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5.8.1898 Erstes Blatt
 
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14- August 1898. 5W«. «n 3. Äuget i hitt dtu Tag, an in $ Rdwia hat. 8t. °» verrhtte Srelsorga w ökgkllß, btt tunt rdrn ttotbtn ih, Dir hem faxtet 6dM-r jüt dttt lvLldigk Ja txöfitn. Aw Dieni- gen $ia!ont||tay- deßkll Albeiltjiwwrr ccn war, durch kwuShnal vpendro. SM t» ivaugrl. arbeitet- Sartin rin Siäudchru ji Jubilar nob bta Triou rtsamnrn blltbtn. Li gten sich btt Evaogrl.

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«emeinde, sondern daß die Beliebtheit des Jubilar« in allen Kreisen da« Fest -u einem solchen der bürgerlichen Gemeinde, so weit fie evangelisch ist, gestalte. Nachdem er noch einmal die ersprießliche THStigkeit de« Jubilar« iu ihren verschiedenen Zweigen gewürdigt hatte und namentlich da« erfreuliche Zu« sammeugeheu der politischen Gemeinde mit der kirchlichen er* wähnt hatte, verlieh er im Auftrag de« Herrn Oberbürgermeister« den Glückwünschen der Stadt und der Hoffnung auf fernere ungetrübte Dauer der guten Beziehungen Au«druck. Nach einem wetteren erfreulichen Bortrag de« Kirchengesangverein« gedachte Herr Kaufmann Windecker ehrend der zum thä* tigeu Pfarrer gehörigen rührigen und tüchtigen Pfarr­frau, indem er ein mit großer Begeisterung aufgeuomweue« Hoch auf die verehrte Frau Pfarrer Schlosser au«brachte. Darauf ergriff Herr Pfarrer Schlaffer da« Wort. Al« er davon Kunde erhalten habe, daß mau vorhabe, seinem Jubiläum einen festlichen Eharacter zu verleihen, da habe ihm bet seiner Abneigung gegen jede feierliche Behandlung der eigenen Person davor gebangt, nun er aber soviel aus- richtige Liebe und Werthschätzung habe erfahren dürfen, sei er bi« in« innerste Herz dadurch bewegt und erfreut. Mit Begeisterung und Freudigkeit habe er vor 25 Jahren sein Amt in Gießen augetreteu und er preise e« al« freundliche Fügung Botte«, daß er sich dieselbe bi« auf den heutigen Tag habe bewahren dürfen, indem er zugleich erkenne, wieweit er hinter seinen Idealen zurückgeblieben sei. Gottlob habe sich da« Bild de« Pfarrer« in der gedachten Zeit in gutem Sinne sehr geändert, man solle auch nicht zuviel au« seinem be* fcheidenen Wirken wachen. Er habe infolge der treuen Wirk­samkeit seine« verehrten Amtsvorgänger« de« Herrn Decau Landmann hier einen wohl vorbereiteten Boden vorgefunden, und habe au diesem ein treffliche« Borbild eine« Seelsorgers gehabt, der durch eigene Persönlichkeit und schlichten Wandel Führer und Freund der Gemeinde geworden sei. Alle leib­liche Sorge sei Vorbereitung für die Seelsorge, in diesem Sinne bitte er, seine Wirksamkeit für die Bedürftigen, Armen, Kranken und sonst Nothleidenden aufzufaffen. Die Beranlas* sung zu diesen Zweigen seiner Wirksamkeit sei darin zu suchen, daß er seiner Zeit den Borzug genoffen habe, mit dem Vater der Innern Mission, Joh. Heiur. Wichern in Berlin in nahe persönliche Beziehungen treten zu dürfen. Demzufolge habe er auch wohl de« Pfarramt« Aufgaben und Pflichten im vollen Umfange früher al« Andere erkannt. Wie überall, so komme e« auch im Pfarramt nicht darauf an, wa« und wieviel, sondern wie mau« thue. Freundlich, nüchtern, weise zu sein, gezieme dem Pfarrer vor andern. Allewege habe er sich bemüht, in den Bahnen Laudmann« zu wandeln und in dessen Furchen weiterzuackern. Habe ihm vor dem im Gefolge diese« Tage« leider unvermeidlichen Loben gebangt, so habe er doch mit Dank erfahren dürfen, daß hier dem Loben da« Lieben zu Grunde liege, und iu diesem Sinne danke er von ganzem Herzen für alle erfahrene Liebe und Freundlichkeit. «« sei ihm da« ein Bewei« dafür, daß mau in der Gemeinde ein tiefere« verständniß für die Aufgaben der Kirche und de« Pfarramtes gewonnen habe. Nachdem Redner noch de« großen Tobten gedacht, an disseu Bahre wir dieser Tage trauernd gestanden, dem einzigen Vorbild unverbrüchlicher Treue für jeden Deutschen, deffeu seste, geschloffene Persönlichkeit so Große« ihn habe erreichen laffen, wünscht er, daß da« rechle Gemeindebewußtsein alle Glieder zu thätigem Wirken treibe. Indem er zugleich im Namen seiner Frau dankt, gibt er dem Wunsche Ausdruck, baß die persönliche Gemeinschaft in den Gemeinden Gießen« immer witksamer werde. Nach einigen weiteren Borträgen de« Kirchengesangvereins und der beiden genannten Damen stattete Herr Proseffor vr. Buch hold dem Kirchengesang, verein für die Verschönerung des Abend« herzlichen Dank ab, worauf dieser mit einem letzten Gruß antwortete. Sicher wird dieser Familienabeod in de« Worte« tiefstem Sinne allen Thetlnkhweru eine sprechende Erinnerung der Zusammen­gehörigkeit bleiben. Dem verehrten Jubilar aber wünschen wir auch an dieser Stelle ferner Gotte« Segen in Amt und Hau«.

