Ausgabe 
29.7.1897 Erstes Blatt
 
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die Versammlung, wies aus die Bedeutung de» auf der Tagesordnung stehenden Themas hin und gab der Freude darüber Ausdruck, daß es der Versammlung vergönnt sei, den in der sozialen Bewegung stehenden und auf diesem Ge­biete bewanderten Redner, Herrn Hosprediger a. D. Stöcker, darüber reden zu hören. Nach einem mit Begeisterung auf* genommenen Hoch auf Se. Maj. Kaiser Wilhelm LL und Se. König!. Hoheit Großherzog Ernst Ludwig ertheilte er dem Referenten das Wort zu seinem Bortrage Über:Die Socialdemokratie, ihre Förderer und ihre Bekämpser." Der äußerst gewandte Redner wies zunächst hin auf die eigen« rhümliche Erscheinung, daß gerade in Deutschland die Social- temokratie an Zahl weit stärker sei, als in den Übrigen Ländern und daß dieselbe auch auf dem Lande immer mehr Boden gewinne. Nur die deutschen Socialdemokraten zeigten »n allen ihren Versammlungen, ihren Schriften und Blättern einen unbegreiflichen Haß gegen die Kirche und ihre Diener, gegen die Monarchie und das Vaterland, während man dies z. B. von den französischen, englischen und anderen Social- dewokraren nicht sagen könne. Herr Stöcker suchte sodann die Gründe sür diese auffallende, betrübende Thatiache nach- -uwetsen. E ne Hauptursache sei in dem sogen. Gründungs­schwindel in den siebziger Jahren, dem tausende von Exi­stenzen zum Opfer gefallen seien zu finden. Wer könne eS darum den dadurch brodlo» gewordenen Arbeitern verdenken, laß sie sich den Svcialdemokraten, die ihnen eine beffere und schönere Zukunft versprechen, und diese in den buntesten Farben schilderten, in die Arme warfen! Dann habe e» die Regierung versäumt, den berechtigten Forderungen der Ar­beiter rechtzeitig nachzukommen. Fürst Bismarck und Graf Caprivi hätten selbst zugestanden, daß die Alters-, Jnvali- detätS« und Krankengesetze nur der socialdemokratischen Partei zu verdanken seien. Sei eS da ein Wunder, daß diese Partei immer mehr wachse und zunehme? Auch da» Socia- listengesetz habe sicherlich nicht zur Verminderung der Social­demokraten beigetrageu. Im nun folgenden Theile seiner ivtereffanten Ausführungen gab Redner die nach seiner Ueber- zeugung einzig erfolgreichen Mittel und Wege an, die für unser Staats« und Gesellschaftsleben äußerst gefährliche Be­wegung zu dämmen und die Socialdemokratie zu bekämpfen, und wies dabei hin auf die geradezu glänzenden Erfolge, welche die von ihm im Jahre 1878 gegründete christlich- sociale Partei in dieser Hinsicht zu verzeichnen habe. Mit einem Hoch auf unser deutsche» Vaterland schloß Redner seinen etwa 1^ stündigen mit stürmischem Beifall aufgenom- meneu Vortrag. Se. Erl. der Herr Graf zu SolrnS Laubach dankte sodann dem Referenten für seine gründlichen, interes- lauten Darlegungen und forderte zum Schluffe auf zu einem Hoch auf den verehrten Herrn Hofprediger, welcher alsdann mit einem Hoch aus unser Heffenland, die liebe Stadt Laubach und den Laubacher Grafen erwiderte. Grünb. Anz.

Worms, 26. Juli. Heute früh traten von hier aus eine Anzahl hessischer Lehrer eine Ferienreise per Rad durch die Pfalz, Elsaß und Baden an. Dieselbe be­zweckt im Wesentlichen einen Besuch der oberrheinischen Städte, sowie der Vogesen und des Schwarzwaldes, und soll sich hauptsächlich in den Dienst pädagogischen Interesses stellen.

