Ausgabe 
19.3.1897 Erstes Blatt
 
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Aufforderung, den Lord Salisbury aufzuhalteo tu seiner Zerschmetterung eines freien Volk-, nur um dem deutschen Herrscher zu gefallen"- die englische Politik werde jetzt made in Germany rc. Der Hauptverein erschien mit eine« Banner, daß die Inschrift trug:Freiheit von Kreta gegen da- Cooeert von Stockjobbern und Anleihegrünbern." Unter den Rednern befanden fich sechs Parlamentsmitglieder, mehrere Geistliche, auch eine Dame. Daß Salisbury, wie die Herrscher Europa» mit Kraftausdrücken bedacht wurden, ist wohl selbst­verständlich und je drastischer dteselbeu au-fieleu, um so größer war da» Vergnügen der Menge. Eine zum Schluß der« austaltete Sammlung erzielte mehr schlechte Witze als Münzen. Die Presse ist im Allgemeinen einig in ihrem Urtheil über dieFarce".

Kanea, 17. März. Die Leichenfeierlichkeit für die in Folge der Katastrophe an Bord desSiffoi Belikt" Verunglückten fand heute in Gegenwart der Admirale, Offiziere und Abtheilungen von Martnesoldaten aller Natio­nalitäten statt. Nach der Feier an Bord desSiffoi Delikt" wurden dte Särge nach dem Kirchhof gebracht. Die Sarge der Offiziere wurden von Offizieren sämmtlicher Nationalitäten getragen.

Nevyork, 17. März. Wie dieNew York World" aus Havana meldet, soll ein Etfenbahnzug, der spanische Truppen tranßportirte, beim Passiren einer tiefen Schlucht südlich von Pontelaria tu der Provinz Pinar del Rio durch Dynamit tu dte Luft gesprengt und etwa250Personen getödtet worden sein.

Depeschen deS BureauHerold/

Berlin, 17. März. Wie derRetchSanzetger" meldet, findet das Gerücht, nach welchem der Kaiser dte Abficht habe, zum Andenken an den lOOjährtgen Geburtstag Kaiser Wilhelms I. eine Erinnerungsmedaille für die Armee und Festtheilnehmer zu stiften, feine Bestätigung. Hierbei fei die Frage erörtert worden, ob nicht die alten Krieger, welche unter Wilhelm I. die Kriege mitgemacht haben, in erster Linie dieser Auszeichnung würdig feien ES fei der dringende Wunsch des Kaisers gewesen, diesen Veteranen daS Erinnerungszeichen tu möglichst weitem Umfange zu gewähren. Diese Abficht hätte aber wegen Mangel au verfügbaren Mitteln aufgegeben werden müffen. ES soll dies für den Kaiser schmerzlich genug gewesen sein, doch erfordere dte Rück­sicht auf dte vorhandenen Fonds diese Beschränkung. Nur wenn aus eigener Initiative von der Lande-vertretung eine Bewilligung entsprechender Geldmittel in dte Wege geleitet würde, könnte diesem Gedanken nähergrtreten werden.

verliu, 17. März. Wie dieKreuzzeitung" auS guter Quelle hört, steht die Ernennung des inactiven StaatS- mtotster- von Köller zum Oberpräfidenten von Schleswig- Holstein unmittelbar bevor.

Berlin, 17. März Die Kaiserin Friedrich traf heute früh 6 Uhr 30 Min. in Berlin ein und begab fich nach ihrem Palais. Später fuhr die Kaiserin nach dem Schloß, um dem Kaiserpaare einen Besuch zu machen.

Berlin, 17. März. Heute Vormittag hat eine Be­sprechung zwischen dem Kaiser und dem Reichskanzler Fürsten Hohenlohe im Reichskanzlerpalais stattgefunden. Als Ergebniß derselben ist e» derRational - Zeitung" zufolge anzusehen, daß da» EntlaffungSgesuch deS Staats- secretärS Hollmann nunmehr abgelehnt ist. Ins wohl- unterrichteten parlamentarischen Kreisen wird die Ablehnung deS Gesuches als ein Beweis dafür betrachtet, daß gewiffe Bemühungen, anläßlich der Beschlüffe der Budget Commisfion auf eine politische KrisiS hinzuarbeiteu, gescheitert find.

