Ausgabe 
11.3.1897 Erstes Blatt
 
Einzelbild herunterladen

können, ohne unbedingt gießen zu müssen. Damit ist die I und treffend charakteristischer Auffassung zur vollsten Zu- B.weiSanfnahme erledigt. I frtedeuhett gerecht wurde. Herr Schröder gab dadurch etne

Der Vorsitzende verliest die an die Geschworenen zu [ weitere Probe seines großen Talent» ab und seien kleine richtenden Schule, fragen,- dieselben gehen dahin: 1. Ist der I Mängel, welche die Gesammtwirkung jedoch nicht störend Angeklagte Heinrich Prescher schuldig der Münzfälschung zum I beeinträchtigten, wie z. B. das Stuken der Stimme fast Zwecke des in den BerkehrbringenS der Falfificate. Sind I zur Uuhörbackett in den Monologen, nur zur ferneren ver-

demselben mildernde Umstände zuzub lligeu. 2. Ist der An­geklagte Heinrich Brück schuldig, den Versuch gemacht zu haben, ein falsches Einmarkstück auszugeben. Sind demselben mildernde Umstände zuzubtlltgen.

Auf Antrag de» Vertreters der Staatsbehörde beschließt der Gerichtshof, für den Fall der Verneinung der Frage 1 und im Fall der Bejahung der Frage 2 eine wettere Frage zu stellen, dahingehend: Ob der Angeklagte Prescher schuldig der Beihilfe des von seinem Genossen begangenen Verbrechens de» versuchten Münzbetruges.

Erster Staatsanwalt Dr. Güngerich erläutert die in Frage kommenden §§ 146 und 147 des R.-Str.-G. Er will von den Zeugenaussagen ganz absehen und führt zum Beweise der Schuld beider Angeklagten nur deren eigene Angaben an, diese allein seien hinreichend belastend für die Schuld des Prescher sowohl, wie seines Genossen Brück. Sollten die Geschworenen aber die an sie gerichtete Frage wegen der Münzfälschung verneinen, so falle immer noch die Gehilfenschaft dem Angeklagten Prescher zur Last. Er giebt der Jury anheim, beiden Angeklagten mildernde Umstände zuzubilltgen, sie seien noch unbestrafte, junge Menschen, es sei auch kein Schaden entstanden und daun seien sie auch geständig. Derthetdtger Rechtsanwalt Grünewald ist der Meinung, es handle sich hier gar nicht um ein Ver­brechen, sondern uur um eine Jugendthorheit, deuu tu tölpel­hafterer Weise sei noch keine Münzfälschung begangen worden. Er könne unmöglich zugeben, daß daS Stück Blei, welches Brück dem Metzger Keßler für ein Markstück angeboten, eine ge­fälschte Münze sei, eS fehle diesem Product eine Eigenschaft, nämlich die Möglichkeit, damit Jemand zu täuschen- ein Be­weis dafür, daß mit diesem erbärmlichen Stück Blei eine Täuschung möglich, sei in der Verhandlung nicht geführt. Er gebe den Geschworenen anheim, daS angebliche Falfificat sich im BerathungSzimmer ein Mal anzusehen und jeder von ihnen würde auf den ersten Blick wahrnehmen, daß es sich hier nicht um ein Markstück handele. Set aber diese Täuschungsmögltchkeit nicht vorhanden, so müsse Prescher wegen Münzfälschung freigesprochen werden, und wären die Geschworenen zu dieser Ansicht gekommen, so könnten sie auch den Angeklagten Brück freisprecheu, denn fehle der Be­griff des falschen Geldstücks, dann könne dieser dasselbe auch nicht versucht haben, in den Verkehr zu bringen. Würden die Geschworenen aber wegen des Brück zu einem ver- urtheilenden Votum gelangen, so sei Prescher zweifellos der Beihülfe schuldig. Der Vertheidiger stimmt mit dem Ersten Staatsanwalt darin überein, daß beiden Angeklagten mil­dernde Umstände zuzubilligen seien. Rechtsanwalt Kraft tritt betreff- seines Clienten vollständig dem bei, waS sein College Grünewald auSgeführt hat, auch er hält da» ganze Thun beider Angeklagten für einen Dummen-Jungenstreich, aber für kein Verbrechen. Nach längerer Replik des Ver­treter» der Staatsbehörde und erfolgter Dupltk beider Ver- theidtger ziehen sich die Geschworenen über eine halbe Stunde zur Berathung zurück, worauf deren Obmann, Kaufmann Bogt von Butzbach, den Wahrspruch dahin verkündet: Die Frage wegen Münzfälschung gegen Prescher wurde verneint, die beiden anderen Schuldfragen aber bejaht, ebenso daS Vorliegen mildernder Umstände für beide Angeklagte. Der Vertreter der Staatsbehörde beantragte darauf gegen den Angeklagten Brück 9, gegen dessen Genossen Prescher 6 Monat Gesangniß und Einziehung des falschen Markstücke». Beide Vertheidiger baten um ein wesentlich geringere» Strafmaß und um Anrechnung der von den Angeklagten erlittenen Untersuchungshaft. Der Gerichtshof verurtheilte Brück zu 6, Prescher zu 5 Monat Gesängniß, von denen bei beiden An­geklagten je 6 Wochen der Untersuchungshaft in Abrechnung kommen. Ferner wurde die Einziehung des falschen Mark­stückes ausgesprochen.

