Beziehungen zu deu fernen Reichen liegt umsomehr im Interesse unseres Handels und unserer Industrie, als die Deutschen sich daselbst schon jetzt deß besten Ansehens erfreuen.
Einiges Aufsehen hat es erregt, daß der neue Staats- secretär des MarineawtS, Lontreadmiral Tirpitz, einen Abstecher nach Friedrichsruhe machte und bet« Fürsten Bismarck zu Gaste war. Mag man nun über diesen Vorgang denken wie mau will, so viel steht fest, daß die Beziehungen zwischen dem Berliner Hofe und dem Altreichskanzler sich wieder er- heblich gebessert haben und den Ausblick tu eine neuerliche Annäherung gewähre».
Die sonst auf dem Gebiete unserer inneren Politik bot* gekommenen Ereignisse find nicht so bemerkeuSwerth, daß fie hier regtftrirt zu werden brauchten. (xx)
Wolff» telegraphische» Correspondmz-Bureem.
Berlin, 27. August. Die „Berl. Corr." schreibt: Wie im Bereiche deS Ministerium» deS Innern, find auch durch deu Justtzminister Anordnungen getroffen, um sür die Beseitigung der Hochwasserschäden in deu Provinzen Schlefieu und Brandenburg Arbeitskräfte aus deu GertchtSgefäoguissen bereit zu stellen. Die Oberstaatsanwälte in den betreffenden Bezirken find ermächtigt, Gefangene unter Wahrung der nothweudigeu Sicherungsvorkehrungen Gemeinden und Privaten zu deu entsprechenden Arbeiten zu überweisen.
Kiel, 27. August. Die gesammte UebungSflotte ist heute Nachmittag aus deu Danziger Gewässern hier eingetroffen.
Zürich, 27. August Der internationaleArbeiter- Congreß nahm in feiner heotigen Sitzung die Thesen über dte Nachtarbeit und die Arbeit in gesundheitSgefährlicheu Betrieben einstimmig an, wobei ein Verbot der Nachtarbeit im Allgemeinen beschloffen wurde. In Industrien mit ununterbrochenem Betrieb soll die Arbeitszeit ein Maximum von 8 Stunden nicht übersteigen. Ueberstuuden sollen verboten sein, mit Ausnahme von ganz besonderen Fällen, welche durch Umstände begründet werden, dte eine Unterbrechung deS Betriebs herbeisühren könnten. Industrien mit gesundheitsgefährlichem Betrieb sollen nur unter strengen Bedingungen gestattet sein, doch dürfen keine Fraueu oder Arbeiter unter 18 Jahren beschäftigt werden. Dte Arbeitgeber find für jeden GesundheitSnachtheil verantwortlich zu machen. Der achtstündige MaximalarbettStag soll dem Grad der Gesährlichkeit entsprechend herabgesetzt werden.
Part», 27. August. Dte Regierung beschloß, dte öffentlichen Gebäude tu Parts und in den Departements am Dienstag anläßlich der Mckkehr des Präfidenten Faure flaggen zu lassen.
Pari», 27. August. Der „Temps" schreibt: „Die Allianz ist heute, was fie gestern war. Die Verbündeten find entschieden friedlich gefiunt und verkünden e»; man sah und constatirte es täglich." Die „Liberts" erklärt: „Frankreich und Rußland werden zwar ungeachtet de» WertheS des GesammtsrtedenS nicht die eigenen großen Interessen der- geffen, aber keines dieser Interessen ist eine Drohung für den Frieden Europas." Msline, Billot und Bernat begeben fich am Dienstag zum Empfange des Präfidenten Faure nach Dünkirchen, um ihn zur glücklichen Vollendung feiner ruffifchen Reife zu beglückwünschen.
Depesche» de» Bureau »Herolds
Berlin, 27. August. Der Kaiser empfing heute Morgen 10 Uhr im neuen PalaiS deu Besuch deS König» von Siam. Heute Nachmittag wird der Kaiser aus der Matroseu-Stattou bei Potsdam einen Vortrag des Professors Slabh über Telegraphie ohne Draht entgegevnehmeu.
