Ausgabe 
5.2.1898 Zweites Blatt
 
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an gleichmäßiges Trottoir Herstellen wäge. Herr Oberbürger, meister Gnauth will hierüber Kostenvorauschlag aufstellea lasten. Herr Helfrich tritt für Wahrung der UeberfahrtS- rechte, Herr Wallenfels für Anlage eines gepflasterten LebergangS am Wirseckerweg im Zuge der Marburger Straße ein, Herr EmmeliuS für Beseitigung des Schwarz. lachgrabenS daselbst.

Ueber den Umbau der Wolkengasse nach der ge­nehmigten Baufluchtlinie liegt Kostenvorauschlag im Betrage von 4000 Mk. vor, der genehmigt wird.

Die Kosten für Herstellung der Verbindungsstraße zwischen Westanlage und Hammstraße im Betrage von 542 Mk. 21 Pfg. werden, da die Arbeiten bereits auSgeführt, nachträglich zur Einstellung in das nächste Budget genehmigt.

Die Anlage der vom Neuenweg nach der Goelhestraße geplanten Straße (Johavnisstraße) erfordert die Er­richtung einer Stützmauer entlang der Friedel'schen Keller« anlage, wofür 5900 Mk. vorgesehen, der vorweg auszubauende Theil gen. Straße zwischen Neuenweg und Plockstraße er« fordert 14000 Mk. Kosten, die bewilligt werden.

Ueber den alsbald in Angriff zu nehmenden Ausbau »euer Straßen im südöstlichen Stad terw eit er« ung-plan liegt Boronschlag vor, zunächst über die Erd- »nd Planirarbeiten. Es find vorgesehen für die Ernst- Ludwig Straße (zwischen Garten« und Ltebigstraße) 16,000 Mk., den Schiffenberger Weg vom Uebergang der Oberhesfischeu Bahn (woselbst ein Straßenstern entsteht) bis zur Kauf« manu'schen Fabrik 4800 Mk., für die Verlängerung der Btsmarckftraße 11,000 Mk. und der Goethestraße bis zu dem vorbezeichneten Stern 11,000 Mk. - für den Ausbau der Ltebigstraße, Theilstraße zwischen Ebelstraßr und Straße QQ werden 4700 Mk. bewilligt.

Die Arbeiten für den Ausbau der Moltkestraße zwischen der Wteseck und dem EiShauS sind zu 4800 Mk. veranschlagt, die in den Voranschlag für 1898/99 eingestellt werden, wogegen die auf 30000 Mk. veranschlagten Kosten einer Straßenbrücke über die Wieieck im Zuge gen. Straße fit das Budget 1899/1900 zurückgestellt werden.

Ueber die Umwandlung des vorderen Thetls

Trieb in eine Anlage ist vom Ttadtbauamt ein Project ausgearbeitet worden, welches auf 22500 Mk. veranschlagt ist. Die Baudeputation hat indeß Streichung dieser Summe beantragt, da zu einer so kostspieligen Anlage eines in der Nähe des Waldes gelegenen Platzes kein Bedürfniß vorltege. Die Anlage des Platzes soll lediglich auf Anpflanzung mehrerer hundert Bäume, Ergänzung der Kirschbaumreiheu daselbst und Anlage geeigneter Wege beschränkt, auch von der Er­richtung eines VrmtlbruuueuS abgesehen werden, wozu 5400 Mk. in den Voranschlag einzustellen find.

Der Voranschlag deS Polizeiamts für 1898/99 fordert nächst Gehaltserhöhungen und Anstellung von Schreib« gehilfen die Anstellung von vier Schutzleuten, worunter eines TrimioalschutzmannS. Motivirt wird dre Vermehrung der Schutzmannschaft mit ungenügender Besetzung der Nacht- Patrouillen und Ueberlastung des EriminalschutzmannS. ES werden nach Antrag der Deputation nur drei neue Schutz- wannSstellen und die Annahme eines SchreiblehrttngS be­willigt, im Ucbrigen der Voranschlag genehmigt.

