Ausgabe 
24.6.1897 Erstes Blatt
 
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Als um UVe Uhr Kanonendonner anzeigte,

günstig war und Regen erwarten ließ, drängten sich in letzter Nacht schon viele Tausende auf den Straßen. Die Menschen- «enge war gegen Morgen bereits za einer ungeheuren Zahl

Staaten von Nordamerika richtete ein eigenhändiges Glück« Wunschschreiben an die Königin.

wird auch König Menelik eintreffen. Derselbe begibt sich von hier nach Rom und Loudon, um in England industrielle EtabltffementS zu besichtigen und Industrielle aufzufordern, nach Abeffyuien zu kommen.

Loudon, 22. Juni. Anläßlich der Jubelfeier wurden in England 20000 Gefangene fretgelaffen, darunter

Berlin, 22. Juni. Dr. Bödiker veröffentlicht in der Nordd. Allgem. Ztg." eine Danksagung für die vielen Beweise wohlwollender Gesinnung au- Anlaß seine- Au-- scheidens au- dem ReichsverficherungSamt.

Berlin, 22. Juni. Da- Abgeordnetenhaus hat heute in wiederholter Abstimmung die BereinSgesetz- Novelle im Einzelnen wie im Ganzen in der Faffung der dritten Lesung endgültig angenommen.

Dresden, 22. Juni. Da- seit gestern im hiesigen Refidenzschloß unter dem Vorsitz des Königs Albert abgehaltene Schiedsgericht in der Ltppe'schen Erbfolgefrage wird voraussichtlich feine Berathungen heute beenden. Auf dtrect beim Hofmarschallamt eiogezogene Erkundigungen wurde indeß versichert, daß da» Ergebniß der Verhandlungen zunächst streng geheim gehalten und erst im Laufe der nächsten Woche bekannt gegeben werden soll.

Lemberg, 22. Juni. Infolge andauernden Regen- und ungewöhnlich starker Wolkenbrüche ist der Wafferstaad sämmtlicher galizischer Flüsse stark gestiegen. NachtS wurde eine Vorstadt von Brzezany vollständig überfluthet, sodaß die Einwohner auSquartirt werden mußten.

Paris, 22. Juni. Zur Weltausstellung von 1900

400 Galeeren'Sträflinge. Der Präsident der Vereinigten

den Verhandlungen der Vertreter und Mitglieder der Zweig­vereine und des HauptvereinS'DorstandeS i« Saale des Ev. Berein-hauseS (von 6 bis 8 Uhr) im großen Saale der Schloffer'schen Liegenschaft von 81/* * Uhr an Herr Pfarrer Gtesekke von Solingen in der Feftversammlung einen Vortrag über:Vom international-coufesfionellem Kriegs­schauplätze" halten wird, welchem Bortrage noch Ansprachen und GesangSvorträge folgen. Die Festversammlung wird voraussichtlich eine sehr besuchte werden.

» Abonnement- - Concert. Morgen Donnerstag findet das zweite AbonnementS-Eoncert unserer Regiments- Mufik inSteinS Garten" statt. Den allgemeinen Wünschen Rechnung tragend, ist der Anfang der folgenden Conerte auf 8 Uhr gesetzt, worauf hiermit aufmerksam gemacht wird.

Cocales und provinzielle».

Gießen, den 23. Juni 1897.

* Das Ehrenzeichen für Mitglieder freiwilliger Feuer­wehren wurde verliehen durch Allerhöchste Entschließung Seiner Königlichen Hoheit des Großherzogs den Mitgliedern der freiwilligen Feuerwehr zu Lauterbach Earl Möller und Carl Volkmar.

SchutzenpreiS. An dem vom 20.22. bl. MtS. statt- gefundenen VerbandSfchteßen des GaueS Heffen-Naffau in Weilburg becheiligten sich auch unsere Gießener Schützen. Herr Schloflermeister Carl Wiegand erhielt für den besten Schuß 175 Meter (Stand-Festscheibe) den Ehrenpreis des Großherzog- von Luxemburg, bestehend in einem kunst­vollen Schreibtisch.

