für das schon jetzt größere Vorbereitungen getroffen werden. Die Trachten und Uniformen des Jahres 1797 sollen in getreuer Nachbildung für die Coftüme aller za dem Feste Ge- lodenen maßgebend sein.
Berlin, 15. Januar. Der Vorstand der Reichstages beschloß heute in der schwebenden Restauration-- An» gelegenheit, dem Restaurateur für 10 Kcllner je 1 Mk. pro SitzungStag zu bewilligen. Die weitergehenden Ansprüche deS Restaurateurs (er verlangte u. A. 4000 Mk. Entschädigung pro Sesffon) wurden abgelehnt.
Berlin, 15. Januar. Die Budget-C ommission deS Reichstages berieth heute die einmaligen Ausgaben deS Post-Etats. Sämmtliche geforderten Neubauten für Dresden, Bromberg, Köln, Croffen a. d. O., Gießen, Geestemünde, Halberstadt, Ulm, Hannover und Karlsruhe wurden bewilligt.
»erlitt, 15. Januar. Zu einer langwierigen Vernehmung hatte sich, wie die „Staatsbürger-Zeitung" berichtet, gestern der Polizeipräfident v. Windheim bei dem Untersuchungsrichter Herr in Moabit eiugefunden. Die Vernehmung begann 10 Uhr Vormittag- und hatte um 3 Uhr Nachmittag- noch nicht ihr Ende erreicht. Der Landrichter Herr führt die Untersuchung in der Sache Tausch.
Frankfurt a. M, 15. Januar. Die „Franks. Ztg." meldet au- Königsberg: Die Zwangshaft gegen den Redacteur der „Hartung'fchen Zeitung" wurde heute nach einer fünfstündigen Dauer aufgehoben, da der Gewährsmann, der den Eommandanturbefehl überbracht hatte, sich freiwillig den Richtern gestellt hat.
München, 15. Januar. DaS Gesuch des VertheidigerS deS Raubmörders Berchtold um Wiederaufnahme des Verfahrens wurde abschlägig beschieden.
Paris, 15. Januar. General Bourbaki liegt in Bayonne hoffnungslos darnieder.
Berlin, 16. Januar. Der frühere Director der Rheinisch-Westfälischen Bank, v. Kri e gSh eim, theilr der „Kreuzzeitung" mit, daß die über ihn in einigen Berliner Blättern gestern ausgebreiteten Meldungen von Anfang bi- Ende unwahr seien.
Berlin, 16. Januar. Die diesjährige General-Versammlung des Bundes der Landwirthe wird am Montag den 15. Februar wjederum in Berlin im EircuS Busch abgehalten werden.
Antwerpen, 16. Januar. Die Seebehörde verhängte über die aus Indien kommenden Schiffe eine Qu ar an- i än e.
Antwerpen, 16.Januar. Der Aus stand in Hoboken dauert fort. Die Arbeiter fordern auch den Rücktritt des Directors Hartwig und des Aufsehers Schneider.
Antwerpen, 16. Januar. Bei einem Kirchenraub in Schobten wurden für 50000 Frs. Werthpapiere sowie die goldenen und silbernen Kirchengeräthe entwendet.
Petersburg, 16. Januar. In Zarskoje Selo bemerkte der Zar einen arbeitenden Gärtner und winkte ihn zu sich heran. Oer Wachthabende des Zaren glaubte, der heraneilende Mann bedrohe den Zaren und feuerte deshalb einen Schuß auf ihn ab, der ihn sofort tödtete. Der Zar ist in Folge bi,s Vorfalles sehr erregt.
Warschau. 16. Januar. In der Anthracitgrube von Roschia bei Rostow am Don brach Feuer aus. Sämmtliche Gebäude geriethen in Brand und wurden völlig ein- geäschert. Von 700 in der Grube befindlichen Arbeitern wurden 15 grtödtet, ebenso ein Ingenieur.
WB. »erlitt, 16. Januar. Go luchows ki traf heute Vormittag hier ein und wurde am Bahnhofe von dem Botschafter Szögenyi und dem UnterstaatSsecretär Rotenhan empfangen. Er fuhr sodann mit dem Botschafter nach dem Bristol Hotel und dann nach der österreichischen Botschaft, wo er frühstückte. Sodann stattete er beim Reichskanzler und einigen Botschaftern Besuche ab. Abend- 71/2 Uhr findet Audienz bei dem Kaiser, um 8 Uhr Diner bei den Majestäten statt.
