Htumover, 26. August. Das Preisgericht für deu auf 41/, Millionen Mark veranschlagten Neubau deS Rath« Hauses empfahl einstimmig den Entwurf des Geh. BaurathS Eggert«Berlin zur Annahme.
Dresden, 26. August. Der König von Siam ist nach herzlicher Verabschiedung vom König Albert heute Nach« mittag nach Potsdam abgereift.
Wien, 26. August. Die hiesigen Blätter melden au» Prag: Eine für kommenden Sonntag nach Ltpau ein- berufene tschechische Versammlung wurde von der BezirkShauptmannschaft Böhmisch.Brod mit der Begründung untersagt, daß die Veranstalter derselben eine Bürgschaft für Aufrechterhaltung der Ordnung und Ruhe nicht zu bieten vermögen und überdies diese Kundgebungen nicht geeignet seien, in der jetzigen erregten Zeit zur Beruhigung der Gemüther beizutragen.
Bern, 26.August. Der internationale Arbeiter- fchutz-Congreß lehnte heute nach längerer Debatte einen Antrag von Wiart (Brüssel) auf stufenweise Abschaffung der Frauenarbeit in der Großindustrie mit 165 Stimmen der Soctaldemokrateu und Radicalen gegen 89 Stimmen der katholischen Socialreformer und Christlich-Socialen ab.
Paris, 26. August. Ministerpräsident Müline äußerte zu der Abordnung de» GemrinderathS, welche er gestern cm» pftug: Unter den Mitteln, welche die Regierung zur Bekämpfung der Getreide-Hausse in» Auge gefaßt habe, befinde fich vornehmlich die Ermäßigung de» Frachttarifs, um einen billigen Transport von den ErzeogungSceutreu zü den Ver- brauchScentreu zu ermöglichen. — Eine Versammlung von Deputationen des Seine-Departement» hat den Minister- präfideuten in einem offenen Briefe aufgefordert, die Getreidezölle derart zu ermäßigen, daß der Preis de» Getreides auf 25 Franc» herabgesetzt werde.
Paris, 26. August. Der Ministerrath entschied, daß, für jetzt wenigstens, kein Grund vorliege, die Einfuhrzölle auf Getreide abzuändern.
Kopenhagen, 26. August. Die 18. Session de» „Institut de droit international“ ist heute Nachmittag 2 Uhr im Festsaale der Universität eröffnet worden. Der Eröffnungsfeier wohnten der Kronprinz, die Prinzen Christian und Harald und der Juftizminister Rump bet. Der Minister des Auswärtigen, Raven, und der Präsident de» LaudSthiug», Matzen, hießen die Anwesenden willkommen. Zum Präsidenten wurde Geheimerath GooS-Kopenhagen gewählt, zu Bicepräfidenten Generaladvokat DeSjardin-Pari» und Pro- feffor v. Martitz.Heidelberg. Als Mitglieder wurden auf- genommen GtaatSmtnister Dr. Hagerup Christian!«, sowie die Professoren Fauchille, Pillet und Bernez-PartS.
Depeschen de» Bureau »Herold/
Darmstadt, 26. August. DaS Großherzogliche Paar reist mit der Prinzessin Elisabeth morgen nach Friedberg ab, wo sie bi» zum 10. September verweilen und die Kaisermanöver besuchen werden.
Berlin, 26. August. Der „Retchsanzeiger" veröffentlicht die Verleihung de» Kreuzes der Groß-Comthure des Hohen- zolleru'schen HauSordenS an den Herzog Karl Theodor in Bayern.
Berlin, 26. August. Dem Botschafter v. Bülow ist das Großkreuz des belgischen Leopoldorden» verliehen worden.
Berlin, 26.August. Der König von Italien wird fich, wie der „Post" zufolge nunmehr feststeht, vom Minister des Aeußerv, Visconti Venosta, begleiten laffen.
Berlin, 26. August. Bezüglich der Aeußerung des deutschen Kaisers im Lager von KraSnoje Sselo wird deu „Berl. Reuest. Nachr." von verläßlicher Seite mitgetheilt, daß die Aeußerung gelautet habe, der Kaiser freue fich ebenso wie wenn ein Regiment seiner Armee so glänzend bet der Besichtigung abgeschnitten hätte, wie es heute das Regiment Wyborg gethan habe.
