Petersburg. 2 November. Die Gerüchte, daß Rußland in der ägyptischen Frage Schritte unternommen habe, werden al- unbegründet bezeichnet.
Petersburg,2.November. Ueber diePestim Samar- kaudscheu Gebiet schreibt der russische „RegierungS-Anzelger" : Dem Bericht de- Milttär-GouverueurS des Samarkaudschen Gebiet- zufolge ist in der Gemeinde Iskanderow im Pend- shekou-kscheu Distrikt, im Ktschlak Aosow, der tu einer gebirgigen, wenig zugänglichen Gegend liegt, eine ansteckende Krankheit von außerordentlich hoher Sterblichkeit ausgetreten und wurde ohne bacteriologische Untersuchung für die Pest gehalten. AuS den weiteren Berichten ist zu ersehen, daß der erste verdächtige Kraukheit-fall, den au Ort und Stelle gesammelten Daten gemäß, unter folgenden Umständen anf- getreteu war: In der Ansiedlung Marfin erkrankte die Tin» geborene Aguur Bibi. Nach Aosow zurückgekehrt, wurde Agnur Bibi kränker und starb am dritten Tage. Bon diesem Augenblick an zeigten fich bet den Berwandtev der verstör, denen und den bet der Beerdigung anwesend Gewesenen Erkrankungen. Bon der örtlichen Berwaltuug-behörde wurden unverzüglich folgende Maßnahmen ergriffen: Die Wege nach Aosow wurden gesperrt, die Kleider und Betten der Gestorbenen verbrannt, die Einwohner de-iufieirt und die Kranken abgesondert. Die Gesunden find zeitweilig am Orte belasten, jedoch in neue Wohnungen übergeführt worden, wo sie zwei Wochen unter strenger Quarantäne zu bleiben haben. Tie haben neue Wäsche und neue Kleider erhalten, ebenso neue Betten. Um Aosow herum, da- von Bewohnern benachbarter Niederlastungen umgeben ist, find Beobachtung-- posten aufgestellt, und zur Aufsicht ist eine Abtheiluug Kosaken abgeschickt worden. Die Behörden der au J-kauderow angrenzenden Gemeinden berichten, daß bei ihnen Alle- gut stehe.
Konstantinopel, 1. November. Die Räumung Kreta- durch die Türken wird feiten- der Mächte jetzt thatkräftig betrieben. Die Admirale setzten den Gouverneur in Kennt- niß, daß fie am 4. November die Berwaltung-bureau- militärisch besetzen lasten und den Zutritt zu diesen den otto- manischen Beamten ferner nicht gestatten würden. Die otto- mautschen Truppen auf Kreta hätten mit diesem Tage jeden Dienst einzustellen und müßten fich in die Kasernen zurück- ziehen, die die Soldaten bewaffnet nicht verlaffen dürfen, die Gendarmerie werde verabschiedet werden. Die n der Suda- bucht ankernden Trav-portschiffe sollen alle Truppen ein- schiffen. Die Admirale behalten fich die geeigneten Maßregeln vor, um die Au-sühruug ihrer Verfügungen sicher zu stellen. — UebrtgeuS dürften, wie die „Voff. Zig." au- Kanea meldet, die Christen wie die Türken enttäuscht werden durch die Gestaltung der neuen vorläufigen Regierung. Die Städte werden vollständig militärisch regiert- die Finanzen bleiben in den Händen der Admirale mit Au-nahme der Hälfte der Zoll- eiuuahmen, die wie früher dem Sultan gehören.
Kairo, 2. November. Marchand unternahm die Reise hierher nur, um einen Arzt wegen seine- rheumatischen Leideu- zu consulüreu. Er wird dann nach Faschoda zurückkehren.
