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. Der Hießener Anzeiger erscheint täglich, mit Ausnahme deS
Montags.
Die Gießener Pamilienötätter werden dem Anzeiger wöchentlich dreimal beigelegt.
Erstes Blatt. Sonntag den j7 Januar
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Kießener Anzeiger
Kenerat-Mnzeiger.
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2lmilid?er Theil.
Bekanntmachung,
betreffend Maul» und Klauenseuche- hier Verbringung von Schlachtvieh aus verseuchten Orten in das Schlachthaus nach
Frankfurt a. M.
Wir bringen hiermit zur Kenntniß der Interessenten, daß das Verbringen von Schlachtvieh in das Schlachthaus zu Frankfurt a. M. aus den durch Maul und Klauenseuche verseuchten Orten nur unter folgenden Bedwg- ungen gestattet ist:
1. Das Einbringen des erwähnten VteheS in baß Schlachthaus zu Frankfurt a. M. kann nur am .
Dienstag, Mittwoch oder Freitag stattfiaden.
2. Gesuche um Erlaubnis zum Verbringen von Vieh aus verseuchten Orten nach dem Schlachthaus in Frankfurt a. M. find mindestens vier Tage vor dem in Aussicht genommenen Tage des Einbringens an uns zu richten.
3. Heber die erfolgte Ablieferung hat der Begleiter des Viehes eine Bescheinigung der Viehhoss Veteri- närpoltzei zu Frankfurt a. M. der Bürgermeisterei des Herkunftsortes beizubriugen.
Gießen, den 15. Januar 1897.
Grobherzogliches Kreisamt Gießen, v. Gagern.
Gießen, den 15. Januar 1897.
Betr.: Wie oben.
Das Grotzherzogliche Kreisamt Gießen
au die Grotzh. Bürgermeistereien des Kreises.
Die vorstehende Bekanntmachung wollen Sie zur Kenntniß der Jateresienten bringen und namentlich die in Ihren Gemeinden wohnenden Viehhändler auf dieselbe aufmerksam machen.
v. Gagern.
Gesunde«: 2 Pferdedecken, 1 Handschuh, 1 Shlips, 1 Schnupftabaksdose, 1 Fenstervorhang, 1 Pelzkragen, zwei Taschentücher, 1 Portemonnaie mit Inhalt, 2 Spazierstöcke, 1 Pferdekummet, 1 Meßstange.
Gießen, den 16. Januar 1897. Großherzogliches Polizeiamt Gießen, v. Bechtold.
VeßcvsrrLg.
153. Plenarsitzung. Freitag den 15. Januar 1897.
Auf der Tagesordnung sicht wiederum der Etat des Reichsamts des Innern. Die Discuision über den Titel G-Halt des Skaatssecreiärs wird wieder ausgenommen.
