Ausgabe 
31.8.1897 Erstes Blatt
 
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Sin Anblick znm Erbarmen bot sich den Anwesen«

zugeben und einen raschen Friedensschluß herbeizuführen, um alsdann gegen das Treiben der genannten Gesellschaft energisch auftreten zu können.

Brussel, 30. August. Iw Trouqill-Flusie ertranken beim Baden vier Touristen,- ihrer Kleidung nach find eS Tyroler. In MonS wurden ihre Leichen geborgen.

und Wortmann. Ende September oder Anfang October L IS. findet in Mainz ein Hessischer Handelskammer tag statt, auf defien Tagesordnung u. A. der von der Kammer

eS zu thun, sondern mit einem Unglücklichen, nicht zu richten hätten wir, sondern zu beklagen. An diesem Grabe werde eS laut und deutlich verkündet, daß der Mensch nichts ist, wenn Gott die Hand von ihm zieht, wenn ihm die göttliche Sonne verhüllt und tiefer Schatten sich auf den Geist hernieder« senkt, täglich sollen wir zu Gott beten, daß er von uns ab­wendet ein Geschick, wie dasjenige des Unglücklichen, der nicht mehr Herr seines Willens und seiner Handlungen gewesen. Herr Pfarrer Schlosser gedachte hierauf der unglücklichen, ihrer Familie beraubten Mutter,- wenn wir eine Gnade von Gott zu erflehen hätten, so wäre eS die, auch die unglück­liche Gattin und Mutter zu sich nehmen, sei eS aber Gotte- Wille, fie am Leben zu erhalten, so sollten wir Gott an- flehen, daß er ihr dann mit seinem Tröste beiftehen möge. Lange, nachdem die ersten Erdschollen auf die die irdischen Ueberreste der Armen bergenden Särge gefallen, umstanden noch die von den hehren Worten des Pfarrers tief Ergriffenen die Stätte, in der Jene Ruhe gefunden, deren Leben ein hoffentlich in der Geschichte Gießens einzig bleibendes Unglück einen so schrecklichen Abschluß gegeben.

P. Die Weihe beS neuerbanten Gemeindehäuser der is­raelitischen Religionsgemeinde. Gestern Morgen gegen 9 Uhr fand die Einweihung des in der Lonhstraße stehenden neuen HauseS unter Anwesenheit Sr. EhrwÜrden des emeritirten Provinztalrabbiners, Herrn Dr. Levi, des Vorstandes der Gemeinde Herr Eommerzienrath Heichelheim war ab« wesend und eines erheblichen ThetleS von Gemindemit« gliedern unter Mitwirkung deS Synagogenchores durch den neuberufenen Geistlichen, Herrn Dr. Sander, statt. Zur Vorgeschichte des Hauses sei bemerkt, daß dasselbe seine Ent­stehung der hochherzigen Initiative deS Eommerzienrath Heichelheim'schen Ehepaares wesentlich verdankt, das am Tage seiner silbernen Hochzeit unter Anderem einen Fond von 20000 Mk. für diesen Zweck spendete und so die Möglich- kett bot, ohne allzudrückende Belastung deS GemetndesäckelS etn HauS zu erbauen, das zu mehrfachen wichtigen Zwecken benutzt werden kann. Eine Gedenktafel, welche im Betsaal angebracht ist, legt Zeugntß hiervon ab. DaS HauS hat einen ziemlich bedeutenden Umfang und besteht aus dem Parterre, dem Mittelstock und der Mansarde. Zu ebener Erde befinden sich der Bel«, Schul- und Sitzungssaal, im zweiten Stocke Wohnung für den Cantor, und die Mansarde soll dem demnächst zu ernennenden Gemeinde- und Kirchen­diener Aufnahme gewähren. Die ganze Einrichtung bekundet Geschick und Geschmack, so daß die größte Gemeinde stolz da­rauf sein könnte, ein solches Haus zu besitzen. Ueber den Weiheact bemerken wir da« Folgende: Aus der Haupt­synagoge an der Südanlage wurden zwei prächtig geschmückte Thorarollen unter Intonation eines entsprechenden Chorals hereingetragen und vor den Altar poftirt. Hierauf ergriff Herr Dr. Levi das Wort zur Einleitung der Feier, seiner

eine Besprechung Über die event. Über die Lage des Klein­handels zu veranstaltenden Erhebungen stehen. Zu erstem Punkte erstattet der Vertreter der Kammer das Referat. Zu Delegirten werden der Herr Vorsitzende, sowie Herr Balser gewählt. Die Kammer hat am 7. dS. Mts. bei König!. Eisenbahn-Direction Frankfurt a. M. einen Antrag auf Her« ftellung einer Unterführung vom Personen«

CocwUs rrnd

Gießen, den 30. August.

