um Vorlegung eine- NachtraqSetats ersuche, der allen hilfsbedürftigen Ariegsthetlnehmern je 120 Mark gewähre.
Die Resolution Leipziger wird darauf zurückgezogen und die Lteber'sche Resolution einstimmig angenommen, womit der Commis sionsantrag gefallen ist.
Morgen 1 Uhr: Etat der ReichSeisenbahn und des Retchs- versicherungS-AmteS.
Schluß 6>/s Uhr.
»alffß telegraphisches «orrespouday-Birrea».
Berlin, 23. Februar. Wie die Abendblätter melden, tritt heute im Reichsschatzamte auf Einladung deS Staats» fecretärs Grafen Pofadowskh eine Conferenz der Mühlenbefitzer zusammen, um eine Beschränkung der mißbräuchlichen Ausnutzung der Exportbonifikation für Getreide zu berathen. Durch Gutachten hervorragender Fachmänner soll festgestellt werden, ob eS gelingen kann, ein Rendement für Mehl überhaupt feftzusetzeo.
Berlin, 23. Februar. Der deutsche nautische Verein sprach fich heute gegen die Entfernung der treibenden Wracks durch ein Zusammenwirken der Seeschifffahrt treibenden Völker aus und befürwortete die Errichtung einer Central» stelle für Meldungen über treibende Wracks. Ferner erklärte der Verein mit 19 gegen 7 Stimmen die proportionelle Schadenvertheilung bei beiderseits verschuldeten Schiffs» colllfionen gemäß den Grundsätzen des bürgerlichen Rechts als die allein richtige.
Straßburg, 23. Februar. Ja der heutigen Sitzung des LjandeSauSschusseS für Elsaß-Lothringeu stellte StaatS- secretär v. Puttkamer die Vorlage eines Gesetzentwurfes in Aussicht, durch den an Stelle der alten französischen Bestimmungen ein dem deutschen ReichSpreßgesetze analoges Preßgesetz als Landesgesetz zur Einführung gelangen werde, das aber der Regierung gewiffe Befugnisse gegen die auswärtige Preffe verleihen soll.
Pest, 23. Februar. Das Abgeordnetenhaus nahm das Budget deS AckerbaumiuisteriumS im Ganzen an. In der Schlußrede erklärte der Ackerbaumintster Dr. Darangt, daß er die Frage der Canalverbindung Donau-Oder nicht aus dem Auge verlieren werde und daß er die Frage der Waag Oder-Verbindung studiren laffe.
Venedig, 23. Februar. Pestcouferenz. Der Unterausschuß für Maßnahmen außerhalb Europas begann die Berathung über die im Bereiche deS Rothen Meeres zu treffenden Vorkehrungen gegen die Pest. Der Unterausschuß für Maßnahmen in Europa prüfte die Convention von Dresden und macht Abänderungsvorschläge dazu zu dem Zwecke, daß die Convention auch im Falle der Einschleppung der Pest wirksame Bestimmungen enthalte.
Athen, 23. Februar. Nach einer Depesche aus Certgo halten englische Schiffe diese Insel eng umschloßen. Auch haben englische Schiffe gestern vor Plarania, woselbst fich das Hauptquartier des Obersten BaffoS befindet, demonstrtrt. Ferner wird berichtet, daß Kastelt tn Brand stehe.
Kalkutta, 23. Februar. (Reutermeldung.) Unter den Personen, dte auf den Nothbauten tm Rewastante beschäfttgt find, ist die Cholera auSgebrochen. In zwei Tagen find 160 Todesfälle vorgekommen. Die Behörden ergreifen energische Maßregeln, um dte Verbreitung der Epidemie nach Allahabad sowie nach den Centralproviuzen zu verhindern.
Depeschen deS Bureau „Herolds
Berlin, 23. Februar. Die Heilung des kleinen Furunkel, welcher fich am rechten Knie des Kaisers gebildet hatte, nimmt einen durchaus normalen Verlauf. Der Kaiser kann mit dem rechten Bein bereits wieder auftreten. — Die Kaiserin wird, wie verlautet, heute Nachmittag von Hubertusstock in Berlin wieder eintreffen.
