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25/02/1897 Erstes Blatt
 
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Keller.

1897

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Zebruar. ®ine bestl»' nslostenen Woche aus bn ^übt worden. DerM' Melbach wurde aus der ntem Orte von vier Uff , zu lasten. Dieses Äff raß ihm solcher streng' leitereö bestiegen hlrraui unb **«» °

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gefährlich verwundet. Die Furcht vor der Strafe hat ihn onscheinlich in den Tod getrieben. Bitt'. Allg. Anz.

Eingesandt.

-e. Siegen, den 24. Februar 1897.

Nachdem der Vorstand de8 Theatervereins gegenüber dm Anschuldigungen, welche in derHessischen LandeSzeitung" gegen ihn erhoben waren, in einem Eingesandt imGießener Anzeiger" Stellung Benommen hat, seien auch einem Mitgltede des Vereins einige Worte gestattet

Die Kritik in der LandeSzeitung war wohl in etwas derber Form gehalten, besaß aber wenigstens den Vorzug der Deutlichkeit, welchen man einer anderen, in dieser Zeitung erschienenen, orakel­haft abgefaßtm Kritik nicht zubilligen konnte. Ferner war dort auch der Tadel, welcher in der Kritik der Landeszeitung gegen den Theater- oerein ausgesprochen wurde, nicht unberechtigt, ähnliche Vorwürfe find mündlich schon oft erhoben worden und, man sollte meinen, auch dem Vorstande zu Obren gekommen. Zwar hat sich dieser, wie wir aus seinem Eingesandt erfahren, alle erdenkliche Mühe gegeben, um die Aufführung eines gediegenen Theaterstückes zu ermöglichen das wird wohl auch der Kritiker der Landeszettung anerkennen müssen aber damit ist eben das System, nach welchem der Theater- verein arbeitet, ein ganz verkehrtes.

Der Verein wurde vor sechs Jahren begründet, um unsere Theaterverhältnisse zu heben. Dieser Zweck ist in keiner Weise er­füllt worden. Wir haben zwar eine Anzahl Vorstellungen von guten Schauspielern gesehen, aber die Auswahl der Stücke, oft freilich durch unsere beschränkten Bühnenverhältnisfe beeinflußt, ist ost genug und mit Recht bemängelt worden. Unb waS haben diese fünf oder sechs Vorstellungen pro Jahr, häufig mit enormen Summen «rauft, zur Hebung unserer Theaterverhältntsse beigetragen? Nichts, sogar noch weniger als nichts. Denn der theatralische Genuß, welchen die wenigen Vorstellungen einem kleinen Theile unserer Bevölkerung bereiten, und welche sich dieser Theil mit wenig mehr Müde und Kosten, aber dafür auch herrlicher, durch eine Theater- fabrt nach Frankfurt bereiten kann, der wiegt doch wahrhaftig den Schaden nicht auf, welcher unserem Theaterleben durch die seit dem Bestehen des Theatervereins ganz ungenügenbe Unterstützung

des hiesigen Stadttheaters droht. Früher sollte deffen Director das Hinderniß für einen guten Besuch desselben bilden, jetzt aber haben wir eine neue Direction, welche sich offenbar die erdenklichste Mühe gibt, daS Publikum zufrieden zu stellen, welche unS reichlich Novitäten unb Gäste vorführt unb trotzdem ist der Besuch ihrer Vorstellungen schlecht. Tas Ende wird schließlich sein, daß es kein Theaterdirector mehr wagt, nach Gießen zu kommen. Dann mögen die Tausende Gießener Einwohner, denen es die Beschränktheit der verfügbaren Plätze ober ihre Zeit ober, was bei der Mehrzahl der Bevölkerung zutrifft, ihr Geldbeutel nicht gestattet, die paar Vorstellungen des Theatervereins zu besuchen, zusehm, woher sie sich theatralische Genüffe holen.