Localer rrnd j)rovlnzieUer

Gießen, den 10. März 1897.

* * H. Stadttheater. EineOthell o"-Aufführung ge­hört in Gießen zu den Seltenheiten. Daß un» eine solche gestern Abend geboten wurde durch das Entgegenkommen der Direction Kruse-Helm, sei mit Dank anerkannt. Unser kunstsinniges, gestern anwesende» Publikum wird un» darin zustimmen, um so mehr, al» der Abend sich zu einem Kunstgenuß in des Worte» wahrster Bedeutung gestaltete. Nicht daß dem Meisterwerke Shakespear'schen Genie», da» sich in diesem Trauerspiel ebensowohl als in den anderen Werken des berühmten Briten documentirt, dies allein zu- geschrieben werden darf, nein, erst durch die Verkörperung der Titelrolle durch den, seinen dritten und letzten Gastspiel- abend absolvtrendcn geseterten Künstler, Herrn Matkow S ky, wurde das Werk auf die höchste Stufe der Vollendung ge- bracht. Die in gestriger Nummer df». BlttS. veröffentlichte Kritik de»SDibenb. Gen.-Anz." unterschreiben wir in diesem Falle auf seine Othello-Darbietung Zeile für Zeile. DaS enthusiaSmirte Publikum bereitete dem gefeierten Künstler stürmische Ovationen der Anerkennung nnd noch lange werden diese MatkowSky.Abende voll Bewunderung im Gedächtniß Derer bleiben, die daS Glück hatten, denselben beizuwohnen. Die übrigen Darsteller accomodirten sich dem Gaste mit sichtlichem Bestreben, ihr Bestes einzusetzen, und können wir wirklich gute Leistungen constatiren. Bor Allem seien hier genannt Frl. Leno, welche die Rolle der DeSdemona mit Natürlichkeit, Leidenschaft und innerster Empfindung ohne jede über daS Maß hinauSgehende Verzerrung verkörperte und dadurch sich al» eine die Tiefe einer solchen Aufgabe er- schöpfende Künstlerin erwteS- ferner Herr Schröder, der der schwierigen Wiedergabe des Jago in künstlerischer Weise

I metdung erwähnt. Ferner mögen Herr Fritzschler (Casfio und Herr Leuschner (Rodrigo) ihrer mit viel Fleiß und I guter Durchführung auSgestatteren Leistung wegen nicht un- I erwähnt bleiben. Die Ausstattung war eine glanzende,- die I ganze Vorstellung stand auf einer achtungSwerrhen Höhe und I stellte der Regie, die eS verstand, allen AnfordernngeN ge­recht zn werden, daS beste Zeugniß au». DaS HauS war gut besetzt,- der Beifall, an dem alle Mttwirkenden par- ticipirten, ein oft geradezu stürmischer.

* Die Sektion Gießen bei Deutschen und Oesterreichischeu AlpeuvereiuS unternimmt Sonntag dcn 14. März einen Ausflug über Wismar und die Schmelz nach Marburg. | Da der Abmarsch pünktlich 8 Uhr Vormittag» von der Ecke i Ederstraße- Anlage erfolgt und die Marschzeit nur sechs Stunden beträgt, so bietet sich bei gutem Wetter erwünschte Gelegenheit, Nachmittag» noch den Blick von Spiegelslust oder vom Schloß zu genießen.