Auf Vorschlag der landwirthichaftlichen Commission wird beschlossen, die Wiesen am Stolzenmorgen tu einem besonders trockenen Sommer mit Leitungswasser zu bewässern, ein Versuch, der bereits vor zwei Jahren gemacht, dessen Wirkung aber durch eintretendes und anhaltendes Regenwetter nicht beobachtet werden konnte.

D-e Erben de» Mitte December v. I. verstorbenen Bau« Unternehmers Konrad Koch haben in Ausführung eines Wunsches des Erblasser», eine Stiftung zu wohlrhatigen Zwecken zu errichtrn, der Stadt 10000 Mk. überwiesen mit der Bestimmung, daß die Stadt das Capital mit 31/» piät. zu verzinsen und die Zinsen zur bissrren Ernährung be­dürftiger Schulkinder zu verwenden hat. Die Entscheidung über die Verwendung der Zwsen steht einem Verwaltungs­rath zu, bestehend auS dem jeweiligen ersten Bürgermeister oder dessen Stellvertreter, zwei von der Stadtverordneten- Versammlung zu wählenden Personen, zwei Personen der Armendepulation und einem Mitglied der Familie Koch. Die Versammlung beschloß Annahme der Stiftung und er-

deS - mächrigte den Herrn Oberbürgermeister, der Familie für

diese hochherzige Stiftung den besonderen Dank der Stadt auszusprechen.

Die Amtszeit des Herrn Beigeordneten Grüne berg ist abgelaufen. Derselbe hat fich auf Befragen bereit erklärt, eine evrnt. Wiederwahl anzunehmen. Die sofort vorgenommene Wahl ergab Wiederwahl de» Herrn Grüneberg mit 25 Stimmen (ein Zettel war unbeschrieben).

Bezüglich der auf der Tagesordnung stehenden Gesuche um Erlaubniß zum WirthschaftSbetrieb bezw. Aus­schank von Branntwein wird dasjenige des Herrn JustuS Heck für die Stehbierhalle in der Neustadt nicht befürwortet, weil ein Bedürfniß zum Ausschank von Branntwein nicht vorltegt, die übrigen, der Wilhelm Poppelsdorf Ehe­frau im Hause Hammstraße 7, deS Ferd. Schott im Hause Ecke der Bahnhofstraße und Wolkengasse, des LouiSBecker im Haufe Frankfurterstraße 89, des Georg Müffing im Haufe Dammstraße 39 durch Bejahung der Bedürfnißfrage befürwortet.

Deutsches

Berlin, 3. Februar. Der BuvdeSrath hat heute betreffs deS Verbote» der Einführung von Obst Folgendes beschlossen: D.e Einfuhr von frischem Obst ist nur daun verboten, wenn dasselbe mit Schildläusen behaftet ist, ebenso die Einfuhr von Be'packungSmatertnl und Pflanzen. Auf gedörrte» Obst bezieht sich baß Einfuhrverbot nicht.

Berlin, 3. Februar. Die Nachricht von dem Rücktritt de» EisendahnmiaisterS Thielen ist derPost" zufolge erfunden.

Ctmfc» nub VoUrwirtyfchaft.

Die Fever-BerstcherungS «Bank für Deutschland zu Gotha, welche im Jahre 1821 auf Gegenseitigkeit errichtet tu, hat mit dem Jahr« 1897 das 77. Jahr ihrer gernetnnütztaen Thätigkett vollendet. Im Jahre 1897 warm für 5 175 950 200 Mk. (gegen 1896 mehr 134069 900 Mk.) Versicherungen in Kraft. Die PiLmien- etnnahme dieser Anstalt betrug im Jahre 1897: 15981357 Mk. 80 Pfg. (gegen 1896 mehr 280 747 Mk. 80 Pfg.) Nach dem jetzt veröffentlichten Rechnungsabschluss» für das Jahr 1897 betrug der den Versicherten wieder zuflteßmde Ueberschuß 11 856 464 Mk., gleich 74 pLt. der eingezahlten Prämie.

Bekanntmachung.

