Ausgabe 
30.7.1897 Erstes Blatt
 
Einzelbild herunterladen

sch-iult-b, datz «udrör« Ballon schon °°4 W Togen bi« ,um Weihen SRtere hinabgettteben wölben sei, zumal »er Ballon beim «nsftieg gegen Norden trieb.

Sothenbnrg, 28. Juli. Der Bruder AudrLe«, Haupt, »an- AndrL-, hat nach B-rgleich mit den von «ndrse beim Ausstieg zurückgelafleueu F-ff-ll-iu-n, die vorn Dampser -®toen3f|unb* * hierher gebracht worden stob, berechnet, daß die cm Ballon AndrLeS noch befindlichen Leinen zu. samrnen 123 Meter länger find, als »au verwuthet.

Kairo, 28. Juli. Der Jaaltnstamw, der sich gegen den «balifes aufgelehot, errichtete zusammen mit dem Haffaoiastamme einen bewaffneten Posten in Gakdul. Der befreundete Hawawtrstamm griff Gabra an unb töbtete viele Derwische, barunter einen mächtigen Emir. Sin Augenzeuge bei Kampfes zwischen beu JaalivS und Derwischen verfichert, die ersteren seien geschlagen. Beide Theile erlitten schwere Verluste. Die Jaaltns kämpften verzweifelt, bis die Munition auSgtng. Biele Jaaltns flohen nach Doogolo, wo fie sich mit den eghpttschen RegierungStruppen vereinigten. Die Einnahme MetamuehS burch Derwische wirb bestätigt.

Depeschen des Bureau »Herold/

Verein. 28. Juli. Der Kaiser ist heute Vormittag in Bergen etugetroffeo.

Berlin, 28. Juli. Die Kaiserin wirb mit ihren Kindern schon vor der Reise nach Rußland tu WilhelmShöhe erwartet. Im Laufe des Monats August wirb fie nach der Mckkehr aus Rußlanb zum Besuche bet griechischen Kron- Prinzessin in WilhelmShöhe wteber etutreffev.

Berlin, 28. Juli. DaSMilitär-Wochenblatt" ver. öffeutlicht eine große Zahl BerSnberungen innerhalb der preußischen Armee. U. A. find acht General- Majore zur Disposition gestellt.

Berlin, 28. Juli. Die9iorbb. Allg. Ztg." ist zu der Erklärung ermächtigt, baß bte MiUhetlung, die brutschen Uoterhänbler beim Abschluß beS beutsch.russischen HanbelSvertrageS hätten eS bei ber Eollationirung derart an Aufmerksamkeit fehlen laffeo, baß eS den russischen Uoterhäublern gelungen sei, eine beutscherseitS abgelehnte Be- sttmmuog über die Eisenbahvtarise in beu Vertrag einzu- schmuggeln, vollstänbig auS ber Luft gegriffen ist.

Berlin, 28. Juli. DaS Togo-Abkommen zwischen dem Deutschen Reiche unb Frankreich ist, wie .'jetzt officiell erklärt wirb, vor seiner Ratification mehreren auf colonialem Gebiete einflußreichen Personen, wie bem Herzog Johann Albrecht von Mecklenburg als Präfideuten der deutschen Coloutalgesellschaft mttgetheilt worden. Es sollte so der Beweis geführt werden, daß Deutschland seine Rechte mög. lichst gewahrt habe.

Berlin, 28. Juli. DieBerl. Reuest. Nachr." ver- öffentlichen eine längere Zuschrift deS Abgeordueten Kardorff, in welcher derselbe die Eingabe deS Bundes der Landwirthe vertheidigt und zu dem Schluß kommt, daß die Laudwirthschaft dem Bunde der Landwirthe dankbar sein müffe, selbst wenn ein Theil derselben die Einbringung deS Antrages zur Zett für wenig opportun und keinen Erfolg versprechend erachte.

