Ausgabe 
17.2.1897 Erstes Blatt
 
Einzelbild herunterladen

zum Angr ff auf Ranea und mit der Besetzung der nahe liegenden Höhen.

Wien, 16. Februar. DaßFremdenblatt" meldet auS Pola: Der RammkreuzerElisabeth" und der Torpedo« atilfoSatellit", sowie drei Torpedoboote erhielten telegraphisch Befehl, in Ausrüstung und Bereitschaft zu treten.

Loudon, 15. Februar. Eine Depesche auS Weymouth meldet: Während de» dichten Nebel» raunte am Samstag der DampferElan Graut" bei Portland mit furchtbarer Gewalt in den DampferUmtali" au» Natal hinein, der mittschiffs getroffen wurde und ein großes Loch erhielt. DieElan Grant", obgleich arg beschädigt, leistete Beistand. Beide Schiffe erreichten gestern Portland, wo 20 Passagiere de»Umtali" gelandet wurden.

Kauea, 15. Februar. Reuter Meldung. Der Befehl»« Haber der britischen Kriegsschiffe hat dem Prinzen Georg von Griechenland angedroht, wenn er die ihm vom Könige und der griechischen Regierung ertheilteu Befehle auS« führe, werde er zur Anwendung von Gewalt ihm gegenüber gezwungen fein. Diese unerwartete Haltung des Corn« Mandanten übt auf die kretischen Christen einen sehr tiefen Eindruck auS.

Depeschen deS BureauHerold."

Berlin, 15. Februar. Der Kaiser nahm den Vortrag de» Reichskanzlers gestern Nachmittag und heute Vormittag in dessen Amtswohnung entgegen. Die für heute Mittag projrctirt gewesene Fahrt nach Potsdam zum Frühstück beim Leibgarde-Husaren-Regimeut hat der Kaiser wegen dringender Regierungsgeschäfte aufgegeben.

Berlin, 15. Februar. Der Kaiser stattete gestern Nachmittag dem Reichskanzler einen Besuch ab und sprach auch heute bei demselben vor.

Berlin, 15. Februar. Von angeblich verläßlicher Seite wird derZeit" mitgetheilt, daß die russischen Garni­sonen an der deutschen Grenze in den letzten Wochen bedeutende Verstärkungen erhalten hätten. Ein russischer Eisenbahnbeamter bemerkte bei einer Besprechung dieser Angelegenheit, die Maßregel sei nur eine Folge der deutscherseits eingetretenen Truppenvermehrung.

Karlsruhe, 15. Februar. Nach dem officiellen Wahl« refultot hat bei der ReichStagS-Ersatzwahl in Donau­eschingen der nationalliberale Dr. Merz 11 Stimmen Majorität erhalten.

Mannheim, 15. Februar. Die Generalversammlung der Mannheimer Börse beschloß mit 41 gegen 38 Stimmen die Auflösung der Produkten«Börse. HA

Luxemburg, 15. Februar. Die Erbgroßherzogin vou Luxemburg wurde in der letzten Nacht von einer Prinzessin entbunden.

Wien, 15. Februar. Da»Fremdenblatt" meldet, daß der französische Admiral als rangältester Admiral vor (Sone« den Oberbefehl über die internationale Flotte über­nehmen und die Operationen leiten wird.

Bonbon, 15. Februar. Ein bedeutender Credit Ist der provisorischen Regierung von Creta vom hiesigen Gtäbit Lyonnais eröffnet worden.

London, 15. Februar. Der Commandant des türkischen Schiffe», welches von Griechen beschossen und verfolgt wurde, hat bei dem englischen Admiral Beschwerde geführt. Letzterer erklärte dem griechischen Commandavten, daß er l Gewalt anwenden werde, wenn da» Geschehene sich noch einmal wiederholen sollte.

London, 15. Februar. Gladstone telegraphirte au» Cannes an denDaily Graphic", daß er es nicht wage, Griechenland aufzumuntern, doch wäre er über einen Erfolg Griechenland» glücklich.

Petersburg. 15 Februar. Graf Murawjew erklärte dem griechischen Gesandten in äußerst scharfen AuS« drücken, daß da» agressive Vorgehen der griechischen Regierung die russische Regierung sehr verstimmt habe und geeignet sei, Griechenland die Sympathien Rußland» zu entziehen.

Koustautiuopel, 15. Februar. Wie verlautet, soll im gestrigen Ministerrath beantragt worden sein, daß türkische Truppen sofort in Cassalla einrücken.