Berlin, 23. Februar. Das Abgeordnetenhaus erledigte heute den Etat der Bauverwaltung. Nächste Sitzung Freitag. Tagesordnung: Kleine Vorlagen und Landwirth« fchastS'Etat.
racterS, der, wenn er auch einmal ein mit allen Vorzügen geschmücktes Weib trifft, das er heftig liebt, doch mit ihr nicht mehr glücklich werden kann. In beiden Werken, wo weibliche Tugend fich siegreich gegen männliche Verführung behauptet, glauben wir zuerst jene Auffaffuug von Frauenwürde zu finden, die uns tn dem Lesfing'schen Werke begegnet. Und wett mehr als dte „Miß Sara Sampson", die ja von Richardson Einiges für ihre Fabel borgte, scheint uns die „Emilia Galotti" von Richardson, wenn auch nicht in ihrem Stoff, so doch in ihren Grundgedanken beeinflußt worden zu sein. Und in diesem Grundgedanken erkennen totr so recht die große, stolze und männliche Seele unseres Lesfing wieder. Aus seiner tiefen sittlichen Empörung über den an Menschenwürde verübten Frevel heraus hat er sein gewaltiges Zeitbild geschaffen von dem Hof von Guaftalla, der ja so viele damalige deutsche Höfe wiederspiegelte, ein Zeitbild, das ebensosehr durch seine Wahrheit, wie seine Voll» ständigkeit unsere Bewunderung erweckt, und auf der einen Seite den künstlerisch beanlagten und von Natur gutmüthigen, aber durch den Mißbrauch der Macht entarteten Fürsten zeigt, auf der andern dte willfährtgen Diener seiner Lüste und die Opfer seiner Sultanslaune. Man hat gegen die Katastrophe Einwendungen erhoben, und wenn sie auch begründet sind, so treffen sie doch den Kern des Werkes nicht. Daß der Hauptschuldige leer ausgeht — was verschlägt das viel? Das Schauspiel ist nicht dazu da, zu belohnen und zu bestrafen, eS soll vielmehr nach den Worten Goethes „ba6 Verderbliche der That, das Gefährliche der Gesinnung an den Folgen nachzuweisen suchen", und eS muß darum auch meist durch Schuld, Sünde, Unrecht und Verbrechen führen, und alle Consequenzen aufzeigen, gleichgültig, ob am Schluffe Schuldige fich behaupten und Unschuldige zum Opfer fallen.
Bertil, 23. Februar. Prinz Heinrich trifft heute Abend, von BreSlau kommend, tn Berlin ein und setzt nach zweistündigem Aufenthalt Hierselbst seine Reise nach Kiel fort. Zum Costümball wird der Prinz wieder nach Berlin kommen.
Berlin, 28. Februar. Am 8. Mai wird in Braunschweig daS 50jährige militärische Dienstjubi- läum deS Prinzen Albrecht von Preußen gefeiert.
Berlin, 23. Februar. Der Vorstand deS Reichstages hat den Antrag gestellt, in den Etat deS Reichstages al- einmalige Ausgabe für Grunderwerb und Projectbearbeitung für den Bau eines PräfidialgebäudeS de- Reichstages, sowie als erste Baurate 300,000 Mk. einzustellen.
Berlin, 23. Februar. Die CentrumSfraction hat den Antrag auf Aufhebung deS Jesuitengesetzes im Reichstage wieder eingebracht.
Frankfurt a. M., 23. Februar. Die „Franks. Ztg." erfährt aus Berlin: Der Sultan hat dem DivifionS- general von der Goltz in Frankfurt a. M. einen gläa« zenden Antrag gemacht, um ihn zum Wiedereintritt in die türkische Armee zu bewegen. Der General hat jedoch den Antrag abgelehnt.
