Ausgabe 
24.9.1897 Erstes Blatt
 
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rangen erscheinen aber aussichtslos. Immerhin sei die Lage der Gläubiger durch die tu der Fiuanjüberwachuug liegende Bürgschaft, daß sie wirklich erhalten, waS man ihnen bet' spricht, wesentlich gebessert. Wenn das der Fall sei, verdanke man da» einzig und allein dem thatkräftigen Eingreifen der deutschen Regierung. Die Aufgabe der deutschen Regierung werde bei der merkwürdig nachsichtigen Auffassung einiger anderer Staaten keine leichte sein, und würde nur erschwert, wenn Deutschland sich zu Forderungen verleiten ließe, die praktisch nicht durchzusetzev seien.

Rieder-Lahnstein, 22. September. Ja dem Schnellzuge Frankfurt-Köln entgleiste kurz vor St. Goarshausen heute Nachmittag ein alter zweiachsiger Gepäckwagen. Der- letzuugea sind nicht vorgekommen. Der Zug hatte eine ein- stündige Verspätung infolge des Unfälle».

BreSlau, 22. September. Der Kaiser ließ sich heute, wie dieSchles. ßtg.* meldet, auf der Fahrt von Oppeln nach Breslau von dem zu diesem Zwecke nach Oppeln ge« rufeneu Oberpräfidenten der Provinz Schlesien über die durch die letzte Hochwasser-Katastrophe angerichteten Schäden und über die Mittel zur Abhilfe Vortrag halten. Es erscheint hiernach zweifellos, daß noch weitere erhebliche Staatsmittel werden flüssig gemacht werden. Eine namhafte Summe soll alsbald angewiesen werden. Bezüglich weiterer Mittel wird voraussichtlich an den Landtag eine Vorlage eingebracht werden müssen, da die Provinz sich der be­gründeten Hoffnung hingibt, daß der Ausbau der Gebirgs­pässe auf einheitlicher Grundlage durch den Staat erfolgen wird, worauf die weitere Unterhaltung der Provinz bezw. den einzelnen Kreisen überlassen bleiben wird.

Königsberg i. Pr., 22. September. In einem Heu- und Strohmagazin der Garnisooverwaltuog entstand heute früh aus bisher unbekannter Ursache ein Schadenfeuer, welches den Dachstuhl des Gebäude» und den ganzen In­halt vernichtete, so daß nur die Umfassungsmauern stehen blieben.

Hamburg, 22. September. In ihrer Schlußsitzung be­schäftigte sich die Eoufereuz deutscher SittlichkeitS - vereine mit dem Unwesen der Vartelö» und Tingeltangels und nahm sechs Thesen an, welche die Regierung und die Polizei zu energischerem Vorgehen hiergegen auffordern. Bei der Bestimmung deS nächstjährigen Versammlungsorte» wurde die Einladung Stuttgart» angenommen.

Hamburg. 22. September. Im Hinblick auf die großen commerctellen Interessen Deutschlands in Guatemala ver­einigten sich die am Verkehr mit Guatemala tnteressirten Kaufleute heute zu einer Eingabe an die Handelskammer, in der diese ersucht wird, beim Reichskanzler dahin zu wirken, daß angesichts der in Guatemala ausgebrochenen Revolution ein deutsches Kriegsschiff zum Schutze der deutschen Angehörigen und des deutschen EigenthuwS dahin entsendet werde. Die größten und reichsten der Plantagen in Guatemala find deutsches Eigenthum.

Schwerin, 22. September. Die Nachricht vom Tode deS Herzogs Friedrich Wilhelm traf am Hofe um 6 Uhr ein. Die Mutter de» Herzogs, Großherzogin Marte, empfing die Nachricht auf Schloß Rabensteiafeld. Die Vor« stellung im Hoftheater wurde abgebrochen. Um 8 Uhr be­gann das Trauergeläute in den Kirchen.

