Ausgabe 
27.1.1897 Erstes Blatt
 
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1809

Amts- und Anzeigeblatt für den Ureis Gieren

Gratisbeilage; Gießener Kamitienölätter.

1897

1859

Amtlicher Theil

niethungen.

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Mittwoch den 27- Januar

LangsdorfHungen In Hungen HungenInheiden InheidenUtphe In Utphe UtpheBerstadt NonnenrothHungen

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In Grünberg

GrüobergRöthgeS

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Nteder-BesfingenMünster

MünsterWetterfeld GrünbergBeltershain BeltershainGeilshausen

Alle Annoncen-Bureaux deS In- und Auslandes nehm« ' Anzeigen für denGießener Anzeiger- entgegen.

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Die Gießener Kamitteuvkälter werden dem Anzeiger wöchentlich dreimal deigelegt.

GießenRodheim In Klein-Linden Klein LindenDudenhofen Gießen-Klein-Linden Klein-LindenGroßen-Linden In Großen Linden Großen-LindenLang-GönS

GießenSteinbach

Ja Steinbach SteinbachLich RödgenGroßen-Buseck GießenReiskirchen In Reiskirchen

GießenLollar

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LollarKirchberg

KirchbergSichertshausen

II. Grünberg:

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Hisßener Anzeiger erscheint täglich, mit Ausnahme deS Montags.

Lebens Schattenseiten kennen zu lernen- war es ihm nicht , erspart, Neid, Mißgunst und Undankbarkeit sich bis dicht vor 5 des Thrones Stufen nahen und breit machen zu sehen, ja sogar nicht erspart blieb eS ihm, selbst auS verstecktem Hinter­halte von der Bosheit angegriffen zu werden. Wie der Kaiser selbst mit energischer Hand da zuzugreifen und Ruhe zu erzwingen wußte, so wollte es daS Schicksal, daß ihm nur um so mehr Freunde erstanden in Volkes Reihen.

So feiern wir denn alle jubelnd und begeifterungSvoll des Friedens- und BolkS-KaiserS Wiegenfest, wir feiern eS mit dem Wunsche, daß das Glück zu jedem Tage und zu jeder Stunde wohnen möge im kaiserlichen Hause, daß deS Segens reiche Fülle sich ergieße über die Maßnahmen des ersten Mannes im ganzen deutschen Reiche, daß sich von Tag zu Tag enger schlinge das Band zwischen Fürst und Volk, daß immerdar, wie heute, der Jubelruf zur Wahrheit werde und bleibe:Heil unserm Kaiser Wilhelm, Heil!"

rufe deS deutschen Volkes.

Die letzten Jahre namentlich find es gewesen, die zu der Verehrung, welche jedes deutsche Gemüth dem Kaiser darbringt, auch die Liebe, die wirkliche Liebe und Zuneigung gefügt haben- jene Liebe, die sich nicht erzwingen läßt, die erworben sein will. Diese aber wird nur erworben, wenn der Monarch, der auf der Menschheit Höhen wandelt, dem Herzen deS Volkes nahe zu kommen versteht, wenn aus feinem Thun und Denken, Handeln und Fühlen hervorgeht, daß er Berständniß besitzt für des Volkes Seele, für deffen Leide« und Freuden, Kümmernisse und Wünsche. Wohl ist jene Zett, wenigstens für covstitutionelle Staaten, vorüber, da der Herrscher fern dem Volksgetriebe in unnahbarer Höhe thronte und oft überhaupt nicht mit dem Volke in Berührung kam- allein nicht leicht ist es in unserer modernen Zett, dte mit um so höheren Glanze umgebene Herrscherwürde zu wahren Md doch mitten im Volke zu stehen. Und Beide- hat gerade Kaiser Wilhelm II. bislang musterhaft verstanden. Dte viele« bekannt gewordenen Fälle, tu denen er ebensoviel Berständniß als Thetlnahme für die breiten Volksmassen bekundete, jene kleinen Züge von Leutseligkeit einfachen Männern und Frauen aus dem Volke gegenüber, jene- durch zahlreiche kleine Episoden illustrirte Bestreben, dem täglichen Leben und Weben des Volkes menschlich näher zu kommen, alles das hat dem kaiser­lichen Herrn viele und wahrhafte Freunde erworben. Nicht minder sein lebhaftes Interesse für Kunst und Wissenschaft, daS er oft thaikräfttg zu erweisen Gelegenheit nimmt, seine Unterstützung künstlerischer Bestrebungen, sein feines Kunst- verständwß, sie haben nicht wenig zu der persönlichen Be­liebtheit deS deutschen Kaisers betgctragen. Und endlich, al- ob daS Wortnil human! me alienum vollständig zur Wahrheit werden müsse, war eS ihm auch vergönnt, des

stellen.

Nähere Auskunft über die Lieferungsbedingungen rc. ertheilen der Kreistngeuieur und dte BeztrkSbauaufseher.

v. Gag er«.

Vierteljährige«' Abonncmcvtspreisr 2 Mark 20 Pfg. mit Bringerlohn.

Durch die Post bezog« 2 Mark 50 Pfg.

Redaction, Expedition und Druckerei:

Schntstraße Ar.7.

Fernsprecher 51.

