Ausgabe 
1.3.1898 Erstes Blatt
 
Einzelbild herunterladen

Wiesbaden. 26. Februar. Die hiesigen Maler, Lacktrer und Tüncher find heute wegen Lohudtffereuzen tu einen all« gemeinen ®trift eingetreten.

Au-Ur»-.

Wie». 26. Februar. Der akademische Senat der Wiener Universität beschloß, daß sämmtliche Eingaben in Uni» versttät-angelegenheiteu in deutscher Sprache verfaßt sein müffen.

Zuusbruck, 27. Februar. An der Stadtgewerbeschule wurdea mehrere Schüler relegirt, weil sie einer deutschen Verbindung Teutoburgia angehörten und in ihrem Kneip- local, welches schwarz.roth-gold deeorirt war, ein Bild Bis­marcks aufgehäugt hatten undDie Wacht am Rhein" absangen.

Lemberg, 27. Februar. Bisher unbekannt gebliebene Thätrr raubten die griechisch-katholische Kirche in Borhnicze aal.

Budapest, 27. Februar. In dem Stammlocal der Socialiften, Cafv Eontinental, nahm gestern Abend 10 Uhr die Polizei Massenverhaftungen von Social ist en vor. Der Eigenthümer bei Kaffeehauses beabsichtigt beim Ministerium Beschwerde wegen Verletzung del HauSrechtr zu führen.

Paris, 27. Februar. Esterhazy soll es unterlassen, trotz der Grlaubniß des Kriegsministers, die VerleumduugS- klage gegen Matthieu DreyfuS anzustrengen.

Paris, 27. Februar. Hier verlautet, daß mehrere Mit­glieder del CaffationShofeS schon offen für die Verwerfung der Nichtigkeitsbeschwerde Zolas eintreteu, weil der Caffationshof dal Interesse Frankreichs vor dasjenige Zolas stellen müffe.

Rom, 26. Februar. Der Papst ist vou seinem In­fluenza-Anfall wieder vollständig genesen.

Petersburg, 27. Februar. Der Besuch del rumä­nischen KöntgSpaarei beim hiesigen Hofe erfolgt im Laufe des Monats Juni.

Kaue», 26. Februar. Wie hier verlautet, wird das österreichisch, ungarische Truppen - Lontingent Anfang März Kreta verlassen.

Athen, 7. Februar. Der amtliche Bericht über daS Attentat lautet: Heute Nachmittag 5/j Uhr, als Seine Majestät der König in Begleitung der Prinzessin Marie in offenem Wagen von seiner gewohnten Spazierfahrt aus Palaio-Phaleron zurückkehrte, schaffen zwei mit Gral-Gewehren bewaffnete unbekannte Individuen au! einer Entfernung von fast 6 Klafter auf das königliche Fuhrwerk. Sie verwun­deten den Leibjäger, welcher neben dem Kutscher saß, leicht am Bein und die beiden Pferde. Seine Majestät wurde, obgleich er sich erhob, um Prinzessin Marie gegen die Ge- schoffe zu decken, nicht verlktzt und kehrte unversehrt in das Palais zurück.

Athen, 27. Februar. Starke Patrouillen durch­ziehen die Stadls el herrscht vollkommene Rahe.

Athen, 27. Februar. Der König Georg erhielt Glück- Wunschtelegramme von Ihren Majestäten dem Kaiser Wilhelm, dem Kaiser Nicolaus und der Königin Victoria. Bei einer Ausfahrt, welche die königliche Familie nach dem Frühstück unternahm, war dieselbe Gegenstand zahlreicher Sympathiekundgebungen. Im ganzen Lande wurden Bitt­gottesdienste für die königliche Familie abgehalten. Zahlreiche Glückwunschadreffen, in denen dem Abscheu über das Attentat Ausdruck gegeben wird, gehen in dem Palais eia. Der Doyen des diplomatischen Corps, welches unter feierlichem Ceremoniell empfangen wurde, sprach dem König die Wünsche und die Theilnahme des diSplomatischen Corps aas. Von den an dem Mordanschlage Betheiligteu ist bisher noch keine Spur gefunden worden.

Kapstadt, 26. Februar. Im Maschonaland macht man sich auf neue Unruhen gefaßt. 51 eingeborene Ge­gangene, die ihrer Verurtheilung wegen Mordthatev, die sie bei dem letzten Aufstande begangen hatten, entgegensehen, sind in der vergangenen Nacht auS dem Gefängniß in Salisbury entflohen.