Gegen diese Persp ctive kann man nicht einwenden, daß, nachdem daS Stadttheater entschlafen, der Weizen deS Theatervereins blühm werde, daß dieser dann statt 5 Vorstellungen im Jahre deren 10 oder 50 geben könne. Denn dasEinoesandt" deS Vorstandes zeigt uns ja aufs Deutlichste, mit welchen Schwierigkeiten er schon beim Zustandebringen der jetzt üblichen wenigen Vorstellungen zu kämpfen hat.

Will der Theaterverein seiner eigentlichen Aufgabe gerecht werden, so muß er mit seinem jetzigen Princip brechen, er muß es ausgeben, nur mit auswärtigen Kräften zu arbeiten. Er suche einen tüchtigen Theaterdirector hierher zu ziehen vielleicht probirt man es zunächst mit der Direction Kruse-Helm und treffe mit demselben ein Abkommen, welches ihm gegen das Aequivalent einer pecuniären Unterstützung, eine wesentliche Antheil- nahme an der Leitung des Stadttheaters garantirt Die Zahl seiner Mitglieder wird bann auf eine viel größere Hohe steigen, und auch der Vorstand wird seine Mühe viel mehr als biser belohnt finden.

Schiffsnachvichten.

Der PostdampferSwitzerland" derRed Star Line" in Ant­werpen ist laut Telegramm am 21. Februar wohlbehalten in Philadelphia angekommen.

Mrchttche Anzeigen der evnng.Gemeinde.

Donnerstag den 25. Februar, Abends 8 Ubr: Btbclff««be im Confirmandensaal (Neustadt 61). Eo. Marc. Cap. 7, Vers 14 und folgende. Pfarrer Dr. Grein.

WScheutNch« iteßerW der XodeSWe fa Metzelt

8. Woche. Vom 14. Februar bis 20. Februar 1897. Einwohnerzahl: enga-ommen zu 23 700 find. 1600 Mann Militär). Sterblichkeitsziffer: 19,75<>/oo.

Kinder

wB starben en: Zusammen: Erwachsene. im oo«

1. Lebensjahr: 2.15. Jahr:

Lungenschwindsucht 11

Lungenentzündung 2 11

fiungenerroeiterunfl 11

Gehirnhautiuberkulose 1 1

Krämpfen 2 1 1

Gallensteinen 11

Nierenentzündung 11

Summa: 9

5

3 1

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Seidans,offe5s@

B SS H Man schreibe um Muster unter g

WH Angabe des Gewünschten. m

von Elten & Keussen, Fabrik und Handlung, Crefeld-

Magdeburger Lebeub-Verstcherungb-Gesellschast. Das Geschäft hat sich tm Jahre 1896 wiederum in erfreulicher Weise weiter entwickelt, indem die beantragten Versicherungssummen so­wohl, als auch der neue Zugang unb ber reine Zuwachs bes ver­sicherten Capitals größer waren, als in allen früheren Geschäfts­jahren. Es waren im Jahre 1896 zu erlebigen 7706 Anträge über Mk. 25,194 848 Capital unb Mk. 33,181 Rente Ausgefertigt wurden 5861 Policen über Mk. 18,730,373 Capital unb Mk. 31,196 Rente unb der reine Zuwachs des Verstcherungsbestandes betrug 2705 Policen über Mk. 11,062,348 Capital und Mk. 22,180 Rente gegen 2722 Policen über Mk. 10,139,851 Capital unb Mk. 7619 Rente im Vorjahre. In der Unfallversicherung wurden 4138 Policen mit einer Prämie von Mk. 161,936 abgeschlossen. 1858

Bekanntmachung.

Der Voranschlag der Gemeinde Langd für 1897/98 liegt vom 25. b. Mts. an acht Tage lang zur Einsicht der Jnteresienten auf unterzeichneter Stelle offen.

Langd, den 23. Februar 1897.

Großherzogliche Bürgermeisterei Langd.

Ronthaler. 1861

Bilanz pro 31. December 1896.

Die Zahl der Mitglieder betrug Ende 1895 . 67

1869 Abgegangen in 1896 ........

Activa.

