Volksversammlung wurde beschlossen, den König zu
den
die
Heiterkeit Vollzieher allerhand baut von erwartete
au» und
energischem Widerstand gegen die Finaoz-Sontrole aufzufordern, eventuell den Krieg bis zum Aeußersten fortzuführe n. __________
Berlin, 4. August. Da» Katserpoar trifft, wie auS Cassel gemeldet wird, am 14. August in WtlhelmShöhe ein und gedenkt dort bi» zum 2. September zu refidtren.
Berlin, 4. August. Für die Ueberlchwemmten gedenken auch die städtischen Behörden in thatkräftiger Weise etnzutreren uud eine größere UuterstützungSsumme zu bewilligen. Der Schlesische Bankverein in BreSlau überwies 6000 Mk. an deu Vaterländischen Fraueuverein für die Ueberschwemmteu bet Netffe.
* Heber das Verhältniß der eriminalpolizei zur Presse äußert sich der Vertreter des Dresdener Polizeipräsidiums, RegierungSrath Höttig, in seinem kürzlich erschienenen BerwaltungSbericht der Polizetdtrection in solgender beachteoSwerther We.se: „Die Preffe ist und bleibt die ge- eignetste, schnellste und beste Vermittlerin zwischen Behörde und Publikum. Auf die Pflege guter Beziehungen zur Preffe wird daher eine umsichtige Lriminalpolizei jeder Zeit mit. ihr Augenmerk richten wüffen. Nicht als ob eS bei j'dem Crimiualfalle nun die erste Pflicht der Erimioalpolizrt wäre, vermittelst der Preffe sofort die Hilfe der Okffentlichkeit zu erbitten, aber von der Preffe wird el jedenfalls abhäogrn, ob da» Publikum über den einzelnen Sriminalfall in der für
mann, Theodor Meynberg, eine entsprechende Aviskarre auf der Brust befestigt. Der Kleine ist körperlich gut entwickelt und intelligent, besitzt jedoch gar keine Schulkenntniffe, da er nie eine Schule besucht hat. Er kommt zu einem kinder-
fand die BerappungSsceae statt. Der Gericht»- ging von Tisch zu Tisch und kassirte ein, während scherzhafte Aeußeruvgen fielen. Am wenigsten er» der Sache waren die Kellner, denn durch da» un-
Juli 1897 sind in der Colonie stellen-, resp. arbeitslos 32 Mann. Dieselben verthellen sich auf das Groß- herzogthum Hessen 3; Königreich Preußen: Regierungsbezirk 1 Kassel 7, Regierungsbezirk Wiesbaden 3; Provinz Rheinlande 5, Provinz Sachsen 2, Provinz Hannover 1, Provinz Brandenburg 1, Provinz Berlin 1; Königreich Bayern 1, Großherzogthum Baden 2; thüringische Staaten 2; Freie Stadt Hamburg 1, Reichslande 1/ Ausland: Oesterreich 1, Rußland 1. Hiervon waren: Arbeiter 11, Anstreicher 2, Böttcher 2, Former 1, Gärtner 2, Kaufleute 2, Kellner 2, Klempner 1, Küfer 1, Kupferschmiede 1, Oeconom 1, Lederarbeiter 1, Maschinenzeichner 1, Schmiede 1, Schuh macher 1, Schneider 1. Gearbeitet wurde an 1112 Tagm. Verpflegt wurde an 1241 Tagen. Im Monat Juli 1897 wurden entlasten 23 Mann, und zwar in Arbeit durch die Colonie 2, auf eigenen Wunsch 11, wegen Arbeitsscheu 3, wegen Arbeitsunfähigkeit 2. Seit Bestehen der Colonie sind ausgenommen worden im Ganzen 3277, dagegen abgegangen im Ganzen 3245 Mann, bleibt Bestand am 31. Juli 1897: 32 Mann.