Bombay. 15. Februar. Die Pest nimmt eine immer größere Ausdehnung an und scheint sich auf ganz Indien erstrecken zu wollen. Die verschiedenen Häfen find bereits heimgesucht und die Europäer werden von der Epidemie nicht verschont.

Berlin, 16. Februar. Zur heutigen goldenen Hoch- zeitßfeier widmen die Morgenblätter dem Fürstenpaar I Hohenlohe warme Glückwunschartikel.

Berlin, 16. Februar. Wie dieNatl. Corresp." hört, ist die Meldung, daß Diäten für die Reichstags- Rbgeordneten in Sicht ständen, unbegründet.

Wien, 16. Februar. Die Zahl der österreichisch« I ungarischen Kriegsschiffe vor Creta wird beträchtlich vermehrt. Außer den bereits dort liegenden zwei Torpedo« I schiffen erhielten weitere Schiffe Befehl, abzugehen. Da» Geschwader Oesterreich» wird eine Besatzung von 1200 Mann anfweisen.

Rom, 16. Februar. Aus vielen Universitätsstädten wird I telegraphirt, daß die Studenten Philhellenische Mee-I ting» abhalten.

Pari», 16. Februar. Frankreich hat zwei Kreuzer nach Canea beordert, fodaß sich dort 2 Panzerschiffe, 3 Kreuzer »nd eine Contre-Torpille befinden. England ist vertreten durch ein Admiralschiff, 3 Panzerkreuzer, 3 Kanonenboote und 3 Contre-Torpedoboote. Erwartet wird noch das italienische Geschwader, bestehend auS einem Panzer und 4 Kreuzern. Rußland ist nicht geneigt, seinen von 2 Kreuzern unterstützten beiden Panzern weiteres Material folgen iu lassen " 8

H. Athen, 16. Februar. Der Kriegsminister ertheilte dem Obersten vaffo», welcher gestern in Creta mit »

griechischen Truppen gelandet, den Befehl, die Vereinigung CretaS mit Griechenland zu proclamiren und die türkischen Behörden abzusetzen.

1 .

. CoceUs nnO prroiitsteltef#

Gießen, den 16. Februar 1897.

* Ernennung. Seine Königliche Hoheit der Groß« Herzog haben Allerguädigst geruht, am 13. Februar den Lehrer an dem Neuen Gymnasium zu Darmstadt, Piofeffor * Dr. Wilhelm Hensell, zum Director an dem Gymnasium Fridericianum zu Laubach, mit Wirkung vom 16. April l. I. an, zu ernennen.

* * Auszeichnungen. Seine Königl. Hoheit der Groß« Herzog haben Allergnädigft geruht, dem Arbeiter bei der Lederfabrik Corneliu» Hehl ia Worm», N kolau» Kleber dorrselbft, das Allgemeine Ehrenzeichen mit dec Inschrift Für treue Arbeit", der Hebamme Eva Katharine Zopf in Hornbach die Silberne Medaille des LudewigS-OrdeuS zu verleihen.

* * Tagesordnung für die Sitzung der Stadtverordneten' Versammlung Donnerstag den 18. Februar 1 897, Nachmittags 3% Uhr pünktlich: 1. Ausbau btr Moltke- straße von der Gtünbergerstraße bis zur SBiefed. 2. Schaffung eines Lagerplatzcredits. 3. Chausfirung der Feldwege im Neustädterfeld. 4. Bauliche Erweiterung der Realschule.

* * Sitzung deS Provivzial AusschnffeS vom 13. d. MtS. Der ProvlnztalauSschuß hatte in seiner letzten Sitzung über zwei Recurse gegen die Entscheidung deS KreiSauSschusseS zu Gießen wegen Ntchtgenehmigung von Wirthschaftsbetrieb zu verhandeln. Der erste Fall betrifft das Gesuch deS Philipp Mauk dahier, welcher in seinem Hause, an den Bahnhöfen Nr. 20, Wlrthschaft betreiben, und dabei auch Branntwein auSschänken will. Dies Letztere hatte der KreisauSschuß ver­sagt. Der Gesuchfteller ließ durch seinen Anwalt besonders betonen, daß durch die im Bau begriffene Güterhalle und die Anzahl der in der Nähe beschäftigten Arbeiter ein Be« dürfnlß zum Branntweinverzapf vorliege, doch hat der Pro« vlnzialauSschuß sich hiervon nicht überzeugen können und den Gesteller ebenfalls abgewiesen. Der andere Fall betrifft ein Gesuch deS Heinrich Kröck V. zu Heuchelheim. Derselbe will in nächster Nähe der C'garrenfabrik von Rinn und ClooS eine Schaukwirthschaft eröffnen und sucht seinen RecurS durch die Erklärung zu begründen, daß es für die Arbeiter sehr erwünscht sei, in nächster Nähe ihres Beschäf« tigungsorteS ihr Bier und ihren Branntwein trinken zu können. Auch sei in der Straße ein sehr reger Verkehr vorhanden, der sich immer noch steigere, wodurch sich daS Bedürfniß nach einer besseren Wlrthschaft recht fühlbar mache. Auch Kröck war durch einen Anwalt vertreten, doch wurde auch hier daS abweisende Erkenntnlß de» KreiSauSschusseS bestätigt. Zuletzt kam noch ein Antrag deS Gr. KreiSamts Gießen auf Entziehung der WirthschaftSconcesfion dH Karl Kratzenberger zur Verhandlung. Da die Sittlichkeit gefährdet schien, so wurde die Oeffentlichkelt ausgeschlossen. Der ProvlnzialauSschuß hat auf Entziehung der WtrthschastS- concesfion erkannt.

