Ausgabe 
17.7.1897 Erstes Blatt
 
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worauf die Nationalhymne gesungen wurde. Minister Thielen vollzog alßbaun die Weihe der Brücke und brachte zum Schluß ein Hoch auf das bergische Land au-. Dann richtete Minister Thielen au den Prinzen Friedrich Leopold die Bitte, die Brücke nunmehr für den Verkehr zu eröffnen. Der Prinz beschritt hierauf, vom Publikum lebhaft begrüßt, die Brücke. Hm IP/, Uhr traf der Prinz auf dem Bahnhofe in Remscheid ein. In der Concordia wurde da- Frühstück ein- genommen.

Wien, 15. Juli. In Laibach, Marburg, BeldeS und Triest wurde heute Morgen 7 Uhr ein heftige- Erd­beben verspürt, welcher besonder- tu Laibach beträchtlichen Schaden angerichtet hat.

Eger. 15. Juli. Der Bürgermeister Dr. Gschier sagte der Bürgerschaft öffentlichen Dank für die am 11. dS. ihm und den städtischen Organen gegenüber bewiesene ruhige und besonnene Haltung, wodurch allein große- Unglück von der Stadt abgewendet wurde.

Loudon, 15. Juli.Morntng Post" meldet aus Kon- stautinopel: Im gestrigen Mtnisterrath sei beschlossen worden, den Mächten soviel wie möglich nachzugeben, die Vorschläge wegen der Grenzregulirung jedoch abzulehnen.

Konstantinopel, 15. Juli. Auf dringliche- Anrathen des französischen Botschafter-, welcher gestern beim Sultan dinirte, erklärte letzterer tu einem eilig ins Palais zusammen- bernfeuen Mtnisterrath, daß er sich dem Willen der Mächte fügen müsse und einen raschen Abschluß des Friedens aubefehle. Auf die Bemerkung des GroßvezierS, daß der FrtedenSschluß nur unter Festhaltung der PeneioS-Linie von der muhamedantschen Bevölkerung gut geheißen werden würde, ermächtigte der Sultan nochmals den Minister des Aeußern, bet den Großmächten tn diesem Sinne zu tuterveniren. In Palastkreiseu ist man der Ansicht, daß der FrtedenSschluß nur noch eine Frage kürzerer Dauer sei und daß der Mtnisterrath bereits tn der morgigen Sitzung die Räumung Thessaliens beschließen werde. Um eventuelle Demonstrationen der musel­manischen Bevölkerung im Keime zu ersticken, werden in der Hauptstadt die schärfsten Stcherheit-maßregeln getroffen. Die Garnison soll beträchtlich verstärkt werden.

Rewyork, 15. Juli. Die canartfche Regierung beschloß, das Gesetz gegen die Einwanderung ausländischer Arbeiter sofort in Kraft treten zu lassen.

Berlin, 16. Juli. Aus Bergen wird gemeldet, daß der Kaiser gestern an Land gegangen ist und mit einigen Herren seiner Begleitung imHotel Norge" dtnirt hat. Der Kaiser trug das Auge noch verbunden. Die Weiterreise ist eingestellt. Am Samstag kehrt der Kaiser nach Kiel zurück.

Berlin, 16. Juli. Wie dasTagebl." meldet, steht v. Podbielski der Einführung der Karteubriefe zustimmend gegenüber.

Bodenbach. 16. Juli. Gestern wurde die hiesige Ge- werbeausstellung eröffnet. Die Feier gestaltete sich zu einer politischen Kundgebung dadurch, daß der Statthalter Graf Coudenhowe in Folge der Stimmung der Bevölke­rung fern blieb, während der hier begüterte frühere Statt­halter Franz Thun, der- das Protektorat übernommen hat, erschienen war und eine politische Ansprache hielt.

Darmstadt, 16. Juli. (Telephon-Mittheilung.) DaS Großherzogltche Paar nebst Tochter ist heute Vor­mittag aus England nach dem Jagdschloß Wolfsgarten zurück­gekehrt.

WB. München, 16. Juli. Die Kaiserin verläßt den Münchener Neuesten Nachrichten" zufolge Tegernsee am SamStag- sie begibt sich nach Berlin über München. Man nimmt an, daß die Kaiserin zu kurzem Besuche nach Kiel kommt.

