denen fie ihre Geougthuung über die Reise ausdrückten, welche die Baade der Freundschaft zwischen Frankreich und Rußland noch enger knüpfen werde.
WB. Kitzingeo, 19. August. Ein gestern in der Heller, wann'schen Weinhandlung in Dette l Sbach auSgebrochene Feuer entstand beim Absüllen von Spiritus. Derselbe gerteth in Brand und explodirte. Fünf Personen liefen brennend auf die Straße- drei derselben sind gestorben, zwei lebensgefährlich verletzt. Die Frau eines Arzte- wurde vor Schreck über den Anblick der brennenden Personen vom Schlage getroffen und war sofort,todt.
sodann, gefolgt von dem „Surcouf" die Anker.
Wagner.Vereins: Professor Dr. H. Siebeck,
Tischlerfabrikate hohe Eingauggzölle gelegt werden sollen, wurde angenommen.
Concert-Vereins: Professor Dr. W. Oncken, Geh. Hofrath.
Wien. 18. August. Zu der Entgleisung des Schnellzuges Berltn-Rom wird Folgendes aus Bozen 1 gemeldet: Der von Fraazeuveste kommende Eilzug entgleiste gestern Abend 7 Uhr infolge NtederstürzenS eines mächtigen I FelSblockeS unmittelbar nachdem er den Blumauer Tunnel I verlassen hatte. Die Maschine und fünf Waggons erster und zweiter Klaffe wurden zertrümmert und stürzten über die Böschung auf die Etsackstraße. Die übrigen Waggons blieben im Tunnel stehen. Mehrere Paffagiere und Zugbedieastete, darunter der Maschtuenführer und Heizer, erlitten theilS I schwere, theilS leichte Verletzungen. Von Bozen gingen sofort HilfSzüge nach der UnglückSttätte ab.
PUfe», 18. August. Nach dem gestern aus Anlaß des I kaiserlichen Geburtstages abgehalteuen Zapfenstreich zogen die I Tschechen mit Stöcken und Steinen bewaffnet, lärmend vor I deutsche Haue, die Turnhalle und die Schule, wo zahl- I rc^c 8knster mit Steinen eingeschlagen wurden. In der Turnballe wurde ein Kellner verwundet.
I Paris, 18. August. In der Begleitung des Präfidenten Faure, welcher heute Morgen 8% Uhr nach Dünkirchen
I abgereist ist, befanden stch die Minister Hanotaux und BeSnard I sowie der russische Militärbevollmächtigte. Faure wurde von I dem bei der Abfahrt zahlreich anwesenden Publikum lebhaft begrüßt mit den Rufen: ES lebe Faure, eS lebe die Republik, I es lebe Rußland.
I 18. August. Um 8 Uhr heute Morgen erfolgte
auf dem Boulevard Magenta, in der Nähe des Bahnhofes, wo Präsident Faure abreiste, eine unerhebliche Deto-
I notion, welche jedoch keinerlei Schaden verursachte- eS wurde auch Niemand verletzt. Maa nimmt an, daß eine Petarde geplatzt ist, mißt aber der Sache weiter keine Be- I deutung bei.
Paris, 18. August. Der Zustand des Prinzen Heinrich von Orleans ist nach dem letzten Bulletin ein zufriedenstellender. Eine Verschlimmerung ist bisher nicht | eingetreten.
Paris, 18. August. Der Ministerpräsident Meline hat am Schluß einer Ackerbau-Versammlung neuerdings alle I Franzosen aufgefordert, entschlossen den Feind, welcher Frankreich zu zerreißen droht, nämlich den SocialiSmus, sammt seinen Ausgeburten zu bekämpfen.
Loudon, 18. Anguss. Den „Times" zufolge hat die Pforte eine allgemeine Mobiltsirung in den östlichen WilajetS angeorduet infolge der in Turkestan herrschenden Anarchie.
Petersburg. 18. August. Das Zarenpaar begibt sich am 29. d. M. nach Polen und zwar zunächst nach Warschau, wo der polnische Adel ein Banket veranstaltet, dann für drei Tage nach Spaala zur Auerochsenjagd und darauf direct nach Bialystock zu den großen Manöver».
