Ausgabe 
17.7.1897 Erstes Blatt
 
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W der Errichtung einti Mainz fand in bei ° Titznng bei hiesige emgehevde Beiprechuri, einstimmig sür die Gck ch. Lus mehrseitige A» lerweister wegen der b ' Regierung in! Benehvn unter den Lebingunga ale an die Realschule üe chullocale stelle und sti «. Diese Bedingung and genehmigten gleit Degen der Mehr euti mschlag bez'fiern sich die H)0 unb b\t Twvahm . svü rin Versuch (er handelSstaud zu besten Errichtung einer Handel- Losten hierfür windeste-i en Ausbriugllug in Trat u.

Zinsen auf demselben, wachsen von Jahr zu Jahr an, und wenn fich eine Generation mit einem solchen Acker herum- qeplagt hat, übernimmt ibn die nächste Generation nickt al«

TOrd>lid?e Anzeigen btt Stab* Oietzeit.

Evangelische Gemeinde.

Sonntag, den 18. Juli. 6. Sonntag nach Trinttattö- Gottesdienst.

Vormittags 73/^Ubr^*

GotteSdimst mit Christenlehre für die Neuconftrnnrien aus der Lucasgemeinde.

der nebenbei auch aus Liebhaberei fich mit der Geflügel­zucht abgiebt, hatte vor einigen Tagen von einem auswär­tigen Taubenzüchter zwei Paar Tauben einer seltenen Art fÄr 100 Mk. gekauft. An dem Tage, wo die Tauben, sorgsam in eine Kiste verpackt, eingetroffen waren, gab die Frau des Fabrikanten der Köchin den Auftrag, zum Frühstück ein Paar junge Tauben herzurichten. Die Köchin, welche die Tauben in der Kiste bereits gesehen hatte, glaubte den Auftrag ibrer Herrin auf ein Paar von diesen Tauben beziehen zu müffen, schlachtete ohne Weiteres zwei von diesen ab und bereitete fie zum Mahle vor. Als nun der Hausherr zum Frühstück kam, sah er zunächst nach seinen theueren und seltenen Tauben und fand zu seinem Schrecken, daß ein Paar fehlte. Als der Sachverhalt fich aufklärte, wurde der Fabrikant so ärger­lich, daß er auch dem zweiten Paare Tauben die Köpfe obriß und die Tauben der Köchin zuwarf mit den Worten: Dann braten Sie diese auch noch!

e Die Rathschlage des Rechtsanwalts. Die Frage, in» wieweit ein Rechtsanwalt mit seinen Rathschlägen seinen Clienten gegenüber gehen darf, unterliegt zur Zeit der Prü­fung des Ehrengerichtshofes der Berliner Anwalts» kammer. Ein dortiger Anwalt hat einem Clienten den Rath ertheilt, mit Rückficht auf die zu befürchtende Höhe der Strafe die Flucht zu ergreifen. Der Client befolgte den Rath seines Arwol'S, aber gefiel ihm nicht in dem Exil, unb da er dort sich keine Existenz gründen konnte, kehrte er nach Berlin zurück und stellte fich freiwillig dem Gericht, das ihn zu seiner eigenen Ueberraschung freisprach. Hinterher entstanden zwischen dem Anwalt und seinem Clienten Diffe- renzen wegen der Gebühren, die zu einem Civilprozeffe Ehrten. In diesem bürgerlichen Rechtsstreite kamen die Rathschläge zur Flucht zur Sprache, welche der nunmehrige Kläger dem Beklagten und früheren Clienten gegeben hatte. Der Civilrichter nahm von diesen Aufklärungen pfllichtschuldig Notiz und ließ die Sache an seine vorgesetzte Behörde ge­langen, durch welche die Sache an den EhrengerichtShof der Anwaltskammer ging, der demnächst über den Fall ent» scheiden wird.

DaS zu theure Kaufen von Aeckern ist die häufigste Ursache des Rückgangs und Ruins unserer Bauern- samilien. Niemals kann der Bauer eines solchen Besitzes froh toerfren; wie ein Alp lasten Capital und rückständige

Erbstück, sondern als Erbunglück, dessen fie fich am Beste» so bald wie möglich mit Schaden entledigt, damit es nicht im Zwangswege unter den Hammer kommt.

Univevfitäts - Nachrichten.

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Denkmal

für die hochselige Großherzogin Alice.

Dem Aufrufe folgend, welcher im Lande ergangen ist, um der unvergeßlichen

Großherzogin Alice

seitens der hessischen Frauen und Jungfrauen ein würdiges Denkmal zu errichten, find die Unterzeichneten behufs Samm­lung von Beiträgen in Stadt und Kreis Gießen zusammen­getreten.