** Sitzung Großh. Handelskammer vom 27. August 1897. Anwesend die Herren: Koch, Scheel, Balser, Kraatz, Kltngspor

Forderungen: Einheitliche Jnspection aller industriellen Be« triebe, der Hausindustrie und der Landwirthschaft,- weibliche Jnspectoren für die Frauenarbeit- unbeschränktes Coalitions« recht für alle Arbeiter und Angestellten beiderlei Geschlechts und offizielle Anerkennung ihrer Secretariate und Kammern; die Einführung eines allgemeinen, gleichen, directen und geheimen Stimmrechts für die Wahlen zu den gesetzgebenden Körperschaften,- eine eifrige Propaganda für den Arbeiter« schütz,- die Veranstaltung periodischer internationaler Congresse. Hierauf wurde der Congreß geschloffen.

Rom, 28. August. Der Ministerrath genehmigte den FreundschaftS« und Handelsvertrag mit dem König Menelik. Capitän Ciccodicola wurde zum Minister- residenten beim NegnS ernannt, der Minifterrath stimmte zugleich principiell dem Projecte des NeguS über die Grenz« regulirung zu.

Brussel, 28. August. Bezüglich der mehrfach erwähnten Reise des Deutschen Kaisers ist bis jetzt noch keine Bestätigung erfolgt. Von zuständiger Seite wird an der Ansicht festgehalten, daß der Besuch in Ostende oder Spaa statifinden soll.

Paris, 28. August- Zu der französisch-russischen Allianz schreibt derGauloiS": Am 25. August ist im kaiserlichen Palast zu Peterhof zwischen dem Zaren und dem Minister Murawjew einerseits und dem Präsidenten Faure l und Minister Hanotaux andererseits ein Vertrag unterzeichnet worden, der sich im Wesentlichen mit dem unter Carnot ab­geschlossenen Vertrage deckt, aber eine neue Bestimmung ent­hält, welche den Zweck hat, den europäischen Frieden zu bekräftigen. Dieselbe wird aber ihrer Wichtigkeit wegen nicht veröffentlicht werden,- dieser neue Zusatz wurde von dem Zaren, dem Präsidenten Faure, sowie den Ministern I Marawjew und Hanotaux gegenseitig unterzeichnet. Der I GauloiS" glaubt zu wiffen, daß in einzelnen Fällen Ruß- I lanb und Frankreich die Waffen gleichzeitig ergreifen werden, I um Recht und Billigkeit zu schützen. DaS Bündniß sei bis« her ein defensives gewesen, vom 25. August dsS. IS. an sei I rS ein offensives.

Paris, 28. August. Meldung derAgence HavaS". I Die Mächte haben den Vorschlag Lord Salisburys abgelehnt, I uach welchem Rußland, Frankreich und England die An- I leihe garantiren sollten, welche Griechenland zur Zahlung I der Kriegsentschädigung aufnehmen muß. Die Mächte find I der Ansicht, daß ihre eiomüthige Uebereinstimmung aufrecht- I erhalten werden muß.

Loudon, 28. August. AnS Simla wird gemeldet, daß I der Telegraph längs der Bolan«Paß «Eisenbahn an I mehreren Stellen durchschnitten worden ist, waS in I Quetta lebhafte Beunruhigung erregt.

Warschau. 28. August. Das Zarenpaar trifft am I 31. ds». MtS. hier ein und verbleibt bis zum 4. September I hterselbst.

