Ausgabe 
28.8.1897 Erstes Blatt
 
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Johanv flbam , kreiö HePPtuhri"' Schneider, fleb. rgl M'HEbnrs, ill, aus Hessen. Heilung zeigt im ^entral-Evropa steht Druckes, doch brein- bie ganze Wetterlage, ein neues Minimum legt rin solcher über Oriiif den äußersten n Q; Bei wechselnder strichmeiseo Wieder-

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etwa 15 Jahren, :n ab. Die Warmc- ern auch die mildesten egen tritt neben den strenger Winter auf, Wärme- und Kälte- stnd. Da kaum ein »genannten säkularen Zukunft wiederholen tt vorau-sschtlich um fllärauptriolit fid) und sehr warmer intern im westlichtn

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-in jeder Richtung fünf Züge mit einer Fahrzeit von durch» schnittlich einer Stunde, an Sonntagen noch zwei weitere Züge. Von der Leitung der berühmten Weber'sch en Augenklinik in der Frankfurter Straße wird sich dem» nächst Geheime Medicinalrath Dr. Adolf Weber zurück» ziehen und die Anstalt, wie man hört, von einem auswärtigen Arzt weitergesührt werden. ES ist diese Zurückziehung that» sächlich ein Verlust für Darmstadt. Herr Weber, dem die Wissenschaft eine Reihe werthvoller Apparate verdankt, will fich lediglich seinen Studien widmen.

Das Mitleid der Berliner Gerichtshofes der 143.Abtheilung des Amtsgerichts I, besten Vorsitz der AmtSgerichtSrath Bach führt, erregte ein alter, ergrauter Mann, der bisher völlig unbescholten war und sich nun wegen Bettelns veraut» Worten mußte. Wegen seines hohen Greifenalters war eS ihm nicht möglich, Arbeit zu erlangen, und der Hunger trieb ihn zum Betteln, was er offen eingestand. Nach dem Gesetze mußte er mit einer Haftstrafe belegt werden. Der Ge­richtshof erkannte auf die geringste Strafe von einem Tag Haft. Der Vorsitzende gab dem Verurtheilten drei Mark mit auf den Weg, weil er und die Schöffen davon überzeugt waren, daß nur die äußerste Noth die Veranlastung der Ucbertretung war, und ein so hochbetagter Mann wohl schwerlich noch Arbeit finden dürfte.

Zu der bereits kurz gemeldeteu Ermordung eines Geld- SrieftragerS wird aus Chemnitz vom 24. August noch ge­meldet: Der Handlungsgehilfe, der den Geldbriefträger überfallen hat, ist aus Stelzendorf, 19 Jahre alt, und hatte vorige Nacht imHotel Germania" übernachtet. Da er kein Geld hatte, war er heute Früh an die Luft gesetzt und ihm Koffer und Regenschirm abgepfändet worden. Er hatte dann ein Zimmer im Gafthause zumAst" bezogen und fich dorthin selbst einenGeldbrief" zugeschickt. Der Geldbrief­träger hat ihm diesen Mangels Ausweise über die Persön­lichkeit deS Empfängers nicht auSgehändigt. Vielleicht war es diesem nur darum zu thun, den Geldmann vor sein Mester zu bringen. Er folgte dem Beamten auf den Flur, stach ihn von hinten mit einem Dolche nieder, ergriff aber die Flucht, als der Gestochene schrie. In der Nähe deS NicolatbahnhofS wurde der Raubmörder von den ihn ver­folgenden Leuten eingeholt, nachdem der Geldbriefträger auf der Straße blutend zusammengestürzt war. Wie bereits ge­meldet wurde, ist dieser inzwischen verstorben.

* Bayreuth, 26. August. DaS TodeSurtheil gegen den Vatermörder Bauriedl von RügerSgrün wurde be­stätigt. Bauriedl wird SamStag früh hiugerichtet.

* Metz, 23. August. In 104 Gemeinden um Metz be­finden sich derM. Ztg." zufolge 76 monumentale Denk- mäler, 422 Gedenksteine und 987 Kreuze. 1485 Gräber decken die Reste von 9812 französischen und 10562 deutschen Soldaten- bet 994 Gräbern kennt mau die Zahl der in ihnen beerdigten Soldaten nicht genau. Jedes Jahr werden von der Vereinigung zur Kriegergräberschmückung 2479 Ruhestätten bekränzt. Im nächsten Jahre soll von der Vereinigung ein Denkmal für alle auf dem Banne von Vlonville beerdigten Soldaten beider Armeen errichtet werden.

