Prinz bob Wales diesmal seine Kur in Homburg auf« gegeben hat, erklärt sich durch die Thatsache, daß der Prinz keine Einladung zur Kaiserparade und zu den Manöoern erhalten hat. Der Grund war der Umstand, daß man eS in England unterlassen hatte, den Kaiser persönlich zum Jubiläum der Königin Victoria einzuladen, unter dem Borgebeu, man habe mißliebige Aeußerungen der VolkSftimmun^ befürchtet.
Wiesbaden, 3. September. Der Eisenbahn-Minister Thielen traf gestern Abend hier ein und conserirte heute Vormiitag längere Zeit mit dem Finanzminifter Miquel. Der Sisenbahnminister wird heute Mittag 12 Uhr 38 Min. von hier abretsen und sich zunächst nach Frankfurt a. M. begeben.
Hamburg, 3. September. Eine große öffentliche See- mannS Versammlung protesttrte gegen die Vorschläge der zur Redifion der Seemanns Ordnung eingesetzten technischen Commission betreffend die Beköstigung und das Logis- wesen der Seeleute. ES wird eine reich-gesetzliche Regelung dieser Materie verlangt.
Würzburg, 3. September. Die Ankunft des Prinz- Regenten und seiner fürstlichen Gäste von Nürnberg erfolgte gestern Abend 10 Uhr 38 Min., der Bahnhof und der Bahnhof-platz, sowie die zum Refidenzschloß führenden Straßen zeigten eine großartige Beleuchtung. Der vom Prinzregenten gestiftete KtlianSbrunnen sowie zahlreiche Häuser waren theils electrisch theilS bengalisch beleuchtet. Vor dem Schloß standen bis nach Mitternacht Tausende von Menschen, patriotische Lieder singend, wie: Die Wacht am Rhein, die Nationalhymne, Deutschland, Deutschland über Alles. Der Prinzregent und der Kaiser zeigten sich mehrmals auf dem Balkon.
Prag, 3. September. „Narodni Listh" bringt die Nach- richt, daß von jetzt alle Aufschriften der öffentlichen Aemter in Mähren, Schlesien, Böhmen doppelsprachig erfolgen. Mähren erhält eine czechische Universität und ein czechtscheS Technikum,- das czechische Privat-Gymnafium in Troppau übernimmt der Staat.
Preßburg, 3. September. Als gestern Abend die Passa- giere des aus Skalitz hier eingetroffenen Personenzuges kaum den Zug verlassen hatten, wurde dieser von einem rangirenden Lastzüge an gefahren, wobei fünf Waggons und die Maschine beschädigt wurden. Das Zugpersonal rettete sich durch rascheö Abspringen. Die Ursache war falsche Wetchenstellung.
Laibach, 3. September. Gestern und vorgestern wurden hier leichte Erdstöße verspürt.
Rom, 3. September. Die meisten Blätter schreiben der Fahrt des Königs Humbert nach Homburg eine große politische Bedeutung zu und halten die Zusammenkunft für eine neue Bekräftigung des europäischen Friedens.
Amsterdam, 3. September. Die tonangebende Presse bezweifelt die von englischen Blättern verbreitete Nachricht, die Gemahlin de- Präsidenten Krüger wirke auf denselben ein, zurückzutreten.
Pari», 3. September. Eine französische Prinzesstn stellt der Oberin der Schwesternschule in Athen eine bedeutende Geldsumme zur Verfügung zur Errichtung einer Anstalt auf der Sanctonien>Jnsel für die Kinder der im griechisch türkischen Kriege gefallenen Offiziere.
Tonlon, 3. September. Ueber das Attentat gegen den Maire von Toulon wird noch gemeldet, daß der Maire schwere Stichwunden, u. a. an der linken Hand, als er den Dolch abwehren wollte, erhalten hat. Sein Zustand ist hoffnungslos.
London, 3. September. Das Ende des Mechaniker- strikes ist infolge des hartnäckigen Verhaltens der Arbeiter wie der Arbeitgeber noch nicht abzusehen.
Sofia,3. September. Die Neubildung des EabinetS dürfte noch heute erfolgen.