* Von der Universität. Der Decan der theologischen Facultät überreichte gestern, am Vorabend deS Melanchthon Jubiläum», dem Professor der Theologie, I^ic. theol. Oßcar Holtzmann im Namen und Auftrag der theologischen Facultät der Kaiser WilhelmS-Universttät zu Straßburg das Diplom eines Ehrendoktors der Theologie. DaS Elogium rühmt in ihmnovi testamenti Interpretern solertem aagacem, rerum judaicarum acriptorem eruditum ele­gantem. adolescentibua ad munua aacrum inatituendia toto animo deditum.

** Die Feier bei vierhunberijahrigen Geburtstages von Philipp Melanchthon, demLehrer Deutschlands", zu welcher Rector und Senat der LudwigS-Univerfität ein­geladen hatten, fand heute Vormittag 11 Uhr in der großen Aula der Universität unter zahlreicher Betheilignug in pro­grammmäßiger Weife statt. Die Krauße'fche Militärcapelle eröffnete die Feier mit den erhabenen Klängen desHalle- lujah" aus demMessias" von Händel, woraus derAkade- mische Gesangverein", zum ersten Male unter der meister­haften Führung seines neuen Leiters, deS Herrn UniverfitätS« MusikdirectorS Trautmann den ChoralWer faßt, wie groß du Schöpfer bist" auS der MotetteLob und Ehre" von I. S. Bach anstimmte. Die Gedächtnißrede hielt der dies« jährige Decan der theologischen Facultät, Geh. Kirchenrath, Professor D. Köstlin. Er ging davon aus, daß Philipp Melanchthon von vornherein einen Anspruch auf die dankbare Sympathie gerade der UnlverfitätSkreife habe und es darum berechtigt fei, daß nicht etwa nur die philosophische, ober theologische Facultät, welchen belben er angehört habe, son- bern bte Universität in ihrer Gesammtheit biefen Gebenklag festlich begehe. Denn Melanchthon war mit Leib ueb Seele, nach Neigung unb Begabung ein Professor.Extra uni- veraitatem non eat vita, lautet ein Wort von ihm. Er wußte mit ben Studenten in Liebe und Ernst zu verkehren und, so unansehnlich er an Gestalt war, nach Umständen auch aufzutreten, wie er einmal mit dem Degen In der Hand mitten in einen tumultulrenben Stubentenhaufen hlnelntrat, der eben zum Sturm aus baß churfürstliche Schloß sich an« schickte, um einen gefangenen Commilitonen zu befreien, unb durch sein mannhaftes Auftreten bie Leute zwang, auSeinanber zu gehen. Er hielt bie Unabhängigkeit ber Wissenschaft hoch; er ist In einer gährungSvollen Zeit ber Träger unb Vor­kämpfer beS UnlverfitätSgebankenS, ja thatsächlich durch da» beispiellose vertrauen, da» er weit über Deutschlands Grenzen hinaus genoß, unb grunbsätzlich burch bte Forderung, auf die Quellen zurückzugehen, der Vater des modernen Uni« verfitätSwesenS. Er hat die Vorbildung zum akademischen Studium auf feste Grundlagen gestellt, den höheren Unter­richt geregelt, ihm durch bie Schüler, welche er gebilbet, durch bte Lehrbücher, bte er verfaßt hat, auf lange hinaus das Gepräge gegeben, in voll m Sinne baß, was fein Ehren­titel besagt, berPraeceptor Germaniae*. Aber bteß wäre *