Localer und j-rovinzielle».

Gießen, den 16. Juli 1897.

* Das Ehrenzeichen fdr Mitglieder freiwilliger Feuer­wehren wurde verliehen durch Allerhöchste Entschließung Seiner Königlichen Hoheit des Großherzogs vom 30. Juni dem Mitgliede der Freiwilligen Gail'schen Feuerwehr zu G'eßen, Gastw'rth Georg Atzbach.

* * Zustizpersonalieu. Ernannt wurden am 12. Juli der HülfSgertchtsschreiber am Amtsgericht GeruSheim Rico- lauS Distel zum HülfSgerichtSschreiber am Amtsgericht Octenberg und der HülfSgerichtSschreiber am Amtsgericht Orrenberg Daniel Jullmann zum HülfSgerichtSschreiber am Amtsgericht Gernsheim.

* * Oberheffischer Geschichtsverein. Im Jnseratentheil deS heutigen Blattes werden die Mitglieder des GeschichtSoereinS zu einem Ausfluge nach Butzbach eingeladen, wo neuer­dings wieder, wie schon vor längerer Zeit, der hoch ver­diente AlterthumSkennerHerr Geh. Oberschulrath Dr. Soldan aus Darmstadt Ausgrabungen vorgenommen hat. Indem wir hierauf aufmerkiam machen, sprechen wir den Wunsch aus, daß sich die Mitglieder und die Freunde des Vereins zu dieser interessanten Tour möglichst zahlreich zusammenfinden.

* * Kaufmännische Fachschule. Nachdem nun vorigen Samstag das kaufmännische VeretnShauS eingewe.ht worden ist, so wird nächsten Sonntag die Fachschule spec.ell ihrem Zwecke übergeben werden. Gleichzeitig wird an diesem Tage daS von der Schule gestiftete Geschenk (Regulateur mit elektrischem Läutewerk und zwei Stahlstiche) übergeben werden. Alle Schüler der Anstalt Winter- und Sommercursu» werden fich deshalb Sonntag den 18. d. MtS., Nachmittag- 3Va Uhr, in dem Vereinshause versammeln. Hoffentlich nehmen außer dem Vorstande und der Schulcommisfion auch viele Mitglieder an dieser Feier Antheil.

* lieber die Ertheilnug von Stenographie Unterricht im Heere hat da- Krteg-mintsterium folgende Verfügung an die Generalkommandos erlassen:Nachdem durch den Etat 1897/98 die nöthigen Mittel bewilligt wurden, find im Etat der Zahlung-stellen Pauschalbeträge zur Verfügung gestellt,

um nunmehr die Stenographie auch in den Capitulanten- Unterricht fakultativ aufzunehmen. Den Truppentheilen bleibt die Auswahl de- Systems überlassen, je nachdem geeignete Lehrkräfte vorhanden find und unter möglichster Berücksich­tigung der Wünsche der Schüler, um es diesen zu ermöglichen, dasjenige System zu erlernen, dessen Kenntniß ihnen für die spätere Civtlanstellung von Werrh ist. Um jedoch eine zu große Zersplitterung zu vermeiden, find zunächst nur daS GabelSberger'sche, da- Neu>Stolze'sche und daS Schrey'sche System zuzulaffen. Zum 1. Juli eines jeden Jahres zum ersten Male 1898 find Zusammenstellungen nach einem bestimmten Muster dem allgemeinen Kriegsdepartement einzusenden. Die Zusammenstellung soll enthalten die Anzahl der Schüler nach den verschiedenen Systemen, die Erfolge des Unterrichts und die Kosten für Unterrichtsmittel und den Unterricht.