Wien, 22. September. Da»Fremdenblatt" führt aus: Die begeisterte Aufnahme und Huldigung, wozu fich die ganze ungarische Nation vereinigte, werden dem Deutschen Kaiser eine frohe Bestätigung für die längst bestehende Thatsache bieten, daß da» Deutschland oud Oesterretch-Ungarn zu langjähriger fester Freundschaft vereinigende Bündniß auch In Ungarn bereit» im VolkSbewuhtsein kräftig Wurzel ge­schlagen hat und fich daselbst inniger Sympathie erfreut. Wenn fich Kaiser Wilhelm» dankbares Empfinden hierfür in feinfühligster Weise durch die hohe Auszeichnung des Sohnes de» genialen ungarischen StaatSmanne», der einst die Allianz mit dem großen Kanzler deS Deutschen Reiches abgeschlossen, geäußert hat, so trat dteS Hochgefühl machtvoll gesteigert in dem tiefbewegten Trtnkspruch hervor, mit dem der Deutsche Kaiser die herzlichen, warmen BegrühungSworte Kaiser Franz Josephs erwiderte. Ein starkes Gefühl rückhaltloser An­erkennung und ausdrücklichen LobeSbedürfnisseS durchweht diesen Toast, der bis in ferne Zeiten als ein RuhmeSzeichen de» großartigen nationalen Aufschwunges im Gedächrniß deS ungarischen Volkes fortleben wird. Nicht nur innerhalb der Monarchie werden die Trioksprüche eine machtvolle Wirkung ausüben, in alle Lande wird die Kunde von den bedeutungs­vollen Fürstenworten dringen, die dem Frieden gegolten haben und denselben verbürgten. Die Toaste sind eine voll- gtltige Bestätigung de» Fortbestehens des Dreibundes.

Budapest. 22. September. Der Eindruck deS Trink- fpruche», den der Deutsche Kaiser bet dem gestrigen Festmahl auf den Kaiser Franz Joseph auSbrachte, ist ein überwältigender. DerEgheterteS" schreibt: Wäre der Trtnkspruch um eine Stunde früher dem großen Publikum bekannt geworden, so hätte fich die Abreise de» Deutschen Kaiser« zu einer Kundgebung ganz außerordentlicher Art ge­staltet. Wenn wir aber auch der Person de» Kaiser» nicht näher huldigen können, so bewahren wir doch in unseren Herzen die dankbaren Gefühle, die er erweckte und in un» mächtig werden ließ. DerPefter Lloyd" schreibt: Wir erwarteten einen Verbündeten der österreichisch-ungarischen Monarchie und haben in ihm einen großen Freund der ungarischen Nation gefunden. Die Politik de» Dreibunde» und der FriedenSerhaltung ist für Ungarn die nationale Politik. Da» läßt un» ihr so begeistert anhangen, daS macht un» den thatkräftigen Mitverfechter der Friedenspolitik, den Kaiser Wilhelm, schon längst lieb und werth, und so ruft man ihm au» Ungarn zu:Auf häufige», vor allem aber auf baldige» Wiedersehen!"Pesti Hirlap" schreibt: Mit unübertrefflicher Freude empfingen wir die gestrigen Toaste und danken für dieselben. Der Trinkipruch de» Deutschen Kaiser» verpflichtet un», dem mächtigen Herrscher

Deutschlands für die Anerkennung und da» Lob, welche er | mit fürstlicher Hochherzigkeit und mit bezaubernder Redegabe über uns ergießt, zu danken. Wir find ein treues, dynastisches Volk. Wir liebten stets die Freiheit. Wenn der Deutsche Kaiser unS versteht, dann verstehen auch wir ihn. Wenn er mit unS Magyaren ,Eljen a Kiraly" (ES lebe der König) au»- ruft, dann rufen wir ihm mit himmelstürmender Begeisterung zu, daß man e» auch tu Berlin hören muß: ,Eljen a nemet Czaszar!* E» lebe der Deutsche Kaiser!Nemzet" schreibt: Wie groß immer unsere Begeisterung, wie heiß auch unsere Liebe für den werthen Gast unsere» Königs war, wir bleiben noch immer Schuldner dem großen Hohenzollero, weil er unser Selbstvertrauen befestigte. Er hat unser Herz, unsere Seele auf» Tiefste gerührt, da er in einer Sprache zu un» redete, die wir verstanden haben und wofür wir ihm Dankbarkeit bewahren.

