"och bis Donnerstag Abend ausgestellt hat und dann geschloffen wird, nm nach Wetzlar überzufiedeln. Es ist eine i>er machtvollsten Serien von Tyrol, zum ersten Male ausgestellt, die keiner der früheren in irgend einer Beziehung nachsteht. Sie umfaßt die herrlichen Parthieen aus dem Zillerlhal, Roßkopf, Berlinerhütte, Alm Gehawand, Gletscher (wovon die Berliner GewerbeauSstellnng eigens ein Rund« gemälde aogefertigt hatte). Dann sehen wir herrliche Parthieen von Fusch, Toxenbach, Zell am See, Heiligenblut, die Besteigung des Groß-Glockner, Pastern Gletscher, Drei« herrnspitze, Defreggerhütte, Schwarzenstein-See rc. Die schneebedeckten Berge, wildromantische Schluchten, Thäler, find prächtig wiedergegeben. Jeder wird diese Serie bewundern wegen ihrer natürlichen Wiedergabe und empfehlen wir den Besuch ganz besonders.
♦* Sxperimeutal-Vorträge und Demoustratioueu. Bezugnehmend auf das heutige Inserat des Kaufmännischen Vereins wird unS soeben noch die Nachricht, daß Herr Gustav Amberg bereits heute Mittag hier eintrifft, um die noth- wendigen Vorbereitungen treffen zu können. Beide Vorträge scheinen hochinteressant zu werden und dürfte ein Besuch nur angerathen sein.
• • Maskenball bei Hessischen Fechtverrias „Waiseuschutz". Am 31. d. MtS., also Sonntag über 8 Tage, findet im Lase Leib der vom Verband Gießen des Heff. Fechtoereius „Waisenschutz" veranstaltete einzige große Wiener Maskenball statt, welcher in diesem Jahre besonders amüsant gestaltet werden soll.
* * Die Gießener Ruder - Gesellschaft feierte am vergangenen Samstag die zwanzigjährige Wiederkehr ihres Stiftungstages und freut eö uns, berichten zu können, daß das Fest einen in jeder Hinsicht hochbefriedtgen- den Verlauf nahm. Der Stein'sche Saal machte einen winter- gartenartigen Eindruck, die dem Eingang gegenüberliegende Seite war ihrer ganzen Länge nach mit hohen Pflanzen- gruopen bestellt, in deren Mitte das Orchester (Regiments- musik) Platz gefunden hatte. Vor der Bühne befand sich die Büste Sr. Maj. des Deutschen Kaisers, des hohen Protektors des RudersporrS, inmitten von Palmen und duftigem Grün, den Hintergrund bildete ein fächerförmiges Arrangement von etwa zwanzig Rudern mit dem GesellfchaftSbauner in der Mitte und vor und zu beiden Seiten dieser höchst wirkungsvollen Gruppe waren ebenfalls Pflauzendecorationen aufgestellt, aus welchen Statuetten hervorschauten. An dem Postament zur Kaiserbüfte prangte eine Waffentrophäe, errungen von der Gießener Ruder-Gesellschaft im Viererrennen gegen den Amsterdamer Ruderverein „de Amstel" und die Woimser Ruder-Gesellschaft auf der Kölner Regatta im Jahre 1893. — Ein Meisterwerk gärtnerischer Decorationskunft war die von Herrn Louis Becker (Kunstgärtnerei) arrangirte Festtafel/ sämmtliche ca. 70 Gedecke waren von frischen, zarten Schlinggewächsen umrankt, zwischen denselben befanden sich üppig gefüllte Blumenvasen, welche den Saal mit Matendust erfüllten und eine ganze Anzahl der prächtigsten Pocale und Ehrenpreise, welche die Gesellschaft errungen hat, gaben den Mittelpunkt der einzelnen Gruppen ab und bildeten die Ausgangspunkte kleiner, nach den Kronleuchtern in die Höhe führender Guir landen. Das Ganze bot einen überraschend schönen Anblick, gefiel allgemein und auch das gegen 9 Uhr beginnende Festessen befriedigte voll und ganz. — Nachdem rin von Herrn Capellmeister Polster componirter, der Ruder- Gesellschaft zum zwanzigsten Stiftungsfeste gewidmeter und mit Beifall aufgenommener Rudermarjch verklungen war, begannen zwischen den einzelnen Gängen des EsienS die offtctellen Reden, welche dem Feste einen der Bedeutung des Tages entsprechenden akademischen Charakter verliehen. Der Vorsitzende der Rudergesellschaft, Herr