Nr. 43
Samstag dm 20 Februar
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21 inte* Lind Attzeigeblatt für den Ureis Grefzen.
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Hmtisöeikage: Gießener Jamikienökätter.
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Annahme von Anzeigen zu der Nachmittags für den folgenden Tag erscheinenden Nummer bis Dorm. 10 Uhr.
Alle Armonccn-Bureaux deS In- und Auslandes nehme« Anzeigen für den „Gießener Anzeiger" entgegen.
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daS Schlußprotocoll der deutsch- Berathung verschiedener Handels- zur Kenntniß genommen.
Der „Vorwärts" meldet: In der
rusfischen Conferenz zur politischer Fragen, wurde Berlin, 18. Februar. UntersuchungSsache wider
td» von 1881 ul. Obl.
Die Gießener A»amlkieudtälter werden dem Anzeiger wöchentlich dreimal beigrlcgt.
Der
Hießener Anzeiger erscheint täglich, mit Ausnahme deS MontagS.
Vierteljähriger Avonnementspreis r 2 Mark 20 Pfg? mit Bringerlohn. Durch die Post bezog« 2 Mark 50 Pfg.
Redaction, Expedition und Druckerei:
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Hentscher Reich
Darmstadt, 18. Februar. Ihre Königlichen Hoheiten der Großherzog und die Großherzogin find heute Nachmittag 2 Uhr 24 Min. nach Bukarest zum mehrwöchigen Besuch am dortigen Hof abgereist. Im Gefolge befinden fich die Hofdame Freiin v. RotSmaun, der Ober- Hofmeister Frhr. v. Rtedesel zu Eisenbach und Flügeladjutant Oberstlieutenant Frhr. v. SenarclenS Granch.
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senwerke.
admiral Hinke an Bord, in See gegangen. Eine Einberufung der Martnereserve ist nicht erfolgt. Unter den in Rethhmuo gelandeten Flottenmannschaften befindet fich auch eine Ab- theilung deS TorpedoschiffeS „Sebenico".
Budapest, 18. Februar. Die Direktion der ungarischen Staalsbahnen bezeichnet die Meldungen der Blatter von angeblichen Mobilifirungtvorkehrungev an den Bahnstation« als unrichtig.
Toulon, 18. Februar. Der Kreuzer „Chawrh" ist für die Fahrt nach der Levante bereitgehaltev. DaS griechische Panzerschiff „Psara", das durch Vermittelung deS HafendtrectorS die für daS Schiff eingetroffene Kriegs- munition erhält, dürfte am SamStag nach dem PyräuS absegeln.
Cad!x, 18. Februar. In dem Augenblicke, wo mau einen Dampfkeffel au Bord deS Schiffe- „Priozesfin bOH Asturien" setzte, platzte die Maschine. Mehrere Personen wurden getödtet, 17 verwundet, darunter ein Ingenieur. Drei Personen find im Waffer verschwunden.
Loudon, 18. Februar. Nach einer Meldung der „Daily News" aus Kanea soll die Zahl der beim griechischen Lager vonPlatauia befindlichen Aufständischen schon 6000 betragen. In zwei Tagen werde fich ihre Zahl auf 20,000 belaufen»
Athen, 17. Februar. Privatnachrichten zufolge haben die vereinigten Bewohner der DistrtctS Rethymuo die Loslösung Kretas von der Türket und die Vereinigung mit Griechenland proclawirt. Die Christen halte« Rethymno eingeschloffen.
Kanea, 18 Februar. Meldung deS Reuter'schen Bureaus. Die Admirale der fremden Geschwader haben den griechischen Consul aufgefordert, er solle tm Hinblick auf die Action der griechischen Regierung in Kreta die Flagge über dem Consalate einziehen. Der Consul entfernte die Flagge und zog den Flaggenstock ein; er hat fich jedoch noch nicht eingeschifft.
Konstantinopel, 18. Februar. DivtfionSgeneral Tewfik Pascha ist zum Militär-Commandamen von Kreta ernannt worden.