Messtua, 22. September. Der Erzbischof von Mesfiua, Cardinal Guarino, ist heute Nacht gestorben.

Depeschen de» Bure« .Herold/

Berlin, 22. September. Wie derReichSanzeiger" meldet, nah« der Kaiser auf der Fahrt zwischen Oppeln und BreSlau io Anwesenheit de» Chefs des Eivilcabiuet» v. Lucaou» den Vortrag de» Oberpräfidenten von Schlesien, Fürsten Hatzfeld, über die Verhältnisse in den NothstaudSgebieten und sodann den Vortrag deS Chef» deS Militär CabiuetS, v. Hahoke, entgegen.

Berlin, 22. September. DaSBerl. Tagebl." meldet aus Konstantinopel: Im Sultaußpalast werden schon jetzt Vorbereitungen getroffen, um den deutschen Kaiser, dessen Ankunft hier als sicher gilt, würdig empfangen zu können.

Berlin, 22. September. Die Kaiserin ist gestern Abend gegen 8 Uhr auS den schlesischen UeberschwemmungS- gebieten wieder hier eingetroffen.

Berlin,22. September. Der Stapellauf des Panzer- kreuzerSErsatz Leipzig" wird am SamStag in Kiel statt­finden. Ob Fürst Bismarck dazu erscheinen wird, ist noch unbestimmt.

Berlin, 22. September. Die Haus collecte für die Ueberschwemmten Deutschlands hat über 190000 Mk. ergeben.

Berlin, 22. September. Der Ausstand der Ber­liner Metallarbeiter hat eine neue Wendung genommen. Das Berliner Gewerbegericht ist sowohl mit den Au»- ständischen wie mir den Arbeitgebern in Verbindung getreten.

Berlin, 22. September. ES bestätigt fich, daß die Ab­schaffung der amtlichen Caution im Reiche sowohl wie in Preußen in Aussicht genommen ist. Die hierzu erforderliche kaiserliche Genehmigung wird demnächst angeboteu werden. Für diese Entschließung der Regierung ist in erster Linie der Umstand maßgebend, daß die VerwaltuogSkosteu den Betrag der aus Kautionen gedeckten Deficite nicht un­erheblich überstiegen haben.

Berlin, 22. September. DerDeutschen TageSztg." wird au» Petersburg telegraphirt: Trotz officiöser Ab­leugnung gilt ein Verbot der Getreideausfuhr als bevorstehend. Der Finanzmiotster hat die Zählung aller Getreidevorräthe angeorduet.

Berlin, 22. September. Der geschäftsführende Aus­schuß derDeutschen Bäckerionuogen deS Germania-BerbaudeS" hat beschloffen, sobald der BundeSrath am 7. October zu- sammengetreten sein wird, fich abermals an ihn in Sachen deS MaximalarbeitStageS zu wenden. In der Ein­gabe de» JnnungSverbandeS wird namentlich versucht, die Aussagen der Gewerbeiuspectoren über die Wirkung deS MaximalarbeitStageS zu entkräften, die bekanntlich mit denen der überwiegenden Mehrzahl der deutschen Bäckermeister in Widerspruch stehen.

Esse«, 22. September. Bei dem hiesigen ersten Staats- an walt ist heute ein mit dem Poststempel Hamburg ver­sehenes Schreiben, auf dessen Adresse Germany stand, ein- gelaufen: An den Ersten Staatsanwalt Herrn Peterson zu Essen. Mit Entrüstung ersehe ich, daß die deutschen Zeitungen sich mit meinen privaten Angelegenheiten befassen und daß sogar der Staatsanwalt und die Crtmtualpolizei fich damit beschäftigen. Ich erkläre hierdurch, daß mein lieber Mann weder Erzherzog noch Mädchenagent oder HetrathSschwivdler ist. Wahr ist nur, daß ich auS freiem Antriebe, also absolut freiwillig tuS Ausland gegangen bin, um mich dort mit ihm ehelich zu verbinden. Marie HuSmann. DaS Schreiben trägt das Datum des 19. September und ist am 20. zur Post gegeben. Die Handschrift wird als die der Marie HuSmann von ihrem Bruder recoguoScirt. Die Staats­anwaltschaft nimmt an, daß der Brief auf See geschrieben ist.