— Halbamtlich wird au- W a s h i u g t o n zur K r t e g S. ko st en frage verfichert, Amerika habe beschlossen, daß jeder Dollar wieder eiugebracht werden solle, der sür den Krieg, einschließlich der gegenwärtigen und zukünftigen Penfionen, an-gegeben ist. Zur endgiltigen Abwägung der Krieg-au-« gaben und de- Werthe- der erworbenen Befitzungen, glaube mau, dürfe die au Spanien noch zu zahlende Entschädigungssumme 25 bi- 40 Millionen Dollar- nicht übersteigen. Der Möglichkeit einer Wiederaufnahme der Feiudseligketten werde In Washington mit Gleichmuth entgegengesehen, da man glaube, daß Spanten außer Stande sei, irgend welchen Schaden zuzufügen. — Die Spanier sollen nun, falls die Amerikaner ihre Forderungen nicht mildern, entschlossen sein, dem Frte- deu-vertrage ihre Unterschrift zu verweigern, alle Verhandlungen abznbrecheu und die gefitttete Welt zum Zeugen anzurufen gegen den Mißbrauch der Gewalt, deffen Opfer Spanien durch die Verletzung der Bestimmungen de- Washingtoner Borfriedeu- geworden fei.
CteaUs rrnd provinzielles»
Gießen, 3. November 1898.
Empfang. Seine Königliche Hoheit der Großherzog empfingen am 2. November u. A. den Oberamt-richter Olt von Homberg a. d. O.
** Aus dem Großh. Ministerium. Dem Ministerin!- feeretär bei Großherzogltchem Ministerium de- Innern, Dr. Ferdinand Rohde, wurden unter« 28. Ocrober l. I. die Functionen eine- ständigen juristischen Hilf-arbeiter- bet Großherzogltchem Ministerium der Finanzen commiffarifch Übertragen.
Zn den Ruhestand wurde versetzt am 24. October 1898 der Zugführer im Hesfisch-Preußischen GeweinschaftS- dteust, Hermann Winter zu Gießen, auf sein Nachsuchen mit Wirkung vom 1. December 1898 an.
B. Stadttheater. Die gestrige dritte sogenannte Volk-Vorstellung erfreute fich eine- recht zahlreichen Besuches. In Scene ging da- bekannte Schöuthan-Kadel- burg'sche Lustspiel „Der Herr Senator". Die Darsteller ernteten für ihr natürliche- Spiel wohlverdienten Beifall. Herr Direktor Helm (Senator Andersen), Frl. Bartholdy (Agathe) und Herr Wilhelmi (Mitterbach) boten Mufier- letstungev.
•* Stadttheater. Ueber AnnaFührtng, die demnächst dahier gasttren wird, dürften den Lesern unseres Blattes etnige kurze Mittheilungen willkommen sein. Anna Führtng wurde in Hamburg al- die Tochter wohlhabender, angesehener Eltern geboren und erhielt eine vortreffliche Erziehung. Die stet- ernste, allen kindlichen Spielen abholde Anna entwickelte sich sowohl körperlich, wie geistig in denkbar günstiger Weise. Schon im zwölften Lebensjahre überragte fie alle ihre Mit- Schülerinnen um Haupte-länge. Bon jeher waren die Werke Schiller- und Goethes ihr Liebling-studium und bet jeder Schulfeierlichkeit war es die schöne Anna Führung, welche
wegen ihrer seelenvolleü, weichen und doch so kräftigen Stimme zur Declamation de- jeweiligen Festgedichtes herangezogen wurde. AlS Anna- Bater gestorben war, und ihre alleinstehende Mutter nach Berlin überfiedelte, fand unsere Heldin in der Metropole reichlich Gelegenheit, ihrem Hang zur Künstlerin neue Nahrung zu geben. Sie besuchte fleißig die Theater und ftubhte heimlich die klassischen Franenge- stalten unserer Dichterheroen. Der scharfblickenden Mutter konnte die Leidenschaft ihrer Liebling-tocher