Konstantinopel, 28. August. Der Ministerrath beschloß, eine Note an die Großmächte abzusenden bezüglich der Ber« I zvgernng des Friedensabschlusses.

beantragte Gegenstand:Gewährung von 25 Kgr. Frei­gepäck auf Fahrscheinhefte im inländischen Verkehr", sowie

bahnhofe der Main-Weser-Bahnhof zum neuen Güterbahnhof resp. der Biberthalbahn gestellt. Dieser Antrag ist von genannter Direction abgelehnt worden. Die Kammer ist der Ansicht, daß diese Verkehrserleichterung nicht zu entbehren sei und wird darum ferner für die Ver­wirklichung derselben in geeigneter Weise eintreten. Zum Vertreter bezw. Stellvertreter im Bezirks-Eisenbahn- rath in Frankfurt a. M. werden die Herren Koch und Heichel­heim für die nächsten drei Jahre gewählt. Am 1. October l. Jahres findet die Eröffnung der Neubahnftrecken Fried­bergBeienheimHungen und Beienheim- Nidda statt. Das Nähere über die Güterabfertigung rc. ist auf der Kammer zu erfahren. Die von der Stadt Barletta für den Mai d. Js. zugesagte Wiederaufnahme der Ausloosung von Antheilscheinen lhrer Loosanleihe vom Jahr 1870 ist unterblieben und eS erscheint die Erfüllung der von der Stadt Barletta Übernommenen Verpflichtungen vorläufig in Frage gestellt, zumal die über die Neuordnung deS AnleihedicnsteS eingeleiteten Verhandlungen ins Stocken gerathen find. Der Kammer ist ferner ein Bericht über die Maschtneneinfuhr nach Indien und eine Mittheilung über zweifelhafte Firmen in den Niederlanden zugegangen- Jnteressenten können im Geschäftszimmer der Kammer hier­von Kenntniß nehmen.

** Gewerbe-Gericht. Im Monat August kamen drei Fälle zur Entscheidung unter Zuziehung von Betfitzern. Kellner H. wurde von Gastwirth P. zur Probe aufsofort" engagirt. Nach Verlauf von D/4 Stunde will H. seine Stelle antreten, die aber von P. inzwischen anderweitig besetzt wurde. H. klagt bin Betrag von 10 Mk. 80 Psg. au« § 124b ein. Beklagter wird zur Zahlung verurtheilt. DaS Gericht nimmt an, daß Beklagter dem Kläger unbedingt Gelegenheit geben mußte, die Stelle anzutreten. Der ArbeitSoertrag konnte dann von einem der beiden Theile am nächsten Tage schon gelöst werden. Maurermeister L. klagt gegen den Arbeiter D. auf Forderung au« § 124b wegen rechtswidrigem Ver­lassen der Arbeit. Dem D. wurde von Seiten des Klägers während des Arbeitsverhältnisses ein Vorwurf gemacht, der allerdings nicht berechtigt war. Das Gericht stellt fest, daß dieser Vorwurf nicht unter § 1242 der Gewerbeordnung falle und den Arbeiter nicht berechtige zum sofortigen Ber- lassen der Arbeit, derselbe demgemäß zur Zahlung von 10 Mk. 80 Pfg. und 1 Mk. Kosten zu verurtheilen sei. Derselbe Kläger klagt gegen den jüngeren Bruder deS D. aus gleichen Gründen. Durch die Verhandlung ergiebt sich, daß Kläger mit Thätlichkeiten gegen D. voiging. Auf Grund fce8 § 1242 war Beklagter berechtigt, die Arbeit sofort zu verlassen, und wird Kläger L. mit seiner Klage abgewiesen. D. erhält seinen rückständigen Lohn und Entschädigung für entstandene Zeitversäumniß.

Depesche» deS BureauHerold.'

Berlin, 29. August. StaatSsecretär Frhr. v. M a rsch all

hat Berlin bereits wieder verlassen und fich zunächst nach

Frankfurt a. M. begeben.

Berlin, 29. August. Wie demLocal-Anzeiger" aus

Kiel telegraphirt wird, verlautet in Marinekreifen, daß

Fürst Bismarck die Ehrung des Kaisers, der den neuen

erstklassigen KreuzerErsatz Leipzig" auf den NamenFürst

Bismarck" taufen lassen will, angenommen hat. Der Stapel«

lauf deS Schiffes findet am 15. September statt. Augen­

blicklich werden Vorbereitungen getroffen, daß der Hofzug des

Kaiser«, der dem Stapellauf beiwohnen wird, direct in die

Kaiserwerft einläuft. Ob Fürst Bismarck dem Taufact bet-

wohnen wird, hängt von seinem Gesundheitszustand ab.