Mainz, 26. Juli. Da»Mainzer Tagbl." schreibt: Am Samstag machte ein Herr, der mit dem Köln-Düffel- borfer Dampfschiff hier eintraf, dem diensthabenden Schutz- mann und einem Gendarmen die Anzeige, daß seiner Tochter während der Fahrt das Portemonaie entwendet worden sei. Die junge Dame sei in der Lage, den Dieb genau zu be­zeichnen. Der so bezeichnete Herr wurde bei seinem Austritt am Landungsplätze verhaftet und man fand auch richtig das Portemonnaie bei ihm vor. Aus dem ersten Polizeibezirk sand die erste Vernehmung des Diebes und der Zeugen des Vorfälle» statt, worauf die Zeugen entlaffen wurden. Nun­mehr mußte, bevor man den Dieb in den Arrest abführte, eine Feststellung der Effecten erfolgen, die durch den Schutz­mann Schmidt vorgenommen wurde. Al» man dem Dieb ba» aufgenommene Protokoll vorlas, erklärte er, daß er mehr Geld gehabt habe, eS fehlten gerade 100 Mk. Auf Betreiben der Übrigen Schutzleute fah Schmidt noch einmal nach und brachte 60 Mk. herbei, die er angeblich aus Ver­sehen auf der Pritsche wollte haben liegen lassen. Der Dieb, ein Engländer, bestand aber darauf, daß noch immer 40 Mk. sehlten. Die Schutzleute wollten sich nicht als Spitzbuben blnstellen lasten und leerten ihre Taschen um, zum Beweise, laß sie nichts hätten und auch Schmidt that dies- die -40 Mk. waren nicht vorhanden. Der Verhaftete bestand noch immer darauf, daß das Geld fehle, da erklärte der älteste Schutzmann, der aus dem Revier anwesend war, daß er nicht Äst habe, sich als Dieb htuftellen zu lasten, wer das Geld habe, solle eS herauSgeben, andernfalls werde eine Körptr- Äsitation sämmtlicher anwesenden Schutzleute vorgenommen. Tie Körpervisitation begann und nun versuchte Schutzmann Echmidt, der das Geld thatsächltch genommen hatte, die 40 Mk. auf eine Fensterbank zu legen, wobei ihm ein 20 Markstück zu Boden siel. DaS Geld war gefunden. Alles Lamentiren half nun nichts, man holte den Bezirks« tcmmiffär Schöneck und Wachtmeister Oesverberg, theilte Liesen den. Fall mit, woraus Herr Polizeicommlssär Schüler herbeigeholt wurde, der dem Schutzmann Schmidt rieth, sofort ferne Entlastung zu nehmen, waS dieser auch versprach. Zum größten Erstaunen aller Betheiligten trat aber gestern Morgen um 7 Uhr Schmidt wieder in Dienst. Herr Schüler, der Aussehen mit einer Verhaftung vermeiden wollte, machte Herrn Oberbürgermeister Dr. Gaßner gestern Vormittag Meldung, woraus dieser schon um 11 Uhr die Außerdtenst- stellung des Schutzmanns verfügte. Schmidt war am 1. April atfct Jahre als Schutzmann tm Dienst, fast stet» im 4. Be­zirk. Die Sache ist der Staatsanwaltschaft angezeigt.

Alzey, 26. Juli. In HetteSdorf, unterhalb Neu- »ied, wurde am Freitag die Leiche des Steuercommistars Dietrich von hier geländet. In einem krankhaften An­

fall hat Dietrich, der au« Homberg in Oberheffen gebürtig ist, freiwillig den Tod gesucht.

Dermifdfte»«

* Berlin, 27. Juli. Heute Nachmittag gegen 4 Uhr ist in der Medaillenfabrik von Oertel, Gollnow- straße 11 a, der Arbeiter Wilhelm Rann, HagelSberger- straße 41 wohnhaft, am Prägewerk aus eigener Unvorsichtig­keit dadurch verunglückt, daß er von der Kugel des BalancierS mit dem Kopf an die Wand geschleudert wurde, und an beiden Schläfen eine Zertrümmerung des Schädels erlitt- der Tod trat sofort ein.

Karlsruhe, 27. Juli. Am verflossenen Sonntag Abend hat nach den heute hier aus dem Schwarzwald eingetroffenen Zeitungen wieder ein verheerendes Unwetter gewüthet. Im oberen Höllenthal ging ein Wolkenbruch nieder- tm Kinzigthal hat es stark gehagelt, so daß der Schaden an Bäumen und Feldfrüchten sehr groß ist. In Balingen, Amt Emmendingen, wurden drei vor einem Hause stehende Frauen vom Blitz getroffen- die 46 Jahre alte Frau des Bäcker- Kaufmann war sofort tobt, die beiden anderen kamen nach einer halbstündigen Betäubung wieder zu sich. In Hof« f en he im, Amt SinSheim, wurde Sonntag Nacht der 19 Jahre alte Ludwig Rasig von seinem 15 Jahre alten Bruder aus Fahrlässigkeit erschossen.

