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Nr. 5 Crstcs BitM Freitag den 7. Januar
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MN Ausnahme deS Äowtagß.
Die Gießener Aamltieuötätter werde« dem Anzeiger «Lchentlich viermal beigeirgt.
Gießener Anzeiger
ZSezugsprei» vierteljährlich 2 Mark 20 Psg. m«ratlich 75 Pfg. mit Bringerlohn.
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General-Anzeiger
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Amtliche- Theil»
Bekanntmachung, betreffend: Die polizeilich-technische Revision der Maße und Gewichte.
Zur regelmäßigen Abwicklung der Vorprüfung der Maße »nd Gewichte wird den Jvterrsienten empfohlen, die in ihrem Gewerbebetriebe zur Benutzung kommenden Maße und Ge- Wichte dem Aichmeister, baffen Atchiaae von jetzt viS zum 1. April l I außer Freitag auch Montags und Mittwochs stattfinden werden, bezirksweise in nachstehender Reihenfolge zur Vorprüfung zu üderbrinsen:
1. In der Zeit vom 10. bis 22 Januar l. I.: Krenzplatz, SelterSweg, Maigaffe, Plockstraße, LeufelSlustaärrchen.
2. In der Zeit vom 22. Januar bis 7. Februar l. I.: Marktplatz, MäuSburg, Ktrchen^latz, 8'nvenplatz, Gchulftraße, Schlohgafie, Kaplaneigasse, Wagengaffe, Wiktergaffe, Kirckftraße, Burggra'oen.
3. In der Zeit vom 7. bis 20. Februar l. I.: Matktstratze, Riltergafse. Neustadt, Mühlgaffe, West« aulagr, Hammstrahr, Lahnstraße, Rodheimerstraße, Krofdorferstraße, Hardt.
4. I» der Zeit vom 20. Febr. bis 5. März l. I.: Bahnhofstraße, Ttefenweg, KaplonSgassr, Katharinen- gaffe, Löwengaffe, Wolkcngaffe, Schanzenstraße, Frankfnrterstraße, Alicestraße, Wilhelmüraße, Liebig- straße, Leihgesternrrweg, Riegelpfad, An den Bahnhöfen.
5. In der Zeit vom 5. bis 18. März l. I.: Reueuweq, Neuen Baue, Sonneuftraße, Erlengaffe, Weidengaffe, Gartenstrahe, Ludwig-Platz, Südanlage, Ludwigstraße, Btömarckftraße, Goethestraße, Bleich- ffraße, Bergstraße, Löderstraße, Schiffenbergerweg, Licherstraße, Grünbergerstraße, Etchgärten, Wolf- straße.
6. In der Zeit vom 18. bis 31. März 1.1.: Wallthorftraßr, Wetzstetngaff:, Lindengaffe, Brand- gaffe, Bcandplatz. Karzle'.berg, Hund-gasse, Asterweg, Schillerftraß«, vraugaffe, Stetnstroße, Weser- straße, Dammstraße, Ederftraße, Schottstraße, Mar« burgerstraße, Wteseckerweg, Ostanlage.
Gießen, den 5. Januar 1898.
Großherzogliches Polizeiamt Gießen.
__________________I. V.: Roth.___________________
Bekanntmachung.
Der alte Rödger Weg, entlang der Lieblgshöhe, wird wegen Tieferlegung desselben von heute ab bis ans Weiteres für den Verkehr gänzlich gesperrt.
Gießen, am 5. Januar 1897.
Großherzogliches Polizeiamt Gießen.
I. V.: Roth.
Italien im Jahre 1897.
Vom AuSlaude iuterrffirt uns neben dem Kaiserreiche an der Donau noch insbesondere der „Dritte im Bunde", da» Königreich Italien.