nicht verborgen bleiben, und al- diese, kaum 15 Jahre alt, ihr eröffnete, fie wolle „zum Theater gehen", gab fie, wenn auch schweren HerzenS dazu ihren ®e$?n. Auf Empfehlung mehrerer Freunde ihres Vater- ließ fich die junge Kuustbefliffeue von dem damaligen Direktor der königlichen Oper, Herrn von Strantz, der als Bildner und Förderer junger Talente (Lola Beeth, Elisab. Lrifinger, I. v. Ghilanyt u. A. m.) bekannt und berühmt war, prüfen, der bewahrte Meister erkannte die großartige künstlerifche Begabung Anna Führing- und beschloß, trotzdem ihm seine Berufsgeschäfte kaum die dazu erforderliche Zeit übrig ließen, diese- seltene Talent au-zubilden. Da- war AnuaS Glück! Diese- überschäumende, ursprüngliche, wild-geniale Talent bedurfte eines solchen Bildner-, denn unter den Händen eine- verständutßlosen Meister-, der nicht mit größter Sorgfalt jeden Fehler zu entdecken und zu beseitigen vermocht hätte, der nicht mit psychologischer Schärfe in die geheimsten Tiefen der verschloffenen Mädchenseele hätte eindringen können, wäre Anna Führing zu Grunde gegangen, im günstigsten Falle aber eine Dutzendschauspielerin geworden, wie sie die deutsche Bühne nach Hunderten zählt. Herr von Strantz erkannte und entwickelte in entsprechender Weise die Eigenart seiner Schülerin, so daß diese schon nach einjährigem Studium, am 16. October 1886, ihren ersten theatralischen versuch al- Jungfrau von Orlean- am Stadttheater in Köln wagen konnte. Dieses Debüt fiel glücklich au-, und die Kölner Blätter prophezeiten der jungen Heroine eine glänzende künstlerische Zukunft. Anna Führing hat seither überall mit unbestrittenem, durchschlagenden Erfolge gastirt u. A. in Berlin (Kgl. Opern- u. Schauspielhaus), Wien (Hofburgth.), Wiesbaden (Hoftheater), Danzig, Düffeldorf, Frankfurt a. M., Gera, Leipzig, Lübeck, Magdeburg, Mannheim, Posen u. f. w. Im Jahre 1889 vermählte fich die Künstlerin mit ihrem Lehrer und Bildner Herrn von Strantz und schloß auf den Rath ihre- Gatten mit der Intendanz de» Mannheimer Hof» theater- im darauffolgenden Jahre einen Engagementsvertrag ab, um von der vorzüglichen Regie de- jetzigen Intendanten, Herrn v. Stengel, zu profiitireu. Selbstverständlich wurden ihr Urlaube zu auswärtigen Gastspielen bewilligt, und Anna Führtng erntete bei Gelegenheit derselben wahrhafte Triumphe. Besonder- in Düsseldorf erregte die schöne Künstlerin berechtigte- Aufsehen und die kunstfinnige Stadt feierte die- Gastspiel in seinem weiteren Verlaufe wie ein Fest. Den höchsten Triumph aber erlebte Anna Führing al- Germania in dem Festspiel der Stadt Düsseldorf, veranstaltet von der Künstler- schäft zu Ehren der Anwesenheit Sr. Majestät Kaiser Wilhelm II. Unter den zahlreichen weiblichen Kunstheroen der deutschen Bühne hatten die Bürgerschaft und die Künstler der Stadt Düsseldorf Anna Führing erwählt, ihr wurde die Ehre zu Theil, dem deutschen Kaiser die Huldigung einer der schönsten und reichsten Provinzen darzubringen, weil Anna Führing gelegentlich ihre» Gastspiel- den tiefsten Eindruck gemacht, weil die Ueberzeugnng Platz gegriffen, daß die Künstlerin nicht nur durch Erscheinung und Begabung, sondern auch durch ihre gesellschaftliche Stellung dieser höchsten Ehre würdig sei.
