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Pflichtet ist, die Haus- und Treppenflure angrmeffen zu erleuchten, und zwar stets vor dem Eintreten völliger Dunkelheit. Auch hat sich die Beleuchtung nicht etwa, wie es häufig vorkommt, auf die untersten Stockwerke, oder abwechselnd auf einen um den andern Treppenflur, sondern auf fämmt« liche Treppen und Flure zu erstrecken, die für Jedermann zugänglich find, also gleichsam dem öffentlichen Verkehr dienen. Als ausreichend aber ist die Beleuchtung nur dann anzu- sehen, wenn fie ein deutliches Erkennen der Räume ermöglicht. Für die Nlchtbefolgung dieser Vorschriften find die HanSwirthe oder deren gesetzmäßige Stellvertreter nach jeder Richtung hin verantwortlich. Und namentlich find fie für alle Unfälle, die sich Personen in Folge unterlaffener wie auch unzureichender Beleuchtung auf den Fluren oder Treppen zuztehen, regreßpflichtig, eine Sache, die bei der außerordentlich strengen Handhabung des Haftpflichtgesetzes seitens der Gerichte den Schuldigen unter Umständen theuer zu stehen kommen kann.
** Wetterbericht. Das Centrum der umfangreichen nördlichen Depression liegt heute unter Finnland und hat sich dieselbe über Rußland weiter südwärts ausgedehnt. Zugleich ist namentlich über Italien, über den irischen Inseln und Frankreich das Barometer etwas gesunken, sodaß im Süden und Südwesten Deutschlands die Luftdruckunterschiede gegen Nordosten geringer geworden find. Dagegen treten heute starke Gradienten an der Küste der skandinavischen Halbinsel auf. Die Temperaturen find im Allgemeinen gesunken. — Voraussichtliche Witterung: Wolkiges bis heiteres, jedoch ziemlich kühles Wetter ohne erhebliche Niederschläge.
w. Aus der Wetterau. 7. September. Wenn der Bauer feine Obstbäume stützen muß, darf er auf einen hübschen Ertrag rechnen. Daß aber viele Bauern das Stützen der Obstbäume nicht recht verstehen, fieht man jetzt, nachdem wir acht Tage noffes Wetttr hatten, sehr deutlich. Durch die anhaltende Näffe ist der Boden vollständig weich geworden und die Baumstützen, die am unteren Ende, wo fie abgehauen wurden, ziemlich spitz find, versinken rasch in dem breiartigen Boden. Selbstverständlich nützen die Stützen alsdann dem belasteten Baume nichts mehr und der gute Bauer -sieht zu, wie die Hefte brechen, obgleich zwanzig Stützen unter dem Baume stehen. Wäre der Bauer nun so klug und legte unter die Stützen auf schwammigem Untergründe ein Brettchen oder einen flachen Stein, so wäre dem Mißgeschick vorgebeugt. DaS ist die ganze Hexerei — aber man muß sie nur verstehen. Schade, daß wir dieses .'Jahr nur so wenige Obstbäume zu stützen haben. — Der Weizen ist bet uns auf 18 Mk. 50 Pfg. zurückgegangen. AlS er 21 Mk. galt, wollten die Leute 24 Mk. haben, ge« trabe so, wie Sie es vor etlichen Wochen im „Gießener Anzeiger" prophezeit haben. Manche hatten auch noch nicht gedroschen,- trotzdem würden fie nicht loSgeschlagen haben, rcst müssen die Leute gescheit gemacht werden, dann bekommen sie Muth.
Lauterbach, 7. September. Bei dem am vergangenen SamStag stattgehabten Fruchtmarkte betrug der Durchschnittspreis pro 100 Kilo Weizen Mk. 18.50, Korn Mk. 15.16.
Darmstadt, 5. September. Der Verband deutscher Krankenpflege-Anstalten vom Rothen Kreuz, dessen diesjährige Jahresversammlung am 1. October in Darmstadt siattfindet, wird von ungefähr zwanzig Krankenpflege'Anstalten gebildet, in denen, wie im Alice-Hospital dahier, Schwestern bom Rothen Kreuz ausgebildet werden. Seine erste Jahres- vrrsammlung hielt der Verband in Berlin, seine zweite im vorigen Jahr in Hannover.