Kandis, 3. September. Am Mittwoch gaben Aufständische auf türkische Truppen Feuer, welches letztere erwiderten. Verluste sind nicht zu verzeichnen.
Berlin, 4. September. Wie dem „Bcrl. Tgbl." aus Madrid gemeldet wird, erhielt die spanische Regierung in letzter Zeit zahlreiche anarchistische Drohbriefe, welche die Hinrichtung mehrerer Minister androhen. Falls eine internationale Anarchisten - Vereinbarung nicht zu Stande kommen sollte, gedenkt Spanien allein eine specielle Anarchisten- Polizei zu schaffen.
Wie», 4. September. Nach amtlicher Darlegung besteht, nachdem England von seinem Einwande gegen Art. 6 des FriedenSvertrages abgekommen, eine Schwierigkeit jetzt nur noch darin, daß Griechenland ausreichende Garau- tieen für die Kriegsentschädigung unter gleichzeitiger Sicherung der Rechte der älteren Gläubiger bieten muß. Hierin liegt das Hinderniß für den Abschluß des Vertrages. Die Geduld aller an den Verhandlungen Betheiligten ist völlig erschöpft.
Coeete» nnO prwittsicllc»,
Siehe», den 4. September
Wetterbericht. Bet sehr unregelmäßiger Lufrdruck- vertheilung hat der niedere Druck über dem größten Theile Europas die Herrschaft gewonnen. Das umfangreiche De- presfion-centrum ist noch weiter bis nach der scandinavischen Halbinsel gewandert, wobei auf seiner Rückseite daS Baro- merer ganz erheblich gesunken ist, sodaß tm äußersten Westen ein barometrisches Maximum lagert. Außerdem liegt noch ein schwacher Kern relativ höheren Drucke« an der unteren Donau gegen Central-Europa herein. — Voraussichtliche Witterung: Unbeständige- kühlere- Wetter mit zeitweisen Niederschlägen.
Bad-Nattheim, 2. September. Trotz allen Anstalten für da- leidende Badepublikum entbehrte unser Platz doch bi- '
jetzt eine- eigentlichen Sanatorium-. Diesem Bedürf- niffe soll jetzt genügt werden. .Die, wie berichtet, in anderen Besitz übergegangeoe Villa Britavnia soll durch die Herren Dr Friedländer und Dr. Beste, hier practic'rende practische Aerzte, in ein Sanatorium im größeren Stile umgewaudelt und mit allen Hilfsmitteln der medicinischen Wiffenschaft auf- Reichste auszestattet werden. Hierbei sollen alle Jadicationen, die sür Nauheim vornehmlich in Betracht kommen, berück sichttgt, jedoch in erster Linie auf Herz- und Frauenleiden Gewicht gelegt werden. Da- 11,000 Quadratmeter um- fassende Areal in der gesündesten Lage der Stadt mit einem sehr umfangreichen schattigen Garten ist für ein solche- Unternehmen wie geschaffen. Darmst. Ztg.
Hungen, 2. September. Mit dem 1. October wird die Bahn nach Friedberg eröffnet. Dem Vernehmen nach werden die Züge von Friedberg nach Laubach nicht weitergehen, sondern die besondere Zugverbindung nach dort wird bestehen bleiben. Da Anschlüsse nach Gießen wie Friedberg zunächst nicht zu erwarten sind, wird mit dem 1. October in dem erweiterten Anbau an hiesig-- Stationsgebäude eine Restauration 2. Klaffe, sowie 3. und 4. Klaffe eröffnet werden.
Darmstadt, 1. September. Die diesjährige Hauptversammlung des Verbände- deutscher Krankenpfleger- Anstalten vom Rothen Kreuz wird am 1. October d. I. in Darmstadt stattfinden. Auf der Tagesordnung stehen eine Anzahl besonders wichtiger Fragen, darunter auch die des Schutzes der Krankenpflegerinnen vor Ansteckungsgefahr.
Darmstadt, 2. September. Die Versuche über das Tele- graphiren ohne Drähte, da-Neueste auf dem Gebiete der electrischen Fernwtrkung, sind auch Herrn Realgymuafial- lrhrer Dr. Schneider dahier gelungen.