»• Die Reutamt-gehllsen bei Großherzogthums richte» an die Zweite Kammer dar Ersuchen: Dieselbe wolle noch in dieser Sitzungsperiode Großherzoglicher Staat-regierung diejenigen Mittel, die nur mäßige sein können, zur Verfügung stellen, die erforderlich find, um fie den Krei-amts- gehilfe» gleichzustellen.
Landesverband hessischer Feuerwehren. Am Sonntag den 20. November dsS. I-., Nachmittag- 1 Uhr, findet im Gasthaus „zum Storch", Saalgaffe 1, zu Frankfurt a. M., Abgeordneten-versammlung mit folgender TageS- ordnunz statt: 1. Mittheilungen. 2. Bericht Über die Aachen- Münchener Feuerwehr - Unterstützung-kaffe. 3. Antrag de- Oberheffischen verbände-: „Der Landesverband wolle ver- anlassen, daß die bei Bränden oder Uebungen verunglückten oder in deren Folge erkrankten Feuerwehrleute von der Lande-'Feuerlöschkaffe reell entschädigt und die Ortskranken- kassen, bezw. Fabrik-Krankenkassen nicht in Mitleidenschaft gezogen werden, wie solche- seither der Fall ist.- 4. Antrag der Freiwilligen Feuerwehr Nidda: „Der Landesverband wolle bei Großh. Regierung beantragen: 1. Nähere Prä- cifirung de- Art. 11, Abs. 2 der LandeSfeuerlöschordnuug, und 2. Die Erhöhung der Beitragspflicht der Versicherung-- Gesellschaften etwa auf 4 pCt. und Wegfall aller Unterstützungen seitens der BetficherungS-Gesellschaften an Feuerwehren zur Aufbesserung der Löschgeräthe. 5. Antrag der Freiwilligen Feuerwehr Büdingen: „Die Abgeordneten-versammlung möge beschließen, bei hoher Regierung vorstellig zu werden, daß die 15jährige Dienstzeit seitens de» Staate» ausgezeichnet und die 25jährige DienstauSzeichnung durch eine Medaille ersetzt werde."
*• Der Bnndesrath hat in feiner letzten Sitzung einer Eingabe de» Verein» deutscher Kürschner Folge gegeben, indem er genehmigte, daß für die Kürschner an Stelle der bisherigen vier fortan sechs Sonntage im Jahre für die erweiterte Arbeitzeit freigegeben werden. Die Verordnung, die beim Herannahen des Winters für da» Kürschner- grwerbe von besonderer Bedeutung ist, soll sofort in Kraft treten.
•• Eine reife und ziemlich große Erdbeere, welche am Tringenstein bei Dillenburg gepflückt ist, wurde uns heute zugeschickt. Bei dieser Gelegenhett theilen wir mit, daß auch im Gießener Stadtwalde noch reife Erdbeeren, sowie Himbeeren in den letzten Tagen gefunden wurden.
** Wetterbericht. In den continentalen Lagen ist das Barometer seit gestern ziemlich erheblich gestiegen. Ein barometrisches Maximum erstreckt fich heute von der Biscayasee über Frankreich bis nach Norddeutschland herein. Südlich der Alpen besteht noch niederer Luftdruck fort. Gleichzeitig ist im Nordwesten Europas wieder eine tiefe Depresfion erschienen. Ueber den britischen Inseln und über dem Nordseegebiet find dadurch beträchtliche Luftdruckunterschiede entstanden, sodaß sich daselbst stürmische Winde eingestellt haben. In Central-Europa ist die Witterung zunächst noch ruhig und meist trübe geblieben. Im südlichen Deutschland und im Gebirge fallen noch zeitweise Niederschläge. Vor aus- sichtlicheWitterung: Vorübergehend etwas besseres Wetter, dann neuerdings unbeständiges und unruhiges Wetter.