Berlin, 28. Juli. DerNationalllb. Eorresp." zusolge ist die Eingabe deS Bundes derLaudwirthe wegen Sperrung der Getreide-Einfuhr von den Herren Dr. Hahn, Dr. Röficke und v. Plötz verfaßt, abgesandt und veröffent­licht worden, ohne daß auch nur die leitenden Vertrauens- männer der Provinzial-Organisattoo vorher davon in Rennt- niß gesetzt worden find.

MouS, 28. Juli. Gestern Abend haben wiederum zwei­tausend Ausständische die Arbeit wieder ausgenommen. Das Elend wächst mit jeder Stunde. Auf den Straßen stehen bettelnde Ausständische. Die erwarteten Geldspenden der frauzöflschen Arbeitervereine blieben auS. Infolge einer Schlägerei zwischen franzöfischen und belgischen Bergarbeitern in LenS forderten sämmtliche Arbeiter der französischen Beleg­schaft rte Entlassung ihrer belgischen Genoffen und drohten im anderen Falle mit dem AuSstand.

Paris, 28. Juli. Den Hauptgegenstand der Eonserenz zwischen dem Grafen Goluchowski und dem Minister Hanotaux bildete, wie von gut unterrichteter Seite versichert wird, die Schwierigkeit, welche Deutschland in der Kriegs- entschädigungSfrage dem FrtedenSabschluß bereitet. Goluchowski soll es gelungen sein, Hanotaux davon zu über­zeugen, daß Deutschland keine Sonderintereffen im Orient verfolge, sondern lediglich im Interesse der deutschen Gläu­biger auf eine internationale Controle der griechischen Finanzen dringt. Wenn diesen billigen Forderungen entsprochen würde, so werde Deutschland seinen ganzen Einfluß beim Sultan einsetzen, um den raschen Friedenlschluß herbeizusührea.

Loudon, 28. Juli. DerStandard" meldet auS Kon­stantinopel: Während der Sultan am Sonntag die Gebete verrichtete, wurde ihm ein Schriststück überreicht. Nachdem der Sultan daffelbe gelesen hatte, gab er Befehl, zur Nachtzeit mehr al» hundert Personen zu verhaften. Unter den Brrhaftetev befinden sich vier Palast-Offiziere.

Moskau, 28. Juli. Auf dem Güterbahnhofe der Kasan- Bahn geriethen eine große Anzahl Waggons in Brand. Eine Menge Getreide, Naphra und andere Güter wurden vernichtet. Mehrere hundert Waggons verbrannten. Der Schaden ist sehr beträchtlich.

Berit», 29. Juli. Prinz Heinrich wird nach Bern di- gung der Manöver zum Marine Eommandeur hierher commandtrt.

Kiel, 29. Juli. DaS Geschwader unter dem Befehl des Viceadmirals Thomsen und des Prinzen Heinrich ist von der Nordsee und Skagen hier eingerroffev, um Vorbereitungen für die Begleitung des Kaisers nach Rußland zu treffen.

Brüssel, 29. Juli. DemSott" zufolge werden im hiefigen königlichen Palast bereit- Vorbereitungen: zu« Em­

pfang Kaiser Wilhelm- getroffen, welcher im September hierher kommt.

Brüssel, 29. Juli. In Charterst dynamitirten ftrtkende Bergleute da- Hau- eine- Aufsehers. Dasselbe wurde theilweise zerstört. Niemand wurde verletzt, vrer der That verdächtige Bergleute sind verhaftet._______________

Ctceles MieO provinzielles-

Gieße», den 29. Juli.

Rückkehr. Herr Geheime Medicinalrath Profeffor Dr. Gaffky ist von seiner Reise nach Indien heute gesund wieder hier eingetroffen. Bekanntlich ist Herr Gaffky Mit­glied ber zur Erforschung der Best nach Indien entsandten Expedition.