Warschau, 18. August. Anläßlich des bevorstehenden I Zarenbesuches soll ein kaiserlicher UkaS erscheinen, durch I welchen die seit der Unterwerfung deS Polenaufstandes gegen I die Polen in Kraft befindlichen AuSnahme-Verfügungeu aufgehoben werden und eine Amnestie ertheilt wird.
Konstantinopel, 18. August. Die Botschafter traten gestern zusammen, um die Revision des Artikels 6 der Friedenspräliminarien zu berathen. Infolge der Weigerung Englands wurde man jedoch nicht einig. Die nächste Sitzung der FriedenScommtsfion soll stattfinden, sobald I Griechenland die Zahlung der Kriegsentschädigung fichergestellt haben wird.
•• Concert bei Süddeutschen Manner bextett am Montag den 23. August in ,StelnS Garten". Wir find heute in der angenehmen Lage, ein überaus günstiges Urtheil über ein vor kurzer Zeit stattgefundenes Eoncert unseren Lesern unterbreiten zu können. Dasselbe lautet: .Coe»- feld, 29. Juli. Vor vollbesetztem Hause gab gestern dal Männer-Sextett Bleicher! aus Stuttgart im Mey'schen Saale das angekündigte Concert. Wie allenthalben, wo das Sextett auf seinen Concertreisen auftritt, fand dasselbe auch hier den begeisterten Beifall des Publikums. Das Programm, welches durchweg neue Lieder aufwteS, war ein sehr gewähltes und wurden die einzelnen Nummern ohne Ausnahme mit einer Vollendung vorgetragen, wie man sie auf dem Gebiete des MäunergesaugeS selten antrifft. Kraft und Wohlklang der Stimmen, vorzügliche Schulung, bestrickende Feinheit im piano vereinigen sich bet demselben zu einer bewundernSwerthen Gesammtwirkung. Wie sehr diese Vorzüge auch an hoher Stelle geschätzt werden, dürfte daraus hervorgehen, daß das genannte Sextett dieser Tage aus hiesiger Gegend telegra- phtsch au den Großh. Hof nach Luxemburg berufen wurde, um bei der Feier des 80. Geburtstages Sr. Hoheit btt GrohherzogS diesem eine Ueberraschung zu bereiten, da Hoch, derselbe gelegentlich eine- vor Kurzem dort ftattgehabten ConcerteS dieses Sextett-, dem Se. Hoheit selbst beiwohnte, sich höchst anerkennend über die Leistungsfähigkeit desselben ausgesprochen hatte. Wie verlautet, wird da- Sextett aus vielseitigen Wunsch im August nochmals unsere Stadt besuchen und zweifeln wir nicht, daß dasselbe auch dann wieder ein volle- Hau- finden wird.
CoceUs wwb
Gieße«, den 19. August.
•• Ordensverleihung. Se. König!. Hoheit der Groß. Herzog haben mittelst Allerhöchster Entschließung, dem Stab-hoboisten und Militär-Musikdirector Krauße vom Infanterie • Regiment Kaiser Wilhelm (2. Großherzogltch Hessischen) Nr. 116 die Krone zum Silbernen Kreuz be« Verdienstorden- Philipp» de» Großmüthigen zu verleihen geruht.
Breslau, 19. August. Ueber die durch da- Hochwaffer geschädigten Gegenden ist neuerdings ein Gewitter nieder« gegangen, das schweren Schaden anrichtete. Mehrere Personen wurden vom Blitz erschlagen. Infolge der herrschenden Hochwasser-Katastrophe ist in Rogan der ThPhuS auSgebrochen.
Marieubad, 19. August. Der Prinz von Wales ist mit Gefolge gestern zu längerem Kurgebrauch hier ein- getroffen.
Paris, 19. August. Der gestrigen Explosion legen einige Zeitungen gar keine Bedeutung bei, andere wiederum halten sie für einen ernsten Attentatsversuch gegen den Präfi. deuten Faure. Das Blatt „La Preffe" verzeichnet daS Gerücht, in der Nähe der ExplofionSstelle sei die Anwesenheit eines entlaffenen Polizisten gemerkt worden, der in der Boulanger.Epoche eine große Rolle spielte.