Locales tmfc provinzielles.

Stehen, den 28. Februar 1898.

** Personalien. Se. Königl. Hoheit der G r o ß h e r z o g haben Allergnädtgst geruht, den Oberregierungsrath bei der Königlich Preußischen und Großherzoglich Hessischen Eisenbahn- direction Mainz Philipp Maschmaun auf sein Nachsuchm in den Ruhestand zu versetztn und ihm aus diesem Anlaß das Ritterkreuz 1. Klaffe des Verdienstordens Philipps des Großmüthigev mit der Krone zu verleihen,- am 21. geb* mar den RegierungSrath Wilhelm Weicker, Mitglied der Königlich Preußischen und Großherzoglich Hessischen Eisenbahn- direction Mainz zum OberregterungSrath zu ernennen.

** Tagesordnung für die Sitzung der Stadtverordneten- «erfammlung Donnerstag den 3. März 1898, Nach- mittags 31/2 Uhr pünktlich, nötigenfalls mit Fort- fefcung am Freitag den 4. März. 1. Errichtung eine! »ulstchtsthurmeS auf der Hochwarte. 2. Erweiterungsbau ° Realgymnasium- hier: innere Ausstattung desselben. 3. Gesuch des Gießener Lesehalle-Vereins um unentgeltliche Ueberlaffung des südlichen Thorhauses am SelterSthor- hier: bauliche Einrichtungen in demselben. 4. Verbindungsweg zwischen Bahnhof- und Hammstraße. 5. Berathuna des Vor­anschlags der Stadt Gießen pro 1898/99. 6. Anlage eines ^ecten Weges vom pathalogischen Institut nach der Frank- furterstraße. 7. Gesuch deS Karl Puth um Erlaubniß zur Erbauung eines Schuppens am Wieseckerweg. 8. verlängere ung der Wafferleitung ia der Landmannstraße. 9. Fortsetzung der Wasserleitung in der Lahnftraße zwecks Anschlusses des BiebrrthalbahnhofeS. 10. Ausstellung einer Latern: am Ge- räthemagazin auf Oswalds Garten. 11. Anlage eine! Lagerplatzes für die Stadt- hier: Verlegung desselben. 12. Die Holzversteigerung vom 9. März 1896. 13. Die

| Voraussichtliche Witterung: TheilS heiteres, I theill nebeliges Wetter bet leichtem Froste.

tt Lollar, 27. Februar. Der Rechnungsabschluß der | hiesigen Pfennigsparkasse für 1897 ergab ein recht I erfreuliches Resultat. Zu verzeichnen find an Einlagen | 7303,75 Mk. (im Vorjahre 5951,54 Mk.) und an Rückzahl­ungen 2301,81 Mk. (in 1897 5145,85 Mk.)- Zinsenconto I 1194,85 Mk. Das Vermögen beträgt 39,529,10 Mk. und I das Guthaben der Einleger 38,814,53 Mk.- der Reserre- I fand ist auf 714,57 Mk. angewachsen.