Evangelischer Bund. In Nr. 122 de- ,,Gießener Anzeiger" fand sich die Notiz, daß am 20. und 21. Juni d. I. zu Offenbach da- Jahre-- und Lande-fest de- hessischen HauptvereinS de- rv. Bunde- gefeiert werden solle. Zur Berichtigung dieser Notiz kann non al« destimmr mitgetheilt werden, daß diese Feier am Sonntag den 27. Juni, Nachmittag- 4*/, Uhr, mit einem Festgotte«- dienst in der Schloßkirche zu Offenbach beginnt und daß nach

Friedrich-dorf, 22. Juni. Dem Erfinder de- Tele­phon-, Phil. Reiß, der hier lange Jahre am Institut Garnier thätig war, ist am letzten Sonntag Seitens setorr Verehrer und Freunde eine Gedenktafel gestiftet worden, die an der Giebelsette seine- Wohnhauses Platz gefunden hat. Zu der Feier waren u. A. auch zahlreiche Mitglieder de« Electrotechnischen Vereins zu Frankfurt erschienen.

vrauufchweig, 19. Juni. Wie aus Peine gemeldet wird, stürzte daselbst gestern Abend ein Gerüst ein, welche« vor der Kirche errichtet «ar. Vier Mann waren fosort tofct.

Unter denAuSfuhr-JndustrienDeutschlanb- nimmt jetzt die Fahrrad-Fabrikation etntn guten Platz ein ua» überall in der Welt trifft man auf deutsche Räder. Selbst in halbctvilifirten Ländern, Gegenden, die deS Europäer- Fuß selten betritt, dringt da- deutsche Rad vor. Zur Zeit wacht eine SendungBrennabor-Räder" mit Contiaernal- Purumatikreifen einen Weg von über 1500 Kilometer und zwar auf den Rücken von Kameelen, um an der fernen Grenze der Mongolei die Vergnügungen deß Radsport« z» ermöglichen.

Hebet die Herkunft der BezeichnungSchorle-M«rle wird Folgende- erzählt: Im Jahre 1813 refidirte l» St. GalluShose in Würzburg Marschall Angerau, der von Napoleon zum Gouverneur von Frankfurt und Würzburg ernannt war. Er war trotz feiner 56 Jahre al« General- Gouverneur von Würzburg ein flotter Lebemann und im Hose ad St. Gall am ging eS damals hoch her. Er hat fia-

Loudon, 22. Juni. Trotzdem daS Wetter nicht allzu

53 Jahre alt, au« Nieder-Mockftadt. Newark, N. I., Philipp Albrecht, 73 Jahre alt, aus Wrsthofen. New-York, John Jung, 70 Jahre'alt, aus ErbeS-BüdeSheim. Albany, Jnd., Frau Margaretha Strack geb. Hartmann, 57 Jahre alt, auS Worfelden. Summerfield, Jll., Daniel Nie«, 58 Jahre alt, aus Leeheim. Buffalo, N. Y, Frau Horn, 73 Jahre alt. Freeburg Township, Jll., Frau Margaretha Müller geb. Mieser, 73 Jahre alt, auS Groß Umstadt.

»* Wetterbericht. Der Kern des Maximums hat sich rasch in den Continent herein verlegt. Der Luftdruck zeigt nun eine Zunahme, doch bestehen in den continentalen Logen zahlreiche Unregelmäßigkeiten, welche noch vielfach wolkiges, aber trübes Wetter bedingen. In Süddeutschland find gestern vielenorts Gewitter, theilweiie von Wolkenbrüchen begleitet, niedergegangen. Bon dem östlichen DepresfionSgebiet hat fich noch ein flacher Rest erhalten, während da« nordwestliche Minimum gegen Nordosten abzteht. Die Temperaturen find meist gestiegen. Voraussichtliche Witterung: Zu- nächst beffereS, aber noch nicht beständiges Wetter.

? «ul dem Kreise Allfeld, 21. Juni.Ein solche» Wetter gehört in die Zeitungen", sagte uns gestern Jemand und wir pflichten ihm gerne bei. SommerS Anfang und dabei wie gestern der Fall den ganzen Tag über daß Feuer in den Zimmeröfen, da- ist nach der vorau-gegangenea afrikanischen Hitze ein Temperatursturz, wie er in der That zu den meteorologischen Seltenheiten gehört. Der Heuernte kommt der Wetterwechsel mit seinen vielen Niederschlägen keinesfalls zu statten, wobl aber dem gleichfalls zeitigen Setzen der Hackpflanzen. Ueberhaupt war Regen sehr von Nöthen, da es nachgerade begann wirklich trocken zu werden. Aber nur der vorübergehende Regen kann zur Zett nutzbringend fein, während anhaltendes Regenwetter der Heuernte großen Schaden brächte.

