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. Schorle^
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um den Würzburger Durst unsteroltche Verdienste erworben durch dte Erfindung deS „Schorle-Morle". Sein Lieblings» getränk war nämlich alter Wein mit Mineralwaffer von Niederfelters gemischt, da« er sich nach Würzburg nachsenden lieh, und sein stehender Trivkspruch, wenn er mit dem per» lenden, prickelnden Trank anstieß, „toujoura l’amour“. Dte Würzburger adoptirten diese mit dem alten Frankenweine so treffliche Mischung mitsammt dem Trtnkspruche des Marschalls. Das „tou* wurde der Kürze halber weggelaffen und so entstand sür daS Getränk der Name „Schurlamur", was fich alSbald in daS gemüthlichere „Schorle-Morte" verwandelte. So eine alte Würzburger Ueberlieferuug.
* Die Etaudrede bei Dorfschulzen. Als das Schlett- stadter Jägerbataillon kürzlich im Dorse R. auf einer Schießübung war, kam eine Abtheilang desselben zur Ein» quartieruog ins Dorf und wurde vom „Herrn Maire" empfangen. Letzterer richtete an den Hauptmann folgende Worte: „’S tsch ken Art, a- mer io Blüttel macht, 'S komme drifig Mann, un do fieh ich schon e Stücker vierzig ohne daS, was noch d'rum und d'ran hängt (er meinte die Ober- jägtt). Ihr müeffe Euer Sache e ander Mol bester mache!" Dte umstehenden Mannschaften hatten Mühe, bei dieser verblüffenden Begrüßungsrede des gestrengen Dorffchulzen ernst zu bleiben. Hauptmann B., ein leutseliger Offizier, erwiderte freundlich lächelnd: „Sie haben Recht, Herr Maire, wenn wir wiederum kommen, machen wir'« bester!" — „Na", sagte der Herr Maire, indem er dem „reumüthigen" Offizier dte Hand hinstreckte, „schlafe Sie jetzt numme güet, Herr Hauptmann!"
Hufrnf für ein Cm! Wershaus-ykuKinal.
Am 8. Mürz 1897 ist in feiner Vaterstadt Barmen der Dichter deS sanaesfrohen Rheinlandrs, Emil Rittershaus, gestorben.
Ueberall, wo deutsches Wort und Lied aus deutschem Munde tönt, hat dte Trauerkunde dte Herzen bewegt, daß Deutschland wiederum einen Dichter von wahrhaft volksthümlicher Bedeutung verloren hat, in dessen Persönlichkeit die Grundzüge deutschen WesenS stch rein und kernhaft autzprägen.
Aus der Grenze Rheinlands und Westfalens geboren, hat er
in treuer Liebe zur Heimalh des Rheines Herrlichkeit wie Westfalens markige Kraft gepriesen, daß dort die Herzen allzeit mitklingen werden mit feinen Liedern Aber wie wenige hat er auch den traulichen Retz und das stille Glück des deutschen HauleS besungen und über den Rahmen von Haus und Hetmath hinaus die flammenden und erhebenden Worte seiner Dichtung in den Dienst der idealen Mächte deutschen Volkslebens gestellt, ein Mahner und Herold der Nation in ihren trüben wie in ihren alorreichen Tagen.
Wie den Dichter hat auch den Menschen die wärmste und begeistertste Thetlnadme für die großen Aufgaben der Menschlichkeit und Gesittung ausgezeichnet. Während eines arbeitsreichen Lebens ist er unausgesetzt bemüht gewesen, durch Thal und Wort in bahnbrechender Weise olle nationalen Bestrebungen zur Hebung der Volksbildung und VolkSwohlfahrt zu fördern, mit denen sein Name als der eines wahren Volksfreundes immerdar verbunden bleiben wird.
So im Dickten und Wirken ein echtdeutscher Mann von höchstem sittlichen Idealismus und von reichstem Gemütb, dem auch der heitere Scherz froher Stunde ein willkommener Gast war, lebt er unauslöschlich in den Herzen aller der Tausende, die seines Geistes einen Hauch aus feinen Werken oder aus seinem Leben verspürt haben, als einer der besten Söhne unseres deutschen Vaterlandes.
Seinem Andenken in seiner Vaterstadt Barmen ein dauerndes, würdiges Erinnerungszeichen zu widmen, halten die Unterzeichneten sür eine Ehrenpflicht des deutschen Volkes, und darum wenden sie sich an alle deutschen Männer und Frauen, welche den Dichter und Menschen Emil RittershauS liebgewonnen haben, mit der Bitte, ein Scherfletn zur baldigen Erfüllung dieser Ehrenpflicht bereitwilligen HcrzenS zu spenden. Beiträge, über welche in der „Gartenlaube" und der „Barmer Zeitung" guittirt wird, ist Herr Bankdirector Escher in Barmen als Schatzmeister des bestehenden Barmer Localcomitös für ein Rittershaus Denkmal entgegen zu nehmm ermächtigt. Auch die geringste Gabe wird willkommen sein. (Folgen die Unterschristen.)