w. Schotten, 27. Februar. Heute fand hier der Part ei- I tag der freisinnigen Volkspartei für die Provinz I Oberhessen statt. Die Vertrauensmänner-Vrrsammlung am I Vormittag war von den drei oberheffrscheu Wahlkreisen be- I schickt- als Vertreter der Parteileitung war der Reichstags* I abgeordnete Rector Kopsch.Berlin erschienen. Fabrikant I Eichenauer-Gießen berichtete über den ersten oberhessischeu I ReichStagSwahlkreiS und erklärte, daß die letzte Nachwahl I dal Gute gehabt, daß die Parteigenossen sich dort fester zu- I sammengeschlossen und dadurch die Organisation gefestigter I geworden sei. Selbstverständlich werde die Partei bei der I nächsten Reichstagswahl den Wählern einen entschieden frei- I finnigen Candidaten präsentiren, der aber diese! Mal unter allen Umständen seinen Wohnsitz in der Provinz haben müsse. Ueber die Person desselben werde man sich später einigen. Fabrikant Lamp-Vilbel erklärt, el sei bedauerlich, daß es im zweiten oberhessischen Wahlkreise an riaer Führung für tie Parteigenossen mangele. Weite Schichten der Bevölkerung dort seien entschieden freisinnig und würden dies auch bei der nächsten Wahl bethätigen, wenn ihnen der richtige Mann al* Candidat präsentirt würde. Man hoffe, im zweiten Wahl- kreise selber diesen Mann gefunden zu haben und seien Be­mühungen im Gange, denselben zu bestimmen, eventuell en-e ! auf ihn fallende Wahl anzuuehmen. ES bewerben sich sechs Candidaten um das Mandat diese! Wahlkreise!, bet einer zielbewußten Leitung und bei tüchtiger Agitation sei el mög­lich, den freisinnigen Candidaten in die Stichwahl zu bringen und dann in dieser einen Sieg zu erringen. R:cht!anwalt Reh-Allfeld bemerkte, daß auch im dritten Wahlkreise dir Aussichten für einen freisinnigen Wahlsieg keine ungünstigen feie», wenn man einen Mann al! Candidaten aufstelle, der der Provinz entstamme und die heimischen Verhältnisse kenne. Reichstagsabgeordneter Kopsch theilte mit, daß in über 70 Wahlkreisen die Caudidatenfrage im Eivverständniß mit den linksliberalen Parteien für die freisinnige Volkspartei erledigt sei und daß nur in etwa zehn Fällen diese Frage zwischen der freisinnigen Bereinigung und der freisinnigen Volkspartei zu Differenzen geführt hat, deren Beilegung aber zu erwarten steht. Unrichtig seien alle die Nachrichten, welche die Sache so hinstellen, al! wenn in diesem Punkte die frei* sinnige Volkspartei es wäre, welche kriegerisch gesinnt sei. DaS Gegentheil sei der Fall. ES sei nothwendig, an die Vorbereitungen für die Wahlen heranzugehen und damit nicht zu säumen. Die Führung deS BeztrkSverbandes der frei­sinnigen Volkspartei Oderhessenl wurde sodann von Rechts­anwalt Reh Namen! bei dritten oberhessischen Wahlkreises für das laufende Jahr dem Wahlkreis Gietzen-Grünberg- Nidda übertragen. In den Vorstand wurden gewählt: für den ersten Wahlkreis Rechtsanwalt Grüne Wald-Gießen, Bürgermeister Heller-Lich und H. Schmidt I., Grünberg, für den zweiten Wahlkreis Lamp-Vilbel, Langsdorf Friedberg und Schafer-Büdingen, für den dritten Wahl­kreis Reh-Alsfeld, Schlossermeister Borvmann-AlSfeid und Hch. Kromm-Schotten. Am Nachmittag sprach der Reichstagsabgeordnete Rector Kopsch in zahlreich besuchter öffentlicher Versammlung über die Handelsverträge, die Ent. schädigung unschuldig Verurtheilter, die Neuregelung der Militärstrafproceßordnuug und ging dann auf die Marine- Vorlage näher ein. Er bemerkte hierzu, baß auch seine Partei für den Schutz be! heimischen Küsten bewilligen werde, wa! unbedingt nöthig sei. Auch zum Schutze des deutschen Handels seien seine Freunde bereit, ein Opfer zu bringen.

Schlitz, 24. Februar. Soeben traf die Trauerkunde von dem in Hamburg nach kurzem Krankenlager erfolgtrn Ableben unsere! verehrten und verdienten Mitbürger! Gg. Laugheinrich, Inhaber der weltberühmten Weberei Gg. Laugheinrich ein. Der Verstorbene kehrte vor etwa 14 Tagen von einer Geschäftsreise au! Norwegen nach Deutschland zurück, wo ihn in Hamburg eine tückische Krank­heit ereilte und seinem thatenreichen Leben ein leider allzu frühe! Ziel setzte.

Badenrod, 22. Februar. Am 18. d. M. feierte unf.-r Polizeidiener sein 25 jährige! Dienstjubiläum. Auf eine Einladung hin versammelte sich Abend! 7 Uhr in der Wohnung de! Bürgermeisters der gesummte Ortsvorstar d von Vadenrod, brachte daselbst dem Jubilar seine Glückwünsche dar und überreichte ihm baß vorgesehene Ehrengeschenk, be­stehend aus einer neuen Uniform, einem Paar Stiefel und einem Ruhesrffel. Es wurden dann noch einige frohe Stunden verlebt. Möge es dem Jubilar vergönnt sein, noch recht lauge sein Amt zu verwalten.