Trauerfeier für den Altreichskanzler. Alle Verehrer and Verehrerinnen de« großen Kanzler« werden zur Theil* nähme an einer vom nationaüiberalen Verein veranstalteten Trauer feier am nächsten Sonntag eingeladen. Herr pcofeffor Oncken wird die Trauerrede halten. Ort und slunde werden noch bekannt gemacht werden.

- **. 2vblläum. Morgen Freitag begeht Herr Emil

Kalbfleisch da« 2bjährige Jubiläum al« acttoe« Mitglied der Freiwilligen Gail scheu Feuerwehr. Herr Kalbfleisch gehört seit längeren Jahren dem Vorstände gen. Eorp« an und bekleidet seit nahezu 10 Jahren da« Amt de« 2. Hauptmann«. Da« gleiche Jubiläum begehen int October d. I. die Herren R. Sattler und Ph. Mootz ebenfalls Mitglieder der Frei«. Gail'scheo Feuerwehr. '

Coocert. Wir machen die verehrl. Leser auf die Lieser Tage in Röhrle« Vierhalle und im Kaisergartev statt* fadenden Eoncene der ungarischen Geigercapelle Domby Karoly aufmerksam. Die Virtuosität und fiauueu«werthe Technik der Künstler fand bei ihren bisherigen Aufführungen überall verdienten Beifall, den fie sicher auch hier ernten »erden.

Bürgermeister > Konferenz. Auf Beranlaffung des Senior« der Bürgermeister de« Kreise« Gießen fand kürzlich unter dem Vorsitz de« Bürgermeister« Köhler, Mitglied de« Reichstag« und de« hessischen Landtags, zu Langsdorf die Gründung einer Eonferenz der Bürgermeister des Kreises Gießen statt, an der 47 Bürgermeister de« Kreises, sowie der Bürgermeister Weidner, LandtagSabgeord* neter, aus Hercheuhain im Kreise Schotten theiloahmen. Die Eonferenz beschloß, mindestens allvierteljährlich eine Sitzung abzuhalten und wählte al« ihren Vorstand die Herren Bürger* meister Köhler-LaogSdorf als 1. Sprecher (der den Vorsitz sührt), Bürgermeister Leuo.Großeo.Lloden als 2. Sprecher (Stellvertreter des den Vorsitz Führenden). Bürgermeister Heller-Ltch als Schrift- und Kaffenwart. Die Eonferenz

heutigen Bismarck, deutschen Bundesfürften Vertreter theilnehmen. und die übrigen Mit-

Neueste Nachrichten

Depeschen M Bureau »Herold*.

Aus -er Zeit für die Zeit.