* Zürich, 26. August. Vom Piz Bevertn (süd. westlich von ThufiS in Graubünden, 3000 Meter hoch) ist gestern ein österreichischer Tourist Namens Haslacher aogestürzt. Er wurde Abends schwer verwundet zu Thal gebracht.

Zu Einkaufspreise», der vorgeschrittenen Saison wegen bot in Zeitungsanzeigen ein Kaufmann Hüte an. Ein Eon» current ließ, um die Richtigkeit dieser Anpreisung festzustellen, einen Hut kaufen, mußte aber dafür einen höheren Preis als den Einkaufspreis bezahlen. Infolge deffen verklagte er den Kaufmann wegen unlauteren Wettbewerbs. Das Urtheil lautete auf 200 Mk. Geldstrafe oder 20 Tage Haft.

Zu 84 Stunden von Europa nach Amerika. Obwohl man, so schreiben dieHamb. Nachr.", meinen sollte, daß in der Fahrgeschwindigkeit der großen, den Verkehr Europas mit Nordamerika vermittelnden Schnelldampfer bereits das Menschenmögliche geleistet sei, so wird doch noch immerfort eine weitere Verkürzung der Fahrtdauer angestrebt. Das neueste Projekt dieser Art ist kanadischen Ursprungs und bezweckt die Reduciruug der jetzt etwa 7»/, Tage in Anspruch nehmenden Reise von London nach Newyork auf nur 6 Tage. Man hofft, diese Abkürzung dadurch zu erreichen, daß das an der äußersten Spitze Neufundlands belegene St. Johns zum AnkunftShafeu für die von Europa kommenden Schnell­dampfer gemacht wird. Die Zeit des Verweilens auf dem eigentlichen Ocean würde dadurch allerdings bedeutend ver­kürzt werden, denn da St. Johns von Queenstown nur 1650 (engl.) Meilen entfernt ist, so würde einOcean- rennet" zur Zurücklegung dieses Weges nur etwa drei Tage, von Liverpool nach St. JohnS aber nur 84 Stunden ge­brauchen. Von St. JohnS ist eine Eisenbahnlinie quer durch die Insel, nach dem Cap Roy, ihrer Vollendung nahe und behufS Ueberfahrt über die Neufundland vom Conttnent trennende Cabotstraße, etwa 60 Meilen breit, ist eine Dampf- fahre im Bau, welche diese Strecke in vier Stunden zurück- legen soll. Die Dauer der Durchquerung Neufundlands, von St. JohnS bis Port aux BaSqueS bet Cap Ray, beansprucht 24 Stunden. Bei Ankunft am Cap Breton würde ein Zug derJntercolonialen Linie" die Reisenden aufnehmen und in 30 Stunden nach Newyork schaffen. Auf diese Art würden vier Tage Seereise gespart, auch würden beim Anlaufen von St. JohaS die Dampfer den Nebeln auSweichen, die etwas südlicher vorherrschend sind. Wenn, so bemerkt daS Ham­burger Blatt, anscheinend im Hinblick auf die deutschen Amerika-Linien, die mit dem Project erzielte Verkürzung des Seeweges auch etwas sehr Bestechendes hat, so steht ihr als große Schattenseite der öftere, lästige Wechsel der Beförderung entgegen. Eine Menge Reisende werden es vorztehen, die ganze Reise in Eins zu machen, selbst wenn sie ein paar Tage

mehr auf See verweilen müffen, statt unterwegs drei bis vier Mal umsteigen zu müffen. Dennoch findet da- Project großen Anklang, zunächst in kanadischen und theilwetse auch in britischen Kreisen, weil St. JohnS einen der besten und eisfreiesten Häfen der Welt besitzt und von dem Plan enormen Vortheil ziehen würde.