Chr. Reiber, begrüßte die anwesenden Gäste, namentlich Seine Magnificenz den Herrn Rector, Geh. Kirchenrath Prof. D. Stade, erstattete eingehenden Bericht über das von der Gesellschaft seither Erstrebte und Erreichte und gedachte namentlich in warmen Worten derjenigen Männer, welche als Präsidenten und Vorstandsmitglieder in den beiden Decennten deS Bestehens der Gesellschaft sich besonders um dieselbe verdient gemacht habcn. Die Rede des Vorsitzenden endete mit einem dreifachen „Hip Hip Hurrah" auf die allerhöchsten Gönner und Förderer des schönen Rudersports, Seine Majestät den Kaiser und Seine König!. Hoheit den Großherzog. — Seine Magnificenz der Herr Rector toastete in trefflichen Worten auf den Rudersport und sprach u. A. die Hoffnung aus, daß die Studenten unserer Hochschule auch dem Wasser in seiner natürlichen Form, wie es zum Rudersport gehört, im Gegensätze zum Wasser in gebrannter und gebrauter Form, beziehungsweise dem Rudersport selbst, immer mehr ihre Zuneigung schenken möchten, die Herren Profefforen der Univerfität würden dies mit Freude begrüßen. — Der Ehrenvorsitzende der Rudergesellschaft, Herr Jean Kirch, richtete seine Worte speciell on die anwesenden activen Ruderer, forderte sie auf, in den seitherigen Bahnen weiter zu streben, dann würden fernere Erfolge nicht ausbleiben, auch wenn „die Alten", die seitherigen Führer der Gesellschaft, mehr und mehr von der directen Geschäftsleitung sich zurückziehen müßten. Sein Toast galt dem ferneren Blühen und Gedeihen der Ruder-Gesellschaft. — Herr cand. med. Crrutz feierte die anwesenden Damen und brachte auf daS Wohl derselben ein „Hip Hip Hurrah" aus. — Fräulein Minna Wallenfels erwiderte NarnrnS der Damen in sinnigen Verien, welche in ein Hoch auf den Rudersport ausklangen und Herr H. Fillmann gedachte schließlich in Worten des Dankes der passiven Mitglieder der Gesellschaft. — Glückwunschschreiben und Depeschen waren etwa ein viertel Hundert eingelaufen von befreundeten Vereinen, früheren Mitgliedern 2C., und auch die Herren Provinzial-Dtrector Ge- heimrath Freiherr v. Gageru, Oberbürgermeister Gnauth und Oberst und RegimentS-Commandeur v. Madai hatten brieflich ihre Glückwünsche zum Feste dargebracht, beziehungs weise ihr Fernbleiben entschuldigt. — Den Damen wurden Fächer mit Blumen, roth-weißen Schleifen und ErinnerungS-
kärtcheu, den anwesenden Mitgliedern eine vom Vorfitzeuden verfaßte Festschrift überreicht, welche die Grfchtchte der Gesellschaft in schlichter, allen bemerkeuswerthen Geschehuiffen Rechnung tragender Form behandelt/ eine lange Reihe von Tänzen machte den Beschluß deS, ohne jeden Mißklang, in allseitig bestens befriedigender Weise verlaufenen zwanzigsten Stiftungsfestes.
* • Nebenbahn Londorf-Lollar. Wie ein in letzter Zeit umlaufendes Gerücht besagt, sei man an leitender Stelle nicht abgeneigt, vorgenannte projectirte Strecke in der Richtung Lo ndo rf —Beue rn — Gro ßenbu seck zu bauen. Sollte dies auf Wahrheit beruhen, so wäre es am Platze, wenn sich die in Beuern besonders iuteressiiten Kreise zur Bildung eines Comiröeö zusammenthun würden, welches alsdann die schwebende Nebenbahnfrage energisch in die Hand nehmen und zu einem gedeihlichen Abschluß führen würde.
* * Was die Wahlen kokten. In der am Sonntag in Leihgestern abgehaltenen Kreisconferenz der social- demokratischen Partei für den 1. hessischen Reichstagswahlkreis wurde Abrechnung erstattet. Darnach wandte die Partei bet der letzten Reichstagswahl 2314 Mk. auf, zwei Dritt- theile davon entfallen auf Druckkoften, der übrige Theil auf sonstige Agitation, besonders Versammlungen, deren ca. 100 abgehalten wurden. Wie theuer mag den anderen Parteien der Wahlkampf zu stehen gekommen sein?
