Ausgabe 
12.1.1897 Zweites Blatt
 
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THEE-MESSMER1

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Bekanntmachung. ÄmmhchikchchttM,. IA n6ditü=llntoiirffii

Der leihfällige Keller unter Nicht Donnerstag, den 14. A r"" y Uplltlllll ll m alten Rathhause soll Januar, sondern ~

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Tische, viereckigunbrunb, Schreib-

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vor«, MerichtSvollzteber.

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©rurf und Strlag brr Brühl'schen Univrrsitäts-Buch. und St^ruckerti (Pietsch & Schics

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Stück Fichten - Stangen von 6 bis 13 cm Durchmesser, 6 bis

trieb. ES hat sich nunmehr ein Somit« mit Persönlichkeiten, wie Virchow, Bachofen, v. Echt, Rector Prof. Dr. Leo Reintsch, Rosegger, Hofrath v. Schrölter, Fritz Maulhner, Reichstagsabgeordneter Dr. v. Kraus rc., zu dem Zwecke ge­bildet, um Falb und feine arme Famtlre, denen es buchstäblich bereits an dem.l-chen Brod fehlt, vor dem Aeußerften zu bewahren. Das Comtt« hat einen Aufruf zur Sammlung von Geldspenden erlassen, dem gewiß Alle, die ein Herz für so schweres Leid haben, durch ein ausgiebiges Scherflttn ent­sprechen ttnrcen. Die Geldsendungen, über welche öffentliche Quittung geleistet wird, find wie folgt zu adresstren: Rudolph Falb Spende. An die WochenschriftDas Echo" Berlin SW, Wtlh'lmstraße Nr. 29.

Bilder, Spiegel, Porzellan, Küchengeräthe u. s. w.

gegen sofortigeBaarzahlung versteigert.

Sophas, Kleiderschränke, Kücheuschrank, Commode,

vollen Ausüaitung von Annoncen. Es ist in diesen Entwürfen Kbem Geschmack und jedem Bedürfnis Rechnung getragen. Durch die hier gegebenen Anregungen, welche zweifellos allen Jnser.vten wegen ihrer praclischen Verwendbarkeit willkommen sein weiden regt die Firma Rudolf Mosse, wie sehr ste bestrebt ist, ihrm Kunden den Weg zum Erfolge zu bahnen.

Gießen, den 8. Januar 1897. Großherzogl. Bürgermeisterei Gießen.

Gnauth. 441

Freitag den 15. Januar soll im Steinbacher Geimindewald, District Gesäng, Helgenwald und Seeheck, nachverzeichnetes Holz ver­steigert werden:

für Ausflugspunkte und Neüaurutioncn nach phologr. Aufnahmen ui feinster URb billigster Ausführung empfiehlt ^Kühn, iJapirrljaiiiilung.

Im Auftrag:

F. Hoss mann.

) bei 8 Pfg. pr. lOO Watt- | stunden.

Donnerstag den 14 Januar, Nachmittags 2 Uhr, werden im Bieker' fchen Saal, Neustadt, Möbel aller Art, als:

dem alten Rathhause soll Dienstag den 12. d. Mts., Bormittags 10 Uhr, auf dem Bürgermeisterei-Bureau Zimmer Nr. 15 anderweit verpachtet werden.

Versteigerung.

Dienstag den 12. Januar l.I

Nachmittags 3 Uhr,

Ein trauriger Zufall. An einem der jüngsten Abende kam in eine Wirthschaft in München ein junger Mann und ließ sich an einem Tisch nieder, an dem fich bereits mehrere Gäste befanden. Nach kurzer Zett zog er ein Papier mit Eßwaaren aus der Tasche und begann sein frugales Mahl mit gutem Appetit zu verzehren. Plötzlich ließ er den Kopf sinken und fing an, bitterlich zu weinen. Auf Befragen und Drängen der anwesenden Gäste ließ er sich endlich her­bei, Folgendes zu erzählen:Vor circa fünf Jahren," be­gann er,erwachte in mir die Lust, nach Amerika aus- zuwanderu. Ich bin Mechaniker und fand im neuen Erd- thetl bald gute Stellung. Vor etwa vier Wochen erhielt ich von meiner Mutter ein Telegramm, daß mein Vater er­krankt fei. Ich erwirkte wir Urlaub und reifte dtrect nach München, wo ich soeben vom Bahnhofe komme. Um meine Mutter zu überraschen, dachte ich mir, morgen früh hin­zugehen, da eS heute schon ziemlich spät ist. Ich ging zum nächsten Metzger und kaufte mir Eßwaaren. Als ich die- selben verzehren wollte, warf ich zufällig einen Blick auf daS Papier und zu meinem Entsetzen steht hier (er zeigt daS Ptpier vor) die Todesanzeige meines Vaters." Mit den Worten:Ich wollte, ich wäre jetzt gar nicht hier!" schloß der Erzähler seine Rede und wankte schweren Herzens in sein Elternhaus.

