Ausgabe 
3.8.1898 Erstes Blatt
 
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ter Turner in Hamburg benutzt, Flugblätter zu vertheilen, in denen die Turner aufgefordert werden, aus der deutschen Turnerschaft auszuscheiden und dem socialdemokratischen Arbeiterturnerbund beizutreten. Viel Erfolg dürften die Herren damit nicht haben.

Hamburg, 2. August. Sonntag Nacht zerstörte ein ge- waltigerBrand die 200 Jahre alte Kirche in Wandsbeck. Nachdem der Thurm eine Stunde wie eine Riesenfackel ge­brannt hatte, stürzte er zusammen, aber so glücklich, daß weder die umliegenden Häuser noch Menschen beschädigt wurden. Die werthvolle Orgel und die Geräthe, die in letzter Zeit mit großen Kosten erneuert wurden, sind verbrannt. Nach drei Stunden war die ganze Kirche ein Schutthaufen.

Ausland.

Wie», 1. August. Bürgermeister Lueger hat folgendes Beileidstelegramm nach Friedrtch-ruh gesandt: Namen» der Reich-Hauptstadt Wien spreche ich au» Anlaß des Ableben- de- großen Staatsmannes Bismarck der Familie des Verblichenen da- innigste Beileid aus. Der Vor­stand der deutschen Bolkspartei sandte ebenfalls ein Beileidstelegramm nach Friedrtch-ruh und beabfichttgt, durch eine Partei-Abordnung am Lrtcheubegängntß theilzunehmen.

Graz, 1. August. Die hiesigen deutsch nationalen Ver« eine sandten ein Beileidstelegramm an die Familie Bismarck-. Die Mitglieder der Partei werden 14 Tage lang Trauerflor am Arme tragen. Am Grabe Bismarcks soll ein Kranz niedergelegt werden.

Rom, 1. August. Die Blätter widmen Bismarck Nachrufe von aufrichtiger Bewunderung für seine Staats« kunft. DieOppinione",Popolo Romano" undTribuns" neunen ihn einen Fürsten des Geiste- und der That, welcher den Deutschen und der ganzen Culturwelt unvergeßlich bleiben wird.

Loudon, 1. August. Nach derCentral-News" empfingen die hiesigen Carlisten ein Schreiben Don Carlo-, welches besagt, Alles sei bereitet, für die sofortige Erhebung seiner Anhänger. Er baue auf den Beistand eines großen TheileS der Armee auf der Halbinsel und in den Colonien. Sobald der Friede geschloffen worden sei, werde Don Carlo- von seinen Anhängern zum Könige au-gerufen werden.

Die Friedens-Bedingungen. Eine Besprechung, welche am Samstag in Washington zwischen dem Präsidenten Mac Kinley, dem Staatssecretär Day und dem französischen Botschafter Cambon stattfand, war von der größten Wichtig­keit, da die Bestimmung einer vorläufigen Grundlage für den Frieden erzielt wurde, welche nur noch der Zustimmung Spaniensbedarf;folgendeBedingungenwurdendurchdasWashing. toner Cabinet endgiltig festgesetzt. 1) Völlige Abtretung aller spanischen Inseln Westindien mit Ausnahme von Cuba; 2) Aufgabe der Oberhoheit Spaniens auf Cuba; die Ver­einigten Staaten üben die Aufsicht über die Insel aus, bis eine dauerhafte Regierung eingerichtet ist; 3) Abtretung einer Ladronen-Jnsel als Kohlenftation und vielleicht auch einer zweiten Kohlenstation auf den Karolinen-Jnseln; 4) die Vereinigten Staaten lehnen die Uebernahme der Staatsschuld Cubas und Portoricos ab; 5) die Vereinigten Staaten wer­den keine Kriegsentschädigung verlangen; 6) ein spanisch­amerikanischer Ausschuß soll beauftragt werden, die Friedens­bedingungen vollständig festzusetzen, unter der Bedingung jedoch, daß sämmtliche spanischen Truppen unverzüglich Cuba und Portorico räumen. Eine bindende Zusage darüber ab­zugeben, was Seitens der Vereinigten Staaten in Betreff Cubas geschehen wird, vermeidet Amerika. Von Wichtigkeit ist, daß betreffs der Philippinen-Frage beschlossen wurde, dieselbe solle offen bleiben und später durch einen spanisch­amerikanischen Ausschuß geregelt werden. Inzwischen sollen die Vereinigten Staaten die Verwaltung über Manila und nächste Umgebung ausüben.