•f Feuerbestattung. In Allerhöchstem Auftrag Seiner König!. Hoheit des Großherzog- haben die Großh- Ministerien de» Innern und der Justiz den Ständen des Großherzogthums und zwar zunächst der zweiten Kammer der Stände den nachstehenden Entwurf eine» Gesetze», die Feuerbestattung betr., nebst Begründung zur Verfassung-- mäßigen Brrathung und Beschlußfassung vorgelegt: Ernst Ludwig von Gotte- Gnaden Großherzog von Hessen und bei Rhein rc. Wir haben mit Zustimmung Unserer getreuen Stande verordnet und verordnen hiermit wie folgt: Art. L Die Feuerbestattung ist unter Beobachtung der nachstehenden Vorschriften nud, soweit sie nicht außerhalb de-Großherzogthums stattfindet, nut in solchen Anstalten zugelaflen, welche auf Grund ortsstatutarischer Bestimmungen errichtet und geleitet werden. Art. 2. Die Feuerbestattung darf nur erfolgen, wenn sie von dem verstorbenen in einer Verfügung von Tode- wegen oder in einer hinsichtlich der Unterschrift öffentlich beglaubigten Erklärung angeordnet und von der Ortspolizeibehörde bei Bestattung-ort- schriftlich genehmigt worden ist. Die Fähigkeit zur Errichtung einer solchen Anordnung bestimmt fich nach den Vorschriften de- § 2229 de» Bürgerlichen Gesltzbuches. Stand ein verstorbener zur Zeit seine- Tode- unter elterlicher Gewalt, so kann die Feuerbestattung auch nach dieser Zeit von dem Inhaber der elterlichen Gewalt durch Erklärung gegenüber der Ort-Polizeibehörde de» SterbeorteS angeordnet werden. Art. 3. Die im Art. 2 vorgeschriebene ortspoltzetliche Genehmigung kann nur ertheilt werden, wenn 1. durch Übereinstimmende Zeugnisse de» behandelnden Arzte- und be» AmtSarzte- des SterbeorteS die Todesursache festgestellt und der Verdacht, daß der Tob durch eine strafbare Handlung herbcigeführt worden sei, ausgeschloffen ist, und 2. die OrtSpolizeibehörde des SterbeorteS bescheinigt hat, daß der verdacht eine- verbrechens an-geschloffen ist. Art. 4. Die ärztlichen Zeugniffe dürfen nur nach vorgängiger Leichenschau, und, sofern e- auch nur einer der Aerzte für erforderlich hält, nur nach vorgängiger Leichenöffnung ertheilt werden. War der Amt-arzt der behandelnde Arzt oder ist der verstorbene in feiner letzten Krankheit nicht von einem Arzte behandelt worden, so muß bei der Sr- theilung de- Zeugniffe- ein zweiter, von der Ort-Polizeibehörde de- SterbeorteS zu berufender Arzt Mitwirken. Art. 5. Wer eine Leiche zum Zwecke der Feuerbestattung außerhalb de- Großherzogthums verbringen will, hat dem KrriSamt de- SterbeorteS den Nachweis der Anordnung bei Verstorbenen nach Art. 2 und die im Art. 3 und 4 vorgeschriebenen Nachweise zu erbringen. Art. 6. Beschwerden gegen ablehnende Verfügungen der Ortspolizeibehörden find an daS Krei-amt zu richten- dieses soll binnen 24 Stunden Über die Beschwerde entscheiden. Art. 7. Zuwiderhandlungen gegen die Vorschriften diese- Gesetze- werden mit Geldstrafe bi- zu 150 Mk. oder mit Hast bestraft. Art. 8. Unsere Ministerien des Innern und der Justiz find mir der Ausführung diese» Gesetze- beauftragt.