er in diesem Umfang und mit der nachhaltigen Wirkung niemals geworben, hätte er nicht ben entscheibenben Schritt gethan, sich rückhaltlos zu ber religiösen Bewegung zu be­kennen, bereu Träger unb Mittelpunkt Luther war. Dadurch, daß er die Wissenschaft zur Sache der Reformation und bte Reformation zur Sache ber Wissenschaft machte, hat er nicht etwa nur ber evangelischen Kirche, sondern auch ber Wissen­schaft selbst ben größten Dienst gethan, sie grunbsätzlich vorn mittelalterl'chen GetsteSzwang befreit unb ihr bte fortbauernbe, steige Einwirkung ans bie deutsche Bildung gesichert. So bedeutend Melanchthon als Humanist, als Begründer ber auf ber Kenntniß ber griechischen Sprache unb Literatur ruhenben, mobernen Bilbung, als Reorganisator ber Universitäten (Wittenberg, Tübingen, Heibelberg, Leipzig, Frankfurt a. O., inbirect Königsberg, Marburg, Jena rc.) ist, feine weltgeschichtliche Bebentung liegt doch zuletzt nur darin, daß er das Werkzeug ber Reformation gewesen ist. Da» war bte entscheidende That seines Lebens. Dem Genossen Luther'» gilt denn auch eigentlich bie heutige Feier. Melanchthon'S Anthell fchtlbernb, führt bet Rebner weiter qu«, baß bie EntschelbungSihat Melanchthon » nicht wie die Luther» baS Gepräge einer heroischen Kraft« unb Gewissen»- that trage, vielmehr baS eine» fortgesetzten Opfers Der Refor­mation, bie er auS innerster Urberzeugung heran» für bie Sache Gottes hielt, opfert er ben Beruf, ben er nach Gabe unb Neigung als feinen gottgewiefenen Beruf anfah: der Humanist wich fast ganz betn Theologen. Mit Dank erfüllt un» daß; benn ohne Melanchthons Mitarbeit wäre Luther» Bibelübersetzung nicht baS geworben, wa» sie ist, in ben loci ist Melanchthon ber erste Dogmatiker ber Zeit- in ber auguatana hat er ber jungen Kirche baS Bekenntniß geschenkt, welches unter allen anberen noch am meisten Gemeingut ge­worben ist. Ader er selbst hielt sich nicht für einen Theo­logen von Beruf. Seine theologische Arbeit hat ihm Kämpfe zugezogen, bie baS letzte Jahrzehnt feines Lebens zu einem peinvollen Martyrium gemacht haben. Wa» bie Zeit forderte, bte HerauSarbeitung beS Gegensatzes, war nicht seine Sache, benn fein bialectifdj geschulter Geist schliff eher bie Gegen­sätze ab; seine Gabe war bie Formnlirung, bte Vereinigung, ber Ausgleich. So hat er an seiner kirchlichen Arbeit auch keine volle, reine Freude gehabt. Die unter feinen Hänben entstehende Staatskirche war ihm baß geschichtlich Nothwen- biße, Unvermeidliche, aber nicht baß, wa» er wollte, benn ihm war bie Kirche immer eine geistlich bestimmte Größe. Auß ber Verquickung ber kirchlichen Interessen mit ben poli­tischen sieht er eine Tyrannei erwachsen, bie unerträglicher ist, als bie vorige. So geht ein tragischer Zug burch sein Leben. Rebner erklärt benfelben auß ber heimothlichen Eigenart beß Manneß. In bem Lanbstrich, ba Melanchthon» Geburtsstabt Bretten liegt, berührt sich ber schwäbische Charakter mit bem unterfränkisch«pfälzischen. Der zähe Jnbioibualißrnuß beß Schwaben ist gemilbert durch bie Schmiegsamkeit beß Pfälzer», aber er schlägt doch vor in der Neigung, die Gegensätze beruhen zu lassen, weil die Wahrheit in der höheren Einheit geahnt wird; in dem dialektischen Bedürfniß, alle» auf eine Formel zu bringen, von dieser aber praktisch möglichst wenig Gebrauch zu machen, in bem unbefriedigten Jdealißmuß, ber nie zur Ruhe kommt, auf theologischem Gebiet in bem Bedürfniß unb ber Gabe ber Vermittlung bei voller Außwlrkung der JnbivibualitSten. Melanchthon» Beurtheilung war je nach ber Zeitstimmung eine verschiebene. Vielleicht kommt baß, wa» In seiner Zeit feine Schwäche war, noch zur Geltung, wenn man seiner Abneigung gegen bte falsche Sichtbarkeit ber Kirche nach heutigem Verstänbniß unb heutiger Erfahrung weiter nachgeht unb ber Meinung wirb: baß baß Wesen, bie Realität ber Kirche nicht in Kirchenparlamenten sichtbare Gestalt hat, fonbern in ber Gemeinbe, bte ben Glauben in ber Liebe barstellt unb auSwlrkt. Mit bem Hinblick auf Sülze» Ge­meinbeideal unb SohmS Geisteskirche unb ber Mahnung, an bem wissenschaftlichen JbealiSmuS Melanchthon» festzuhalten, chloß ber Rebner. Sobann ging er zu ber Verkünbigung ber Ehren'Pr omo tionen über, welche bte theologische Facul­tät zur Feier beß Tages vorgenommen hat. Zu Doctoren ber Theologie würben ernannt auß ber Mitte ber philo- ophischen Facultät: Herr Geh. Hofrath Prof. Dr. Siebeck in Gießen; von ben Leitern ber theologischen Jugenb: Herr Prof. Dr. Flöring am Prebigerseminar Friedberg; von den Theologen beß Kirchenregimentß: Herr Oberconsistorial- rath Walz in Darmstadt; von ben Lehrern ber Gelehrten« chulen beren würbtger Senior: Herr Professor Wilhelm Stamm in Gießen; von ben Trägern beß practischen Pfarr- amtß: Herr Kirchenrath Decan Stock, Pfarrer in Stockhausen, ?err Decan lic. theol. Wiener, Pfarrer in Wormß; von den Vertretern der Sprachwissenschaften: Herr Dr. Max Rieger, Mitglied der Bibelreviston» > Commission (zugleich verdienst« volleß Mitglied der Landeß-Synode) und Herr Geh. Hofrath )r. Geizer, Professor der klassischen Philologie in Jena. ; Chorgesang (Schluhchor auß dem 42. Psalm von Mendel»« ohn) unb ber ChoralWir treten zum Beten", von ber Capelle gespielt, schloß bie würbige Feier.