Es kommt in erster Linie nicht auf die Höhe der Bei- träge, vielmehr darauf an, daß sich recht Viele an dem Werke beteiligen und dadurch ihre Liebe und Dankbarkeit an die edle Fürstin betätigen, welche in richtiger Erkenntniß des Berufes der Frauen und der Bedürfnisse unserer Zeit, die ihren Namen tragenden Vereine, für Frauen Bildung und Erwerb, sowie für Krankenpflege ins Leben gerufen hat. Bei­träge aus den Landgemeinden des Kreises bittet man an unseren Schatzmeister, Herrn Commerzienrath Heichelheim, gelangen zu lassen, in der Stadt Gießen wird eine Sammel­liste circuliren.

Freifrau von Gagern, Frau Commerzienrath Gail. Frau Oberbürgermeister Gvanth, Frau Major Goldmann, Frau CommerzienrathHeichelheim, Frau Oberamtsrichter Langermann, Frau Geheimrath Oncken, Freifrau von Ricou, Frau Geheim­rath Streng. Frau Bankier Wafferfchleben.

Vormittags 9'/- Uhr: Geh. Kirchenrath Prof. v. Köstlin.

Vormittags 11 Uhr: Militärgottesdienst. Pfarrer Dingeldey.

Nachmittags 3 Uhr: Versammlung der Kinderkirche der Lucas­gemeinde an der Johanneskirche. Pfarrer Dingeldey.

m Ä« der AriedbofSeapeae.

Vormittags 9»/s Uhr: Candidat Hotz aus Friedberg.

Im Eonffrma«de«saal, »enstadt 61.

Vormittags 8 Uhr: Gottesdienst mtt Christenlehre für die Neuconfirmtrien aus der MatthäuSgemetnde. Pfarrer Schlosser.

Vormittags 11 Uhr: Kinderkirche der MatthSusgemeinde. Pfarrer Schlosser.

. Abends 8 Uhr: Versammlung der Confirmanden-Vereinigung der Matthäusgemeinde in der Herberge.

Katholische Gemeinde.

Samstag den 17. Juli.

Nachmittags um 4 Uhr und Abends um 8 Uhr Gelegenhett zur hl Beichte;

Sonntag den 18. Juli. 6 Sonntag nach Pfingsten.

Vormittags von 6V2 Uhr an Gelegenheit zur hl. Beichte;

, um 672 Uhr erste hl. Messe;

um 77e Uhr Austheilung der hl. Communion;

um 8 Uhr zweit: hl. Messe; Militärgottesdienst mit Predigt;

um 97b Uhr Hochamt mit Predigt.

Nachmittags um 2 Uhr facramentalische Bruderschaftsandacht.

HMMrmß m der GymgWe

Samstag den 17. Juli 1897.

Vorabend 7->° Uhr, Morgens 8-° Uhr, Nachmittags 4 Uhr, SabbathauSgang 9» Uhr.

GottkSdienft der israelitische« Religionsgesellschasl

Freitag Abend 8 Uhr, Samstag Vormittag 8 Uhr, Nach- mtttag 4 Uhr, Sabbathausgong S25 Uhr.

Nachmittag 3« Uhr Gchrtfterttärung Bahnhofstr. 50.

Wochengottesdienst Morgens 6«° Uhr, Abends 8 Uhr

Temperatur der Lahn und Luft

nach Reaumur gemefien am 16. Juli, zwischen 11 und 12 Uhr Mittags:

Wasser 16'/,,°, Luft 16».

Rübsamen'sche Badeanstalt.

lurmeli

keiner

6807

Der Stadtrechner: Doepfer.

Zu verkaufen.

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Kaufgesuche.

Himbeeren

kauft bi->

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Pelikarr-Apotheke.

ermischte Anzeigen.

6800] Ein Beamter wünscht zum 1. September ein möblires Zimmer nebst Cabinet in einem recht ruhigen Hause in der Nähe des Walltbores eventuell auf längere Zett zu miethen.

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Todes-Anzeige.

Allen Verwandten, Freunden und Bekannten hiermit die schmerzliche Nachricht, daß heute Morgen 10 Uhr unser lieber Gatte, Schwiegersohn und Neffe

Herr Carl Brühl, Kaufmann,

plötzlich verschieden ist.

Gießen, den 16. Juli 1897.

Im Namrn der trauernden Hinterbliebenen: Familie Ph. Bob.

Die Beerdigung findet Samstag den 17. ds. Mts., Abends 6 Uhr, von der alten Klinik aus statt.

lin sollte schon als Bor- »5 fehlen. Thurmelm » * H, 1, 2u. 4 JL.

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Versteigerung.

borgen Samstag, den Mts., Nachmittags

1 Uhr anfangend, Fortsetzung und bchluß der Versteigerung im Bieker- Mn Saale, Neustadt 55. Es Bunt noch zum Ausgebot.

1 Mähmaschine, 1 Ausziehtisch, 1 Herrnschreibtisch, eine alte Truhe, 2 Nähmaschinen, eine Partie Tischwein, Vorlagen, Herrnklcider, Herrnwäsche usm.

6814 r - "

Bekanntmachung.

