Ausgabe 
5.8.1898 Erstes Blatt
 
Einzelbild herunterladen

I daß er und die Bundesfürsten Bismarck, da er nun de«! 1 Wunsch ausgesprochen habe, in FriedrichSruh zur letzten Ruhe bestattet zu werden, gerne dort ein prächtiges Mausoleum errichten würden. Fürst Herbert soll darauf mit tiefem Dank gebeten haben, eS der Familie zu gestatten, ihren großen Tobten durch die Errichtung einer Ruhestätte au dem Ort zu ehren, wo er seine Tage beschloffeu habe. Der Kaiser deutete zum Schluß darauf hin, daß er den Plan, dem der- storbeuen Fürsten ein Denkmal im Berliner Dom zu setzen, nicht aufgebe. Geleitet von der fürstlichen Familie, in der- selbeu Reihenfolge, wie fie gekommen waren, verließen tat ttatserpaar und sein Gefolge da« Schloß, nicht ohne daß der Kaiser zuvor den langjährigen Kammerdiener des Fürsten,. Pinnow, durch einen Händedruck geehrt hatte. Bor Abfahrt des Kaiferpaares, die nach dreivtertelstündigem Aufenthalt er-- folgte, umarmte und küßte der Kaiser den Fürsten Herbert nochmals. Mit einem Handkuß verabschiedete er sich von den Damen den Hauses, uud al« der Zug sich in Bewegung fetzte, erschien der Kaiser noch einmal am Fenster und winkte der fürstlichen Familie Abschiedsgrüße zu, worauf fie in das Schloß zurückkehrte. Kränze kamen auch nach der Feier in Massen im Schloß au, so daß alle nur irgendwie zu diesem Zweck zur Verfügung stehenden Zimmer mit Blumeuspendeu gefüllt find. Auch auf dem runden Rasenplatz vor dem Schloßeingaug liegen Berge von Kränzen. Dort ist auch ein Bureau thätig, da« sämmtliche Blumeuseudnugen und alle BeileidSdrahtungeu regiftrtrt.

ramsche Hymne spielen. "Schon damals fiel es an Bord auf, daß der anwesende spanische Lootse sich darüber unbändig zu freuen schien, aber dem Grunde dieser Freude wurde, vielleicht wegen Schwierigkeiten in der Verständigung, viel­leicht auch, weil man ihr keine besondere Wichtigkeit beimaß, nicht nachgeforscht. Höchst überrascht waren aber unsere Seeleute, als sie den Artikel imCommercio" fanden, und noch mehr, als fich dann herausstellte, daß der wohl mehr wetterfeste als musikalisch veranlagte spanische Lootse in heller Freude auf dasCommercio" gelaufen war und diesem be­richtet hatte, die Deutschen hätten den amerikanischen Salut mit der Abspielung des spanischen Königsmarsches erwidert. Weil dieser brave Mann zwei Melodien nicht unterscheiden konnte, stossen in Amerika und Spanien Ströme von Tinte, und Deutschland erfuhr in gleich unverdienter Weise von Spanien Lob und von Amerika härteste Angriffe.

Wechsel der Regentschaft in Braunschweig. Verschiedene Blätter hatten die Mitthellung gebracht, Prinz Albrecht werde demnächst die Regentschaft des Großherzog- thums Braunschweig niederlegen und Prinz Adolf von Schaumburg-Lippe werde sodann an seine Stelle treten. Diesem Gerücht gegenüber erklären die braunschweigischen Amtl. Rachr.", daß im braunschweigischen Ministerium keine Thatsache bekannt sei, die einen Wechsel in der Regentschaft, in Aussicht stelle.

FriedrichSruh, 3. August. Bet der gestrigen Leichen­feier wurde auf Anordnung der Kirchenbehörde in allen zu dem Pfarrsprengel gehörigen Kirchengemeinden die Glocken geläutet. Mit jedem Bahnzuge treffen zahlreiche Kranzspenden ein, welche zunächst auf dem Rasen vor dem Schlosse nieder- I gelegt werden.

FriedrichSruh, 3. August. Die Familie hat in der letzten I Nacht Abschied von dem Todten genommen. Alsdann verließ I fie das Sterbezimmer, welches ebenso wie die angrenzenden I Räume vom Fürsten Herbert Bismarck persönlich abgeschlossen I wurde. Gehetmrath Schweniuger ist bereit- abgereist, I Graf Wilhelm BiSmarck fahrt am Freitag nach Königs- I berg zurück, während Fürst Herbert in etwa sechs Wochen I nach Wien reist.