* Vortrag. Gestern Äbend hielt Herr Postsecretär i. P. Meyer auf demLenz'schen Felsenkeller" einen hochinter- effanren Vortrag über:Da» verbesserte Artillerie» wesen und dessen Bedeutung." Dem Vortrag, welcher über eine Stunde währte, wohnte außer dem Kriegerverein auch eine Anzahl Mitglieder der dem Kriegerverein befreundeten Vereine, derKrtegerkameradschaft Gießen" und desMarine- Vereins" bei und nahmen den in ver That mit großer Sach- kenntniß abgegebenen Vortrag mit Spannung auf. Diese drei Vereine, welche nur kameradschaftlich zusammen ver­kehrten, trennten sich erst in vorgerückter Abendstunde.

** Jubiläum. Dem Vernehmen nach feiert der Ver- band der hessischen landwirthschaftlichen Ge­nossenschaften im Juni d. I. da» Fest seines 25jährigen Bestehens, und zwar am Platze seiner Gründung, in Mainz. Der Verband umfaßt 500 Vereine mit nahezu 40000 Mit- gliedern,- ber Vorsitzende desselben, Herr Geheime RegierungS- ralh Haas, hat die Vorbereitungen zur Feier bereits eingeleitet.

** Eine Milliarde ist für die Zwecke der Arbeiter­versicherung während de» ersten Jahrzehnts der An­wendung der verschiedenen Gesetze verausgabt worben, wie der Vorsitzende der Berliner Versicherungsanstalt, Dr. Freund, in einer soeben veröffentlichten kleinen Schrift darthut. Im Mittelpunkt dieser gewaltigen Summe stehen die Ausgaben für die Unfallversicherung, die sich ja mehr und mehr als die wichtigste und bedeutsamste ber Versicherungen erweist, insbesondere auch mit Rücksicht darauf, daß ihre Lasten ledig­lich von der Arbeitgeberschaft aufgebracht werden müffen. Zur Zeit kann kein Land mit Deutschland in dieser Hinsicht einen Vergleich aushalten.

** Der Bund deutscher Tischleriuuuugeu hat an den Reichstag eine Petition um Ausdehnung der Uafallver- ficherungspflicht auf daS gesawmte Tischleretgewerbe gerichtet. ES wirb in ber Petition zwar anerkannt, daß die gegenwärtig dem Reichstage vorliegende Novelle zu dem Unfallverfiche- rungSgesetz insofern eine Besserung enthalte, als sie die Bau­tischler und die in dem Betriebe beschäftigten Arbeiter und Betriebsbeamten in bas Gesetz einbeziehe, indeffen würbe damit in den Tischlereien noch kein zufrtebenstellenber Zustand geschaffen. DaS würde erst der Fall sein, wenn auch die­jenigen Tischlereien, welche weder Maschinenbetrieb haben, noch im Handbetriebe weniger als 10 Arbeiter beschäftigen, noch endlich Bauarbeit anfertigen, in die Versicherung ein bezogen würden. Die vorstehende Petition verdient um so mehr Beachtung, als sich bekanntlich ein großer Theil des Handwerks gegen die Einbeziehung in die UnfallverficherungS- pflicht ausgesprochen hat.

** Anmeldepflicht für den Heilmittelhandel. Es dürfte nicht allgemein bekannt fein, daß der Handel mit Droguen und chemischen Präparaten, welche zu Heilzwecken dienen also der Handel mit Heilmitteln jeder Art aus Grund deS Gesetzes vom 6. August 1896 vom 1. Januar 1897 ab polizeilich angemeldet werden muß und daß dieser Handel mit Heilmitteln der polizeilichen Controlle und Revision unterliegt, daß ferner dieser Betrieb untersagt werden kann, wenn die Handhabung deffelden Leben und Gesundheit von Menschen gefährdet. ES hat danach Jedermann nicht nur die Droguisten ber den Handel mit Heilmitteln irgend welcher Art wie Pfrffermünze, Camillen, Lakritzen, Linden- blüthen, BullrichSsalz, Bittersalz rc. betreibt oder betreiben will, der betreffenden Behörde ungesäumt Anzeige zu machen und sich dadurch der Controlle und Revision zu unterwerfen. ES wird namentlich darauf aufmerksam gemacht, daß diese Bestimmungen z. B. jeden Händler, der mit obigen Heil­mitteln nebenbei handelt, wie auch die Abnehmer fog. Arznei- schränke gleich treffen. Wer die Anmeldung de» Handels mit Droguen rc. zu Heilzwecken unterläßt, kann lt. § 148 ber Gewerbe-Ordnung mit Strafe bis 150 Mk. belegt werden. Auch Diejenigen, welche schon vor Anfang dieses Jahres mit allen oder einigen Heilmitteln handelten, haben nach einer ReichSgerichtsentscheidung der jetzt vorgeschriebenen Anzeige- pflicht zu genügen.

