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6. Kindervergorgung vermittelstCapitalversicherung für die Lehr-, Stadien- und Militärzeit, sowie als Brautaussteuer und Versorgung unverheiratheter Töchter.
Am 1. Juli 1896 bestanden in sämmtlichen Abtheilungen des Vereins 196227 Versicherungen über 1552009 versicherte Personen.
Prospecte und Versichernngs - Bedingungen werden von der Direction und sämmtlichen Vertretern des Vereins abgegeben.
infolge innerer Erkrankung oder Unfalls Entschädigung von Mk. 2.50 bis Mk. 20 täglich.
Invalidenrente bei völliger od. theilweiser Arbeitsunfähigkeit (Berufsunfähigkeit) infolge innerer Erkrankung od. Unfalls von jährl Mk. 500 bis Mk. 3500, zahlbar bis zuin Ablauf des 65. Lebensjahres desVericherten.
(Unkündbare Unfall-Invaliditäts-Versicherung.) Altersrente, beginnend nach Ablauf des 65. Lebensjahres des Versicherten im jährlichen Betrag voa Mk. 500 bis Mk. 3500.
Dienstunfähigkelts-Versicherung vermittelst der Capitalversicherung, beginnend mit dem Eintritt von Invalidität oder der Vollendung des 65. Lebensjahres des Versicherten.
Wittwen- und Waisenversorgung vermittelst der Capitalversicherung für den Fall des Todes des Versicherten.
Hob. Wallaoh, M Krause, Hirschapotheke und in der Eogelapotheke.
Ällgem. Deutscher Versicherung-Verein
G eneraldirektion STUTTGART Uhlandstr. No. 5.
Juristische Person. Begründet 1875. %*<- Staatsoberaufsicht.
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Herrn. Reiffenstein, Neue Krame Nr. 25.
Vertreter für Giessen:
Hch. Hochreuther, Südanlage Nr. 5.
wird. Ca. 60 bequeme Sitzplätze an großen Tischen find vorhanden, die Räume find mit gutem Licht versehen und stets bei kaltem Wrtter gehetzt. An Zeitungen und Zeit- schriften wird es dem Institut nicht fehlen, die Redactionen der hier erscheinenden Blätter sowohl, wie viele auswärtige und mehrere Verlag-Handlungen stellen ihre Schriften kostenlos zur Verfügung, sodaß in dieser Hinsicht reiche Auswahl vor- Händen ist. Ferner findet in einem Zimmer eine kleine Handbibliothek Aufstellung, die der freien Benutzung der Besucher zur Verfügung steht. Die eigentliche Bibliothek, deren Grundstock die ca. 1800 Bande starke vom Volks- dildungSverein überlasiene Büchersammlung bildet, wird von einem besonders angeftellten Bibliothekar verwaltet, der auch in allen einschlägigen Fragen den Besuchern mit Rath und That zur Hand geht. Sie wird nicht nur belletristische und literarische Werke enthalten, sondern besonders auch die verschiedensten Fachschriften, religiöse und socialpolitische Sachen, sodaß jedem Bedürfniß gedient werden kann. Die Benutzung ist so erleichtert, daß die Bücher, ohne vorher bestellt zu sein, sofort mit nach Hause genommen werden können. Die Besuchsstunden find für Werktage auf die Zeit von 6 bis 9*/s Uhr Abends und für Sonntags auf die Zeit von 11 bis 1 und von 5 bis 9*/r Uhr Abends festgesetzt. Wenn die Vorbereitungsarbeiten in dem Maße, wie seither ibren Fortgang nehmen, wird im nächsten Monat die Anstalt eröffnet werden können.
Im Großherzo glich en Hoftheater gab es ^in der abgelaufenen Berichtswoche im Schauspiel wieder eine Premiöre. DaS jüngste Werk der bekannten Lustspiel-Firma Schönthan-Koppel-Ellfeld, „Renaissance" benannt, erntete, wie an anderen Bühnen so auch hier freundlichen Beifall. Die Aufführung des seinem Inhalte nach nicht gerade be
deutenden Stücke» war Dank der Besetzung der einzelne» Rollen mit ersten Kräften eine sehr gute und dürfte ein gut Theil des Erfolges gerade diesen zusallen.