Von den Philippinen. Eine Depesche der Gouverneurs von Manila vom 25. Juli erklärt, die Helden- müthigen Vertheidiger der Stadt seien entschlossen, die Ehre der Fahne Spaniens bis zum Aeußersten zu vertheidigen, aber die Widerstandsfähigkeit der Spanier habe ihre Grenze erreicht; die Hilfsmittel wären unzureichend für die Abwehr des Angriffes der Streitkräfte des soeben gelandeten nord­amerikanischen Generals Merritt. Andererseits aber ist die Lage der Nordamerikaner daselbst keineswegs günstig. Nach einem Telegramm des Admirals Dewey nimmt der Aufständischenführer Aguinaldo eine angriffsweise, heraus- fordernde Haltung gegen die Amerikaner an. Es seien ernst­hafte Anzeigen dafür vorhanden, daß ein Kampf mit den Aufständischen nothwendig fein würde, und daß in diesem Falle 150000 Mann nöthig sein würden, um den Auf- ständischen aus den verschiedenen Inseln gegenüberzutreten.

Auf Cuba machen sich Mißhelligkeiten unter den Aufständischen geltend. Ein Telegramm aus Havanna Iheilt mit, daß Calixto Garcia den Oberbefehl über die Auf­ständischen in der Provinz Santiago niederlegte und nach Camaguey abreiste.

Aus Spanien wird berichtet, daß die carlistische Bewegung in einigen Provinzen fortdauert. Die Zeitungen melden das plötzliche Erscheinen einer Bande von 300 Carlisten bei Le Uurgel; Truppen sind entsandt worden, um sie zu verfolgen. Die Madrider Blätter mißbilligen strengstens das Verhalten der Carlisten m einem so kritischen Augenblick.

totales und provir.sielles*

Gießen, 2. August 1898.

«ul dem Berwaltungldienst. Seine Königl. Hoheit der Großherzog haben mittelst Allerhöchster Entschließung vom 23. Juli den Provinztaldirector der Provinz Rheinhessen und Krei-rarh deS Kreise» Mainz Gehetmerath Maximilian Frhrn. v. G agern mit der Wahrnehmung der Functionen eine» landesherrlichen Territorial-CommissärS bei der Festung Mainz zu beauftragen geruht.

Auszeichnung. Seine Königl. Hoheit der Groß,

] Herzog habenAllergnädigst geruht, am20.Juli dem Steuer- I boten bet der DiftrictSetnnehmereiUlrichstein Konrad Temm­ler zu Ober«Seiberteurod aus Anlaß seines am 1. August d. I. stattfindenden 50jährtgen Dienstjubiläums das Allgemeine Ehrenzeichen mit der InschriftFür 50jährige treue Dienste" zu verleihen.

* Auszeichnung. Seine Königl. Hoheit der Groß- Herzog haben Allergnädigst geruht, am 23. Juli dem Fletsch­beschauer Christoph Ritzel zu Friedberg zum 1. August d. I. das Allgemeine Ehrenzeichen mit der InschriftFür lang­jährige treue Dienste" zu verleihen.

Zu bett Ruhestand wurde versetzt am 20. Juli der Bergmeisterei-Asfistent Ludwig August Plock zu Gteßm unter Anerkennung seiner langjährigen treuen Dienste.

* * Trauerfeier. Die Landesuuiversität veranstaltet morgen (Mittwoch) 12 Uhr eine akad emtsche Trauer­feier für den Fürsten Bismarck in der großen Aula der Universität. Die Festrede hält Herr Professor Dr. Höhlbaum. Eine allgemeine Einladung zur Theil- nahme an derselben konnte des beschränkten Raumes wegen leider nicht ergehen, doch find Gäste willkommen.

Herr« Pfarrer Schlosser

z« feinem füufuttdzwauzigstett Amtsjubilaam.