Die für das GastwirthSgewerbe wichtige Frage, wer für nichtbezahlte Zechen haftet, der Wirth ober der Kellner, ist jetzt gerichtlich entschieden worden. Während e- tn allen kaufmännischen Geschäften selbstverständlich erscheint, daß die Angestellten ohne Borwiffen ihre- Prinzipal» Nie­mandem Credit geben, bedingen die eigenartigen Verhältnisse im gastwirthschaftlichen Betriebe, daß, streng genommen, jedem Kunden seine Zeche, wenn auch nur für kurze Zeit, creditirt wird. Dadurch ist die Gelegenheit zu Zechprelle- reteo, die namentlich in den Großstädten in letzter Zeit sehr überhandnchmeu, geboten. Der gerichtliche Bescheid stellt nun fest:Das Credttgewähren in Restaurants ist lediglich Sache des Kellners, insofern er Getränke und Speisen gegen Baar oder Marken entnimmt. Falls die Zeche nicht bezahlt wird, hat er allein den Schaden zu tragen. Eine Aus­nahme hiervon findet nur dann statt, wenn dem borgenden Gaste mit Wissen und Willen des WirtheS Credit gewährt und die Speisen ober Getränke, bie jenem vorgesetzt werden, an der Kasse lediglich ausgeschrieben, nicht aber vom Kellner in Baar ober mittels Marken bezahlt worben finb. In btesem Falle, wo ein Verschulden beS Kellners ausgeschlossen erscheint, ist dieser sür etwaige Verluste nicht haftbar.

** Wetterbericht. Bei weiter sinkendem Barometer hat das Gebiet deS niederen Druckes an Ausdehnung noch ge­wonnen und umfaßt mit Ausnahme de- NordwestenS und Nordens bereits ganz Europa. Centra liegen über dem Golf von Lyon sowie zwischen der Oder und der Weichsel. In Central-Europa sind die Druckuuterschiede gering und bestand auf unserem Gebiete am Morgen noch meist heiteres Wetter, während in der Schweiz und besonders in den südlichen Thetlen deS Elsaß bereits Regenfälle etngetreten find. Die Morgentemperaturen haben sich tn Süddeutschland im All­gemeinen wenig geändert. Voraussichtliche Witte- rung: Wolkiges, zunächst noch warme» Wetter mit ein­zelnen Gewittern und Strichregen.

Butzbach, 15. Juli. Zur Besichtigung des in un­serer Stadt garntsontrenden 1. Bataillons 5. Gr. Hess. Jnf.'Regts. Nr. 168 ist der Regiments-Commandeur, Herr Oberst v. Hann ecken, heute hier eingetroffen, aus gleichem Anlaß verweilt deshalb die Regimentsmusik bis zum Samstag Abend wieder hterfrlbst. Unter klingendem Spiel rückte Vormittags 11 Uhr, vom großen Exercierplatz kommend, das Bataillon tn das Kasernemeut wieder ein. DaS neu­erworbene, imLustgarten" hinter der Kaserne gelegene Ge­lände ist Dank zahlreicher Arbeitskräfte zum Turn- und UebungSplatz soweit hergerichtet, daß die planirte große Fläche bereits gestern schon tn Benutz genommen werden konnte. Ebenso wird jetzt die neuerrichtete, an der Wetter (Herrnmühle) bet Griedel fich befindliche Militär schwimm« und Badeanstalt tn Folge des heißen Wetters lebhaft benutzt. DaS Wasser hat dortseldst eine Tiefe von ca. 3 Meter.

K. Stockheim, 15. Juli. Aus dem heute auSgegebenen Verwaltungsbericht der Actien-Zuckerfabrik Büdingen in Stockheim ist zu ersehen, daß im abgelaufenen 13. Ge- schäftsjahre 483,990 Centner Rüben mit einem Kaufpreise von Mk. 326,112,82 zur Verarbeitung kamen, welche von 3143 Morgen geerntet wurden. Der DurchschnittSertrag pro Morgen betrug demnach rund 154 Centner, gegen 116 Centner im Vorjahre- der Zuckergehalt war durch­schnittlich 12,24 pCt. gegen 14,20 pCt. in 1895/96. Die Ausbeute war um 1,85 pCt. niedriger. Der Centner Zucker ist im Durchschnitt mit 10 Mk. 18 Pfg. verwenhet, gegen Mk. 11.74 in 1895/96. Fertig gestellt find 52631,19 Centner Zucker. Durch den um ca. 2 pCt. geringeren Zuckergehalt der Rüben und den Mk. 1.59 niedrigeren Zuckerpreis gegen daS Vorjahr wurde der geringe Rübenpreis veranlaßt. Während der Dauer der Rübenverarbcituug sind Betriebs­störungen nicht vorqekommen. Die DurchschnittSverarbeitung betrug betrug 6497 Centner per Tag, gegen 6790 Centner im Vorjahr.