1. Kassenbestand . . . 630.89

2. Waarenvorrath. . . 3702.26

3. Inventar . . . . 191 33

4. Ausstände bei Genossen 4084.75

Passiva. H

1. Geschäflsguthaben dec

Genossen .... 469.

2. Waarenschulden . . 3666.53 3. Noch zu deckende Unkosten 1715.18 4. Reservefond .... 2442.29 5. Reingewinn .... 316.23

Summa 8609.23

Summa 8609.23

67

Zugegangen in 1896 ....... 7

Bestand Ende 1896 ........ 74

Treis a. L., den 2. Februar 1897.

Landwirthschaftlicher Confumverein Treis a. L.

Eingetr. Genossenschaft mit unbeschränkter Haftpflicht.

Der Vorstand:

Director Heinrich Alheit, Adam Kehr,

Stellvertreter des Directors Adam Schick I. Rendant.

Die Frankfurter Bank

(Reue» vantgebäude r Reue Mainzerstrabe 69)

übernimmt

Werth-Papiere zur Verwahrung und Verwaltung

(offene Depots)

auch Testamente, Hypotheken und dergl. Documente,

ebenso:

BormundschastS, Pflegschaft» und gesperrte Depot», sowie solche, wovon die -rutznietzuua dritten Personen zusteht,

unter den im Reglement festgesetzten Bedingungen, sie besorgt hiernach:

die Abtrennung und Einziehung ber Zins- unb Dividenden-Coupons, die Ent­gegennahme von Hypothekenzinsen,

die Controle über Verlovsungen und den Jncasso oerlooster resp. zurückzahlbarer l Papiere, sowie auf Antrag die Versicherung gegen Coursoerlust bei Ausloosungen, den Bezug neuer Couponsbogen ober definitiver Stücke,

die Besorgung ausgeschriebener Einzahlungen, Convertirungen unb Ausübung von BemgsrechNn nach vorher erhaltenem Auftrage unb Einzahlung ber erforderlichen Geldbeträge; ferner :

de« An uud Berkaus von Werthpapiere«, sowie alle mit der Anlage und Berwerthung von «apitalten verbundenen Manipulationen.

DaS Reglement, sowie die zur Deponirung erforderlichen Formulare sind von der Bank unentgeltlich zu beziehen. 1398

Aranksurt a M., Februar 1897. Direction der Aranksnrter Bank.

Unanfechtbare Police«.

Magdeburger

Unversallbare Policen.

Iebens-Verftcherungs-Gtsellschast

Hegründet Vertreter für Gießen: H. Krieb, General'Agent. 1855.

Versicherung auf Tode»« und E lebc«»fall, Rente unb Aussteuer Mit und ohne Hewinnantheif, 50 pCt ZSonification, Anvaliditätsversichernng. Auch Versicherung für nicht normale Aeben (Äbgeleynten-Versicherung). Nach Wahi steigende ober annäbernb gleichbleibende Dividende nach 3 Jahren. Unfall-Versicherung mit und ohne Prämien-Rückgewähr.

äMT Seereise - Unfall - Versicherung

auch mit Anschluß des außereuropäischen Landaufenthalts. 1858 Cautione« an Beamte. Kürzeste liberale VerstcherungSbeoirrgungen. Billigste feste Prämien ohne Nachschnssverbindlichkeit.

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Tüchtige Agenten unb Acquistteure erhalten lohnende Beschäftigung.

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1 i 0 8 T « Q 8*T fl H eQ mäßigen Preisen angefertigt in der Vlullnul lull BrührschenUniv.-Drackerei(Pietsch&Scheyda) Sch'ulitraeee 7.

Maurerarbeit.

Die Verlegung von 120 lfd. Mir. Steinzeugröhren, einschl. Grab- und Dichtungsarbeit, nebst kleineren Ar- beiten zur Berieselungsanlage für das städtische Obstbaumstück an der neuen Caserne sollen

Donnerstag, 4. März d. I., Vorm. 11 Uhr,

verdungen werden. Plan, Arbeits« beschreibung und Bedingungen liegen für Interessenten zur Einsicht bei uns offen. Angebote auf Vordruck sind bis zum genannten Termin ein­zureichen.

