Prinzen Heinrich von Preußen Generalmajor ä la suite Fürst BjeloselSkt-BjeloserSkt.
Depesche» bet Bure« , Herold."
Mit», 27. Juli. Im Kieler Kriegshafen werden Anfang» August im Beisein bei Kaiser» und del Prinzen Heinrich umfangreiche versuche im Lelegraphtreu ohne Draht stattfinben, um beffeu Berweubbarketr sür Zwecke bet Kriegsmarine zu erproben. Auf ber kaiserlichen Werft werben bereits die oöthtgen Vorbereitungen getroffen.
Berlin, 27. Juli. Wie von zuverläjfiger Seite verlautet, haben bie hier weilenden kaiserlich japanischen Martne-Jogeuieure nach laugen Verhandlungen vom japanischen Martneminifterium den telegraphischen Ausrrag erhalten, die endgtltige Bestellung eines japanischen Panzer- schiffe- bei der SchiffSbao-Actieo-Gesellschast „Vulkan- ab- zuschließen.
Berlin, 27. Juli. Der Besuch deS italienischen KöoigSpaareS anläßlich der Manöver bei Homburg dürste in der Zett vom 4. bi» 6. September erfolgen. Minister »erden sich nicht tu der Veglettung des Königspaares befinden.
Berlin, 27. Juli. Als heute Mittag auf dem Postamt am Potsdamer Bahnhöfe ein großer Packetwagea der Reichspost geleert wurde, exp^obirte ein Packet mit lauter Detonation. Dasselbe enthielt anschetoeod Explosiv- stoffe. Tin Beamter wurde schwer verletzt.
Kiel, 27. Juli. Der König von Siam ist, von Kopenhagen kommend, heute Nachmittag um 3 Uhr im Kieler Hafen eingetroffen. Die Strandbatterie von Frtedrichsort feuerte Salut. Im Hafen selbst begab sich der StattooSchef von Kiel, Contreadmiral Oldekop, sowie der siamesische General Consul auS Hamburg au Bord der Macht des Königs. Rach kurzem Aufenthalt im KrtegShafen lief die Macht tu die Schleuse zu Holtenau ein, wo der Präsident deS kaiserlichen Canalamt» und der Betriebsdirector an Bord der Macht empfangen wurden. Um 4 Uhr verließ da» Schiff Holtenau und dampfte nach der Elbe ab.
Köln, 27. Juli. Bei der Beerdigung eine» Opfer» der Kalk<r Fletsch Vergiftung kam e» zu einer Ausschreitung ber erregten Menge gegen bie Familie bes Schlächter» Esser, so baß ein Polizei-Aufgebot da» Hau» umzingeln und die Menge zurückdrängen wußte. Der Schlächtermeister Effer wurde verhaftet. Die Untersuchung ist noch nicht ab- geschloffen.
Hamburg, 27. Juli. Heute Morgen brach hier ein deftiges Gewitter au». Einige zur Arbeit gehende Leute suchten Schutz unter einem Baume, in welchen der Blitz rinschlug. Ein Mann wurde getödtet, ein anderer gelähmt.
Wien, 27. Juli. Wie das „Neue Wiener Tageblatt" meldet, soll die Zahlung der Kriegskosten-Entschä- dtgung durch Griechenland die früheren Gläubiger, die ohnedies so schwer getroffen find, noch mehr schädigen. E» ist begreiflich, wenn insbesondere die Vertreter jener Staaten, in welchen zahlreiche Gläubiger Griechenland» vorhanden find, diesen Standpunkt vertreten. Bekanntlich wurde ein großer Theil der griechischen Staatsanleihe vom deutschen Capital übernommen und es ist daher selbstverständlich, daß der deutsche Botschafter in Konstantinopel bie Interessen ber deutschen Gläubiger wahrt.
Wien, 27. Juli. Hier wurde der Schriftsteller Paul Reinhardt verhaftet, welcher beschuldigt wird, BereinS- gelder de» RennverbandeS für Radfahrsport in Höhe von 1600 fl. unterschlagen zu haben.
sehr reich an solchen seien. Bi» auf unsere Nahrung und Lebenslust scheint unser Wesen unlauter und unrein zu sein, ja muß eß sein, wenn eß weiter bestehen soll. Denn gleich wie der atmosphärischen Lust Stickstoff beigemischt sein muß, um die Wirkung beß Sauerstoffß zu bämpfen, so braucht ber Körper außer bet eigentlichen Nahrung eine Art von Ballast, der zum Leben selbst nichtß nütze ist. Kühe, die man einst auf Schiffen mit Mehl fütterte, weil ber Proviant aus- gegangen war, fraßen baffelbe erst bann, als man Sägespähne darunter mischte.