Konstauttuopel, 19. August. Gestern warf ein Armenier in der hohen Pforte vor den Zimmern de- BezirkSrathS- SecretärS eine Bombe, welche vier Personen tödtete und mehrere verwundete. Gleichzeitig explodirte vor dem Serail in Galata eine Bombe, ohne Schaden anzurichten. Beide Thäter sind verhaftet.
**B. Gestern Abend feierte die Kriegerkameradfchast Gießen den ErinnerungStag von Gravelotte—St. Privat durch einen zahlreich besuchten Familienadend im großen Saale von „Lony-Bierkeller." Herr Mufikdirector Krauße hatte in bekannter Meisterschaft den musikalischen Theil über, nommen. Nachdem der erste Vorsitzende, Herr Traber, Allen und namentlich dem Ehrenmitgliede Herrn Pfarrer vr. Naumann für da» Erscheinen gedankt, wie- er aus die Bedeutung und den Zweck solcher Erinuerung-feiera hin. Die alten Krieger wollten stch nicht etwa Hervorthun, sondern nur nach Kräften dazu beitragen, daß in unserer schnelllebigen Zeit nicht vergessen wird, war vor 27 Jahren in heißen Kämpfen errungen worden sei- fie wollten die Liebe zum Baterlonde fördern und erhalten. Die Ansprache
0 ™ - e‘nem ^geistert aufgenommenen Hurrah auf
Se. Maiestat Kaiser Wilhelm und Se. Köntgl. Hoheit den Großherzog Ernst Ludwig. - Al- die Nationalhymne und da» Lled „Die Wacht am Rhein" verrauscht, brachte Herr Fruttg ein kräftiges Hurrah auf das Ehrenmitglied Herrn Pfarrer l^r. Naumann au», worauf derselbe seinen Dank au-sprach und seiner Freude Ausdruck darüber verlieh, daß r Kriegerkameradsch^r izlied wäre, in welcher
der schöne Grundsatz verfolg: wurde, Familienpotrioti-mu- zn pflegen. In längerer Ansprache schilderte er bte Verhält« niffe Don Emst und Jetzt und schloß mit einem Hurrah auf den Vorstand. Herr Wachtmeister KaSper brachte in treffenden Worten, der Samariterdienste von 1870/71 gedenkend,
Dünkirchen, 18. August. Präsident Faure traf heute Mittag 1 Uhr hier ein und begab sich alsbald mit dem Minister deS Aeußern, Haootaux, dem Admiral Gervais und dem General Fredericks an Bord des „Elan", welcher fie an Bord de» Kreuzers „Pothuau" brachte. Die zahlreiche auf den Quais versammelte Menschenmenge brachte dem Präsidenten Huldigungen dar, während die Schiffe deS Nordgeschwaders, welche vor der Rhede vor Anker lagen, Kauonenschüffe abfeuerten und die Matrosen, auf den Raaen stehend, Hurrahrufe auSstießen Der „Pothuau" lichtete und dem „Bruix",
Madrid, 18. August. Der oberste Rath für Krieg und Marine bestätigte da- TodeSurtheil gegen Angiolillo. Der Ministerrath stimmte ebenfalls zu.
Petersburg, 18. August. An der Parade, die der Kaiser in Anwesenheit deS Präsidenten Faure im Lager von Kcaßnoje Selo abnehmen wird, werden 65*/t Bataillone Jnsauterie, 43 E-cadronS und 14 Sotnien Cavallrrie, 41 /t Bataillone Artillerie, sowie 200 Geschütze theilnehmev.
Petersburg, 18. August. Die Duma wird dem Prä- fidenten Faure bei seiner Anwesenheit in Petersburg am 24. d. M. ein Banket anbieten. Dem Minister Hanotanx, dem General BoiSdeffre und dem Admiral Gervais wird die Gemeindevertretung emaillirte Becher überreichen. Jedes französische Schiff erhält einen großen Krug mit Gläsern, während die Commandaoten filberne Pokale und die Offiziere Liqueurgläser bekommen. Die Matrosen werden mit Pfeffer- kuchen und Cigarretten beschenkt werden.
