vach Bremen, um einer Schiffsaufnahme beizuwohnen, welche, wie die „Nordd. Allgem. Ztg." betont, der einzige Zweck seiner Reise ist.
Bielbaben, 7. September. Das deutsche Kaiser- Paar, daS italienische KöntgSpaar und der König von Sachsen trafen Abend» 7 Uhr 10 Min. mittelst Sonderzug au- Homburg hier ein. Auf dem Bahnhof war nur Polizeipräfident Prinz Ratibor zur Begrüßung anwesend. Der Kaiser trug GeneralS-Husaren-Untform, König Humbert die Uniform seines 13. Husaren-RegimentS. Im ersten Wagen fuhren die Kaiserin und Königin, im zweiten der Kaiser und König, im dritten der König .von Sachsen. Am Eingang der Wtlhelmstraße begrüßte Bürgermeister Dr. v. Ibell daS italienische KöntgSpaar in einer kurzen Ansprache. Die italienische Loloute, welche ebenfalls Aufstellung genommen hatte, Überreichte dem KöntgSpaar eine HuldigungSadreffe. Hierauf erfolgte die Fahrt ins Schloß. Um 8 Uhr begaben fich die Majestäten ins Theater, wo Gala-Borstellung statt- findet. Um Uf/t Uhr erfolgt mittelst Sonderzuges die Rückfahrt nach Homburg.
Hanau, 7. September. Das heutige Manöver fand bet besserem Wetter als daS gestrige statt/ trotzdem waren die Truppenbewegungen infolge des aufgeweichten Bodens sehr erschwert. Um 8/J2 Uhr war das Manöver beendet. Die 22. Division der Westarmee hatte einen Luftballon be fich. Im Maoövergelände befanden fich heute nicht nur der Kaiser und König Humbert, sondern auch die Gemahlinnen beider Monarchen. Kurz vor 2 Uhr Nachmittags kehrten der Kaiser und der König nach Homburg zurück. Sie begaben fich sofort nach dem Schlöffe, wo die Kaiserin und die Königin kurz vorher ebenfalls etngetroffen waren.
Homburg i. d. H., 7. September. Die Kaiserin empfing hier gestern Nachmittag den Vorstand des vaterländischen Frauenveretus.
BreSlau, 7. September. Der Kaiser wird auf der Rückreise von Budapest am 22. September hier eintreffen und daS Frühstück beim Leib-Kürasfier-Regiment eiunehmen.
Breil«, 7. September. Cardinal Fürstbischof Dr. Kopp spendete 5000 Gulden für die Ueberschwemmten in Oesterreich-Schlefien.
Thor«, 7. September. Im südlichen Erwland haben schwere Gewitter arge Verwüstungen angerichtet. In verschiedenen Orten zündete der Blitz und äscherte Gebäude ein. Sturm und Hagel verwüsteten die Garten-Cultureu vollständig.
Osterobe, 7. September. Gestern Abend find hier sechs Wohnhäuser ntedergebrannt. Bielen armen unver- fichertev Familien ist ihre ganze Habe verbrannt.
Karlsruhe, 7. September. In Unterwaogen bet «onndorf brannten 24 Gebäude nieder. Es liegt Brand- stiftuog vor.
Salzburg, 7. September. Statthalter Graf Stgis- mund Thun ist heute Morgen gestorben.
Eger, 7. September. Die durch die Verhaftung des RedacteurS Hofer hervorgerufene Aufregung nimmt zu. Die schon gestern veranstalteten Demonstrationen werden heute infolge Zuflusses der Landbevölkerung fortgesetzt. Alle Bemühungen des Bürgermeisters, die Ruhe herzustellen, find bisher erfolglos geblieben.
Brussel, 7. September. Die Weltausstellung wird «icht, wie bisher versichert wurde, am 19. November, sondern bereits am 7. November geschloffen werden.
Brüssel, 7. September. Angesichts der neuen Gruppirung der Großmächte, welche hier eine fortdauernde Beunruhigung hervorruft, taucht der Gedanke eines Defensiv-Vertrages zwischen Belgien und Holland zur Sicherung der Selbstständigkeit beider Länder auf.
Ostende, 7. September. Im Seebade Lorieot ertranken drei Kurgäste beim Baden.