FriedrichSruh, 3. August. In etwa sechs Wochen, nach I Fertigstellung des Untergrundes der Gruft wird die Bet- ! fetzung des Fürsten erfolgen.

Köln, 3. August. DerKöln.Ztg." wird aus Frted- I richSrnh telegraphirt, die Familie des verstorbenen Fürsten I deutete an, daß alle jene Anordnungen nach dem Tode, welche I Manchem etwas eigensinnig erschienen sein wögen, auf da- I Wort des Verstorbenen zurückzuführen sind, daß er wenigstens | nach dem Tode Ruhe haben wolle.

Wiesbaden, 3. August. Heute hat fich hier ein Comitv I gebildet, um, wenn möglich, schon nächsten Sonntag am I Niederwald - Denkmal eine Trauerkundgebung der I mittelrhetnischen Orte anläßlich des Ablebens des I Fürsten BiSmarck zu veranstalten.

Wiesbaden, 3. August. In der heutigen Magistrats- I Sitzung hielt Bürgermeister Heß eine Gedenkrede auf! BiSmarck. SS wurde sodann beschlösse», ein Beileids- I schreiben an den Fürsten Herbert BiSmarck Namens des I hiesigen Magistrats und der Stadtverordneten-Bersammlung I zu senden.

Karlsruhe, 3. August. Der badische Minister deS AuS- I wärttgen, Brauer, begibt fich heute Nachmittag zur Thetl- I nähme an den Trauerfeierlichketten für den Fürsten I BiSmarck als Vertreter des Großherzogs von Baden nach I Berlin.

I schien der gemischte Chor deS Evangel. Arbeiter- | Vereins, um dem Gefeierten im Garten ein Ständchen zs. I bringen, worauf die Gäste mit dem Jubilar und den Seinen I bei einem Glase Wein fröhlich beisammen blieben. Am I Mittwoch */,7 Uhr Morgen« vereinigten fich der Evangel. I Kirchengefangverein und die Knabenchorschule I unter Leitung des Herrn Lehrer Görlach zu einer Morgen- I wufik. Auch von Seiten des Regiment« war eine solche I dem Jubilar zugedacht, dieselbe konnte, wie Herr Oberst I v. Madai bei Abstattung seines Glückwunsches bedauernd hrrvorhob, infolge der Armeetrauer um den Fürsten BiSmarck leider nicht stattfiaden. Später erschienen dann der Kirchen­vorstand und die Gemeindevertretung der Matthäus» gemeinde, tu deren Namen Herr Professor Dr. BindewalS den Herrn Pfarrer beglückwünschte uud ihm gleichzeitig al« bleibende Erinnerung an diesen festlichen Tag ein künstlerisch anSgestattete« Album mit den Bildern der Mitglieder beider Corporationen überreichte. Der Kirchenvorstand der Marcusgemeinde überbrachte darauf unter Führung des Herrn- Pfarrer Dr. Grein dem Jubilar freundnachbarliche Grüße. Eine Deputation des Ktrchengesangverein« überreichte sodann unter herzlichen Glückwünschen seinem Begründer eine mit entsprechender Widmung versehene Mappe: Schwarzkunst, blätter von Professor Thoma enthaltend. Darauf erschien

I der Vorstand deS Vereins für Armen- und Kranken­pflege, welcher den Jubilar durch eine verandamöbltrnng erfreut hatte. Herr Beigeordneter Wolff beglückwünschte im Namen des Vereins den um diesen hochverdienten Jubilar, gleichzeitig auch die Glückwünsche der städischen Armen «Deputation überbringend, da Herr Ober­bürgermeister Gnanth dienstlich verhindert war, persönlich za erscheinen. Besondere Freude bereitete dem Herrn Pfarrer da« Erscheinen der beiden Confirmandeu-Vereinig- ung e n und einer Abordnung der Kinderkirche, welche unter Ueberretchung sinniger Geschenke ihre Glückwünsche darbrachten. Die Abendstunden deS JubeltageS vereinigten zahlreiche Freunde und Verehrer des Gefeierten zu einem Familien­abend im Gießener Festsaal, um in traulichem Beisammen- hin den festlichen Tag zu beschließen. Herr Prof. Dr. Buch­hold begrüßte Namens des Gemeindektrchenvorstande« und der Gemeindevertretung die Erschienenen, dankte für die rege Betheiligung und gab dem Wunsche Ausdruck, daß e« den Thetluehmern vergönnt sein möge, diesen Abend mit dem Jubilar einige frohe Stunden zu verleben. Darauf brachte der Kirchengefangverein da« Sturm'scheGott grüße Dich in verständnißtnniger Weise zu Gehör. Herr Director Bansa gedachte sodann noch einmal de« segensreichen Wirken­des verehrten Seelsorgers, wünschte ihm ferner Gottes Segen und schloß mit einem Hoch auf den Jubilar. Nach einem fiteren Vortrag des KtrchengesangvereinS verlas Herr Pfarrer Dr Grein ein Schreiben des durch Krankheit leider am Erscheinen verhinderten Herrn Geh. KirchenratheS Prof.

