Preußen schon mehr derartige Anstalten besitzen. Bor Alle« stehe Baden io dieser Beztehang au der Spitze. Eine erfolg, reiche Bekämpfung der NahrungSmittel-Berfälschung lasse sich nur durch ein Zusammeuwirkeu der öffeutlichru Behörden in Reich, Staat und Gemeinde erzielen. Sämmtliche unter diese Bestimmungen des Nahrungsmittelgesetze» fallenden und alldem Auslande eingehenden Waaren sollten schon bei dem Eintritt in den freien Verkehr bei den Zollämtern controlirt werden. Hierzu sei die Aufstellung von geprüften NahruugS- mittel Chemikern wenigstens bei den Hauptämtern im Innern und an der Grenze dringend nothwendig. Erscheine diesen die Waare verfälscht oder mtnderwerthig, so haben dieselben zweckentsprechende Proben der Waaren zu entnehmen und der nächsten zuständigen UntersuchuugSftelle zur Veranlassung des Weiteren zu übergeben. Aus den Ausführungen der Ber« tretet de» Gesundheitsamts und CultusmiuisteriumS io der sich an den Vortrag anschließenden DtScuffion ging hervor, daß eine Durchführung der vorerwähnten Wünsche zu hoffen sei.
Mannheim, 15. September. Der Kaufmann Stefan Dörr wurde wegen Unterschlagung vou 21,000 Mk. zum Nachtheil der hiesigen Schiffs- und Maschineubau-Gesellschaft |u 2«/a Jahren Gefängniß verurtheilt.
Wien, 15. September. Nach dem „Neuen Wiener Tgbl." bestätigt e» sich, daß die Besserung der Beziehungen zwischen Deutschland und England, iuSbesoudere die Verständigung beider Mächte über die Formultrung deS türkisch-griechischen Friedensvertrages der Einwirkung des Königs Humbert in Homburg zuzuschretben ist. Mit der Aufgabe, die Annäherung zwischen Deutschland und England besonder» rücksichtlich der maritimen Interessen zu fördern, sei der italienische Botschafter in Loudon betraut gewesen, der auch während der Homburger Mouarchen-Begegnung dort weilte. Ferner soll der Prinz von Wales es übernommen haben, nach Italien zu reisen, um dort auf eine gemeinsame Afrika-Politic Englands und Italien» hinzuwtrken.
Wien, 15. September. Unter den im hiesigen Vergnügungs-Etablissement „Venedig in Wien" auftretenden Künstlern soll sich ein gefährlicher italienischer Anarchist befunden haben, welcher sich jedoch der Verhaftung durch die Flucht entzogen hat.
Wien, 15. September. Nach Consularberichten ist es wahrscheinlich, daß die türkische Regierung im Hinblick auf die unbefriedigende Ernte in sümmtlichen Provinzen gezwungen sein wird, die Getreideausfuhr namentlich für Wetzen zu befchränken, wenn nicht ganz auf- zuheben.
Prag, 15. September. Der Reservelieutenant Peckl wurde de- OsfizierS-CharacterS verlustig erklärt, weil er gelegentlich äußerte, er fei lieber ohne Offiziers - Character als ohne nationale Ueberzeugung.
Budapest. 15. September. Die socialdemokratische Parteileitung erklärt entschieden, baß die Gerüchte über die ge- planten Demonstrationen auS Anlaß der Anwesenheit deS deutschen Kaisers unwahr sind mit dem Bemerken, daß die ungarische soctaldemokratische Partei ernste Bestrebungen und Ziele verfolge und überhaupt keine Straßen-Skandale vorzudereiten pflege.
Totil, 15. September. Heute früh 7 Uhr 15 Min. fuhren beide Kaiser in das Manöoerfeld bet Koervye, wo heute die Entscheidung und daS Ende der Manöver erfolgt. Alsdann begeben sich beide Kaiser nach Mohacz. Kaiser Wil- Helm hat sein Reiseprogramm dahin geändert, daß er den Dampfer, welcher ihn zum Jagdschloß Bellhe bringen soll, bereits bet Pork ay-Fork verläßt. Kaiser Wilhelm wird beim Erzherzog Eugen im Zirntär-Revter sich auf die Pürsche begeben. Kaiser Franz Joseph landet dagegen bei Bok und wird in der Nähe pürschen.
