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7.1.1898 Erstes Blatt
 
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Berlin, 5. Januar. Fort mit den GerichtSferien! Unter dieserUeberfchrift führt Gericht-assefsor Sethe-Posen in derD. Jur.-Ztg." au», daß er m daS Zeitalter d^s Verkehr» nicht wehr paßt, daß die Justiz in jedem Jahre zwei Monate lang feiert und die Prozesse, auf deren Ent- schridung die Parteien oft mit Angst und Bangen warten, ruhig liegen läßt. Freilich werden jaeilige" Sachen auch während der Ferien verhandelt, war aber eilig ist, darüber pflegen die Gerichte und die Parteien meistens ganz verschiedener Meinung zu sein. Warum soll der Geschäftsmann und der Produceut, der das ganze Jahr vom Staate verlangen kann, daß er ihn, feine Güter, seine Briefe u. f. w. befördert, von dem Staate, der das ganze Jahr Steuern entgegeauiwmt, nun gerade zwei Monate nicht verlangen können, daß er feine Prozesse entscheidet, ihm den vollstreckbaren Titel gegen den säumigen oder böswilligen Schuldner verschafft? Die Verzögerung beschränkt sich nie­mals aus die gesetzlichen zwei Monate, beläuft fich vielmehr In der Praxis auf drei, oft auf vier und noch mehr Monate. Die RegierungS-, Poft- und Eismbahubeamteu erhalten doch auch ihren Urlaub, ohne daß zwei Monate lang der Dienst deßhalb eingestellt wird. Der Staat hat im Interesse des Verkehr» und der schleunigen Erledigung der Prozeffe die Verpflichtung, mit dem völlig veralteten Institut der Gerichts- serien zu brechen.

Berlin, 5. Januar. Der nach Dresden eiuberufeue allgemeine cooservative Parteitag hat, wie die Kreuzzeituog" berichtet, verlegt werden müffeu. Er findet demgemäß am 2 Februar, Vormittags, statt.

Berlin, 5. Januar. Dem Ueberbringer des deutschen Ultimatums an die haitianische Regierung io Port au Prince, Capitän zur See, Thiele, Eommaodaut des Schulschiffe» Charlotte", ist, wie diePost" meldet, der Krouenorden 2. Klaffe verliehen worden.

Berlin, 5. Januar. DerPost" wird aus Danzig telegraphirt, daß Special-Eommiffar Geheimerath Dr. Sieffert in der letzten Eonferevz der Bernstein-Interessenten im Auf­trage der Regierung mittheilte, die Regierung werde da» vom Lommerzteurath Becker eingesetzte Bernfteturegal tn einigen Monaten selbst übernehmen.

Berlin, 5. Januar. Da» SchulschiffGneis en au" ist am 31. December tn La Guayra angekommen und am 3. Januar nach Jacmel auf Haiti in See gegangen.

Berlin, 5. Januar. Mitglieder der hiefigeu chinesi­schen Gesandtschaft haben fich nach Genua begeben, um dort den beim Deutschen Reiche neu accreditirteu chinesischen Gesandten Lii Hai Huan zu begrüßen. Der Gesandte wird mit einem größeren Gefolge morgen in Berlin eiutreffen.

Berlin, 5. Januar. In einem Brief an den Redacteur derBad. Laudpost" schreibt der ReichStagSabgeordnete Jacobskötter, ein strammer JnuungSfrennd: Der Be­fähigungsnachweis mit allen feinen Eousequenzeo, wie ihn frühere Jahrhunderte hatten, kann nicht wieder eingeführt werden und selbst eingesührt, würde er die erhoffte Wirkung nicht haben, wollte man nicht gleichzeitig alle Fabriken schließen. In gewiffem Maße ist er ja durch daS Gesetz eiugeführt, und wie weit seine Einführung im allgemeinen Interesse liegt, bezw. wie bei den Schmieden und Schornsteinfegern durch­führbar ist, mögen die Handwerkskammern klarstellen. Ihnen wird auch die Aufgabe zufallen, über die Nothwendigkeit sozialer Resormen auf dem Gebiet deS Handwerks zu be­finden und sie werden dazu viel geeigneter sein, al» z. B. die Commission für Arbeiterstatistik. Graf v. PosadowSky hatte sehr recht mit den Worten:ES fällt den Gewerbe­treibenden auf die Nerven, wenn sie fich mit dem Polizisten zu Bett legen und mit ihm aufsteheu müssen"- die kleinen Handwerker find besonders verärgert darüber.