A Ranstadt, 15. Juli. Im Laufe dieser Woche find in hiesiger Gemeinde zwei Unglücksfälle vorgekommen. Ein Schweizer auf drm hiesigen Hofe, Vater von mehreren Kindern, stürzte beim Strohherunterwerfen in die Tenne und starb an den Folgen des Sturzes. Ein Landwirth fiel beim Kleehcuabladen in die Liese seines Leiterwagens. Er liegt sehr schwer darnieder.

ok. Au8 Oberheffen, 15. Juli. Die ungeahnt große Verbreitung, welche das Fahrrad genommen, ist in erster Linie auf die Preßluftreifen, die sogen. Pneumatiks, die Er­findung des genialen Dunlop, zurückzuführen. Die durch diese mit Luft gefüllten Reifen ermöglichte Geschwindigkeit des Fahrens im Verein mit der Angenehmheit desselben ließen das Fahrrad zu einem Verkehrsmittel ersten Ranges werden. Die mittelst der PnrumaticS erzielten bedeutenden Vortheile des modernen Fahrrades hängen naturgemäß zu­sammen mit der in den Reifen herrschenden Spannung. Gewöhnlich suchen die Radfahrer da- Maß dieser Spannung mittelst Finger» oder Handdruck festzustellen. Erfahrungs­gemäß läßt sich aber durch da- Gefühl ein Druck über eine Atmosphäre nicht mehr erkennen. Da nun im Reifen des

Hinterrades eine Spannung bis zu zwei Atmosphären vor­handen sein soll, so ergibt fich daraus die Thatsache, daß viele Fahrer mit einem zu geringen Luftdruck in ihren Reifen fahren. Die Folge davon ist ein schwereres, lang- sameS Fahren und eine viel raschere Abnützung der Pneumatik- reifen. Darum bleibt verwunderlich, daß nicht jeder Rad- fahrer sein Fahrrad mit einem kleinen Instrument versteht, das ihm untrüglich sagt, wie der Luftdruck in drn Reisen beschaffen ist und sein muß. ES ist die» ein Fahrrad- Manometer (wie er von der rühmlichst bekannten Maschinen- ArmaturenfabrikSchäffer u. Budenberg" in Magdeburg. Buckau hergestellt wird und tn jeder Fahrradhandlung er­hältlich ist). Im eignen Interesse eineß jeden Radfahrer» liegt, seine Maschine mit solch' einem leicht anzubringen­den Manometer außzurüstev.

Dieburg, 14. Juli. Dem Arbeitßhaußaufseher Lehr von Altheim wurde am Montag Vormittag auf einem Acker hinter der Mörßmühle von einem Insassen deß hiesigen Arbeitshauses, von welchen er eine Abtheilung beaufsichtigte, beim Wurzelhacken mit einer Hacke die Schädel decke ge­spalten, sodaß er nach Darmstadt iu» Spital gebracht werden mußte.

A Mainz, 15. Juli. In dem nahen Nieder-Saul- heim sollte heute Morgen der wegen Unfug und Schmähung verschiedener richterlicher Beamten zu einer Freiheitsstrafe verurthetlte begüterte Besitzer der Thomaßmühle horten durch zwei Gendarmen und den Polizeidiener von Wörrstadt verhaftet werden. Al» die Beamten die Behausung de» Verurtheilten betraten, ergriff Thomas einen Revolver und gab daraus zwei Schüsse auf die Gendarmen ab, wovon der eine dem älteren der Gendarmen in die Brust drang und denselben lebensgefährlich verletzte. Nach der That versteckte fich Thomas in feiner Behausung und konnte erst, nachdem aus der Nachbarstation noch weitere Gendarmerie requirhn worden waren, verhaftet werden, wobei er fich wie ein Rasender benahm. Ein verlorener Civilproceß war die anfängliche Ursache, daß fich Thomas in Schmähungen gegen die richter­lichen Beamten erging, welchen er in öffentlichen Plakaten Meineid, Bestechlichkeit und alles Mögliche vorwarf. Schwer gefesselt wurde Thomas heute Nachmittag in daß hiefige Ge« fäugniß eingeliefert.