Darmstadt, 18. Juni. Einfuhr von Hunden nach England. Nach Mtttheilung des hiesigen König!. Groß- britannischen Geschäftsträgers unterliegt vom 15. Septem­ber 1897 ab die Einfuhr von Hunden nach England au- allen andern Ländern mit Ausnahme von Irland und der Insel of Man weitgehenden Beschränkungen. Insbesondere darf kein Hund ohne Erlaubniß der englischen Landwirth- schaftsbehörde nach dem erstbezeichneten Staate verbracht werden. Um diese Erlaubniß ist gegebenen Falle« beim Secretariate der genannten Behörde in London SW. 4 Whitehall Place schriftlich nachzusuchen. Dem Gesuche muß eine genaue Beschreibung de« Hunde«, deffen Ursprungs­land, Landungshafen, Bestimmungsort und Transportweg zu entnehmen fein. Die englische Behörde ist berechtigt, für den Aufenthalt de- Hunde« in England verschiedene Be­dingungen zu stellen und insbesondere deffen Jsolirung auf eine Dauer von 6 Monaten zu verlangen. Darmst. Ztg.

B. Boa der Bergstraße, 23. Juni. Aus einer recht verregneten dreitägigen Tour in unserer schönen Gegend konnten wir immerhin werthvolle Beobachtungen machen. Dir . Aussichten unserer Weinbergsbesitzer, vor drei Wochen noch sehr hoffnungsvoll, find leider durch da« naß­kalte Wetter bedeutend geschwunden. Das Thermometer ging an einigen Tagen 6t« auf 56 Grad zurück, wobei die Traubenblüthe verdirbt. Auch die AuSfichten auf eine gute Obsternte find stark reducirt und die Heuernte ist durch da« Regenwetter io den letzten vier Tagen beeinträchtigt worden. Heute ist eS wieder warm und sonnig. Die Hack­früchte und daS Getreide stehen sehr schön und versprechen reiche Erträge. Unsere Luftkurorte sehen mit Sehnsucht der freundlichen Sommerwitterung entgegen, umsomehr al«. I der vorige Sommer vielfache Enttäuschungen in seinem Ge*. I folge hatte.

Mainz, 21. Juni. Der Steinhauer Johann Klei» auS Bechenheim hat in einer Wirthschaft zu Nack im Privat- I gespräch geäußert, der deutsche Kaiser sei in Hinsicht auf Sein I Einkommen gerade so gut Sozialdemokrat, al-er selbst. I Obgleich der darauf Angeklagte in der heutigen Sitzung der I Strafkammer den Nachweis erbrachte, daß er zu der sozial- demokrattschen Partei und zu deren Programm in gar keiner Beziehung steht, erklärte das Gericht die BezeichnungSozial- I demokrat" auf den Kaiser angewendet, als eine Beleidigung. I Der Staatsanwalt beantragte 5 Monate Gefäugniß, da« I Gericht erkannte auf 2 Monate.

(S. a. Inserat.)