Am 10. Januar soll vor dem Pariser Kriegsgericht der Prozeß wider den Major Esterhazy verhandelt werden. SS scheint, so schreibt dieKöln. Zig.", daß in der Ver­handlung Alle» vermieden werden soll, waS im Staude ist, cmfzuklären, inwieweit der Hauptmann Dreyfuß sich der Spionage schuldig gemacht hat. Die Thatsache der rea judicata soll vielmehr mit aller Strenge festgehalten werden. Dem­gegenüber wird eS zweckmäßig sein, noch einmal auf Grund der eingehendsten und zuverlässigsten Erkundigungen sestzu- stelleo, daß, wenn der Hauptmann Drehsaß fich überhaupt der Spionage schuldig gemacht hat, diese nicht mit Deutsch­land, mit der deutschen Regierung und deutschen Offizieren, also auch nicht mit dem deutschen Militärbevollmächtigten oder mit der deutschen Botschaft in Paris irgend etwas zu thun gehabt hat. Wenn Hauptmann Dreyfuß fpiouirt hat, so kann dies nur zu Gunsten einer anderen Macht gewesen sein. Die fravzöfische Regierung mag vielleicht ein Jntereffe haben, hierüber einen dichten Schleier zu werfen. Deutscher­seits steht nicht da» Geringste im Wege, Über die Verhand­lungen da» hellste Licht der Oeffevtlichkeit leuchten zu laffen. Es wird niemals irgend einen Zusammenhang der Handlungs­weise von Dreyfuß mit irgend einer deutschen Stelle darthun können. Die deutsche Regierung hat s. Z. Über diesen un­antastbaren Sachverhalt der franzöfischen Regierung durch die deutsche Botschaft in Paris jeden Zweifel benommen. Wir begvügen uns heute lediglich mit der Feststellung dieser Thatsache.

«erliu, 4. Januar. DieNordd. Allg. Ztg." schreibt: Zwecks der vom wirthschaftlichen Ausschuffe vorbereiteten ProductionSstatistik wird der Reichskanzler im Laufe des Monats Januar Fragebogen für das Textilgewerbe, die chemische, Eisen-, Glas- und keramische Industrie aussenden. Andere Erwerbszweige folgen unmittelbar. Das Blatt hebt hervor, der Fragebogen bezwecke ausschließlich, den Zweck und das Gesammtintereffe jeder einzelnen Erwerbsgruppe kennen und abwägen zu lernen behufs Maßnahmen zu Gunsten der betreffenden Handelsartikel. Jeder diene dem eigenen Jntereffe durch sorgfältige Angaben. Die Fragebogen gehen unmittelbar dem Reichsamt des Innern zu und gelangen ausschließlich zur Kenntmß der mit der Zustellung betrauten Reichsbeamten. Strengste Geheimhaltung sei gewährleistet

und die Verwendung für anderweitige^Zwecke völlig aus­geschlossen.

Wiesbaden. 4. Januar. Die hiesige Strafkammer verhandelte heute als Berufungsinstanz in der Prioatklage- fache des Candtdaten der CentrnmSpartei bei der letzten R-ichstagSersatzwahl, Frhr. v. Fugger, gegen die Redacteure Dr. Otto Wiemer von derFreisinnigen Zeitung" und Christian Limbardt vomWiesbadener Aozeigeblatt", welche vom Schöffengericht wegen Beleidigung zu je 500 Mk. Geld­strafe verurtheilt worden waren. Das Berufungsgericht er­kannte gegen Wiemer auf 500 Mk. und gegen Limbarth auf 300 Mk. Geldstrafe.