Berlin, 26. August. Wie die „Nordd. Allg. Ztg." hört, ist für den durch die Ernennung des Freiherru v. Thiel- mann zum StaatSsecretär des Reichsschatzamts erledigten Posten deS Botschafter» von Washington der bisherige preussische Gesandte in Stuttgart, Dr. v. Holleben in Aussicht genommen. Den Gesandtenpoften in Stuttgart wird der bisherige deutsche Gesandte in Lissabon, v. Derenthal, denjenigen in Lissabon der bisherige Preußische Gesandte in Weimar, Raschdan, erhalten. Für den letzteren Posten ist der bisherige deutsche Geueral-Consul in Budapest, Prinz v. Raribor, auSersehen, an Stelle des deutschen Gesandten, Freiherr» v. Gutschmted, welcher in den einstweiligen Ruhestand tritt, kommt nach Tokio der bisherige deutsche Gesandte in Bukarest, Graf v. Lehden, welcher durch deu bisherigen deutschen Gesandten in Stockholm, Grafen v. May- Reinburg, ersetzt wird, zum Gesandten in Stockholm ist der bisherige preußische Gesandte in Hamburg, Graf v. Wall- witz, zum Gesandten tu Hamburg der bisherige deutsche Geoeral-Consul von Egypten, Graf Wolff Metternich, bestimmt.
Berlin, 26. August. Heute wird im „Reichsanzeiger" da» Gesetz über deu Erlaß polizeilicher Strafverfügungen wegen Uebertretuug ström- und schifffahrt». polizeilicher Vorschriften auf der Elbe und auf dem Rhein veröffentlicht.
Bremen, 26. August. Der Norddeutsche Lloyd ermäßigte die Zwischendeckpretse nach Newyork auf 150 Mark für Schuellpostdampfer und auf 130 Mark für Postdampfer.
Brüffel, 26. August. In der vorletzten Nacht drangen vermummte Räuber in die Wohnung de» Grafen Duckastel, des Sohnes des Adjutanten des König», knebelten diesen und raubten zahlreiche Werthgegenstände.
Paris, 26. August. Bordeaux, Toulon, Marseille und andere Städte haben heute in russischen und fraozö- fischen Fahnen geflaggt.
Paris, 26. August. Prinz Victor Napoleon hat die Annahme des Großkreuze» der Ehrenlegion abgelehnt, angeblich weil er bereit» seit seiner Geburt von seinem Vater den höchsten Orden erhalten habe.
Paris, 26. August. Haootaux sandte seinem CabinetS- director ein Telegramm, tu welchem der hohen Freude Ausdruck verliehen wird, welche alle Begleiter Faure» über den diesem vom Zarenpaar und dem russischen Volke bereiteten wunderbaren Empfang empfinden. Die Specialberichterstatter der hiesigen Blätter rühmen besonders die Haltung des Zaren gegenüber Faure. Dieselbe sei sehr höflich, geradezu brüderlich gewesen. Ein Correspondent erzählt einen Ausspruch eine» russischen Diplomaten: Frankreich habe in Petersburg dreierlei erobert, Kaiser, Armee und Volk.
Warschau, 26. August. Auf dtrecten Befehl deS Zaren wurde die Bestimmung des PolizetmtutsterS, am Tage des Einzuge» deS Zar en Paares alle Fenster und Thüren in den Straßen, welche der kaiserliche Zug pasfirt, geschloffen zu halten, wieder aufgehoben.
Konstantinopel, 26. August. Wie verlautet, verständigte die Pforte die Botschafter, daß fie in dtrecte Verhandlungen mit der griechischen Regierung eintreten werde, fall» die FriedenSverhaudluugeu nicht baldigst zum Abschluß gelangen.
Montevideo, 26. August. Der Präsident der Republik Uruguay, Jdiarte Borda, ist gestern während der Feier deS Nationalfefte» durch einen Revolverschuß getödtet worden. ES ist noch nicht bekannt, ob es fich um ein politische» Attentat oder um einen Racheact handelt.
