Ausgabe 
15.9.1897 Zweites Blatt
 
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Krankenlager oder gar Todtrndett wirft. Möge daher Jeder, dem seine Gesundheit und sein Leben lieb ist, fiep jetzt bei Zeiten wappnen gegen die Fährltchkeiten der winterlichen Jahreszeit, indem er sich abhärtet, seine Constitution stählt nnd kräftigt und seine Haut an plötzliche WttteruugSuwschlSge und jähe Temperaturunterschiede gewöhnt!

ES ist mit großer Freude zu begrüßeu, daß der neue Besitzer von dem reizend gelegenen Bad Laubbach bei Koblenz sich entschlossen hat, dasselbe zu einer Heilanstalt für Lungenkranke eiuzurichteo. Die Natur hat hier Alle- gegeben, wa- für eine derartige Anstalt gefordert werden muß. Dar Laubbachthal ist au drei Setten von bewaldeten Bergen eiugeschloffen, hat ein sehr milde- Klima und im Winter 23® höhere Temperatur als die Umgebung. Die Räume der Anstalt, welche an die 100 Zimmer enthält, nebst großen Eßsäleu, UnterhaltungSräumeu, Wintergärten rc. sind sehr zweckentsprechend. Dem dtrigirenden Arzt und Be- fitzer Dr. Achtermann geht ein guter Ruf als Arzt voran, besonders als Specialarzt für Nasen», Hals» und Lungenkranke.

Der Termin sür die definitive Anmeldung zur zweiten Kraft- und ArbeitSwaschiueu-AnSstellnug München 1898 läuft am 1. October dr. IS. ab und ist er sonach au der Zeit, daß diejenigen Interessenten, welche fich an derselben zu betheiligen gedenken, au die möglichst beschleunigte Ein» seudung ihrer Anmeldung an da- AuSstelluugSdtrectorium iu München, Färbergraben V/glll, schreiten.

Zwickau i. 6., 11. September. Im Wilhelm-- schacht ist ein Braud durch schlagende Wetter evtstaudeu. Mehrere Arbeiter wurden verletzt, zwei schwer. Beim

Riugtnrue« in der Schultarnhalle rissen die Ringe ab. Der Procurift Meude stürzte herab und brach daS Genick.

* Graz, 11. September. Der infolge SchnersturmrS auf dem Hochschwab vermißte Tourist, Buchhalter Z am pari auS Graz, wurde gestern früh 61/« Uhr tobt aufgefundeu. Er war im Gschoederkar abgestürzt.

* Welch'heidenmäßige Menge Geld durch die Einführung der Platzkarte» in den V-Zügen und der Bahnsteigkarteu dem FiScuS zuflteßt, das zeigen die folgeudeo Zahlen: Die Einnahme« auS Platzkarten haben im letzten EtatSjahre monatlich 200000 Mark und aus Bahnsteigkarten monatlich 150 000 Mark, also jährlich 2*/3 und 1,8 Millionen Mark, zusammen 4,3 Millionen Mark betragen. Die Erhebung einer besonderen Platzgebühr für V-Züge hat wesentlich da­hin gewirkt, den Localverkehr von internationalen Zügen feruzuhalteu. Wie eS heißt, wird das System nächstens auch in Frankreich und Oesterreich eingesührt werden. Die Kosten der D-Züge find übrigens recht erheblich- so kostet z. B. der D-Zug KölnBerlin jährlich nahezu 400000 Mark.

Wie läßt sich eine wohlschmeckende geformte Speise aus Milch bereiten? Sehr leicht und schnell durch einfaches Kochen derselben mit Mondamin, dann in eine Form gestürzt und erkaltet, mit Fruchtsaft oderEompot, auch mit gekochten Früchten, Aepfeln rc. beigegeben. Der Vorzug einer solchen Speise hegt in dem großen Nährwerth, wie auch in der leichten Verdaulich­keit und ist außerdem besonders gern willkommen unfern lieben Kleinen, wie auch den Großen. Zusatz von Eitrone, Vanille, Mandeln rc. erhöht, je nach Wunsch ben Geschmack. Für die gute Qualität des Mondamin birgt am besten das mehr denn 50jährige Bestehen der weltbekannten schottischen Firma. Es ist überall in Packeten 6 60, 30 h. 15 Pf. zu haben.