Sächsischer Geh. Rath Fischer tritt der gestrigen Behauptung teS socialdemokratischen Abg. Schönlank entgegen, daß das sächsische Lereinsgesetz parteiisch gegen die Socialdemokraten gehandhabt werde. Lhatsache sei auch, daß die Beschwerden geg n die Handhabung des Vereinsrechts in Sachsen im letzten Jahre abgenommen hätten. Die Sache mit der Leipziger Zeitung set über Gebühr aufgebauscht; bas Blatt sei überdies nicht amtlich, Herr Schonlank wisse zwischen officiell und officiös anscheinend nicht zu unterscheiden. Beleidigend sei vor Allem gerade die Presse der SocialdLmokraten selber. Im llebrtgen bandle es sich hier um persönliche Angriffe, die nicht vor den Reichstag gehörten., -f ii.-Lte*,
Abg. Schönlank (Soc.): Daß die „Leipziger Zeüung" amtliches Organ set, stehe fest. Sie siebe ebenso wie das „Dresdener Journal" im Etat. Wenn er Alles Vorbringen wollie, was in Lachsen gesetzwidrig gegen die Socialdemokraten seitens der Be- börden geschehe, könnte er Stunden lang reden. Gegen die Soctal- demokraten fei in Sachsen Alles erlaubt und noch etwas mehr. Von einer gewissen Seite seien einmal sehr angesehene Geistliche gefragt worden: „Habt Ihr nicht ein bischen Vertrauen zu mir?" Nun, wir haben auch nicht das mindeste Vertrauen, auch nicht so viel! (Beifall bei den Socialdemokraten.) r,__
Abg. Stolle (Soc.): Die Ausführungen des sächnschen Bevollmächtigten entsprächen nicht der Wahrheit. Wie habe man beispielsweise den Gesangverein „Frohe Sänger" behandelt. Mit land- wtrthschaftltchen Vereinen werde ganz anders umgegangen, wenn sie auch wirklich noch so sehr Polit.k trieben. Von Coalittrns- sreiheit der Arbeiter sei in Sachsen gar keine Rede mehr. Wenn da die socialdemokratischen Abgeordneten nicht hier sprächen, dann müßten die Steine reden. Die Arbeiter ständen schlechthin außcr-
Sächsisch^er Bevollmächtigcr Fischer erklärt es sur eine Un- »ahrheit, daß der Minister o. Metzsch jemals angeordnet oder angeregt habe, die Gesetze sollen den Socialdemokraten gegenüber anders ausgelegt werden, als gegenüber Anderen.
Abg. Stolle: Und ich erkläre e8 sur eine Unwahrheit, wenn «eh. Rath Fischer bestreitet, daß Minister M-tzsch gesagt hat, die vesetze seien genüber den Socialdemokraten anders zu handhaben, als gegenüber Anderen.
Nunmehr wird die DiScuision geschlossen.
Es folgt der Etat des Gesundheitsamtes. Auf Anfrage des Abg. Weiß (fr. Vp.) bemerkt
Direc or Koehler, die Erhebungen, darüber, in welcher Weise den Gefahren der Milzbrandantteckung bet der Roßhaar- rc. Industrie i zu begegnen set, seien abgeschlossen. Das Material liege vor. Daß 1 ernste Gefahren dabet beständen, sei richtig. Das inländische Roßhaar aber sei durchaus nicht mit einem Makel behaftet, sondern nur ausländisches. Da das Desinfecttonsoersahren Nachtheile für die besseren Qualitäten bringe, set die Sache nicht so etnsach, wenn die Industrie nicht schwer geschädigt werden soll. Den Regierungen fei jedenfalls Alles daran gelegen, die Angelegenheit zu baldigem Abschluß zu bringen. Man möge ihnen aber keinen Vorwurf dar- i aus machen, wenn Maß gehalten werde. Hoffentlich können sie schon im nächsten Jahre befriedigendere Aufschlüsse geben.
Abg. Grtllenberger (Soc.): Etwaige Nachthelle der Fabrikanten könnten hier nicht in Betracht kommen, denn eS handle sich für die A beiter um Leib und Leben. Der Bundesrath müsse durchaus aus Grund des §120a der Gewerbeordnung Vorgehen und auch die gewerbliche Aufsicht muffe fchärser werden.
Abg. Rettich (cons.) verlangt eine allgemein durchgesuhrtc Nahrungsmitrelcontrole. An einer systematischen Controle fehle es heutzutage noch fast überall. Bayern habe bereits gezeigt, wie die Sache practtsch angefaßt werden könne Es bedürfe einer umfassenden Organnaiton der Controle aller Nahrungsmittel, denn \ gegenwärtig berühr die Entdeckung von Nahrungsmittelsäffchungen eigentlich nur aus Zufälligkeiten und gelegentlichen Denudationen. •
Direclor Köhler: Die Regierungen legen st.engen Nachdruck \ auf genaue Durchführung des Nahrungsmttlelgesetzes und auch in f Preußen liegt die Sache keineswegs so, daß nur auf Denunciationen | hin Untersuchungen von Nahrungsmitteln ftatifinben. Hier in Berlin namentlich findet eine ständige Eontrole statt. In Bezug auf Wein, Petroleum und eine ganze Reihe anderer Stoffe sind ja auch Bundes- raths-Vorschristen ergangen, welche die Controle regeln. Ferner ist eine Vereinigung hervorragender Chemiker zusammengetret-n, welche allgemeine und sprctelle Vorschriften über eine generelle Nahrungs- mittelcontrole auszuarbeiten im Begriff steht. Diese würdrn eventuell d.n für das Reich zu erlafsenden Vorschriften zu Grunde gelegt werden können. r t
Abg. Schultze (Soc.) regt, unter Hinweis auf Todesfälle an Sonnenstich im letzten Sommer, an, bad Arbeiten an zu heißen Tagen zu verbieten.