Rom, 15. September. Nach der „Tribuns hat König Humbert in Homburg mit dem Großfürsten Nikolajewitsch die Modalitäten für den bevorstehenden Besuch deS Zaren vereinbart.
Rom, 15. September. Zwei Züge der Dampsstraßen- bahn Neapel-Aversa stießen bet Cutugno zusammen. 17 Passagiere wurden verletzt, 4 davon schwer. Der Materialschaden ist bedeutend.
Brügge, 15. September. Der Gutsbesitzer Baron Kerohn ist von seiner Gemahlin während des Mittagsmahls erschossen worden. Die Motive zur That find noch unaufgeklärt. Die Mörderin wurde verhaftet.
Madrid, 15. September. In Valdemoro find tu Folge Ueberschwemmungen über hundert Häuser ein- gefiüszi. Die betroffenen Familien müffen im Freien cam- ptren. Mehrere Menschen sowie viele HauSthiere find in den Finthen umgekommen.
Madrid, 15. September. Das Amtsblatt veröffentlicht einen Erlaß, nach welchem sämmtliche Schiffe, welche aus New-Orleans kommen, einer Quarantäne zu unterliegen haben, um so der Einschleppung des gelben Fiebers zu begegnen.
London, 15. September. „Daily Mail" meldet au» Athen: König Georg beabsichtigte nach Unterzeichnung de» Friedensvertrages ein Manifest an da» Volk zu erlassen, worin die Bildung einer Nationalversammlung befürwortet wird, um der traurigen Finanzlage Griechenland» zu steuern.
London, 15. September. Au» Sidney wird gemeldet, daß die Engländer im Gebirge von Garge die Eingeborenen angriffen. Der Verlust der Engländer betrug ein Tobten und fünf Verwundete.
Athen, 15. September. Die Großmächte acceptirten den Vorschlag Englands aus Wiederaufnahme der Handelsflotte zwischen der Türkei und Griechenland.
Athen, 15. September. Die griechische Regierung hat eine Million Pfund Sterling deponirt für bk in diesem Jahre am 1. October fälligen ZinScoupon».
Rewyork, 15. September. I« Staate Colorado ist »an damit beschäftigt, den größten Tunnel der Welt
zu bauen. Derselbe wird 18 Kilometer lang sein und erst in 10 Jahren fertig werden.
Setli«, 16. September. Mit Bezugnahme auf die jüngst in Frankfurt a. M. abgehalteue Touferenz von Vertretern der Eifen- und Stahl-BerufSgeuossenschastea, in welcher bekanntlich die Beschlüsse de» Reichstage» in Sachen der Uufall-Berficherung».Novelle nicht die Billigung der Be- theiligten fanden, schreiben die „Berl. Polit. Nachr.": Bei einer solchen Sachlage, wo die Regierung fich über weittragende principielle Fragen mit dem Reichstage nicht hat verständigen können und wo die Interessenten selbst Gegner verschiedener vom Reichstage und der Regierung vorgeschlageneu Neuerungen find, gewinnt die Annahme immer mehr an Wahrscheinlichkeit, daß die Unfall-VerficherungSnovelle die nächste Tagung de» Reichstage» nicht wieder beschäftigen wird.
Totti, 16. September. Nach den gestern zu Ende gegangenen Manövern begaben fich die beiden Kaiser nach Mohacz. Kaiser Wilhelm hat dem Erzherzog Josef ein preußische» Regiment verliehen. Außerdem erfolgten zahlreiche Ordeu-verleihungeu und Auszeichnungen durch beide Kaiser.
Brüssel, 16. September. Die Cougo-Regierung veröffentlicht eingehende Einzelheiten über den Sieg deS Majors Paltin gegen die Derwische. ES wurden drei Kanonen, drei Waffen-Maga-ine, 700 Gewehre und Revolver, sowie Munition und LebeuSmittel erbeutet.