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ZU der PmMagksachk

BehördlicheAnzeigen

des Glasermeisters Hermann Scherff in Gießen,

Privatklägers, vertreten durch Rechtsanwalt Grüne­wald daselbst, gegen

den Glasermeister Heinrich Grö- uinger daselbst,

Angeklagten, wegen Beleidigung, hat Großh. Schöffengericht zu Gießen am 27. August 1897 für Recht er­kannt:

Der Angeklagte wird wegen Ver­gehens gegen § 186 R. St. G. B. zu einer Geldstrafe von dreißig Mark und im Falle der Uneinbringlichkeit in eine Gefängnißftrafe von 6 Tagen und in die Kosten des Verfahrens verurtheilt. Dem Privatkläger wird die Befugniß ertheilt, den entschei­denden Theil des Urtheils einmal und zwar binnen einer von der Zu­stellung einer Urthe lsausfertigung laufenden Frist von zwei Wochen im Gießener Anzeiger" auf Kosten des Angeklagten zu veröffentlichen.

Die Richtigkeit der Abschrift der Urtheilsformel wird beglaubigt und die Vollstreckbarkeit des Urtheils be­scheinigt.

Gießen, den 9. September 1897. gez.: Plock,

Hilf» - Gerichtsschreiber des Großh. Amtsgerichts. 8501

Für die Abschrift

der Vertreter des Privatklägers: Grünewald, Rechtsanwalt.

Versteigerungen.t.

Samstag den 18. Sept. 1897,

Nachmittags 2 Uhr, werden auf hiesigem OrtSgericht die zu dem Nachlaß der Adolf Weivtg Ehe- Uttt< gehörigen Grundstücke Flur 32 34 1862 qm Wiese am Heeg- strauch, auf die Aecker. Flur 32/35 1575 qm Wiese daselbst erboerthetlungsbalber öffentlich meist­bietend unter den alsdann bekannt ge­macht werdenden Bedingungen versteigert. Großh. OrtSgericht Gießen.

________GroS. 8569

Grummetgras^

Versteigerung.

Freitag ben 17. d. M., von Nachmittags 4 Uhr ab, in der Wirthschaft von Pfaff Wwe. zu Launsbach. 8497

Krofdorf, 13. September 1897. Der Bürgermeister.

I. V.: Ludwig.

Obftversteigerung.

Künftigen Freitag d. 17. Sep tember b. I., von Vorm. 91/, Uhr an, soll das hiesige Gemeindeobst, sowie das auf dem Fürstlichen Hof- gut dahier, bestehend aus Aepfeln, Birnen und Zwetschen, versteigert werden.

Eberstadt, am 12. September 1897. Großh. Bürgermeisterei Eberstadt.

Görlach. 8495

Mobiliar-Versteigernllg.

Mittwoch, ben 15. b. M, Nachmittags V/2 Uhr au- fangenb, werben Weferftrafte Nr. 3, III, bahier nachverzeich­nete Gegenstänbe gegen gleich baare Zahlung versteigert:

Verschiedene Tische, runbe nnb viereckige, 12 Rohr­stühle , Kleiberschränke, Kücheufchrauk mit Glas auffatz, Commobe,Sopha, Wafchschränkchen voll- stänbige Betten, bar­unter 2 Kinberbetteu, Haus- uub Küchengeräthe aller Art. 8470

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Oberhesfischer Geschichtsverein.

Das Museum des Vereins im alten Rathhause bleibt bis Ende September für das Publikum vollstäubig gefchlofseu.

Gießen, den 5. August 1897. 7405

Der Vorstand.

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