-g- Die EoncertgefellschaftRheingold", welche gestern Abend inStein« Garten" ein Gesang Scoucert veran­staltete, lieferte den Beweis eines vortrefflichen Ensembles, daS, unter der Direktion de« Herrn I. Egener stehend, ein auS gemischten, Frauen- und Männerchören zusammen- I gestelltes Programm durch exacte, sympathische Vortragsweise I erledigte. Schönheit deS Klanges, Correctheit und Reinheit der Intonation konnte durchgehends erfreuen. Der Total- eiudrnck war ein vortrefflicher. Don den Acapella Chören, die ohne Dirigenten gesungen wurden, erfreuten ganz be­sondersGebet" auSdie Stumme von Portici" (Auber) undSpinn, spinn", von den Damenchören AbtsWald» andacht", von den Männerchören,Heimkehr" von Gelbke und der humoristische ChorO Pepita". Leider war Schreiber dieses verhindert, die noch unerledigten Programmnummern der 3. und 4. Abtheilung zu hören, doch wird auch diesen der lebhafte Beifall nicht gefehlt haben, mit welchem die vorhergehenden ausgezeichnet wurden. Der harmonischen Ge- I sammtwirkung, die durch kein Hervordrängen einzelner Stimmen, sondern durch Bemühen jeder einzelnen sich dem angewachsen. Als um 11V. Uhr Kanonendonner anzeigte, I Ganzen eiuzufügeu, erzielt wird, kommt noch die besondere daß der Zug der Königin von Buckiugham-Palast nach der lobenSwerthe Eigenschaft zu gut, daß Alle, nicht nur mit oer PaulSkirche seinen Anfang genommen hatte, brach auch die Kehle, sondern mit dem Herzen, mit dem Gemüth zu fingen Sonne durch. Begeisterter Jubel begleitete die Königin auf wiffen und wo e« angebracht, mit einem frischen, unmittelvar dem ganzen Wege bis zur Kirche, wo die Königin kurz nach wirkenden Humor. - DaS Concert konnte leider nicht fruy- 12 Uhr eintraf. Im Augenblick ihrer Abfahrt vom Buckingham- zeitig genug bekannt gegeben werden, infolgedessen dasselve Palast erließ sie folgende Botschaft an die englische Nation: schwach besucht war, doch soll, wie unS mitgetheilt wurde, Bon Herzen danke ich meinem geliebten Volke. Gott ein weiteres Concert in nächster Woche folgen, auf welche«

^egne cg." I wir jetzt schon besonder« aufmerksam machen.

London, 22. Juni. Der Gottesdienst in der PaulSkirche * Gartenbau-Ausstellung. Unsere Gärtner beabsichtigen verlief programmmäßig. Die Königin wurde vor der zum Herbst wieder ihre Leistungen durch eine Ausstellung

Kirche von der gejammten Geistlichkeit empfangen. Nach öffentlich vorzuführen. Allerdings soll dies nur in- einer

beendigtem Gottesdienst begab sich der Zug nach dem Mansion- I Specialität, indem Gießen besonders leistungsfähig ist, ge- I House und von da über die Weftmünster-Brücke nach dem schehen. Man beabsichtigt nämlich eine Chrysanthemum*

Vuckingham-Palast. Während der Fahrt der Königin war Ausstellung zu arrangiren.

das Gedränge enorm. Eine große Anzahl von Personen Sewerbeverein« - Lehrer. Zwischen der Grotzherzogl.

wurde ohnmächtig. Centralstelle in Darmstadt und den Vorständen der Gewerbe-

Loudon, 22. Juni. DerStandard" meldet au« Athen, vereine schweben Unterhandlungen, wonach sämmtliche definitiv der Friede werde in kurzer Zeit unterzeichnet. Die Re- angestellte Lehrer der Gewerbevereine durch den gierung sei entschloffen, einen Theil der Reserve zurück- Staat penfionirt werden sollen, wie die« bet den Volks- zuziehen. schullehrern der Fall ist. ES soll nur in der Uebereinkunft

Athen,22.Juni. Die Einberufung der Kammer festgelegt werden, daß die tüchtigen Lehrer der Gewerbe- steht bevor. Die Opposition wird die Regierung unterstützen, vereine ohne den Willen der Gewerbevereinsvorstande nicht ____________ I an andere Schulen versetzt werden können.

»ttita, 23.3uni. Der Kaiser tft geftern Abend unter 3°r Reise,eit. Die Kgl. Pre-ßische und Gr°bh.

dem Jubel der Bevölkerung auf derJnfel Helgoland gelandet. I Hessische Eisenbahn-Directiouhat bet Beginn der Der Kaiser begab fich zum Empfang in die Commandantur, I diesjährigen Reisezeit ausführliche Bestimmungen für das wo er das Souper etonahm. Später wurde dem Monarchen I gefammte (Station ß- und Zugpersonal erlassen, unter bei bengalischer Beleuchtung der Dünen ein Fackelzug gebracht. I Anderem ist, 11.Darmst. Tgl. Anz. , dem Personal dem