Schon fünfundzwanzig Jahre find verronnen, Welch' köstliche und mühevolle Zeit, Daß Du mit Gott Dein Wirken hast begonnen In unserer Stadt, Gott gab Dir das Geleit. Hab tausend Dank für all Dein treues Mühen Und was au der Gemeinde Du gethan, Im Geist läßt heute fie vorüberziehen Dein Wirken auf der arbeitsreichen Bahn. Was der Gemeinde allzeit Du gewesen, Der treue Gott, Er weiß es ganz allein- Er sah Dich ernstlich beten, konnte lesen, Was tief geschrieben stand im Herzen Dein. Hast der Gemeinde treu zur Seit gestanden, Du hast getauft, hast jährlich coufirmirt, Du schloffest oft der Ehe heilige Baude, Warst treu im Amt, Du haft Dich nicht geniert Wenn es als galt, die Wahrheit zu bekunden, Zurechtgewtefen, die vom Weg geirrt, Du hast die rechten Worte stets gefunden, Man hat den Geist, der Dich belebt, verspürt. Verstandest denen reichen Trost zu geben, Die ihn bedurften an der Todtenbahr, In jeder Lage fandst Du Dich im Leben Und froh Dein Herz auch mit den Fröhlichen war. Als treuer Gatte, treuer Vater standest In der Gemeinde stets zum Vorbild Du, Was Du an Glück iu Deinem Haus empfandest, Du schriebst eS stets dem treuen Gott nur zu.

So stehest Du nun fünfundzwanzig Jahre In Deinem Dienst, Gott sei Lob, Ehr und Preis, O, daß Dich Gott auch fernerhin bewahre, Daß der Gemeinde Du als frische» Reis Noch lange grünen wögst'und Früchte bringen Dereinst zu unserer Seelen Seeligkeit, Gott geb zu Deinem Wollen das Vollbringen, Dein Wirken kröne Er zu aller Zeit! E. S.

* * Pfarrer Schlosser. Heute den 3. August find füuf- undzwauzigJahre verstrichen, daß Herr Pfarrer Schlosser fein Amt in Gießen angetreten hat. Was er in dieser langen Zeit als Prediger, insonderheit als Seelsorger, in allen Kreisen der Stadt gewirkt hat, wie er den einzelnen Armen, Kranken, Wittwen und Waisen, den ganz besonders der Hilfe bedürftigen Sträflingen, nicht allein ein Tröster und Be- rather, sondern auch ein treuer thätiger Helfer war, entzieht sich weiterer Beurtheilung und gehört nicht in die breite Orffentlichkeit. Pfarrer Schloffer war es, der nachhaltig mit dafür eintrat, daß die Organisation der hiesigen evangel. Gesammtgemeinde in vier Einzelgemeinden eingeführt wurde, wodurch die Thätigkeit der Pfarrer auf einen bestimmten Theil der Stadt couceutrirt werden konnte und fie dadurch in die Lage kamen, den Gliedern ihrer Einzelgemeinden näher zu treten und an ihnen erfolgreiche practische Seelsorge zu üben. Diese Organisation hat sich, wie so Vieles Andere, was Schloffer mitschaffen half, glänzend bewährt und trägt gute Früchte. Besonders darf wohl an dem heutigen Tage darauf hingewiesen werden, was der Jubilar auf dem großen Gebiet der Armenpflege rc. geleistet hat. Der hiesige Allgem. Verein für Armen^ und Krankenpflege mit seinen mancherlei Arbeitsgebieten, wie Armen- und Krankenpflege, Krippe, Miethspatronat rc., ist in seiner heutigen Gestalt sein Werk. Mit großer Energie ging er vorwärts, wenn es galt, etwa» Gutes zu schaffen, keine Schwierigkeit schreckte ihn zurück. Ein Zeichen seiner Thätigkeit ist da» täglich mehr empor- wachsende neue Schwesternhaus im Wiener Hof. Welche Summe von Sorge und Arbeit kostete e», bis das Fundament zu diesem Werke, das wieder für viele Arme und Kranke, junge und alte Hülfrbedürftige eine Zufluchtsstätte werden soll, gelegt werden konnte. Wenn seine Helfer glaubten, er­lahmen und aufgebeu zu müssen, er, der rastlose, nimmer- müde, arbeitSfreudige Mann, verfolgte seine Ziele weiter und ließ fich durch keine Hinderniffe zurückschrecken. Wer die Ge­schichte des hiefigeu Kirchengesaugverein- kennt, deffen Ent­stehung und Leitung bis heute mit Schlossers Namen eng ver­knüpft ist, wird das Gesagte vollauf bestätigen. Ein weiterer Zweig seiner Thätigkeit, der über die Stadt hinaus in die Prvvinz sich erstreckt, soll nicht unerwähnt bleiben. Es ist der Oberhesfische Verein für Innere Mission, unter dessen Gründern und Leitern Pfarrer Schlosser zu finden ist. Die KinderheilanftaltElisabethhaus" in Bad-Nauheim, die Her- berge zur Heimath in Gießen, sowie ein Reihe anderer wohl- thätiger Einrichtungen find die Früchte ernster, schwerer Arbeit, an denen Pfarrer Schloffer nicht geringen Antheil hat. Möge dem allseitig geliebten und hochverehrten Manu noch recht lange Gesundheit und Frische erhalten bleiben zur Aus-