Beerfelden, 2. August. Eine heitere Illustration unfreiwilliger Selbftetns chätzung der Einkommen- steuer dürfte solgender Vorfall abgeben: Bet einer kürzlich am hiesigen Schöffengerichte abgehaltenen Sitzung waren zwei Arbeiter aus Gammelsbach als Zeugen geladen. Bei Erhebung der Zeugengebühr wiesen sie die angebotene Summe als zu niedrig zurück und bemerkten, daß ihr regelmäßiger Tagesdienst durchschnittlich 4 Mk. betrage. Da diese Angabe unglaubwürdig erschien, dieselbe aber durch eine Be- scheintgung des Arbeitgebers bestätigt wurde, so folgte man den entsprechenden Betrag als Zrugengebühr aus. Was machten aber die betdeu Leutchen für sauere Gesichter, als nach wenigen Wochen ein Nachtragssteuerzettel angerückt kam, der bekannt gab, daß die Arbeiter, welche seither tu der niedrigsten Klaffe der Einkommensteuer eingeschätzt waren, um zwei Klaffen gestiegen sind. Die Differenz zwischen dem früheren und jetzigen Steuerziel beträgt in Folge besten Mk. 1.20, das sind in einem Jahre Mk. 7.20. Eine Reklamation gegen dt.se Einschätzung dürften die Beiden wohl nicht vornehmen wollen, denn die durch Vorspiegelung falscher Thalsachen erlangte Zeugengebühr ist dem Betrugsparagraphen des Reichsstrafgesetzes unterworfen. (Stb. Pr.)
Mainz, 1. August. Am Freitag Abend kam aus dem Bahnhofe in Kastel ein lljährtger Knabe aus Porte Alegre in Brasilien an, welcher die 28lägige Seereise nach Hamburg und die Fahrt von dort nach hier ganz allein und, nur aus die Menschenliebe seiner Mitreisenden angewiesen, ausgeführt hatte. Dem Kinde, bas vor ca. 8 Jahren mit seinen vermögenden Eltern und drei Geschwistern von Hamburg auSgewandert war, hatte der Tod im fremden Lande alle Angehörigen entrissen und auch sein Vermögen war auf ein Minimum zusammengeschmolzen, so daß eS Arbeit in einer großen Spinnerei suchen mußte und auch fand. Ein Bruder seiner verstorbenen Mutter, welcher hier als wohlsituirter Kauf- mann lebt, hatte, nachdem er den Tod seiner Schwester er- fahren, den Knaben ausfindig gemacht und reclamirt. In Porte Alegre hatte ihm der St. Raphael-Verein zum Schutze deutscher Auswanderer und in Hamburg deren Vertrauens-
Mucke, 3. August. Alsbald nachdem der Nachmittags nach Gleßen gehende Gülerzug die hiesige Station verlassen, gerieth auf dem Acker des Joh. Becker IV. zu Flensungen ein Ko roh aus en in Brand, so daß die Bermuthuog nahe liegt, derselbe sei durch aus der Locomottve herrührende Funken entzündet worden. Die Gefahr, daß die Ernre des ganzen Acker» vernichtet wurde, wurde glücklicherweise da- durch abgewendet, daß der Brand alsbald wahrgeuommeu und da» Feuer im Entstehen gelöscht wurde.
—r. Büdiageu, 3. August. Da» Concert, welche» der evangelische Kirchengesangveretu zu Gießen am vergangenen Sonntag in hiesiger Stadtkirche gab, darf al» in jeder Hinsicht gelungen bezeichnet werden. Auch die hochgespanntesten Erwartungen wurden durch die Leistungen de» Vereins unter seinem tüchtigen Dirigenten, Herrn Lehrer Gör lach, bei Weitem übertroffen. Es waren wahre Perlen au» dem reichen Schatz alter und neuer Kirchenmusik, die hier mit einer Sicherheit uud Reinheit der Stimmen vorgetragen wurden, wie man solches nur bei einem Gesangverein findet, der über solch' vortreffliche Stimmen verfügt, wie der Gießener Kircheogesangveretn. Auch die beiden Solistinnen, Fräulein Cognot aus Hanau und Fräulein Krautze aus Gießen verdienen alle Anerkennung. Beide verfügen, eine jede in ihrer Art, über ganz vortreffliche Stimmen und trugen durch ihre herrlichen und tadellosen Sologesänge wesentlich mit zum schönen Verlauf des Concertes bei. Auch Herr Lehrer Trautmanu erwies sich als Meister auf der Orgel. Nach Beendigung de» Concertes, dessen Besuch ein j guter war, begaben sich die Gießener in Begleitung zahlreicher Freunde ins fürstliche Schloß, um hier die Sehens- Würdigkeiten zu besichtigen und von da auf den Wtldenstetn. Die Nachversammlung auf der Rosenhöhe verlief in sehr animtrter Weise und erfreute uns der Gesangverein hier nochmals durch Vortrag einiger Volkslieder. Nur zu rasch verflossen die schönen Stunden, die wir mit den Gießener Freunden verleben durften. Mit dem letzten Zuge kehrten die Gießener nach Hause zurück. Wir rufen ihnen einen I herzlichen Dank nach für den bereiteten Genuß. Auf baldiges Wiedersehen in Büdingen, der Perle Oberhessens.
-6. Neu - Ulrichstein, 1. August. Monatsbericht I der Arbeiter - Colonie pro Juli 189 7. Ende
2. August mitgetheilr, daß dort die Glogauer Vorstadt, die Mallmitzer Chausseestraße und die Buschgasse mehrere Meter hoch unter Wasser gesetzt waren. Jetzt ist da» Wasser den inneren Theilen der Stadt zumeist zurückgetreten, der enorme Schaden fängt an zu Tage zu treten; in vcu äußeren Stadtthetlen aber wogt und braust eß noch wie aus wilder See. Von den städtischen Brücken dürfte nur die imposante Kaiser Friedrich.Brücke gänzlich unbeschädigt ge- blieben sein. Ein großer Theil der herrlichen Promenaden steht noch tief unter Wasser.
• Düsseldorf, 2. August. Vier junge Leute versuchten gestern Nachmittag, mit einem Nachen über deu Rhein za setzen, um da» Neußer Wettrennen zu besuchen. Da sie des Fahrens nicht genügend kundig waren, collidirte der Nachen mit einem Schleppdampfer, schng um und alle vier Insassen ertranken.
• Trier, 2. August. In schuldloser Weise ist ein dreijähriges Kind zur Mörderin seiner jungen Mutter geworden. Da» Kind vergnügte sich bei einem AuSfluge nach Schneidershof aus einer Schaukel. Die Mutter bemerkte plötzlich mit Schrecken, daß da» schaukelnde Kind ein Messer in der Hand hielt, und eilte rasch hinzu, um dem Kinde deu gefährlichen Gegenstand zu entreißen. Dabei wurde sie von der Schaukel und dem scharfen Messer so schwer getroffen, daß sie in der folgenden Nacht starb.
• Der Gerichtsvollzieher dl Zählkellner. Unter dieser Spitzmarke wird der „Berl. VolkSztg." au» Posen geschrieben: In einem hiesigen Restaurant saßen an einem der letzten Abende eine Reihe Gäste, und außerdem tagte daselbst ein Verein. Plötzlich erschien ein Gerichtsvollzieher, bat um silentium und eine erwartungsvolle Stille trat ein. Mit lauter Stimme forderte der Gerichtsvollzieher sämmtliche Gäste auf, ihre Zeche nicht an die Kellner oder an den Wirth, sondern an ihn zu zahlen. Unter allgemeiner
Erscheinen diese» ungewöhnlichen Zählkellners kamen sie in den meisten Fällen um ihre Trinkgelder. Nachdem der Herr Gerichtsvollzieher „Raffe gemacht", empfahl er sich.
* Ein feuchtel Genrebild aus de» Militärleben. An I einem der heißen Tage sandte eine Berliner ® trauer ei I ein mit Flaschenbier beladenes Fuhrwerk nach Mittenwalde, I wo das Bier von dortigen Gastwirthen bestellt war. Daß I Fuhrwerk war bereit» einige Meilen von Berlin entfernt, I als es auf der Chaussee einer auf dem Marsche begriffenen I Jnfanterieabtheilung begegnete. Bald umdrängten die Leute den Bierwagen, dem ein Entkommen aus dieser Situation unmöglich war. Da sprengt der Commaudeur heran und befiehlt einem Unteroffizier und vier Mann, an dem Fuhrwerk Aufstellung zu nehmen und streng zu verhindern, daß Ge- tränk gefordert ober verabreicht wird. Al» die Abtheilung vorüber ist, schließt sich da» Commaudo an und der Bier- Wagen fährt weiter, dem Orte seiner Bestimmung entgegen. Allein kaum eine halbe Stunde später kommt eine Cavallerie- abtheilung desselben Weges/ ihr weit voran» sprengt der Rittmeister. „Kutscher, ist Ihr Bier sehr kalt?" — „Gerade zum Trinken, Herr Rittmeister!" — „Geben Sie mal ’ne ! Flasche her!" Der Offizier trinkt, fetzt die Flasche ab und ruft seinen langsam heranreitenden Leuten zu: „EScadron halt! Abgeseffen! Kutscher, geben Sie jedem Mann eine Flasche, aber jedem nur eine!" — Im nächsten Augenblick befand sich die leichte Reiterei im dichtesten Handgemenge und nahm die Bierbatterien mit stürmender Hand. Nach einigen Minuten wurde gerechnet. „Wieviel ist getrunken?" — „Elf Kasten, Herr Rittmeier." — „Na ja, also 330 Flaschen! Ich dachte mir's doch gleich, daß wieder Verschiedene nicht bi» Ein» zählen können!" Sprach'S, bezahlte dem Kutscher 33 Mark und ritt weiter.