Washington, 18. Februar. Der Senat nahm mit 34 gegen 31 Stimmen den Bericht des Conferenz ComitvS beider Häuser an, welcher die EiuwauderungSbtll dahin ab- ändert, daß von den Einwanderern verlangt wird, die englische oder irgend eine andere Sprache lesen oder schreiben zu können, anstatt, 'wie eS vorher hieß, die englische oder die Sprache ihres Geburtslandes.
Bombay, 18. Februar. Seit dem Ausbruch der Pest sind hier bis jetzt nach dem amtlichen Ausweise 6853 Erkrankungen und 5447 Todesfälle vorgrkommeu. Davon entfallen auf die vergangene Woche 893 Neuerkrankungeu und 866 Todesfälle. Bis zum 14. d. M. haben in der ganzen Präfidentschaft 9911 Erkrankungen und 8006 Todesfälle stattgefunden. Mau erblickt hierin einen Beweis dafür, daß fich die Pest allmählich nach dem Innern des Landes aus« breitet.
hören. Ihr Lachen zeigt mir nur, daß Sie der Stimme des Volkes doch wohl kein Gewicht beilegen. (Gelächter.) Redner erwähnt dann, er sei durch eine Gerichtsverhandlung länger in Amerika festgehalten worden, als ursprünglich in seiner Abficht lag, und geht dann auf die Handwerke, frage ein. Zwischen Handwerker und Konsumenten habe fich ein Dritter gestellt, der durch eine unüberlegte frühere Großmuth unserer Gefetzgebung zugelaffen worden sei, der Handel?! de (Heiterkeit). Der Ruin unseres Handwerks durch diese Etng-wanderten sei Thatfacke. Redner schließt: Meine Herren, so lange S>e dieses germanische Haus nicht gereinigt hüben von diesem jüdischen Ungeziefer, so lange wird Ihnen allcS Andere nichts nützen. (Heiterkeit.)
Abg. Richter: Ich möchte den Herrn Präsidenten stagen, ob es Gebrauch in diesem Hause ist, einen Theil der Bevölkerung als Ungeziefer zu bezeichnen? (Beifall).
Präl. v. Buol: Wenn es fich so verhält, wie der Abg. Richter anbeutet (Zustimmende Rufe), so rufe ich den Abg. Ahlwarbt für eine solche Aeußerung zur Ordnung.
Damit schließt die Besprechung.
Es folgtBerathung des Etats deS allgemeinen Pensions« Fonds.
Abg. Haller (Südd. Vp.) empfiehlt eine Resolution: Die Regierung zu ersuchen, auf Abminderung der Zahl der Osfiziers- pensionirungen hinzuwirken und insbesondere nicht Penstonirungen wegen Ungeeignetheit für eine nächsthöhere Dienststelle eintreten zu laffrn.
Generallieutenannt v. Viebahn bestreitet unter Zifferangaben, daß die Zahl der Penstonirungen pro Jahr sich auffäll-g gesteigert habe, es sei vielmehr in den letzten Jahren gegen früher eine Abnahme eingetreten. Die Angaben in der Presse über die sogenannte Majorsecke seien Redensart und entsprächen nicht den Thatsachen.
Abg. Dr Lieber (Eentr.): Nach den von der Heeresverwaltung gegebenen Ziffern sei dieselbe allerdings im Rechte, wenn fie behaupte, daß eine Zunahme der Offizierspenstonirungen in den letzten Jahren nicht eingetreten sei. Die voraeichlagene Resolution könnten seine Freunde nicht annehmen, da die Offizierspenfionirungen durchaus Sache der Commandogewalt feien.
Das Haus vertagt sich.
Abg. Ahl warbt bemerkt persönlich, er habe vorhin keine beleidigende Absicht bei seinem Vergleich gehabt, wenn er fie aber gehabt haben sollte, so müßte er fich bei dem Ungeziefer wegen des Vergleichs entschuldigen. (Heiterkeit.)