Man wird dabei unwillkürlich erinnert an das Brod der Norweger aus Baumrinde von der Farbe der Sägespähne, wie eß aus der Wiener Weltausstellung zu sehen war. So vermag auch Niemand die Holzfaser, Cellulose, zu verdauen, welche doch einen großen Theil ber Gemüse, Salate 'unb Stüdjte Qu»mQd)t. Die Fleischeffer müssen eben, um bk zu narfe Thatigkcit be» Magenß zu mäßigen unb eine allzu tantHe Verdauung zu hindern, ihren Mahlzeiten schwerer verdauliche, resp. gar nicht verdauliche Substanzen beimischen. In diesem Sinne erscheint nun auch da» Erdeeffen jener Völker gewiffermaßen al» da» Extrem de» Uebergange» von der rein animalischen Kost der Nordländer zu der rein vegetabilischen de» Süden» und wett mehr al» ein Act ber Enthaltsamkeit al» ber Gesräßigkeit.
So begründet auch Göbel da» Erdeeffen speciell in Persien mit folgenden Worten: Die trockene Hitze der Ebenen da» unlhätige Leben der Orientalen und baß dadurch bedingte krhr geringe Nabrungßbedürsnih verursacht diese Geschmackß. Verirrung. Wollten sich die Perser den Genuß de» Essen» stet» durch wirkliche Nahrungsmittel verschaffen, so würden sie sich Magenbeschwerden zuziehen, die in jener Gegend sehr ernstlicher Natur zu sein pflegen. Sie greifen also zu den Erden, welche die Thätigkeit beß Beißen» unb Schlingen» verschaffen, da» angenehme Gefühl einer vermeintlichen Sättigung Hervorrufen unb ben Organißmu» wieber verlassen ohne die Blutmischung zu alteriren. Daß reinliche Aussehen und da» sauste Gefühl jener thonigen Erden laden üderdte» zu diesem Genuffe ein, welchen Aberglaube, Unwissenheit und Faulheit außerdem zu einer tief eingewurzelten Gewohnheit, zu einer Art roher Gourmanderie gemacht haben.
Iaaibruck, 27. Juli. Ueber Mühlbach und Schab» ging gestern Abend ein etwa 6 Stunden dauernde» Unwetter nieder. Der valserbach ist ausgetreten, in Franzeus- feste wurde die Wafferleitung zerstört und ber Bahnoerkehr Franzenrfeste—Mittenwalde ist unterbrochen. In Schab» find durch Blitzschlag 11 Wohnhäuser eingeäschert.
Ber», 27. Juli. Ein Zögling be» PrtestetseminarS Sitten, Nomen» GaSpoz, der Sohn beS Besitzer» be» Kurhauses in Arolla, ist beim Edelweißpflücken abgestützt. Er war sofort tobt.
Paris, 27. Juli. Wie nunmehr feststeht, wirb Prä- fideot Faure auf seiner Reise nach Petersburg nur von Hanotaux, dem General BoiSbeffre, dem Abmiral Gervais unb seinem Adjutanten unb Secretär begleitet sein.
London, 27. Juli. AuS zuverlässiger Quelle verlautet, baß bie britische Regierung zu dem Entschluß gelangt sei, bie HanbelSv ertrüge mit Belgien unb Deutsch - land nicht zu küubigen, weil ber Hanbel Großbritanniens mit bieseu Ländern werthvollet erscheine, als ber mit ben Colonien unb bie Künbigung bet Verträge schwere Verluste im Gefolge haben dürfte.
Athen, 27. Juli. Die türkischen Behörden nahmen sämmtliche griechische Soldaten, welche sich ans Urlaub nach volo begeben hatten, gefangen und brachten sie nach Elaffona. Die Verschanzung bet Stadt TyriuavoS ist nunmehr beendigt. Ein Erlaß verbietet denjenigen Theffalietn die Rückkehr, die nicht auch ihre Familien mitbriugeu.
