Ausgabe 
4.6.1897 Erstes Blatt
 
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pathien zu erwecken.

Zu diesem Zwecke hat die Abtheilung einen Ausschuß erwählt, dieser die bezüglichen Commissionen ernannt, welche alle mit dem größten Eifer sich den übernommenen Pflichten

der Ausstellung htnzuweisen.

Der Flügel deS Schlöffe«, welches sich vom Central- pavillon in der Richtung nach der Stadt hin auSdehnt, tu welchem sich auch der sehr schön geschmückte Eingang zur Ausstellung befindet, wird der Ethnographie und Ethnologie gewidmet sein. Für diesen Theil der Ausstellung ist eS dem äußerst thärigen BeschaffungSauSschufie gelungen, eine große Anzahl von privaten und sehr reichen Easieler Sammlungen von Waffen, Geräthschaften und Jndustrieproductev unserer schwarzen und braunen Landsleute zu gewinnen, die allem für sich schon deS SehenSwerthrn außerordentlich viel bieten.

Außerdem wird durch ihre Bemühungen ein großer Theil der ethnographischen und WirthschaftSgegeoftände, die auf der Berliner Ausstellung so sehr die Aufmerksamkeit de« Publikums auf sich zogen, zur Ausstellung gelangen, ebenso wie Modelle der Neu-Guinea Compagnie, ethnologische Gamm-

und Arbeiten unterzogen haben.

Die Königliche Regierung hat der Abtheilung da« schöne Oraugerteschloß zur Verfügung gestellt, daS inmitten de« AuevparkeS gelegen ist, welcher letztere sich in den Pfingst- tagen in seiner vollen Frühlingspracht entfaltet hat und so für sich allein durch seine Schönheit Bewunderung erregt.

DaS Schloß selbst, welche» auS zwei Flügeln und einem Ceatralpavillon besteht, wird unter der bewährten Leitung der betreffenden Commisfion, durch deren Vorsitzenden Herrn Maler Lüttebradt, in arabisch-afrikanischem Styl au»-

afrikanische« LandschaftSbild verwandeln mit täuschend vach­geahmten Gebäuden und zahlreichen Ausstellungsplätzen, in

lungen der Deutsch-ostafrikanischen Gesellichaft, Elephanten- zähne und Elfenbeinfabrikate vou Zirkenbach & Oechelhäuser, Perlmuttergegenstände von Paul Hinze, Felle und Decken auS Südwestafrika von Burmester in Hamburg und Roh- producre aus den Colonien von verschiedenen bedeutenden Firmen in Bremen. Die Besucher der Ausstellung können daher darauf rechnen, ein reichhaltige» Material in diesem Theile der Ausstellung zu finden, welches ihnen ein viel­gestaltiges Bild von der Thätigkeir und der Lebensweise der Eingeborenen unserer Colonien vor Augen führen wird.

In dem zweiten Flügel deS Orangerieschloffe», zwischen dem Centralpavillon und der Fulda gelegen, werden Fabrikate, Gegenstände, Zelte und alle» da» zur Ausstellung gelangen, deffen ein Afrikareisender und eine nach den Colonien über­siedelnde Person dort benöthigt und welche überhaupt nach den Tropen auSgesÜhrt werden.

An dieser Ausstellung werden sich verschiedene Firmen betheiltgen, die einen wohlbegründeten Weltruf besitzen, von denen ich vor der Hand nur eine erwähnen will, um diese flüchtigen Zeilen aicht allzuweit auSzudehnen, nämlich die von Gottschalk & Co. in Cassel.

Für deS Leibes Bebürfntffe werden in dem Restauration»- locale die Herren Pickrun, von Stücks Hotel, und Heike, vom PalaiSrestaurant, in ausgiebigstem und vortrefflichstem Maße Sorge tragen, doch werden dieselben, wa» Kaffee, Chocolade, Cacao rc. angeht, nur rein afrikanische Produkte unserer Colonien auSschenken, um Alle von deren Dortrefflichkeit zu überzeugen.