'S. Neu-Ulrichstein, 1. November. Monatsbericht der Arbeiter-Colonie pro October 189 8. Ende Oetober 1898 sind in der Colome stellen-, resp. arbeitslos 41 Manu. Dieselben verteilen sich auf das Groß- herzogthum Hessen 8- Königreich Preußen: Regierungsbezirk Kassel 4, Regierungsbezirk Wiesbaden 6; Provinz Rhein- laude 5, Provinz Westfalen 1, Provinz Sachsen 4, Provinz Hannover 1, P ovinz Brandenburg 1, Prvv nz Schlesien 1, Provinz Westprenßen 1; Königreich Bayern 1, Königreich Württemberg 1, Königreich Sachsen 2; Großherzogthum Baden 1, ,Großherzogthum Mecklenburg 1; thüringische Staaten 1; Ausland: Oesterreich-Ungarn 2. Hiervon waren: Arbeiter 19, Bäcker 1, Dreher 1, Gärtner 1, Kappenmacher 1, Kaufleute 5, Kellner 3, Klempner 1, Kürschner 1, Landwirth 1, Maschinenzeichner 1, Photograph 1, Schlosser 1, Schneider 1, Schreiner 2, Schuhmacher 1. Gearbeitet wurde an 865 Tagen. Verpflegt wurde an 1008 Tagen. Im Monat October 1898 wurden entlassen 6 Mann, und zwar auf eigenen Wunsch 5, wegen Arbeitsunfähigkeit 1. Abgewtesen wurde 1 Mann. Veit Bestehen der (Kolonie sind ausgenommen worden im Ganzen 3485, dagegen ab- gegangeu im Ganzen 3444, bleibt Bestand am 31. October 1898.: 41 Mann.
§§ Aus dem Ohmthale, 2. November. Die Zett der Treibjagden tu Wald nud Feld ist da- fie läßt erst den Wildstand des Jahres beurtheilen. Die Jäger find im Allgemeinen mit dem Vorhandensein des Wilde- zufrieden- dev» daß ein- Dutzend Jäger mit einem Hasen al- Jagdbeute heimkehrt, wie jüngst in den Blättern berichtet wurde, gehört doch auch hier zur einzig dastehenden Au-nahme. Bor Allem muß der Rehstand al- ein sehr guter betrachtet werden, TageStreiben mit 15 bi- 20 Rehen find keine Seltenheiten. Der Hase ist in normaler Stärke vorhanden, in letzterer Zeit feit dem Blätterfall aber mehr im Felde, al- im Walde anzutreffen. Auch sein Todfeind, der Fuchs, ist trotz allen Nachstellungen keine Seltenheit, namentlich in größeren WaldeStreiben. Bei einem un- bekannten derartigen wurden / dieser Tage nicht weniger als fünf Füchse erlegt. Im Felde trifft man noch sehr viele Rebhühner. Die verspätete Ernte I hat eben hier den Abschuß bei Hühner erschwert. Jetzt
tiS *
srfS blflbenben W- Wer darauf « Silier
Winter bald ne» Mu u starke W «ohnang. Fürsorge zM ' Loa einer star in diesem Herr günstige» W den raschen Ai AT&nte der W- «lattsaü einge entlaubt da. . eine seltene M Gesanges Hörer
Sndiage». gestern die Dier Der in den Kn RUetfd) nimm; und ist heute mit
Anzahl Damen um 10 Uhr an l rndtlihelm, hiesigen Ortsgeis frühem Dmn l tation der DmNl Amt, ein Tanne W, daisüllei feierlich überreich
Atti
Vor 51 Leipzig Felix 2 testen Schöpft« Mustk zu Sha endlich erhebt ment blieb Ii Oratorium „Ck p Hamburg g
' Nom, zum Sonntag n non tyet tzGr< Wt HM kalter Mterui iolveit zum Ai stch in bemje Zentner Forel dem Weiher u tobt — ausgl Weihers eriva da die gorellt
k Der«, Jahr 18 bem hefigen 58:
Stocks
Bekam « 68 wird Hi 9* Rouf,
Mer i. $ **« Men.
Men, Großh.
Ä Nei SÄ
<00 Ak te