Übung seiner bis heute reich gesegneten Thätigkeit zum Wohl unserer evangelischen Gemeinde und zur Förderung kirchlichen Leben-! Das ist der Wunsch, der ihm heute allseitig entgegen­gebracht wird.r

* Die Sladtferttsprecheittrichtuttgett zu Gießen, Bad Nauheim, Friedberg (Hessen) und Butzbach werden zu dem am 1. August mit Wildungeu eröffneten Sprechverkehr zugelaffeu. Für ein gewöhnliche- Dreimiuutengespräch mit Wildungen gelangt eine Gebühr von 1 Mk. zur Erhebung.

Preisaufschlag. Mit dem heutigen Tage erfolgt ein Prei-auffchlag auf Schweinefleisch und verschiedene Wurst- waaren.

* * Verunglückt. Beim Au-fahren von Mist verun­glückte gestern Mittag ein Arbeiter von hier, indem der Wagen an einer schiefen Wegstrlle umschlug und der Mann darunter zu liegen kam. Schwer verletzt wurde derselbe in die Klinik gebracht.

* Radsport. Einen großartigen Erfolg hatten die Opel-Fahrräoer vergangenen Sonntag aufzuweiseu, denn auf ihnen wurde in Darmstadt dieMeisterschaft von Heffeu" und in Köln dieMeisterschaft von Europa" steg- reich errungen.

In Amerika verstorbene Hessen. Franklin County, O., Caspar Miller, 93 Jahre alt, au- Heffen-Darmstadt. Louisville, Ky., Marie Bär, 34 Jahre alt, au-Freieuseeu. MaScoutah, Jll., Anna Elis ab etha Stoll, geb. Fischer, 63 Jahre alt, aus Groß-Umstadt. New Aork, Eva Gut­jahr, geb. Weiler, aus Mainz.

* * Wetterbericht. Hoher Druck beherrscht wieder Europa mit Ausnahme des Nordens. Dortselbst liegt noch eine ziemlich tiefe Depression mit dem Centrum vor dem Fuße von Riga. DaS barometrische Maximum ragt von Westen her al- ein breiter Rücken keilförmig nach Central-Europa herein. Das Wetter ist daher auf unserem Gebiete ruhig und heiter. Voraussichtliche Witterung: Vor­wiegend heiter.