Präsident v. Buol: Ich habe die Bemerkung bei der Unruhe im Hause nicht verstanden, weshalb ich mir eventuell Weiteres vorbehalte.
Morgen 1 Ubr: Normalarbeitstag, Margarineautrag.
Schluß 5V, Uhr.
WviffS telegraphische« Sorrßspo»vae,-«L-rsM<.
Berlin, 18. Februar. Der Kaiser nahm Nach- mittags vor seiner Abreise nach HubertuSstock den Vortrag deS StaatSsecretärS v. Marschall entgegen.
Berlin, 18. Februar. Der BundeSrath überwies
Aufstieg mehrerer Ballons zur Erforschung der Atmosphäre statt. Das Kaiserpaar, die Botschafter von F ankre'.ch und Rußland, zahlreiche Militärs und Gelehrte wohnten dem Aufstiege bei, der von der Luftschifferabtheilung bewerkstelligt wurde. Zwei bemannte BallonS stiegen platt auf und verschwanden in etwa 10 Minuten in östlicher Richtung. Nachdem ein dritter, unbemannter, von einem Privatmann gestellter Ballon bald nach dem Aufstieg platzte, stieg ein von der Militarabtheilung gelieferter Ballon mit Meßapparaten leicht nach Osten auf. Das Katserpaar folgte mit lebhaftem Interesse dem Aufstieg und ließ sich einen er- läuternden Vortrag von Profeffor Aßmann halten.
Wien, 18. Februar. Das „Wiener Tageblatt" meldet: Gestern sind daS Torpedofahrzeug ^Satellit" und die Torpedoboote „Elster", „Sperber" und „Kiebitz" mit der Bestimmung nach Kreta aus dem Hafen von Pola ausgelaufen. Heute ist auch das Panzerthurmschtff „Kronprinzessin Stefanie", mit dem Geschwadercommandanten Contre-
Depeschen des Bureau „Herold."
Berlin, 18. Februar. Die „Nordd. Allg. Ztg." schreibt: Reichskanzler Fürst Hohenlohe empfing gestern den Besuch des nordamerikanischen Senators Wolcott, welcher durch den BotschastSrath Jackson bei ihm eingeführt wurde. Wen« einzelne Blätter daran weitgehende Folgerungen knüpfen, so bemerken wir demgegenüber, daß eS fich nach unseren Informationen dabei lediglich um einen Höflichkeitsbesuch gehandelt hat.
Berlin, 18. Februar. Die „Post" meldet aus Constantin opel. Die energische Haltung des deutschen Kaisers gegenüber dem griechischen FriedenSbruch hat ine Palais deS Sultans außerordentlich angenehm berührt. Der türkische Herrscher wurde auf die Nachricht von dem Vorgehen Deutschlands nicht müde, den Edelsinn Kaiser Wilhelms zu preisen, da er sowohl der infolge der langjährigen Ereigniffe so schwer geprüften Türkei einen ihr unrechtmäßig anfge- zwungenen Krieg zu ersparen, als den Frieden Europas aufrecht zu erhalten suche.
Berlin, 18. Februar. Die Voruntersuchung gegen Tausch und Lütz o w ist heute vollständig abgeschlossen worden. Die Haupt-Verhandlung dürfte in der Schwurgerichtsperiode im Monat Mai stattfinden.
Berlin, 18. Februar. Von zuverlässiger Seite wird der „Nat.-Ztg." gemeldet, daß hier von Verhandlungen wegen einer Autonomie für Kreta nicht- bekannt ist. Deutschland dürfte fich schwerlich darauf einlaffen, bevor nicht die vö.kerrechtSwidrigen Schritte beseitigt find, d. h. solange die griechischen Truppen auf Kreta den Truppen der Großmächte
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Tausch hatte Reichstag-adgeord- neter Bebel gestern ein zweistündiges Verhör.