Zuschlagsfrist 14 Tage.

Gießen, den 23. Februar 1897. Das Stadtbauamt.

____ Schmandt. 1879

Kr.ObethksMTfkubahoeo

Vorn Sonntag, den 11. April b- I ab, werden in dietzse tigern Bezirk Sonntags­fahrkarten nach den tm Tarif genannten Stationen außer an Sonntagen am Oster - Moutag» Him«elsahrt»tag, Pfiugst Montag, Krohttleichnam»- tag, Peter und Paul, am erste« «nd zweiten Weih«acht»sci«rtag und am Re«iahr»tage ausgegeben

Arn Charfreitag, Allerheiligen, sowie an Buß- und Bettagen findet die Ausgabe von Sonntagskarten nicht statt.

Die Ausgabe derselben geschieht zu allen Personenzügen, jedoch nur insoweit als nach Lage des Fahrplans die Rückfahrt nach der Ausgabestation an demselben Tage stattfinden kann.

Gießen, den 22. Februar 1897.

1885 Gr. Direction.

| Versteigerungen/ | Holzversteigerung. Mittwoch den 3. März l. J.

soll im Muschenheimer Markwald nachverzeichnetes Holz versteigert werden:

60 rm Buchen-Scheiter,

6 Eichen-

136 Buchen-, Eichen- u. Nadel- Knüppelholz,

250 Buchen-, Eichen- u. Nadel- Reisig,

133 Buchen-, Eichen- u. Nadel- Stockholz.

Anfang Vormittags 10 Uhr im Hinterwald am Wetterbergskopf bei Reiserholz Nr. 1.

Muscheuheim, den 22. Febr. 1897. Großh. Bürgermeisterei Muschenheim. ___________Roth.________1862 Frritsg den 26. Februar I.I.,

Nachmittags 2 Ubr, im -Adler" zu Gießen (Marttplatz) versteigere ich öffentlich gegen Baar- zahlung:

1 kl. Tafelclavier, 1 EiSschrank, zwei vollständ. Betten, 2 Kleiberschränke, 1 Commobe, 1 Sopha, 1 Sopbattfch, 1 Näh-, 3 Nacht-, 1 Nipp-, 1 Rauch­tischchen, 1 Waschcommode, 1 Wasch­tisch, Rohrsefiel unb Rohrstühle, zwei Spiegel, 2 Oelgemälde unb sonstige Bilder, Tischdecken, Vorhänge, Gar­dinen u. s w ; sodann: 1 Marmor- platte, 2 Rasirsessel, 1 Fußbank.

Lauter gute Sachen.

Versteigerung bestimmt.

1876 Engel, Gerichtsvollzieher.

Damen-Zuschneide-Schule,

Weideugasse 1, Gießen. Caf6 Krämer.

Der Anfang meines nächsten Cursus beginnt am 15. März. Zugleich empfehle ich mich im Anfertigeu von Costümen aller Art. 1883 HochacbtungSvoll

J?ran E. Bernhardt.

Neuester Ernte

60

Kilo

Alleinverkauf für Giessen bei

Qualität, hulhof. 660

Empfehlungen^J

S'tüüt. FlhIachthllllS.

Freibank. 1891

Bon heute ab:

Ocksenfleisch nicht ladenrein, pr. Pfd. S4Pfg. ^chweillefleisch nicht ladenrein, pr. Pfd. 50 Psg. FftBlAhenmehl

1 Pfd. 5 Pfd. 10 Pfd. L 20 Ä 95 j!U 1.80 S la. «oeo»«utzbutter . . 60 Süßrahm Margarine . . 70 la. RübSl .... 8tr. 70 sst. Obstmarmelade ... 35

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J. M. Schulhof.

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