* Ueiet D-Züge, Platzkarten und Bahnsteigkarten hat sich ber preußische Esenbahnminister Thielen bei ber Be- rathung beS Eisenbahnetats in der Budgetcommission deS Abgeordnetenhauses ausgesprochen. Der Minister theilte mit, daß sich in den ersten 10 Monaten deS laufenden Etats- jahreS die Einnahmen für Platzkarten auf 2,116,310 Mk. gestellt haben, während sie in ber gleichen Periode deS Vor­jahres nur 1,909,572 Mk. betrugen. Die Einnahmen auS den Bahnsteigkarten stellten sich auf 1,550,249 Mk. gegen 1,190,677 in den ersten 10 Monaten des EtatSjahreS 1895/96. Die Platzkarten ber D Züge haben sich nach ber Angabe beS Ministers als ein ganz vorzügliches Mittel herauSgestellt, |

um internationale Züge vom Localverkehr zu trennen. Da» System der D-Züge erobere sich die Welt, Frankreich und Oesterreich folgen uns nach. Heroorzuheben fei der ruhige Gang der Wagen und die Betriebssicherheit trotz der er­höhten Schnelligkeit. Den Beschwerden über die Bahnsteig­sperre soll nach den Erklärungen des Herrn Etfenbahnmini- fterS allgemein abgeholfen sein. Da» finanzielle Ergebniß der Bahnsteigsperre sei gleich 0. Dagegen sei erreicht, daß von den StationSbeamten die Zahl der wirklich Reisenden auf dem Bahnsteige genau übersehen werden könne und sich die Unterbringung derselben in die CoupöS daher leichter und besser vollziehe, als die» vor der Sperre möglich war. WaS endlich die Beleuchtung der Wagen angehe, so habe der Vorschlag, dieselbe auf electrischrm Wege herbeizuführen, noch den damit gemachten Erfahrungen nicht» zweckdienliche» für sich, dagegen enthalte das jetzt zur Anwendung gelangende AcethlengaS in Verbindung mit gewöhnlichem Leuchtgas alle diejenigen Eigenschaften, die wünschenSwerth erscheinen. Die Mischung sei billig, besitze große Leuchtkraft und sei ganz un­gefährlich,- zudem könnten bei der Benutzung dieses Leucht- mittel» die alten Einrichtungen deibehatten werden und tl wären nur neue Brenner erforderlich.

* Wegen Einführung einer 30-Pfenntg Postmarke sind lt.Offenb. Zrg." sowohl au» den Kreisen de» Handel»- stanbeS, wie von Seiten der Beamten wiederholt Wünsche laut geworden. Dieser Anregung ist aber bisher und jeden­falls auS dem Grunde nicht entsprochen worden, weil tte Postverwaltukig sich zu einer Vermehrung der Frcimark n- forten grundsätzlich ablehnend verhält. Eine solche ver- Mehrung wird jedoch auch gar nicht verlangt, sondern man schlägt vor, die verhältnißmäßig nur wenig zur Verwendung gelangende 25-Psennigmarke einzuziehen und an ihrer Stelle eine Freimarke zu 30 Pfennig in den Verkehr zu bringen.

* * Weiterbericht. Nachdem ber Luftdruck noch weiter zugenommen hat, gewinnt da» barometrische Maximum von Nordosten her allmählich auch über dem Kontinent an Raum und zieht sich heute bereit» rin breiter Rücken hohen Drucke- von Skandinavien und der Ostsee in süd-südwestlicher Richtung durch Central-Europa. Ein flache» Theil-Miniwum ist über dem Golf von Genua angedeutet. Die Wetterlage trägt sonach einen etwas besseren Character, doch tst»die H-rrschaft de» barometrischen Maximums noch keine sichere. Vor- aussichtliche Witterung: Wolkiges, meist trockenes nnd ziemlich kühles Wetter.

An» Ober Moos, 7. März, wird demL. A." geschrieben Bei der gestern dahier abgehaltenen Beigeordneten- wähl wurde Christoph Klug gewählt. Man kann sich freuen, daß nun einmal die Wahlen auf eine Zeitlang vor­über find, denn nun werden fich auch die Zechgelage legen, die nun schon bald ein Jahr lang avgedauert Haden und zwar nicht gerade zum Wohle der Bürger, denn wenn man berechnet, wie viel Zeit mancher Landwirth mit unnöthigem WirthshauSsitzen zubringt, abgesehen davon, daß er sich auch an seiner Gesundheit schadet, so muß man fich sagen, daß da eigentlich gar nicht über schlechte Zeiten geklagt werden ollte, wie dies so oft geschieht. Ein alte- Sprüchwort sagt, wenn der Bauer nicht» zu thun hat, so soll er einen Stroh­halm um» Haus herum ziehen, und es ist an diesem Sprüch­wort etwas Wahres. Denn wenn ber Bauer wirklich ein­mal glaubt, er habe nichts zu thun, und er geht in seiner Hofraithe umher, so wird er doch noch überall Arbeit finden, um Hau» und Hof in Ordnung zu halten.