Berlin, 29. August. Nach einem Telegramm derMagd. Ztg." aus Kiel steht es jetzt fest, daß der Kaiser Ostern nächsten Jahres eine Reise nach Jerusalem unternehmen wird. DaS Commando derHohenzollern" ist von dieser Absicht

des Kaisers unterrichtet worden. Der KreuzerGefion" wird

die Kaiseryacht begleiten. Die Dauer der Reise soll zwei Monate betragen.

(5,., derlin, 29. August. Im Weißen Saale de« Königlichen

Schlosse« fand gestern Nachmittag Paradetafel und Abends

0m4ct1 ^pernhause The&tre pare statt. Au beiden festlichen Veranstaltungen nahm der König von Siam Theil.

h®icn' 291 August. Da« Bad Burgstall bei Büren

L0CklOa t 9C Feuersbrunst zum größten Theil

eingeaschert worden.

«.fnnh.n".0?'« * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * 29( 3" elt,Ct S-st-'N Abknd statt-

gefuad-atn Versammlung der strtkeuden Maurer

wurde einstimmig beschlossen, den Strike mit allen Kräften

würden I?" bet Auszahlung der Wocheulöhne .wurden in allen Fabriken und Arbeitsstätten umsangreiche

Sammlungen für die Strikenden veranstaltet.

29_August. Osficiö« wird entgegen derGauloiS- Meldung versichert, daß am 25. August in Petersburg ein unein0ef$ranfter Offenfib» und Defenstv-Vert^rag unterzeichnet worden ist. 8

Wlb Saure wird am DI-n«t-g

1 Umln ®^ntll*en und an demselben Tage Abend, 6 Uh? in Pari, eintreffen. Für den Empfang werden grostartiae Vorbereitungen getroffen. D-. P-äfid-n? wird am Bahnhos- von den Min st-rn und anderen hohen Würdenträgern -m. pfangen und im Zuge nach dem Elysee geleitet werden Aus dem ganzen Wege dorthin wird Infanterie Spalier bilden An die Armee sollen am Dienstag Seitens de- Gemeinde! raths 100 000 Franc« vertheilt werden.

Athen, 29. August. Die Regierung ist infolge neuerlicher bedenklicher Agitation derEtnike Hetairia" fest entschlossen, den Widerstand gegen die internationale Finanzcontrole auf«

Gewerbe-Gericht. Für den Monat September siod als Beisitzer des Gewerbegerichts für die Arbeitgeber Uhrmacher Otto Schmidt, für die Arbeitnehmer Drechsler Bock bestellt.

* Zustizperfoualieu. Herr GerichtSasseffor Pfeiffer ist vom 3. September ab mit den Geschäften des Amts- _ anwaltS beim Amtsgericht Gießen betraut.

Paris, 30. August. Der Kriegeminister sowie der * DaS entsetzliche Saintliendrama, welches am Donnerstag Martneminifter befahlen, telegraphisch allen Commandeuren früh mit Windeseile der Stadt kund wurde, hat gestern Noch zu übermitteln, daß anläßlich der Rückkehr deS Präsidenten mittag auf dem hiesigen Friedhöfe durch Beerdigung der aus Rußland sämmtliche Militärgebäude geflaggt unglücklichen Opfer der Katastrophe zum Theil seinen Ab- und illumintrt und den Soldaten SonntagSurlaub gegeben schluß gefunden, zum Theil, denn immer noch ringt die werden soll. I unglückiche Gattin und Mutter mit dem Tode, obgleich An-