Berlin, 17. März. DieNordd. Allg. Ztg." bestätigt, daß daS vom StaatSsreretär Hollmann eingereichte Ent­laffungSgesuch vom Kaiser nicht angenommen sei.

Berlin, 17. März. In der heutigen Sitzung der Budget-Commission deS Reichstage» wurden die noch ausstehenden Etattheile erledigt. Hierauf vertagte sich die Commisfion bis zum 30. d. M. Auf der Tagesordnung steht Berathung der Besoldungsvorlage.

Berlin, 17.März. DaS preußische Abgeordneten­haus tritt am 9. April seine Osterferien an.

Berlin, 17. März. Wie diePost" meldet, haben drohende Einfälle der Massais in das Menu-Ge­biet den Hauptmann Johanne» veranlaßt, alle Erwerbs­und MisfionS-Gesellschaften im Kilimandscharo-Gebiete auf­zufordern, größte Vorficht im Verkehre mit den dortigen Bewohnern walten zu laffen.

Frankfurt e. W., 17. März. DaS in Berlin unter Leitung des ProfefforS Dr. Ehrlich stehende staatliche In­stitut für Serum-Forschung und Serum-Prüfung wird nach Frankfurt a. M. verlegt.

Wilhelmlhave», 17. März. Das zum Schutze der holländischen Nordsee-Fischerei beorderte KanonenbootDel­phin" ist hier etngelaufen. Die SchulschiffeStein" und Moltke" find aus dem Mittelmeere hier angekommen.

Pari», 17. März. Der Minister des Aeußeren, Hanotaux, »heilte gestern im Senate mit, in diesem Augen- b icke, wo er diese Worte an daS Hau» richte, werde die Autonomie für die Insel Kreta im Auftrage der Mächte feierlich verkündet.

Lorrbou, 17. März. DieTimes" melden aus Athen: Griechenland sei nicht gesonnen, nachzugeben. Oberst VaffoS werde fich an die Spitze der Insurgenten stellen und die theffalische Grenze überschreiten, wenn die vlokade v rhängt werden sollte.

Loudon, 17. März. Die Ausarbeitung des Entwurfs für die künftige Autonomie Kretas ist in ähnlicher Wtise, wie da» türkische Reformproject, den Botschaftern in Constantinopel übertragen worden. In hiesigen politischen Kreisen scheint man fich mit dem Gedanken, die Ordnung auf Kreta durch Verwirklichung der Autonomie herzustelleu, nicht recht zu befreunden.

Athen, 17. März. Gestern Nachmittag fand ein Krieg» rath unter dem vorfitz de» König» statt, in welche« end-

giltige Beschlüffe über die Bewegung der griechischen Streit­kräfte zu Wasser und zu Lande gefaßt wurden. Bi» heute werden sämmtliche Truppen mit Ausnahme der Leibwache des Königs dte Stadt verlassen haben. Ueberall herrscht fieber­hafte Thätigkeit.

Athen, 17. März. An der thessalischen Grenze wurde die griechische Armee in zwei Divisionen eingetheilt. Die erste Division befehligt Prinz Nikolaus. In Janina ist die Panik eine allgemeine. Die Läden sind säwmtlich geschloffen.

Athen, 17. März. Seit vorgestern find mehr al» zehn­tausend Soldaten au die Grenze abgegangen. Die Abfahrt des Kronprinzen nach Thessalien wird als sicher be­trachtet, doch wird der AbfahrtStag streng geheim gehalten.

Athen, 17. März. Nach Informationen deSAsth" erklärte Ministerpräsident DelyanniS im Ministerrath, es ständen Griechenland zwei Wege offen, entweder nachgeben oder Alles auf eine Karte setzen. Den ersten Weg zu be- schreiten, verbiete fich wegen der inneren und äußeren Politik und würde die» schlimmere Folgen haben, als selbst eine Niederlage- der zweite Weg dagegen erfordere Erwägungen höherer Natur. Es sei jedoch wahrscheinlich, daß die Groß­mächte Griechenland nicht gestatten würden, diesen Weg, welcher bittet zum Kriege mit der Türkei führen werde, zu beschreiten und daß diese sich zwischen die streitenden Parteien stellen würden. Der Mtnifterrath beschloß, daß Griechenland in abwartender Stellung verbleibe und nicht zu Gewaltmaß­regeln überzugehen.