Heilbronn, 27. Juli. Am hellen Tage erstach in Böckingen der frühere Frachtbote Heinrich Mößner den mit ihm verwandten Bauer Karl Mößner, als dieser dem WÜthe- rtch, der seine von ihm getrennt lebende Frau auf der Straße verfolgte, den Weg vertrat. Der wie wahnsinnig sich ge- berdende Mörder wurde nach einem vergeblichen Versuch, sich im Neckar zu ertränken, verhaftet.

Glarus, 26. Juli. Wie dieBaSl. Nachr." melden, stürzte gestern früh um 6 Uhr der 30 Jahre alte, in Schwanden in Arbeit stehende deutsche Schreinergeselle Rind­fleisch an denSchwarzköpfeu" am Bächlistock oberhalb Luchfiugen beim Edelweißsuchen ab und war sofort tobt. ES erforberte ein schweres Stück Arbeit, den Verunglückten ins Thal hinabzubefördern.

Brüssel, 25. Juli. Wie dieJndep. belge" mittheilt, ist gestern Früh 80 Reisenden in einem großen Gasthofe am SÜd- bahilhos eine unangenehme Ueberraschung bereitet worden: der Hausknecht ist in der Nacht mit allen ihm zur Reinigung überlassenen Stieseln der Reisenden durch­gegangen und der Hotelbesitzer mußte auf seine Kosten 80 Paar neue Stiefeln anschaffen.

* Neue Schnellfeuer-Kanonen in Frankreich. DerFrance" find als Antwort auf deren Artikel über die neuen deutschen Geschütze folgende Mitt heil ungen von einem früheren Artillerie-Offizier gemacht worden: DaS technische Artillerie- Comitsr prüft seit einiger Zeit eine neue Schnellfeuer-Feld- kanone, die gewiß die bestvervollkommnete aller bestehenden Waffen ist. Diese Kanone ist 75 Millimeter-Kaliber und ruht auf einer doppelten Lafette- hybropneumattsche Bremsen vereiteln vollständig den Rückstoß und bringen das Geschütz nach jedem Schuß von selbst auf seinen Platz zurück. Da der Rückstoß nicht auf das Geschütz wirkt, so bleibt dieses beim Schießen stets gerichtet. Beim Schließen de» Ver­schlusses geht der Schuß von selbst los. Auf diese Weise kann ein Geschütz 40 bis 60 Schüsse per Minute abgeben. Ein anderes wichtiges Ergebniß ist bei der 75 Millimeter- Kanone erzielt worden hinsichtlich deS Platzens der Geschosse. Ohne Artillerist zu sein, weiß alle Welt, wie man eine Gra­nate in der Luft zum Platzen bringt. Die Rakete der Granate trägt in einem Zinnrohre eine spiralförmig ge­wundene Lunte- wenn man das Zinnrohr an einem bestimmten Punkte durchlöchert, so beschränkt man dadurch nach Gut- dünken die Dauer der Verbrennung der Lunte, sodaß die Granate in der beabsichtigten Höhe platzt. Zu diesem Zwecke befiehlt der Sectiovschef:Oeffnet so und so viele Secunden", allein man begreift, daß im Felde Jrrthiimer sehr leicht möglich sind, die durch das automatische Durchbohren der Zinnröhre in der neuen 75 Millimeter-Kanone vermieden wurden. Die 75 Millimeter-Granate platzt nicht eigentlich - sie bildet selbst eine kleine Kanone: die Ladung, die rück­wärts liegt, treibt die Geschosse, mit denen die Granate an­gefüllt ist. Unter dem Drucke der Gase dehnen sich die Wände ein wenig aus und der Vordertheil der Granate reißt sich vom Stoßboden los. Eine auf den Feind schießende Batterie hat vorher ihre Schußlinie zu regeln. Ist das ge­schehen, dann sind die Wirkungen der 75 Millimeter-Kanone besonder» furchtbar- die aus allen Geschützen schießende Bat­terie kann 300 bi» 360 Schüsse in der Minute abgeben, und ba jeder Schuß 240 Kugeln umfaßt, so kann man sich leicht au-rechnen, welch riesige Menge von Geschossen eine Batterie auf den Feind niederregnen lassen kann. Da» Commando, mit dem daS intensive Fcuer angeordnet wird, ist an sich furchtbar ausdrucksvoll!Par rafales, pieces feu! (zu Sturmfiößen, Geschütz: Feuer!). Und in der That ist ein derartiges Feuer ein Windstoß, ein Orkan, der ganze Regi­menter dahinraffen kann. ES steht außer Zweifel, daß unsere neue Kanone das vervollkommnetste aller bestehenden Feld­geschütze ist. Die Regimenter sind damit noch nicht auS> gerüstet worden- wir wissen aber aus bester Quelle, daß die Arsenale solche täglich Herstellen.