Locale» rrnd provinzielles-
Gießen, den 16. Januar 1897.
♦ * Die «udgetcommisfiou des NeichSlages hat die Kosten für den Erweiterungs-Umbau des hiesigen Hauptpostamts bewilligt.
** Evangelischer Bund. Wir machen auch an dieser Stelle darauf aufmerksam, daß am Montag Abend in Stein- Garten ein Familtenabend stattfiadet. Herr Pfarrer vr. Richard Weitbrecht, der den Vortrag hält, ist weiten Kreisen bekannt nicht nur als Redner, sondern auch als Schriftsteller. Besonders seine kirchengeschichtlichen Erzäh- lungen, die er „Ketzergerichte" betitelte, sind in vielen Händen. Da auch das Thema deS Vortrags: „Deutsche Nationaldenkmäler als Merksteine deS Protestantismus" allgemeines Jutereffe erweckt, so darf man einem genußreichen und Belehrung bringenden Abend entgegensehen.
* • Eiscoucert. Heute Sonntag Nachmittag von 2 bis 4 Uhr wird die ganze hiesige Regimentscapelle auf der Eisbahn des EiSvereins concertiren. Das Eintrittsgeld beträgt für Mitglieder 10 Pfg., für Nlchtnmglieder 30 Pfa. (S. Inserat.)
* * Panorama. Das Panorama bringt heute eine ganz neue Serie von Böhmen. U. A. Carlsbad, Marien- bad, FranzenSbad, Teplitz, Pilsen, den herrlichen Böhmerwald, Rübezahls Revier, AderSbach und Wt.ckUsdorf, sowie Königgrätz, Gttschin, Sadowa, Nachod und die Schlachtfelder von 1866. Diese Serie bleibt nur 2 Tage, bis Montag Abend stehen, da das Panorama schon am Donnerstag geschloffen wird und nur noch eine Prachtserie zur Ausstellung kommt für 3 Tage.
y Der Thealerverein wird als zweites Stück dieses Winters nächsten Donnerstag: Bauernfeld'S „Bürger
! lich und Romantisch" seinen Mitgliedern darbieten. ES trifft sich hübsch, daß diesmal zwei Oefterreicher unmittelbar aufeinander folgen — Schnitzler, im besten Sinne ein moder- I ner Mensch, dessen „Liebelei" uns ein ergreifendes Sittenbild aus dem heutigen Wien vor Augen stellt, und der Altmeister des Wiener Lustspiels, der uns in die dreißiger Jahre zurückführt, und uns die damalige österreichische Gesellschaft sch ldert, wie sie sich in einem Badeorte zusammensindet. Ist Schnitzlers Stück mit socialem Confltclstoff gesättigt, so ath- men wir in Bauernfelds Lustspiel all das Behagen jener harmlosen Zeit, wo ein Mädchen schon für romantisch und emanc'pirt galt, wenn es ohne männlichen Schutz, nur mit einer Begleiterin, auf die Reise geht. Bauernfeld ist der Vertreter einer Gattung des Lustspiels, die leider in Deutschland auSgestorben ist — und, wenn wir offen sein wollen, eigentlich nur von ihm erfolgreich gepflegt wurde. Was bleibt denn von den meisten unserer deutschen Lustspiele übrig, wenn wlr die deutsche Biederkeit, deutsche Philister- haftigkeit und allerhand plumpe Spässe abziehen? Diese Ingredienzien, auS denen die Töpfer und Benedix ihre Stücke brauten, verschmäht Bauernfeld und sucht uns vor allem durch die Schärfe der Character- und Stttenschilderung und durch die Feinheit und Lebendigkeit des Dialoges zu fesseln. Der Ruhm, den ihm seine Zeitgenossen spendeten, daß er in der Führung des Dialoges von keinem deutschen Lustspieldichter erreicht werde, gebührt ihm auch heute noch. Bauernfeld knüpft an die Tradition des französischen Conder sationSstücks an, daS bet ihm jedoch einen neuen Character I gewinnt. Seinem Witz ist viel Phantasie und Humor bei- gemischt, dadurch erhalten seine Stücke eine gewisse poetische Färbung, die von der Nüchternheit der Franzosen absticht und mehr an Shakespeare erinnert. Bauernfeld hatte das Glück, daß er ein Theater vorfand, das seine Stücke nach seinen Intentionen spielte und für ihre Wiedergabe einen eigenen Stil schuf und noch heute bewahrt. Für Bauernfelds Stücke haben wir eine Bühn-ntradttion in demselben Sinne wie für das Repertoire des Theätre frangais. Der ausgesprochene oder unausgesprochene Wetteifer mit dem Burgcheater ist ein Sporn, der die Schauspieler bei der Aufführung Bauernfelts zur Entfaltung ihres besten Könnens veranlaßt. Davon werden wir uns auch am nächsten Donnerstag überzeugen können, wo zwölf Mitglieder des Frankfurter Theaters, und darunter gerade die Lustspieldarfteller, hier eintreffen werden, um Bauernfelds beliebtestes Lustspiel uns vorzuführen.