* Empfang. Se. Kgl. Hoheit der Großherzog empfingen am 28. Jnli u. A. den Pfarrer Schäfer von Bübingen und den Pfarrer Brill von Ober-Widder-hetm.

Auszeichnung. Se. Kgl. Hoheit der Großherzog haben Allergnädigft geruht, zum 28. Juli dem Philipp Herwig in Büdingen, in Diensten der Andr. Heller'schen Hofbuchdruckerei zu Büdingen, da- Allgemeine Ehrenzeichen mit der InschriftFür treue Arbeit" zu verleihen.

Militär - Dieustnachricht. Rudeloff, Premier- lteutenant ä la suite deS Inf. Regis. Nr. 85, in daS Juf.- Regt. Kaffer Wilhelm (116) versetzt.

SerichtSpersoualten. GerichtSaffeffor Bruel tu Gießen wurde mit Wahrnehmung der Dienstfunctionen eine- Amts­richter- bei dem Amtsgericht Zwingenberg und Gericht-- Affeffor Sellhetm daselbst mit Wahrnehmung der Dienst- functionen eine- AmtSanwaliS bei den Amtsgerichten Zwingen­berg, Lorsch, Gernsheim und Wimpfen beauftragt.

** Zu« Vahuverkehr Saffel-Frankfurt und umgekehrt. Sehr begründete, auch Gießen unb Umgebung lebhaft intet» esfirenbe Betkehrswünsche spricht die Hanbelskammet zu Caffel aus, die in ihrem Jahresbericht von 1896 schreibt: Nothweubig ist die Berbefferung der Verbindung auf bet Strecke Cassel Marburg Frankfurt a. M. Ent­sprechend dem Fehlen einer Vormittags - Schnellzugs - Vrrbin- düng auf der Strecke HannoverCassel fehlt eine solche auch auf der Strecke CaffelMarburgFrankfurt. Für die Verbindung nach Frankfurt sind die Reisenden z. Th. auf den Weg über Bebra angewiesen, der, ab Caffel 840, mit 133 Mittag- in Frankfurt geeignete Ankunftszeit, auch mit Rücksicht auf die weiteren Anschlüsse nach Sübdeutschland usw. ergibt. Die Kammer befürwortete deshalb für die Fahr- karten CasselFrankfurt die bisherigen Sätze der Strecke über Marburg auch für den Weg über Bebra gelten zu lassen, was ja auch z. B. für die Verbindung CasselBerlin gilt unb im vorliegenben Falle um so angemessener scheint, als bei bem Mangel passender SchnellzugSverbindung bte Reisenden häufig auf diesen Weg angewiesen find. Auch in ber umgekehrten Richtung fehlt eine geeignete VormirtagS- verbinbung, sobaß namentlich ein Frühzug Marburg Cassel erwünscht ist, da ber 805 vormittag- in Cassel ein- treffenbe Persooenzug auf bieser Strecke zwar für bte näher Itegenben Orte günstig liegt, jeboch nicht für bie entfernter gelegenen, während der nächste 1202 eintreffenbe Zug toieberum zu spät liegt, sowohl sür geschäftliche Zwecke als auch für Verhandlungen beim Gericht und anderen Be­hörden ufw. Im Anschluß an den 635 vormittags in Mar­burg von Friedberg eintreffenden Personenzug würde sich eine geeignete Verbindung schaffen lassen, bet der Caffel gegen 10 Uhr erreicht würde, sodaß hiermit auch die wich­tigen Anschlüsse nach Halle, Berlin u.s.w. benutzt werden können. Zugleich würde hiermit den Wünschen der ver- kehrSintereffenten der Strecke WabernWtldungen Rechnung getragen werden, die ebenfalls ein erhebliches Interesse an einer geeigneten VormiltagSverbindung nach Caffel haben, wie in ttner an die Handelskammer gerichteten Eingabe näher dargtlegt wurde. Auch die Stadt Caffel hat (mit Unterstützung der an der Strecke liegenden Städte) beschlossen, mit Rücksicht auf die erheblichen Interessen des Casseler Verkehrs für eine Verbesserung der Zugverbindungen mit Frankfurt a. M. sich zu verwenden. Es darf wohl erwartet werden, daß bei der Wichtigkeit der vorliegenden Frage für weite Kreise des Verkehrs es gelingen wird, den vorstehend vertretenen Wünschen in thunlichftem Umfange bald gerecht zu werden.