Berlin, 18. Februar. Wie in Paris, Straßburg und Petersburg fand heute Vormittag auch von Berlin aus der
in feiner heutigen Sitzung den Nachtragantrag Preußens, betreffend dte Ausführung des 2-örsengesetzeS vom 22. Juni
1896, sowie den Antrag Preußen-, betreffend die Einführung einer Bezeichnung für 100 Kg , den zuständigen Ausschüffen. Die Vorlage, betreffend
Erstes Blatt.
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G ießener Anzeiger
Kmeral-Anzeiger.
Deurscher Reichstag.
179. Sitzung. Donner-tag den 18. Februar 1897.
Auf der Tagesordnung steht die zweite Berathung der Con- vertirungs-Vorlage.
Abg. Richter (srs. Vp.) beantragt, dte achtjährige Schutzstist, während deren eine weitere Zinsfußherabsetzung der conoerttrlen Eonsols nicht statifinden darf, zu streichen, eventuell auf 6 Jahre, bis 1903, zu besch änken. Da es fich um einen Eapilalbitrag von 440 Millionen handle, fo repräsenttre ein halbes Procent bereits einen jährlichen Zinsoerlust von 2'/. Millionen. Zu einem solchen Verzicht für 8 Jahre liege keinerlei Anlaß vor.
Schatzsecr.tär Graf Pofadowski bittet das HauS, an der Schutzfrist feitzuhalten. Socialpolitische Humanität und finanz- politüche Klugheit rechtfertigen denselben. Das Reich könne die Schonfrist richt verweigern, nachdem Württemberg, Preußen und Baden sie bewilligt haben. Die einzelstaatlichen 3*/,procentigen würden sonst höher stehen als die des Reichs und was würde daS für einen Eindruck machen? Schon diese finanztechnische Erwägung sei । urchschlagend. In Bayern sei zwar eine gesetzliche Schonfrist nitbt gewährt, aber dafür habe bet bayerische Finanzminister im Landtage die beruhigendsten Erklärungen abgegeben, denen zufolge auch dort eine weitere Eonvertirung, unter Z'/zpCt., in absehbarer Zeit nicht erfolgen solle.
Adgg. Fritzen-Düsseldorf (Etr.), v. Marquardsen (nl.) und Frhr v. Stumm (Rp.) treten für die achtjährige Schutzstist ein. Letzterer führt insbesondere aus, wenn die Gläubiger fehen, daß das Reich in billiger Weise auf sie Rücksicht nehme, fo werde das Reich in Zukunft feine Anleihen leichter und beffer unterbringen können, als wenn man eS an dieser billigen Rücksichtnahme fehlen laffe.
Abg. v. Staudy erklärt sich dagegen Namens eines Theils der Conseroatioen für den Antrag Richter, der in diesem Falle das Interesse der Landwirthschaft vertreten habe. (Heiterkeit.) Hoffentlich geschehe das künftig öfter.
Die Anträge Richter werden abgelehnt. Das Gesetz wird unverändert angenommen.
Abg v. Leoetzow (cons.) begründet seine Interpellation betr. die Organisation des Handwerks.
StaatSsecretär v. Bötticher: Den Wunsch, diese Frage endlich erledigt zu sehen, theilen auch die verbündeten Regierungen. Für die nächste Woche steht die weitere Berathung der Vorschläge der Sub- commission in den Ausschüssen des Bundesraths bevor. Es sind die Schwierigkeiten in der Sache selber, welche die endliche Eiledigung verzögen Haden. Noch in der letzten Woche sind von einer Regierung 60 Abänderungsanträge eingegangen. (Heiterkeit.) Da werden fie doch den Bundesregierungen Zeit zum Ueberlegen lassen müssen. Auch Ihnen muß es lieber sein, wenn Ihnen eine Vorlage zugeht, über welche die Regierungen im Wesentlichen einig find, als wenn sie eine Vorlage erhalten, für welche Niemand fo recht die Vaterschaft übernehmen will. (Heiterkeit.) Ich will übrigens von der sonst von mir geübten Vorsicht abweichen und Ihnen sagen, daß ich hoffe, die Vorlage wird Ihnen Mitte März zugehen können, denn es wird im Bandesrathe voller Dampf aufgewendet werden.