•* Kaifer-Mauöoer. Man darf es nunmehr als bestimmt betrachten — so berichten verschiedene Blätter — daß in diesem Jahre daS aus drei Divisionen bestehende elfte Armee-Corps durch die 7. Division (4. CorpS) auf die Stärke von zwei Armee Corps gebracht, gegen die beiden bayerischen Armee-CorpS Manöver in Gegenwart deS Kaisers abhalten wird. Jeder der beiden aus zwei Armee CorpS bestehenden Armeen werde eine Cavallerie-Division betgegeben. Die Führung der aus den beiden bayerischen Corps bestehenden Armeen übernimmt Prinz Leopold von Bayern, für die aus dem 11. Corps und der 7. Division, sowie einer Cavallerie-Division bestehende Armee werde der Kaiser den Obercommandirenden ernennen.
** Muster-Abgeordnete. Die „Köln. Ztg." bringt unter dem Titel „Unentschuldigte RetchStagsmitglieder bet namentlichen Abstimmungen" einen höchst tn- tereffanten statistischen Aufsatz. Es werden darin insbesondere die Mitglieder angeführt, die bet namentlichen Abstimmungen ohne Entschuldigung fehlten. Die Zahl derselben erreichte häufig eine erschreckende Ziffer bis zu 150. Unter den rund 400 Volksvertretern sind überhaupt kaum 2 Dutzend solcher, die niemals ohne Entschuldigung fehlten. Unter diesen wenigen Muster-Abgeordneten befindet sich der genannten Quelle zufolge nur ein einziger aus Heffen, nämlich der Abgeordnete für Worms-Heppenheim-Wimpfen, Frhr. von Heyl zu Herrnsheim.
** Zur Berufsfrage wird dem „Darmft. Tgl. Anz." geschrieben: Wir möchten Denjenigen, welche nicht in der Lage find, studtren zu können, aber dennoch eine sichere Stellung im mittleren und höhern Subalternfach bei dem Staate u. s. w. erlangen wollen, einige Fingerzeige geben. WaS zunächst das Finanzfach 1. Categorie anbelangt, so ist dies Fach durch die große Anzahl von Finanzaspiranten, welche zur Zett vorhanden sind — nahezu 160 — derart überfüllt, daß daS Bedürfniß an Anwärtern auf viele Jahre hinaus gedeckt ist. Aus 1891 restiren über 20 Aspiranten, welche noch nicht angestellt sind. Wenn aber jetzt schon 6—7 Jahre bis zur Anstellung gewartet werden müffen, wie lange werden die Aspiranten aus 1896 und folgende Jahre warten müssen? Etwa, wie im höheren Forftfach, 12 bis 15 Jahre! Die Calamität wird dadurch noch schlimmer, daß die Anwärter des allgemeinen Finanzfachs sich um alle Stellen deS Finanzfachs 1. Categorie bewerben und mit Finanzaspiranten rangiren. — Wohl hatten sich viele Finanzaspiranten der utopischen Hoffnung hingegeben, bei der Verstaatlichung der Hessischen LudwigSbahn als Eisenbahnsecretäre in aller Kürze angestellt zu werden. Daraus ist nichts ge< worden und wird auch nichts werden. Nur die bet den Bahnen bereits angestellten und verwendeten Beamten des Finanzfachs werden nach einer bestimmten Probezeit in solche Stellen eimüden. Ob die übrigen Finanzaspiranten die Qualification zu Eisenbahnsecretären erhalten, ist sehr fraglich, wir möchten sagen: nein. — Ebenso gering wird wohl die Aussicht sein, daß die etwa neu zu cretrenden KreiSsecretär- stellen mit Finanzaspiranten besetzt werden/ dies ist nur dann, wenn sie vorher bei den Kreisämtern pcactisch thätig gewesen. Eine Abhilfe oder eigentliche Verbeffernng der Lage der Finanzaspiranten wird erst dann zu erhoffen sein, wenn die Prüfungsvorschriften etwas verschärft werden, ähnlich wie in Baden und Preußen. Die Gehalte der Beamtrn deS Finanz- fachS 1. Categorie bewegen sich zwischen 1870 und 4000 Mk. — Die Stellen der Eisenbahnsecretäre bestanden bisher in Heffen