London, 7. September. Wie den „Times" aus Kon- stantinopel gemeldet wird, berathen die Botschafter jetzt auf Grund neuer Vorschläge Lord Salisburys, die dahin gehen, daß eine aus sechs Mitgliedern gebildete internationale Commission festsetzen soll, wie hoch die Staatseinkünfte Griechenlands für die Kriegsentschädigung und für die alten Anleihen in Anspruch genommen werden können. Gleich nach der Einsetzung der Commission soll die Räumung Thessaliens erfolgen.
Kopenhagen, 7. September. Der langgesuchte amerikanische Raubmörder Harris, auf dessen Verhaftung die amerikanische Polizei 9000 Kronen ausgesetzt hat, wurde in dem hiesigen Hotel Angleterre verhaftet.
Berlin, 8. September. Wie die „Voss. Ztg." berichtet, findet in politischen Kreisen vielfach daS Gerücht Glauben, daß der commandtrende General des 14. Armeecorps, General b. Bülow, zum Reichskanzler bestimmt sei. Derselbe soll einer der wenigen Generale sein, die fich gegen die Vorschläge deS früheren KriegSminifterS Bronsart von Schellen- dorff zur Umgestaltung der Militärgerichtsbarkeit erklärt haben.
Berlin, 8. September. Dem „Kl. Journal" zufolge versuchten vorgestern mehrere Personen, darunter einige Berliner, von Ilsenburg aus den Brocken zu besteigen. Es stellte fich ein schrecklicher Sturm mit Hagel und Regen ein. Bon den fieben dem Brockenwirth angemeldeten Personen find nur fünf oben angelangt, zwei Personen, deren Personalien noch nicht festgestellt werden konnten, find verschwunden und bis jetzt fehlt jede Spur von ihnen.
Wie«, 8. September. Officiös wird versichert, der FriedenSschlnß zwischen der Türket und Griechenland stehe unmittelbar bevor.
Gieße«, den 7. September.
•• Postperfo«Ll«achrtch1eu. Versetzt find: Der e. Post- . kafftrer Tappermavn als Ober-PostdirectionSsecretär von Worms nach Frankfurt (Main), der Ober-PoftdirectionS- I
I fecretär Regis als c. Postkafftrer von Frankfurt (Main) nach WorwS, der Ober -PostdirecttonSsecretär Bock von Darmstadt nach Berlin (ReichS-Postantt), der Poftsecretär E g g e r S von Schwerin (M.) als c. Ober-PostdirectionSsecretär nach Darmstadt, der Ober Postassiftent Wedel von Heppen- heim (Bergstraße) nach Michelstadt. Bestätigt in der ihm probeweise übertragenen Stelle ist der Ober-Postdirections- Secretär Jahn in Darmstadt. Angenommen find als Postanwärter: Hepp 'n Offenbach (Maio), Krell in Bingen (Rhein)/ als Post-Agenten: Bäckermeister Hatte wer in Ockenheim und Landwirth Schocker II. in Gundernhausen. Freiwillig auSgeschteden ist der Poftverwalter Jörg in Bürgel (Heffen).
** Da» große Manöver, welches sich in diesen Tagen zwischen zwei preußischen und zwei bayerischen ArmeecorpS in der Wetterau abspielt, berührt auch zum Theil unsere näqste Umgebung. Täglich kommen Truppen hier durch, die noch zu dem unter Befehl deS Grafen Haeseler stehenden CorpS stoßen. Theile der aus dem 8. Husaren- und 4. Kürassier-Regiment bestehenden Cavallerie-Brigade waren gestern hier und in der Umgegend etnquartirt. Diese Truppen wurden, wie man uoS mittheilt, telegraphisch hierher beordert, um die Vorhut deS linken Flügels der preu- ßischen Corps zu bilden.