Pari», 30. August. Offiz'öS wird versichert, daß am zeichen dafür vorhanden, daß fie die Ihrigen überleben wird. | 25. August der uneingeschränkte Offensiv- und Defensiv- Einer förmlichen Völkerwanderung glich der Zug der Ein- Vertrag unterzeichnet worden sei. Obwohl die Decora- wohnerschaft nach dem hiesigen Friedhose, still fügten fich die ttonen in den Straßen langsam fortschreiten, glaubt man Erschienenen den besonderen polizeilichen Anordnungen, die doch, daß das morgen stattfindende Allianz-Fest die AuS« | angesichts eines solchen Menschenandranges unvermeidlich dehnung de« Nationalfestes erreichen wird. Die Kaufleute waren und doch Jedem ermöglichten, die mächtigen Eindrücke, beschlossen, ihre Läden zu schließen. die eine solche Trauerfeier auf daS Gemüth de« Menschen

Marseille, 30. August. In einer gestern hier abgehal« auSüben muß, mit hinweg von der Stätte des Friedens zu tenen Volksversammlung wurden von den socialistischen nehmen. ---- " ~

Abgeordneten und Municipalräthen heftige Reden gegen die den, als die durch Heranziehung fremder Kräfte auf 16 Mann Regierung wegen der Brodtheuerung gehalten. erhöhte Schaar der FriedhofSarbeiter, je vier einen Sarg

Madrid, 30. August. Marschall Martinez Campos er« tragend, aus der Leichenhalle traten, hierbei schon blieb kein feilte der Köntgin-Regentin in einer langen Unterredung Auge trocken. Langsam bewegte fich der Zug zwischen dem über die cubanische Frage den Rath, General Weyler ab« spalierbildenden Publikum, auS dem man öfter Schluchzen zuberufen. Die Villa Miramar, der Aufenthalt der vernahm, nach dem neuen Theile des Friedhofes, an dessen königlichen Familie bei San Sebastian ist streng abge« diesen von dem alten trennender Mauer ein Familiengrab sperrt und wird von zahlreichen DetectivS bewacht. In hergerichtet war. Als die Särge, der des Vaters in der Mitte, Nord-Spanien find die Behörden angewiesen, ihr besonderes zur Rechten die beiden Knaben, zur Linken der deS Mädchen«, Augenmerk auf die Agitation der Karliften zu richten. in da« Grab versenkt, trat Herr Pfarrer Schlosser beton, um seine« Amtes zu walten. Seine Verfichemng, daß ihm

WB. Elberfeld, 20. August. Der von Steeb kommende von den vielen schweren Gängen, die er nach dem Friedhöfe Personenzug 819 stieß Nachts 12»/4 Uhr in der Station gemacht, keiner so schwer gefallen, al« der heutige, fand Be« Vohwinkel auf den in derselben Richtung ausfahrenden stätigung durch die nicht zu verbergende tiefe Bewegung in Perfonenzug 822. Zwei Reisende find tobt, zwölf schwer, seinem Inneren. Seine auf Grund des 39. Psalmen ge« zwei leicht verletzt. Die Locomotive, ein Packwagen und haltene Rede machte auf die Zuhörer einen erschütternden Ein fünf Personenwagen find erheblich beschädigt. Die Ursache druck und war geeignet, Manches, wa« in den letzten Tagen des Zusammenstöße« ist noch unbekannt. | über das traurige Ereigniß gesprochen, in anderem, milderem

Lichte erscheinen zu lassen. Es habe sich wohl Mancher ge« wundert, daß er, ber Pfarrer, heute an dem Grabe eine« Mannes stehe, der seinen neben ihm liegenden Kindern selbst ein so kurze« Lebensziel gesetzt, er habe eS aber gethan, denn er habe die Ueberzeugung, daß der Unglücklichste von Allen gerade der Vater gewesen,- seit langer Zeit habe er gerungen mit den finsteren Gewalten, die ihn bedroht, je mehr er fich gewehrt, desto ohnmächtiger sei er gewesen. DaS Unheim« ltche an dem Character dieser Krankheit sei, daß sie den Menschen dahin treibe, wo der Wille dem Drange weichen müsse, der Unglückliche sei nicht mehr Herr seines Willens gewesen. Der Herr Pfarrer gab flehentlich der Mahnung Ausdruck, daß doch mehr geschwiegen werden möge, daß nicht mehr so viel Liebloses über den Unglücklichen gesprochen werden möge, rote seither, eS sei unchristlich und unmenschlich, sowohl dem Heimgegangenen wie den so schwer geprüften Hinterbliebenen gegenüber so zu sprechen, nicht mit einem Verbrecher habe man