A Mainz, 15. Juli. Die Frage der Errichtung einer allgemeinen Handelsschule in Mainz fand in bem nichtöffentlichen Theil der gestrigen Sitzung de» hiesigen Stadtverordneten-Collegiums eine eingehende Besprechung, welche damit endete, daß man fich einstimmig für die Grün­dung einer solchen Schule aussprach. Auf mehrseitige An- regung hin hatte fich der Oberbürgermeister wegen der Er­richtung einer Handelsschule mit der Regierung in» Benehmen gesetzt und sagte die letztere sofort unter den Bedingungen Ihre Unterstützung zu, daß die Schule an die Realschule an« gegliedert werde, die Stadt die Schullocale stelle und für die Einrichtung derselben aufkomme. Diese Bedingungen acceptirten die Stadtverordneten und genehmigten gleich zeitig den Abschluß eines Vertrags wegen der Miethe eint» geeigneten Local». Nach einem Voranschlag beziffern sich die Ausgaben der Schule auf Mk. 12,000 und die Einnahmen auf Mk. 4000. Die Handelsschule soll ein Versuch sei«, um das Lehrlingsmatertal für den Haudelsstand zu bessern. Von der gleichfalls angeregten Errichtung einer Handels­akademie kam man ab, da die Kosten hierfür minbeftenl Mk. 100,000 betragen und zu deren Aufbringung in Stadt und Land wenig Neigung vorhanden.

Cassel, 15. Juli. Mit der gestern stattgefundenen Beerdigung des zweiten und dritten Opfers der bedauer­lichen Eisenbahn-Katastrophe hat der erste Abschnitt derselben seinen schmerzlichen Abschluß gefunden. Unter großer Betheiligung Seiten» der Bevölkerung und der Eisen» bahnbehörde fand zuerst um 4 Uhr Nachmittags die Be­erdigung des Herrn AngerSbach statt, bei welcher Herr Pfarrer Sperber eine tiefergreifende Grabrede hielt. Hierauf wurde die Leiche des Fräulein» Marie TraschewSky dem Schooße der Erde übergeben. Wenn gleich alle drei Fälle sehr traurig liegen, so wandte fich doch mit Rücksicht aus die begleitenden Umstände das Mitgefühl in hohem Maße der so jäh umgekommenen Braut zu. Der Friedhof war überfüllt von einer mitfühlenden Menschenmenge, welche an dem etwa 20 Minuten langen Weg von der Capelle bis zum Grabe ein dichtes Spalier bildete. Die Unteroffiziere der Garnison hatten auS eigenster Initiative bataillons- und theilS compagnieweise prachtvolle Kränze übersandt, ebenso die Königliche Eisenbahn Direktion und Private. In der Capelle legte eine Anzahl junger Damen BlumenbouquetS auf dem Sarge nieder. Die Königliche Commandantnr hatte den Unteroffizieren sämmtlicher Truppentheile Urlaub be­willigt, und eS betheiligten sich die der Infanterie- Regi­menter 83 und 167, des Husaren Regiments, deS 11. Feld- Artillerie-Regiment» und des Tram-BataillonS. Auch bei diesem traurigen Anlaß konnte man wahrnehmen, wie echte Kameradschaft bei unserem Heere herrscht. Als bie Leichen­träger ben Sarg aus ber Capelle tragen wollten, traten unverhofft zehn Unteroffiziere vor, trugen ben Sarg zur Bahre unb brachten ihn bis zur Gruft. Herr Gallasch von hier, welcher früher auch beim 1. Bataillon bei 60. Jn- santerie-Reglments gebient, bte FelbzÜge 1864, 1866 und 1870/71 nntgernacht unb burch bie Zeitung von ber An­wesenheit " bes Sergeanten Traschewsky vorn 60. Regiment Kenntniß erhalten, nahm sich beßfelben ebenfalls mit treuer Kamerabschaft an. Auf Einladung ber Eisenbahnbehörbe waren mehr als 100 Beamte unb Arbeiter erschienen, die Königliche Eisenbahn-Direction war durch die Herren Prä­sident Ulrich, RegierungSräthe Hövel unb Beckmann, Ban- inspector Düttig unb andere Herren vertreten.

* S»lda, 9. Juli, lieber eintheuereS Frühstück" wird derFuld. Ztg." geschrieben: Ein reicher Fabrikant l» einer hessischen Stabt ber Name thut ja nichts zur Sache,-

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