innabme' silgtliden

Hefnerlicht wie folgt: 1,66 Pfg.

versteigere ich Marktplatz 20 dahier gegen Baarzahlung:

2 vollständige Betten, 1 Sopba, zwei Kletderschranke, 1 Waschconsol, ein Spiegel 1 Nachttisch, 3 Robiftühle, 1 Tisch, 1 Commode, 2 silb. Damen- ubrcn, 2 gold Ringe und verschiedene andere Sachen.

! bet2OPfg. pr.Cbm.GaS

j bel 20 Pfg. pr. 1 Kgr.

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Literatur unis

ft .draetisch in Sor« und Inhalt, vornehm in der Aus- Äc-r.§°^"prasenttrt sich der soec en erschienene Zeitungscatalog und Jnsertionskalender für 1897 der Annoncen-Expedition Rudolf welcher dieser^Tage-an die Kunden des Hauses versandt wurde; es ist bereits die 30. Auflage dieses für jeden Inserenten unentbehrlichen Rathgebers. Es gibt auf dem großen Gebiete des kaum eine Frage, auf welche dieser bewährte Mentor * 1 y,nlbi0 bliebe. Er enthält ein vollständiges Verzeichniß UnPeni unL ^achblätter Deutschlands, Oesterreichs und der Schweiz, sowie aller namhaften Blätter deS Auslandes Angaben über ihre Verbreitung, Erscheinungsweise, politische Tendenz, JnsertionS- und Reclameprets, Spaltenzahl nebst §ft-m«'brette und des der Berechnung zu Grunde liegenden Schrift- ^?«?w^vach Rudolf Mostes Normalzeilenmeffer. Außer diesen un- KaniÄ"^i'! Angaben gibt das Buch in einem besonders interessanten fthpPr Ciq'nU ACri ? C Ausstattung von Annoncen" an der Hand von über 130 Originalentwürfen practische Anleitungen zur wirkungs-

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12 m Länge, 9 fm Inhalt.

Der Anfang und die Zusammen­kunft Morgens 9% Uhr am Gesäng, etwa 20 Minuten von der Eisen­bahnstation Garbenteich.

S t e i n b a ch, am 8. Januar 1897. Großh. Bürgermeisterei Steinbach.

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Mendorf a.d.Lda., 8. Januar 1897. Gr. Bürgermeisterei Mendorf a. Lda. __R ein. 438

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wird bei der Versteigerung mcht vorgezeigt.

Zusammenkunft im District Laus köppel bei Nr. 2111.

Wir machen hiermit bekannt, daß wir unserem Obec-Jnspector

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Lübeck, ] Ausbleiben do IRachwittag 2 betroffen.

Rufruf zur Errichtung eines Scheffel-Denkmals in Säckingen.