Durch Hypnose geheilt. Frau Xv die Gattin eines Künstlers, ist eine moderne Frau, die dieidealen Forde­rungen" auch auf die Mägen ihrer Gäste erstreckt. Sie ver­tritt den Standpunkt, daß geistige Nahrung die körperliche ersetzen könne. Darum denkt sie Effays und spricht Feuille­tons, die Andere geschrieben haben. Sie füttert ihre Gäste mit Schlagwörtern und tischt ihnen den Inhalt der Kunst- rubrtk der Tagesblätter wortgetreu auf, anstatt sie mit saf­tigen Fasanen oder braun glänzenden Wiener Schnitzeln zu regaltren. Deffen freut fich aber nur so schreibt das III. Wiener Extrablatt" der Würstelmaun an der nächsten Ecke. Er macht an den Abenden, an denen Frau X. Gesell schäft hat, ein großartiges Geschäft. Da wurde auf einmal ein junger Fremder eingeführt und als hervorragender Hyp­notiseur vorgestellt. Vor dem Souper faß man im Halb­dunkel deS Salons. Der Fremde hatte bereits vier der Gästein Schlaf gestrichen" und von Jedem merkwürdiger­weise auf alle Fragen die stereotype Antwort erhalten, daß er hungrig sei. Frau X. näherte sich einem jungen Doctor und flüsterte:Sie, das tst ein Schwindler."Unmöglich!" Ich werde es Ihnen beweisen." Wenige Minuten später saß die Hausfrau im Fauteuil. Der Fremde bewegte krampfhaft seine Finger nach allen Windrichtungen und fuch­telte ihr unausgesetzt vor der Nase herum. Dabei fixirte er sie mit impertinenter Arroganz. Sie schloß die Augen. Auf die erste Frage:Schlafen Sie?" ein leise«:Ja." Madame schläft," wandte er sich halblaut an die Gesellschaft. Bitte, was soll ich--?"Uns endlich einmal

ein gutes, ausgiebiges Souper vorsetzen," hieß er im Chor. Daran scheitert Ihre Kunst", bemerkte der jung e Doctor boshaft. Eine Blutwelle stieg tu den Wangen der Schla­fenden auf. Der Fremde zuckte wieder gichtisch mit den Fingern, und mit einer Grabesstimme die an das schaurige Bimbam des Lewinsky Ntckelmann erinnert dictirte er daS Menu: Ogltosuppe . . . Hummersalat . . . Ragout . . Fasan, mit Schnepfen garvirt . . . Chocoladeschaum. Dann wurde Frau X. geweckt. Es dauerte auffallend lang, eheste erwachte. Sie rieb die Augen wund und ließ fich schwer in eine Divanecke fallen.Was gab es, was habe ich ge­sprochen? Ich weiß von Nichts, ich schlief so fest'." stam- melte sie. Als die Gesellschaft etwas verspätet zu Tisch kam, folgten nacheinander: Ogltosuppe, Hummersalat u. s. w. Man lächelte und ließ sich'S gut schmecken. Der Würstel- mann machte an diesem Abend ein verdrießliches Gesicht. Zu ihrem Freunde aber, dem boshaften Doctor, sagte Frau X. einige Tage später:Der Fremde, der mich hypnotistrte, war doch ein Schwindler!"

Unfälle im deutschen GewerbSlebeu. Im Jahre 1895 find in Deutschland etwa 300 000 Arbeiter verunglückt. Sehr viele Verletzungen waren sehr leicht, doch endeten auch etwa 6000 mit dem Tode der Betroffenen. Die Bauarbeiter hatten 34000 Unfälle mit 800 Tobten. Von vielen Bau- arbeitern wird diese hohe Unfallziffer auch auf die nicht ge­nügende behördliche Beaufsichtigung der Baubetriebe zurück- geführt. In einer in Dresden kürzlich abgehaltenen Bau- arbeiterversammluug wurde betont, daß Sachsen bei 11000 baugewerblichen Betrieben nur vier AufstchtSbeamte habe. Doch seien die Verhältnisse in anderen deutschen Staaten noch schlechter. In der Provinz Hannover und in Braunschweig gebe man für die Beaufsichtigung baugewerblicher Betriebe überhaupt kein Geld aus, in Württemberg nur 7000, in Bayern 8000 Mark. Sachsen gibt dafür 15143 Mark aus.

Schiffsnachrtchteir.

Norddeutscher Lloyd, in Gießen vertreten durch die Agenten Earl Loos und I. M. Schulhof.

Bremen, 26. August. sPer transatlantischen Telegraph.) Der Schnelldampfer Havel, Capitän H. Christoffers, oom Norddeutschen Lloyd in Bremen, tst heute 5 Uhr Morgens wohlbehalten in Newyork angekommen.

Technische Fortschritte.