Ja den Räumen der Ausstellung werden auch einige Concerte veranstaltet werden, um den Besuchern den Aufenthalt daselbst so angenehm wie möglich zu machen, und so glauben wir der verehrlichen Redaction deS .,Gießener Anzeiger" und seinen strebsamen Leserkreisen versichern zu können, daß sowohl für Damen wie für Herren, für Schulkinder jeden Älter» und Geschlecht», ein Besuch der Ausstellung ein lehrreicher und genußvoller sein und ihnen unvergeßlich bleiben wird, durch die vielen und neuen Eindrücke, welche sie dorr em­pfangen werden, und schließlich Allen noch die Genugthuung vrrschafft, ein edle» und verdienstvolles Werk zu unterstützen, da die Ueberschüffe der Einnahme der Ausstellung bcr Krankenpflege in unseren deutschen Colonien zugewendet werden.

Die Colonial Ausstellung der Abtheilung Caffel der deutschen Colonial-Gesellschaft

vom 4. bi» zum 13. Juni d. I».

Die rührige und äußerst thätige Abtheilung Caffel der deutschen Colontalgesellschaft hat schon seit längerer Zeit sich entschloffen, die Feier ihre« zehnjährigen Bestehen» und de» damit verbundenen kräftigen Aufblühen» durch eine Colonial- auSstellung zu verschönern, um auf diese Weise in »mmer weiteren Kreisen, spectell de» Heffenlaude» und der mit den- selben in regerem Verkehr stehenden LaodeStheile, die colo­nialen Bestrebungen de» Deutschen Reiches bekannt zu machen, für dieselben ein richtige» Verstäaduiß und lebhaftere Sym-

___von den für diesen Theil der Ausstellung angemeldeteu Firmen wollen wir nur da» deutsche Colonial- hauS de» Herrn Bruno Antelmauo, da» deursch-ostafrikaotsche Zucker-Syndical, die Usambara Kaffeebaugesellschaft und die Neu-Guinea Compagnie hervorheben (viele andere der Kürze wegen nicht erwähnend), um auf die Wichtigkeit diese» Theil«

Schiftrnachrtchte«.

rxr Postdamnfer .Southwark" der ,Red Star Line" tn AM« werpen ist Und Telegramm am 1. Juni wohlbehalten ® New-Kork angekommen.

eiuiate gestern Abend die College«, sowie eiogeladeuen Gäste imSchützenhaus " Außer zahlreichen Glückwünschen und Geschenken erhielt jeder der Gefeierten feiten« de» Verein« ein in hochfeinem Schliff kunstvoll verfertigte« Gla»,mit auf die Feier bezüglicher Widmung versehen. Musikalische Vor­träge wechselten mit schwungvollen Ansprachen. Daß dem anwesenden Damenstor zuliebe der Tanz nicht fehlen durfte, ist selbstverständlich. .

B. Eine wichtige Neuerung, die brr Förderung des Credtt» von hohem Einfluß ist, wurde bei den königlich preußischen Amtsgerichten unlängst eingeführt. Dieselben haben bezüglich derjenigen Personen, welche den Offen- barungsetd leisteten, Verzetchniffe zu führen, die von In- tereffeoten etogeseheu werden können.

V.A. Die Versicherungsanstalt «roßherzogthum Hesse« hat mit den Aerzieveretnen de« Großherzogthum» im Jahre 1895 Verträge über Leistung eines Zuschußhonorars für Jnvalidenrentengutachten geschloffen. Danach erhält jeder den Vereinen angehörige Arzt für die vollständige, formular- mäßige Ausfertigung de« zu einem Javalidenrenteuantrag erforderlichen Gutachtens vou der Versicherungsanstalt ein Zuschußhonorar von 3 Mk. und Portovergütung. Da es nun für die Kaffe der Versicherungsanstalt eine große mit Schreiberei und Porto verbundene Last wäre, jede» einzeln einlaufende Gutachten alsbald zu bezahlen, so ist im Vertrag die Bestimmung vorgesehen, daß die Aerzte am Schluffe jeden Halbjahres im Januar oder Juli die von ihnen im abgelaufenen Halbjahr erstatteten Gutachten nach Datum und Namen de» Begutachteten in einer Liquidation zusammen­stellen und diese direct bet der Versicherungsanstalt etnretchen sollen. Erst daraufhin erfolgt die Zahlung deS Honorars. Es ist also weder die Liquidation auf dem einzelnen Gut­achten noch die Beifügung der Rechnung zu den Acten deS betr. Rentenantrags genügend oder von Belang. ES scheint aber, daß diese Bestimmung nicht allgemein bekannt geworden ist, da viele Aerzte die Halbjahrliquidation bisher noch gar nicht eingereicht und tnfolgedeffen auch noch keine Zahlung erhalten haben. Hoffentlich tragen diese Zeilen dazu bei, daß dem abgeholfen wird. Zu bemerken ist noch, daß die Verträge mit den KreiSveretnen mit Wirkung vom I.Octbr. 1895 geschloffen sind- ausgenommen derjenige mit Darm­stadt, welcher bereit» vom 10. Juni 1895, und von Oppen- | heim, welcher erst vom 1. Januar 1896 an gültig ist. Die vor diesen Terminen ausgestellten Gutachten werden nicht honorirt. ES kommt nun vor, daß ein io die Halbjahr»- | rechnung aufgevommeneS Gutachten noch nicht bei der Ber- i ficherungSanftalt etngegangen ist, weil die Acten noch unter­wegs bet einer anderen Behörde find- tu diesem Falle wird die Zahlung desselben auf die nächste Liquidation, in welche e» wieder aufzunehmeu ist, aufgeschoben. Bei Renten- I anträgen, die zwar au» Heffen kommen, aber an eine fremde Versicherungsanstalt zur Entscheidung gehen, wird da» Honorar von dieser anderen Anstalt ohne weitere» einzeln gezahlt. Mehr al» ein formularmäßtgeS Gutachten darf zu einem I Rentenantrag ohne die vorherige Ermächtigung der Versiche­rungsanstalt nicht ausgestellt werden. Erforderliche Ergän­zung eines unvollstäudtgeu Gurachteu» wird nicht besonders honorirt.