Berlin, 28. Juli. Bezüglich ber gestern beim PotSbamet Bahnhof explobirten Kiste ist jetzt festgestellt, baß biefelbe sogenannte Rabfahret-Bombeu ober Schreckschüsse enthielt, welche unvorsichtig verpackt waren. Auch bie Firma, welche bie Senbung aufgegeben hat, ist ermittelt worben.
Danzig, 28. Juli. Eine Militärpatrouille erschoß gestern in belebter Stadtgegenb ben 21jährigen Arbeiter Zer ewSki, der vorn Glacis nach der Hauptwache tranSportirt werden sollte und einen Fluchtversuch unternommen hat. Der Vorfall hat in der Bürgerschaft lebhafte Erregung hervorgerufen.
Bremen, 28. Juli. Seit gestern Abend 8 Uhr stehen ErlingS Mühlenwerke, Actiengesellschaft, in Flammen. AlS Ursache wirb eine Mehlexplosion bezeichnet. Die Gefahr für bie umlkgenben Grundstücke ist sehr groß, da bie Löscharbeiten anßerorbentlich schwierig finb unb fortwährenb neue Explosionen erfolgen. Menschen sinb bisher nicht verunglückt.
Rotterdam, 28. Juli. Der Capitän Lehmann des holländischen Dampfers Dortrecht passtrte, von Archangel kommend, am 17. Juli das Weiße Meer. Bei dem 69/68. Grad nördlicher Breite und dem 35/34. Grad östlicher Länge sah er bei nebligem Wetter einen großen Gegenstand auf dem Meere treiben. Dieser konnte kein Schiff sein, da er elastisch war, auch keine Walfischleiche, weil er keinen Geruch von sich gab. ES war anscheinend eine Halbleere Ballonhülle unb ber Capitän vermuthet, al» er bei seiner Ankunft von AnbrveS Nordpolfahrt vernahm, barin bie Ueberbleibsel von AnbrveS Ballon.
Belgrad, 28. Juli. Der serbische KriegSminister bestellte bei einer französischen StaatSfabrik 100 000 R ep etir- gewehre nach rnsfischem Lebelshstem. Die Lieferung soll in 8 Monaten durchgeführt werden.
CoceUs tuet proHwjklkf.
Gießen, den 28. Juli.
♦♦ Tagesordnung für die Sitzung der Stadtverordneten- Bersammlnug Freitag den 30. Juli 1897, Nachmittags 4*/z Uhr pünktlich: 1. Herstellung erhöhter Trottoirs- hier: in ber Llcherstraße. 2. Gesuch be« L. Seu- ling zu Gießen um Erlauboiß zum Bauen eines Doppel Wohnhauses in seinem Garten am Wallthor. 3. Die Kleinbahn Gießen-Bieder; hier: bie provisorische Verlegung bes Viehmarktes. 4. Gesuch beß Joseph Rüfing um Erthetlung ber Erlaubniß zum Wirthschaftßbetrieb im Hause An ben Bahnhöfen Nr. 47. 5. Gesuch beß Karl Retter um Er- theilung ber Erlaubniß zum Ausschank von Wein unb Branntwein im Hause Wallthorstraße Nr. 2. 6. Die Verwendung schulpflichtiger Kinder zum Kegelschubbienst.
*♦ Auf baß Angebot ber Großherzoglichen Regierung wegen Umwandlung bet 4-procentigen Großherzoglich Hessischen StaatSschuldverfchreibunge» von 1876 und 1882 in 3^/,-pro- centige haben nach der „Darmst. Ztg." nur drei Inhaber mit einem Capitalbetrag von im Ganzen 10100 Mk. die Umwandlung abgelehnt und baare Rückzahlung verlangt.
*• Verein deutscher Buchhalter. In allen Berufßzweigen sammeln sich die Kräfte unb schließen sich zusammen unter der Erkenntwß, baß ber Einzelne nichtß, bie Gesammtheit alleß ist. Eine große Gruppe ber Hanbelßangestellten, baß wichtige Glieb im kaufmännischen unb landwirthschaftlichen Berufe, bie Buchhalter haben sich im ganzen Reiche zu einem „Verein Deutscher Buchhalter" zusammengeschloffen, ber neben Pflege ber Stanbeßehre unb Förberung ber Stan- beßintereffen eine materielle Sicherstellung seiner Mitglieber anstredt. Die Satzungen beß Vereins können kostenfrei von der Vereinskanzlei Berlin-Friedenau, Beckerstraße 9, bezogen werden.