Kanbia, 17. März. Ueber die zunächst in Betracht kommenden Blokade-Maßregeln der internationalen Flotte verlautet, daß die Schiffe und LandungSdetachementS ihr besonderes Augenmerk auf alle Straßenübergänge und telegraphischen Verbindungen zu richten haben. DeS NachtS werden electrische Scheinwerfer der Schiffe fuoctioniren, um jede Annäherung griechischer Küstenfahrer und anderer Schiffe verhindern zu können.

Berlin, 18. März. Der Seniorenconvent des Reichstags beschloß, dte Plenarfitzungen wegen der Centenar- feter am Montag und Dienstag auSzusetzen.

Berlin, 18. März. Beim Reichskanzler findet am Sonntag Abend ein Centenarfestmahl statt, zu welchem die Minister, StaatSsecretäre und die Räthe des ReichS- kanzleramtS geladen find.

Berlin, 18. März. Am Freitag findet eine große Ballfestlich kett tn der öfterretchtschen Botschaft statt, zu welcher daS Kaiserpaar sein Erscheinen zugesagt hat. Auch dte fremden anwesenden Fürstlichketten werden erscheinen.

Berlin, 18. März. Nansens Aufenthalt tn Berlin ist auf 5 Tage bemessen.

Berlin, 18. März. DieKreuzztg." meldet auS Parts: Obgleich angeblich tn Athen Sonderungen einzelner Mächte stattfanden, ob Griechenland unter Umständen ein­lenke, find dte Aussichten auf Verhütung eines griechisch- türkischen Krieges doch äußerst gering.

No«, 18. März.Fanfulla" zufolge hat der akademische Rath zugestimmt, dte Universität Rom am 25. ds. wieder zu eröffnen.

Parts, 18. März. Unterrichtete Kreise bezeichnen dte Candtdatur deö Erbprinzen Danilo von Montenegro zum Gouverneur von Kreta als aussichtslos. Vielmehr würde die Besetzung dieses Postens durch einen hohen däni­schen oder belgischen Beamten erwogen.

Kaudia, 18. März. Bet Eap Rhodia wurde gestern Nacht ein mit Waffen und Munition beladener griech. Segler durch daS Krtegsschiff Seberiico in den Grund geschossen und zwar deshalb, weil die Insurgenten auf zwei Boote deS Sebenico gefeuert hatten.

Konstantinopel, 18. März. Es verlautet, die Botschafter beabsichtigten, vorzuschlagen, Kreta soll einstweilen sections- weise von europäischen Militärbehörden regtrt werden.

WB. Pari», 18. März. DerNewyork Herald" meldet: Der französische Postdampser83t tle Saint Nazatre" scheiterte am 8. März bet Cap Hattara». Von 80 Personen der Mannschaft und Reisenden sind nur vier gerettet. Vier Boote find sogleich zerborsten- drei Boote mir Schiffbrüchigen gingen joetloren, acht Boote mit 35 Personen trieben sieben Tage nahrungSloS umher - 31 Personen davon find gestorben. Die Dampfer-Compagnie zu Havre bestätigt die Meldung ohne Zahlenangabe.

WB. Rama, 18 März. Haoa-meldung. Die Admirale verkündigten den Krttensern die Bedingungen der Autonomie unter der Tuzeränetät de- Sultans.______________________

Locales rrnd provinzielles

Gießen, den 18. März 1897.

Zulassung zur Rechtsanwaltschaft. Am 19. Februar wurde der GerichtSaffeffor Dr. Theodor Stein tn Darm­stadt zur Rechtsanwaltschaft bet dem Landgericht der Provinz Starkenburg zugelaffen.