Köln, 23. Februar. Die „Köln. Ztg." meldet auS Konstantinopel: Die türkischen Truppen an der griechischen Grenze von Macedonien betragen 6 Divisionen in einer Stärke von 32,000 Mann mit 12 Regimentern Cavallerie und 24 Batterien. Die Truppen stehen unter dem Befehle deS bisherigen Gouverneurs von Aleppo, Edhem Pascha. Nach zuverlässigen Angaben aus Athen stehen den türkischen Truppen an der griechischen Grenze bisher viertausend Mann griechische Soldaten gegenüber, ferner die an« gekündigte Verstärkung von 5000 Mann, so daß in vierzehn Tagen höchstens 9000 griechische Soldaten an der makedonischen Grenze sich befinden, denen sech-türkische Divisionen gegenüberstehev.
BreSlau, 23. Februar. Gestern fanden hier, wie der „Breslauer Gen.-Auz." meldet, in dem Restaurant „Feld- schlößchen" elf Mensuren statt, die von 11 Uhr Morgens bis 4 Uhr Nachmittag- dauerten. Bei der letzten Schläger- Mensur rutschten die Bandagen des Studenten Opitz aus Schweidnitz und sein Gegner, der Student Thiel, verwundete ihn tödtlich durch einen Stich in- Herz. Opitz, welcher 19 Jahre alt war, wurde in eine Droschke gehoben. Er starb auf dem Transport nach 10 Minuten. In den be» theiligten Kreisen herrscht dieserhalb große Aufregung.
Wim, 23. Februar. Heute Vormittag trafen au- Athen und Konstantinopel im Auswärtigen Amte wichtige Depeschen ein. Graf Goluchow-ky erstattete hierüber dem Kaiser sofort in besonderer Audienz Bericht. Wie verlautet, soll heute von den Vertretern der Großmächte dem König Georg ein Ultimatum überreicht worden sein, in welchem derselbe aufgefordert wird, binnen 24 Stunden seine Truppen von Kreta zurückzuziehen. Der König soll geantwortet haben, er könne diesem Verlangen nur dann nachkommen, wenn Kreta sofort die Autonomie erhalte.
Rom, 23. Februar. Auf Grund authentischer Informationen wird bestätigt, daß da- Uebereinkommen der Mächte betreffs Kretas auf die Autonomie der Insel mit Wahrung der Integrität der Türkei hivauS- laufe. Die Mächte stimmten vollständig überein. Im Roth» falle solle das Programm gegen Griechenland und die Türkei mit Gewalt durchgeführt werden. Die Türkei habe fich bereit erklärt, sich fügen zu wollen.
Pari-, 23. Februar. Nach einer langen Rede Hanotaux in der Kammer über die orientalischen Verhältnisse wurde der Regierung ein Vertrauensvotum mit 413 gegen 83 Stimmen ertheilt.
Athen, 23. Februar. Die Nachricht, die Großmächte hätten der griechischen Regierung ein Ultimatum gestellt, hat hier große Erbitterung hervorgerufen. Die Volksmenge stößt Drohungen gegen die Fremden, besonders gegen die Deutschen, aus.
Athen, 23. Februar. Die griechischen Truppen auf Kreta befinden fich in hoffnungsloser Lage. Die Schiffe der Mächte gestatten kein Landen von Lebensrnitteln und Munition und haben die Verbindung zwischen dem griechischen Admiral und dem Obersten VaffoS abgeschnitteu.
Berlin, 24. Februar. Entgegen anderen Meldungen berichtet der „Localanzeiger", daß der Schachmeister St eint tz noch am Leben ist. Sein Zustand sei nicht lebensgefährlich.
Berlin, 24. Februar. Der „Staatsbürgerzeituvg" zufolge würde fich Deutschland an einem Ultimatum, worin von Griechenland die Räumung Kreta- binnen vierundzwanzig Stunden verlangt wird, nicht betheiligen, weil es in Athen durch seinen Vertreter vorher bereits erklären ließ, in. der kreteufischen Angelegenheit zunächst von dem diplomatischen Verkehr mit der Regierung in Athen Abstand zu nehmen.
Wien, 24. Februar. Nach Depeschen au- Berigo haben die englischen Schiffe diese Insel umschloffen- auch bemonftrtrten englische Schiffe vor .Platania, wo fich da- Hauptquartier des Obersten VafioS befindet. Ferner wird berichtet, Kastelt stehe in Brand.