Der grüßte Feind deS Eisenbahnbetriebes tst der Nebel, durch den der Gebrauch und die Wahrnehmung aller optischen Signale oft gänzlich unmöglich wird; das einzige alsdann übrig bleibende Warnzeichen sind die von den Bahnwärtern auf die Schienen gelegten Knallstgnale, die den Locomotivführer zum Halten vor krtttfchen Stellen veranlassen. Diese haben jedoch auch ihre Nachthetle und sind nicht absolut zuverläisig, weshalb man jetzt in England, dem Vaterlande des dicksten Nebels, eine andere ebenso sichere wie einfache Vorrichtung zur Warnung des Maschinisten vor­läufig versuchsweise in Anwendung gebracht bat. Nach einer Mit- theilung vom Internationalen Patentbureau Carl Fr. Retchelt be­steht dieselbe einfach darin, daß vom Bahnhof oder der Bahnwärter- Bude aus Drahtzüge nach einem an der geplanten Warnstelle an­gebrachten Hebel gehen, welcher letztere für gewöhnlich umgclegt neben der Schiene liegt, im Falle der Benutzung jedoch in aufrechte Stellung gebracht wird; an der Maschine ist unten ein entsprechender Winkelhebel mit Gegengewicht angebracht und durch einen Drahtzug mit der Dampfvfeife verbunden. Schlägt also der letztere Hebel an jenen neben den Schienen an, so kommt die Pfeife zur Wirkung, und da der ihr angeschlossene Hebel mit Gegengewicht versehen, so tönt die Pfeife so lange, bis der Hebelzug vom Maschinisten wieder umgelegt wird. Die von W. Pralt in Bristol angegebene Anord­nung wurde neulich auf der West-Lancashtre-Bahn erprobt und be­währte sich recht gut, so daß die Einführung der neuen Warnvor­richtung auf dieser Bahn wahrscheinlich sein wird.________________

kirchlich- Anzeiger» Oe» Stav» Bietzen.

«vaugelischeStettin»t.

Sonntag, den 29. August. 11. Sonntag nach Trtnttatts Gotttsdtenst.

3n der Aohannesttrche«

Vormittags 9«/r Uhr: Pfarrer Dr. Naumann.

Beichte und heiliges Abendmahl für alle vier Gemeinden.

Vormittags ll1/« Uhr: Kindergottesdienst für die JohanneS- gemeinde. Pfarrer Dr. Naumann.

I« der -tzriedhosScapelle.

Vormittags 9'/-Uhr: Pfarrer Dr. Grein.

Nach dem Gottesdienst: Versammlung der Neuconfirmirten aus der Markus gemeinde.

Im «onstrmandensaal, Neustadt 61.

Vormittags 8 Uhr: Pfarrer Schlosser.

Gottesdienst mit Christenlehre für die Neuconfirmirten aus der Matthäusgernetnde.

Katholische «emetnbe.

Samstag den 28. August , .. ....

Nachmittags um 4 Uhr und Abends um 8 Uhr Gelegenheit zur

hl Beichte;

Abends wird ein fremder Priester Beicht hören.

Sonntag den 29. August. 12. Sonntag nach Pfingsten. Vormittags von 6</8 Uhr an Gelegenheit zur hl. Berchte;

, um 6V, Uhr erste hl. Messe;

um 7</8 Uhr Austheilung der hl. Communion;

um 8 Uhr zweite hl- Messe; .

um 9«/8 Uhr Hochamt mit Predigt und Vorlesung deS

bischöflichen Hirtenbriefes über dm seligen Petrus Cantsius S. I- ., ,

Nachmittags um 2 Uhr: Andacht für die Abgestorbenen-

Gottesdienst btr israelitischen ReligionSgesellschast-

Freitag Abmd 6" Uhr, Samstag Vormittag 8 Uhr, Nachmtttag 4 Uhr, Sabbathausgang 8°r;Uhr-

Nachmittag 3« Uhr Lchristerttürnng Bahnhofstr. 50.

Wochengottesdienst Morgms 6»« Uhr, Abends 6M Uhr.