Nachdem die Stadtverordneten - Versammlung die Aufnahme des zwischen der Wteseck und der Moltkestraße verlaufendenGroßen Stein- wegs" in den Bebauungsplan beschlossen hat, bringen wir dies in Gemäß­heit des Art. 5 der allgemeinen Bauordnung mit dem Anfügen zur ö ff ent kchen Kenntniß, daß der Fluchtlinienplan hierüber bis zum 19. Februar b. Js. auf unserem Stadtbauamt offen liegt, und daß Einwendungen gegen die danach für die Strecke RQST der neuen Straße geplante Kluchtlinienfeststellung, bei Meldung des Ausschlusses, binnen gleicher Frist bei uns anzubringen sind.

Gießen, am 31. Januar 1898.

Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen.

Gnauth._____________1170

Bekanntmachung, betreffend: Die Stiftungen der Frau Hofgerichtsrath von Krug und ihres Sohnes des Hofgerichtsraths Dr. Karl von Krug.

Die diesjährigen Zinsen aus den rubr. Stiftungen sollen an 12 Arme der Stadt Gießen mit je 20 Mk. vergeben werden. Bewerbungen um dieselben sind bis zum 1. März 1898 schriftlich oder mündlich bei dem Armenamt Zimmer Nr. 2 vorzubringen.

Gießen, den 1. Februar 1898.

Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen.

________________________I. V.: Wolfs.____________________1257

Bekanntmachung,

betreffend: Die Stiftung des Gemeinderathsmitglieds Friedrich Lony ssn,

Die diesjährigen Zinsen aus der rubr. Stiftung sollen an 8 Arme der Stadt Gießen mit 20 Mk. vergeben werden. Bewerbungen um die­selben find bis zum 1. März 1898 schriftlich oder mündlich bet dem Armenamt Zimmer Nr. 2 vorzubringen.

Gießen, den 1. Februar 1898.

Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen.

___________________________I. V.: Wolff._____________________1256

BekanMMachnng.

Der Voranschlag der Gemeinde Langsdorf für 1898/99 liegt vo« 7. Februar d. I. ab acht Tage lang auf hiesigem Bürgermeisterei- Bureau offen.

Langsdorf, den 3. Februar 1898.

Großh. Bürgermeisterei Langsdorf.

___________________________Köhler.______________________ 1268

Oberförsterei Brandoberndorf.

Montag den 7. Februar 98, Vormittags 11 Uhr, kommen i* der Hofmann'fchen Wirtschaft zu Cleeberg zur Versteigerung aus den Forstorlen Streitwald u. Einhäuferfeld, Schutzbez. Cleeberg, und Grubenwald u. Espaerwüldchen, Schutzbez. Weiperfelden, ca. 75 rm Ei. Scheit, 49 rm Et. Knüppel, 205 rm Bu. Scheit u. Knüppel, 5600 Bu. u. Ei. Wellen, 43 rm Weich« u. Nadel-Scheit u. Knüppel, 16 rm Kirf. Reiferknüppel u. etwas Weichholz u. Nadel Wellen.

1124 Der Köuigl. Oberförster.

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Die Lieferung von 640 Stück Bah«- -reuzsteiue« und 400 Stück Weg­grenz seine« soll öffentlich vergeben werden.

Die Verdingungsunterlagen liegen in dem Amtszimmer der unterzeichneten Eisenbahn-Bauabthetlung zur Einsicht aus. Dieselben können gegen post- und bestellgeldfreie Einsendung von 50 Pfg. (nicht in Briefmarken) von dorr bezogen werden Angebote mit ^entsprechender Aufschrift sind bis zum Eröffnungstermin am 19. Februar d. I, Vormittags 10 Uhr, post- und beftellgeldfrei einzu­reichen. 1252

Zuschlagsfrist 3 Wochen.

Grünberg (Hessen), den 3. Febr. 1898.

Großh. Eisenbahn-Bauabtbeilung.

IMMWWIW Hjjffihrwmifr rtjM|

Versteigerungen.

Holzversteigerung

im Gießener Stadtwald.