Barmen, 3. Januar. Der Verein der Laden- besitzer BarmenS beschloß einstimmig, dahin zu wirken, daß vom 1. Januar dsS. IS. an die Laden spatesten» 9 Uhr Abends geschloffen werden. Ausgenommen find die Samstage und die vier letzten Wochen vor Weihnachten. Der Verein bezweckt, durch die Abkürzung der Arbeitsdauer sowohl den Geschäftsinhabern, wie dem Personal Zeit zur körperlichen Erholung und geistigen Sammlung zu verschaffen, und glaubt bestimmt annehmen zu können, daß es nicht schwer fallen dürfte, die Mehrzahl der Geschäftsinhaber für den 9-Uhr-Ladenschluß zu gewinnen, zumal die Nachbarstadt Elberfeld schon mit gutem Beispiel vorangegangen ist. DaS Collegium der Handelskammer hat diesen Bestrebungen seine volle Zustimmung ausgesprochen und gibt der Hoffnung Aus­druck, daß sie zu einem gedeihlichen Ende führen werden.

Arr-Lau-,

Triest, 5. Januar. Auf dem österreichischen Dampfer Gottfried Schenker" brach in der letzten Nacht infolge Der- schulden» eines Matrosen, welcher mit offenem Lichte den Laderaum betreten hatte, Feuer aus, welches einen großen Umfang annahm. Der angerichtete Schaden beträgt eine halbe Million Gulden. Der Matrose wurde verhaftet.

Rom, 5. Januar. Wie in Hofkreisen verlautet, wird in Kürze die Verlobung des Grafen von Turin mit einer bayerischen Prinzessin erfolgen.

Petersburg, 5. Januar. Der bekannte Arzt Professor Sacharjin ist gestorben.

Konstantinopel, 5. Januar. Ein irn Uildiz-KioSk zu Gunsten verunglückter Krieger veranstalteter Bazar erzielte ein Ertragniß von Vs Million Gulden.

Madrid, 5. Januar. Der Generalprocurator hat in der heutigen Verhandlung des obersten Kriegsgerichts gegen General Wey!er eiLärt, er habe nichts gefunden, waS zu einem Verfahren gegen General Wthler Anlaß geben könne. Die Angelegenheit ist damit erledigt.

Athen, 5. Januar. Die Kammer wurde zum 8. Januar einberufen. Ihr soll da» Budget für 1898 vorgelegt werden. Mehrere Blätter verurtheilen die Gelüste, da» Cabinet zu stürzen. Hierdurch werde die Räumung Thessaliens nur verzögert. Einige Blätter rathen dem Könige, zu versuchen, ein neues CoalitionSministerium zu bilden, bevor zu einer Auflösung der Kammer komme.

CocaUs tmb ^provinzielles.

Gießen, den 6. Januar 1898.

Ordensverleihung. Seine Königliche Hoheit der Großherzog Haden Allergnädigst geruht, dem Vorsitzenden der Directton der Main-Neckar-E'senbahn Geheimen Baurath Altvater in Darmstadt die Erlaubniß zur Annahme und zum Tragen deS ihm von Seiner Majestät dem Kaiser von Rußland verliehenen St. StaniSlauSordenS 1. Klasse zu ertheilen und dem Bureaubeamten der Technischen Hochschule Ludwig Köbler in Darmstadt das Allgemeine Ehrenzeichen mit der InschriftFür langjährige treue Dienste" zu ver- leihen.

Empfang. Seine Königliche Hoheit der Groß- herzog empfingen am 5. Januar u. A. den Eisenbahnbau- inspector Jordan von Mainz, den Bürgermeister Blum von EichelSdorf, den SteuercommiffariatSgehilfev Schuler von Nidda, den Amtsrichter Schudt von Homberg, dm Amtsrichter Weiffenbach von Herbstein, den Kirchenrechner Müller von Hergershanfen.

* Provinzialansfchußfitznng. Samstag den 16. Januar l. I, Vormittags 9 Uhr, findet in dem Regierungsgebäude dahier eine öffentliche Sitzung des ProvinzialauSfchuffeS der Provinz Oberheffen mit folgender Tagesordnung statt: 1. Gesuch de» L. Geißler zu Staufenberg um WirthschaftS- concession. 2. DeSgl. des Ad. Ruckeisen II. zu Wölfersheim. 3. Gelände-Enteignung für den neuen Friedhof zu Gießen.