In der Oper ist die Personenfrage immer noch nicht gelöst. Gegenwärtig beginnt ein Leipziger Gast, Herr Julius de Grach vom Stadttheater in Leipzig, ein auf Engagement berechnetes Gastspiel als „Siegmund" in Wagners „Walküre". Ueber den Erfolg deffelbeu wird Ihnen später berichtet werden.
Eine sehr große Probe ihres Können» hat die Groß- herzogliche Hof musik in ihrem letzten Concerte durch die gelungene Aufführung des außerordentlich verschiedenartig beurtheilten Richard Strauß'schen Werke» „Till EuleuspregelS lustige Streiche" geliefert. War die Aufnahme deffelbeu auch keine besonders warme Seitens des Publikums, so gebührt doch der Capelle für die außerordentliche Exaktheit und künstlerische Vollendung, mit der die oft recht schwierigen Partien durchgeführt wurden, volles Lob. Als Solist wirkte in d'm Concerte mit Herr Raimund von Zur Mühlen, ein Künstler mit hohen natürlichen Mitteln und nicht minder großer technischer Fertigkeit. Seine Leistungen fanden bei seinem ersten Auftreten dahier sofort den vollen Beifall de» Publikums.
Mittlerweile ist nun endlich vor einigen Tagen die Concession zum Betriebe der Wirthschast im hiesigen „Orpheum" vom Kreisamt an Herrn W. Reinhold, früher in Gießen wohnend, ertheilt worden. Der frühere artistische Director de- LocalS, Herr Caefaro, hat die künstlerische Leitung wiederum Übernommen und so werden denn von jetzt ab die hier so lange entbehrten Schaustellungen, wenn auch nicht ganz in dem früheren Maße, wieder beginnen, was namentlich in studentischen Kreisen lebhaft begrüßt wird.
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Feuilleton.
Wochenbriefe aus der Nesiden).
(Originalbericht deS „Gießener Anzeigers).
Z. Darmstadt, 14. Januar.
Oeffentliche Lesehalle. - Uni dem Knnstleben. — Bom Orpheum.
Unsere Stadt wird in kurzer Zeit um ein Institut bereichert werden, daS allem Anscheine nach einem großen Bedürfniffe, namentlich für die unteren Schichten deS Volkes abhelfen wird. Den vereinten Bestrebungen des Volksbildungsvereins und de» Lehrervereins ist es nämlich gelungen, die Mittel zur Gründung einer öffentlichen Lesehalle und Bibliothek zusammenzubringen, die namentlich der arbeitenden Klaffe in freien Stunden eine Quelle der geistigen Erholung und Weiterbildung sein soll. Man hat mit dieser Art der Lesehallen in England namentlich gute Erfolge erzielt und auch unsere Nachbarstädte Frankfurt a. M., Mainz und Wiesbaden erfreuen sich derselben wohlthätigen Einrichtung. Nun wird man fragen, ob hier in Darmstadt, wo neben der Großh. Hofbibliothek, die doch eine der hervorragendsten Büchersammlungen in ganz Deutschland besitzt, auch noch die Bibliothek deS Gewerbevereins u. a. Dielen zugänglich ist, ein wirkliches Bedürfniß für die Errichtung der obengenannten Institution vorliegt. Indessen die Hofbibliothek ist fast ausschließlich eine Sammlung von Werken, deren Benutzung nur Gelehrten von Interesse ist, die Benutzung der Bibliothek de- Gewerbevereins wiederum ist ziemlich erschwert für den, der tagsüber beschäftigt ist. Man hat deshalb mitten in der Stadt, in der in dem ersten Geschäftsviertel gelegenen Louisenstraße, ein großes Local gemiethet und so behaglich auSgestattet, daß eS ein angenehmer Aufenthaltsort werden
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Donnerstag den 21. l. M., beginnend Vormittags 10 Uhr, werden im Feldheimer Wald bei Hungen versteigert:


