedeutung einerDamenwahl" für eint Walzertonr hatte. Bismarck, damals Gegenstand der all­gemeinen Aufmerksamkeit, nahm das Bouquett an und der Einladung entsprechend walzte er mit mir in vortrefflichster Weise mitten durch da» Gewühl der Tänzer hindurch. Dieser kleine Vorfall, der mit der Würde deS Grafen und mit del-

floßt, dit (t

Hf «V (hl! **1, N* W* bl, H

8 »$00 dl Hirn J !«w nfitt.

«HAI tiit folgte «* stand, da» 9 an den W lange Pseift englischen Dl begreiflichen vier Student über sein $ Bismarck st etwa über u -Dumm 66 kam ab> bei den $ni Mann-Zeit i ins Weite ri vertieft. Z" bit große D Men -nag1 vielbändige tischen Einblick geordnet, die' welche die gc Bewunderung

> vnSssemW folgende ver

Er rv Drau! Roch ffiibül M J°l 8

Dei

Aber

Unb k grtabt Unb seh Den W Mtze Dv ge

* Für

1. April II ihm aus bi ersten Blät Widmung, den Teger Fürsten zu Kaiserkrone mit dem ei rückenden, V bringen dem liest die Adi

Mir sa eimgeht ins Ren nit. Dort, 's ir n° a W ta» hn Wen Arl brr Bauer no nix Det' ! Jeder, n stand und

brauch 7 G'müat « wie de, reihen, daß m Don He ? "ad schr

IUr fei Ham diq Dir V?

aaste Bu J? d'e blau 2W Be; Sift

su leb -te

«i