** Umbau der Sladtkirche. Von der Gesammtvertretung der evangelischen Kirchengemeinde wurde fast einft'mmig beschlossen, dem Umbau der Stadtkirche nach Plänen der Herren Architecten Stein u. Meyer zuzustimmen und der hierzu aufzuwendende Kostenbetrag in Höhe von 60,000 Mk. bew>lligt. Der Hauptzweck dieses Umbaues ist Erhöhung der Fenster und Neuanlage solcher, um mehr Licht in das Innere zu schaffen. Die obere Empore wird entfernt, wodurch daS Innere des Gebäudes würdiger sich gestaltet. Ferner wird die Orgel vollständig umgebaut, um genügend Platz für den Sängerchor zu schaffen. Die zur Empore führende Treppe wird aus dem Innern entfernt und ein besonderes Treppenhaus auf dem Platz des jetzigen alten Spritzenhauses errichtet. Außerdem ist eine Erneuerung der Heizanlagen, die Entfernung der befecten Fliesen in den Gängen und deren Ersatz durch Terrazzoboden vorgesehen. DaS Dach der Kirche wird vollständig neu mit Schiefer | gedeckt werden. Mit dem inneren Umbau der Kirche wird auch das Aeußere eine Aenderung erfahren und ist nach den vorliegenden Plänen eine wirkungsvolle Umgestaltung zu erwarten.
** Warnung. Nach hierher gelangter Mittheilung sucht das zu Amsterdam unter der Firma „Bankvereinigung Grün & Co." bestehende Bankgeschäft Theilnehmer an einer unter seiner Leitung stehenden Loosgesellschaft zu gewinnen. Da hier ein ähnliche- Unternehmen wie dasjenige der Firma M. Linden in Rotterdam vorzuliegen scheint, vor welcher bereits im December v. I. dringend gewarnt worden ist, so kann dem Publikum zur Vermeidung von Schädigungen nur geraihen werden, sich aus Geschäftsabschlüsse mit der Firma „Bankvereinigung Grün & Co." nicht einzulaffen.
** Die letzte Sitzung des hesfischen Eisenbahnbeirathes findet nach einer Mittheilung der „Frankfurter Zeitung" am 28. ds. Mts. statt. Infolge der Verstaatlichung der Lud- wigSeisenbahn werden künftig die Sitzungen des Eisenbahn- beiratheS für die EisenbahndirectionSbezirke Frankfurt a. M., Mainz und Cassel in Frankfurt a. M. abgehalten.
** Für Besitzer von Slaatilosen. Bei der nunmehr wie alljährlich wieder erichienenen Liste sämmtl'cher gezogener, unerhobener in- und ausländischer StaatSloose befinden sich eine große Anzahl bedeutender Treffer, die seit Jahren gezogen, aber nicht abgehoben sind, wa- sich ganz besonders auf Türken FrcS. 400.— Loose bezieht. Die Darmstädter Bank-Firma Marx Söhne hat sich bereit erklärt, Interessenten Loose unentgeltlich nachzusehen.