Böftlin, welcher den Jubilar Namens des evange- l chen KtrchengesangvereinS für Deutschland be­glückwünschte. Redner warf im Anschluß daran einen Blick auf die Entwickelung des GemetndelebenS während der ver­flossenen 25 Jahre (1873/1898), de- Jubilars thättgen An- thetl daran hervorhebend und weiteres ersprießliches Vor- warlsgehen und gedeihliches Zusammenarbeiten auf allen be­rührten Gebieten wünschend. Zwei von den Frl. Krauße und Kraft darauf meisterhaft vorgetragene Duette ernteten rauschenden Beifall. Eine Ansprache deS Herrn Beigeordneten l J'Uf 0tc ^esem Vortrag, in der er hervorhob, daß der heutige Ehrentag nicht nur Bedeutung habe für die MatthäuS-

Die Trauerfeier in FriedrichSruh.

Im kleinsten Kreise ist am DienStag Mittag die Leiche deS Fürsten BiSmarck eingeseguet worden und fie wird nun im Trauerhause solange bleiben, bi- da- Mausoleum, da- die Familie (nach anderen Berichten Hamburger Verehrer) dem großen Todten im FriedrtchSruher Park erbauen lassen, fertig ist. Keine große Trauerfeter, kein Gepränge entwickelte sich! Der Todte hatte es so gewünscht. In aller Stille ist der große Staat-rnann vorläufig zur Ruhe gebettet worden, und e- bleibt nur zu wünschen übrig, daß, wenn er seine letzte Ruhestätte endlich findet, die Verehrer de- Fürsten nicht wie am Dienstag von der Feier gänzlich ferngehalten werden. Ueber die Familienfeier berichtet dieBoss. Ztg.":

Im Laufe de- Nachmittag- wurde e- lebhafter vor dem FriedrichSruher Schloß. ES versammelten fich die Leute aus der Nachbarschaft, und die Hoffnung, doch noch etwas von dem weltgeschichtlichen Ereigniß zu sehen, daS durch die be­vorstehende Ankunft des Kaiserpaare« um einen neuen Vor­gang bereichert werden sollte, führte viele Verehrer des Alt- reichSkanzler« dem Sachsenwalde zu. Der Eintritt zum Schloß blieb nach wie vor Allen, bi- auf wenige Au-erwählte versagt.Der Entschlafene habe es so gewünscht", hieß e-, uud dieser Erklärung gegenüber mußten natürlich alle Ein­wendungen verstummen. Die Bunde-fürsten, die ursprünglich die Absicht gehabt hatten, nach FriedrichSruh zu kommen, hatten fie an- diesem Grunde wieder aufgeben und fich darauf beschranken müssen, durch Drahtungen und Kranz« spenden ihrem Beileid Au-druck zu verleihen. Jeder Zug brachte ganze Wagenladungen von Kränzen uud Blumen- spenden. ES waren in FriedrichSruh nicht Hände genug, um all die Kästen und Pappschachteln zu öffnen und die Kränze zu ordnen, die von Bewunderern deS Verewigten gestiftet worden waren/ das zu thun, wird e- noch vieler

CocaUt rrir- ^provinzielles.

Gießen, den 4. August 1898.

* Jubiläum des Herrn Pfarrer Schlosser. Am 3. August beging Herr Pfarrer Schlosser von hier den Tag, an dem er vor 25 Jahren sein Amt in Gießen angetreteu hat. Be­reits am letzten Sonntag gedachte der verehrte Seelsorger in seiner Predigt dankbar de« reichen Segen«, der durch Gotte« Güte seinem Wirken beschieden worden ist. Die zahlreichen Freunde und Gönner d-s Herrn Pfarrer Schlosser hatten es fich nicht nehmen lassen, für eine würdige Feier de« denkwürdigen Tage- Sorge zu tragen. Am Dienstag Abend erfreute der von den hiesigen Diakonissen ge­bildete Schwesternchor den Jubilar, dessen Arbeit-zimmer von zarter Hand finnig geschmückt worden war, durch einen Choral uud Ueberretchung werthvoller Spenden. Später er»