Sitzung Großh. Handelskammer vom 30. December 1897. Anwesend die Herren: Scheel, Balser, Gail, Heichelheim, Katz, Klingspor und Wortmann. Die am 2. December 1897 vor- genommere regelmäßige Ergänzungswahl der Mitglieder der Kammer, wonach die ausgeschiedenen Herren C. Kling- spor, Commerzienrath S. Heichelheim und R. Scheel wiedergewählt worden sind, ist nach ordnungsmäßiger Prüf­ung als den gesetzlichen Bestimmungen gemäß befunden worden. Großh. Ministerium hat die Wahl bestätigt und der Kammer die Wahlbestätigungsurkunde übersandt. Nach einer Mittheilung de» Königl. spanischen ConsulatS in Mainz sind für die Folge bei der Einfuhr deutscher Maaren tn Spanien Ursprungszeugnisse in doppelter Ans- fertigung erforderlich, in spanischer oder französischer Sprache. Die näheren Bestimmungen find auf der Kammer zu erfahren, woselbst auch da» Muster eine» Ursprungs- zeugrnffe» zur Einficht von Jntereffenten offen liegt. Die Mainzer Rammt! Übersandte der Kammer ein in Gemäßheit der Beschlüsse des Hesfischen HandelkkammertageS vom 16. December 1897 redigirteS Exemplar des Fragebogens, welches den Erhebungen über die Lage des Kleinhandels zu Grund gelegt werden soll. Die Kammer beschließt, zu­nächst den hiesigen Detatlltsten-Derein um Angabe der Branchen und Anzahl der Firmen zu ersuchen, an welche die Fragebogen demnächst zur Bertheilung gelangen sollen.

Bei der Wahl deS 1. und 2. Vorsitzenden für 'da» Jahr 1898 wurden die Herren Commerzienrath F. C. B. Koch bezw. Scheel etnfttmmig wiedergewählt. Herr Cornrnerzieu- rath Heichelheim bankte NameoS der Kammer den Herren Vorsitzenden für ihr verdienstvolles, da» Vertrauen der Kammer rechtfertigendes Wirken während des vergangenen Jahres. Die deutsche Handelskammer in Brüssel über­reichte der Kammer eine Anzahl ihrer Broschüre, welche sie auf der diesjährigen internationalen Brüsseler Ausstellung zur Verfügung der Besucher auSgelegt hatte. Die Broschüre, betiteltEin Wort über Zweck und Thätigkeit der deutschen Handelskammer in Brüssel" betont zunächst den hohen Werth der Errichtung von deutschen Handelskammern im AnSlande, deren Thättgkeit stets eine wichtige Ergänzung der consu- larischen Vertretung bilde. So fei ihre Vertretung der deutschen Interessen bei dem belgischen Ministerium eine be­sonder» erfolgreiche gewesen in Zollangelegenheiten u. a. betr. Aenderung deS belgiichen Zolltarifs tm Jahre 1895, ihre Autkunftsertheilnng über Zollsätze, ihre Eingaben betteffS Erstattung deS Zolles auf Retourwaaren, der Abstempelung der Mustercollectionen der HandlungSreisenden, correcte Tarifirung der Obst- und Beeren-Weine u. A. m. Der Schrift find al» Anhang die Statuten der deutschen Handels­kammer in Brüssel beigegeben. Die Broschüre enthält zu­gleich sehr wichtige Mittheilungen und Belehrungen tn Bezug auf die Ausfuhr nach Belgien und kann Interessenten zur Einsicht überlassen werden. Das Großh. Ministerium benachrichtigt die Kammer in Betreff des Ausfuhrhandel» nach Paramaribo (Brasilien), daß baß dortige Kaiser!. Consulat eine Mustersendung von Stoffproben und Garnen,, die dort von den au» Deutschland und England eingeführte« Artikeln am meisten begehrt werden, an Großh. Ministerium zu dem Zwecke Übermittelt habe, fie den deutschen Export­musterlagern zugängig zu machen. Die Sammlung ist dem Handelsmuseum tn Frankfurt a. M. zur Ausstellung Über­wiesen worden. Schließlich fei darauf hingewiesen, daß daS bei der Kammer befindliche Berzeichniß von auslän­dischen Schwindelfirmen Erweiterung von solche« in der Türkei und Rumänien erfahren hat.