. a ®8,ißr ein Jahrzehnt verflossen, seit Joseph Viktor von Scheffel o ? ®raA 'a^r' "Ef betrauert nicht nur von denen, die ihm tm Leben naher standen, sondern von allen Freunden echter P ehr -öefafe er doch wie kaum ein zweiter die Gabe, das deutsche Wtt.n in feiner innersten Tiefe zu erfassen und darzustellen und feine Ge- sün!? m i ?nem kerndeutschen Geiste zu befeelen, von dem er selbst Ä und durchdrungen war. Ist auch der Mund des sangesfrohen Meisters für immer verstummt, so leben doch seine Dichtungen im beutfdjen Volkes fort. Von allen Schöpfungen des un­vergeßlichen Dichters ist feine so tief ins Volk gedrungen, als er Don Säckingen". Die Anregung dazu fand Scheffel in Säckingen, wo er als junger Rechtspractikant 2 Jahre verweilte. Riefer Aufenthalt bildete einen entscheidenden Wendepunkt in seinem beu; aus dem Juristen wurde ein Dichter. Die alte Waldstadt am Rhein, deren Geschichte bis ins 6. Jahrhundert hinaufreicht, der ehrwürdige Frtdolinsdom m-t seinen ragenden Thürmen, das Damen- stift, das Herrenschloß der lauschige Bergsee, der Hotzenwald mit seinem derben Menschenschlag, die Erdmannshöble bei Hasel - von Anregung und Nahrung für das so empfindliche Gemü h eines Scheffel! Dazu iene schlichte und doch fo vielsagende Anschrift auf dem Grabstein W. Ktrchhof.rs, der Verkehr mit Humor- begabten und für die Geschichte und Sage der Frtdolinsstadt be- geisterten Freunden all' diese Eindrücke und Anregungen weckten das schlummernde Dichtertalent, und so entstand bald Der Trom­peter von Säckingen" der den D'chterrus Scheffels begründete und den Namen derwürd'gen Waldstadtschönen" in alle Welt hin­ausblies.

In diesem Erstlingswerk hat Scheffel der Stadt Säckingen zu der "auch später oft und gern seine Schritte lenkte, ein un­vergängliches Denkmal gesetzt, und daher darf si- nicht mehr länger ^.uuttn.ihrem Ehrenbürger durch Errichtung eines würdigen Stand, blldes die Dankesschuld abzutragen.

Wir wenden uns deshalb an alle Freunde und Verehrer de- beimgegangenen Dichter« und seiner Muse mit der Bitte, uns mit Beiträgen unterstützen zu wollen, damit unser Werk rasch zur Aus­führung gebracht werden kann.

Zugleich bitten wir, unferm Ausruf eine möglichst große Ver- *u. geben, überall, wo sich Freunde und Verehrer de« Drchters finden, Sammelstellen zu errichten und die eingegangenen Zbitrage an unfern Rechner Herrn K. Broglie sen., Gasthof zum Schutzen, hier einzusenden. 0

Säckingen im Juli 1896.

(Folgen 52 Unterschriften.)

Die Koste» der verschiedenen Belenchtnngsartea stellen sich nach einer Zusammenstellung von Prof. L. Weber in Kiel pro Stunde unb ~ "

Zu»le«ch trnrb darauf aufmerksam gemacht, daß Diejenigen, welche m9 "^eUosscn, sich zu gewärtigen haben, daß sie mit einer ter 6rS bO Mk. oder mit Haft bis ,u drei Tagen belegt, van der Theilnohme an bei Laosung ausgeschlossen und ihrer etwaigen An. Ipruche aus Zuruckstellung uftc. für verlustig erklärt werden, Bttüatich der zur Zeit der Meldefrist abwesenden Militärpflichtigen sind deren Eltern Vormünder, Lehr-, Brod- oder Fabrikherren zu diesen Anmeldungen ver- pflich et, Ferner wirb bemerkt, baß Gesuche um Zurückstellung von Militär^ Pflichtigen auf Grunb bes § 32, pos. 2, lit. a, b, c, d, e, f unb g ber Wehrordnung rechtzeitig bei der Bürgermeisterei dahier vorzubrinaen sind da verspätete Gesuche keine Berücksichtigung finden.

Gießen, den 9. Januar 1897.

Bekanntmachung.

Mit Bezugnahme auf die Bestimmungen in § 25 der Wehrordnung roerben alle im Jahre 1877 geborenen Militärpflichtigen, sowie die in früheren Jahren geborenen, welche sich noch nicht zur Musterung gestellt oder welche hinsichtlich ihrer Verpflichtung zum Eintritt oder ihrer B-.'- fremng vom Militärdienste noch keine definitive Entscheidung erhalten und entweder in Gießen ihren gesetzlichen Wohnort haben, oder als Studenten, ^^Aristen und Zöglinge anderer Lehranstalten, ober als Haus- und Wlrthschaftsbeamte, Hanblungsgehilfen, Lehrlinge, Handwerksgesellen, Dienst &^abrf?r6s!tte/ °rbIr Eigenschaft sich dahier aufhalten, hiermit aufgefordert, fich behufs Eintragung ihrer Namen in die Nekru- ttrungsstammrolle in der Zeit vom 10. bis 25. Januar d. 5«. bei der Bürgermeisterei dahier im Zimmer Nr. 13 zu melden und dabei, wenn sie dahier nicht geboren sind, ihren Geburtsschein, und wenn sie bereits bei einer früheren Musterung concurrirt haben, ihren Loosunas- fchem vorjulegen. 9