Gewehrkugeln aus Papier mit einem Aluminium­mantel find, «wie die ZeitschriftDer Militärarzt" mit­theilt, die neueste Errungenschaft. Sie find die Erfindung eines französischen Offiziers und bezweckm, die Zahl der Verwundungen mit tödtlrchem Ausgange infolge der knochen- zersplitternden der Bleigeschoffe mit Stahlmantel zu ver­mindern. Die Genauigkeit des Schusses soll durch die ge­nannte Veränderung des Materials in keinerlei Weise beein­flußt werden, doch tft der durch da- neue Geschoß geschlagene Wundkanal vollständig glatt und gestattet eine schnelle Heilung der Wunde. Die Zahl der Verwundeten würde danach eine | gleiche bleiben, die Wunde aber würde in den meisten Fällen

nur Kampfunfähigkeit, nicht aber dir schweren unheilbaren Verletzungen oder gar den Tod zur Folge haben.

Aue Freimarken Ausstellung von einer Ausdehnung und Bedeutung, wie man sie in London noch nicht gesehm hatte, wurde vor ein Paar Tagen in den Räumen deS Royal Institute der Aquarellmaler in Picadillh unter den Ausp eien der Philatelie Societies in London und Provinz durch den Herzog und die Herzogin von Aork feierlich er­öffnet. ES sollen Marken im Gesammtwerthe von über 500 000 Lstrl. hier vereinigt sein, und Sammler von allen Theilen der Welt sind dabei vertreten. Der Herzog von Aork, sein Oheim, der Herzog von Sachsen-Coburg, der StaatSsrcretär für Indien, der Generalpostmeister Herzog von Norfolk und die Obercommiffare sämmtlicher Colonien sind unter den Ausstellern zu nennen. Viel Beifall fand eine von Herrn H. I. White ausgestellte vollständige Samm­lung ungebrauchter englischer Marken. Unter den Raritäten erregten besonders zwei Marken von der Insel Mauritius, die ein Herr W. B. Avery ausgestellt hatte und die man hier als die seltensten der Welt betrachtet, den Neid und die Habgier der Zuschauer. Es find nur 17 Stück von dieser Ausgabe abgezogen worden. Als man bemerkte, daß durch em Versehen nur Post-Office darauf stand und daS Wort Sfamp ausgelassen war, wurde der Stempel zerstört. Das letzte Paar dieser Ausgabe, das zum Verkaufe gelangte, ist, wie ziemlich zuverlässig verlautet, mit 1600 L. bezahlt worden. Auch unter den von Herrn H. Derveen aus­gestellten Stücken befand sich eine amerikanische Mtlbury- marke, deren Preis auf 300 L. angegeben wird. Für ein paar rosensarbene 2-Centwarken von Brittsch-Guyana, die demselben Aussteller gehörten, ist ein Gebot von 700 L. ab gelehnt worden. Die Ausstellung bleibt bis zum 7. August geöffnet.

Sehiffsnachvichten.

Der PostdampferFriesland" derRed Star Line" in Ant­werpen ist laut Telegramm am 27. Juli wohlbehalten in New-Aork angekommen.

Univerfitäts - Nachrichten.