Fischbach, 23. Februar. Der leider noch vielfach be* stehende, verwerfliche Brauch bei Topfwerfen- auf Fast­nacht war am Mittwoch hier von einer groben Ausschreitung begleitet. Am Abeub jeueS Tage! wurde von ruchloser Hund mit einem SchnapSkmg ein Fenster unseres Schulhauses zer­trümmert. Polizeianzeige ist erhoben.

4~ Hof Danernheim, 27. Februar. Ein hier bediensteter Schweizer zog sich beim Gebrauche der Häckselmaschine da­durch eine schwere Verletzung zu, daß dessen eine Hand unter das Messer gerieth, welches ihm vier Finger fast durch- schnitt- auch trug der Arbeiter hierbei noch Handquetschungen davon.

A Mai»), 27. Februar. Geheimer RegierungSrath Maschmaun, Mitglied der .'hiesigen Eisenbahndirection, tritt mit dem 1. April in den Ruhestand. Der Genannte war mit dem Oderbavrath Hehl au! der Verwaltung ber-

PrÜfung der Rechnung der Stadt Gießen vom Jahr 1896/97. 14. Gesuch be! Ernst Fleck zu Gießen um Erlaubniß zum WirthschaftSbetrieb im Hause Ederftraße 6.

* Stadttheater. Die gestrige SonutagS-vorstellung, in welcher das volk-stückDer Meineidbauer" von Anzen­gruber zur Aufführung kam, befriedigte in hohem Maße bas zahlreich erschienene Publikum. Insbesondere feffelte bie Wiedergabe derBroni" seitens der geschätzten Gästin Frl. Clara Drucker durch ihr von innersten Impulsen be­wegtes, natürliche! Spiel. Alle übrigen Mitwirkenden trugen nach Kräften und Gebühr dazu bei, dem Stück die mächtige Wirkung durch flotte! Zusammenspiel zu verleihen. Der Beifall de! der Handlung mit steigendem Interesse folgenden Auditoriums war nach jedem Actschluß anerttnnenb Ubhaft.

* Stadttheater. Der durch seine wiederholten Gast­spiele hier bestens bekannte und beliebte erste Held und Lieb« Haber des Kölner Stadttheaters, Herr Oscar Bohnse, absolvirt hier am Mittwoch den 2. März ein einmalige! Gast­spiel als@raf Essex".