Vor 126 Jahren, am 5. August 1772, fand die erste TheilungPolens statt. Nach einer mündlichen Besprechung Friedrich II. und nach einem Besuch des Prinzen Heinrich in Petersburg kam zwischen Rußland, Preußen und Oesterreich ein Theilungsvertrag zu Stande, auf Grund dessen jeder dieser Staaten die an sein Gebiet grenzenden polnischen Länderstrecken an sich nahm.

Temperatur der Lahn und Lust nach Reaumur gemeffen am 4. August, zwischen 11 und 12 Uhr Mittags: Master 16°, Luft 18°.

Rübsamen'sche Badeanstalt.

Vermischtes.

Hebet «efühtttauschungen bei Amputlrtru berichtete vr. Borek an eiewiener Klinische Rundschau". Wohl Jeder hat schon davon gehört, daß ein Mensch, dem eine« seiner Gliedmaßen abgenommen worden ist, später ganz deutliche Empfindungen in dem fehlenden Körpertheil zu spüren glaubt. Man verstand diese Thatsache erst, al« Johanne« Müller die Thätigkeit de« Nervensystems durch seine grundlegenden Arbeiten aufgeklärt hatte, und gewann die Ansicht, daß es sich bei solchen Empfindungen um eine Reizung der Nervenenden in dem übrig gebliebenen Glied- stumpfe handelte, deren Sitz von dem Gehirn de« Betreffenden fälschlich dis in den abgenommenen Körpertheil hinein ver­legt würden. Man hat aber ueuerding« auch Fälle beobachtet, in denen ein solcher Nervenreiz an dem Gliedstuwpfe nicht ftattgefunden hatte und doch derartige Wahnvorstellungen entstanden. D>e Operirten hotten z. B. die deutliche Em- pfiadung, daß da« fehlende Glied nicht nur noch vorhanden wäre, sondern auch gewiste Bewegungen ausführte, die von ihrem Willen unabhängig wären. Unter Anderem treten derartige Täuschungen ein, wenn die betreffende Person durch unerwartete« Hundegebell in unmittelbarer Nähe oder durch eine Gruppe schreiender Leute erschreckt wird, also in eine Lage kommt, in der sie das fehlende Glied, sei e« nun Fuß oder Hand, wenn e« noch vorhanden wäre, wahr* schemlich sofort benutzt hätte. Auch eine Empfindung von Kalte in dem gesunden ©liebe kann dieselbe Täuschung Her­vorrufen, indem der Amputirte vsn dem Wahne beherrscht ist, da« entsprechende andere Glied müßte ihn ebenfalls frieren. Die Täuschung kann soweit gehen, daß der Operirte sich mit Bestimmtheit einbildet, das fehlende Glied sei vor­handen, und zwar verschwindet dieser Druck angeblich in der Weise, daß da« vermeintliche Glied immer mehr zusammen* schrumpft, bi« fein Besitzer nur noch den wirklich vor­handenen Stumpf fühlt. Manche Amputirte geben an, da« fehlende Glied wirklich neben sich in ihrem Bette zu fühlen, beim Umhergehen spüren fie, wie da« Glied mit den Be* wegungen des Körper« hin und her schaukelt, und behaupten sogar, sowohl mit ihm alle möglichen Bewegungen auSzu- führen, als seine freiwilligen Bewegungen willkürlich ver­hindern zu können. Personen, denen eine Hand fehlt, meinen B. den Fingern dieser Hand eine Stellung geben zu können, wie fie etwa zum Schreiben nothwendig ist. Schmerzen in d m fehlenden Gltede werden mit genauen Einzelheiten beschrieben, so wird ausdrücklich die Stelle an­gegeben, an d:r eine Wunde oder ein Geschwür fitzen soll.

Berlin, 4. August. Bei der Gedächtnißfeier werden auch die und die deutschen Städte durch ihre Für den Fürsten Herbert Bismarck glieder des Hauses Bismarck ist die

v--f°l«t fotgtnbe Zwicke: 1) Hebuo, de, S-lbstb-wutztl-iri, deS BürgermeisterstandeS,- 2) weitere Ausgestaltung der Selbst* Verwaltung vorn volklichen Standpunkte au«; 3) Wahrung ber Interessen be« Bürgerrneisterstanbe«; 4) Wahrung wich* tiger B-Nk,rechte 6on Fall ,u Fall: 6) 8tfpre»ung -llge- meinet öffentlicher TageSfrageu unb bergleichen mehr. Mit* «lieber ber Conferenz werben nicht bie Bürgermeister selbst, Jonbeen bie Laudgemeinben be« Kreise« Gießen, bie al« ihre Vertreter ihre Bürgermeister ober in bereu Verhinderung ilj« Beigeordneten auf die Conferenz-Versammlungen ent* {enben. Auch können auf Beschluß bet OrtSvorstänbe Mit* glieber be« Gemeinberath« an ben Versammlungen mit be* !°Ä°der Stimme theilnehmen. Der Jahresbeitrag ist auf 3 Mk. festgesetzt.

