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Nr. 42 Erstes Blatt. Neitag den 19. Februar
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Dloneste
Mslffß tersgraphischeS Sorrespovde«r--G»r«m.
Verliu, 17. Februar. Die Budget-Commission deS Abgeordnetenhauses stimmte der Erhöhung der Gehälter für 2270 definitiv angestellte wissenschaftliche Lehrer höherer Lehranstalten auf 2700 bis 5100 Mk. zu. Der weitergehrnde Antrag wurde abgelehnt.
Berlin, 17. Februar. Die Finanzcommission deS Herrenhauses lehnte den Antrag Woyzsch ab, der die Regierung ersucht, im nächsten Etat die RegierungSaffefforen soweit möglich mit Aufbefferung des GehaltS, die unbesoldeten mit Gehalt resp. Diäten zu bedenken.
Berlin, 17. Februar. Wie die „Nationalztg." erfährt, dauern die Verhandlungen der Großmächte über die gegen Griechenland zu ergreifenden Maßnahmen fort. ES wird eine Blokade zur Verhinderung deS Ein- greifens weiterer griechischer Streitkräfte beabfichtigt. Ob die Blokade gegen den PiräuS oder die kreiischen Häfen beabfichtigt sei, ist auS der dem Blatte zu- gegangenen Nachricht nicht ersichtlich.
Berlin, 17. Februar. Rach Meldung parlamentarischer Berichterstatter hielt StaatSsecretär Graf Posadowsky
Deutscher SMd^tceg.
178. Sitzung. Mittwoch den 17. Februar 1897.
Präsident v. Buol theilt mit, der Reichskanzler habe die ihm aestern Seiten- des Reichstages übermittelten Glückwünsche mit Freude entgegengenommrn und spreche dafür seinen herzlichm Dank aus.
Die Berathung des Militäretats wirb fortgesetzt bei dem C-pitet „Milttär-ErziehungS- und Bildungswesen."
Adg. Pichler (Ctr.) beantragt, den Reichskanzler zu ersuchen, zu veranlasien, daß dem Stenographie: Unterricht in den Kapitulanten- und fonftigen militärischen Schulen das Gabelsberger'sche System zu Grunde gelegt werde.
Für den Fall der Ablebnung dieses Antrages beantragt Abg. Dr. Lieber, daß nach Anhörung von Sachverständigen nur ein System gewählt werde.
Abg. Pichler befürwortet seinen Antrag damit, daß das Gabelsberger'sche System das weitaus verbreitetste sei. Die entgegengesetzte, von Stolzr'scher Seite colportirte unwahre Behauptung sei auch schon einmal vor Gericht widerlegt worden.
Im Laufe dieser Rede betritt Ahlwardt den Sitzungssaal, begibt fich alsbald an den Tisch des Präsidiums und reicht dem Präsidenten v. Buol die Hand, welche Letzterer für einen Augenblick ergreift, wobei schallende Heiterkeit im ganzen Hause ausbricht.
Generalmajor v. Boeckh: Die Heeresverwaltung verkennt die Bedeutung der Stenographie nicht, weshalb ja auch in den Etat ein Antrag für den Unterricht hierin eingestellt ist. Die Heeresverwaltung beabsichtigt aber nicht, ein bestimmtes System vorzuschreiben, weil die Ansichten über die verschiedenen Systeme noch sehr auseinandergehen und es daher jedem Capitulanten überlassen bleiben muß, das System zu wählen, welches er für sich in seinem späteren Beruf am geeignetsten hält. Der Heeresverwaltung würde daher die Ablehnung vorliegender Anträge nur erwünscht sein.
Adg. Rickert (srs. Vg.) .erklärt fich ebenfalls für Ablehnung der Anträge. Wenn die Heeresverwaltung fich nicht für competent zu einem abschließenden Urtheile halte, so gelte doch dasselbe auch vom Reichstage.
Abg. Dr. Lieber (Ctr.) wünscht nicht, daß hier im Heere ein Durcheinander stattfinde, ein Wirrwar durch Benutzung verschiedener Systeme. Kann man sich jetzt noch nicht für ein bestimmtes System entscheiden, so sollte wenigstens das Streben auf ein einheitliches System gerichtet fein.