- Landvirlhfchastlicher BeztrkSverei« Gieße«. In der am 3. September auf „LonhS Bierkeller" abgehaltenen Generalversammlung des landwirthschaftlichen Bezirks- Vereins hielt der Director des Vereins, Herr Rechtsanwalt Jost, RegierungSrath i. P., einen Vortrag über die Beftim- mungen des WährschaftSgesetzeS mit Rücksicht auf daS bürger- liche Gesetzbuch. Der Vortragende erläuterte eingehend den Unterschied -wischen den Bestimmungen des hesstschen Währ- schastSgesetzeS und denjenigen, welche mit Jokraftreten des des bürgerlichen Gesetzbuches am 1. Januar 1900 maßgebend werden. Besonders bezeichnete er die Thierkrankheiten aus- führlich, für welche ohne Weiteres Währschaft zu leisten ist, wie auch diejenigen, für welche der Verkäufer nur unter ge- wiffen Bedingungen, durch Vertrag, infolge Verheimlichung usw. verhaftet bleibt. Nach dem bürgerlichen Gesetzbuch ist auch die Zahl der Thiergattungen, für welche Währschaft zu leisten ist, vermehrt, doch haftet der Verkäufer nur für solche Fehler, welche nicht offensichtlich find, für verborgene Fehler, als welche auch solche nach gerichtlicher Entscheidung bezeichnet werden, die nicht für den Laien, sondern nur für den Kenner sofort sichtbar sind. Der Vortragende kennzeichnete weitere Fehler, so bedeutende, welche den Gebrauch deS ThtereS hindern oder unmöglich machen oder dessen Werth vermindern/ heilbare Fehler, bet denen es darauf ankommt, daß solche das Thier unbrauchbar machen. Auch Krankheiten, für welche der Verkäufer noch für eine gewisse, durch gesetzliche Bestimmungen geregelte Frist nach dem Verkaufe haft«, zog Redner in den Bereich seiner Darlegungen, gab Rathschläge, wie der Käufer in solchen Fällen den Rechtsweg zu betreten habe, empfahl aber im Uebrigen, daß es für den Verkäufer am besten fei, keine Währschaft zu übernehmen, sondern eher daS Thier etwas billiger zu verkaufen, in diesem Falle hafte er nur für Fehler, die ihm nachgewiesenermaßen bekannt gewesen. Für den Käufer aber sei es zweckmäßig, für alle Eigenschaften deS ThtereS, für welche er den Verkäufer haft- bar machen will, sich schriftlich garantiren zu lassen, er legte der Versammlung zwei Schemas vor, die Käufern und Ver- käufern zu Grunde gelegt werden können. An der folgenden DiScussion betheiligten fich die Herren Metzgermeister Pirr, RegierungSrath vr. Wal lau und der Vortragende. Herr Pirr erklärte, unter Hinweis auf die grassen Gegensätze zwischen Fleischbeschau und Währschaft und die häufig zu Tage tretenden Streitigkeiten zwischen Landwirthen und Metzgern, daß der Metzger ohne Währschaft kein Vieh kaufen könne, und bemerkte weiter, daß nach den Bestimmungen deS bürgerlichen Gesetzbuches der Ausschluß der MtnderungSklage (Abzug deS Minderwerthes vom Kaufpreise) einen Rückschritt bedeute, weil eS sehr häufig vorkomme, daß einzelne Theile eines ThtereS bei der Fleischbeschau verworfen würden. — Herr RegierungSrath vr. Wallau bemerkte, daß bet den fich entgegenstehenden Interessen der Landwtrthe und Metzger erst die Praxis auf den richtigen Weg des Ausgleichs führen werde.— Herr RegierungSrath i. P. Jost hält es für einen Fortschritt, daß durch daS bürgerliche Gesetzbuch die Ver- chiedenheiten htnfichtlich der Währschaft in den einzelnen Bundesstaaten beseitigt werden/ wahrscheinlich würden auch noch Bestimmungen getroffen über diejenigen Mängel und Krankheiten, die tm Bürgerlichen Gesetzbuch als nicht unter die Währschaft fallend bezeichnet seien und dieses oder jenes noch dazu gerechnet. Jedenfalls würden durch das bürger- liche Gesetzbuch Verhältnisse geschaffen, auf Grund deren ein Ausgleich zwischen den Interessen der Käufer und Verkäufer, also auch der Landwtrthe und Metzger, zu Stande kommen werde.
Aus Metz gelangt die Trauernachricht hierher (fiehe Todes Anzeige in Nr. 209 d. Bl.), daß daselbst Herr Geh. RegierungSrath Wilhelm Becker in der Nacht vom Freitag auf SawStag voriger Woche in Folge eines Herzschlages gestorben ist. Herr Geh. Reg.-Rath Becker (ein Bruder des in Darmstadt wohnenden Generals v. Becker) war am 11. September 1844 in Ortenberg geboren, ftudirte Carneralia in Gießen, wohin sein Barer versetzt worden war, und wurde tm Jahre 1866 Finanzaccessist in Darmstadt. Gleich mehreren seiner hessischen Collegen trat er im December 1870 in den Reichsdienst und wurde als Assessor der KreiS- »irection in Dtedenhofen zugetheilt. Dort verblieb er bis zum April 1878, wo seine Versetzung zum BezirkSpräfidium nach Metz erfolgte. Im Jahre 1880 wurde er zum RegierungS- rath befördert und im Jahre 1895 erfolgte feine Ernennung । um Geheimen RegierungSrath. Dor wenigen Monaten mußte Herr Becker, dessen Gesundheit seit mehreren Jahren außer- ordentlich angegriffen war, den Schmerz erleben, seine Gattin vor fich ins Grab finken zu sehen, ein Schlag, der ihn empfindlich traf uad von dem er sich nicht mehr erholte. Eine Reise, die er zu seiner Erholung unternahm, führte
ihn kürzlich auch in die hessische Heimath, an der er alle Zeit mit großer Liebe hmg. Der Tod des Herrn Beckrr wird bei seinen zahlreichen Bekannten in Hessen tief bedauert werden. Die in Metz erscheinenden Zeitungen widmen de« verblichenen die ehrenvollsten Nachrufe und heben hervor, daß er fich vermöge seines liebenswürdigen Wesens im Umgang und seine Geselligkeit tm dienstlichen Verkehr, bei Allen, die mit ihm in Berührung kamen, die wärmste Zuneigung zu erwerben gewußt hatte. Büreaukrattscheß Wesen war seinem Character durchaus fremd und deshalb erfreute er sich bei Einheimischen wie bei Eingewanderten in Deutsch Lothringen einer außerordentlichen Beliebtheit. Auch wir werden dem Dahivgeschiedenen stets ein freundliches Andenken bewahren.
• • Stenographie Wie au« dem heutigen Jnferatentheil ersichtlich, eröffnet die Stenographen - Gesellschaft „Gabelsberger" Dienstag den 21. September cr. in der Restauration Bourgeois ihren zweiten diesjährigen Unter- richtScurfuS in der Deutschen Einheits-Stenographie (System Gabelsberger), einzige staatlich anerkannte und tn dem Unterricht der höheren und mittleren Schulen in Bayern, Sachsen, Sachsen-Weimar, Oldenburg und Oesterreich unter Ausschluß aller Übrigen Systeme und ebenso tm sächsischen Heere allein eingeführte, an den Schulen Württembergs und Badens zu- gelassene, und an erster Stelle empfohlene Schnellfchrift. Es dürfte wohl hinreichend bekannt fein, in welchem Maaße heutzutage die Stenographie im geschäftlichen, öffentlichen, wie privaten Leben verlangt wird, und liegt es daher im Jntereffe eines Jeden, den Besuch dieses UnterrichtScursuS in der Deutschen Einheits-Stenographie (System Gabel»- berger) nicht zu versäumen.