Stockholm, 18. August. Der 6. internationale Stenograph en-Cong re ß, welcher von Vertretern aus Deutschland, England, Schweden-Norwegen und Dänemark I zahlreich besucht ist, wurde heute Vormittag im SitzungS- be6 Reichstages durch Oberst Billmanson Stockholm eröffnet. In da- Präfidium wurden außer Billmanson be- rufen: Freiherr v. Ploten-Stockholm, Thoma- Allen, Read- London, Redacteur KronSbeia WieSbaben und Reichstag»- stenograph Worms Kopenhagen. Au den König OScar wurde ein BegrUßungStelegramm gesandt.
. , Konstantinopel, 18. August. Heute Nachmittag wurde I be« der Polizeidirection in Pera eine Bombe ge- worfen, die jedoch nicht explodirte. Gleichzeitig wurden in der Ottomaobank in Galata zwei verdächtige, europäisch ge- I «eibete Jndivibuen verhaftet, bte Dynamit bei sich trugen. I M ber Seitenfront bet Pforte, die bas Großveztrat mit dem Staarsrathsgebäube verbinbet, erfolgte ebenfalls ein I Dynamit - Attentat, wodurch Fensterscheiben zerbrochen und I einige unerhebliche Beschädigungen verursacht wurden. Man I 'pr'cht auch von einigen Verwundeten. Als Attentäter werden b-j-Ichn.t. In geigt Der Vorgang- -nlst-nd eine *“11’. ®' wurden geschlossen, aber bald wieder geöffnet. Um 6 Uhr Abends herrschte überall di- vollste
,®le Hutung der Polizei und de, ausgebotenen Militär- war musterhaft.
vneno, A,r-,. 17. August. Di- Ausfichten der G-> s treibeernte fiub au-gezeichnet.
Depeschen be- Bureau „Herolds
Berlin, 18. August. Der Kaiser hörte heute Vormittag in Schloß Wilhelm-höhe Vorträge br- Chefs des I ^"iar. und Marine-CabinetS. Zur Frühstück-tafel waren anläßlich bes heutigen Geburtstages beS Kaisers von Erreich auch die Herren der österreichisch-ungarischeu Botschaft geladen.
Berlin, 18. August. Der Botschafter v. Bülow, der fich gestern Abend nach Cassel begeben hat, wird sich 14 Tage I °is "ach Beendigung der Manöver dort aufhalten und dann I "°ch Rom gehen, um sein Abberufungsschreiben zu über- I reichen.
Berlin, 18. August. DaS Central-Cornitü für die durch das Unwetter Geschädigten hat heute unter dem Vorsitz deS Oberbürgermeisters Zelle die Vertheilung der bereits hÜ?erinAWA^0ten 100000 Mark und die Bewilligung von noch 100 000 Mark genehmigt. Ein Antrag wegen Aus- Hängung von Sammelbüchsen wurde abgelehnt, eine Haus- }u Insten der Ueberschwewmten wurde genehmigt.
® waren über 440000 Mark eingegangen.
Berlin, 18. August. Nach einer Meldung der deutschen Tageszeitung hat der Vorstand des Bundes ber Land- an den Finanzminister v. Miquel die Bitte ge- ™ 'n ,t,n ln l>°n üb.rschw-mmi-n Gebieten, I
komme/ 6 b<ba,,tn' “1 «lnösrei-n Darlehen zu Hils- zu ,
Re6t ®“?"' I8- ^gust. Wie der „Hamb, dorr." berichtet, E*y.,** datz Freiherr v. Marschall nach s-ln-r völlla-ll
Ronfbnlini’P=1 auSerseh-n ist.