Abg. Röficke (wild) bemängelt an der gegenwärtigen Art der Nahrungsmitlclcontrole, daß sie zum Theil durch nicht hinreichend qualificirte Personen erfolge, so die Uniersuchung der Milch auf Der Straße durch Schutzleute. Erfreulich fei, daß jetzt die bedeutendsten Chemiker Deutschlands über geeignete Untersuchungsmethoden be- riethen, und zwar, wie er ausdrücklich betonen wolle, auf Anregung des Gesundheitsamts. Die Behörden sollten, ehe sie zu einschneidenden Verordnungen aus diesem Gebiete schreiten, sich stets vorher an das Reichsgesundheitsamt wenden.
Director Köhler: Bestimmungen, wonach LandeSbehorden sich an das Gesundheitsamt zu wenden hätten, gebe es nicht. Glaube man sich durch eine behördliche Verordnung benachtheiligt, so bleibe eben nichts übrig, als sich mit Beschwerden an die einzelne Landesregierung zu wenden.
Abg. LangerhanS (sls. Vp.) erinnert daran, daß neuerdings mehrfach versucht werde, die Aerzte in gewissem Sinne als Gewerbetreibende zu behandeln. Diese Frage müsse aus jeden Fall einheitlich für das ganze Reich geregelt werden.
Abg. Weiß (frs. Vp.) ist von den Erklärungen des Direcctors Köhler hinsich!lich der Roßhaarindustrie nickt befriedigt. Von Nürnberg her wisse er überdies, daß auch bei Verarbeitung inländischer Haare die Milzbrandgefahr nicht so gering se», wie jener gemeint habe.
Director Köhler: Die Kosten der Desinfeciion dürften allerdings keine Rolle spielen, wenn der Erfolg verbürgt sei, aber das sei eb<n nicht der Fall. Er bitte nochmals, nur noch ein Jahr wenigstens zu warten. . r „
Abg v. Vollmar (Soc.) wünscht, daß überall die Namen der Sünder gegen das NahrungsmittUgesetz acht Tage lang öffentlich angeschlagen würden, wie das in München geschehe. DaS werde mehr helfen, als kleine Geldstrafen.
Director Köhler: Das Gericht bat schon jetzt das Recht, die Veröffentlichung des Urtheils vorzuschreiben. Diese durch Gesetz obligatorisch zu machen, ohne Rücksicht darauf, wie der Einzelfall liegt, wäre doch auch nicht unbedenklich.
Das Capitel wird genehmigt.
Beim Capitel Patentamt bemerkt auf Anfrage Hammachers Geh. Ratb Hauß: Nach Lage der Sache würden bei einer internationalen Paientreckts.Union die deutschen Jotertssenten doch zum Theil ungünstiger gestellt sein, als jetzt, wo Deutschland den Weg der Sp clalverträge eingrschlagcn habe.
Abg. Jakobskötler (cons) beklagt, daß die Auslegung von Erfindungen beim Patentamt nicht selten mißbräuchlich ausgenutzt werde. Auch wünscht er Organisation der Patentanwälte.