Abg. Stadthagen (Soc.) spricht gegen beide Anträge. Jeden- lalls stehe der Kriegsminister, der für die Stenographie wenigstens Interesse zeige, höher da, als der preußische Cultusminister, bet dem Lies nicht der Fall sei.
Kriegsminister v. Goßler lehnt es ab, von dem Vorredner auf Kosten des preußifchen Cultusministers gelobt zu werden. (Große Heiterkeit).
Abg. Stadthagen (Soc.): Ich nehme das dem Kriegsminister gespendete Lob gern zurück.
Nachdem fich noch Abg. Osann (nl.) gegen beide Anträge ausgesprochen, zieht Abg. Pichler seinen Antrag zu Gunsten deS Lieber'schen zurück, welcher sodann abgelehnt wird. Für denselben stimmen nur Centrum und der freisinnige Abgeordnete Weiß.
Beim Capitel „Festungen" erinnert Abg. Rickert daran, daß der Kriegsminister im März 1895 Rayonerleichterungen für die Gemeinden zugesagt habe. Doch sei seitdem namentlich für Danzig noch nichts geschehen.
Kriegsminister v. Goßler constatirt, daß die Verhältniffe in Danzig ganz besonders schwierige seien, eine principielle Entscheidung sei aber z. Z. noch nicbt möglich.
Beim Exli aordtnartum entspinnt sich eine längere Debatte über die von der Commission bewilligte Forderung: Neubau einer Feldartilleriekaserne in Darmstadt.
Abg. Ulrich (Soc.) beantragt Streichung im Jnteresie der Unterbringung der Abtheilung in Babenhausen.
Auch Abgg. Dr. Schädler und Dr. Lieber (Ctr.) empfehlen Streichung.
Schließlich wird die Forderung mit 119 gegen 92 Stimmen abgelebnt.
Der Rest des Exlraordinariums wird nach den Vorschlägen der Commission erledigt.
Morgen 1 Uhr: Convertirungs'Dorlage; Interpellation Levetzow betr. Organisation des Handwerks; Etat.
Schluß 57| Uhr.
bei der heutlgen Berarhung der Besoldungsaufbesse- ruugen in der Budgetcommission des Reichstages eine Rede, worin er auSführre, die Finanzlage des Reiches ge- staltete fich recht günstig. Die Vorlage entspreche der Resolution deS Reichstages. An der Aufbefferung participire die Post mit etwa 7, das Heer mit etwa 10 Millionen. Für die Unterbeamteu müffe allerdings noch viel geschehen. Eine Vorlage, welche alle Beamten befriedige, sei unmöglich. Der Petitionssturm war ein ungeheuerlicher. Ihm gingen anonyme Schriften und Schmähartikel zu, die nach der Form von höheren Beamten auSgegangeu feien. Derartiges sei empörend und fördere schwerlich die Sache der Petenten. Doch dürfe dies der wett überwiegende unschuldige Theil der Beamten nicht büßen.
Berlin, 17. Februar. General v. Grolmann, Gouverneur des JnvaltdenhauseS, ist von einem Schlag- aufalle getroffen worden.
Berlin, 17. Februar. Die ReichStagScommissiou für das neue Handelsgesetzbuch nahm unverändert § 1: „WaS das Gesetz unter Kaufmann versteht" an, desgleichen § 2: „Ein gewerbliches Unternehmen gilt als Handels« gewerbe im Sinne des Gesetzbuches, sofern die Firma des Unternehmers in das Handelsregister eingetragen ist.
Alleustein, 17. Februar. Amtlich wird bekannt gemacht: Wegen Schneeverwehung find die Strecken Allenstetn— Kobbelbude, Allenstetn—Guldenboden, Mohrungen—Wormdttt und Mehlsack—BraunSberg biß auf Weiteres unfahrbar.
Hamburg, 17. Februar. Der Staatsvertrag zwischen Hamburg und Preußen betreffend die Elb- correctton wurde heute von der Bürgerschaft bestätigt.