Berlin 18. August. Der König von Siam wird Ä n 2®' \ Abend In Pot-dam
ttataifftn. Freitag den 27. August wird der König nach Be>Iin kommen und .beim Gesandten ein Gabelfrühstück ein. corv"/'bei°"Am«'°°.'°°-7 “ d-r H-rbftparade de- Garde, corp« bet Am Sonntag folgt er der Einladung de, Herzoa-
nach 8fftn nbUr8 @ditterln Unö d-S'b. fich von
Königsberg. 18. August. Der Regierungspräfldint ordnete für das aus Rußland eingeführte HandelSgeflügc'l eine
«9U<.öröxntdne ön unb begründete die Verordnung mit der Gefahr des SuSbruchS einer Geflügel-Cholera 6 Bremen 18. August. Der Tischlertag beschloß, Localverbände der Arbeitgeber zu gründen, um stch gegen Ausstände zu sichern. Ferner wurde beschlossen, bei Au-bruch eines Ausstande- Liften der Strikenden anzuleaen «ein Meister darf dann einen auf der Liste stehenden Tischler beschäftigen. Ein Antrag der Dresdener Tischler, beim Reich-tage vorstellig zu werden, daß auf alle ausländischen
•• 25 Jahre Mnfikdirigent. Au» Anlaß deS gestrige» 25jährigen DirectionS-Jubiläum- de- Herrn Mustkdirec' torS Krauße wurden demselben Ehrungen zu Theil» welche die Werthschätzung und Hochachtung de» bewährte« Musikers vortrefflich erkennen laffeu. Am Morgen wurde der Jubilar von der Capelle durch ein Ständchen erfreut, während die Mitglieder ber Capelle ihre Gratulation mit Ueberreichung eines EhrendegenS begleiteten. DaS Offiziers- corpS überreichte eine Büste Kaiser Wilhelms in Erz mit auf silberner Platte angebrachter Wibrnung, unb ber Concert- Berein und Waguer-Berein hatten, wie untenstehenb weiter auSgeführt ist, mit einer künstlerisch auSgeführten Adresse, eine von Professor Schaper in Berlin in Lebensgröße au», geführte Büste Richarb WagnerS zum Geschenk gemacht. Boa seinen vielen hiesigen und auswärtigen Freunben und Gönnern, früheren Angehörigen ber hiesigen Regimentsmufik usw. waren Gratulationen eingelaufen in Zuschriften, Depeschen, unter Ueberreichung zahlreicher Blumempenden rc., welche alle Zengniß ablegen von ber Anerkennung unb Verehrung, welcher Herr Mufikdirector Krauße erfreute. Auch wir gratu- liren demselben noch nachträglich aufS Herzlichste.
** Krauße-Znbiläum. Unter den Ehrungen, die Herr Mufikdirector Krauße anläßlich seine- Direktion«- jubiläumS empfing, dürfte die de- Concert-VereinS und des Wagner-Verein- wohl eine hervorragende Stelle ein- nehmen. Ueber die gewählte Form informiren wir unsere Leser am Besten durch nachstehende Wiedergabe der Adresse, welche Herr Ernst Challier al- Vertreter ber beibett Vereine om Vormittag beS 18. August mit einer künstlerisch werthvollen Büste Richarb Wagner'S überreichte. Der Text der Adresse lautet:
Geehrter Herr Mufikdirector!
^Die beiden unterzeichneten Vereine haben fich zusammengethan, um -Lie gemeinsam zu der 25jährigen Wiederkehr des Tage- zu ehren und zu beglückwünschen, an welchem Sie Ihre DirectionsthätigkeU m Gießen begonnen haben. Es unterliegt keinem Zweifel, daß Zhr schonE^Bestreben, das musikalische Leben zu heben und zu fördern, von Erfolg begleitet war. Ihre eigenen Concerte, Ihre Mitwirkung bet den Vereins-Eoncerten, sowie bei vielen anderen Gelegenheiten sind vollgiltige Beweise hierfür.
«... Mü besonderer Liebe und Hingebung haben Sie die Werke Richard Wagners gepflegt und diesem großen Meister in Gießen die Wege geebnet, darum glauben auch die beiden Vereine, Ihnen kein schöneres Erinnerungszeichen zu Ihrem Ehrentage überreichen zu können, als em Kunstwerk Schapers, welches Richard Wagner verkörpett.
Mögen Ihnen diese bescheidene Aufmerksamkeit als ein Zeichen unserer Zuneigung und Werthschätzung gelten, an das wir die Hoff, nung knüpfen. Sie noch jahrelang in ungeschwächtem Streben weite, wirken zu sehen.
Gießen, im August 1897.
Die Vorstände _ des
Geh. Hofrath. Ernst Challier.