London, 26. August. Aus Montevideo wird tele- graphtrt, das Attentat auf deu Präsidenten von Uruguay erfolgte in dem Augenblick, als er die Kathedrale verließ. Der Präsident sank sofort nach dem Schuß tobt nieder. Der Mörder ist ein junger Mensch Namen» Arredondo, er wurde verhaftet. Der Tod deS Präsidenten wird nicht bedauert. Man hat den Ermordeten nämlich im Verdacht, daher revolutionäre Bewegungen unterstützt habe, um fich zu bereichern.
Berlin, 27. August. Für die Ueberschwemmten find bis gestern Nachmittag bei der HauptstiftungSkasse circa 690000 Mark eingegangen.
Paris,27. August. Das Telegramm, welches gestern Abend der „TempS" veröffentlichte, hat ganz Paris in unbeschreiblichen Jubel versetzt. Die Stadt war festlich beflaggt und illuminirt. Das Telegramm lautet: Präsident Faure hat während deS Frühstücks an Bord des Pothuan, welchem auch die Zarin beiwohnte, folgenden Toast ausgebracht: Unsere beiden befreundeten und verbündeten Nationen, geleitet durch das gemeinsame Ideal der Civtlisation, de» Rechtes und der Gerechtigkeit, find brüderlich in aufrichtiger Umarmung vereinigt. — Der Zar antwortete: Ihr Aufenthalt unter unS schlingt ein neues Band um unsere beiden befreundeten und verbündeten Nationen, welche in gleichem Maße entschlossen sind, mit aller Kraft an der Aufrechterhaltung de» Weltfriedens beizutragen in ein und dem selben Geiste des Rechtes und der Gerechtigkeit.
WB. Kronstadt, 27. August. Nach dem Besuche de» Kreuzers „Roßija" kehrten die Majestäten und Faure an Bord der „Alexandria" zurück, wo Faure sich verabschiedete, den Majestäten für die herzliche Gastfreundschaft dankte, der Zarin die Hand küßte und den Zaren umarmte. Die französische Flotte fuhr um 6 Uhr ab.
CsceU» nnb ptotHnskto
Siehe«, den 27. August.
• * Ordens Verleihung. Se. Kgl. Hoheit der Großherzog haben Allergnädigst geruht, am 13. August dem Gräflich Görtz'schen Kammerrath Johannes Korell in Schlitz das Ritterkreuz 1. Klasse des Verdienstordens Philipps des Großmüthigen zu verleihen.
♦ * Gestorben. Die beiden mit ihrer Mutter in die Klinik gebrachten Kinder des Kaufmanns Noll, die zehnjährige älteste Tochter und der vierjährige Knabe, sind heute Morgen gestorben. Die Ehefrau Noll liegt befinnungSloS und ist Hoffnung auf Befferung nicht vorhanden.
• • Ein famofeS Quartier scheint ein Artillerie-Unteroffizier gehabt zu haben, denn er ritt heute Vormittag in einem Trabe den SelterSweg herunter über die MäuSburg, der nichts weniger als schneidig war. Die Zuschauer erwarteten von dem kühnen Ritt nichts weiter, als eine unsanfte Bekanntschaft deS Reiters mit dem Straßenpflaster.