Hessische Sparkassen. Am 31. Mai tagte tn Frank­furt a. M. an der Barfüßer-Ecke in der sogen. Böhme'schen Restauration die General-Versammluug des Ver- bandes Hessischer Sparkassen unter der Leitung de» Präsidenten, Herrn OberamtSrichter Mtckel von Grünberg, Herrn Kammerdirector» Korell von Büdingen und de« Schrtstführer» und Rechners Herrn Glock. 38 Delegirte waren erschienen. Der Hauptpunkt der Tagesordnung, die 1 Umwandlung des Verbände» Hefftscher Sparkassen tu den Verband der Hefftschen Sparkassen", der also eine Ver­tretung sämmtlicher Hefftschen Sparkassen bildet, konnte des­halb und, wie dieDarmst. Ztg." hinzufügt, tn größter Ein- müthigkeit erledigt werden- die deshalb nöthig gewordenen Statuteu-Aenderungen wurden einstimmig angenommen. Zu den obengenannten Mitgliedern des Directoriums wurden nach den neuen Statuten zwei weitere Mitglieder nöthig und wurden für Starkenburg Herr Pfarrer Fuchs in Arhetlgeu und für Rheiuheffen Herr Rackü in Bingen durch Acclamation gewählt. Wir hoffen, daß da« Heffische Sparkaffenwesen tn der neuen Gestalt seiner Vertretung sich gut entsalten werde und baß es tn seinem Vorstande auch ein Organ gefunden habe, das man auch von Seilen der Großh. Regierung gern hören wird. Eine wettere Vorlage, betr. die Penfiontrungsberrch- ttgung der Rechner und deren Wittwen wurde dahin erledigt, daß die Generalversammlung beschloß, die Sparkaffen zu er­suchen, auf diesem Gebiete, wo e« noch nicht geschehen, die er­forderlichen Schrltte zu thun. In innere Angelegenheiten der Sparkaffen will der Vorstand nicht emgretfen.

Da« Programm zu der Jubiläumsfeier des Infanterie- Regiments Nr. 117 in Mainz lautet: Am 10. Juni, Bor- mittag« 101/, Uhr: Parade auf dem Schloßplatz- 12 Uhr Wittag«: Festesten der Offiziere, Veteranen, ehemaligen Unter« Offiziere und activen Mannschaften in der Stadthalle- 8 Uhr Abends: Regimentsfest in der Stadthalle. Am 11. Juni, Bormttiag« 11 Vs Uhr: Fahrt de« Regiment« und der alten