* Die Capelle deS Zufanterie-Regimeuts Kaiser Wilhelm (2. Großherzogliches) Nr. 116 spielte am Dienstag während der Tafel in Jagdschloß WolsSgarten.

* * Patent-Liste. Hessen. B. 12,216. Schreibmaschine. Dr. Büttner, Darmstadt, Grüner Weg 18. Sch. 12,070. Schlittschuh mit HilsSschienen und an bet Laufschiene an» georbneten BrernShacken. Jean Schlecht, Mainz, Bauern­gaffe 11. M. 14,011. Verfahren zur Darstellung von Monoalkyläthern aus Dialkyläthern zweiwerthiger Phenole. Zus. z.Pat. 78,910. E. Merk, Darmstabt. Sch. 12,523. Verfahren zur Herstellung eines gleichmäßig geschloffenen KorneS auf Metallplatten. Firma Jos. Scholz, Mainz. W. 12,866. Vorrichtung zum Entfernen beS Pechs auS Spunblöchern von Bi-rsäffern u. dgl. Robert Wegel, Schlitz. N. 3789. Vorrichtung zum Einstellen beS FaffeS für Reiseuantreibmaschinen. C. A. Neubecker, Offen­bach a. M. N. 10,721. Verfahren zur Verarbeitung von Legiruogen, welche neben Silber und Blei Zink ober anbere Metalle enthalten. Zni. z. Pat. 92,0222. Dr. Richard 913fei, Darmstadt, Kahlerstr. 13.

Postalisches. Wir erhielten folgende Zuschrift: Die gestrige Mittheilung, betreffend Soldaten-Po st auwei- sungen, ist nicht ganz zutreffend und daher geeignet, d<zS Publikum irre zu führen. Allerdings beträgt daS Porto für an Soldaten gerichtete Postanweisungen bis 15 Mk. nur 10 Pfg. Die Formulare werden indeß nicht verkauft 2 Stück für 1 Pfg., sondern es müffen mindestens 20 Stück für 10 Pfg. gekauft werden. Eine geringere Anzahl von PostanweifungSformularen ohne Marken wird an daS Publi­

* Schone BetriebSubeefchuffe. Das städtische Wasser- werk in Mainz hat im vorigen Jahre einen Reingewinn von 165000 Mk. ergeben, während in bem Voranschlag nur 86000 Mk. vorgesehen waren. Bei dem städtischen Gas­werk war im Voranschlag ein Reingewinn von 246000 Mk. vorgesehen- soweit sich ober da- RechnungSergebviß jetzt über­sehen läßt, hat auch hier ber thatsächliche Reingewinn die Voranschlagssumme um etwa 60000 Mk. überschritten. Trotz der sich immer mehr verbreitenden electrischen Beleuchtung hat ber Gasconsum gegen daS Vorjahr wieber einen wesent­lichen Aufschwung genommen.

* Die Stadt Magdeburg will ihrem früheren Bürger­meister, bem Physiker Otto v. Guericke, ber die Luft­pumpe erfand und dieMagdeburger Halbkugeln" construirte,

ein Denkmal aus feiner Grabstätte errichten. Guericke

starb 1686 in Hamburg unb würbe auf dem Friedhöfe i»

kum nicht abgegeben, dagegen findet bei PostauftragSso'mu. (aren, Postkarten und Postpacketadreffen ohne Marken e'n verkauf in Mengen von 10 Stück statt.