X. Darmstadt, 7. September. Heute ging am Hof- tHeater erstmals das neueste Stück des großen Realisten Gerhard Hauptmann: „Die versunkene Glocke", ein deutsches Märchendrama, wie es der Dichter bezeichnete, in Scene. Das Stück, im Vorjahre zuerst in Berlin aufgeführt, zeigt stellenweise eine hochpoetische Sprache und treffende Characteristik der Hauptpersonen Die Hauptrollen, Heinrich der Glockengießer und Rautendelein, wurden durch Herrn Hacker und Frl. Wolther vorzüglich dargeftellt. Die Vorstellung war sehr stark besucht- nach jedem Acte erfolgte mehrmaliger Hervorruf.
△ Mainz, 7. September. Die Strafkammer des hiesigen Landgerichts verurtheilte in ihrer gestrigen Sitzung den Colporteur Konrad Zimmern aus Bayern wegen Majestätsbeleidigung zu vier Monat Gefängntß. Beim Colportiren unzüchtiger Bilder deutete Zimmern in einer Wirthschaft auf ein Bild des Kaisers unb sagte mit einem unehrerbietigen Beiwort, der Kaiser trage die Schuld an den Metzeleien, die vor einigen Monaten in Griechenland stattgefunden haben. — Die heute hier eingetrdffenen amtlichen Wasserstands- oachrichten melden ein weiteres starkes Steigen des Ober- rheinS. In Maxau ist der Rhein von gestern auf heute 66 und in Waldshut 25 Centimeter gestiegen. Aus Mannheim wird ein Wachsen um 30 Zentimeter gemeldet. Hier beträgt die Zunahme seit gestern Morgen 41 Zentimeter.
A AnS Rheinhessen, 7. September. In Folge der über- mäßig feuchten Temperatur der letzten Tage zeigen sich in sehr vielen Weinbergen die Blattkrankheit und Aeschrich tu starkem Maße. Besonders stark und in erschreckender Weise treten die Krankheiten in den niederen Weinbergs« logen auf.
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* Rsrbnrg, 7. September. Unser Jägerbataillon yir. 11 (Margherita, Königin von Italien) rückte zum Kaisermanöver am Montag in dritter Morgenstunde bei strömendem Regen aus Homburg aus. Ein Berichterstatter der „Frkf. Ztg." berichtet hierzu: Wir haben die hessischen Jäger, die Vormittags 21/i Uhr von Homburg beim Laternenschein auf- brache« und auf total durchweichten Wegen ostwärts nach Atndecken-Heldenbergen pilgerten, auf dem Marsch ein Stück
weit begleitet, und waren erstaunt Über die gute Laune unb baS straffe Aussehen, deren sich die Mannschaften noch erfreuten, wenngleich fie so pudelnaß waren wie ihr Kriegshund. Allerdings hörten wir von dieser Truppe und von andern die voraufgegangene Verpflegung rühmen, obwohl fie theilweise in Massen quartieren gelegen hatten. Zu dem Bericht über die hohe Auszeichnung unseres Jägerbataillons am Sonntag nach dem Feldgottesdienste in Homburg durch Se. Majestät den Kaiser ist noch zu berichten, daß unser kaiser- licher oberster Kriegeherr in markigen Worten bte Jäger an- redete, in ehrenden Ausdrücken ihrer Mannekzucht, Strammheit und der errungenen günstigen Schießresultate gedachte und schließlich mittheilte, daß er als Anerkennung dafür Ihre Majestät die Königin von Italien zum Ches des Jäger- bataillonS Nr. 11 ernenne. — Das Bataillon wurde laut A. Z.-O> vom 27. September 1866 aus dem Gardeschützen- Bataillon, sowie den Jägerbataillonen 3, 4, 7 und 8 formirt. Zum Commandeur wurde Major von Franckenberg-LudwigS- dorff vom 4. rheinischen Infanterie-Regiment Nr. 30 ernannt. AlS FormationSort wurde dem Bataillon Wetzlar, als Gar- nison Marburg angewiesen. Durch A. Z.«O. vom 2. Oc- loder 1866 erhielt eS die Bezeichnung: „Jäger-Bataillon Nr. 11". Laut A. Z.-O. vom 26. Juni 1867 wurde dem Bataillon die Fahne verliehen, bereit Nagelung unb Weihe am 3. Juli jenes Jahres im Beisein des Königs im Lustgarten zu Potsdam stattfand. Am 7. November 1876 erhielt das Bataillon den Provinzialnamen: „HesfischeS Jäger- Bataillon Nr. 11". An dem Feldzug gegen Frankreich hat das Bataillon auch vielen, tapfersten Antheil genommen, eS war beteiligt an dem Treffen bei Weißenburg, an der Schlacht bei Wörth, wo eS unter schweren Verlusten zu den Erfolgen des Tages beigetragen, an der Schlacht bei Sedan unb an der Einschließung von Paris.