AuS dem Kreise Bingen, 1. September, wird geschrieben: Bei fortgesetzt günstiger Witterung entwickeln fich die Weinberge in der vortheilhaftesten Weise und darf wohl tm All- gemeinen auf einen „frühen Herbst" gerechnet werden. Hier in unserem Kreise rechnet man mit einem „guten halben Herbst." Die Lese der Frühburguoder-Trauben in Rüdes- heim, GaulShetm, Kempten, Gaualgesheim, Ingelheim rc. dürfte wohl nicht mehr lauge auf fich warten laffen. Aus unserer Nachbarschaft über der Nahe, auS Langenlonsheim, wird erfreulicherweise gemeldet, daß die entdeckte Reblaus nur auf ihrem Entdeckungsherd beschränkt geblieben ist- wenigstens haben die fortgesetzten Untersuchungen glücklicherweise keine weiteren Entdeckungen des gefürchteten Insekts ergeben.
Die Frauenarbeit
aus dem internationalen Congreß sür Arbeiterschutz.
Am Donnerstag verhandelte der Congreß über die Frauenarbeit. Der socialdemokratische Referent beantragte eine MoximalarbeitSzeit für alle in der Groß- und Klein- Industrie, dem Gewerbe, Handel-, Transport- und Verkehrswesen, sowie in der Hau-induftrie thätigen Frauen von 8 Stunden pio Tag und 44 Stunden pro Woche. Die Arbeitszeit muß Samstag Mittag um 12 Uhr endigen. Nach beendigter Arbeitszeit darf weitere Arbeit nach Hause nicht mitgegrben werden. Wöchnerinnen dürfen vor und nach ihrer Niederkunft im Ganzen während 8 Wochen, nach der Niederkunft jedenfalls 6 Wochen gewerblich nicht beschäftigt werden. Während dieser Schutzzeit erhält die Arbeiterin vom Staat oder der Gemeinde eine Entschädigung, die in directem 8er- hältniß zu ihrem LohnauSsall steht. Besondere Gesetzes- Vorschriften im Sinne der vorstehenden Forderungen sind für landwirthschaftliche Arbeiterinnen und Dienstboten zu erlassen. Die Frage der Hausindustrie wird dem nächsten Congreß überwiesen. Den Frauen ist für gleiche Arbeit gleicher Lohn zu gewähren.
Nach der geltenden deutschen Gewerbe-Ordnung gilt bekanntlich sür die Arbeiterinnen in den Fabriken eine Maximal- arbeittzeit von 11 Stunden, an den Vorarbeiten der Sonn- und Feiertage von 10 Stunden. Am SamStag muß die Arbeit um 51/, Uhr Nachmittags aushören. Wöchnerinnen dürfen während 4 Wochen nach der Niederkunft nicht be- chäftigt werden.
Dr. Wiard - Brüssel (clericaler Demokrat) beantragt, >ie Frauenarbeit, namentlich die Arbeit verheirathetrr Frauen n Bergwerken, Steinbrüchen und in der Großindustrie allmählig abzuschaffen. Die Reglemenrirung der Frauenarbeit genüge nicht. Frau Lilly Braun-Berlin (Soc.) tritt gegen den Antrag auf, der die Frauen gern in das alte Dienst- und Sclavenverhältniß zurückdrängen möchte. Die Frau ist doch nicht in erster Linie Frau, wie der Mann nicht in erster Linie Mann ist, sondern Mensch und hat die Berechtigung, als Mensch zu leben. DaS kann sie jedoch nur bann, wenn te öconomisch selbstständig tfl. Auch im Hinblick auf daS Familienleben verlangen wir, daß die Frauenarbeit nicht verboten werde. WaS würde denn die Folge deS Verbots der Frauen Fabrikarbeit sein? Sie würde die Heimarbeit in ungeheurem Umfang wieder aufleben laffen. Die Frau würde in ihrem elenden gemeinsamen Koch-, Schlaf- und Wohn- raume zu Hause eine Werkstatt schaffen und dort Tag und Nacht arbeiten müssen. DaS Verbot der Frauenarbeit wäre eine Prämie auf da- Concubinat, und gerade Diejenigen, denen die Heiligkeit der Ehe so sehr am Herzen liegt, sollten daS bedenken. Bet einem Verbot der Frauenarbeit würde man die Männer am Heirathen verhindern, und die Zahl der unehelichen Kinder würde erschrecklich wachsen.