• • 69. Berfammluug Deutscher Naturforscher uud «erzte. Den Erläuterungen zur Tagesordnung der 69. Versammlung Deutscher Naturforscher und Aerzee zu Braunschweig, 20. bis 25. September d. I., entnehmen wir, daß Th eil nehm er an der Versammlung Jeder werden kann, welcher fich für Naturwtffenschafteo und Medictn intereffht. — Eine Thetlnehmerkarte für Nichtmitglieder der Gesellschaft, die 18 Mark kostet, berechtigt zum Bezug de» Festabzeichen», des in fünf Nummern erscheinenden Tageblatts, der Fest- gaben und sonstiger für die Theilnehmer bestimmter Drucksachen, sowie zur Theilnahme an den Festlichkeiten und wissenschaftlichen Sitzungen, über die wir vor Kurzem berichten konnten. Ferner berechtigt die Theilnehmerkarte zur Entnahme von Damenkarten zum Preise von je 6 Mark. Die Festgaben bestehen in einer mathem.-naturw. „Festschrift der Herzoglichen Technischen Hochschule Carolo-Wilhelmina" und einer medicinischen Festschrift: „Beiträge zur wissen- schaftlichen Medicin"/ erstere wird den naturwissenschaftliche«, letztere den medicinischen Theilnehmern an der Versammlung als Festgabe der Herzoglichen StaatSregierung bargeboten. Der Magistrat der Stadt Braunschweig widmet als Gastgeschenk den sämmtlichen Theilnehmern eine Städtische Festschrift, welche die geschichtliche Entwicklung der Stadt, die naturwissenschaftlichen und bygienischen Verhältnisse der Um- gegend, die Anstalten für Medicin, öffentliche Gesundheit», pflege und Naturwissenschaften, für Unterricht, Wissenschaft, Verkehr, Handel, Gewerbe, Industrie und Kunst behandelt. Eine weitere, sämmtlichen Theilnehmern bargebotene Festgabe, bie mit Unterstützung hiesiger Bürger unb Bürgerinnen bom Verein von Freunden der Photographie vorbereitet wird, betitelt fich: „Braunschweig, Einst unb Jetzt, bargestellt in Wort unb Bild". Einen Festgrub bietet der Verein für Naturwissenschaft in Braunschweig ben Theilnehmern der Versammlung. Derselbe enthält außer einer kurzen Geschichte bes Vereins drei naturwissenschaftliche Abhandlungen von VereinSmitgliedern. — Auch wird die Geschäftsführung allen Theilnehmern einen neu bearbeiteten Führer durch Braunschweig zur Verfügung stellen. — WaS die wissen- fchaftlicheu Arbeiten betrifft, so find 350 vorträge bereit» angemeldet und weitere Anmeldungen folgen noch täglich. Ganz besonders belangreich versprechen die gemeinsamen Sitzungen zu werden. So findet am Mittwoch den 22. Sep- tember eine gemeinsame Sitzung der Abtheilungen der natur- wiffenschaftlichen Hauptgruppe unter Betheiligung aller intet* esfirten medicinischen Abtheilungen statt, in der die wissen- chaftliche Photographie, die zum ersten Male als selbst* thätige Abtheilung bet einer Naturforscher-Versammlung auf- tritt, über ihre Anwendung auf den verschiedenen Gebieten der Naturwissenschaften unb Meblcin, behanbelt werben wird. Prof. Dr. H. W. Vogel (Berlin) hat ben einleitenden Vortrag habet übernommen unb bie Herren Dr. Ren6 bu Boi»- Reymonb, Dr. Max Levy, Prof. Dr. O. Lassar (sammtlich aus Berlin) sowie Prof. Dr. E. Selenka (München) unb anbere werben weitere Vorträge unb Referate halten. Die Zoologie wirb mit ben Abtheilungen für GeburtShülfe und Gynäkologie, sowie für Anatomie eine gemeinsame Sitzung abhalten, in welcher al» Thema „Die Placenta und ihre Eihüllen" behandelt werden soll. Bedeutende Gelehrte sind dafür gewonnen. Die Abtheilung für Geburtshilfe hat mit den Abtheilungen für Kinderheilkunde sowie Dermatologie und Siphili» al» Thema für eine gemeinsame Sitzung: „Da» Colles'fche Gesetz und die Frage deS Choc en retour" auf die Tagesordnung gefetzt. — Auch andere Abtheilungen planen gemeinsame Sitzungen. — Die mit der Versammlung verbundene Ausstellung für wissenschaftliche Photographie, (mit Einschluß der Röntgen-, Farben- unb Mikrophotographie), Jnsttumentenkunde, MicroScopie, DemonftrationS- unb Schulapparate für Physik, Chemie, Naturbeschreibung unb Geographie, für Bacteriologie unb innere Mebicin, für Chirurgie und Orthopäbie verspricht auf Grunb ber zahlreich erfolgten Anmelbungen sehr reichhaltig unb lehrreich zu werben.
- Mtt de» frühere« Eintritt der Duvkelheit mehren fich, wie alljährlich um biese Zeit, nun auch wieber die Klage« ber Miether über baS zu späte Beleuchten ber HauS- unb Treppenflure seitens ber Hau»wirthe ober deren Stellvertreter. ES sei deshalb wieder darauf hingewiesen, daß jeder Etgenthümer eines Grundstücke» oder dessen Verwalter ver-