** Schulstatistisches. Im Großherzogthum Hessen bestehen zur Zeit noch 101 consessionelle Schulen. Davon sind 50 kath., 49 evang. und 2 israelitisch. Alle übrigen Schulen (889) sind simultan. Die meisten ConfessionSschulen befinden sich im Kreise Heppenheim, nämlich 20 (10 kathol. und 10 evang.). Keine ConfessionSschulen sind in den Kreisen Darmstadt, Gießen und Schotten.
** Altersschwäche bei Krankeukaffeumitgliederu. Ist Altersschwäche bei Kaffenmirgliedern als Krankheit anzusehen? Diese Frage wird sich in jeder Kassenverwaltung oftmals geltend machen. Die Antwort daraus lautet „N e i n". Altersschwäche ist ein Zustand normaler Entwickelung und daher keine Krankheit, welche letztere begreiflich einen Zustand normaler Störung deS Gesundheitszustandes darstellt. Im Sta- dium der Altersschwäche bcfindliche Kaffenmitglieder können daher auf Grund derselben einen rechtlichen Anspruch auf Krankenunterstützung nicht geltend machen^ Es dürste sich empfehlen, dieselben auf die Beantragung der Invalidenrente
aufmerksam zu machen, sofern letztere noch nicht beansprucht sein sollte.
Rieder-Ohweu, 15. Januar. Die elektrische Beleuchtung der Maschinenschlofferei des Herrn Hch. Walther ist nicht wie früher berichtet, Weihnachten zum ersten Male in Thii! tigfeit getreten, sondern es wird damit noch bis Mitte nächsten Monats anftehen. Die Dynamomaschine stellt Herr Walther in eigener Werkstätte her. — Nicht genug aber damit, daß zwei Industrielle sich der electrischen Energie zur Beleuchtung bedienen wollen, sondern es wurde auch der Wunsch aus- gesprochen, ein allgemeines ElcctiicstätSwerk zu errichten. Ein Consortium hat sich schon gebildet, und wenn die gute Sache warme Vertreter findet, wird sich bald ein Jeder deS Herr- lichen Lichtes erfreuen können. Man wird dann nicht allein Wohnungen und Straßen beleuchten, sondern wird auch mit- tels der Electricität dreschen und sogar die Futterschneid maschinen antreiben. Welche Annehmlichkeiten bringt nicht alle das neunzehnte Jahrhundert in seinen letzten Jahrzehnten.
Darwstadt, 15. Januar. Der frühere Staatsminister v. Hofmann ist von einem schweren Verlust betroffen worden, indem seine Gemahlin, geb. Kekulv, nach kurzem, aber schwerem Leiden entschlafen ist.
□ Darmstadt, 15. Januar. Die in diesem Jahre wieder aufgenommenen Hochschul-Vorträge erfreuen sich einer so lebhaften Frequenz, daß heute beim ersten derselben den Herr Baurath Prof. Koch, Docent für Eisenbahn- und Wasserbau, über den N or doftsee-Canal hielt, die Aula der Technischen Hochschule die Erschienenen nicht zu faffen vermochte. Herr Koch, der lange Jahre sich in leitender Stellung beim Bau des Canals befunden und daher doppelt werthvolle Aufschlüsse auS eigner Erfahrung geben konnte, auch in mächtigen Wandkarten und Plänen vom Canal usw. Unterstützung seiner Darlegungen fand, erwähnte zunächst verschiedene Vorgänge, bezw. Vorprojecte deS Canals und kam dann auf dessen Bedeutung zu sprechen: eine Abkürzung des Seeweges zwischen Nord- und Ostsee um co. 22 Stunden für Dampfer, 3 Tage und mehr für Segelschiffe und Ber Meldung des gefährlichen Weges an der dänischen Küste, wo jon 1858—85 nicht weniger als 6916 Strandungen vor- kamen. Ganz besonderen Nutzen, und schon jetzt, bringt auch ber strategisch sehr wichtige Canal der Küstcnsch fffahrt. Die Baukosten betrugen 156 Mill. Mark. Der Canalspiegel ist horizontal, doch ist theoretisch ein Unterschied zwischen den Wafferständen