* * Der Deutsche Verein für öffentliche Gesuudheitspfiege wird seine diesjährige 2 2. Jahresversammlung in deu Tagen vom 13. bis 17. September in Karlsruhe abhalten. Vor Eintritt in die Tagesordnung wird Herr Ober- Ingenieur Andreas Meyer Mittheilung geben von den sehr günstigen Erfolgen der Kehrichtverbrennung in der Hamburger Anstalt im nunmehr abgelaufenen ersten Jahre ihres Bestehens. Die zur Verhandlung stehenden Themata eröffnet Herr Medicinalrath Professor Tuczek (Marburg) mit dem Referat über die „Bekämpfung des AlkoholmißbrauchS", dem fich als Hauptthema dieses Tage» die „getrennte Abführung der Meteorwässer bei der Kanalisation der Städte" anschließt, eine für die Städteverwaltungen ungemein wichtige Frage (bekanntlich macht auch die Stadt Gießen ihre Entschließung betr. der Kanalisation mit von der Beantwortung dieser Frage abhängig. Red.), eingeleitet durch Referate der Herren Prof. Gärtner (Jena) und Baurath Herzberg (Berlin). Nicht minder bedeutsam ist die weitere Frage der „WohnungSdeSinfection io wissenschaftlicher und praclischer Hinficht", die durch den Professor der Hygiene in König»- berg Dr. v. ESmarch und durch Herrn Oberbürgermeister Zweigert (Esseo) eingeleitet wird. In gleicher Weise wird die „Nahrung-Mittelfälschung und ihre Bekämpfung" in wissenschaftlicher Beziehung von Herrn Prof. Brckurt» (Braunschweig) und in praclischer Hinficht von einem Ver
waltungsbeamten , dem Oberbürgermeister Rümelio von Stuttgart, behandelt. Ein weiteres Thema b'lben „Schulgebäude-Anlagen im Pavillonsystem", Referent Prof. Nußbaum (Hannover) und deu Schluß bildet da» Referat vou Geheimrath Battlehner (Karlsruhe) über die „Verbreitung ansteckender Krankheiten in Badeorten und Sommerfrischen", ein gerade für Süd- und Mitteldeutschland besonder» wichtige» Thema.
• • Bom «ulaulere« Wettbewerb. Bor der Strafkammer in Gießen kam die Privatklage der Firma G. Schulhof in Friedberg gegen die frühere Firma I. Strau» junior in Nauheim in Sachen des unlauteren Wettbewerbgesetzes zur Verhandlung. Der Verklagte I. Strau» jun., Nauheim, hatte Anfangs dS. Jahre» im „B. N. Anz." bekannt gemacht, „daß er 14 Tage lang ohne jeden Nutzen verkaufe." Die Firma Schulhof strengte hierauf, nachdem fie fich überzeugt hatte, daß Strau» doch mit einem kleinen Nutzen verkaufte, die Klage wegen unlauteren Wettbewerb» an. DaS Schöffengericht in Nauheim sprach den Angeklagten frei, und zwar von der Ansicht ausgehend, daß, wenn Jemand bekannt wache, er verkaufe ohne Nutzen, er berechtigt sei, die Spesen (Fracht, Lagerzeit rc.) mit auf die Waaren zu schlagen, und thatsächlich habe der Verklagte die» auch nur gethan. In der Strafkammerverhandlung wurde aber daS freisprechende Urtheil gegen StrauS aufgehoben und derselbe zu der Minimal- strafe von 60 Mk. und zur Tragung sämmtlicher Kosten verurtheilt. Die Strafkammer ging dabei von der Ansicht auS, daß bei vorliegendem Fall der Angeklagte nur berechtigt gewesen sei, 5 Procent Fracht auf die Waaren zu schlagen; derselbe habe aber, wenn auch nur einen ganz kleinen Nutzen über die Einkaufspreise genommen, und sei au» diesem Grunde in eine Minimalstrafe zu nehmen.
* • Lotterie! Der „Franks. Ztg." wird au» Gotha geschrieben: Zwischen den Regierungen von Baden und Hessen und der Direction der neuen Thüringisch-Anhaltischen Klaffen- Lotterie schweben Verhandlungen wegen Beitritt» jener Staaten zu unserer Lotterie, die von den Regierungen von Weimar, Meiningen, Altenburg, Koburg und Gotha, Sondershausen, Rudolstadt, Schaumburg-Lippe und Lippe-Detmold garanlirt ist. Die Entscheidung wird im nächsten Monat ersolgen.