• BreSlau, 3. August. Fürchterlich gewüthet hat da» Unwetter, wie die „Schles. Ztg." meldet, aus der öfter reichischen Seite des RiefengebirgeS, am schlimmsten im Riesengrund, Dunkelthal und Niedermaschendorf/ eS wird hierüber folgendes mitgetheilt: Eine 700 Meter lange und 60 Meter breite Schuttmasse hat sechs Personen — keine Touristen — verschüttet. In einem andern Hause ertrank ein Kind in den Armen der Mutter, die, selbst bi» om Halse im Wasser stehend, erst im letzten Augenblick gerettet wurde. Die Leierfrau unter der Bergichmiede, sowie ein Mann kamen in den Fluthen, die im Riefengrunde abstürzten, um. In Groß Aupa ertrank eine Gemüsehändlerin/ in Nieder-Marschdorf werden, soweit bisher feftgefteüt ist, 17 Personen vermißt/ die Leichen wurden in Jungbuch gelandet. Man fürchtet, daß 70 biS 100 Menschen in den Fluthen ihren Tod gefunden haben. Zahlreiche Häuser deS AupathaleS find eingefiürzt, viele beschädigt. Im Dunkel- thal ist die Glasfabrik völlig zerstört, das Dix'fche Etablissement ist leidlich gut erhalten geblieben, da» Gerichtsgebäude, sowie das HauS be» Bürgermeister» nebst der Kasse mit Depositen und Waisengeldern im Werthe von 300 000 Fl. wurde fortgeschwemmt. — AuS Sprott au wird vom
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Gießen, den 4. August.
** Der Kaiser in Gießen. Nach den Dispositionen, die für die bei Coblenz stattfilidende Parade de» 8. Armeecorps getroffen find, wird der Ratfer am 30. August Morgens in Gießen eintreffen. Die Abfahrt nach Coblenz wird Morgen» gegen 7 Uhr erfolgen.
•• Gießener VolkSbad. Ueber den gegenwärtigen Stand de» Volks-Schwimmbades, welchem begreiflicher Weise au» allen Schichten der Bevölkerung das regste Interesse entgegengebracht wird, können wir heute berichten, daß die Bauarbeiten mit aller Energie gefördert werden, und bereits so weit gediehen find, daß Mitte September baß Erbgeschoß, welches bas eigentliche Schwimmbad, Badekabinen, Warte- raum, Kaffe 2C. umfaßt, im Rohbau vollendet fein wird. Eine weitere Zufuhrstratze nach der Baustelle ist von der Westanlage aus geschaffen worden, und diese Einfahrt, welche eine Ueberbrflrfung des SchoorgrabenS nöthig machte (währenb der Zugang zu letzterem burch einen an der Westanlage auß- mündenden Schacht gewahrt ist), gilt auch nach Fertigstellung des Baues als Eingang für Fuhrwerke, ist aber gleichzeitig al» zweiter Weg zum Schwimmbad zu betrachten, während der Haupteingang am Seltersweg ist. Die bereits früher schon in Erwägung gezogene gleichzeitige Herstellung von Dampfbädern rc., deren Mangel sich gewiß schon nach kurzer I Zett fühlbar machen wird, wußte vom Vorstand der Actien- gesellschaft von der Zeichnung weiteren Actiencapitalß seitens der Bürgerschaft abhängig gemacht werden. Es wäre zu wünschen, daß das zu den besten Hoffnungen berechtigende Unternehmen, welches mit allen practischen Einrichtungen versehen, in hygienischer Hinsicht von hervorragender Bedeutung I lein wird, an seiner Vollständigkeit nichts vermiffen ließe, und die Einwohnerschaft zur Zeichnung weiterer Actien ver- I anlassen möge. — Kurz vor Schluß der Redaction wird uns noch mitgetheilt, daß in Anwesenheit deS leitenden Architecten der Firma Stein & Meyer und des Vorsitzenden, Herrn Rechtsanwalt Dr. Fuhr, nunmehr die Grundsteinlegung diele» Etablissement» erfolgt ist. ES will dies indessen keineswegs sagen, daß jetzt erst mit dem Bau begonnen wird, die Arbeiten find vielmehr inzwischen schon bedeutend fortgeschritten, was nur mit Freuden begrüßt werden kann.