nicht/ durch den Uebergaog der Bahnen in die preußisch- hessische Gemeinschaft find diese neu geschaffen. Zur Er- langung derselben gelten die preußischen Bestimmungen, wonach als Schulbildung die Reife für Prima, dreijährige practische Thätigkeit in allen Zweigen des EisenbahndiersteS vor der Staatsprüfung verlangt wird. Die Gehalte bewegen sich zwischen 2400 und 5000 Mk. (bei den Centralbehörden 6000 Mk.) Aussichten nicht ungünstig. — Die Stellen der Stationsassistenten, Stationsvorsteher rc. sind vorzugsweise Militäranwärtern Vorbehalten, ohne Civilanwärter auszuschließen. Die Aussichten dürften für hessische Anwärter demnächst gut werden. Gehalte (neu vorgesehen) zwischen 1800 und 4200 Mk. Verlangte Vorkenntniffe: gute Schulbildung. — Das Fach der Gerichtsschreiber ist sehr überfüllt. Allgemein werden die Candidaten 15—20 Jahre nach der Staatsprüfung erst angestellt. Dann sind allerdings die EinkommenSverhältniffe sehr günstig: 3000—7000Mk (einschließlich allcrGebührenusw.) — Steuerausseher und Vollziehungsbeamte. AustellungS- verhältniffe nicht ungünstig/ Stellen für Militäranwärter. Einkommen zwischen 1200—3000 Mk. (ejnschließlich Gebühren)» — Bauaufseber. Anstellung nach 15—20 Jahren. Gehalte •
1700—2800 Mk. / viele Nebenverdienste.—Mittleres Postfach. Aussichten günstig. Anstellung nach 5—6 Jahren. Gehalte zwischen 1800 und 3300 Mk.
•• Nach den amtlichen Feststellungen betrug die Zahl der Bewohner des Deuts ch e n RetcheS am 2. Decembrr 1895 52,279,901, 25 661,250 männliche, 26,618,651 weibliche, also rund 1,000,000 weibliche mehr, alS männliche. Von den preußischen Provinzen weist Rheinland mit 5,106.002 die meisten, Schleswig Holstein mit 1,286,416 Einwohnern die wenigsten Einwohner auf, von den Regierungsbezirken Düsseldorf mit 2,191,359 die meisten, Sigmaringen mit 65,752 die wenigsten. Die Bevölkerung Preußens beträgt 31,855,123 Seelen/ Bayern hat 5,818,544, Sachsen 3,787,688, Württemberg 2,081,151, Baden 1,725,464, Hessen 1,039,020/ der Zwerg unter den deutschen Bundesstaaten ist Schaumburg- L ppe, dessen Einwohnerzahl mit 41,224 Seelen ungefähr derjenigen von Marburg und Gießen zusammen entspricht. Elsaß-Lothringen hat 1,640,986 Einwohner, eS ist auch der- jenige GebietStheil, in welchem die Zahl der männlichen Einwohnerschaft die weibliche überragt, waS jedenfalls daher kommt, daß Elsaß-Lothringeu zahlreiche und große Garnisonen besitzt. Seit 1890 hat sich die Bevölkerung Deutschlands um 2,851,431 Seelen vermehrt/ eine Abnahme der Bevölkerung ergab sich nur in Sigmaringen um 333, und im württembergischen Jagstkreis um 4104, die Reichshauptstadt Berlin, welche 1890 1,578,794 Einwohner zählte, stieg bis 1895 auf 1,677.304 Einwohner, vermehrte sich also in fünf Jahren um 98,510 Einwohner, sie kommt der Einwohnerzahl der ganzen Provinz Hessen-Nassau (1,756.802) am nächsten. — Die Provinz Oberhessen hat 271,524 Einwohner, die Zunahme in den letzten fünf Jahren beträgt 5612.
H. Vom Hoherodskopf, 18. Januar. Im vergangenen Sommer find nahezu 60,000 Forftpflänzlinge, darunter etwa 5000 Stück Douglastannen (abies Douglasii) aus Holstein in unseren herrlichen Waldungen verpflanzt worden. Die Pflänzlinge sind schön angegangen und streben freudig vorwärts. Man sieht, daß unsere Forstverwaltung in jeder Beziehung bestrebt ist, Hervorragendes zu leisten und unserem waldreichen Gebirge eine gute Rente zu sichern. Den anderen Waldbefitzern kann dies ein nachahmenswertheS Beispiel liefern.