Frau Clara Zetkin-Stuttgart (Soc.) ebenfalls g e g e n den Antrag: Nur eine gleichberechtigte Frau könne den Beruf wahrhaft erfüllen. Die Berufsarbeit ist die wirthschaft- lichr Grundlage für die sociale Befreiung der Frau. Erst eine ökonomisch unabhängige Frau wird dem Manne mehr als da- Wetb sein, der beste Freund, die Trägerin und Hegerin seiner Ideale, die Förderin seiner Bestrebungen. Die Frau wird die geistige und sittliche Hälfte des Manne« uud auch oft die bessere Hälfte des Mannes sein. Bei dem Verbot der Frauenarbeit würde der Mann um so länger
arbeiten müssen und sich um so weniger um die Erziehung kümmern können.
Für den Antrag Dr. Wiard Pros. Sch eich er-Wien: Durch die Emancipation würde die Frau der Famtlie entzogen. ES müsse wie im Staate auch in der Familie einen Minister des Aeußern und einen Minister deS Innern geben. Die Frau sei dec Minister deS Innern.
Frau Baronin Dogelsang - Wien sür den Antrag: Eine Fremde kann den Kindern die Mutter niemals ersetzen, deshalb bin ich gegen die Fabrikarbeit der Frau. Die Kräfte, die die Frau in der Fabrik auSgibt, gehen für ba« Hau« verloren. Sie kommt müde und matt auS der Fabrik, ist unfreundlich gegen die Kinder, mindestens nimmt sie fich ihrer nicht so an, wie eS fonft der Fall wäre. Die Frau darf nicht die gleiche BerufSthätigkeit auSüben wie der Manu- sie kann eS nicht leisten. Eine Arbeiterfrau hat genug in der Häuslichkeit zu thun. DaS Verbot der F auenarbrit wird den Männern zu Gute kommen, sie werben kürzere Arbeitszeit und höhere Löhne erlangen können.
Pern erstorfer - Wien (Soc.) gegen den Antrag. Man wolle die Familie in ihrer alten Form erhalten, wrtl man die Frau als da- unbedingt dienende Mitglied der Familie erholten wolle. Sie wollen nicht nur die körperliche Arbeit der Frau, sondern auch ihre geistige Arbeit ein- schränken- sie sind Gegner der absoluten Gl ichstellung der Frau, und zwar berufen sie fich auf fixe dogmatische Grund- sätze. Solche Grundsätze erkennen wir nicht an. Wir find nicht für unbedingte Gleichheit, sondern für die Gleichheit der Entwicklung-Möglichkeit. Wir glauben nicht, daß die Frau ein geistig niedriger stehendes Wesen ist.
Decurtius (Schweiz) für den Antrag: Heute find die schattenhaften Endziele der Partei hervorgetreten. Wer wollte leugnen, daß un- eine Kluft da trennt! Eine weite Strecke in dem Kampf gegen die Gesellschaftsordnung, die auch wir für schädlich halten, gehen wir gemeinsam. Aber wir wollen die Familie erhalten. Für uns ist die Familte eine absolute, für sie eine historische Kategorie. Die Familte bleibt die gesunde Grundlage deS Staates.