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Holzverfteigenmg

Mittwoch den 13. Januar

l I - Vormittags 9 Uhr an langend, werden in den Waldungen der Gemeinde Allendorf a. d. Lumda, District Lehmgrube, Thal rc. folgende Holzsortimcnte versteigert:

226 Nadel-Stämme mit 91,70 fm, Derbstangen 6,40 Reisstangen 10 60 rm Nadel-Scheitholz, Nadel-Knüppelholz, Wellen Nadel Reisholz.

Brennholz im District Keuls-

Univevsitäts - Naehviehten.

An dm deutschen Universitäten sind in diesem Winter ins- gefammt 29937 S udenlen immatriculirt, die höchste Zahl, die bis. her zu oerze'chnen war. Im vorigen Sommer waren eS 29747 im ätzten W nter 29117 Von der Gesammtzahl entfallen 1458 (gegen 1782 und 1450 tn ben erwähnten letz en zwei Semestern!

die katbolischen und 2746 (aegen 2646 und 2917) auf die evange- "kchen Theologen, 8005 (aegen 8073 unb 7791) auf die Juristen 77P 7851 Uf d 7763) auf die Mediciner, 3793 (gegen 3548

unb 3451) auf die Pmtologen und Hlstortker, 3067 (gegen 2989 und 2771) auf die Mathematiker und Naturwisfenschaftler, 1196 (gegen 1096 unb 1158) auf die Pharmaceuten, 861 (gegen 805 unb 870) auf bte ©tubirenben der Landwirthschaft, 641 (gegen 572 und 587) auf die Kameralisten unb Forstfchüler, endlich 398 (gegen 385 unb 359) auf die Studirenden der Zahnheilkunde. Die Frequenz der einzelnen Universitäten ergibt sich aus nachstehender Tabelle in der des Vergleiches wegen überall in Klammern erst die entsprechende ^ahl des vorigen Sommers unb dann die des letzten Winters bei; gefugt ist; Berlin 5620 (4649-5368), München 3706 (3777-3621) Apztg 3126 (2876-3019), Bonn 1655 (18631631), Halle 1501

Breslau 1427 (1425-1390), Würzburg 1361 (1284- 1365), Tübingen 1170 (11721138), Erlangen 1074 (11381116) Freiburg 1065 (13791036), Göttingen 1017 (1007870), Straß' S^8/a?=13 X988-04)- Heidelberg 1001 (11641026), Marburg 871 (965888), Greiswald 793 (948-807), Jena 705 (761682) Königsberg 691 (700-712), Gießen 626 (630-558), Kiel 548 (70S-538) ftoftöd 499 (500-426), Münster 468 (448-434) Me Zahl der Hörer, die in Jena in diesem Semester 42 betrug, ist hier nicht berücksichtigt).

Rudolph Salb in Nolh. Rudolph Falb, beffin Name in Aller Munde ist, ist von einem erschütternden Loose ereilt worden: nach langer, bedrohlicher Krankheit hat ihn nun ein grausames Siechthum befallen, und er, sowie seine Angehörigen find der bittersten Noth, dem Hunger aus. «eliefert, wenn ihm nicht hülfreich beigesprungeu wird. Hoch in den Jahren, an beiden Füßen gelähmt und, an Bett und Rollstuhl gefesselt, lebt der Unglückliche nun mit seiner Gattin und fünf Kindern, die im Alter von 4 bis 14 Jahren üehen, im tiefsten Elend dahin. Alle seine Bücher und Ab- Handlungen, all die Vorträge, die er hielt blieben doch ohne Ertrag. Es war eine brodlose Wissenschaft, die er schrieb, er war und blieb stets ein armer Gelehrter und ist jetzt der Aermsten einer. Falb bezeichnete es als seinen sehnlichsten Wunsch, ein Werk über die Urgeschichte der Sprache und Schrift zu vollenden, für welches er in den letzten ändert- halb Jahrzehnten umfassende sprachwissenschaftliche Studien

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