BreSlau, 22. September. Die Kaiserin besuchte heute Vormittag die Diaconiffenanstalt Bethlehem und da» Krankenhaus der Elisabethinerinnen. Darauf begab sich die hohe Frau zunächst nach dem königlichen Palai» zurück und dann nach dem Centralbahnhof zum Empfang de» Kaisers, welcher 128/< Uhr mittelst Sonderzuges eintraf. Außer der Kaiserin waren zum Empfang anwesend Erbprinz von Sachsen- Meiningen, Graf Carmer, Polizeipräsident Dr. Bievko, Stadt- Commandant v. Alvensleben u. A. Beide Majestäten küßten fich herzlich zur Begrüßung und fuhren dann, nachdem der Kaiser noch mit dem Erbprinzen von Sachsen-Meiningen so­wie mit dem Stadt-Commandanten einige freundliche Worte gesprochen, zur Stadt. Der Kaiser trug die Uniform seine» Leib-Küraffier-RegimeotS. Auf dem ganzen Wege zum Schloß wurden die Majestäten lebhaft begrüßt. Der Kaiser begab sich alsbald nach dem Casino de» Leib-Kürasfier-Regiment», wo er dinirte. Um 4V2 Uhr verließ der Kaiser BreSlau, die Kaiserin reiste schon vorher ab.

Evxhaveu, 22. September. DaS Torpedoboot 8 26 ist infolge eine» Sturme« unweit deö FeuerschiffesElbe" ge­kentert. Da» Unglück ereignete fich Vormittag» 9b/zUhr.

Acht Mann der Besatzung sind ertrunken und zwar der Commaudaut, Lieutenant zur See, Herzog Friedrich Wilhelm von Mecklenburg, Torpedo Oberfeuermeister»-Maat Richert, Torpedo-Maschtuisten-Maal Oßmanu, die Torpedo- Obermeister Griepentrog, Haffe und Hampel, sowie die Tor­pedo-Matrosen Ehmke und Serbant. Neun Personen der Besatzung sind gerettet. Von de» Torpedoboot 8 27 fiel der Matrose SchwabrowSki über Bord und ertrank.

«gram, 22. September. Da im Sluiner Bezirk die Bauernbewegung neuerdings einen bedrohlichen Chracter auntmmt, wurden weitere zwei Compagnien Infanterie dorthin beordert.

Brussel, 22. September. Ein Wagen de» Brüssel-Pariser Schnellzuge» gerieth auf der Station Auluoye in Brand. Waaren im Werttze von 150000 Frc». verbrannten. Verletzt ist Niemand.

Pari», 22. September. Officiö» wird gemeldet, der Botschafter Lozü habe in besonderer Audienz dem Präsi­denten Faure die Gründe auSeiuandergesetzt, welche ihn veranlaßten, die ihm angebotene Stelle als General-Gou­verneur von Algier abzulehnev. Der Präsident hat die Gründe gebilligt. Loz5 verbleibt auf seinem Wiener Posten.

Madrid, 22. September. Die Königin-Regentin wird am 27. d. MtS. hier eintreffen, obschon die Regierung Alle» versucht hat, ihren Aufenthalt in Sau Sebastian zu verlängern. Die Dauer de» jetzigen Ministerium» dürfte nur nach Tagen zählen.

Konstantinopel, 22. September. Die griechische Finanz-Controle wird dem ständigen Athener Gesandten übertragen, womit die griechische Regierung einverstanden ist.

Athen, 22. September. Ministerpräsident Ralli äußerte, der König könne keine andere Meinung haben al» seine Regierung und sein Volk. Delhanni» will eine alle Einkünste de» Staates umfassende Controle ablehnen. Die Ehre Griechenlands sei verkauft. Er werde nie einen solchen Frieden annehmen. Die Gerüchte von einer bestehenden Mtnisterkrifi» erhalten fich.