• Frankfurt, 7. September. Bei dem Rücktransport der Truppen nach den Kaisermanövern fällt den Bahnhöfen Frankfurt (Hauptbahnh.), Ostbahnhof, Sachsenhausen, Affenheim, Bruchköbel, Heldenbergen Windecken, Bockenheim und Offenbach die Aufgabe zu, die sämmtlichen bayerischen Truppen excl. der Zavallerie und Artillerie, dann die thüringischen Jnf.-Regimenter Nr. 95 und 32 in ihre Garni- sonSorte zu befördern. ES werden in der Richtung nach Aschaffenburg, Ulm und Nördlingen, dann nach Nürnberg, Schweinfurt, Treuchtlingen ca. 46 Militärsonderzüge mit co. 40,000 Mannschaften und Unteroffizieren, 1700 Offiziere, ebensovielen Pferden, ca. 100 Fahrzeugen und etwa 400 Fahrrädern befördert und find zu diesen Sonderzügen über 1700 Eisenbahnwagen erforderlich. Diese Militärzüge, deren Expedirung am 10. September Abends 6 Uhr beginnt unb am 11. September gegen 10 Uhr Vormittags beendet sein wird, werden diesmal auf die obengenannten verschiedenen Routen vertheilt, um e« zu ermöglichen, daß fie in rascher Reihenfolge abgefertigt werden, sie Vertheilen sich auch auf verschiedene Bahnhöfe, weil eS sonst nicht möglich wäre, fie in so kurzer Zeit — in ca. 16 Stunden — wegzubringen - außerdem find ja noch preußische und hessische Regimenter in großer Zahl nach verschiedenen Richtungen insbesondere rhetn- abwärtr zu befördern und ist die Aufgabe, die hier den kgl. Eisenbahndirectionen Frankfurt und Mainz gestellt wird, keine geringe, jedoch insofern erleichtert, als Geschütze und Zavallerie nicht per Bahn befördert werden, also die Reiter- und Artillerieregimenter nach Hause marschiren. Im hiefigen Güterbahnhofe werden nicht weniger als 14, im hiesigen Oftbahn- Hof 12, in Sachsenhausen 6, im Hauptbahnhof 1, in Helden« bergen 6, in Affenheim 6, in Offenbach, Bockenheim unb Bruchköbel je ein Militärzug verladen und abgefertigt.
* Ja Düsseldorf ist dieser Tage wieder ein Mann wegen Majestätsbeleidigung verurtheilt worden, den der eigene 14jährige Stiefsohn angezeigt hatte.
* Sine Bewegung gegen die „Eoncnrsmasseuansverkaufe", bte trotz des Gesetzes wider den unlauteren Wettbewerb in einzelnen Stadttheilen nach wie vor floriren, ist unter den Kaufleuten des Frankfurter Viertels in Berlin im Gange. Allein in der Gegend de- AndreaSplatzeS befinden sich feit mehr als einem Jahre drei solcher „Ausverkäufe", deren Inhaber bezeichnender Weise Frauen sind. Diese glauben dem Gesetz ein Schnippchen zu schlagen, wenn fie auf den Riesen- placaten, die den „ZoncurSmassenauSverkaus" antüaötgen, in kleiner Schrift den Zusatz „unb anderer Maaren" machen. Dabei rufen fie durch die Aufschrift „zu fest taxirten Preisen" beim Publikum die Meinung hervor, als handele es sich in der Thal um eine vom gerichtlichen ZoncurSoerwalter taxirte Waarenmaffe. Um diesem Treiben ein Ende zu machen, haben sich über 20 der geschädigten Geschäftsinhaber der Umgegend zusammengethan, einen auS ihrer Mitte zum Sachwalter ernannt und ihn beauftragt, bei den maßgebenden Behörden die geeigneten Schritte zur Abstellung bei Unfug» einzuleiten.