Das Wasser im Stadtbach wird wegen Reinigung desselben von Montag, den 19. d. M. ab während drei Wochen abgestellt. Während dieser Zeit findet der Zufluß des Wassers nur vom Samstag Abend bi« zum Sonntag Abend statt.

Gießen, den 15. Juli 1897.

Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen.

6792 Gnauth.

Bekanntmachung.

Das Pachtgeld von städtischen Triebvierteln und sonstigen Grundstücken für 1897 ist im Laufe dieses Monats bei Meidung der Bei­treibung zur hiesigen Stadtkasse zu bezahlen.

Gießen, den 16. Juli 1897.

SM. IHlMhM.

Freibank. 6713

Heute und morgen:

Stiersieifch

nicht ladenrein, per Pfd. 48 Pfg.

6390] Wobnung von 4 bis 6 Zimmern, möglichst mit Gartenanthetl. in der Ludwigstraße, Bleichstraße, Westanlage, Alicestraße oder deren Nähe per 1. Octbr. gesucht. Offerten unter B. 100 an die Expedition d. Bl

MkinstMeli,p.It.Hf.,

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mit groben Schaufenster« per bald gegen hohen Miethzins zu mielhen gesucht. Besitzer hievon, oder auch Besitzer von Hausern, d e sich zur Herstellung passender Localitäten eignen, werden gebeten, ihre Offerten zu richten an die Annoncen-Expeditton 6 L. Daube & Co., tn Bamberg unter Chiffre

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6816] Lade«, mtt oder ohne Wohnung, zu "itethen gesucht.

IZ, Offerten unter tt. X, an die Expedition Schneider. Tarator. dieses Blattes erbeten.

j Vermiethungen. |

6790, Kleines Logis mit Wasser­leitung zu vermiethen.

__«chützenstratze 14.

6656] SelterSweg 81, I»., eine Wohnung von 5 Ztmmern und eine solche von 4 Zimmern mit Zubehör und Garten vom 1. October an zu vermiethen-

o8o#] Ein kleines Familienlogis per 1. October zu vermiethen.

SelterSweg 2. H. Näh- im Laden.

6815] Einfach möbltrtes Zimmer >u vermiethen.___Liridengasfe 1

Men und Wohnung, seither von Herrn August Haßler inne­gehabt, ist per 1. October d. I. ander- weit zu vermiethen. 6805

I. Pfeffer, Marktplatz 6

Bergebaag vo» Bauarbeiteu.

Die zur Herstellung von Fußböden in Buchenriemenparket sowie von Oel- und Letmfarbenanstrichen in verschiedenen Lehrsälen des Gym­nasiums zu Gießen nöthig werdenden Schreiner- und Weißbinderarbeiten sollen öffentlich verdungen werden. Die Ausführungsbedingungen und Arbeitsbeschreibungen liegen in un* serem Amtszimmer zur Einsicht offen imb können letztere daselbst, mit Vordruck zu dem bezüglichen An­gebotsvermerk versehen, zum Selbst­kostenpreis bezogen werden.

Für die Bewerbung um diese Arbeiten, sowie für die Ausführung derselben sind die Bestimmungen des Minifterial-Erlasses vom 16. Juni 1893 maßgebend.

Angebote sind bis zum 24. Juli 1897, Vormittags 10 Uhr, versiegelt und mit entsprechender Aufschrift versehen, portofrei an uns abzugeben.

Zuschlagsfrist 14 Tage.

Gießen, den 8. Juli 1897. Großh. Hochbauamt Gießen.

___Renting.______6585

V erdingung.

Auf Bahnhof Großkarben sollen 1800 qm lflaster, einschließlich Lieferung der Ma- tnialten, im Wege der öffentlichen Aus, Meldung vergeben werden Die Be- Miiflunflen können gegen post- und bestell- grldfreie Einsendung von 50 Pfg. chaar) dvrch uns bezogen, auch können dieselben J unserem Geschältsbüreau, Poststraße 6, 8>mmer Nr 26, eingefehen werden.

_Die Angebote sind bis zum 28. Juli, l1 Uhr, post- und bestellgeldfrei, «r'chlosten und mit entsprechender Auf- versehen, an uns einzusenden, zu yltjeni Zeitpunkt die Eröffnung der An- : «ibote erfolgen soll.

Zuschlagsfrist 3 Wochen. 6797 - Srankfurt a. M., den 9. Juli 1897.

Königliche

_ Eisenbahn-Betriebs-Jnspection 2.

6793' Wer ertheilt täglichZeine Stunde latein. Unterricht? Offerten mit Honorar sud. B. 77 an die Exped. d. Bl.

Sichere Existenz

kann ein strebsamer, ortskundiger Mann d«rch Ucber«ahme eines gut florirenden Geschäftes sich a«ü«de«. Irgend welche Branchekenntnisse sind nicht erforderlich, dagegen Fertigkeit im Correspondiren. Zur Uebernabme sind ca. 1000 Mark er^ forderlich Nähere Auskunft ertheilt 6-i8 LttaSvy, Kaplansgasse 14, II.

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Kaffee

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