* Theater-Verein Die gestrige Vorstellung beß Theater« iückßDaß letzte Wort" von Franz v. Schönthan zeigt un» ben Verfasser alß geschickten, kenntoißreichen, poe­tischen unb gemüthvollen Schriftsteller. Geschickt ist er in ber Wahl seiner Mitarbeiter, ob sie nun Paul v. Schönthan ober Moser ober Kabelburg heißen;Daß letzte Wort" frei­lich hat er leider allein verfaßt. Kenntnißreich ist er bei der Verwendung aller der theatralischen Mätzchen, die in Pro« vinzialstädten biß zu 10000, sagen wir biß zu 24 000 Ein« wohnern noch immer einen wohlthuenden Eindruck machen. Und poetisch! und poetisch!! E» ist gleichgültig, obkleine BlÜthen, kleine Blatter" oberfüllest wieber Busch unb Thal" ober aucho lieb', so lang' du lieben kannst" mit ber er» greifenben, schlichten Einfalt beclamirt wird, welche stet» stimmungsvoll wirkt; baß Herz, auch beß verhärtesten Zu­schauers, geräth unweigerlich in einen Aggregatzustand, te bem baß von unserem gemüthvollen Franz nunmehr herbei-

ifSfl

wA»*.

u <«* th.il »«*6'e w« f«* ° fettf iiir» »i« °° iarti««-6 (it K-H'i'" ti, Rltllldi Igitt« (aghtn IM *'

Hilf 3«» liljrale 1,8

Sle6« 6 »uni 8»(4® wollen. 3® Herr und Fr efaflen.

8 »» Inrm

tu«, 65. wirb dort ai Liedenkops d

* Hai

gekommenen für dir Fols willigen Fe> tztraßen, zu erfolgen wie seither Irowaelfig schlllge ohn halb @ie6tm Feuerwehr«' iuoereS) erst

»* Der besteht nach 18 Ortschasti haben im ®i t< entfallen kleinen Mi «iigiieder bi b-ch 22; 2) Lda. 25,2; rod 31, z; (

,BeM

leH

Snfprtid Flur und den brigeme i^runbba^tn lüften, die tbnschrieben

brnm »om Erschein rechnet, dahie begründen, a Lerirägebesti gelöscht unb tation-verzett 1 Gewarl Jacob A ffau, geb. zx Wt VI. flr.

n. Gew P'ter Ri

^b. Herd zu tz *r. 93.

Job. M

Nur1 JV Gew

G

L «

K. 8t»«f

^^rzogljch

^"tb^Erung t soll fl^Möltn,

**^55» usr * ««»ti