Verkehr, taut* rrnd VottrwLrth§ch«f^

Selbstentzündung von SnttervorrLthen. Die bayerische Versicherungskammer, Abtherlung für Brand- und Viehversicherung, hat die Frage der Selbstentzündung der Futteroorräthe an der Hand der ihr zu Gebote stehenden Statistik näher verfolgt. Wie aus den Beobachtungen der Versicherungskammer hervorgeht, mehren sich die Brandfälle, die auf Einscheuerung feuchter Futteroorräthe und auf hierdurch hervorgerufene Selbstentzündung der Futterstöcke zurückzuführen sind. Der durch Selbstentzündung von Futtervor- räthen verursachte Brandschaden an Gebäuden beträgt seit dem Jahre 1875 zwei Millionen Mark. Abgesehen von den Jmmobiliar'Brand- schäden werden die Landwirthe auch noch nach anderer Richtung schwer benachtheiltgt, weil durch die Feuchtigkeit der Futterstöcke das Futter verschlechtert und verdorben wird. Das Futter geht in seinem Nährwerth zurück, vermindert die Milchergiebtgkeit und fuhrt zu Erkrankungen der Thtere, wie sie namentlich in Folge des Ein­bringens der Futter ernte in nassem Zustande im Herbst vorigen Jahres häufig beobachtet worden sind. Im Bezirke eines einzigen Orts-Viehoerstcherungs-Vereins sind 57 Stück Rindvieh in Folge schlechten Futters zu Grunde gegangen. Auch der bayerische Lanv- wirthschafttzrath hat sich in seiner Plenarsitzung vom 4. Mai d. I. mit der Frage der Selbstentzündung der Futteroorräthe eingehend beschäftigt und hierüber einen Bericht im Wochenblatt deS landwtrth- schaftttchen Vereins (Nr. 20 und 21) veröffentlicht. Nach den bis­herigen Erfahrungen empfiehlt fich allen Landwirthm die Beachtung nachstehender Punkte: 1. Wenn irgend thunlich, soll das Heu oder Grummet vor dem Einbringen sorgfältig getrocknet werden Behufs besserer Trocknung tst auch auf die Anwendung des im ganzen All­gäu gebräuchlichen sogen.Heinzen" htnzuweisen. Lockere Lagerung des Futters in gut gelüfteten Räumen tst besonders zu empfehlen. 2. Es empfiehlt sich, Futterstöcke mit etwa 100 bis 150 Centner zu bilden und senkrecht und wagrecht zwischen den Inhalt der Stocke Strohlagen in einer Stärke von 10 bis 20 Zentimeter einzufügen. Das Stroh als schlechter Wärmeleiter vermindert die Erwarmung, Gährung und Selbstentzündung der Futterstöcke und damit auch der Gesammtiuttereinlagerung, sondert die in den Futterstöcken vor­handene Feuchtigkeit nach Außen ab und führt den Stöcken Lüftung zu. 3. Durch senkrecht in den Futterstöcken eingestellte Luftschächte aus Brettern oder Stangen oder durch Anlage eines Rostes aus Stangen, auf welchen die Futterstöcke errichtet werden, kann eben­falls dem Verderbniß des Futters entgegengewirkl werden. Diese Anlagen wirken, wenn dafür gesorgt wird, daß fortwährend von unten freie Luft in Schächte eintreten kann, ähnlich wie die unter Ziffer 2 beschriebene Einrichtung. 4. Außerdem empfiehlt sich auch das Einlegen von Tonnen, Körben ober mit Sägrspähmn fest ge­füllten Säcken, die mit dem Fortschreiten der Futtereinlage immer hoher gezogen werden. Durch dieses schon hier und da angewendete Verfahren wird nach und nach ein senkrechter Dunstschlauch gebildet. 5. Von Werth ist auch das Einstreuen einer genügenden Menge von Kochsalz oder fteuerfrenem Viehsalz. Das Salz zieht die Feuchtig­keit des Futters an und hindert als gährungswidrtges Mittel btc Wucherung der wärrnebildenden Spaltpilze in den Futterstoffen. Bei drohender Entzündung eines Futterstockes ist Ueberdeckung mit einer dicken Schicht Stallmist wirksam. Vorstehendes ist durch amt­liche Bekanntmachung der bayerischen Gemeindebehörden zur Kennt- niß sämmtlicher bayerischen Landwirthe gebracht worden.

Nach dm statistischen Ermittelungen des Vereins dmtscher Eisen- und Stahlindustrieller belief sich die «oheisenprodnctio« des Deutschm Reiches (einschließlich Luxemburgs) im Monat Juli 1897 auf 569 758 Tonnen, darunter Puddelroheisen und Spiegeleisen 133 094 Sonnen, Bessemerroheisen 51916 Tonnen, Thomasroheisen 298 683 Können und Gießereiroheisen 86 065 Sonnen. Die Production im Juni 1897 betrug 542 303 Sonnen, im Juli 1896 539 776 Sonnen. Vorn 1. Januar bis 31. Juli 1897 wurden probudrt 3 911573 Sonnen gegen 3635581 Sonnen im gleichen Zeiträume des Vorjahres.

Temperatur der Lahn und Luft nach Reaumur gemessen am 27. August, zwischen 11 und 12 Uhr Mittags: Wasser 14°, Luft 17°.

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