lieber IagdsuSfichle« wird geschrieben: In ganz [ finde« werden^ Mittel- und Norddeutschland dürften jetzt die gleichen Beob- " achtungen bezüglich der JagdauSfichten für den Herbst zu machen sein. Hatte schon der März mit unablässig naßkaltem Wetter den ersten Satz der Hasen verkümmert, so hat der übermäßig naffe und kühle Mai auch den zweiten Satz beein­trächtigt. Die Schädigung dieser erstenSätze" wirkt aber um so nachtheiliger, al» die daraus hervorgehenden Jung- Hasen schon wieder für die Vermehrung zum Herbst in Frage kommen. Auch die Gelege der Feldhühner dürsten durch die seitherige übermäßige Näffe und Kühle schlecht davon kommen­sehr günstige Aussichten find also für die Herbst-Niederjagd kaum. Ausgezeichnet überwinterten dagegen Roth- und Reh­wild- beides steht in vorzüglichem Nährzustande, was z. B. bet den jungen Rehkitzlein und Rrhböcken, welch letztere allein jetzt auf dem Kerbholz deS Jäger« stehen, auffällig hervor- tritt. DaS Rehwild hat jetzt da« Winter- mit dem Sommer-

Regiments-Kameraden nach dem Niederwald auf Rhein­dampfern. Dazu wird bemerkt, daß auf den Bahnhöfen tn Mainz und Kastel Au-kunft-büreau« errichtet sind, tn welchen da« sonst bezüglich de« Feste« WistenSwerthe ersragt werden kann. Für die Nacht vom 10. zum 11. Juni ist für die Festgästc Quartier in der Schloß- und FlachSmarktcaserne vorgesehen und zwar thunlichst in den Revieren derjenigen Bataillone, denen sie seiner Zett angehörten. Auch für dte Nächte vom 9. auf den 10- und vom 11. auf den 12. Junt ist für etne gleiche Unterbringung Derjenigen gesorgt, dte schon am 9. rtntreffen, und Derjenigen, die am 11. nach der ------ ------ , _

Rückkunft vom Niederwald nicht mehr nach der Heimath I geschmückt werden, und der Centralpavtllon wird sich tn etn zurückfahren können. Versammlung der Festgäfte am 10. Juni, afrikanische« LandschaftSbild verwandeln mit täuschend nach- Vormittags 9 Uhr, im Hofe der Prinz Karl-Caserne, wo- geahmten Gebäuden und zahlreichen Ausstellungsplätzen, in selbst die AuStheilung der Medaillen und dte compagnieweise ! denen die wichtigsten Colonialproducte nicht nur zur AuS- R-ngirung für die Parade erfolgt. I stellung, sondern auch zum Verkauf, wie zum Genuß Platz

kleid gewechselt. t .. I

Der Goldregen dlüht. Noch tn jebem Jahre ist eS vorgekommen, daß Kinder durch unvorsichtiges Umgehen mit den Blüthen de« Goldregen« mehr oder weniger heftig erkrankt find. ES kann nicht genug darauf aufmerksam gemacht werden, daß Blüthen und Stengel und sonstige Theile de« Goldregens ein starkes Gift enthalten, das bet Berührung mit dem Munde stet« seine gesundheitsschädliche Wirkung äußert. Man warne die Kinder vor den GoldregenblÜthen.

* Wetterbericht. Die Luftdruck-Vertheilung ist im All- gemeinen die gleiche gebltebrn und find die Unterschiede in den Barometerständen allenthalben gering. Dementsprechend ist unter der Herrschaft hohen Druckes der Himmel meisten- ort« heiter. Die Morgentemperaturen zeigen eine wesent­liche Aendernng und liegen in den continentalen Lagen all­gemein hoch. Voraussichtliche Witterung: Vor- wiegend heiter und warm.

W. Ulrichstein, 2. Juni. Am 9. Mai sindet zu Nidda dte Hauptversammlung deS Vogelsberger Höhen.ClubS statt. ES wird u. A. ein Antrag der Section Ulrichstein | zur Berathung kommen, betr. dteErrichtung eines National- ! deokmals auf dem Schloßberge" zur Erinnerung der Wieder- Vereinigung aller deutschen Stämme. Jedenfalls ist die Idee, tn einem Einzelstaat durch ein Denkmal dte nationalen Er- rungenschaften des Glsammtvaterlande« zu feiern, neu, wöbet zu bemerken ist, daß die hessische Eigenart bet der monumentalen Gestaltung deS Bauwerkes berücksichtigt werden wird. _ r L,