CoceUs tmt
Gießen, den 16. September.
* • Empfang. Seine König!.Hoheit der Großherzog empfingen am 15. September u. A. den Oberbürgermeister Gnautb von Gießen.
• • Ernennungen. Seine Königliche Hoheit der Groß- Herzog haben Allergnädigst geruht, am 15. September den KreiSrath de» Kreises Alzey Dr. Georg Freiherr v. Wedekind zum Mitgliede und Rath bei der Ober- rechnungSkammer, — den KreiSamtmann bei dem KreiSamt Worms RegierungSrath Friedrich v. Hombergk zu Bach zum KreiSrath des Kreises Alzey, — den KreiSamtmann bei dem KreiSamt Bensheim RegierungSrath August Carl Weber unter Belaffung des CharacterS al» RegierungSrath zum Vorstande des Polizeiamts Darmstadt, — den Steuer- commissariatS-Asfistenten bei dem Steuercommissariat Darmstadt Wilhelm Flath zum Steuercommiffär des Steuer« commissariats Hombera zu ernennen.
* * Oeffeutliche Auerkeunung edler Thalen. Seine Königliche Hoheit der Großherzog haben dem Schiffer Joseph Hemmersbach zu Coblenz - Neuendorf in Anerkennung des von demselben bei der Rettung de» Julius Davids zu Mainz vom Tode des Ertrinkens bewiesenen besonnenen und muthvollen Verhaltens, — sowie dem Theodor Götz in Darmstadt in Anerkennung der von demselben mit Muth und Entschlossenheit, sowie unter eigener Lebensgefahr ausgeführten Rettung de» Ludwig Schlitz daselbst vom Tode deS Ertrinkens eine Geldprämie zu verleihen geruht.
* * DaS Präsidium bei landwirthfchaftlicheu Provinzial- Vereins für Oberhesseu hat Herrn Provinzialdirector Geheimrath v. Gagern zum Mitgliede deS hessischen Eisenbahn« beirathS für den Bezirkseisenbahnrath in Frankfurt a. M. ernannt. Stellvertreter ist LandwirthschaftSlehrer Leithiger in Alsfeld. MM
• • Zweikampf. Gestern fand im Schiffenberger Wald zwischen zwei Einjährigeu-Gefreiten unserer Garnison ein Pistolen «Duell bis zur Kampfunfähigkeit statt. Beide Gegner liegen schwer verletzt darnieder.
• • Sin ehrender Erfolg. Bei einem von der Stadt Esch weil er ausgeschriebenen Wettbewerb zur Erlangung von Entwürfen zu einem in der Stadt Eschweiler zu errichtenden größeren Volks bad, verbunden mit Waschanstalt, haben die Architecten Stein & Meyer, sowie die Firma H. Schaffstädt Hierselbst für ein von ihnen gemeinsam eingereichtes Project den höchsten, überhaupt zur Bertheilung gekommenen Preis erhalten. Wie beim Wettbewerb um das Gießener Volksbad haben auch bei dem in Rede stehenden Project für Eschweiler Stein & Meyer die Pläne für den baulichen Theil und die Firma H. Schaffstädt die Pläne für den maschinellen Theil und die Installation entworfen.
• • 3m städtischen Freibad an der Lahn, daS in den nächsten Tagen geschlossen wird, haben während der Saison gebadet: im Monat Mai 2086 — im Monat Juni 15004 — im Monat Juli 8126 — im Monat August 6022 — im Monat September bis jetzt etwa 400 Personen- im Ganzen also haben 35236 gegen 26000 Badende des Vorjahres die Anstalt benutzt. Die stärkste Frequenz hatte da» Bad am 5. Juni mit zwischen 1600—1800 Personen bei 191/, Grad Wärme im Wasser, gegen 20*/, Grad Luftwärme im Schatten, während der schwächste Besuch 8 Badegäste bei 12 Grad Wasser- und 7 Grad Luftwärme der 20. Juni aufzuweisen hat. Bademeister Weidtmann, der von der Stadt angestellt ist, die Aufsicht über die Anstalt zu führen, hat in diesem Sommer 64 Knaben im Schwimmen ausgebildet gegen deren 34 im Vorjahre.