Uirfverfitäts - Nachrichten.
— Die Universität Marburg hat dieses Semester die bisher höchste Zahl Studirender auszuweisen, die sie je gehabt; diejenigen mitgerechnet, die besondere Erlaubniß zum Hören von Vorlesungen erhalten haben, sind es 1090. Zur Zeit wird in Marburg mit den Vorarbeiten zum Bau eines großen neuen Univerfitäts-Bibltotbek- gebäudeö begonnen. Der derzeitige Rector der Universität, Prosessor Kayser, wird an der großen Reise des Petersburger internationalen Geologen-EongresieS nach dem Kaukasus und der Krim thetlnehmen.
— Profesior Dr. Franz Meder von der Bergakademie in Clausthal im Harz ist zum ordentlichen Professor der Mmbematck
an der Universität Königsberg i. Pr. ernannt worden und wird mit Beginn des Wintersemesters sein neues Amt übernehmen.
— Berlin, 21. Juni. Der „Reichsanzeiger" veröffentlicht die Ernennung deS AmtSgerichtSraihS Reinhold tn Wiesbaden zum außerordentlichen Proiessor an der Universität in Berlin.
Wöchentliche Ueberstcht der rodeSsölle in Gießen
25. Woche. Vom 13. Juni biS 19. Juni 1897. Einwohnerzahl: angenommen zu 23 700 (incl. 1600 Mann Militär). SterblichkeitSziffer: 22,60, nach Abzug der Ortsfremden 6,78°/«.
Kinder
ES starben an: Zusammen: Erwachsene: im Df” _
1. Lebensjahr: 2.-15. Zehrt
Krebö
1 (1)
1 (1)
Lungenschwindsucht
1
1
—
——
Gehirnschlagfluß
1
1
——
—
Herzleiden
2 (2)
2 (2)
—
—
Nierenentzündung
2 (1)
2 (1)
—
—
Gehirnentzündung
1 (1)
—
—
1 (1)
Verunglückung durch Sturz resp. Verbrennung
2 (2)
2 (2)
—
—
Summa: 10 (7)
9 (6)
—
1 (1)
Aom. Die tn Klammern gesetzten Ziffern geben an, wie viele der Todesfälle tn der betreffatbat Krankheit auf von auSwärtS nach Gießen gebrachte Kranke kommen.
vererb», Canö. tuet vsU-rvirtbichaft
W. «iatze«, 23. Juni. Auf dem gestrigen Kuhmarkt herrschte schon bei Beginn des Marktes große Kauflust, so daß sich daS Ge- schäst gleich flott entwickelte. Bei dem nicht zureichenden Auftrieb gingen die Preise gegen den letzten Markt in die Höhe. Der Markt war schon gegen 11 Uhr geräumt. Der Austrieb bestand aus etwa 550 Stück Rindvieh, darunter etwa 150 Rinder und Kälber. ES wurden gehandelt Kühe, frischmelkend und tragend, erste Qualität 350—400 Mk., zweite Qualität 275—325 Mk., geringere Waare, die wenig am Markt, wurde nach Werth bezahlt. Schlachtvieh war wenig vorhanden; fette Rinder kosteten 52—58 Mk., schwere Kälber 58—60 Mk, leichtere Waare 52—56 Mk. pro 100 Pfd. Schlachtgewicht.
Temperatur der Lahn und Luft
nach Reaumur gemessen am 23. Juni, zwischen 11 und 12 Uhr Mittags:
Master 13", Luft 22".
I Rübsamen'sche Badeanstalt.
muht
.Aiiüiitthiinf.
6058
Schudt.
Passiva
681230.58
Die Zuschlagsfrist be
geben.
6053
trägt 14 Tage.
ff
Carl Nowack
A. Kröll, Mn«g 12
Seltersweg 85. Seltersweg 85
5627
Rhein, tienussmittel- und Conserven - Fabrik
Köln a. Rh.
G. m. b. H.
5758
15915.16
17016.81
6618.86
Stets auf Lager.
d. Conto Correntverkehr 2. Güterkaufgelder . .
2000.- 32279.— 18331.73
9729.32
dient als
Wellenbad, Sitzbad, Rumpf bad, Kinderbad und mit entsprechender Vorrichtung als Dampfbad.