Obligationen der Hesfischen LndvigSbahn. Wie die N. Heff. Voiksbl." erfahren haben, werden die Großherzoglich Heffische und Königlich Preußische Regierung die sämmtliche« noch im Umlaufe befindlichen 4procentigen Obligationen der Hessischen LudwigSbahn im Betrage 'von ca. 62 Millionen Mk. in den nächsten Tagen kündigen. ES soll hierbei, wir auch bei den tm vorigen Jahre stattgefundenen Kündigungen den Inhabern der Obligationen der Umtausch in 3 procentige Hessische SiaatSschuloverschreibungen augeboteu werden. Die Bank für Handel und Industrie hat einen Vertrag mit dem Großherzoglichen Finanzministerium abgeschlossen, wonach fie dir Durchführung dieser Operation garaniirt und bezw. über­nimmt, und find an dieser Operation daS Bankhaus Roth­schild tn Frankfurt, sowie die Königliche SeehandlungSsocietät und die DiSconto-Gefellfchaft in Berlin betheiligt.

DaS Präsidium der KriegerkameradschastHassia" schreibt: In den hesfischen Zeitungen liest man neuerding», daß derVerband deutscher KriegSveteranen" die Heran»- gäbe einer Stammrolle plant, tn welche die Namen aller KriegSveteranen aufgenommen werden, die ihren und de« Namen aller mitgemachten Feldzüge rc. einsendrn. Ein solche» Buch hat gar keinen practischen Werth. Es ist ein Privat­unternehmen, mit dem Geld verdient werden soll. Mit der einfachen Anmeldung ist e» nicht abgethau, die Einsender müssen das Buch auch kaufen. Sollten daher unsere alten Kameraden da» Buch kaufen, nur um den Genuß zu haben, daß unter vielen Namen auch der ihrige gedruckt darin steht t

* Achtzig Interessenten au» der Gegend der Ebelstraße, des Leihgesternerwege» rc. haben bei der Postbehörde den An­trag gestellt, in ihrer Nähe einen Postbriefkasten an­bringen zu lassen, da der nächste Briefkasten in der Mitte der Wilhelmstraße ihnen zu entfernt erscheint. Die Aktien- brauerei, welche mit zu den Petenten gehört, hat fich bereit erklärt, eventuell die Kosten eines solchen Briefkasten» zw übernehmen, wenn derselbe an ihrem DirectionSgebände oder tn dessen unmittelbarer Nähe angebracht wird. Die Noth- Wendigkeit der Vermehrung der Briefkästen tn unserer Stadt wird gewiß Niemand bestreiten.

* UebernachtungSränme für daS Sifeubahn Fahrpersoual. In einem neueren Erlaß de» Minister» der öffentlichen Ar­beiten werden die Etsenbahndtrectionen darauf hingewiesen, daß bei Anlage von Uebe rnachtung»räumen für da» Fahrpersonal vor Allem an der Forderung eine» ge­nügenden Luftraumes der einzelnen Schlafzimmer festgehalten werden muß. Es ist daher eine solche Belegung der Schlaf­räume anzuuehmen, daß auf daS einzelne Bett kein geringerer Luftraum al» 15 cbm entfällt. Auch ist bei derart knapp bemeffenen Räumen auf Einrichtungen Bedacht zu nehmen, die eine besonders gute Lüftung ermöglichen. Ungesund ge­legene und feuchte ober besonder» unruhige Räume find von der Benutzung al» Schlafzimmer auszuschließen. Unzweck- mäßig große oder al» Durchgang dienende Schlafzimmer find möglichst durch Einziehung von Wänden und Anordnung von Thüren derart einzutheilen, daß ruhende Personen nicht durch ankommende oder abgehende gestört werden. Ferner ist darauf zu halten, daß nahe gelegene, ohne Ueberschreitung lebhaft betriebener Geleise zu erreichende Abortanlagen und heizbare, von den Schlafzimmern getrennte Räume zum Kletdertrocknen und zum Anwärmen von Speisen und Ge­tränken vorhanden find. So weit irgend angängig, find Vor­kehrungen zu treffen, die e» gestatten, für da» ankommende Personal heißes Waffer zur Bereitung von Kaffee ohne Schwierigkeit und Zeitverlust zur Verfügung zu halten. Die Einrichtungen zum Waschen können gegebenenfalls in den Schlaf, änmen verbleiben, find aber ausreichend zu bemessen. Für das Locomotivpersonal (Führer und Heizer) und für Zugführer und Packmeister find kleinere Zimmer mit zwei ' Betten vorzusehen, während für das Wagenperfonal, nach

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