Montag, den 7. Februar 1898, Vormittags 9V3 Uhr beginnend, sollen im District Hanget- stein meistbietend versteigert werden:

99 Eichenftämme mit 44,18 fm, 2 Buchenstämme 0,51

7 Lindenstämme 1,58

103 Kiefern- und Fichtenstämme mit 22,85 fm,

716 Kiefern- und Fichtenstangen mit 27,55 fm,

202 rm Buchen-Scheitholz,

26 Eichen-

76 Buchen Knüppelholz,

49,4 Eichen-Knüppelholz,

2 Nadel-Knüppelholz,

20 ,, Buchen-Stockholz,

55,4 Eichen«

3660 Wellen Buchen Reisig,

2095 Wellen Eichen-Reisig,

550 Wellen Nadel-Reisig.

Die Zusammenkunft ist auf der Straße nach Daubringen am Hangel- steiner Steinbruch.

Gießen, 31. Januar 1898.

Großh. Bürgermeisterei Gießen.

Gnauth. 1115

! Messer und 4 bis 21 m Länge), .24 desgl. 11,27 fm (Bauholz), 8 Fichten 2,12 fm, 3 Buchen = 2,12 fm.

Derbstangeu: 1 Eiche (Deichsel) == 0,06 fm, 145 Fichten 9,57 fm.

Der Hauptschlag, Abtheilung Hüblerholz 4, 263 Kiefern 244 fm kommt von 11 Uhr Vormittags ab zum Ausgeboi. Das zerstreut liegende Holz wird nicht vorgezeigt. Nähere Auskunft ertheilt Forstwart Trupp in Dcckenbach, sowie die unterzeichnete Stelle.

Zusammenkunft Vormittags 9 Uhr am District Herrnberg auf der Kreis­straße Schadenbach Dkckenbach.

Homberg, den 3. Februar 1898.

Großh. Oberförsterei Homberg.

Heß. 1259

Holzversteigerung.

Montag den 7. Februar, d s Vormittags um 10 Uhr be­ginnend, sollen folgende Holzsortimente in hiesigen Gemeindewaldungen ver steigert werden al«;

19 rm Buchen-Scheit,

63 «Knüppel,

9 -Stöcke,

950 -Wellen,

11 Eichen Scheit,

12 -Knüppel,

8,5 «Stöcke,

454 -Wellen,

6 Nadel-Scheit,

104 -Knüppel,

39 -Stöcke,

5720 -Wellen,

55 Eichenstämme mit 23,53 fm,

4 Eichenstangen , 0,31

160 Nadelftämme 31,72

143 Nadelstangen 14,11

Gegen vorschriftsmäßige Bürgschaft wird Zahlungsfrist bis zu Martini 1898 verwilligt.

Der Anfang ist zur bestimmten Stunde im District Bergwald, ober­halb des Orts.

Rödgen, am 1. Februar 1898.

Großh. Bürgermeisterei Rödgen.

Jnderthal. 1208

Bau- und Nutzholz- Versteigerung.

Douuerstag den 17. Febr., von Vormittags 9 Uhr ab, kommen aus den Districten Herrn- berg, großer und kleiner Katzenberg, obere Hofstätte und Hüblerholz zur Versteigerung:

Stämme: 295 Kiefern 282,72 fm (Schnitt- und Streckholz

I von 26 bis 43 cm mittlerem Durch-

Holzversteigerung.

Mittwoch den 9. Februar l.J. kommt im hiesigen Markwald nach­verzeichnetes Holz zur Versteigerung:

16,39 fm Eichen-Schnittholz,

25,59 «Schwellenholz,

36,37 ,, -Bauholz,

30 rm Buchen-Scheitholz,

7 Eichen-

40 Buchen- und Eichen«

Knüppels

100 Buchen- u. Eichen-Reisig,

30 rm Buchen- u. Eichen-Stöcke,

22 fm Fichten-Bauholz.

Anfang.Morgens zehn Uhr am Eingang de» Waldes auf der Kreis­straße zwischen Trais-Münzenberg und Bellersheim.

Trais-Münzenberg, 30. Jan. 1898, Der Markmeister:

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