Bretten (Baden), 17. Februar. Der Großherzog von Baden richtete an den Vorstand des hiesigen Melanchthon- Vereins anläßlich der Feier des 400 jährigen Geburtstage- MelanchthonS ein Telegramm, worin es heißt, daß die Gründung deS GedächtnißhaufeS dazu beitragen möge, die günstige Arbeit in unserer evangelischen Kirche auf der festen Grundlage eines unerschütterlichen Glaubens immer mehr zu fördern, und dadurch die Ziele unserer Reformatoren zu erreichen.
Venedig, 17. Februar. Die internationale Pest- conferenz begann heute die Generaldebatte über daS von Oesterreich-Ungarn vorgeschlageue Arbeitsprogramm. ES wurde beschloffen, über die Berathungeu Stillschweigen zu beobachten.
Paris, 17. Februar. Zahlreiche griechische Studenten sowie 15 junge Franzosen erschienen gestern auf der griechischen Gesandtschaft, um sich für Kreta anwerben zu laffen.
Phllippopel, 16. Februar. Nach hier vorliegenden Nachrichten aus Konstantinopel ist im Ministerrathe beschloffen worden, nicht, wie gemeldet, 5000, sondern 50,000 Mann Reservisten und RedtfS etnzuberufen, sowie die ganze Flotte in Dienst zu stellen. Dieser Beschluß hat bisher die Genehmigung deS Sultans noch nicht erhalten. — Gestern traten die Botschafter zu einer Berathung zusammen. — Ein in Pera angeschlagenes Plakat gibt bekannt, daß die Christen bei den nächsten Ereignissen nichts zu fürchten haben. — Nach einer aus vertrauenswürdiger türkischer Quelle stammenden Mittheilung habe kürzlich zwischen dem Sultan und Lord Salisbury ein Austausch von Depeschen stattgefunden, in welchem der Sultan an das alte freundschaftliche Gefühl Englands für die Türkei appellirte und unter Anderem den Wunsch nach einer Intervention Englands in Kreta ausdrückte. — Wie aus Kanea gemeldet wird, haben sich die beiden türkischen Mitglieder der Gendarmeriecommission geflüchtet. Die vier Mtlitar- AttachöS haben eine neue Commtsfion unter dem Vorsitze des Obersten Chermfide gebildet. 80 für die kretische Gendarmerie bestimmte Montenegriner, die fich zur Abreise eingeschifft hatten, wurden auf Intervention deS russischen Con- sulS hin wieder ausgeschifft.
Athen, 17. Februar. (Reutermeldung.) Eine Feld- batterie geht unter dem Befehle des Prinzen Nikolaus nach Larissa ab.
Konstantinopel, 17. Februar. Die fremden Kriegsschiffe haben Befehl erhalten, auch in Kisam o zu ankern, eventuell dort Mannschaften zu landen wie in Kanea. — Die Heimkehr der Militärattaches steht bevor. — Es finden täglich Botschafterconferenzen statt. Die gemeldete MobilifirungSordre umfaßt alle 64 Redif- bataillooe und die Greuzliniendivifionen 6 und 17 vom dritten Corps, iuSgesammt 98 Bataillone, rund 80000 Mann.
Konstantinopel, 16. Februar. Heute wurde die Bildung zweier Geschwader für Kreta beschloffen, bestehend aus zusammen 9 Kriegsschiffen und 20 Torpedoboote», denen fich auch die Statiousschiffe im Mittelmeer
anschließen sollen. Der Marineminister beantragte einen außerordentlichen Credit von 500,000 Pfund. — Nach Depeschen aus Kanea landete daS Transportschiff „Jnajet" in Sitia türkische Truppen.
Depeschen deS Bureau „Herolds
Berlin, 17. Februar. Der Kaiser stattete heute Vormittag dem Reichskanzler Fürsten Hohenlohe eine* Besuch ab.
Berlin, 17. Februar. Der Kaiser fuhr heute Morgen um 9Vg Uhr beim österreichisch-ungarischen Botschafter und eine Stunde später beim englischen Botschafter vor. Mit beiden Diplomaten hatte der Kaiser eine längere Unterredung.
verliu, 17. Februar. Die auf Anweisung des Präsidenten deS Reichstages, Freiherrn v. Buol, vervielfältigten Marinetafeln des Kaisers sind den einzelnen Abge- ordneten zugestellt worden.