Berlin, 27. August. Der König von Siam begab sich, wie au» Potsdam gemeldet wird, heute Vormittag nach dem Mausoleum und legte einen prachtvollen Kranz am Sarkophage nieder.
Berlin, 27. August. Dte vielbewerkte Reise des Staats- secretärS de» ReichSmariueamtS, Contreadmiral Tirpitz, zum Fürsten Bismarck nach FrtedrtchSruh soll dem „Localanzeiger" zufolge deu Zweck gehabt haben, dem Fürsten eine Einladung des Kaisers zu dem im September stattfindenden Stapellauf des Kreuzers 1. Klasse „Ersatz Leipzig" zu überbringen. Der Kreuzer soll bet der Taufe, welcher auch der Kaiser beiwohnen wird, den Namen „BtSmarck" erhalten.
Berlin, 27. August. Zu dem Besuche deS StaatS- secretärs Tirpitz in FriedrtchSruh theileu die »BreSl. Reuest. Nachr." mit, daß der Kaiser bereits im März 1895 bei der Taufe des „Aegir" tu Kiel gewünscht habe, der Name Bismarck solle für deu ersten großen, zum AuSland- dtenste bestimmten Panzer-Kreuzer aufgehoben werden. Leider fei, so sagt das Blatt, kaum anzunehmen, daß dem Fürsten fein Gesundheitszustand die Beiwohnung an dem Tausacte ermöglichen werde.
Berlin, 27. August. Der „Nordd. Allg. Ztg." zufolge ist an maßgebender Stelle nicht» davon bekannt, daß zwischen der deutschen und chtnefischeu Regierung Verhandlungen schweben mit dem Ziele, deutsche Osftztere sür dte Leitung der chinefischeu Armee und Marine zu gewinnen.
Berlin, 27. August. Zu der Verkündigung der Allianz zwischen Frankreich und Rußland schreibt die „Post": Wir haben keine Veranlassung, unsere Auffassung, daß diese Kundgebung die Bedeutung deS Besuche» Kaiser Wilhelm» in Rußland in keiner Weise beeinträchtige, zu ändern.
Berlin, 27. August. Wie dte „Post" vernimmt, ist man im RetchSpostamt zur Zett damit beschäftigt, Erhebungeu über dte Einführung sogenannter Kartenbriese anzustellen.
Wie», 27. August. Der Präfident de» obersten Sani- tät»rath», Hosrath Professor Hofmann, ist heute früh auf seiner Besitzung bet Innsbruck am Herzschlag gestorben.
Wien, 27. August. Nach Pariser Meldungen wurde der schriftliche Allianz-Vertrag zwischen Rußland und Frankreich vorgestern in Petersburg definitiv unter- zeichnet.
Wien, 27. August. Dte Blätter besprechen dte Kron- stadter Trinksprüche und hegen die Befürchtung, daß daS gefallene Wort „Alliirte" in Frankreich ausschweifende Hoffnungen erwecken und den nach Revanche Lüsternen neue Nahrung zuführen werde. Die übrige Welt könne aber ohne jede Besorgntß bleiben, da der Weltfrieden durch die Pro- clamtruug der Allianz schwerlich gestört werden dürfte.
Pari», 27. August. Alle heutigen Blätter find über die offizielle Verkündigung der Verbrüderung Frankreichs mit Rußland enthufiaSmirt. Der „Figaro" sagt: Man wußte schon lauge, daß die Sache bestehe, aber daS Wort fehlte. Diese» Wort ist nun gefallen und zwar vom Zaren und dem Präfidenten mit lauter Stimme au»gesprochen worden. Diese Proclamattou wird mit einstimmigem Gefühl tu ganz Frankreich aufgenommen und wird auch in ganz Europa nicht unberücksichtigt vorübergehen. Der Eorrespondent de» „Petit Journal" schreibt: Ich habe den Präsidenten gesehen, als er in ChalonS den Text feines Toaste» abla». Ich habe ihn auch jetzt gesehen. Nach dem Worte „Alliirte" hielt er einen Augenblick inne, um dte Anwesenden auf dte Wichtigkeit de» Wortes aufmerksam zu machen.