Mainz, 9. März. Der Stad und da» in Mainz garnt- onirende Bataillon de» 118. Infanterie Regt ment» marschiren am 1. April über Oppenheim und treffen am 2. April in Worm» ein, während da» in Offenbach stehende Bataillon auf dem Marsche nach dort erst am 3. April eia- trifft und daS Regiment alflbann in feiner neuen Garnison Worm» bereinigt tfL Am 8. Mai begibt sich da» Regi­ment nach GrieSheim zum Bataillons Exerciren und kehrt am 15. Mai wieder nach WormS zurück.

* Frankfurt a. M., 9. März. ImEnglischen Hoi" trat heute Der Verein deutscher StandeSherren unter dem Vorsitze des Grafen von SolmS-Laubach zur Wahl eineI Präsidenten an Stelle deS verstorbenen Fürsten Stolberg j usammen. Vertreten waren die Familien Hohenlohe, SolmS, Leiningen, Löwenstein, Quadt, Rechberg, Isenburg, Renp, Erbach, Waldburg, Salm, Benbrinck, Castell, Pückler, Görtz und Stolberg, die sämmtlich imEnglischen Hof" abgeftiegen waren. Gewählt wurde Gras zu SolmS-Laubach. Nach ber Sitzung vereinigten fich bte Anwesenden zu einem gemeinsamen Male.

Berlin, 9. März. 300 Postsäcke Lorbeer- blätter hat ein Bewohner Triests dem Magistrat voa Berlin zum Ausschütten auf ber Feftstraße bei ber Enthüllong de» Nationaldenkmal» unentgeltlich zur Verfügung gekeilt. Der Magistrat hat das Anerbieten angenommen, voraus­gesetzt, baß die Blätter Verwendung finden können.,

* Spandau, 8. März. Die Militärverwaltung btab- fichtigt, den Bedarf der Truppen an Fahrrädern tn dra Gewehrfabriken Herstellen zu laffen. Da- hiesige Staat»- etabliffement wird jetzt mit den erforderlichen maschinellen Einrichtungen versehen.

* Schiller und die Jenenser Studenten. Wie man au- J ena berichtet, sind vor Kurzem die Jenenser Burschen- schafter tn vierunddreißig mit flatternden Fähnchen ge- schmückten Schlitteri nach Weimar gefahren zur Aufführung derRäuber" im dortigen Hoftheater. Die» Sreigniß bringt in der stillen Residenzstadt an der Ilm unter den Einwohnern immer eine freudige Erregung hervor, wozu allerdings die de» poetischen Reizes nicht entbehrenden näheren Umstände des Besuche» beitragen. An diesem Tage sind nämlich die Burschenschafter von Jena die Herren tn dem weimarischen Tempel der Musen. Um die MittagSzckr, so schreibt dieT. R", trifft die lustige Schaar, begrüßt

,0» d!<

bitlit««'6' 140

ihr tt8ü'e6 V w bidtn T°S

- in dir O Frenürv ° deS *

Ser Spre-t Aleotion . ubtn'8 °°

^Hwtiu® Schloß deS wWlichen ittn Märst 'Deutschlaw tnbet der oüerrrstr

,Heater W ltaft alho IltseS für r oiß twe kchlzigrtjah tztvßhrrzoi

t u § 1 u

r

-«ii iJtbt liefet i röditW i ' Hißendes: I kn graultn I-Mmrden I terban unoa, (flrukn bit Le fvdffung nah irifkn wissen i

Vers

Em

Still

Gr

-/rritaj ö

Na . ii dem Hanse Cflllen durch bi Rt-tn 8aaqa6 * Estin! \ fcfa LM, IW1 riit un! und for keifgen Jtltibun Etomtlld «UL wie ntt , Versteigen -2L (

Cd>

E labtnrei

Jdjm

abenrein,

Ben Büwrsti

Na Wrfaigtrt td 1Z flu' üntr IB Met b 1 Ücker

4/i (

tu Versteh .2410

1

'* Jäh,,'

n