Während von keiner Seite an der Bündnißtreue Oesterreichs und Deutschland- ein Zweifel laut geworden ist, wurden solche im Laufe deS verfloffeuen Jahres bezüglich Italiens mehrfach geäußert. Ob dieselben begründet warrn, läßt sich nicht feststellen, jedenfalls find fie von offlcteller Seite dememlrt worden, und König Humbert, sowie seine Regierung haben ausdrücklich betont, daß fie fest und unverbrüchlich am Dreibünde festhalten wollen. ES ist bekannt, daß in Italien eine große Partei vorhanden ist, welche einem engeren Anschluffe ihres Vaterlandes an Frankreich das Wort redet ■ab zu Gunsten wirthschaftlicher Dorthrile eine franzosen- freundliche Politik betreibt. Aber b-Sher haben sich die maßgebenden Persönlichkeiten nicht in der Ansicht irre machen lasten, daß daS wahre ^eil Italiens im Festhalten am Dreibunde liegt.
DaS Land trat in das Jahr 1897 unter recht trüben Umständen ein,- die Niederlage, welche seine Armee im Kampfe gegen ein halb wildes Volk in Afrika erlitten hatte, warf ■och ihre Schatten. Die vom König Meneltk gemachten italienischen Gefangenen befanden sich noch in der Gewalt beS Feindes, nachdem die haarsträubendsten Nachrichten über bie Behandlung, welche ihnen feiten» der Abeflynier zu Theil
wurde, nach Italien gelaugt waren. ES war beschämend für eine europäische Großmacht, die härtesten Bedingungen erfüllen zu müffen, um endlich die Freilaffung der Gefangenen erwirken zu können. Die Regierung hat ni malS bekannt gegeben, welche Summen König Meneltk als Lösegeld erhalten hat. Daneben waren aber auch alle Aufwendungen, welche Italien im Laufe der Jahre für die erythreische Provinz ge« macht hatte, verloren. DaS ihm durch den Vertrag von Uccialli zugeficherte Protectorat über Abeffynien war nichtig geworden und diesem wurde überdies ein Anrecht auf die Provinz Erytbrea insoforn zuerkannt, als jeder von Italien aufzugebende Theil derselben ohne Weiteres dem NeguS zu« fallen sollte.
Rndini hatte mit der Uebernahme der Regierung ein schwer zu verwaltendes Erbthetl übernommen, da eS galt, Italien politisch und finanziell zu rehabilitiren. Und man mag über den jetzigen CabtnetSchrf denken, w'e man will, die Anerkennung wird ihm Niemand versagen können, daß er seine Ausgabe unter Aufbietung aller seiner Kräfte treu erfüllt hat.
DaS Ansehen Italiens im AuSlande ist wieder hergestellt, in würdiger Weise hat es seine Jntereffen in den Orientwirren vertreten, wo ein italienischer Biceadmiral vor Kreta den Oberbefehl über die internationale Flotte übernahm. In der griechischen Angelegenheit war Italien vielfach geneigt, sein Gewicht zu Gunsten Griechenlands in die Wagschale zu legen, waS übrigens nur der Volkestimmung entsprach, die in dieser Beziehung noch dadurch ihren Ausdruck fand, daß eine große Anzahl Italiener als Freiwillige in daS griechische Heer eintrat und für eine vornherein verlorene Sache kämpfte.
Bemerkenswerth auf internationalem Gebiete ist noch, daß sich zwischen Italien und Rußland ein freundschaftlichere» Verhältniß herauSgebtldet hat, was man den Verwandschaft« lichen Verhältniffen zuschreibt, die seit der Verhetrathung deS Kronprinzen mit der montenegrinischen Fürsteotockter bestehen. Dem Einfluß deS Zaren soll eS ja auch zu verdanken sein, daß König Meneltk in die Freilaffung der Gefangenen gewilligt hat.