Athen, 24. ^Februar. In einem Interview erklärte Ministerpräsident DelyanniS, die Regierung werde die griechischen Truppen von Kreta nicht zurückziehen, auch die Blokade des PhräuS werde an der Haltung Griechenlaad- nicht- ändern.
WB. Athen, 24. Februar. Die Kammer bereitet eine Protestresolution gegen das Bombardement vor, die Regierung zur Fortsetzung der Politik de- Handeln- auf» munternd. DelyanniS stellte die Vertrauensfrage, die Oppositionellen erklärten, fich der Abstimmung zu enthalten. Der Vertrauensantrag wurde mit 115 gegen eine Stimme, bei sechs weißen Zetteln angenommen.
Cocele» nnt preoiitjkltef. '
Gieße«, den 24. Februar 1897.
•* Antrag auf andere Festsetzung der Fernsprechgebühren Bekanntlich ist am 1. Jaruar d. IS. die Gebühr für ein Drei»Minuten'Gespräch zwischen Orten, welche nicht wehr als 50 Kilometer in der Luftlinie von einander entfernt liegen, auf 25 Pfennige ermäßigt worden. Für Gespräche nach Orten in einer Entfernung von über 50 Kilometer beträgt diese Gebühr 1 Mark. Die Handelskammer in Duisburg ist nunmehr beim Reichspostamt dahin vorstellig geworden, behufs Herabsetzung der Gebühren für Einzelngespräche im Verkehr zwischen Orten von über 50 Kilometer Entfernung eine Mittelzone mit einer Gebühr von 50 Pfg. einzurichten. Die Handelskammer in Cöln hat sich gleichfalls diesem Anträge angeschloffeu.
*• „Hasfia". Sonntag, 7. März, Vormittags 11 Uhr, hält das Gesammtpräsidium der „Hassia" in Darmstadt eine Sitzung mit folgender Tagesordnung ab: 1. Providentia- Vertrag, 2. Delegirtentag, 3. Kaffenabschluß für 1896, 4. Jahrbuchvertrieb, 5. Lotterie, 6. Rechenschaftsbericht für 1896, 7. BezirkSangelegenheiten, 8. Beschwerdesachen, 9. Ehrentafel-Verleihnngen, 10. Kyffhäufer - Versammlung, 11. Bictoria-Melita-Stiftung, 12. Verschiedene-. — Bezüglich der Zentenarfeier erläßt das Präsidium u. A. folgende Bekanntmachung: Kameraden! Laffet uns überall im Lande unsere Kräfte aufbieten, daß der 22. März, der 100 jährige Geburtstag Kaiser Wilhelms des Großen, so feierlich begangen werde, wie es der dankbaren Erinnerung an seine Verdienste um- Vaterland gebührt, dieser unermeßlichen Verdienste, die im deutschen Heere, wie im ganzen Volke alle Zeit fortleben werden, ebenso wie seine verklärte Heldengestalt.
** Jubiläum. Der Verband der hessischen landwirth- schaftlichen Genoffenschasten, welcher zur Zeit nahezu 500 Vereine mit 40,000 Mitgliedern umfaßt, feiert im Juni zu Mainz, dem GrÜndnngSorte deS Verbände-, da- Fest seine- 25jährigen Bestehen-. Der Berband-director, Kreis» rath HaaS-Offenbach, hat bereits ein Rundschreiben an die Genoffenschasten erlaßen, worin er um Beiträge zur Bildung eines JudiläumSfondS bittet. Für die Feier find zwei Tage in Aussicht genommen. Am ersten Tage soll ein festlicher VerbandStag mit Festmahl, am Abend Concert in der Stadthalle oder der städtischen Anlage stattfinden. Für den zweiten Tag ist eine Rheinfahrt geplant. Vielleicht wird auch eine Festvorstellung im Theater oder eine ähnliche Nummer dem Festprogramm eingeflochten. Auch soll den Festtheilnehmern ein kleines Andenken behändigt werden.