Bei der SadettenverlheUung für 1897 wurden zu- aetheilt: Dem 1. Großh. Heff. Jnf.-(Leibgarde -Regiment Nr. 115: Portepee - Unteroffizier v. Strzemteczny als Secondelteutenant, Cadett Frhr. Schäffer v. Bernstein!, als characteristrter Portepeefähnrich- dem Inf.-Reg. Kaiser Wilhelm (2. Großherzogl. Hess.) Nr. 116: Die Kadetten Hauß und Hilgers al» characterisirte Portepeefähnriche- dem 3. Großh. Heff. Iaf.-Siegt. (Leib-Retgiment) Nr. 117 Unteroffizier Heimann, Cadett Fitting al» characte- rifirte Port'peefähnriche- dem 4. Großh. Heff. Inf. - Regt. (Prinz Carl) Nr. 118: Cadett v. Bierbrauer zu Brenn­st ein als characterifirter Portepeefähnrich.

e e Schuldienst Nachrichten. Am 25. Februar wurde dem Schulverwalter Robert Lang zu Beerfelden eine Lehrer­stelle an der Gemetndeschule daselbst übertragen- am 27. Februar wurde der von dem Herrn Grafen zu Erbach- Fürstenau auf die Lehrerstelle an der Gemeäadeschule zu

Steinbach, Krei» Erbach, präseutirte SchulauttSaSptrant Heinrich Schaab auS Rüffelsheim für diese Stelle bestätigt, an demselben Tage wurde de« BchulamtSaSp'ranten Earl Zöller auS Gambach eine Lehrerstelle an der Ge- meiudeschule zu Watzenborn, Kreis Gießen, an 6. März wurde dem Schullehrer Joh. Gg. Fehr zu Zahmen die Lehrerstelle an der Gemeindeschule zu DarSberg, Kreis Heppenheim, übertragen.

* Erledigte Lehrerstellen. Erledigt find: Eine mit einem evangelffchen Lehrer zu besetzende Lehrerstelle an der Gemeindeschule zu EimSheim, Krei» Oppenheim, mit einem jährlichen Gehalte von 900 Mk. Die mit einem evangel. Lehrer zu besetzende Lehrerstelle an der Gemeindeschule zu MeicheS, Krei» Schotten, mit einem jährlichen Gehalte von 900 Mk. Mit der Stelle ist Organiftendienst verbunden. Die mit einem evangel. Lehrer zu besetzende Lehrerstelle an der, Gemeindeschule zu Günterfürst, Krei» Erbach, mit einem jährlichen Gehalte von 900 Mk. Dem Herrn Grafen zu Erbach-Erbach steht daS PcäsentationSrecht zu derselben zu. An der Gemeindeschule zu Nordheim, Kreis Bensheim, zwei mit evangel. Lehrern zu besetzende Lehrerstellen mit einem jährlichen Gehalte von je 900 Mk. Mit der einen derselben ist Organiftendienst verbunden. Die mit einem katholischen Lehrer zu besetzende 1. Lehrersteüe an der Gemeindeschule zu Zellhau en, Kreiö Offenbach, mit einem jährlichen Gehalte von 900 Mk. Dem katholischen Pfarrer und dem Ort»- Vorstand in Zellhausen steht da» Präsentation-recht zu der­selben zu.

* * Anläßlich der Lentenarfeier findet in der hiefigen Synagoge nächsten Sonntag den 21. d»., 9*/> Uhr Vor­mittag», ein FestgotteSdienft statt.

* Stadttheater. Fräulein Hertha Jensen aus Frankfurt a. M., welche hier vor Kurzem bereit» alsRosa" inHasemannS Töchter" debütirte, tritt am Freitag in Putlitz' bniactigem LustspielSpielt nicht mit bem Feuer" zum zweiten Male auf. In bemselben Siücke wird noch eine andere junge Frankfurterin, Fräulein Louise Müller, eine Schülerin von Theffa Klinkhammer, mit- wirken. Die junge Dame debütirt ebenfalls auf Engagement.

* Eine Generalagentnr hat die Berliner Lebens-, Unfall- und Volks-Versicherungs GesellschaftVictoria" hier tn Gießen, Goethestraße 35, errichtet.