• • Zar Beachtung für Marktbesucher, vorn 15. September ab darf der Wochenmarkt erst von 8 Uhr Vormittags ab von den Verkäufern betreten werden. Der Verkauf dauert bis 2 Uhr Nachmittags. Das Haufiren mit Marktwaaren ist erst von 11 Uhr Vormittag- ab gestattet.
• • Kartenbriefe. Die Nachricht, daß zum 1. November seitens der Reich-post mit der Ausgabe und Beförderung von Kartenbriefen begonnen werden soll, erweist fich, der „Nordd. Allg. Ztg." zufolge, als richtig. Die Kartenbriefe werden eine Einlage erhalten, welche verhindert, daß der Inhalt gelesen werden kann. Allerdings wird fich, der „Nordd. Allg. Ztg." zufolge, der Wunsch nicht erfüllen lassen, die Karten- briefe zu dem 5 Pfg.-Portosatz zu befördern.
* • Ueber die auch für Gießen wichtige Eanittisatto» bet Städte sprach in der eben in Karl-ruhe tagenden Versammlung des deutschen Verein» für öffentliche Geiuadheit-pflege Hofrath Professor Dr. Gärtu er-Jena. Das Thema verbreitete fich über die „Vortheile und Nachtheile der getrennten Abführung des Unterwasser» bei der Canalisatiou der Städte." Der Redner hat, in Gemeinschaft mit dem Korreferenten, Baurath H erzberg« verlin, eine Reihe von Leitsätzen ausgestellt, welche u. A. besagen: a. Die Abführung der Fäcalien und der Abwässer entspricht zur Zeit in den meisten Städten nicht den Ansprüchen, die vom hygienischen Standpunkt aus gestellt werden müssen, b. Die Schwemmcanalisation ist in vorzüglicher Weise geeignet, die Schmutzstoffe und die Regenwässer au» den Städten zu entfernen; indessen bietet die definitive Beseitigung der abgeführten Massen, insbesondere bet starken Regengüssen, erhebliche Schwierigkeiten. Außerdem ist ein vollständig durchgeführtes Schwemmshstem für Regen- und Abwässer in Anlage und Betrieb in der Regel für mittlere und kleine Städte zu theuer. o. Der Einleitung de» Regen- Wassers von den Straßen und Dächern in die offenen Wasserläufe stehen hygienische Bedenken im Allgemeinen nicht entgegen. d. Die Einführung von Trenniyftemen — gesonderte Abführung der Meteor- und indifferenten Jndusttiewäffer einerseits, wozu unter Umständen selbst eine geordnete oberirdische Ableitung genügen kann, und der Fäcalien, Hau»abwasser und differenten Jnduftriewässer andererseits — bedeutet gegen den jetzige« Zustand in den meisten Städten einen wesentlichen Fortschritt, e. Da» Trennsystem hat gegenüber dem jetzt üblichen gemeinschaftlichen System den Nachtheil, daß es bei Regenwetter den gesammten Straßenschmutz den Wasserläufen zuführt, während das gemeinschaftliche System bei starken Regengüssen nur einen Theil deS StraßenschmutzeS durch die NothauSgänge abgiebt, in diesen Fällen allerdings vermischt mit den HauSabwäfferu und Fäcalien- letztgenannter liebel« stand kann unter Umständen schlimmer als der erstgenannte sein. — Daß durch da» TrennungSsyftem bei der Berieselung ein größerer Theil von Pflanzennährstoffen verlöre« geht, ist nicht von Bedeutung, f. Ob ein getrennte» oder gemeinschaftliche» System in einer Stadt einzusühren ist, muß in jedem einzelnen Falle unter Würdigung der hygienischen, wirthschastlichen localen und sonstigen Verhältnisse besonder» untersucht werde«, wobei eine objective, vergleichende Berechnung der Betrieb»- und Anlagekosten für beide Systeme nicht fehlen darf." Der Referent verlangte u. a. die Einführung der Anzeigepslicht für Aerzte, bei allen austretenden JnsectionSkrankheiten und