Erledigte Lehrerstelleu. Erledigt ist die mit einem evangelischen Lehrer zu besetzende Lehterstelle an der Ge* meindeschule zu Mulchen, Rret« Darmstadt, mit dem gesetz* Heben, nach dem Dienstalter sich bemessenden.Gehalte. Mit der Stelle ist Organistendienst verbunden.

Wetterbericht. Ganz Europa mit Ausnahme seines nördlichen TheileS steht unter der Herrschaft hohen Druckes. Leutra desselben befinden sich Über Südwest Frankreich, Süd- deutfchland, Böhmen und an der unteren Donau. Die Witte- mng ist daher auch heiter bei wolkeulosem Himmel. Voraussichtliche Witterung: Heiter und warm.

A Mainz. 3. August. Anläßlich des Ablebens des Fürsten BtSmarck hielt Oberbürgermeister vr. Gaßner zu Beginn der heutigen Sitzung der hiefigen Stadtverordneteu- Bersammlung folgende Ansprache: Die Kunde von dem Hinscheiden de« Altreichskanzler« hat die 233:11 erschüttert. Weit über die deutschen Grenzen hinan« betrauert man den großen Geist, den Mitschöpfer dr« Deutschen Reich«, den Be- wahrer de« Frieden« und wirklich deutsch denkenden Mann und bringt demselben Huldigungen dar. Mainz bleibt in dieser Beziehung nicht zurück und deshalb fordere ich Sie auf, zum ehrenden Andenken an den Reichskanzler fich von den Sitzen zu erheben unb mir zu gestatten, ber Familie be« Verblichenen von biefem Acte ber Pietät Kenntniß zu geben." Die Stabtverorbneten-Vetsammlung kam tiefer Aufforberung uach- Die socialbemokratischen Mitglieder ber Stadtvetsamm* lung betraten erst nach blefer Bi«marckehrung ben Saal, wo ol«bann bie Einführung unb Verpflichtung be« neugewählten Bürgermeisterei*Beigeorbneten,HerruHaffner (einefiBruber« de« Bischof« Haffner) stattfanb. Einen bedeutenden Prei«auf- ^lag der Fleisch* und Wurstwaaren kündigt die hiefige j Metzgerinnuug an, indem sowohl Rindvieh wie Schweine im Preise rapid gestiegen und noch weitere« Steigen zu befürchten sei. Der Grund des Aufschlag« ber Rinbviehpreise ist Haupt* sächlich in bem guten Ausfall ber Futterernte zu suchen, da die Biehbefitzer infolgedessen ihren Bestand nicht verringern.

- . . kaiserliche Loge in der

Kirche reservirt, doch dürfte von der Familie Niemand an der Feier theilnehmen. Die Trauerfeier der Berliner Studentenschaft fand gestern Abend statt. Etwa 40 Corpo- rationen mit ihren umflorten Fahnen nahmen an derselben Theil. Ueber 2000 Personen waren erschienen. Professor Adolf Wagner hielt die Trauerrede.

Altersschwäche Gehirnerweichung Lungenempyem Bronchitis Lungenentzündung Bruchleiden Bauchfellentzündung Lebercntariung LebenSschwäche Syphilis'

Summa: 12 (8) 8 (B) 4 (2)

. *n- Die tn Klammern gesetzten Ziffern geb« an. wie viels

der Todesfälle in der betreffend« Krankheit aus von aulwärt« nach Gieß« gebrachte Kranke komm«.

1. Lebensjahr: 2.15.

Kiel, 4. August. Das Katserpaar tritt vorauSficht- lich am 12. Ocober von Venedig au« feine Palästina- reise an.

Hamburg, 4. August. Da« Hamburger Bollschiff Thekla auf der Reffe nach Rio de Janeiro ist mit der au« 24 Manu bestehenden Besatzung verloren gegangen.

Wien, 4. August. Graf GoluchowSky trifft morgen Abend hier ein. Seine plötzliche Hierherkunft wird mit den Demissionsgerüchten in Zusammenhang gebracht.

ZuuSbrnck, 4. Augnst. Der 26 Jahre alte Friseur Karl Lesehr au« Bieberach in Württemberg stürzte von ber Pllsseier Spitze ab unb blteb sofort tobt.

Loudon, 4. August. Aus Barcelona wird hierher gemeldet, in der spanischen Provinz Lerida sei ein gefähr­licher Carlistenaufftand ausgebrochen. Nach anderen Nachrichten fand in Venta de Banos, Provinz Leon eine Carlisten-Empörung statt. Truppenmärsche ' begannen in Katalonien, Aragonien und Viscaya.

Washington, 4. August. Die vorn französischen Bot- Ichaster Carndon, bem Präsidenten Mac Kinley Überbrachte Note der lpanischen Regierung auf die FetedenSbedingungeu e-klärt sich mtt Allem einverstanden unter dem Vorbehalt, daß die Phiiipptnen in keinem Falle in amerikanische Hände übergehen uab daß die Corte« die Abmachungen gut- heißen müssen.

Washigtou, 4 August. Gestern Nachmittag um 3 Uhr hatte der französische Botschafter um eine.Audteuz bei Mac Kinley gebeten. Um 3% Uhr wurde er bereit« empfangen. Ueber die Unterredung wurde b Sher nicht« veröffentlicht.

WB. Berlin, 4. August. Heute vormittag 10 Uhr fand in der Kaiser-Wilhelm Gedächtnißkirche die vom Kaiser befohlene liturgische Andacht für Fürst BiSmarck statt. Derselben wohnten bet das Kaiserpaar, Prinz unb Privzisfin Friedrich Leopold, die Botschafter, Gesandten, BundeSrath«mitglieder, eine Anzahl Abgeordneter, hohe Mili­tär« und höhere Beamte. Die Kirche war dicht gefüllt. Die ttefergreifenbe Ansprache hielt Generalsuperintenbeut Faber, welcher mit kurzen Worten bie urwüchsige Kraft Bismarcks, dessen eisernen Willen, seine tiefe Weisheit und seine bahn- brechenden Gedanken charakterifirte und de« unvergeßlichen Heldenkaisers, Wilhelm I. gedachte.

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Schiftsnachrichterr.

Der PostbampferWesternland- derRed Star State* in Antwerpen ist laut Telegramm am 1. August wohlbehaltm in Newyork angekommen.

Pcrfebr, taub« ttwö D«U»xx>irtbfd?aft<

8t®***e# 3. August. Frachtmarkt. Roth er Wetz» X 17,25, weißer Weizen X 00.00, Korn, altes, X 12.00, neue« X 11,65, Gerste X 10.00, Hafer X 8.71.

diese Wahnvorstellung so stark, daß ba« nicht tne ^Ileb btutIi^er rmpfunben wirb al« ba« gefunbe. f?T'b'tine $anb suhlte, setzte fich auf ein Pferb, bezieh bie Peitsche in ber gefunben Hanb unb griff mit bem armfiumpf nach bem Züzel, er fiel herunter, al« er ihn nhbt faffen konnte. Sm Anberer griff bei Tisch wiederholt mit bem Armstumpf vergeblich nach ber Gabel, um fie zu s H°usig sieht man, wie solche bebanernSwerthen Krüppel sich gerabe auf bie fehlenbe Hanb ober ben fehlenden Fuß siützkn wollen unb bann natürlich ba« Gleichgewicht verlieren. Diese Erscheinungen treten auch bet Menschen auf, bereu GeisteSzustaub völlig normal ist.

Wöchentliche Neberficht derzTodesfölle in Gießen.

, 31. Woche. Dom 24. Juli bis 30. Juli 1898.

ia«8tn^nn ru 241OO find. 1600 Mann Militär). SterblichkeitSziffer: 25,89, nach Abzug der Ortsfremden 8,63 o/».

ES starben an: Zusammm: Erwachsene: im * *8 6 1 rDOm

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