Berlin, 23. Juni. Wie derVorwärts" berichtet, findet Publikum gegenüber ein wenn auch entschieden« so der diesjährige focialistische Parteitag am 3. October doch bescheidenes, zuvorkommendes und höfliche« Benehmen in Hamburg statt. Die Stellungnahme der Partei zu den neu zur Pflicht gemacht. Auf den Anfang-stationen sollen preußischen Landtagswahlen wird zur Besprechung kommen. I sofort sämmtliche verfügbaren Abtheile geöffnet sein und aus Berlin, 23. Juni. DemLocal-Anzeiger" zufolge wird mäßige Besetzung derselben (1. Klaffe zu 4, 2. Klaffe zu 6, im Reichstage beabsichtigt, eine Interpellation über die I und 3. Klaffe zu 8 Personen) io lange hinreichend Platz Art und Weise der Ausführung des BörfengefetzeS vorhanden gehalten werden. Für Einrichtung einer ge- einzubrinqen. nügenden Anzahl Frauen- und Nichtraucher-Abtheile soll ge-

Berlin, 23. Juni. Die freisinnige VolkSpartei und die sorgt und von den Beamten baß Rauchen in den Nichtraucher-

freisinnige Bereinigung garantiren fich, wie da«Berl. Tgbl." I Abiheilen oder das Betreten dieser Abtheile mit brennenden meldet, laut Parteibeschluß in den Wahlkreisen Liegnitz und Cigarren aus eigenem Antriebe verboten werden, ohne erst

Glogau die Wahrung des gegenseitigen Besitz- Beschwerden der Reisenden abzuwarten. Auf ausreichende

st an des. Die seitherigen ReichStagSabgeordueten, die ge- vorherige Lüftung der Wagen, Besprengen der Bahnsteige «einsam aufzustellen wären, haben bereits angenommen. und sorgfältige Reinhaltung und DeSmficirung der Bedürfoiß- London, 23. Juni. Den Schluß der gestrigen großen anstalten auf den Stationen uad in den Zügen soll gehalten

Feier bildete die Illumination, an welcher sich ganz werden. Die Bestimmungen über daS Ausrufen der Stations-

London betheiligte. Um 9 Uhr füllten sich die Straßen mit namen, der Dauer des Aufenthalte« und etwa stattfindenden

undurchdringlichen Menscheumaffen. Die Häuser glichen einem I Wagenwechsels sind in Erinnerung gebracht, auch ist baß bunten Lichtmeer. Den Glanzpunkt der Illumination zeigte Personal angewiesen, daS Reisegepäck sorgfältig zu behandeln,

die PaulSkirche, welche durch Scheinwerfer beleuchtet wurde, das mit Anschlußzügen eintreffende Gepäck mit den günstigsten

Zügen weiter zu befördern und Nachforschungen nach ver­schlepptem Gepäck stets sofort telegraphisch vorzunehmen. Da das Handgepäck in den Personenwagen zuweilen in einer die Mitreisenden belästigenden oder gefährdenden Weise unter- gebracht wird, jeder Reisende aber nur auf den über oder unter seinem Sitzplatz befindlichen Raum zur Unterbringung von Handgepäck Anspruch hat, find die Beamten angewiesen, darauf zu achten, daß bei Unterbringung de« Handgepäck« in den Personenwagen die nöthige Rücksicht gegen die Mit­reisenden genommen wird.

Kalte Getränke. Infolge der Wahrnehmung, daß die von den BahnhofSwirthen feilgehaltenen Mineralwasser und namentlich Bier häufig eiskalt an da« reisende Publikum verabfolgt werden, hat die preußische Eisenbahn­verwaltung die ihr unterstellten Behörden ersucht, die Bahn- hof«wirthe mit entsprechenden Anweisungen zur Vermeidung der mit dem Genuß so kalter Getränke an heißen Tagen verbundenen Gefahren für die Gesundheit zu versehen. Im Allgemeinen soll darauf gehalten werden, daß die Getränke fernerhin nur ia einem derTrinkwaffertemperatur entsprechenden Wärmegrade von etwa 10 Grad Celfin« abgegeben werden.

3n Amerika verstorbne Hesse». Pleasant Tp., Ohio, Adam Gettmann, 65 Jahre alt, au« Heffen-Darmstadt. Brooklyn, Fran Margaretha Schäfer geb. Heppner,