empfahl, den Aerzten, wie e» in England geschehe, für jede Anzeige eine Belohnung zu geben, sowie die Aerzte mit der Leitung der DeSinfectlon zu betrauen. Der Redner verlangte im Weiteren, daß die großen Städte nicht mehr ihr Trinkwaffer den Flüssen entnehmen dürfen. Er wolle damit keine»weg» sagen, daß die Schmutzwasser in die Flüsse geleitet werden dürfen. Im Gegentheil, in den meisten deutschen Städten müßte da» Flußwasser gereinigt werden. In den nächsten Jahrzehnten werden die großen Städte zweifello» da- Sammelsystem beibehalten. Das System der Zukunft sei jedoch, zum mindesten für die Mittlern und kleinen Städte, da- Trennsystem. Der Cor- referent, Baurath Herzberg-Berliu, äußerte fich in ähnlichen,. Sinne. Er wünscht, keinen Gegensatz zwischen Schwemm- und Trennsystem zu machen. Die Anlagekoften de» Trennsystem» seien wesentlich billiger, al» die Kosten eine» andern System-. Oberbaurath Baumeister vertrat die Anficht, daß die kleineren Städte ganz recht gethan hätten, die Meteor- Wasser in ihre Abwässer zu leiten, anstatt das Trennsystem anzunehmen. — Baumeister Lindleh Frankfurt a. M. hält das Trennsystem für werthvoll, steht aber im Uebrigen auf dem Standpunkte des Vorredner». Uebrigen» könne die Entscheidung, welche Einrichtung die bessere sei, nicht von der Größe einer Stadt abhängig gemacht werden, richte fich vielmehr nach den jeweiligen besonderen Umständen. — Baurath Stübben-Köln und Professor Fränkel-Halle schlossen sich diesen Ausführungen mit kurzen Worten an.
* * Der deutsche Fleischer Verband erließ an alle de» Verbände angehörenden Innungen einen Ausruf zu Gunsten der durch die Ueberschwemmungen in große Noth geratene« Coll eg en. Eine unter den hiesigen JnuungSmitgliedern veranstaltete freiwillige Sammlung ergab die Summe von fünfzig Mark, die an den Vorsitzenden be» Verbände», Herrn Stein- Lübeck, abgesandt worden find.
* * Handwerker Versammlung Auf die am nächsten Sonntag Nachmittag» 3 Uhr in Mainz stattfindende Versammlung hessischer Handwerker sei hiermit besonder» hingewiesen. ES wird u. o. über die demnächstige Organisation, wie auch über die Bildung von Handwerkerkammern eingehend verhandelt werden. Zu wünschen wäre, daß die Versammlung auch von Gießener Handwerkern zahlreich besucht würde, damit diese sich über diese wichtigen Fragen in- formtreu können.
• * Die diesjährige Generalversammlung bei Evangelische« Pfarrvereinl im Sroßherzogthnm Hessen wird in Frank- surt a. M. am 6. October l. I. im „Baller Hos", vormittag» Vt 11 Uhr, abgehalten werden. Die umfangreiche Tagesordnung enthält außer den Jahresberichten des Vorsitzenden, des Schriftleiters des „Kirchenblatts" und deS Rechners, sowie der Wahl des Vorsitzenden u. A. die Erstattung be» Berichte» ber WohlsahrtScommisfion, Thesen und DiScujfion über bie Bauordnung, eingeleitet von Pfarrer Nebel Laubach, Besprechung über die Einrichtung einer Festwoche, eingeleitet von Pfarrer Schick-Burg.Gemünden, unb einen Antrag, betreffend kirchliche Ordnungen, eingeleitet do« Pfarrer Köhler-Rohrbach.
• e Heber Rücktritt vom Miethlverttage wegen wohnlicher Mangel handelt die folgende Entscheidung de» Reichsgericht»:- Siu Rücktrittsrecht des Mi et her» bei Mängeln, die erst während der MiethSzeit entstehen oder fich soweit entwickeln, daß fie den Gebrauch der Sache ausschließen ober beschränken, ist nur bann begrünbet, wenn dadurch bie Sache zu bem be-