e. Ne« - Ulrichstein, 1. August. Monatsbericht der Arbeiter - Colonie pro Juli 1898. Ende Juli 1898 sind in der Colonie stellen-, resp. arbeitslos 30 Mann. Dieselben vertheilen sich auf das Groß- herzogthum Hessen 4; Königreich Preußen: Regierungsbezirk Kassel 3, Regierungsbezirk Wiesbaden 1; Provinz Rhein­lande 4, Provinz Hannover 1, Provinz Westfalen 1, Pro­vinz Sachsen 3, Provinz Brandenburg 1, Provinz Schlesien 2; Königreich Bayern 1, Königreich Württemberg 1, Königreich Sachsen 1; Großherzogthum Baden 1; Großherzogthum Mecklenburg 1; thüringische Staaten 4. Ausland: Oesterreich- Ungarn 1. Hiervon waren: Arbeiter 12, Anstreicher 1, Gärtner 1, Kaufleute 3, Kellner 3, Kappenmacher 1, Klempner 1, Kürschner 1, Landwirth 1, Sattler 1, Schlosser 2, Schneider 1, Schuhmacher 1, Schreiner 1. Gearbeitet wurde an 786 Tagen. Verpflegt wurde an 887 Tagen. Beit Bestehen der Colonie sind aufgenommen worden im- Ganzen 3451 , dagegen abgegangen im Ganzen 3421, bleibt Bestand am 31. Juli 1898: 30 Mann.

U. Ulrichstein, 1. August. Kürzlich brachte Ihre Zeitung die Nachricht, daß Herr Steuerbote Semmler am 1. August sein goldenes Dienstjubiläum feiern würde. Der Jubilar wurde heute auf da» Angeaehmste überrascht und zwar dadurch, daß er in da» Amtszimmer Großh. Distrikts- Eiuuehmeret beschieden wurde, welche- in finniger Weise mit Blumen geschmückt war. Außer dem Herrn DistrictS-Etn- nehmer hatte sich aber auch der Vorgesetzte, Herr Rentamt­mann S. aus Bingenheim eingefunden, der dem Jubilar im Auftrage Großh. Ministeriums der Finanzen dte silberne Verdienstmedaille für fünfzigjährige treue Dienste überreichte und herzliche Glückwünsche und warme Anerkennung hinzufügte. Nach der Uebergabe des Ehrenzeichen- u. s. w. fand ein einfach S Mahl statt, wobei der Jubilar Manche- au- feinem Leben, besonders aus den Jahren 1848 und 1849 erzählte. Herr Semmler wird, obgleich er den Achtzigen nahe ist, einen Dienst weiter versehen. In unseren Feldern sieht e- sehr schön aus, feit Jahren haben wir keinen solchen Stand der Saaten, der Kartoffeln, Wurzelgewächse und des Wiesenwachse- gesehen, wie in dem regenreichen Sommer 1898.

§§ A«s dem Zlsbachthale, 1. August. Welch schwere Folgen harmlose Kinderspiele haben können, wenn fie ausarten, zeigt ein Vorfall in einem Orte unseres Thales. Die Schulknaben spielten Bärenschlagen, ein dem Spieß- ruthenlauseu ähnliche- Spiel, wobei einer der Spielenden von den Kameraden leichte Schläge beim Durchlaufen erhält Hierbei muß nun einer der Mitspielenden sehr wuchtig ge« chlagen haben, denn der betreffende Knabe erhielt eine so chwere Verletzung dc- Rückgrade-, daß seine Verbringung u die Klinik nach Gießen angeordnet werden mußte.

Bad Nauheim, 1. August. Gestern traf die Prinzessin Christian von Schleswig.Holstein, Tochter der Königin von England, hier ein und stieg im Hotel du Nord n der Burg.Allee, wenige Schritte von der kaiserlichen Billa i kracht entfernt, ab. Sie stattete heute der Kaiserin von Oesterreich einen Besuch ab.

+ Schotten, 1. August. Vom schönsten Wetter be- ünstigt war der heutige erste Tage unseres diesjährigen Haupt «Markt es gut besucht. Vieh ist reichlich auf* getrieben gewesen, und der Handel ging flott. Fohlen galten bis 200 Mk., Ochsen 750 bi» 900 Mk., Kühe und »'vder 150 bis 400 Mk. resp. 60 bis 150 Mk. An Pferden und Ochsen waren sehr schöne Exemplare auf- getrieben.

Au» der Zeit für die Seit

Vor 406 Jahren, am 3. August 1492, trat Christoph Columbus seine erste große Entdeckungsreise mit drei Schiffen und 90 Seeleuten an. Am 12. October 1492 ent* '^te man um 2 Uhr in der Frühe im Mondenglanze den chtmmernden Saum eines vorspringenden Gestades. Es war die Insel Guanahani, die später den Namen San Salvador