•• Hessische Aerzte. Nach der amtlichen Statisttk giebt «s im Großherzogthum Heffen z. Z. 56 1 Aerzte, darunter 372 in Hessen geboren; 129 finb aus Preußen, barunter bie meisten ouS ber Provinz Heffen-Naffau, 15 sinb auß Bayern, 12 auß Baden, je 6 auß dem Königreich Sachsen und den thüringischen Staaten, 5 aus Württemberg, 4 auß ben Hansestädten, 3 auß Oldenburg, 2 au» Mecklenburg, unb 1 au» Braunschweig. Acht Aerzte sinb auß sonstigen europäischen Länbern unb 2 stammen auß Amerika (TexaS).
* Zum Kaisermanöver werden die Grundbesitzer der betroffenen Gemeinden behördlicherseits darauf aufmerk- sam gemacht, daß 1. die Ränder von Gruben aller Art im 1
Felde abzuzäunen oder durch Stangen mit schwarzen Flagge» kenntlich zu machen find; 2. hochwerthig tragende Ländereien, wie Gemü eländereien, Saatklee, Zuckerrüben rc., find zur Verhütung größerer Flurschäden durch Stangen mit Strohwischen kenntlich zu machen; 3. es empfiehlt sich, die neuen Feldbestellungen, namentlich baß Einsäeo, kurz vor ben Truppenübungen anözusetzen, biß feststeht, baß bie betreffende Flur nicht durch Truppen betreten wird; 4. da für Flurschäden, welche durch Zuschauer angerichtet werden, keinerlei Schadenersatz geleistet wirb, so liegt eß im Interesse ber Gesammtheit, allseitig auf die Berhinberuog von Flurschäden durch Zuschauer hinzuwirken. Die Feldschützen find angewiesen, säumige Grundeigenthümer oder Pächter zur Auß- sührung der diesbezüglichen Maßnahmen anzuhalten, deren Befolgung im eigenen Interesse der Grundbesitzer auch dringend anzurathen ist.
• • Goldene Winke für Ausflügler stellen — gerade zur rechten Zeit — die „Mtttheilungen des Touriftenciub» für die Mark Brandenburg" zusammen. Wir empfehlen namentlich die folgenden zur Beherzigung: Schmied' wohl einen Reiseplau, aber hatte Dich nicht d'ran. — Wandern heißt: ein köstlich Bach genießen; man blättert darin mit ben Füßen. — Der Wanberstab ein Zauberstab; führ' ihn bergauf, bergunter; er zeigt mit jebem neuen Schritt ein neue» GotteSwunber. — Was man abläuft an bem Schah, wächst bem Kopfe boppelt zu. — Sintemal boch ein Tourist kein Laftthier ist, soll er sich nicht zu Leibesschaben beim Wander» wie ein Kameel beladen. — Wetzen hält im Mähen nicht auf, Sitzen hält im Gehen nicht auf. — Wenn ein Weiter Dich umtost, laß nicht von bem einen Trost: Keinem Regen kann's gelingen, tiefer als zur Haut zu bringen.
•* Wetterbericht. Da» Gebiet des hohen Barometer- stanbes hat an Umfang unb Intensität noch weiter verloren. Dasselbe erstreckt sich von Westen her über Central-Frankreich, baß Alpengebiee unb Südbentschlanb zungenförmlg nach Galizien herein. Der größte Theil Europa» wirb von nieberem Druck bebeckt, dessen Haupt-Centrum noch nördlich von Schottland lagert. Die Witterung in Central-Europa ist bei meist schwacher Luftbewegung trüb unb fallen stellenweise Nieberschläge. — Voraussichtliche Witterung: Zunächst noch meist trübes, stellenweise regnerisches Wetter.
+ Von der Nidda, 27. Juli. Ein älterer Metzgermeister, der häufig Fleischwaaren nach Frankfurt liefert, war im April b. I. von ber dortigen Strafkammer, als Berufungsinstanz, zu 60 Mk. Geldstrafe vermtheilt worben, weil er letzten Winter Schmalz unb Kalbfleisch in „aufgeblasenem Zuftanbe" nach Frankfurt verkauft habe. Gegen bieses Erkeuntuiß legte ber Verurtheilte Revision ein, unb würbe letzterer von bem Kammergericht zu Berlin kürzlich kostenlos freigesprochen, aber nur deshalb, weil bereit» in erster Instanz eine Verjährung ber Strafverfolgung eingetreten war.