M.W. An8 der mittleren Wetteran, 18. Januar. Ein gesuchter Artikel find eben in unserer Gegend die von Natur aus brütelustigen Hühner. Sie werden eifrig ausgesucht und gut bezahlt, um Frühbruten zu erzielen. Die aus künstlichem Wege zum Brüten gereizten Hühner halten nämlich öfters nicht ans, sie verlieren bte Hitze und verlassen die angebrüteten Eier, wodurch empfindlicher Schaden entsteht. — Der Handel mit fetten Gänsen nach Frankfurt a. M. hat jetzt seine Saison geschloffen.
§ Nieder-Ohmeu, 18. Januar. Ein hiesiger lediger junger Mensch machte in verflossener Nacht seinem Leben durch Erhängen ein Ende. WaS den Lebensmüden, der sich demnächst verheirathen wollte, in den Tod getrieben, ist unbekannt.
♦* Alsfeld, 18. Januar. Beim Schlittschuhlaufen auf Wallachs Teich brach gestern Nachmittag ein Junge ein, hierdurch in die Gefahr des Ertrinkens gerathend. Ein hiesiger junger Kaufmann warf bem Jungen rechtzeitig seinen Ueberzieher zu unb zog ihn mit Hilfe bieseS eigenartigen RettungSmittelS aufs Trockene. Die Geistesgegenwart und rasche Entschlossenheit deS Retters, welcher ein Menschen- leben vor dem Tobe bewahrte, verdient Anerkennung.
△ Aus dem Kreise AlSfeld, 18. Januar. Der diesjährige Winter, der entgegen allen Voraussagungen bisher einen sehr milden Verlauf genommen, ist auffallend arm an Schneefällen. Nur zweimal ist bis jetzt Schnee gefallen, aber die Schneedecke ist immer so dünn, daß sie rasch wieder verschwindet. Die Schlitten konnten bis jetzt nicht in Gebrauch genommen werden. Reichlicher ist dagegen unser Winter mit einem anderen meteorologischen Vorgang auö- gestattet, dem Glatteis. Selten tritt ‘ dasselbe so oft auf, wie in diesem Winter. DaS Glatteis bringt stets Gefahren für Menschen, wie Vieh. Die Unfälle, durch Glatteis verursacht, sind denn auch besonders häufig und mahnen zur Vorsicht. Besonders find die Schöpfbrunnen bet Glatteis gefahrdrohende Stellen für Menschen. So fiel -in Leusel beim Wafferschöpfen ein dortiger Einwohner in den Brunnen, indem er auSgeglitten war. Glücklicher Weise wurde der Vorfall von mehreren in der Nähe weilenden Personen bemerkt. Sie konnten dem in den Brunnen Gestürzten noch rechtzeitig Hilfe bringen.
□ Darmstadt, 18. Januar. Der nationalliberale Verein feierte heute in der „Stadt Pfungstadt" unter zahlreicher Betheiligung von Mitgliedern und Freunden den Geburtstag des Deutschen Reichs. Gymnasialdirector Nodnagel hielt die Festrede, die in einem Hoch aus Reich, Kaiser und Großherzog gipfelte, mahnend, das mit schweren Opfern Errungene allezeit festzuhalten und die Verdienste der nationalliberalen Partei um die Einigung Deutschlands hervorhebend/ ihr Programm sei jederzeit Festigung und Sicherung des Reichs nach Außen unb maßvoller Fortschritt im Inneren gewesen. Die Rede war von zündender Wirkung. Reichstagsabgeordneter Dr. Osann prieS den Fürsten Bismarck, diese ehern in der Weltgeschichte dastehende Gestalt, die von der Zeit geboren, in eindrucksvollster Ansprache/ LandtagSabgeordneter Professor Friedrich sprach in launigen Worten auf die Damen, welche die Festversammlung verschönten. Von patriotischem Geiste, wie diese Ansprachen, waren die Declamationen von Hugo Edward, diesem Meister der VortragSkunst, durchweht, und einer der ältesten Gesangvereine der Residenz, die „Liedertafel", geleitet von Hofmusiker Köhler, trug wirkungsvolle vaterländische Gesänge vor, während sich die 23. Dragoner-Capelle unter Mufikdireclor Engels Dirigenteuftab in ihren zahlreichen Darbietungen dem Character der Feier durchaus anzupassen
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