-§- AuS de« Kreise Alsfeld, 2. Juni. Daß die Fütte- ruog und die dadurch bedingte Milchergiebigkeit deS Viehe» sich wieder bemerkenSwerth gehoben, läßt sich am Besten bei den Molkereien frstftelleo. De« Winters über und besonder« während de» Frühjahre« war die Milchlieferung zu den Molkereien so schwach, daß manche Molkerei nicht im Stande gewesen, den eingegangenen Verbindlichkeiten mit ihren Absatzstellen nachzukommen. Neben der schwachen Milch­lieferung war die Rahmgewinnung gleichfalls sehr gering. Die Milch war eben sowohl tn der Quantität, al« auch der Qualität auf einen ungewöhnlich minimalen Stand gekommen. Die Ursache lag in der schlechten Beschaffenheit und geringem Vorrath de« Dürrfulter». Daß der Verdienst auf den Molke­reien bet solchen Umständen ein schlechter gewesen, ja oft die Rede nicht davon sein konnte, ist leicht einzusehen. Da» hat sich jetzt wieder gebeffert, indem die Grünsütterung gegen- wärtig in ausreichendstem Maße auSgefühn werden kann. Hauptsächlich ist eS der vorzügliche Stand de« Klee«, wodurch in erster Linie die Milchverbefferung erzielt wird. Die mini- male Production an Milch machte sich in den landwirth- schastlichen Haushaltungen durch den Ausfall einer gewohnten Einnahmequelle oder doch deren Decimirung sehr bemerkbar. Daß diele Einnahmiquelle mit der Hebung der Milchproduc tion fich wieder beffert, ist gewiß mit Freuden zu begrüßen, dte eine umso nachhaltigere sein kann, al« auch dte Aussicht auf den Bestand der eingrtretenen Brfferung vorhanden ist, durch etne zu erwartende vortreffliche Heuernte hinsichtlich der Quantität.

Vermiete*.

3« Berlin ist die Einführung einer Kahrratzsteuer ge­plant und zwar soll ein Herrenrad mit 10 Mk., ein Damenrad mit 20 Mk. belastet werden. Ob die Bei- liner Damen sich über diese Art von Galanterte besonder« geschmeichelt fühlen werden, dürfte doch wohl zweifelhaft sein.

Elberfeld. 2. Juni. Wie dieElberfelder Zeitung" meldet, wurden von einem Zuge der Elberfelder Thalbaha zwei Frauen überfahren, deren eine sofort getöötet, die andere tödtlich verletzt wurde.

Karlsruhe, 2. Juni. In der Metzger'schen Papier- wühle zu Bruchsal wurden lautBad. Presse" gestern Rack- mittag zwei Mädchen durch Au«strömen de« Dampf,« derart verbrübt, daß daS eine bereit« gestorben ist und aller Wahrscheinlichkeit nach auch da« zweite nicht zu retten sein wird.

Unterhaltung Junge Dame:Denken Sie nur, ich wiege jetzt 107 Pfund!" - Herr (Postbeamter):Da können Sie also in elf Postpacketen für 5 Mk. 50 Pfg. Porto durch ganz Deutschland befördert werden!"

CHcratur und Kunft.

- Katechismus der Dampfkessel, Dampfmaschtue« mi» anderer Würmemotore« von Th. Schwartz«. Sechste, vermehrte und verbesscrte Auflage. Mit 284 Text- und 13 -tafeln Abbildungen. In Ortgtnal-Leinenband 4 Mk. 50Psa. Verlag von I. I. Weber in Leipsig. Wenn etn Lehr- und Nachschlagebuch schon in sechster Austage erscheint, so liegt wohl bereit« tn diesem Umstande rein äußerlicher Natur der beste Beweis, daß ein solche, Werk tn der Gunst seines Publikum« stch eine durchaus gesicherte Stellung errungen hat. Der tn der Theorie wie der Praxi» seine, Berus« gleichmäßig erfabrene Verfasser bat hier wie in den in dem- selben Verlag erschienenen Katechismen der Elektrotechnik, der Heizung. Beleuchtung und Ventilation gerade die richtige Behandlungswds« deS Stoffe« getroffen, wie sie dem Techniker und Industriellen, mit einem Worte dem Practtker xufagt. AuS der großen Anzahl von Zusätzen, welche die neue Auflage erfahren bat ist ganz besonders der Anhang über die GaS- und Petroleum-Mo oren heroorzichebM. Ein Register. 284 in den Text gedruckte Illustrationen und 13taf<lB Abbildrmgen in ebenso klarer al« sauberer «u-führung erhöhen die Brauchbarkeit de« vortrefflichen Handbuche«.