Berlin, 17. Februar. Im preußischen Herren- hause wurde heute die Lehrer-Besoldungs Vorlage berathen. Nach Schluß der Generaldebatte wurden die Paragraphen 1, 2 und 8 angenommen. Morgen Fortsetzung und ferner Antrag Graf Frankenberg, betreffend den Margarine-Gesetzentwurf.
Berliu, 17. Februar. Der Miltär-Etat wird die Budget Commtsfion des Reichstage- in der nächsten Woche beschäftigen.
Berliu, 17. Februar. Die Voruntersuchung gegen v. Tausch und Freiherrn v. Lützow wegen Urkundenfälschung soll nunmehr abgeschloffen sein, so daß die Er- Hebung der Anklage dem,rächst zu erwarten ist. Die Untersuchung gegen Tausch wegen Meineide- und Verbrechen- im Amte wird unabhängig von jenem Verfahren noch fortgesetzt, dürfte jedoch ebenfalls in allernächster Zeit zum Abschluß gelangen. Die Erhebungen in dem Verfahren wegen Majestätsbeleidigung dauern noch fort.
verliu, 17. Februar. Zwischen den Großmächten schweben, wie die „Post" erfährt, noch fortgesetzt Verhand- lungen über die Art einer Flotten-Demonstratton vor Kreta. Es scheine, als wolle man, ehe man einen Beschluß saßt, abwarten, ob Griechenland sich noch weiter zu gewaltsamen Maßnahmen wird verleiten laffen.
Berliu, 17, Februar. Der „Nordd. Allg. Ztg." wird aus Wien telegraphirt: Vor Kanea ist der rangalteste Commandeur der englische, vor Retimo der französische, vor Strtia der russische. Der Vorschlag zur Blokade de- PyräuS ist von Deutschland ausgegangen, worüber die Mächte .wegen der Art der Ausführung noch verhandeln.
Frankfurt a. M., 16. Februar. Die „Jraokf. Zig." meldet aus Kanea: Weitere griechische Truppe* wurden gelandet und find bis in die Nähe der Stadt vorgedrungen. Die Türken im Innern des Lande- wollen fich den regulären Truppen ergeben. Die Occupation Kreta- durch Griechenland ist bevorstehend. Die Ruhe dauert fort. Der griechische Conful ist zurückgekehrt- die montenegrintscheu GenSdarmeu find abgereist.
Frankfurt a. M., 17. Februar. Die „Franks. Ztg." meldet aus Konstantinopel: DaS größte Aufsehen erregt es hier, daß seit gestern in Kilia, eine Stunde von der Mündung des Bosporus entfernt, drei russische Schiffe kreuzen. Authentisch kann der Correspoodent hiuzu- fügeu, daß der russische Botschafter mit mehreren Bäcker* in Pera Contracte auf eine tägliche Lieferung von vorläufig 5000 Broden abgeschloffen hat. Der erste BrodtrauSport wurde gestern nach Kilia befördert.
Köln, 17. Februar. Die „Köln. Ztg." bestätigt, daß die von Deutschland vorgeschlagene Blokade des Pyräu- bereit- die Zustimmung der meisten Mächte gefunden hat. — Nach zuverlässigen, in Athen eingelaufenen Nachrichten liege* z. Zt. in den kr et en fisch en Gewässern 9 englische, 6 italienische, 6 russische, 4 französische und 3 österreichische Kriegsschiffe mit einer Gesammtbesatzung von 11,000 Maua.
Köln, 17. Februar. Der „Köln. Ztg." wird auS Athen gemeldet: Der griechische KrtegSminister veröffent- licht den Befehl an den Commandanten der auf Kreta befindlichen griechischen Truppen, in welchem e- u. A. wörtlich heißt: Nachdem Sie mit den Truppen in Kreta an einem geeigneten Punkte gelandet find, wollen Sie die Insel i« Namen de- König- besetzen, die Türken vertreiben und vo* den Befestigungen Besitz nehmen.
Bern, 17. Februar. Gin schweizerisches Geschäftshaus erhielt seitens der griechische» Regierung den Auftrag, 120,000 Kg. Verbandzeug zu liefern.