FrtedrtchSruh, 28. August. Professor Schweninger ist hier angekommeo. Der Fürst leidet wieder viel an GefichtSschmerzeu. Graf Limburg, der gegenwärtig hier zum Besuche weilt, reist heute wieder ab.
Hamburg, 28.August. Der internationale Gärtnertag, verbunden mit dem VerbandStag der Handelsgärtner Deutschlands, ist gestern hier eröffnet worden.
Dresden, 28. August. Der Verband der deutschen Land- wirthschaftS-Geuoffenschaft hat beschlossen, die Genossenschafts-Organisation deS Getreidehandels und Lagerhaus-Betriebes überall den Landwirthen zu empfehlen.
Paris, 28. August. In Dünkirchen wird zu Ehren des Präsidenten Faure bei feiner Mckkehr ein Banket stattfiudeo. Man erwartet, daß fich der Präfident bei dieser Gelegenheit über die Ziele der franzöfisch-rusfischen Allianz erklären werde. An demselben Tage trifft Faure auf dem Pariser Nordbahnhofe ein.
Pari», 28. August. Der Ministerrath genehmigte daS vom Minister de» Innern vorgelegte Programm für da» Nation al fest, welche» am nächsten Dienstag veranstaltet werden soll, nachdem der Zar in seinem letzten Toaste von deu alliirteu Nationen gesprochen hat.
Kopenhagen, 28. August. In seierlicher Weise hat gestern Nachmittag 2 Uhr in der hiefigeu Schloßkirche die Vermählung der Tochter des Kronprinzen, Prinzessin Inge borg, mit dem Sohne des Königs von Schweden, Prinzen Carl, stattgefuoden.
Konstantinopel, 28. August. Zwischen Rußland und Frankreich ist mit England eine Verständigung angebahnt, wodurch die Räumung Thessaliens gesichert wird, des- gleichen die erste Zahlung Griechenland» und die Finanz- Controle feiten» der dte Anleihe-Garantie Übernehmenden Mächte. Diese Vereinbarung soll im Friedensvertrag als besonderer Artikel ausgenommen werden.
CoceUs tmb prooinsietUfo
Gieße», den 28. August.
* • Auszeichnung. Ihre Kgl. Hoheit die Großherzogin haben Allergnädigst geruht, der in Diensten der Familie des Herrn Pfarrer Schneider zu Neckar - Steinach befindlichen Katharina Schneck in Anerkennung ihrer langjährigen treuen Dienste eine filberue Brosche mit Allerhöchstihrem Namenszug zu verleihen.
• * Se. Majestät der Kaiser werden am Montag früh gegen 6 Uhr auf der Reise nach Coblenz behufs Abhaltung der Parade über das 8. Armeecorp» und Enthüllung des am deutschen Eck errichteten Kaiserdenkmal» die hiesige Station passtren. Dienerschaft, Pferde, Equipagen usw. werden bereits morgen früh hier durchbefördert.
• • Die Beerdigung de» Kaufmanns Noll und seiner Kinder tatet morgen Nachmittag 3 Uhr statt. Die Leichen werden n einer Familiengruft beigesetzt.
* * vefitzwechsel. DaS A. Heß'sche Befltzthum, Garteu- traße 10, ging durch Kauf um Mk. 75,000 in den Besitz des Herrn Wilson über.
* * Auf nach AruSburg! Wie aus dem Juseratentheile ersichtlich, findet dte erste Parthie der hiesigen Turnerschaft am 5. September nach ArnSburg tatt. Es wurde dieser nahe gelegene schöne Platz gewählt, um Jedermann Gelegenheit zu geben, fich an dem AuSfluge zu betheiltgen und einen vergnügten Nachmittag mit der fröhlichen Turnerschaar zu verleben. Letztere wird fich diesmal nicht im Gerätheturuen producireu, sondern die in neuerer Zeit so beliebten Turnspiele zur Darstellung bringen. Eine gute Mufikcapelle ist engagirt, so daß auch Gelegenheit zu einem Tänzchen gegeben ist. Mit einbrechender Dunkelheit wird unter Musikbegleitung und Lampionbeleuchtung der gemeinsame Rückmarsch nach Lich angetreten, woselbst im „Holländischen Hof" da» Schlußconcert stattfindet. Freunde der Turnerei find willkommen. Gut Heil!