I Tage bedürfen. Erst zu später Stunde wurde von der I Familie eudgtltig beschlossen, die Leiche im Hause zu behalten, I bis da- Mausoleum, da- auf dem Schneckenberg, dem Ein­gang zum Schloßpark gegenüber errichtet werden soll, den Sarg ansnehmeu kann. Gegen 1500 Personen waren auf dem Bahnsteig versammelt, al- um Va6 Uhr Nachmittags eine Abtheiluug de- 31. Infanterie-Regiment- aufmarschirte, da- vom Eingang zum Park bi- zum Bahngeleise ein Spalier von der Breite de- Parkthores bildete. Zu beiden Seiten drängte sich hinter die Soldaten das Publikum, Bericht- erstatter und Photographen, diesen wurde bald bedeutet, ihre ; Apparate einzupacken,- fie verschwanden für einen Augenblick, um sofort wieder in Thätigkeit zu treten. Um 5»/4 Uhr gab der Stationsvorsteher ein Zeichen, der kaiserliche Souderzug war in Sicht. Fürst Herbert Bismarck, im schwarzen Frack, von den vielen Orden, die er besitzt, nur daS eiserne Kreuz im Knopfloch, erschien mit seiner Gemahlin, die Grafen Wilhelm BiSmarck uud Rantzau folgten in kleiner Minister- uniform. Graf Wilhelm führte seine Gattin. Um 5 Uhr 50 Minuten lief der Zug langsam ein. Der Kaiser und die Kaiserin standen am Fenster ihres Wagens. Sobald der Zug hielt, verließ das Kaiserpaar den Wagen, von den Familienangehörigen deS Verewigten begrüßt. Der Kaiser, der die Uniform des Seebataillons trug, umarmte den Fürsten Herbert, küßte ihn auf beide Wangen und den Damen die Hand. Mehrere Minuten unterhielten sich der Kaiser und feine Gemahlin, die in tiefer Trauer erschienen war, mir der leidtragenden Familie, während daS Gefolge einige Schritte abseits stand. Mit großer Herzlichkeit sprach daS Kaiserpaar den Hinterbliebenen sein tiefgefühltes Beileid aus und darauf geleitete Fürst Herbert die Kaiserin ins Schloß. Der Kaiser folgte, ihm zur Seite ging Graf Wil­helm BiSmarck und hinter ihnen die beiden BiSmarck'schen Damen mit dem Grafen Rantzau. Das kleine Gefolge be- j schloß den Zug. Die prachtvollen Rteseukränze deS Kaiser- Paares trug der Kammerherr v. d. Knesebeck und der Flügel- adjutaut Mackensen. Im Schloß wurde daS Katserpaar von der Gräfin Rantzau und Frau v. Arnim, der einzigen über- lebenden Schwester deS Verewigten, empfangen und in das Sterbezimmer geleitet. Im Laufe der Nachmittags waren noch viele Kränze auf den Sarg gelegt worden, der sehr hoch aufgebahrt war. Der Trauerschmuck des Gemaches war durch silberne Festons auf den Draperien vervollständigt worden. Kränze lagen zu beiden Seiten des SargeS: meist waren er Spenden von Personen, die dem Verstorbenen im Leben besonders nahe gestanden haben. Der Kaiser legte die von ihm und seiner Gemahlin gestifteten Kränze eigen- händig zu Füßen deS Sarges nieder. Ungefähr vierzig Personen befanden fich in dem Gemach, doch genügte diese Zahl, um eS bis auf den letzten Platz zu füllen. Sitze, I Rohrstühle, zwölf an der Zahl, mit hohen Lehnen waren für I das Kaiserpaar und die nächsten Auv:rwaudten ausgestellt: tk vter zu beiden Setten des Sarges und vier zu feinen £et\..^orfhx und ein Ehrenposten, gestellt von den Halberstadter Kürassieren, hielten neben dem Sarge Wache. Die Dienerschaft des fürstlichen Hauses wohnte der Feier in I den anstoßenden Zimmern bei. Längere Zeit stand der I Kaiser in stillem Gebet vor dem Sarge, da- Haupt gesenkt, I auf den Zügen tiefer Ernst. Die Feier begann mit einem Choral. An diesen schloß fich die Trauerrede deS Pastor I Westphal, der seiner Ansprache die Worte de« ersten Corinther- briefe-, Capitel 15:Tod, wo ist dein Stachel, Hölle, wo dein Sieg?- zu Grunde legte. An die kurze Ansprache chloß fich die Einsegnung der Leiche, und mit einem Choral fand b e Feier ihren Abschluß. Nach der Feier sprachen der Kaiser und die Kaiserin noch einige Zeit mit den Mitgliedern I ?.nb IU6cn von ihnen durch münd- ungen die ihnen zugegangenen Berichte über das Ende des Fürsten ergänzen.

