Ausgabe 
26.11.1897 Zweites Blatt
 
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einer so kleinen Fläche sich eine» Spielraum von 100 qm vo b-hält Je^er emgerwaßen kundige hiesige Bauersmann schätzt «ine dreimal größere Fläche viel genauer ab. Wir wollen zum T oft dem Schreiber wfi'schen, bttfe er sich um 1 qm verschätzt und d r G -rten 301 qm enthält. Die Schlauchooirtch'uog 'oll 1 qm h Anspruch nrhmeo, bleiben dann immer noch 300 qm Haußga ten übrig. Oder sollte vielleicht Schreiber, was auch n'chr ouSgesch offen scheint, auS der E richtung der Sch aochtrockeovorrtchkung eint* nachtheiligen E nfluß auf di' N ubeietzung der h'efigen Schul- stelle fürchten? w bemerken wir ihm, daß die Gemeinde auf eine Neubesetzung gar nicht drängt und der Heranwachsenden Generation nur als ein Glück gewünscht werden kann, wenn die hiesige Schulstelle noch recht lange durch einen so tüchtigen Schulverwalter, wie wir ihn tu Herrn Wehrhetm besitzen, weiter verwaltet wird.

* Straßburg,23. November. Die neue Rheinbrücke bei Kehl wurde heute Mittag um 12 Uhr dem Verkehr übergeben.

Wa» ber Aberglaube thut. DasKoburger Tage« blatt" berichtet: In dem friedlichen und frommen Dörfchen W. unternahm ein OrtSeiugeseffener mit seiner Frau um die

mitternächtliche Stunde eine merkwürdige Spazierfahrt. Die Frau krankte seit Langem an der Gicht, und dies Leiden wollten die frommen Leuteverfahren*. Darum nahm der Mann eine Schubkarre, setzte seine Frau darauf und nun ging die Fahrt lo- nach dem Friedhöfe des nahe gelegenen Dorfes E. Dabet durfte keines von Beiden ein Wort sprechen. Auf dem Friedhöfe angekommen, machte der Manu mit seinem sonderbaren Fuhrwerk dreimal die Runde um verschiedene Gräber. Dann giogS wieder heimwärts. Unterwegs mußte die Frau noch au einem Kreuzweg stillschweigend von der Karre fallen und sich daun wieder aufsetzen. Erst nachdem diese letzte Formalität erfüllt war, ging die Fahrt vollends nach Hause. So geschehen an der Wende deS 19. Jahr­hunderts im gesegneten Thüringen.

DalStatistische Jahrbuch deutscher Städte" enthält folgende inrereffaute Angaben über die WohuungSdichtig- kett in deutschen Großstädten. ES kamen nämltch Einwohner auf:

ein bewohnte» Grundstück

ein bewohnte» Gebäude

1890

1895

1890

1895

Berlin

73,0

72,1

54 9

52,9

Breslau

49,7

51,2

33,9

36,8

Köln

14,6

15,3

13,9

14,9 25,0

München

31,9

34,4

22 8

Jo Berlin enthält also ein HauS im Durchschnitt betuahr viermal so viel Bewohner alS in n, in Breslau mehr al» doppelt so viel. Die Zahlen geben zwar au uod iüc sich noch keinen geoauern Ausschluß über die Art der Za« sammeadräog nz der Bevölkerung, hierüber kaon nur etne Statistik dec einzelnen M erhwohuuogen nach Zahl der In- saff-n und Größ- de» L.frraumeS Aufschluß geveo.

tAtaratn* und Aunft.

- Der mündliche vsrttag. Ein Lehrbuch für Schulen und zum Skldstunteiricht von Roderich Benedix. In drei Ab- tbdlungm. Erster Thetl: Die reine und deutliche Aussprache de» Hochdeutschen. Achte Ausluge. Gebunden Mk. 1.50. Verlag von I. I. Weber in Leipzig. Der versasirr hat nun ein Werk ge­schaffen, dessen Zweck die Entwickelung dieser G-undsätze, die Auf­stellung dieser Regeln ist, und zwar für reine Aussprache, richtige Betonung und Schönheit deS VortragS. Allererstes Etfordrrntß eine» guten VortragS ist und bleibt aber die reine und deutliche Aussprache, und mit dieser hat e« der vorliegende Thetl zu thun.

- Vtottee, da» sind Nstradrrsisch« HovttU* av» eitet »eit. Rach etner Handschrift des 16. Jahrhunderts von August Hagen. 7. Auflage. Mit dem Porlratt dkS DerfasierS. Prei» 6 Mk., in Origti alletnenband 7 Mk. Verlag von I. I. Weder in Leipzig. HagenS .Norica^-Nooellrn find auch heute noch wie vor 70 Jahren, als fie zum ersten Male erschienen, die ur.übttlt offene Schilderung der urdeutschen Stadt Nürnberg und ihrer großen Söhne in etner Zeit künstlerischen und geistigen Aufschwungs.

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Bekanntmachnng.

Auf Beschluß der Stadtverordneten.Versammlung vom 18. d. MtS. bringen wir hierdurch zur öffentlichen Kenntniß, daß die am 30. December 1887 veröffentlichten Bestimmungen bezüglich der bei der Ausfuhr von Fleisch und Fleischwaaren zwecks Octroirückvergütung einzuhaltenden Förm­lichkeiten eine Aenderung dahin erfahren haben, daß die Controls bei der Ausfuhr der Waare nicht mehr von dem Octroiinspector, sondern von dem Erscheinen dieser Bekanntmachung ab ausschließlich von den 4 Octroi- Erhebern ausgeübt wird, bei den letzteren also Fleisch und Fleischwaaren, bei deren Ausfuhr Rückvergütung beansprucht wird, vorzuzeigen und anzu- melden find.

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Diejenigen hiesigen Einwohner, welche im Laufe dieses Jahres Hunde abgeschafft haben, wollen dies spätestens bis zrrm 31. December d. Js. entweder schriftlich oder mündlich in Selbstperson bei der unter­zeichneten Stelle anzeigen, indem sonst die Verbindlichkeit zur Entrichtung der Hundeabgaben auch im folgenden Jahre und solange fortdauert, als

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