Geh. Rath Hauß: Die Auslegung muß erfolgen, damit DU Interessenten prüfen können, ob nicht ihre bestehenden Reckte durck das nachgefuchie Patent vecletzt werden. Das Durchpau en von Zeichnungen ist verboten. Wenn trotzdem einmal ein Mißbrauch e.folgen sollte, so stehen ja dem Erfinder alle Rechtswege offen, lieber die Organisationöfrage sind Verhandlungen etngeleitet, aber
noch nicht abgeschlossen.
Abg. Müller-Sagan (frs. Vp) erklärt sich entschieden gegen einen Befähigungsnachweis für Patentanwälte; näher liege da die Errichtung eines Ehrenraths für Patentagentcn.
Geh. Rath Hauß: An einen Befähigungsnachweis habe ich gar nickt gedacht; es giebt auch andere Wege zu einer Organisation.
Das Capitel wird genehmigt.
Das Capitel Reich?Versicherungsamt wird auf Aktrag des Centrums an die Budget-Commission verwiesen.
Bei Capitel Cunalamt wünscht
Abg. Hahn, daß an jeder Der beiden Canalmundung n stets je ein Dampfer zur Verfügung stehe behufs schnellerer Durchschleusung der Sck'ffe. Den ausgebaggerten Schlamm solle man nicht mehr, wie bisher, an eine Stelle bringen, wo er -'»r Verschlammung eines Hafens führen müsse, sondern vielmehr aus Wiesen und Mooren zu beiden Seiten des Canals ablagern. Weiter sei eine größere Berück- sicktigung der deutschen Küstenschiffer im Concurrenzkampf mit den holländischen unb den dän'scken Schiffen nolIM, und zu dem Behuf müsse der bisher den Schiffen bis zu 50 Registertons gewährte
niedrigere Tarifsatz auf die bis TOO Tons ausgedehnt werden, denn es habe sich gezeigt, daß die deutschen Küstensch'ffe meist mehr als 50 Tons faßten. Weiter regt Redner noch eine anberroeite Regelung des internationalen W^gerechts zu Wasser an. Es Dürfe nicht Den Höchst.fischerei Dampfern zugemuthet werden, den Seglern auszu- wcichen.
Geh.-Rath Jonqulöres: Ueber die Mängel, über die Vorredner zu Anfang feiner Rede klagte, sollen Ermittelungen angestellt werden. Die Betriebsordnung ist übrigens vom Canalamte selbst« ständig erlassen worden, nobel man grundsätzlich das Schleppen zu» Nachtzeit vermieden Hal. Eine Ausdehnung des ermäßigten Tarrss bis zu 1000 Registertvns vorzunehmen, dazu liegt kein Anlaß vor, denn in den letzten zwei Monaten, October unb November, haben bei dem jetzigen Tarif von 19 niederländischen Schiffen 16 den höheren Satz bezahlt, dagegen von 1717 deutschen nur 214! ES ist doch auch ausgeschlossen, daß wir, wie dies der Binnenschifferei- Verband verlangt, unseren Tarif ausdrücklich gegen zwei fremde Flaggen richten. Was das Wegerecht betrifft, so haben wir s. Z. bei Den internationalen Verhau Dlungen denselben Standpunkt eingenommen wie der Vorredner, aber bei den anderen Seestaaten kein Entgegenkommen gefunden. Wir werden aber die Frage im Auge bebalten. ßctpilgec bemängelt die luxuriöse Beleuchtung des Canals, sowie daß nicht maschinelle Vorrichtungen getroffen seien, um Verkehrsverstcckungen, wie sie erst kürzlich wieder durch das Sinken eines großen Dampfers entstanden seien, schneller zu beseitigen. Was solle werden, wenn solcher Unfall bei einer Mobil- ^"^^Cstb^Rath^Jon quid res: Wir haben Auskunft eingefordert, ob eine Beschränkung Der Beleuchtung möglich sei, die Antwort aber ist nicht wenig ermuthigend ausgefallen. Die Bergung so schwerer Dampfer, wie in dem erwähnten Falle, erfordert so viel geübte» Personal und kostspieliges Material, und macht so viel Kosten, daß das Canalamt das nicht übernehmen kann. Wenn die vorhandene vortrefflich ausgerüstete Bergungsgefillschaft wochenlang braucht, um ein solches Sch'ff zu heben, so läßt sich auch nicht erwarten, daß eine fiscalische Verwaltung schneller zum Ziele käme. Aber nm solche Stockungen zu vermeiden, bedarf eS auch nicht bloß der Bergung gesunkener Schiffe, sondern man kann nur vorbeugen durch Vorkehrungen, um das Sinken zu verhindern. Nach dieser Richtung sind Vorkehrungen getroffen. Mehr, als geschieht, kann mit den Mitteln, welche Der Etat uns gibt, nicht geschehen.