* ♦ Bärenführer. Eine jetzt überaus seltene Erscheinung zeigte fich heute in unserer Stadt. Zwei Bärenführer- Trupps liehen ihre Bären nach dem Klang des Tambourin», begleitet von eintönigem Gesang, tanzen und ihre Kunststücke machen. Die seltenen Gäste fanden überall ungeteilte Aufmerksamkeit, ganz besonders auf dem gerade lebhaften Wochenmarkte.
* • Rekruten - Einstellung. Laut krieg-ministerieller Bestimmung soll nach näherer Anordnung der GeneralcommandoS die diesmalige Einstellung der Rekruten bei der In
fanterie in der Zeit vom 12. bis zum 16. October d. I-, bei der Cavallerie baldmöglichst nach de« 1. October, jedoch erst nach dem Eintreffen der Truppevtheile von den Herbstübungen in ihre Garnisonen, bei den Trainbataillonen am 2. November und der Trainsoldaten am 8. Mai nächste» Jahres erfolgen. Die Unteroffizierschüler, sowie die alS Oeconomiehandwerkrr ausgehobenen Wehrpflichtigen fallen am 1. October d. I. eingestellt werden.
Wetterbericht. I« Großen und Ganzen ist auch dir Wetterlage gegen gestern wenig verändert. Ueber dem Alpengebiet und südlich demselben ist daS Barometer zwar etwa» gestiegen, doch hat die gestern über de« Nordwesten gelegene Depression ihre Lage nur unbedeutend verändert. Die Witterung behält daher ihren unbeständigen Character bei und fallen stellenweise Niederschläge, mehrfach von Gewittern begleitet. — Voraussichtliche Witterung: Bei andauernder Neigung zu Gewittern veränderliche Bewölkung und strichweise Niederschläge.
n. Friedberg, 27. August. Nach dem vom Ausschuß deS landwirthschaftlicheu BezirkSvereivS in feiner letzten Sitzung gefaßten Beschluß werden in diesem Herbst zur Hebung der Viehzucht drei Prämiirungeu im Kreise stattfinden und zwar: Am 15. September auf dem Selzer- brunneu bei Groß-Karben, am 30. September in Butzbach und gelegentlich de» Herbstpferdemarkts in Friedberg. Für die erste Prämiirung stehen 726 Mk., für die andern je 400 Mk. zur Verfügung. Es werden sür jene deshalb 226 Mk. mehr verwandt, weil dort feit drei Jahren keine Prämiirung stattgefunden hat und bei der letzten nicht alle» zur Vertheilung gelangte. Die Prämiirungeu können aus dem ganzen Kreise beschickt werden, ein Thier kann jedoch nur einmal einen Preis erhalten. Für die erste find zugelassen: Rinder und Kühe von 1 bis 3 Jahren, Bullen von 1 bis 2 Jahren, Ziegen von */, bis 2 Jahren, für die beiden ander» nur Bullen und Ziegen. Bedingung ist, daß die vorgeführten Thiere vom Aussteller selbst gezüchtet oder Vi Jahr in dessen Besitz find.