23 000 Stück Ip 23/. Jahre« verkauft
Ohly, Controleur.
556512.35
23400.50
Activa
1. Ausgelieh. Capitalien und zwar: a. Obligationen und
Schuldscheine . . b, Werthpapiere . . c. auf Guthaben bei Banken . . . .
Coaks-Lieferung.
Für die Großh. chirurgische und ophthalmologische Universttäts-Klinik sollen für das Rechnungsjahr 1898/99 600 Centner Hütten Coaks auf dem öffentlichen Submiffionr- wege zur Lieferung vergeben werden.
Die Bedingungen liegen auf dem Verwaltungsbureau offen. Offerten, versiegelt und mit entsprechender Aufschrift versehen, sind bis zum 22. Juli d. I., Vormittags 12 Uhr, auf dem erwähnten Bureau abzu»
53ade zu ^Cauee!«
in Dittmann's Wellenbadschaukel D. R.-P. 51766.
Einzige Wanne, welche ein erfrischendes Wellenbad bietet und zu allen hygienischen Bädern zu benutzen Ist
Städtischer Arbeitsnachweis Gießen.
Gartenstraße 2.
Angebot btt Arbeitnehmer r 1 Werkführer für Bäckerei, 1 Kranken- wärterin, 1 Schuhmacher, 1 Schreiner, 1 HerrfchaftSkutscher, 1 Lcmfmädchen, 1 Lauffrau, 2 Hausburschen, 1 Kellner, 1 Kutscher, 2 Fuhrknechte.
Nachfrage der Arbeitgeber r 1 Installateur, 1 Glaser, 2 Maurer, 1 Uhrmacher, 3 Schmiede, 1 Schneider, 2 Schreiner, 1 HauSbursche, 2 Droschkenkutscher, 2 Knechte, 1 Lauffrau, 1 Waschfrau, 1 Kellner, 11 Dienstmädchen für Haus- und Küchenarbeit, 1 Kindermädchen, 1 Köchin, 2 Zimmermädchen.
Peru-Guano
der Anglo - Continentale-Werke.
Bester organischer Dung sür Halm- und Hackfrüchte, sür Gemüse- und Blumenzucht empfiehlt
Bilanz
in IrfiengeM^ofl Spur und varlchchvkreiu m Großen-Ml» vom 31. December 1896.
3. Kaffenvorrath . .
4. Ausstände . . . - 38977.68
Kauft für Suppen nur Kietz' Kraft-Würze
Concursv erfahren.
Das Coucursverfahren über das Vermögen des Zimmermeisters August Helfeubeiu von Gießen wird nach erfolgter Abhaltung des Schlußtermins hierdurch aufgehoben.
Gießen, den 21. Juni 1897. Das Großh. Amtsgericht.
Posten mcgenmai ä 3—, 4— und 5.— Mark, reeller Werth 7—15 Mk.
Darnen-Konsection
wie:
Capes, Kragen, Jaquetts, Umhänge, nur diesjährige, hochmoderne Piöcen, um das Eommerlager gänzlich zu räumen, 3W zu und unter Einkauf. "WS
681230.58
Der Vorstand: Luh, Rechner.
Alles übertreffend!
Hochfeiner, reiner Geschmack n. grösster Jiährwerth.
Hf a liefert schnell zu billigen Preisen die
amCOUVeriS Briihrsche Univ.-Druckerei (Pietsch 4 Soheyda), mit Firmendruck Schulstrasse 7.
6079 Weigand, Director.
1. Einzahlungd.Actionäre 12500.—
2. Aufgen. Capitalien . 629179.75
3. Rücklagefond . .
4. Reseroefond
5. Reingewinn
Gießen, den 22. Juni 1897. Großh. Verwaltung» - Direction der chirurg. und ophthalm. Univ.-Klinik. _______Bose. Vossius._______
Die auf den 24. l. Mts. in hiesiger Gemeinde anberaumte Heugras-Versteigerung fällt aus.
Mendorf a Lda., 21. Juni 1897. Gr. Bürgermeisterei Allendorf a. Lda.
Rein. 6065
■ ■ e । in fallen Sorten empfiehlt in stets
Mineralwasser
Frritsg, den 25. Juni t. I.,
Nachmittags 2 Uhr, im Gasthause zum dahier ver
steigere ich öffentlich gegen Baarzahlung voraussichtlich bestimmt: eine große Partie Cigarren, 1 Regulator und 1 Spiegel. 6076 »«gel, Gerichtsvollzieher. f^mpfehhmgen^^
Triuuipflrioppflühle,
Verandamöbel,
Roll- g Schutz- ! Wände inallenGrößen bei 6078 LTH. Brück, Schloßgasse 16«
MW