Das Capitel wird genehmigt.
Morgen 1 Ubr: Petition und Initiativanträge.
Sckluß 58/4 Ubr.
Deutsches Reich
Hamburg, 15. Januar. Der Arbeitgeber-Verband hielt heute Nachmittag abermals eine geheime Sitzung ab, über deren Ergebniß bislang nichts verlautet, will den Theilnehmern strengste Dsccekion auserlegt ist. Einzelne Gruppen der Arbeitgeber sollen bereit sein, mit den Arbeiter- commissionen zu unterhaudrlo, während die Majorität bisher an dem früheren Beschluß festhalte. — Am Abend lag dichter Nebel über der Elbe, der Die Schifffahrt unmöglich machte. — Nach einer Zusammenstellung des StrikecomirsS wurden bisher 260 Strafmandate für Strikende erlaffen und 141 Verhaftungen vorgenommen. In einer Versammlung der Schauerleute wurde mitgethrilt, die von der Yacketfahrr-Gesellschaft beabsichtigte Uebermuftexung der Heizer und Trimmer von dem erlaufenden Schnklldampfcr ^Nor- niannia" auf den „Fürst B smarck" sei vereitelt worden. Die Leute hätten die Einwilligung verweigert. Frkf. Ztg.
tteuefte Mrch^chtE»
^vlffS telegraphisches Sorres»or!ve»r-Bme«A.
Dortmund, 15. Januar. Wegen BetriebSeivschränkung entläßt die Zeche „Crone" 300 Arbeiter.
Petersburg, 15. Januar. Wie in hiesigen maßgebenden Kreisen verlautet, gilt die Valutaregulirung als definitiv gesichert und steht die Publikation eines Ukas bevor, welcher die sofortige Prägung unter Abänderung der Inschrift „Imperial" von 10 bezw. 5 auf 15 bezw. 7»/, Rubel anordnet. Man nimmt danach an, daß die auf die Valutaregulirung bezügliche DiScuffion im ReichSrathe lediglich akademisches Jntereffe beanspruchen darf und erblickt in der bevorstehenden definitiven Einführung der Goldwährung einen Beweis für die Autorität deS FinanzminifterS trotz aller Gegen- beftrebungen.
Scija (Provinz Sevilla), 15. Januar. In der hiesigen Gegend herrscht große Roth. Hungernde Männer und Frauen fallen die Karren an, in denen Lebensrnittel gefahren werden- auch fordern sie von Fußgängern unter Drohungen Almosen. Man befürchtet eine Zunahme der Unruhen.
Depeschen des Bureau „Herold".
Berlin, 15. Januar. Der Kaiser hat sich heute Vor- mittag lOVa Uhr nach Buckow begeben, um daselbst den alljährlich um diese Zeit auf den dortigen Feldmarken statt- findenden großen Hasenjagden beizuwohnen.
Berlin, 15. Januar. Ende Februar gedenkt daS Kais er paar, wie die „Post" hört, im Zusammenhang mit der Cmtennarseter deS Geburtstages Kaiser Wilhelms I. den ’ Hof zu einem großen Costümfeste um sich zu versammeln,