** Zu Amerika verstorbene Hessen. Findlay, £)., Peter Kurtz, 70 Jahre alt, au- Retgenbach. New Aork, Ludw. Sättiger. Ebenda. Frau Catharina Weig geb. Knapp, 29 Jahre alt, auS Heppenheim a. d. B. Ebenda. Frau Elite Sänger geb. Nachmann, 60 Jahre alt, au0 Oppenheim a. Rh. Portsmouth, O., Carl Best fen., auf Osthofen. St. Joseph, Mo., Jacob F. Seipp el, 71 Jahre alt, au- Gießen. Milwaukee, WiS., Dr. Henry P. Wenzel, auS Darmstadt. Columbus, O., Edmund Unrath, 35 Jahre alt, auS Fürth i. O.
•• Wetterbericht. DaS Minimum, welches gestern im Norden des ErdtheileS lag, ist ostwärts abgezogen- ein neuere» ist jedoch nachgefolgt und befindet sich deffen Zentrum heute Morgen vor der nördlichen norwegischen Küste. Ueber Central-Europa hat der Luftdruck noch weiter zugenommen und hat fich das Gebiet hohen Barometerstandes vom westlichen Maximum wieder ostwärts bis zum schwarzen Meer auSgebreitet. Die Luftdruck Vertheilung über Süddeutschland und dem Alpengebiet zeigt kleine Unregelmäßigkeiten, sodaß vielfach trübe- Wetter besteht. Die Morgentemperaturen lagen heute höher als gestern. — Vorau-sichtliche Witterung: Bei wechselnder Bewölkung milde- Wetter.
-ö- Friedberg i. b. W, 22. Februar. Eine bestialische Roheit ist zu Ende der verfloßenen Woche auf der nach Fauerbach führenden Straße verübt worden. Der Milch» kutscher deS Herrn Breidenbach von Melbach wurde auf der Heimfahrt zwischen hier und genanntem Orte von vier Unbekannten angegangen, sie mitfahren zu laßen. Diese- Ansinnen wies er mit dem Bemerken, daß ihm solche- strengsten- verboten sei, zurück. Ohne weitere- bestiegen hierauf die also Abgewiesenen den Wagen und mißhandelten ben Fuhrmann in einer so furchtbaren Weise, daß derselbe fich in völlig bewußtlosem Zustande befand, al- die Kutsche Fauerbach pasfirte. Erst nach genauerem Zusehen bemerkten dir dem Fuhrwerk begegnenden Bewohner diese- Ortes, welche den bewegungslos Daliegenden für schlafend hielten, roa^ vorgefallen sein mußte. Nach längeren Wiederbelebungsversuchen gelang eS, den armen Menschen zu Bewußtsein zn bringen, worauf er denn auch die an ihm begangene That schilderte. Nachdem man ihn notdürftig verbunden hatte, wurde er nach Melbach zurückgebracht. Der Arzt confiatirte außer anderen schweren Verwundungen am Kopfe einen Schädelbruch, und mußte der Mißhandelte am folgenden Tage dem Krankenhaus in Friedberg überliefert werben. Hoffentlich gelingt eS den sofort eingeleiteten Nachforschungen, jene Strolche bald hinter Schloß und Riegel zu bringen.
+ Echzell i. d. W.. 22. Februar. Hinsichtlich der kürzlich gemeldeten Ze rstörung von 18Zwetschenbäumen fand auf Antrag des Geschädigten am letzten SamStag unter Zuziehung von Sachverständigen zwecks Feststellung der einzuklagenden Schadenshöhe eine gerichtliche Besichtigung de- BaumstÜckeS rc. statt- hierbei einigten fich kluger Weise die Parteien, sodaß der Grundbesitzer eine angemessene Geld« entschädigung erhält und ein in Aussicht gestandener Proceß erspart bleibt.
Bübingen, 22. Februar. Heute in der Früh wurde Heinrich Gerhardt erhängt aufgefunden. Der Verstorbene ist 60 Jahre alt. Ueber den Tobten soll man nicht urtheilen! In einer Rauferei mit dem Bäckergesellen Karl Berg an- Gießev, die gestern Abend stattfand, hat Gerhardt dem letzteren mehrere Messerstiche beigebracht und benfelben leben--