*• Kriegervereiae bei der Kaiserparade. An der Kaiser- Parade bei Homburg v. d. H. nehmen die Kriegerkamerad- schüft „Haffia", der hessische Rrkgeroerbanb in Fulda, der Kriegerverband in Hessen und Waldeck, die KreiSkriegerver- bände 1 und 2 officiell Theil. Die Verbände fordern sämmt- I Uche ihnen unterstellte Vereine zum Entsenden von mindesten» einer Fahnensection auf.
•• Ans dal Umsteigen in höhere Wagenklasten bezieht sich folgende Anordnung der preußischen Eisenbahn-Verwaltung: Im verflossenen Jahre siad während deS stärkeren Reise- Verkehrs wiederholt Fälle vorgekommen, in denen Reisende eigenmächtig wegen Uebersüllnng in einer höheren Wagen- klasse Plotz genommen haben, obwohl ihre Fahrkarten nur für eine niedere Wagenklasse lauteten. Die zeitweise Unterbringung von Reisenden in einer höheren Wagenklasse bei Platzmangel darf nur durch daß zuständige Eifenbahndienst- personal angeordnet werden. Reisende. welche hiergegen verstoßen, sind als solche, welche ohne gültige Fahrkarte betroffen werden, zu betrachten und nach § 21, Absatz 2 der Verkehrßordnung zu behandeln, d. h. sie müssen für die ganze zurückgelegte Strecke, mindesten» aber 6 Mk., nach- zahlen.
Untersuchung von Nahrungsmitteln rc. Aus dem Be- richte der amtlichen chemischen Untersuchungßärnter des Lande» geht hervor, daß im abgelaufenen Jahre im Großherzogthum Hessen 7 944 Proben von Na hrun gS- und Genußmitteln, sowie Gebrauchsgegenständen untersucht und daß davon 582 Proben beanstandet worden find. Beanstandet wurden u. A.: 154 Proben von Milch, 134 von Essig, Gewürze und Specereiwaaren, 70 von Fleisch und Wurst- waaren, 44 von Kaffee, Cacao und Chocolade, 48 von Wein und Obstwein, 39 von Butter, Käse und 22 von Wasser.
•• Wetterbericht. Ueber den britischen Inseln liegt heute der Kern eine» intensiven MoximumS, welche- den größten Theil Nordwest Europas bedeckt. Dagegen gehört der Süden und Osten des ContinentS noch einem ausgedehnten Depres- fionSgebiete an und sind besonders am Südfuße der Alpen noch Theilminima vorhanden. Unter dem Einfluß derselben dürfte die Witterung namentlich in den südlichen Theilen un- fere» Gebiete» noch den unbeständigen Character beibehalten. — Voraussichtliche Witterung: Für die westlichen und nördlichen Thetle heitere» Wetter/ im Süden und Osten bei wechselnder Bewölkung noch zeitweise Strichregen.
Athen, 3. August. In einer gestern abgehaltenen'großen I außerdem werden für den Fall seh, schlechten Wetters Nacht- i quartiere vorgesehen.
+ Rlddo, 3. August. Unser Städtchen wird bei den bevorstehenden KaisermannÖvern ziemlich mit Einouar- -"UN bedach, -Im 24. LSR. Men nämltd, d.e eeflX Mn^^chVamber7' zwe te Batterie de» Hess. Feld.Artillerie-Regiments Nr. 11 8
nebst einer Abtheilung Stab dahier Marschquartier beziehen^ ----