Wetterbericht. Eine breite Furche niederen Dockes zieht von dem nordwestlichen atlantischen Ocean in südöstl wer Richtung bi» zum schwarzen Meere. Dabei weist das Ge- biet niederen Barometerstandes noch eine Ausbuchtung west- märte über dem Mittelmeergebiet auf, DepresfionScentra liegen im Norden von Skandinavien, sowie über Galizien. Im Westen ist ber Luftbrnck gestiegen unb erreicht über ber Biscaya See eine Jntenfität von 770 mm Süddeutsch- land und daS Alpengebiet lagen am Morgen an der Grenze zwischen hohem und niederem Druck. Die Witterung ist dementsprechend, namentlich im Osten und Süden, trüb und regnerisch. Die Temperaturen find über ganz Deutschland bedeutend gesunken. Voraussichtliche Witterung Im Norden befferes Wetter, im Süden vorerst noch un­beständiges Wetter mit zeitweisen Ntederschlägev.

Lad-Rauhei«, 27. Juli. Gestern Abend wurde ein hier in Pflege befindliches dreijähriges Waisenkind aus Rod- heim v. d. H. burch ein mit zwei Pferden bespanntes Last- fuhrwerk auf der Straße üb er fahr en und augenblicklich getödtet. Das Kind wollte vor dem Wagen von der einen Seite des Trottoirs auf die andere springen, stürzte in der Eile unb kam so unter daS eine Pferd und die Räder dcS Wagens. Den Fuhrmann trifft nach Lage der Sache offen­bar keine Schuld. Darmst. Ztg.

W. Son den Wetterauer neuen Bahnlinien, 27. Juli. Die H erbst man ö v er in unserer Gegend, die an und für fich viel deS Jntereffanten bieten, werden am Schluffe der Uebungen in ber zweiten Septemberhälfte auf unseren rasch der Vollendung entgegeneilenden Bahnlinien ein hübsche- Schauspiel liefern. ES sollen nämlich auf den Linien eine größere Anzahl von Zügen, man nennt 8 bis 10, aufgefahren, mit Mannschaften besetzt unb diese an die Orte ihrer Be­stimmung hingeliefert werden, wo die Soldaten die Wagen schleunigst verlaffen, fich aufstellen und den nachfolgenden Zügen Platz machen müffen. Daß derartige Uebungen von ungeheurer Wichtigkeit find, kann auch derjenige Laie schon beurtheilen, der einmal bei größeren Menschenansammlungen baS Entladen von ankommenden, mit Hunderten von Reisenden besetzten Bahnzügen ruhig mit angesehen hat. Das Einladen ter Meuscheumaffen ist nicht minder schwer und gefährlich, besonders bei Soldaten, die alle noch mit Waffen und Tornister bepackt find, wie das Ausladen. In KriegSzeiten, wo Alle- aufgeregt ist, verlangt das Ein- unb AuSsteigen doppelte Gewandtheit unb Vorsicht. Die Einübung ber Truppen für das richtige Besteigen unb Verlaffen der Eisenbahnwagen ist darum ein wesentliches Erforderniß für alle Truppentheile.