L. Lißberg. 27. Juli. Für bie schwer ausführbarem unb habet nicht ungefährlichen Maurerarbeiten, bie an bem Thurme unserer malerischen Schlohruiue infolge Blitzschläge» unumgänglich nöthig würben — wie vor einigen Wochen in Ihrer Zeitung zu lesen war — hat sich nun ein Maurermeister unb zwar Herr T. in Nibba gefunben. Der genannte Meister feiert bei btefer Arbeit ein eigenartiges Jubiläum, nämlich bie vierzigjährige Wiederkehr des Tage», an bem er im Jahre 1857 unter seinem Vater al» Lehr- unb Speisjunge ben Lißberger Burgthurm hatte repariren helfen müssen. Der junge Bursche mußte damals sämmt- lichen Speis den engen Thurm hinaufschleppen, wodurch ihm bie Schulter zuletzt wunb unb blutrünstig wurde. Nach de- enbigter Arbeit meifelten Vater unb Sohn ihre Namen unb bie Zeit ber Arbeit in einen Stein be» Thurmes unb biek Namen zeigte Herr T. kürzlich bem Baubeamten. Bei ber bieSmaligen Reparatur wirb ein Gerüst benutzt, bie Bau« materiellen brauchen barum nicht hinaufgeschleppt, sondern können aufgezogen werden.
Schotten, 27. Juli. Wiederholt ist die Mittheilung durch die Blätter gegangen, daß eine Anzahl in New-Mork lebender Herren auS Hesseu-Darmstädter Kreisen sich zu- sammengethan hatten, um ein Unternehmen hessischer Lehrer, da» erste deutsche Lehrerheim auf hessischem Boden, da» Lehrerheim Vogelsberg bei Schotten thatkräftig zu. unterstützen. Zn Gunsten des herrlich gelegenen HeimS veranstalteten diese Herren auf Anregung unsere» Landsmannes, de» Herrn David I. Stein, eine Berloosung von Speciali- täten der Möbelbranche. Die Gewinne find sämmtltch von dem oben genannten Herrn in uneigennützigster Weise gestiftet worden. Da» Ergebniß ber Berloosung, bie gelegentlich einer festlichen Veranstaltung unter Mitwirkung be» in gutem Rufe tüchtiger Meisterschaft ftehenben Schottener Männerchors zu Newyork in ben Prunksälen ber Beethoven- Männerchorhalle vorgenommen wurde, ist ein überaus erfreuliches : Herr David Stein, unser wackerer Landsmann, der mit Frau und Enkelchen seit einigen Wochen zur Erholung in dem lieben Hessenlande weilt und sich zur Zeit in Bad- Nauheim aufhält, hat vor wenigen Tagen bem Verein „Lehrerheim Vogelsberg" einen Wechsel von 1000 Mk. überreicht. Diese Thatsache ist uns ein Beweis, baß unsere Landsleute über bem Ocean bie Tugenb ber Dankbarkeit zu üben nicht vergessen haben, baß inSbesoubere Herr Stein, ber Veranstalter ber Verloosung, daS Herz auf bem rechten Flecke hat. Für das erfolgreiche Bemühen, für die reiche Spende fei auch öffentlich herzlichster Dank gesagt allen, bie ihr Scherflein zum guten ©dingen beigetragen haben. Die überwiesene Summe wirb im Sinne ber edlen Spender Verwendung finden. Sie soll die Kosten einer für das Lehrerheim demnächst zu erbauenden Quellwafferleitung decken helfen.
Landach. 27. Juli. Die vom christlich.socialen Verein auf gestern Abend einberufene Versammlung im „Schützenhof" war sehr gut besucht. Se. Erlaucht ber Herr Gras von SolmS-Laubach eröffnete als Borfitzenber beS einladlnden Vereins mit herzlicher Begrüßungsansprache
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26. Ju in Tamstag macht« i«rstt Dampfschiff h »am und einem Ge Ehrend der Fahrt b *lt Nflt Dame ft| i^nen. Der so bez ? Landungsplätze ve Hsrtenonnate bet ihn ftatt, »oral i,6,t m lint tMfUHung der ( Schmidtvorer ' * ausgenomment \ Seid gehabt h, Leiben der übrige, und brachte 60 s* Sr*.
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