bei Brunsbüttel (Nordsee-Seite) und Holtenau (Ostsee-Seite) von 13 (Zentimeter bestimmt. Der vorhandenen Strömung im Canal von der Ostsee nach der Nordsee zu entsprechend hat man die Canalsohle von Rendsburg nach letzterem Meere zu mit Gefälle angelegt. Mit 9 Meter Tiefgang übertrifft der neue, 98 Kilometer lange Seecanal alle seitherigen. Die Baukosten waren bei ihm Verhältnis:, mäßig am geringsten, nämlich pro Kilometer 1,7 M'll. Mk. (beim Suez Canal 3,1, beim Canal von Korinth 9 Mill. Mk.) Die kurze Bauzeit für die eigentlichen Bauarbriteu voa 6Va Jahren wurde prompt eingehalten. Durchschnittlich waren täglich 4000 Arbeiter beschäftigt- ca. 81 Millionen Kubikmeter Erdmassen wurden bewegt. An den Enden befinden fich mächtige Schleusen, von denen die BrunSbütteler wegen der Ebbe und Fluth in der Unterelbe für gewöhnlich geschloffen ist. Vier Bahnen kreuzen den Canal, die in großen Hochbrücken (bet Levensau, Grünenthal usw.) und Dreh- brücken bis zu einer bisher nicht erreichten Durchfahrtweite von 50 Meter (bei Rendsburg) übergeführt find. Die Beleuchtung des Canals geschieht in der Hauptsache durch Glühlampen. Am 20. Juni 1895 wurde daS mächtige Friedenswerk, zu dem Kaiser Wilhelm I. am 3. Juni 1887 den Grundstein der Holtenauer Schleuste legte, durch eine glänzende Feier in Gegenwart Kaiser Wilhelms II. und der BundeSsürsten, unsrer und der fremden Flotten eingeweihr. Der finanzielle Erfolg des Betriebes litt bisher etwas darunter, dast die Groß'ch,fffahrt an den neuen Weg sich noch nicht gewöhnt hat, aber Anzeichen der Besserung find vorhanden. Mit den überaus anerkennenden Worten deS Fürsten Bismarck angesichts der Leistungen deutscher Technik bet diesem Werke und einem Hinweis auf die Bedeutung der Technischen Hochschule für die Entwickelung der deutschen Technik und Industrie schloß der feffelnde Vortrag.
Mainz, 10. Januar. Die Unschuldigen müffen mit den Schuldigen leiden — beim Art. Regiment Nr. 27 nämlich. Dieser Tage verabsäumten es nämltch drei 27er, vor dem ihnen auf der großen Bleiche begegnenden Oberst Front zu machen. Als dieser ihnen deshalb eine Rüge ertheilen wollte, entzogen sie sich dieser und der eventuellen Strafe durch die Flucht. Da sich die Betreffenden auf erfolgte Aufforderung nicht selbst meldeten, verfügte der Oberst, daß alle Mannschaften deS Regiments, ja selbst die Unteroffiziere bis zu den Sergeanten ein Vierteljahr keinen Urlaub erhalten und Abends um 8 Uhr in der Kaserne fein müffen.
VcrMLschckM»
Die 724 Gascetttraleu Deutfchlavds verarbeiteten im Jahre 1895 fast 55,000,000 (Scntncr Kohlen. Ihr Haupt- rohrnetz ist 12,650 Kilometer lang, das heißt länger als die Strecke von Lissabon, Portugal, nach Peking, China. Die erwähnten Centralen stellen einen Capitalwerth von über ; 500.000 000 Mk. dar. Die nachgewiesene Gasflammenzahl betrug 5,734,762.
Citaratur unfc
— Oberlehrer, Richter, Offiziere. Statistische Unter* fuebungen zur Lösung der (Maltcaufbtlfeiungsfrage. Von Dr. Heinrich ■ Schröder. Zweite, unter Benutzung des neuesten amtlichen Mate- ? rials bedeutend erweiterte Auflage der Schrift „Oberlehrer und Richter in Preußen." Kiel und Leipzig. Verlag von L-pstus u. Tischer. 1897. Preis 1,40 Mk. Es ist gewiß ein selten.-r Fall,, wenn eine Schrift, die sich an die Regierung und die Volksvertretung wendet, die Zustimmung iämmilicher Parteien findet. Auf diesen Erfolg kann die erste Auflage der vorliegenden Broschüre, die üt