□ Von der Ohm, 27. August. ES ist bekannt, daß die Meisen keine Kostverächter find und namentlich im Winter alles Genießbare anfreffev. Daß sie aber auch Liebhaber von Frühobst find und hierbei ganz neunenSwertherr Schaden anrichten, hat uns erst eine dieser Tage gemachte Beobachtung bewiesen. In unserem Garten befindet fich ein Glockenbirnbaum (auch PfarrerS-Birneu genannt). Diese vortrefflichen Birnen find Fallobst. Alle ausgeleseueu, reifen Birnen zeigten an den Stielen große abgeuagte Stellen. Wir glaubten nicht anders, al» die Obstfreuude in Wespen oder Ameisen zu suchen. Da wir aber von beiden nicht die geringste Spur entdecken konnten — Wespen kommen in diesem Nachsommer überhaupt sehr selten vor —, so schien uns die Sache einer genaueren Nachforschung werth. Zu unserem Erstaunen entdeckten wir bald Meisen, welche sich auf die Birnen setzten und hier tafelten. Dabei entwickelten sie einen erstaunlichen Appetit. Au in demselben Garten befindlichen Pflaumenbäumen konnten wir gleichfalls an reifen Pflaumen die Obstluft der Meisen feststellen. Trotz dieser Feststellung zweifeln wir allerdings nicht au dem großen Nutzen der Meisen, den sie unzweifelhaft durch die Vertilgung de» schädlichsten Ungeziefers bringen.
n. Büdingen, 26. August. Gestern wurde in der hiesigen Stadtkirche die diesjährige Synode unseres Deca- nat» abgehalten. Da gleichzeitig die Generalversammlung der Bezirkssparkasse in Ortenberg stattfand und viele Orte in unsrer Nähe mit Einquartierung stark belegt find, so waren von den 42 Synodalen nur 33 erschienen. Die Predigt hielt Herr Pfarrer Strack von Usenborn, über daS Thema „Wie hat fich die Kirche ihren Grundsätzen gemäß in Bezug aus die Beerdigung von Selbstmördern zu verhalten?" rese- rirte Herr Pfarrer Bernbeck von Staden. Die von ihm aufgestellten sieben Leitsätze fanden mit einigen kleinen Zusätzen Annahme. An Stelle deS von Ober-Mockstadt nach Friedberg versetzten Pfarrers Kleeberger wurde Herr Pfarrer Weber in Lißberg zum Stellvertreter deS Decau» mit 28 Stimmen gewählt.
4- Büdingen, 27. August. Ein erschütternder Unglücks- fall ereignete sich heute in dem Sandsteinbruch bei hiesiger Stadt. Die zwei Steinbrecher, Eifert aus Rinderbügen und ©inner au» WolferSborn, wurden während ihrer Thätig- keit von plötzlich loSbrechenden Steinmassen verschüttet und getödtet; nur mit Mühe konnten die zur unförmigen Masse platt gedrückten Körper hervorgezogen werden. Eifert hinterläßt eine Wittwe und drei Kinder, ©Inner eine Wittwe und erwachsene Stieftochter.
A Au» de« Bogettberg, 27. August. Daß der Weizen jemals wieder auf eine Preisstufe von Über 20 Mk. pro Doppelcentner kommen würde, da» hätten unsere Landwirthr nimmermehr geglaubt, galt doch auch der Doppelcentner bei tiesstem Preisstand nur 14 Mk. vielfach, ja lediglich allein schob man diese niederen Getreidepreise auf das Kerbholz der Handelsverträge, und glaubte nur mit deren Aufhebung wieder an eine Verbesserung der Preise. Daß diese Annahme eine irrige gewesen, beweist jetzt die rapide Steigerung de» Preise» für Weizen. Noch im vorigen Herbste kostete der Doppelcentner 16 Mk., jetzt aber bietet man 21 und 22 Mk. hierfür. Diese Steigerung ist aber eingetreten ohne Beseitigung der Handelsverträge. Unseren Landwirthen kommt der in früheren Jahren gewohnte Preis gewiß nicht unwillkommen, und fie haben Ursache, fich dessen umsomehr zu freuen, al» die diesjährige Weizenernte qualitattv wie quantitativ zu einer guten gerechnet zu werden verdient. Der verbesserte Weizenpreis ist unseren Landwirthen aber auch zu gönnen, da die Preise für da» Rindvieh trotz guter Futtererträge nicht al» hoch bezeichnet werden können.
§§ Lorn höheren Sogellberg, 25. August. Die Roggenernte ist hier beendet und die Frucht soweit auch unter Dach gebracht. Nur Weizen und Sommer-Roggen steht noch theilS am Halm, theil» geschnitten auf Haufen im Felde»