Göttingen. Sein 50jähriges Licentiaten-Jubiläum be­ging am Montag der älteste Docent in der theologischen Facultät der hiesigen Univ.rsität, Oberconsistortalraib Dr. theol. Wtestnger. Der Jubilar ist jetzt 37 Jabre an der Universität Göttingen thätig und trotz seines Alters von 79 Jahren körperlich wie geistig rüstig, so daß er seinen Lehrberuf ungestört ausführt. Zu dem Jubiläum wurden ihm von zahlreichen hiesigen wie auswärtigen Freunden und Schülern Glückwünsche dargebracht. Namen« der Universität gratulirte der Prorector, als Vertreter des LandesconsistoriumS war Oberconfistorialrath Guden aus Hannover erschienen. Nachmittags fand ein Festmahl statt.

Die Einführung eines Staatsexamens für Chemiker erscheint, wie dieApoth. Ztg." mttlh.ilt, aussichtsooller. Das mit den Vorarbeiten beauftragte Kaiserliche Gesundheitsamt beabsichtigt, zur weiteren Förderung di-.ser Frage für den Octoder d. I. eine Conferenz einzuberufen, zu welcher eine Reihe hervorragender Lehrer an Universitäten und technischen Hochschulen Deutschlands, sowie Vertreter der chemischen Industrie htnzugezogen werden sollen.

Citeratur rrrrd Kauft

München, 26. Juli. Die siebente internationale Kunst­ausstellung vertheilte erste Medaillen: 19 in der Maleret, eine in der Architectur; zweite Medaillen: 55 in der Ma erei, 13 in der Sculptur, 3 in der Architectur, 2 in der Grapdic, eine in der Kleinkunst. Erste Medaillen erhielten: Stuck, Habermann, Ober­länder, Kunz, Firle, Baslida, Breitner, Bastert, Swan, Tones Shannon, Verstiaete, Rumpler, Cazin, Weeks, Hodler, Csok.

Dee Beiter vom Rhein, Kalender für 1898, Verlag von Ehr. Schömperlen, Nachf. Herrn. Haßler in Lahr, ist um 8 Seiten stärker als früher und kostet nur 30 Psg. Die Er­zählungen sind bald ernst, bald heiter; auch enthält der Kallnder manches Belehrende, so daß er Jedermann als ein gutes Hausbuch empfohlen werden kann. Don ven vielen Bildern wird besonders dasjenige mit dem TitelBlumenfreundin" den ungelhelltrn Beilall der Leser und Leserinnen des Kalenders finden. Für das Viele und Gute, das derVetter vom Rhein" bietet, ist der Preis ein sehr billiger zu nennen.

Wöchentliche Uederstcht her Todesfälle tu Gieße».

30. Woche. Vom 18. Juli bis 24. Juli 1897.

Einwohnerzahl: angenommen zu 23 700 (incl. 1600 Mann Militär) Scrrblichkettilziffer: 24,13, nach Abzug der Ortsstemden 15,36°/«.

Kinder

LS starben an: Zusammen: Erwachsene: tm vorn

A n m. Die in Klammern gesetzte», Zistern geben m, wie viele der Todesfälle in der beireffenden Krankheit auf von auswärts nach Gießen gebrachte Ärenle kommen.

1. Lebensjahr: 2.Ib.Jahi:

Krebs

1 (1)

1 (1)

Acuter Tuberkulose

1

1

Lungentuberkulose

1 (1)

1 (1)

Lungenerweiterung

1

1

--

Herzfehler

1 (1)

1 (1)

Nierenentzündung

1 (1)

1 (1)

Altersschwäche

1

1

Angeborene Lebens-

schwäche

2

2 -

Keuchhusten

1

1

Diarrhöe

1

1

Summa:

11 (4)

7 (4)

3 1

Temperatur der Lahn und Luft

nach Reaumur gemeffen am 28. Juli, zwischen 11 und 12 Uhr Mittags: Wasser 16°. Luft 16°.

Rübsamen'sche Badeanstalt.

Einen schönen Teint erzielt man nicht durch scharf- wtrkende sogen. Schönheitsmittel, sondern durch ver­nünftige Hautpflege; h erzu eignet sich in ganz her­vorragender Weise nach ärztlichen Aussprüchen Die Patent-Myrrholin-Seife. So schreibt ein bekannter Arzt über dieselbe: In einem Falle von unreinem Teint, der bisher allen Seifen trotzte, einen glänzenden Erfolg erzielt. Es ist deshalb räth- ltch sür Jedermann, die Patent-Myrrholin-Seife, welche t Stück 50 Pfg. überall, auch in den Apo­theken erhältlich, als Toilettefeife in täglichen Gebrauch zu nehmen. 7131