Abg. Hitze (Etr.): Angesichts dieser Erklärung verzichten wir auf eine Besprechung der Sache.
Abg. Richter: Ich beantrage die Besprechung. (Heiterkeit.)
Da sich für biefen Antrag bie entschiedene Linke und die deutsch- conservative Fraction erhebt, so erfolgt bte Besprechung.
Abg. Pachnicke (frf.) bezweifelt, daß bie Ungebulb ber Hand- werker nach ber Vorlage so groß fei. Die Wünsche bes Zünstler- thums seien nicht die des deutschen Handwerks. Die Zünftler führten geradezu Krieg gegen den Minister, den sie als Hauptbetheiligten ansehen. Auf ber neulichen Zünftler Versammlung am Moritzplatz habe man Herrn v. Bötticher sogar in bas gelobte Lanb ber Colonial- freunbe, nach Kamerun, verwünscht. (Heiterkeit.)
Abg Jakobskvetter (cons.): Wir banken bemStaatssecretär für bie Angabe bes Termins für Einbringung ber Vortage. Wir verzichten daher auf jede sachliche Erörterung (Beifall) und verwahren »nS nur dagegen, daß die Handwerker für jedes dumme Wort, welches ein einzelner auf einer Versammlung spricht, verantwortlich gemacht werden.
Abg. Schmidt-Berlin (Soc.) erblickt in bem zünstlerischen Auftreten der Conseroatioen nur ein Propagandamittel. Die Zerrüttung des Handwerks sei bei ber modernen capiialistischen Betriebsweise unaufhaltbar, und am allerwenigsten durch den Zunftzwang zu verhindern.
Abg. Gamp (Rp) dankt dem Staatssecretär für feine Erklärung. Die Herren von der Linken hätten heute lediglich zu Agitationszwecken gesprochen.
Abg. Richter: Und wäre bas wirklich ber Fall, so haben Sie doch in Bezug auf Agitation einen solchen Vorsprung, baß wir das gar nicht ausgleichen können (Heiterkeit). DaS Gros der Handwerker steht gar nicht auf bem Boben ber Zwangkorganifation. Die fübbeutfchen Regierungen sind Gegner ber preußischen Vorlage nur wegen ber Stimmung in ben süddeutschen Handwerker kreisen. Sie thun jetzt so erfreut, baß die Vorlage Mitte März erscheinen soll, aber Sie glauben doch selber nicht, baß die Vorlage noch in biefer Session vom Reichstage erledigt werben könnte. (Heiterkeit.) Für eine solche Zwangsorganisation finden Sie im ganzen Reichstage allerhöchsteres eine Mehrheit von 6 Stimmen, selbst wenn Sie Herrn Ahlwarbt noch mitrechnen. (Stürmische Heiterkeit.)
Abg. Vielhaben (Ref.-P.): Wenn Herr Richter ben Herrn Ahlwarbt noch zu uns gerechnet hat, so übersteht er babei, daß Ahl- wardt sich ja schon seit längerer Zeit mehr zu Herrn Richter als zu «ns hingezogen gefühlt hat. Wir wollen ihn auch nicht veranlassen, wieder zu uns zu kommen und würden für ihn danken, wenn er vns wieder angeboten würde. (Große Heiterkeit.) Redner dankte bem Staatssecretär dann noch für feine Erklärung.
Abg. Ahlwarbt (mit ironischem Lachen empfangen): Ihr Lachen überrascht mich. Im deutschen Reichstag pflegt man doch er ft zu hören, ehe man urtheilt. Sie werden nun vielleicht sagen, Sie haben mich schon früher gehört (Sehr richtig! Heiterkeit), aber das Volk hat mich doch seitdem zum zweiten Male hierher geschickt unb Sie behaupten doch immer, auf die Stimme des Volkes zu
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Drogerie- er, Seltersweg 52, W* 1614 Wtebicinab ihrs«.
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