Die innere Situation Italiens war nicht sehr zuversichtlich. Eine Revolte der Studenten machte viel von sich reden und drückte gleich zu Beginn deS Jahres auf die Stimmung. Die Legislaturperiode wurde Anfang April eröffnet mir einer Thronrede, in welcher zahlreiche Reformen tn allen Zweigen der Verwaltung versprochen wurden. Aber kein einziges der Versprechen ist gehalten worden, wodurch die Lage des CabinetS, welche Anfangs ganz günstig war, immer schwieriger wurde. Die Ergebnisse der ParlamentS« berathungen bleiben gleich Null, nur daS Budget wurde durchberathen und die Regierung ermächtigt, die Colonte E ythrea auf die Stadt Maffauah zu beschränken, also die ganze Hochebene zu räumen.
Zu argen Ausschreitungen kam eS in Rom wegen der Erhöhung der Einkommensteuer- der König hatte eine Verminderung derselben in Aussicht gestellt, aber der Finanz- Minister hatte eine härtere Handhabung bei der Einziehung der Steuern angeordnet. Die blutigen Ereigniffe, welche sich bei dieser Gelegenheit zutrugen, wirkten noch lange nach und sind hoffentlich für die Regierung eine Mahnung gewesen, solchen Fehlgriffen künstig vorzubeugen. Die letzten politi- scheu Maßnahmen Rudtnis bestanden bekanntlich in der Re- construtrung feines CabinetS, bei welchem Anlaß er den Radi- ealen weitgehende Coneessionen machte, um feine Regierung zu stützen. Daß er sich hierbei aber arg verrechnet hat, haben wir schon mehrfach nachgewtesen, und so find denn die Zustände, unter denen Italien daS neue Jahr beginnt, nur als recbt unsichere zu bezeichnen.(XX)
Deutsche» Reich»
Darmstadt, 5. Januar. Gestern fand im Rtedhäuser Wäldchen bei Dornhelm Hofjagd statt. Es wurde auf Fasanen und Hasen getrieben. Am nächsten Freitag wird eine Hofjagd im Groß-Gerauer Park abgehalten. — Wie bereits mitgetheilt, findet morgen der erste diesjährige Hofball statt. Der zweite wird, wie wir hören, am 24. d. M. und zwar ebenfalls im Großherzogltchen PalatS am Luisen- platz folgen.
Berlin, 5. Januar. Der Kaiser hörte heute Vormittag von 9 Uhr an u. A. die Vorträge deS EhefS des Livilcabinet» v. LucanuS.
Berlin, 5. Januar. Die Kaiserin Friedrich wird im nächsten Monat als Gast der Königin von England in OSborne und Windsor weilen. Ihre älteste Tochter, die
Erbprinzesfin von Sachsen.Meiningen und deren Tochter, die Prinzesfin Feodora, welche im März Prinz Heinrich XXX, von Reuß heirathen wird, werden die Kaiserin begleiten. Der Prinz selber wird fich Ende Februar der Königin vorstellen.
Berlin, 5. Januar. Die Kreuzer „Deutschland" und „Gefion" find heute in Port Said eingetroffen.
Berlin, 5. Januar. Die Mittheilung verschiedener Blätter, daß der Kaiser die diesjährige LandtagSsession selbst eröffnen würle, dürfte dem Vernehmen der „Berl. Pol. Nachr." zufolge vlchr zutreffen. Dagegen ist eS sehr wahrscheinlich, daß der Kaiser die Legislaturprriode, in der so große Aufgaben gestellt vnd gelöst worden find, schließen wird.
Berlin, 5. Januar. Im Reichsjustizamt wird ein Gesetzentwurf über die Hypothekenbank vorbereitet.
Berlin, 6. Januar. Wie die „Berl. Polit. Nachr." melden, sind für das laufende Jahr so große Manöver, wie fie in den Jahren 1896 und 1897 stattgefunden haben, nicht wieder in AuSficht genommen. Vielmehr dürften nur daS 9. und 10. preußische CorpS Kaiser« Manöver haben.
Berlin, ö. Januar. DaS Urtheil im Proeeß Tausch wurde heute Nachmittag gesprochen. Daffelbe lautet auf Versetzung in ein anderes Amt gleichen Range- ohne Vergütung der Umzugskosten.