Schwindelgeschäft. AuS München wtrd berichtet: Die Untersuchung gegen die jüngst verhaftetenDirecioren" der Deutschen LooS- und SpargesellschaftGermania" ergibt, daß viele Leute namentlich vom Lande die Betrogenen find und Einlagen (monatlich 5 Mk.) 60 bis 100 Mk. ver­lieren. Ganz besonders ist Hessen betheiligt, ferner die Pfalz, Elsaß und Rheinpreußen. Die Gegend um Worm» liefert ein beträchtliches Contingent. Die Gesellschaft besteht seit 1895. ES waren keine Loose, sondern nurLoos- chancen" erworben, eS war kein Spaxconto gestellt, keine Ausweise gegeben, auch gehörte da» LooSgeschäft zu den polizeilich verbotenen.

V.A. AuS einer Schrift befl Vorsitzenden ber ver sicherungS-Anstalt Berlin, vr. Freund, über die Leistungen der socialen Berficherung tut Deutschen Reiche In der Zeit von 1885 biS 1894 ist Folgendes von allgemeinem Interesse. Die Krankenversicherung zahlte für die Arbeiter in 1885: 47,4 Mill. Mk., in 1894: 99,5 Mill. Mk., im Ganzen in den 10 Jahren: 757 Mill Mk. - efl kamen vor: 1,8 Mill. Erkrankungsfälle mit 25,3 Mill. Krankheitstagen in 1885 und 2,5 Mill. Erkrankungsfälle mit 43,6 Mill. Krankheitstagen in 1894. Die Unfallversicherung zeigt folgende Entwickelung: sie hat in 1886: 1,9 Mill. Mk. Extschädigungen gezahlt für 10,500 Unfälle bei 3,7 Mill. Versicherten- in 1894: 44,2 Mill. Mk. für 69,600 Unfälle bei 18,2 Mill. Versicherten- in-gesammt wurden in den 9 Jahren von 1886 bis 1894: 193 Mill. Mk. für 361,300 Un fälle gezahlt. Die Invalidität», und Alters- Versicherung hat festgesetzt in 1891: 132,900 Alters­renten und gezahlt 15,3 Mill. Mk., in 1892: 17,900 In­validenrenten, gezahlt 1,35 Mill. Mk. und 42,900 Alters­renten, gezahlt 21 Mill. Mk., in 1893: 36,000 Invaliden­renten, gezahlt 5,28 Mill. Mk., 31,800 Altersrenten, gezahlt 22,7 Mill. Mk., in 1894: 47,600 Invalidenrenten, gezahlt 10,073 Mill. Mk., 34,100 Altersrenten, gezahlt 24,4 Mill. Mk. ES wurden also in 4 Jahren gezahlt 100,2 Mill. Mk. Ins- gesammt sind also den Versicherten zugewendet worden: von der Krankenversicherung . . . 757 Mill. Mk., Unfallversicherung . . . 193

Jnval.- u. AlterSverficherung 100

1050 Mill. Mk., also über eine Milliarde- davon haben die Arbeitgeber 475 Mill, und die Arbeiter 538 Mill. Mk. aufgebracht. Die übrigen 37 Mill, find vom Reich al» Zuschuß zu den Invaliden- und Altersrenten gezaht worden.

* Voraussichtliche Witterung: Im Nörten trübe» Wetter mit Niederschlägen; im Süden zunächst wechselnde Bewölkung. __________

R. NeichelShei«, 17. März. S» muß dankbar hervor- gehoben werden, baß baS Mathildenstist tn Friedberg auch in biesem Jahre, wie eS im vorigen Winter ebenfalls geschah, bem hiefigen Gewerdverein den namhasten Betrag von 200 Mk. zugewiesen hat.

Bad Nauheim, 16. März. Gestern wurden nächst der Louisenstraße 482 qm Baugelände zu 28920 Mark, also der Quadratmeter zu 60 Mark verkauft. ES ist die» der höchste hier biS jetzt gezahlte Preis. Der Morgen (2000qm) käme hiernach auf 120000 Mark zu stehen. Verkäufer war der Rentner Christoph Schwab, Käuferin die Baufirma Franz Brofft von Frankfurt. Die Käuferin war freilich tn einer Zwangslage - fie hatte Gelände zum Bau von 45 Dillen zu auch schon recht ansehnlichen Preisen erworben und mußte daS in Rede stehende Gelände haben, um Überhaupt bauen zu können. Die Großh. BrandverficherungSkammer hat der hiesigen Freiwilligen Feuerwehr einen Beitrag

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