Bebel gegen den Antrag führt aus, die ganze Frage habe fich princtpiell zugespitzt, und klar und deutlich habe fich der meereStiefe Abgrund aufgethan, der zwischen den beiden Richtungen hier besteht und der durch keinerlei Com- promiß auSgetilgt werden kann. Bi- zu einem gewissen Punkte aber werde man neben einander hergehen, um Manches zu erreichen zum Segen der Arbeiter. Die Gegner in dieser Frage suchen eine kleinbürgerliche Gesellschaftsordnung an Stelle der heutigen Gesellschaft nicht zu unterdrücken, fondern fie zu einer höheren Stufe, zur socialistischen Gesellschaftsordnung zu bringen. (Lebhafter Beifall.) Sie glauben nun, die Axt an die Wurzel der capitalistischen Gesellschaft dadurch zu legen, daß fie die Frauenarbeit aus der Großindustrie bringen. Und nicht nur au« der Großindustrie. DecurtiuS hat gestern gesagt, daß fie Gegner der gewerblichen Frauenarbeit überhaupt seien. Ihr Ziel ist die Wiederherstellung einer in der Vergangenheit liegenden Gesellschaftsordnung. So wenig Sie Eisenbahnen, Telephon, Telegraph und Dampfmaschinen beseitigen können, so wen'g die kapitalistische Großproduction und in ihrem Gefolge die Frauenarbeit! (Sehr richtig!) Es ist sehr characteristisch, daß Sie der Frau die Fabrikarbeit verbieten, fie aber in der Hausindustrie und der Landwirthschaft lassen wollen. Wenn ich zu wählen hätte zwischen 8 stündiger Fabrikarbeit und 16 stündiger Hau-arbeit, dann würde ich der Fabrikarbeit den Vorzug geben. Wa« wird durch Ihren Antrag erreicht? In Deutschland find 8/< Millionen, tn England 3—4 Millionen Frauen in der Großindustrie thätig. Vertreiben Sie sie aus den Fabriken, so führen Sie hundert- tausende der Proftitution tn die Arme. DaS wollen Sie nicht, das wird aber die Folge sein. Wa« soll au« den Wittwen werden, wa- sollen die Frauen arbeitsloser Männer oder die Frauen lüderlicher Patrone anfangen?
Der Antrag De Wiard wurde hierauf mit 165 gegen 98 Stimmen ab gelehnt.
• Wetzlar. 3. September. Unsere Stabt wirb in den nächsten Tagen einem kleinen Heerlager gleichen, soviel läßt sich schon jetzt erkennen. Auch daß da- höchste Eommanbo bes 8. Corps hierher kommt, ist au- ber Mannigfaltigkeit der Truppen, die sich bereits efngefunben haben, unschwer zu errathen. Man sieht Infanterie von fast allen Regimentern beS Corps, bazu Deutzer Kürassiere, Bonner Husaren, Düssel- borfer Ulanen, militärische Rabfahrer u. s. w. Unter anbern Umständen würben wir morgen und übermorgen sicherlich iarfen Civilbesuch bekommen, da die Dörfer aber selbst sehr tark belegt werden, so dürfte eS damit wohl nicht so viel werben wie sonst. Wie man hört, sollen einzelne größere Ortschaften ganze Bataillone in« Quartier bekommen. Auch daß die Stadt W tzlar eine nicht unwesentlich stärkere Einquartierung erhalten wird, als ursprünglich vorgesehen war, darf schon jetzt als ficher gelten. Am 4. unb ß. September werden wir wohl nahe an 3000 Mann hier haben.
(Wetzl. Aoz.)
* Homburg, 2. September. Auf dem Wege zwischen Friedrichsdorf und Kirdorf wurde der 60jährige Dienstknecht Fabel, der von Friedberg hierher wanderte, um Stellung zu suchen, von einem Manne unb einer Frau Überfällen, durch Kopfhiebe befinnungSloS gemacht unb feiner Baarschaft von 31 Mk. beraubt. Fabel hatte mit bem Paare, angeblich einer Dirne mit ihrem Zuhälter, in Kirborf verkehrt unb in ihrer Gegenwart seine Baarschaft gezählt.
* Gin Eäbelbuell ist in einem Nachbarorte von Iserlohn burch bie Frau eine« ber Bethetliqttn noch im letzten Augenblicke verhindert worden. Der Bäckermeister G. ist Schützenoffizier, unb ber Schütze W. hatte bet Gelegenheit be« letzten Schützenfestes an ber Schneibigkeit seine- Vorgesetzten zu zweifeln gewagt. Da« erforberte natürlich Blut, unb so sollte denn tn einer einsamen Waldlichtung da» Säbelbuell