* * liebet die periodische Wiederkehr kalter und warmer Jahre veröffentlicht Dr. F. Maurer iu der „Meteorol. Ztschr." eine Abhandlung, deren Endergebniß folgende» ist: In gewiffen Zeiträumen, vielfach von etwa 15 Jahren, wechseln Wärmeperiodeu mit Kältcperioden ab. Die Wärmc- perioden weisen neben den warmen Sommern auch die mildesten Winter auf, in deu Kältepertoden dagegen tritt neben den kühlen Sommern auch die Mehrzahl sehr strenger Winter auf, während die mäßig kalten Winter auf Wärme- und Kälte- Perioden nahezu gleichmäßig verthetlt sind. Da kaum ein Zweifel hierüber bestehen kann, daß die sogenannten säcularen Temperaturschwaukuogen fich auch in Zukunft wiederholen werden, so ist avzunehmen, daß die nächste vorau»fichtlich um die Wende des Jahrhunderts beginnende Wärmepertode sich durch die Wiederkehr einer Reihe warmer und sehr warmer Sommer neben vereinzelten sehr milden Wintern im westlichen Mitteleuropa bemerkbar machen wird.
* • In Amerika verstorbene Hesse«. Watertown, Jefferson Co.: Frau Minna Feld, 76 Jahre alt, auS Hessen Mansfield, O.: Fritz Trumpler, 75 Jahre alt, aus Hohensülzen bei WormS. Belleville, Jll.: Johann Adam Schaab, 71 Jahre alt, aus Reisen, Kreis Heppenheim. Millstadt, Jll.. Frau Katharina Schneider, geb. Straub, 79 Jahre alt, au» Grünberg. New-Hamburg, Canada: Jakob Niebel, 63 Jahre alt, au» Hessen.
* * Wetterbericht. Die Luftdruckvertheilung zeigt im Allgemeinen wenig Aenderung. Ueber Central-Europa steht zwar ein schwacher Kern relativ hohen Drucke», doch beeinflussen auch heute mehrere Depressionen die ganze Wetterlage. Von den britischen Inseln greift bereits ein neues Minimum nach dem Festlande herüber/ außerdem liegt ein solches über der Riviera und bedeckt noch niederer Druck den äußersten Osten. — Voraussichtliche Witterung: Bet wechselnder Bewölkung Neigung zu Gewittern und strichweisen Niederschlägen. _____________
X. TraiS-Horloff, 25. August. Bei einem heute Nachmittag durch unsere Gegend ziehenden Gewitt er wurde der 28jährige Landwirth Friedrich Bücher dahier, welcher auf dem Felde mit Pflügen beschäftigt war, vom Blitz erschlagen. Die beiden Pferde blieben unverletzt. — An einer dahier auf dem Felde arbeitenden Dampfdreschmaschine wurden in der vergangenen Nacht fast sämmtliche Treibriemen an der Locomobile und dem Dreschwagen gestohlen. Dem Eigen- thümer wurde damit ein Schaden von 100 Mk. zugesügt.
Darmstadt, 25. August. Die südwestdeutschen Detailltstenveretne haben an deu Reichstag eine Eingabe gemacht, in der eS heißt: „Der Antrag der Budget- commisfion des Hohen Reichstag»: „Die Packetbeförderung an Sonn- und Festtagen auf Eilsendungen zu beschränken", hat in den betheiligten Handelskreisen zu lebhaften Eiörter- ungen geführt und ist auf der am 28. März a. c. stattgehabten Conferenz der südwestdeutschen Detaillisten-Bereine Gegenstand eingehender Berathungen gewesen. In diesen Berathungen kam einmüthtg zum Ausdruck, daß eine Beschränkung in der Packetbestellung, wie von der Budgetcom- Mission beantragt, den Detailgeschäftev eine empfindliche Schädigung bereiten würde, weil eine große Anzahl von Geschäftszweigen auf den Empfang der Packete an Sonntagen geradezu angewiesen find. Daher hat die Conferenz südwestdeutscher Detaillisten-Bereine einstimmig beschlossen, an den Hohen Reichstag die Bitte zu richten: dem Antrag der Budgetcommisfion: „die Beförderung der Poftpackete au Sonn- und Festtagen auf Eilsendungen zu beschränken", die Zustimmung zu versagen".
□ Darmstadt, 26. August. Die neue Nebenbahn nach Groß-Zimmern erfreut sich bereit» lebhafter Frequenz, insbesondere der Arbeiterbevölkerung/ täglich gehen