Berlin, 23. September. DenBerl. Pol. Rachr." zu­folge ist über deu Zeitpunkt der Wahlen sowohl zum Reichstage wie zum preußischen Landtage noch keine Ent­scheidung getroffen. In Bezug aus die parlamentarische Campagne ist in Aussicht genommen, den Reichstag in der zweiten Hälfte des November, den preußischen Landtag in der ersten Hälfte deS Januar zusammen treten zu lassen.

Friedrichsruh, 23. September. Gestern find Graf unb Gräfin Wilhelm BiSmarck und Landrath v. Kotze hier eingetroffen.

Essen, 23. September. DieRhein.-Wests. Zeitung" kann nach authentischen Informationen erklären, daß die Staatsanwaltschaft auf Grund des Briefes der Marie HuSmann die Untersuchung eingestellt hat.

Wien, 23. September. Der Club der deutschen Volks Partei faßte den Beschluß, in der entschiedensten Opposition gegen die Regierung zu verharren und die Obstruktion mit allen verfügbaren Mitteln um so schärfer fortzusetzen, als daS Vorgehen der Regierung begründeten Anlaß zum entschiedenen Kampse gegen sie darbietet. Ferner beschloß die Partei, unter keinen Umständen fich an der Wahl deS Präsidiums de» Abgeordnetenhauses zu beteiligen. Auch die deutsche Fortschrittspartei hat beschlossen, an der Obstruktion festzuhalteu und an der Wahl de» Abgeordneten- hauSpräfidiumS nicht theilzunehmen. Auch die verfassungS- treuen Großgrundbesitzer, die deutsche Vereinigung sowie die Chriftlich-Socialen werden bei der heute stattfindenden Wahl leere Stimmzettel abgeben. DaS bisherige Prästdium Kathreiner Abrahamowic - Kramarz dürfte wiedergewählt werden.

Gieße», den 23. September

Empfang. Seine König!. Hoheit der Großherzog empfingen am 22. September u. A. den Major v. Erhardt im Infanterie-Regiment Friedrich Franz II. von Mecklen- burg-Schwerin (4. Brandenburgischen) Nr. 24, den Major v. Scheven vom Infanterie-Regiment Kaiser Wilhelm (2. Großh. Hess.) Nr. 116, den Kammerrath Korell von Schlitz.

«ulzeichnnng. Seine König!. Hoheit der Groß- Herzog haben Allerguädigst geruht, am 6. September dem Fabrikarbeiter Wilhelm Lehna in Bürgel daS Allgemeine Ehrenzeichen mit der InschriftFür treue Arbeit" zu verleihen.

Ernennung. Seine König!. Hoheit der Groß- Herzog haben Allerguädigst geruht, den Finaozaspiranten Johannes Feruge» au» Lauterbach zum Steuereinnehmer de» Steueramts Groß-Gerau zu ernennen.

Postalische». Mit der Aufstellung von Post- karten-Antomaten ist jetzt bei verschiedenen Postämtern in Dresden der Anfang gemacht. Die Automaten geben für 10 Pfg. zwei frankirte Karten. Auch in Bayern werden Vorbereitungen für die Einführung von Karten- briefen getroffen.

Stiftungsfest. Am Samstag den 2. October feiert der Kaufmännische Verein sein S ttstnng S fest durch Theater und Ball. Die Vorstellung wird von den Mitgliedern de» hiefigen Stadttheater» ausgesührt.

Biehmärkte pro 1898 find für Gießen wie folgt angesetzt: 11. Januar, 1. Februar, 22. und 23. Februar, 8. und 9. März, 22. und 23. März, 5. April, 19. und 20. April, 3. und 4. Mai, 17. und 18. Mai, 8. Juni,, 28. und 29. Juni, 19. und 20. Juli, 9. August, 30. und 31. August, 20. und 21. September, 11. und 12. Octoder, 1. und 2. November, 22. und 23. November, 6. und 7. De- cember. Die Märkte fallen immer auf einen Dienstag und wenn ein zweitägiger Markt stattfindet, ist Mittwoch» damit ein Krämermarkt verbunden.

Wetterbericht. Da» Barometer ist zwar über Frank­reich gestiegen, im Uebrigen ist aber die Luftdruck-Vertheilung

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