Bertie, 5. Januar. Die „Berl. Polit. Nachr." schreiben, eS ist anzunehmen, daß der Magistrat von Berlin dem Beschluß der Stadtverordneteu-Versammlung betreffs Errichtung eines Denkstein- für die Märzgefallenen nicht beitreten wird, weil er inzwischen die Ueberzeugung gewonnen haben muß, daß von eher Ausführung dieses BeschluffeS doch nicht die Rede sein kchm und eine »etttxt Verfolgung des Gedanken- nur zu seht unliebsamen Weiterungen führen könnte.
Berlin, 5. Januar. Der „RetchSanzeiger" schreibt: Nach einem heute hier eingetroffenrn Telegramm auS Peking ist hinsichtlich der Ueberlassunq von Ktao-Tschan zwischen der deutschen und chinesischen Regierung eine Verständigung erzielt worden, welche im Wesentl chen Folgendes enthält: Der deutschen Regierung soll danach zur Erfüllung ihre- berechtigten Wunsches genehmigt werden, ebenso wie andere Mächte einen Stützpunkt für Handel und Schifffahrt in den chinesischen Gewaffern zu besitzen. Drr Ueberlaffung hat die Form eines Pachtverträge» von längerer Dauer und es steht der deutichrn Regierung frei, innerhalb de» Über- laffenen Gebiete» alle nöthigen Baulichkeiten und Anlagen zu errichten und die zu dem Schutze derselben erforderlichen Maßregeln zu treffen. Das überlassen' Gebiet umfaßt da- g-sammte innere Wasserbecken der Kiao Tschau Buche bi» zur Hochwaffergrenze, ferner die südlich und nördlich vom Ein- panqe der Bucht liegenden g ötzeren Landzungen bis zu deren nmürlichrr Begrenzung durch Höhenzüge, sowie die innerhalb der Bucht und vor derselben gelegenen Inseln. DaS abgetretene Gebiet hat einen Gesammtinhalt von einigen Quadrat- weilen, welche von einer größeren ring» um die Bucht gezogenen Zone begrenzt sind, innerhalb welcher keine Maßnahmen oder Anorduultgen chinefischerseitS ohne deutsche Zustimmung getroffen werden dürfen- insbesondere dürfen der deutscherseits für nothwrndig erachteten Regelung der Wasserläufe keine Hindernisse entgegengesetzt werden. Um Conflicte zu vermeiden, die dos gute Einvernehmen zwischen den beiden Mächten beeinträchtigen könnten, hat die chinesische Regierung für die Dauer der Pachtzeit alle die ihr in dem Überlassenen Gebiete zustehenden Hoheit-rechte an die deutsche Regierung übertragen. Pachtzeit und Pachtsumme sind In dem sehr kurzen Telegramm, welches den Abschluß meldet, n.cht angegeben. Sollte fich auS irgend einem Grunde die Kiao- Tschau Bucht fü; die von der deutschen Regierung in AusfiLt genommenen Zwecke als nicht passend erweisen, so ist die chinefiswe Regierung, nachdem fie fich mit der deutschen Regierung darüber ins Einvernehmen gesetzt hat, bereit, der letzteren an einem anderen Punkte der Küste ein für den in» Auge gefaßten Zweck besser geeignetes Gebiet zu überlassen. Die chinesische Regierung wird in diesem Falle die von der deutschen Regierung im Ktao-Tschau-Gebiet errichteten baulichen Anlagen rc. Übernehmen und die dafür verausgabten Beträge ersetzen.
Berlin, 5. Januar. In da» Herrenhaus ist der Erste Bürgermeister Jaehne in Potsdam neu berufen worden.
Berlin, 5. Januar. Da- aus Anlaß des Ausbruch» der Klauenseuche unter dem 21. v. MtS. erlassene Verbot der Schweineausfuhr vom hiesigen Sentral-viehhof wurde heute wieder aufgehoben.