♦ Aus Schlesien, 5. September. Am 11. August wurde im Bober bet Landeshut der Leichnam einer jungen weiblichen Person aufgefunden, deren Name nicht festgestellt werden konnte. Nunmehr stellt sich heraus, daß es sich um die Leiche der 22 jährigen unverehelichten GutSbefitzerstochter Fischer, früher in Schrniedeberg wohnhaft, handelte. DaS an den Kleidern nachträglich erkannte Mädchen war auf einer BefuchSreife nach Schmiedeberg und Landshut begriffen. — Die bet dem großen Hochwasser ertrunkene 18jährige Tochter des Gärtners Hertramf in Markltffa ist noch immer nicht aufgefunden. Die Verunglückte trägt das Baarvermögen ihrer alten Eltern in Höhe von 1200 Mk. bei sich. Jedenfalls liegt der Leichnam tief unter Geröll unb Steinen vergraben und dürfte wohl auch erst bei den RäumungS- arbeiten aufzufinden fein.
• Die Strafkammer in vromberg verurtheilte den Restau« rateur Seifer aus Schleusenau wegen Majestät-, beietbtgung zu 6 Monaten Gefängniß. Besonderes Jn- rereffe erregt der Umstand, daß S. von seiner eigenen Ehefrau deuuncirt worden ist.
* Gera, 7. September. Gestern erfchoß sich die 25 jährige Schauspielerin Bertha Benefeld an! Riga in der Wohnung des 23 jährigen Lieutenants von den 96ern, Gustav Henneberg aus Danzig. Liebeskummer war dal Motiv der That.
* Braunschweig, 6. September. Frau Geheimerath Siemen- beabfichtigt, in Schulenrode bei Bad Harzburg ein Ferienheim für Barmherzige Schwestern zu errichten.
* Offenburg, 6. September. In der letzten Strafkammerverhandlung wurde Kunstmüller L. Hildebrand, der angeklagt war, sogenanntes „Zastormeh l", auch Pferdezahnmais genannt, unter Getreidemehl gemischt zu haben, zu 400 Mk. Geldstrafe verurtheilt.
• München, 6. September. Heute Nacht versuchte ein schon feit längerer Zett an Tteffinn leidender Küfer seine vier schlafenden Kinder im Alter von 21/« bi! 8 Jahren zu erdrosseln. Die Ehefrau vermochte eS jedoch, die Blutthat zu verhindern.
* Straßburg, 7. September. Die Fabrikbefitzer Brand unb Karl Oesinger au« Klingenthal wurden aus Elsaß« Lothringen ausgewiesen. Die AuSgewiesenen gehören zu den capitalkräftigsten Industriellen der Retchslande.
* Mannheim, 5. September. Ein rasche« Ende fand der Brautstand einer hiesigen jungen Dame au« angesehener Familie. Das Mädchen verlobte sich am letzten Donnerstag mit dem 32 Jahre alten Fabrikanten Gustav Forrer von Ludwigshafen, einem lebenslustigen, frohgestimmter-. Manne, der ein eifriger Anhänger der Schützensache ist und dessen Name tn den pfälzischen und badischen Schützenkretsen einen guten Klang besitzt. Den Freitag Abend verbrachte Forrer noch in der Gesellschaft seiner jungen Braut, einem sehr hübschen, anmuthtgen Mädchen. Am SamStag Morgen empfingen die zahlreichen Freunde und Bekannten de« jungen Brautpaares die VerlodungSanzetge. Zugleich verbreitete fich in der Stadt da« Gerücht, daß fich Forrer tn seiner Wohnung erschossen habe. Da« Gerücht bestätigte fich. Die unglückliche Braut hielt schon in den Vormittagsstunden einen Brief ihres Verlobten tn Händen, in welchem dieser ihr mit* thetlt, daß er mit einem schweren Leberleiden behaftet sei unb tn Folge dessen nicht heirathen könne, aber auch nicht weiter leben wolle. Sie möge ihm verzeihen. Zum Andenken an ihn setzte er fie zur Untversalerbtn seines mehrere hunderttausend Mark betragenden Vermögens ein.“
* Obde, 6. September. Der deutsche Aviso „Pfeil" ist hier eingetroffen, um die Leiche des Lieutenants zur See v. Hahnke nach Deutschland zu bringen.