®em Irrsten Herbert gegenüber sprach der Kaiser sein Bedauern darüber au», daß er durch die letztwilligeu Ber- I c8i ®cretoigten daran verhindert sei, seiner sterb- I Hülle n Berlin im Dom oder im Charlottenburger Mausoleum eine Ruhestätte zu schaffen. Der Kaiser äußerte, 1

Ausland.

Wien, 3. August. In einer Versammlung der Deutsch- Nationalen in Wels wurde beschlossen, al- Trauer- zeichen für den verstorbenen Fürsten BiSmarck schwarze Kornblumen am Tage der Schlacht von Sedan zu tragen. Alle Frauen und Männer wurden ersucht, fich dieser Trauer­kundgebung anzuschlteßen.

Pari», 3. August. Aus Dünkirchen wird gemeldet, daß in der Nähe der Stadt gestern ein großes Petr oleum- lager explodirte. Später gerieten zwei weitere Reservoir- in Brand und man befürchtet, daß noch wettere Explosionen erfolgen, da alle 45 Reservoirs in Gefahr find. In der Nähe gelegene Wohnungen wurden ebenfalls vom Feuer ergriffen. Zwei Arbeiter sind in den Flammen um­gekommen.

Das Ringen um den wirthschaftlich en und politischen Einfluß in China bildet in Großbritannien nach wie vor den Gegenstand lebhafter Erörterungen. Im Londoner Unterhause vertheidtgte am Dienstag ein Regierung-- Vertreter auf- Neue die Politik der Regierung und erklärte, dieoffene Thür" sei nirgend- geschloffen, weder in der Mandschurei noch in Schantung noch in dem französischen Einflußbereiche. In Schantung habe Deutschland fich Bor- mn c fl.tto^Tenl)c/ aber nicht au-schließende Bergwerks, und Lifenbahnrechte gesichert. Die für England gesicherten Cou- cesfiouen gewährten ungleich größere Vortheile, als die von lern England- erlangten. England- Einfluß

0 ? <1®. ^nehmen, er sei im Gegeutheil über-

wiegend, eine Behauptung, die freilich erhebliche Ein- Tim«"°ün.«b°°'a ?T; - N°ch einer Meldung der Urne» au« Shanghai find di- Bic-.«iinia- «an Ti-ntNn und Wutschang durch kais-rltch-S »blct b-ruf-n ward-n, ju- ammtu mit birn Taal.i Sch-Ng da« Ei,-nbahnw-I-n >u leiten. Nicht ahne Schadensreude meid« aleich.eitia übri. een« eine englische Quelle au. P-Iing, der um Lanbankau ffl rulstsch. Bahn non Port Arthur nach Kirin ernannt chinesische Beauftragte melde, daß die Bevölkerung sich ae«n den zwangsweisen Landankauf zu niedrigen Preisen auflebne sodaß der Commissar unverrichteter Dinge nach Port Arthur hat zurückkehren müssen. Die örtlichen Behörden vermochten den Aufstand nicht zu unterdrücken und verlangten Ber- Haltung-Maßregeln.

dttitliM J so t-tltfik W tkspriw saaoeaskhe! Mihai»/ W ©WM®* 1 einem * gedachte He- W « sro»/ tob» Hoch aas di Darauf erg' tt davon K' gllbiMvl t ih« bei feit ber eigenen richtige Lik! er bi» in« Segeistttnn Amt in Fltgnvg Sc habe bewal hinter srtni bal Md l W ßeanbi Menen! samkeit sein Landman | nab habe an gtfjabt) ter Führer not iiche Sorge Sinne bitte i Stranten unb invg zu die snchrn, dah dr« Vater Berlin in Demzusoigr Pflichten ii Wie überal an, ttal qi nüchtern, i Allewege h wandeln n vor dem i Loben gebai daß hier i t/esev Sinne Sltbi unb A taß man in i Angaben dei Nachdem R'.t Bahre mir Bordild uw feste, geichlc lasten, wüi ©lieber zn Namen (eit dah die pe immer t»\x\ brS Sircheo stattete verein sür ad, ivorans ivirt dieser ^e° Theilne Sehörigkeit h

anch Qa M

k" Tm M Bruhn, * °° ei Mautife1 ^vststvr O S'nnde mn

HtM j ^fleisch t 2 T 60« ; Hau-tvo Oktober z - 'bensallr A,'

tau,,*, S#'8

"W

l!<1' ht), ylt, hl"5".