Cbm. 47 52 30 30 12 6 55 bekannt geben, daß 1. bis 5. Februar das Berzeichntß der

Zu Kaisers Geburtstag 1897.

Zum neunten Male seit dem Regierungsantritt Kaiser Wilhelms II. feiert daS deutsche Volk Kaisers Geburtstag. Btm Jahr zu Jahr ist diese Feier allgemeiner, inniger, tteser geworden- in diesem Jahre aber wird sie um so bedeutungs­voller, als sie vorhergeht der Säcularfeter des ersten deutschen Kaisers, deffen würdiger Enkel zu sein sich der Hohenzolleru- sproß rühmen darf, der jetzt den Katserthrou ziert. Im Arußern ähnlich dem großen Ahn, find auf Kaiser Wilhelm II. Lberkommen jene Tugenden des Herrscherhauses, die, in den Dienst des Vaterlandes gestellt, dieses groß, mächtig und »«gesehen im Rathe der Völker gemacht haben. Jene Tugenden, >lt fte von Tag zu Tag mehr sichtbar auch bet Kaiser Wilhelm II. hervortreten: daS peinliche Pflicht- und Ge­re chtigkettSgefühl, daS kein Unrecht duldet und mit Energie fit daS Recht eintritt - der strenge, soldatische Sinn, der au sich selbst die höchsten Anforderungen stellt, weil er auch au vi< höchsten Diener deS Staate- keine geringen zu stellen vermag; leutselige Biederkeit, Einfachheit und Wahrheit in Rede und That, gepaart mit Milde und Barmherzigkeit gegen Arme und Schwache, denen vor Allen die Fürsorge des Kaisers gilt. Uad so gewiß es ist, daß auch Kaiser Wilhelm II. «it Tapferkeit, Energie und zweifellosem Erfolge dte Waffen ja führen wissen wird, wenn frevler FeindeSübermuth ihm dvS Schwert in die Hand zwingen sollte, so gewiß ist eS auch, daß in Europas FürstenkretS kein Herrscher ist, der «ehr dem Frieden und der Erhaltung desselben zugethan ist, QU der mächtige deutsche Kaiser. Diese Friedensliebe zu bethätigen, hat er wiederholt Gelegenheit gehabt- allgemein bekannt ist eS, wie der deutsche Kaiser gern und oft den paffenden Anlaß ergreift, vor aller Welt zu betonen, daß ein dauernder Friede ebenso förderlich wie uothwendig dem Fortschritt der Völker sei, und daß Deutschlands Blicke niemals auf Eroberungen, sondern auf friedliche Fortentwick­lung seines Volkswohlstandes gerichtet find. So steht des Kaisers Majestät kraftvoll und zielbewußt, ein Bild echt deutscher Männlichkeit, ein leuchtend Vorbild allen patriotisch gesinnten Männern des Vaterlandes vor Augen und jauchzend schallen ihm entgegen zu seinem 38. Geburtstage die Jubel«

Annahme von Anzeigen zu der Nachmittag- für den folgenden Tag erscheinenden Nummer bi- Norm. 10 Uhr.

Sie wollen in ortsüblicher Weise die obigen Arbeiten in den Tagen vom l. IS. zur Vergebung kommen und daß Termine und Lieferstreckeu in Nr. 22 deSGießener Anzeiger" veröffentlicht und auf Ihrem Bureau eiuzusehen ist.

Die Großh. Bürgermeistereien Grünberg, Holzheim, Ober Besfingen, Lich und Hungen, in deren Orten Termine anberaumt sind, wollen zur Abhaltung derselben ein geeignete- geheiztes Local im Rath«, Gemeinde- oder Schulhaus bereit

VI. Huugen: den 5. Februar, Nachmittags 3 Uhr:

EEes Blatt.

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Gebäck

Bekanntmachung,

betreffend: dte Maul- und Klauenseuche zu Gießen.

Nachdem in einem Gehöfte zu Gießen die Maul« und Klauenseuche amtlich festgestellt worden, wird dies mit dem Aufügen zur öffentlichen Kenntnitz gebracht, daß Gehöftsperre angeordnet worden ist.

Gießen, den 26. Januar 1897.

Großherzogliches KretSamt Gießen.

v. Gagern.

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Bekanntmachung.

Die Lahnbrücke bei Ruttershanse» kann von Mittwoch den 27. Januar l. I. ab btS auf Weiteres wegen Vornahme von Reparalurarbeiten nicht befahren werden.

Gießen, den 26. Januar 1897.

Großherzogliches KreiSamt Gießen.

v. Gagern.___________

Gießen, den 23. Januar 1897. Betreffend: Dte Unterhaltung der KretSstraßen. Das Großherzogliche Kreisamt Gießen «D die Grofth. Bürgermeistereien des Kreises.

Die Lieferung der zerkleinerten Unterhal- tuugssteiue für die am 1. April l. I. in die Unterhaltung des Kreises übergehenden Staats- straften beziehungsweise das Brechen, Anfahren und Zerfchlagen der Uuterhaltungssteiue soll für die nächsten vier Jahre in den nachstehenden Terminen für die einzelnen Lieferstrecken looSwetse auf dem Wege mündlichen AbstreichS versteigert werden.

I. Gieften (KreiSamtSgebaude)

Montag den 1. Februar, Bormittags 11 Uhr:

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IV. Ober-Beffingen:

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