• Die Manse Ansstellnng in London. Man schreibt der ,/Frkf. Zig." aus London, 31. August: In Stratford-by- Bow hat der „National Mouse Club" seine dritte „Nationale Mäuse-AuSftellung" eröffnet. Die 170 dort zur Schau gestellten Mäuse und Mäusegruppen gehören weder zu den gewöhnlichen Hau«-, Feld- und Wtesenmäusen, noch find solche darunter, welche nur der vorgeschrittene Alkoholist bemerkt. ES find alle« nur von Liebhabern gezüchtete Luxusmäuse, deren Felle in allen Farben schillern, die einer Mau« an- stehen. Einige find weiß, andere gelb, andere rehfarbig, andere filbergran, perlmutterbraun, chocoladenfarbig oder schwarz, auch scheckige find darunter. Für die schönste dieser Aristokratinnen des Mäusegeschlechtes ist ein Ehrenpokal im Werthe von 15 Guineen gestiftet, die anderen können auf kleinere Preise reflrctiren. Katzen und Hunden ist der Zutritt zur Ausstellung verboten, solche, die unbemerkt hinein- gelangen, müffm befürchten, in einer der aufgestellten Hunde- und Katzenfallen gefangen zu werden. Unter den Ausstellern find mehrere junge Damen, auch zwei Geistliche.
Schiffsuarhrichterr.
Der Postdampfer „Kensington" der „Red Star Line" in Antwerpen ist laut Telegramm am 6. September wohlbehalten in New-Uork angekommen.
Nniverfitäts - Nirehriehteu.
Würzburg. Dem Profeffor der Theologie an der Universität, Dr. Ehrhard, wurde 00m Kultusminister ein mehrmonatlicher Urlaub bewilligt, den Ehrhard zum Studium der byzantinischen Handschriften de« Vatikans benutzen wird.
Wöchentlich« Urbrrstcht der TodeSMe in Gießen.
36. Woche. Vom 29. August bis 4. September 1897.
Einwohnerzahl: angenommen zu 23 700 (tncl. 1600 Mann Militär).
SterblichkeitSziffer: 21,94, nach Abzug der OrtSfremdm 8,77 o/m-
Kinder
Anm. Dir in Klammern gesetzten Ziffern geben an, wie viels der Todesfälle in der betreffenden Krankheit auf von autzwärt« nach Gießen gebrachte Kranke kommen.
E« starben en: Zufannnes: Erwachsene
Krebs 3 (2) 2 (2)
Lungenschwindsucht 1 (1) 1 (1)
Herzleiden 2 (1) 2 (1)
EingeklemmtemBruch 1 (1) 1 (1)
Abdominaltyphus 1 (1) 1 (1)
Lungenentzündung 1 —
Ertrinken 1 1
tat vom
1. Lebensjahr: 2.—15. Jahr: — 1
1
Summa: 10 (6)
8 (6)
- 2
Temperatur der Lahn und Luft nachReaumur gemessen am 8. Septdr., zwischen 11 und 12 Uhr Mittag«: Wasser 12°, Lust 12«/«0.
Rüdsamen'sche Badeanstalt.
Unsere Lieblinge essen es gern.
Ein nahrhaftes und liebliches Gericht läßt sich leicht durch einfaches Kochen der Milch mit Mondamin bereiten. Eine solche Nahrung ist leicht verdaulich und reizt durch den eigenen Wohlgeschmack des Mondamin Kinder und Kranke zu öfterem Genuß. ES ist so ergiebig, daß nur wenig Mondamin zu nehmen ist uno stellt sich daher nicht theurer als gewöhnliches Mehl. Bei Nahrung für Kinder und Kranke ist dieser Vortheil besonders gut angebracht. Mondamin ist überall zu habm in Packeten i 60, 30 u. 15 Pf.
EngroS bei Türk u. Pabst, Frankfutt a. M. 3134