**Pr. Eaalbauvereiu. Der Verein zur Förderung eine! Saalbaues in Gießen hatte für fein gestrige! zweite! Concert vor allen Dingen in Herrn Dr. Ludwig Wüllner au! Köln einen Künstler gewonnen, dessen Auftreten man nach Allem, was man vorher über ihn gehört oder gelesen hatte, mit Spannung erwarten mußte. Herr Dr. Wüllner ist ein viel umstrittener Mann, der namentlich vom Beginn seiner Sängerlaufbahn an eine Menge der verschiedensten Kritiken erfahren, wohl aber selten oder nie die Bühne oder; baß Conceltpodium verlassen hat, ohne vom Publikum mit Beifall-äußerungen geradezu überhäuft Worben zu sein. Wir haben den Künstler schon im vergangenen Jahre gehört und glauben uns um so eher zu einem Urtheil über ihn berechtigt, al! wir in unserer früheren Meinung Über ihn nur in hohem Grade bestärkt worden find. Vor allen Dingen möchten wir der Ansicht Derjenigen widersprechen, die Herrn Dr. Wüllner keine, ober doch nur geringe Stimmmittel zuerkenneo. Daß seine Stimmmittel sogar nicht unbedeutend find, hat er in den letzten Liedern von Brahms vollauf bewiesen- zu üer­beuten wäre e« ihm aber gewesen, hätte er die gleiche Kraft bei allen Gesäugen anwenben wollen. Das Organ des I Künstler! ist großen Anstrengungen auf die Dauer nicht ge- I wachsen, deßhalb geht er sparsam damit um und ersetzt, maß I er an Klangfülle und Klangschönheit nicyt zu bieten vermag, und I hierin liegt nach unserer Meinung seine Hauptstärke, durch I eine äußerst wirkunglvolle Declamatiou und durch auldruckl- I volle!, durchaus nicht störende! Mienenspiel, die ihm jedelmal I einen durchschlagenden Erfolg sichern. Mag mancher seiner I Stimmcollegen ihn an Wohllaut und Fülle de! Organ! Über- I treffen- Wüllners Vorträge haben den unendlichen Vorzug, | nicht nur tief durchdacht und tief empfunden zu sein, sondern I auch durch die erforderlichen beclamatorischen Hilfsmittel hin- I reichend unterstützt zu werden. Was ihm allerorts begegnet, I geschah auch hier: daS Publikum war begeistert und gab sich I nicht eher zufrieden, als bis er sich mit einer Zugabe (Meine I Liebe ist grün) von Brahm! loSgekauft hatte. Zwischen den I Liedervorträgen be! Herrn Dr. Wüllner sang 6er Damen- I chor deS akademischen Gesangverein! einige Frauenchöre mit I Clavierbegleitung von Hehmann-Rheineck und DvlibeS, die I auf! Neue ein sehr günstiges Zeugniß vom Können sowohl I der Sängerinnen als ihres Leiters, Herrn UniverfitätSmufik- I director Trammann, ablegten. Zu Anfang und am Schluß I des Programm! standen die Claviersonate von Mozart in D j und Variationen über ein Hahdn'sche! Thema vou Brahm! I für zwei Claviere, um deren Widergabe die Herren Musik- I director Spengel aus Hamburg und Herr Musikdirector I Trautmann sich in hohem Maße verdient machten. Auf diesem I Gebier der Kummermufik wirb im Allgemeinen in Concert- I sälen nur wenig geboten, sodaß man gern einmal einigen I Nummern davon auf dem Programm begegnet, namentlich I wenn die Wiedergabe eine so gute ist, wie die gestrige. Be­sonder! wohl gelungen erschien uu! bie Sonate von Mozart, bie im Zusammenspiel wie im Vortrag ganz prachtvoll ge- spielt und mit Recht burch lebhaften Beifall ausgezeichnet würbe. Dem Verein zur Förderung eine! Saalbaue! wünschen wir für bie Zukunft weiter so glückliche Erfolge - bann wirb er seine zunächst gesteckten Ziele sicher erreichen.

Jubiläum. Heute am 1. März find eS 25 Jahre, seit KreiSamtSgehilfe Weeg bei hiesigem Großherzoglicheu KreiSarnt all Gehilfe eintrat. Wir freuen uns, dem Ge­nannten zu feinem Jubiläum gratuliren zu können und wünschen, daß derselbe noch lange Jahre bei guter Gesund­heit seinem Dienste vorstehen möge.

** Zar Berhütuug von «ifeubahuunfalle» an Weguber- fuhruugeu hat Minister Thielen nachfolgenden Erlaß er- gehen lassen:Bei verkehrsreichen Eisenbahnübergängen über zwei ober mehrere Geleise in Schienevhöhe, deren Schranken unmittelbar vom Wärter bedient werben, ist cS vorgekommen, baß bie Schranke auf der dem Stanbpuukte des Wärter! entgegengesetzten Bahnseite nach Durchfahrt e-ne! Zuges durch Unbefugte in dem Glauben geöffnet wurde, daß der Ueber- gang nun frei sei, während auf einem anderen Geleise, von dem vorübergtfahrenen Zuge verdeckt, ein zweiter Zug heran- kam und die Personen, die nach Oeffuung der Schranke auf die Bahn gelangt waren, gefährdete. Um die! zu verhüten, ist, soweit e! noch nicht geschehen, darauf Bedacht zu nehmen, bet Ueberwegen der vorbezeichneten Art, namentlich in Gegenden mit großer Arbeiterbevölkerung, die Schranken so mit der Antriedvorrichtung zu verbinden, daß keine von ihnen gegen den Willen del Bahnwärters geöffnet werden kann."

* Wetterbericht. Da! tiefe Centro« einer nordwest­lichen Depression liegt heute über den Hebriden, wobei das Barometer namentlich über Schottland und über der Nordsee weiter gesunken ist. Außerdem bedeckt relativ niederer Druck das Mittelmeergebiet. Ueber dem größten Theil be! Conti- nentl hat bagegen der Luftdruck noch zugenommeo, und ver- läuft von seinem Kerne über Rußland ein Rücken in süd- westlicher Richtung bi! zur BiScahasee. Auf unserem Ge ! biete ist bei leichtem Froste bie Witterung vielfach nebelig.