§§ Som höheren SogelSberg, 28. Juli. Die Heu- Ernte ist jetzt vollständig beendet. Die Ernte-AuSsichtrn waren seither infolge der trockenen Witterung etwa- getrübt, sie sind jedoch infolge einiger guter Gewitter Regen in der verflossenen Woche wieder günstiger geworden, sodaß die Knollengewächse, Sommerfrucht, zweiter Kleeschnitt, FlachS und Sommersamen jetzt wieder besser dasteben. Mit dem Schneiden des Roggen- wird Ende dieser Woche begonnen werden. Die Kartoffeln sind infolge der seitherigen Trocken­heit etwas zurück geblieben. Die Preise beS Schweine­fleische- sinb in letzter Zeit rapid in die Höhe gegangen, sodaß von den Händlern 56 bis 60 Pfg. per Pfd. Schlacht­gewicht bezahlt werden- man erwartet eine noch höhere Steigerung der Preise, da seither von den Landwirthen wenig gemästet worden ist und demnach fast nicht- wehr an fetten Schweinen vorhanden ist. Oefter- fleht man drei bis vier Händler und Metzger in einem Dorf zusammen. Metzger auS Steinau, Schlüchtern, Wächtersbach, Schlierbach, Hanau, Offenbach a. M. u. s. w. kann man fast täglich selbst in den kleinsten Dörfern antreffen- gewöhnlich müffen sie wieder leer nach Hau- fahren. Schreiber dieses kam kürzlich mit einem Metzger zusammen, welcher zwölf Orte besucht und nichts gefunden resp. gekauft hatte. Auch bie sogen Ein­legeschweine sind sehr selten geworden.

Mainz, 27. Juli. Vor einigen Tagen hatte ein Heer auf dem Markte beim Einkäufen von Obst einen Hundert­markschein für einen Fünfmarkschein irrtümlicher Welse verausgabt. Als ber Herr den Jrrthum gemerkt, war die Frau bereits verschwunden. Was nun polizeilich seftgestellt wurde, ist kaum glaublich, aber Thatsache: Die Marktfrau wurde ausfindig gemacht, hatte aber den Schein schon au»- gegeben und zwar auch für fünf Mark. Die Frau, welche den Schein eingenommen, hatte diesen aber auch schon wieder in andere Hände gegeben und abermals für fünf Mark. Erst an dieser dritten Stelle wurde ber so verkannte Schein au-finbig gemacht, und der Herr kam wieder zu seinem Geld. Keiner der Vorbefitzer hatte den Schein näher be­trachtet und im guten Glauben, eS sei thatsächlich ein Fünf­markschein, verausgabt bezw. vereinnahmt?

wo auch Ä

«Htt ivordeu f®'« 3-,J!

Ml. ou

Etat uufiaZ ^Teinn b"

na® -hfl bem - M°°°"A

jäS |n, ^/onb dau" m e'b - M * Ä

Peilen tot VtUanii MB TnWb unb dt« Srantt Utto- Dr. med. Schul" tuet woDntnbt öiti 19. b. unter wl HaWsch erkmkt Irnrittelungen etflj Leh genoffene Fiel ton btm Metzger i g.-äatfi geliefert uni tron Leh gegessen »t BranhiDg unter Serg -utwg im Hau'e dl ,;.eische nichts mehr chläserve-SalzeS (M< tat btm Hackfleische gesetzt za werden \ ft upttte, er habe de .tische, daS der Be gesetzt, wähl aber wrchseaea Sohu et .b'/,Sgr. mit dem^ am Sonntag Nach« ieiigeflellr, datz die fjUl von dem Flei ;unb datz fie und sh t-m Hackfleische ju li nder ber Wittwe, tonen. 0n btmftll wurben noch weitere

Mitogene, Fleisch geg US Männer, 12 Frai rr'ronft. In den bei Kerhaudlungen der Po rotz die tihcmlten P - nuten Mrhgtr tau x rnng8mittel und th schade genossen hatte H uttt dahin, datz lr l'andtheile befunden 'll-fache ber Eikranki K oches von dem L in der Nacht zu > lern Bormittüg au 1 r Fleischvergiftung

Siel vorläufig, i " rgiftung eingetreter 11' ,an8 wird wohl dii 1 ° Magen, und ar ; r,8tD- theilweise sch " behandelnder

Slding, 29.' W 'Qnb v«« ^lobbte.

Wort tobt. aTbte Ai°rr verletz! «hfic , Junge

4 afi

am

1 Activa i ' ^renvonath

7 .

^obilitg nach Kfx'

ii T w 4* "***«.*

«?,N ber Wenb ]89|

j 'b(" 29.

Dir..,,8tne Eer